Zelten? Hotel? Motorhome?

    Diskutiere Zelten? Hotel? Motorhome? im Allgemeine USA Reisefragen Forum im Bereich USA Reisen; Hallo! In einem anderen Thread kam die Frage nach der "besten" Reiseart in Nordamerika auf. Wir sollten hier die Vor- und Nachteile aufzeigen. Ich...
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Heinz_W.
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #1
Hallo!

In einem anderen Thread kam die Frage nach der "besten" Reiseart in Nordamerika auf. Wir sollten hier die Vor- und Nachteile aufzeigen.

Ich selbst bin jahrelang nach Möglichkeit NUR mit dem RV gefahren. Grund: Kein tägliches Ein- und Auspacken, ich musste mich nicht um Hotels bemühen, ich habe meinen Kühlschrank dabei, ich kann fahren wann ich will und ich bin unabhängig.

Heute bevorzuge ich häufig den Mietwagen (in diesem Fall einen SUV mit 4X4) und mein Zelt.

Die Gründe: will ich tiefer in ein Gebiet eintauchen gibt es oft Strassen und Wege, die ich mit einem RV nicht befahren kann. In angemessener Zeit sind Trailheads dann einfach nicht zu erreichen und eine Übernachtung in der Wildnis wird eh notwendig. Warum also nicht gleich das Zelt nehmen?
Sicher, es ist nicht so komfortabel wie im Motorhome, eine gute Kühlbox und ein Gaskocher ersetzen mir aber zum Teil die Küche. Viele Campgrounds habe sehr gute Duschen - und sind einmal keine vorhanden, stinkt jeder gleichermassen.

Zeltcamping muss kein MUSS sein. Hin und wieder nehme ich am Abend auch mal ein Motelzimmer.

Ich bin gespannt auf das Für und Wider hier im Forum.

Heinz
 
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Re: Zelten? Hotel? Motorhome?
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Christian
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #2
Hallo, wie in dem anderen Thread schon angedeutet ist das Zelt für mich die favorisierte Unterkunft. Insbesondere in der grandiosen Natur Nordamerikas gibt es für mich keine bessere Art ein Land quasi hautnah zu erleben. Man ist mit dem Zelt zudem flexibel und kostengünstig ist es obendrein. Allerdings bin ich auch nicht Zelt-vernarrt. Denn einige Nachteile hat das Zelten wirklich und die wären aus meiner Sicht:

Bei Regen das Zelt aufstellen macht nur Spaß, wenn man entsprechende Regenkleidung mit hat und sich wasserdicht einpacken kann und wenn es einmal gar nicht aufhören will zu regnen muß man das triefende Ding irgendwie wieder verstauen können ohne möglichst alles einzusauen.

Mit der einfachen Unterkunft wird auch die Ernährung etwas einfacher. Es ist eben schwer auf einem Campingkocher ein fünf Gänge Menü zu zaubern.

In Großstädten oder Großstadtnähe bevorzuge ich die Übernachtung in Motels, weil Campingplätze dort in aller Regel rar, teuer und sehr viel dicht gedrängter sind als "draussen". Zudem läßt sich der Straßenlärm leider nicht von der dünnen Zelthaut abhalten.

Bisher war ich immer in der Hochsaison beim Zelten. Noch nie habe ich die Nebensaison zu Beginn oder zum Ende des Jahres ausprobiert. Zugegeben, etwas reizen tut mich der Gedanke schon, allerdings hätte das klare Grenzen. Jede Nacht im Zelt zu frieren ist für mich kein Urlaubsvergnügen.




In den letzten Jahren bin ich zu noch etwas übergegangen: Inzwischen würde ich versuchen die Reise so zu planen, daß man zwischendurch das Zelt auch mal ein paar Tage am selben Ort aufgeschlagen läßt und es nicht jeden Tag abbaut und die Prozdeur, Zelt aus/einräumen, Zeltplatzsuche, an/abmelden, ab/aufbauen usw. von vorne beginnt. In Amerika fand ich das nicht sehr schlimm, aber gerade in Frankreich diesen Sommer sind dafür (insbesondere die Zeltplatzsuche mit An/Abmeldeprozedur) jeden Tag ein paar Stunden drauf gegangen, die zur Erholung einfach fehlten. Deshalb würde ich versuchen so flexibel zu planen, daß man dort, wo es einem gefällt ein paar Tage/Nächte bleibt und von dort aus die Umgebung erkundet und im Gegenzug wo irgendetwas stört gleich weiterzieht.

Mit der Verplanung von Tagen würde ich auch für Amerika sehr verschwenderisch umgehen. Jeder Ort hat dort so viel mehr zu bieten, als nur den Parkplatz an den Viewpoints. Man kann für den Grand Canyon statt einen Tag z.B. auch problemlos eine Woche einplanen. Jeden Tag einen neuen Trail wandern, einmal oben entlang, einmal hiunter und am nächsten Tag wieder hinauf, einmal in die Havasupai Reservation, mal mit der Eisenbahn nach Williams tuckern und überfallen werden und abends stets wieder zur "gewohnten" Unterkunft zurückkehren. Dafür bedarf es aber nichtmal eines Grand Canyons, das klappt auch in Guernsey im tiefsten Westen Nebraskas (übrigens sehr schöner kleiner Campingplatz dort). Fragt einfach mal Leute vor Ort, was und wo es schön ist, damit kann man Wochen füllen.

Gruß, Christian
 
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Papa_Echo
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #3
Hallo,
schön, dass es jetzt mal eine Diskussion über dieses Thema hier gibt. Ich habe in diesem Forum bisher nichts dazu gefunden und denke, dass sie überfällig ist.
Meine Frau und ich gehören zu den Liebhabern der Wohnmobilreisen. Nicht nur in den USA, sondern hin und wieder auch in Deutschland, bzw. den Alpen.
Für uns hat das Wohnmobil ganz klare Vorteile. Man räumt seine Sachen am Beginn der Reise einmal ein und muss nicht ständig in jedem Motel seine Sachen aus- und wieder einpacken. Auch wenn man dann am Ziel angekommen ist, kann man sich schnell auf dem Parkplatz umziehen und loswandern. Im Auto muss man die Sachen entweder vorher bereitlegen, oder umständlich hervorkramen. Wenn man von einer anstrengenden Wanderung zurückkommt, kann man mal schnell duschen. Dann hat man immer seine eigene Toilette dabei (für manche Frauen unverzichtbar ;D ). Mittags kann man mal eben was kochen, oder nachmittags gemütlich Kaffee trinken. Wenn man einen schönen Halteplatz mit Aussicht gefunden hat, macht das noch mehr Spaß. Davon gibt es ja zum Glück sehr viele im Südwesten. etc.
Das Übernachten im WoMo ist überhaupt kein Problem, weil es sehr viele Campingplätze gibt. Das ist nicht mit engen deutschen Campingplätzen vergleichbar. Wir waren auf etlichen Campgrounds, wo das nächste WoMo ca. 50m weg war und in der Nebensaison hat man teilweise noch mehr Abstand zum nächsten (also hat man seine Ruhe). Oft liegen die Campgrounds viel schöner als die Motels. Sicherheit ist auf diesen Campgrounds gar kein Problem, weil da immer auch andere WoMos sind, bzw. die Besitzer dort wohnen. Und wenn es mal regnet, dann ist das im WoMo kein Problem.

Ein Zelt wäre uns zu unbequem.

Das einzige Argument für den PKW (nach meiner subjektiven Meinung) ist die Möglichkeit, mit einem entsprechenden Fahrzeug (SUV) ins Hinterland zu fahren.

Kommen wir zu den Kosten: Die Kombination aus kleinem Auto und Zelt ist mit Sicherheit die billigste Form des Reisens. Die Kombination aus SUV, Motel, Frühstück und Abendessen im Restaurant ist wahrscheinlich nicht günstiger, als die etwas höhere Wohnmobilmiete mit Selbstverpflegung. Auch die Spritkosten halten sich in Grenzen. Auf unserer letzten Reise mit einem 30 ft. WoMo, mit 10-Zylinder-Motor habe ich nachweislich "nur" 21,1 l /100 km gebraucht. Selbst bei den heutigen Benzinpreisen in den USA fährt man so ein WoMo noch billiger, als einen durchschnittlichen PKW hierzulande.

Fazit für uns: wir werden, wenn wir mal Rentner sind, ein richtig großes Motorhome (Class A) kaufen und ein kleines SUV hintendran hängen. So etwas sieht man ja häufiger in den USA. Damit lässt es sich leben. [smiley=04]

Gruß

Papa Echo
 
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roxfan
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #4
Ich war auch schon mal mit dem Wohnmobil unterwegs und fand es genau aus diesen Gründen, die Du gerade genannt hast total super. Allerdings war ich nicht in den USA unterwegs sondern in Schweden. Gerade wenn man vielleicht kleinere Kinder dabei hat ist es bestimmt optimal.

Für Amerika haben wir uns so einen Mix vorgenommen, Motels, Zelten und Jugendherberge bzw. Bagpackers; Weils einfach die günstigste Möglichkeit ist (zumindest sehr variabel); man übernachtet da wo es am schönsten ist und was halt im Moment der Geldbeutel hergibt ;-)
Man kommt auch glaub ich mehr mit Menschen in Kontakt, da man Abends auch öfters weggeht und nicht im Wohnmobil sich selbst verpflegt;

Aber ich denke man sollte alles mal ausprobieren! Dieses Mal Kalifornien auf diese Weise, nächstes Mal die Route 66 mit dem Motorrad und mit dem Wohnmobil zu den Niagarafällen;

Hat von Euch schon mal jemand in Youth Hostels in San Francisco übernachtet? Ist es empfehlenswert?

gruss

Roxfan
 
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Papa_Echo
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #5
Hallo,
Man kommt auch glaub ich mehr mit Menschen in Kontakt, da man Abends auch öfters weggeht und nicht im Wohnmobil sich selbst verpflegt;
Ich bin immer sehr aufgeschlossen für Kontakte in den USA. Wenn man mit dem RV unterwegs ist, hatten wir fast immer, wenn wir es wollten, Kontakte,. Meistens sehr nette. Die Amerikaner sind da zwar oft zurückhaltend und machen nur einen Smalltalk, aber wir haben auch schon so manchen Abend bis tief in die Nacht mit anderen Campern am Lagerfeuer verbracht und uns prächtig unterhalten.
Und wenn man Schwierigkeiten mit der Sprache hat, dann muss man nur mal nach den Wohnmobilen von Cruise America schauen. Da sind zu min. 50% Deutsche drin.


MfG

Papa Echo
 
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Heinz_W.
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #6
Hallo,
Ich bin immer sehr aufgeschlossen für Kontakte in den USA. Wenn man mit dem RV unterwegs ist, hatten wir fast immer, wenn wir es wollten, Kontakte,. Meistens sehr nette. Die Amerikaner sind da zwar oft zurückhaltend und machen nur einen Smalltalk, aber wir haben auch schon so manchen Abend bis tief in die Nacht mit anderen Campern am Lagerfeuer verbracht und uns prächtig unterhalten.
Und wenn man Schwierigkeiten mit der Sprache hat, dann muss man nur mal nach den Wohnmobilen von Cruise America schauen. Da sind zu min. 50% Deutsche drin.


MfG

Papa Echo
Da stimme ich PE vollkommen zu. Auf dem Campground - gleichgültig ob RV oder Zelt - hatte ich wenn ich wollte noch immer sehr guten Kontakt. Im Osten Canadas habe ich mich mit Campnachbarn auch schon einmal für das nächste Jahr verabredet und herrliche Zeiten verbracht.

Heinz
 
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Heinz_W.
Amerika Kenner
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #7
Fazit für uns: wir werden, wenn wir mal Rentner sind, ein richtig großes Motorhome (Class A) kaufen und ein kleines SUV hintendran hängen. So etwas sieht man ja häufiger in den USA. Damit lässt es sich leben.  [smiley=04]

Gruß

Papa Echo
Das sind EXAKT meine Pläne. Rentenalter habe ich demnächst - es fehlen nur noch einige dieser schönen grünen Scheine!

Gruss
Heinz
 
HANS
HANS
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #8
Hallo US Fans ! Nachdem ich so die verschiedenen Meinungen zu diesem
Thema gelesen habe, stelle ich fest, daß man für Neulinge absolut keinen
verbindlichen Rat geben kann. Ich habe natürlich die Homepages von Kate
Canyoncrawler und Christian studiert. Mit der absoluten Naturverbunden-
heit in dieser ausgeprägten Form ist es nur allzu verständlich, daß diese
beiden dem Zelten den Vorzug geben. Kate würde ich aus meiner Sicht
absolut zu den hardcore outdoor fans zählen, was ich sehr positiv bewerte.
Christian macht mit dem Zelten schon Abstriche und was die beiden
Fastrentner Heinz_W und Papa_Echo betrifft, scheint es mir, als ob man
mit zunehmendem Alter doch eine etwas geschütztere Form in der Nacht
vorzieht. Als meine Frau und ich uns anno 91 zur ersten Rundreise auf-
machten, war auch für uns die große Frage, welche Form für uns in Frage
kam. Ich tendierte zu einem RV , aus dem viel genannten Grund, daß man
absolut unabhängig ist. Bei näherem untersuchen der RV Gegebenheiten
wurde mir aber schnell klar, daß wir nicht einfach irgendwo in der freien
Natur das „Gerät“ abstellen können, sondern auch auf Campgrounds oder
ähnliches angewiesen wären. Mit dem Durchrechnen all der mit einem RV
sonst verbundenen Kosten stellt ich dann die Vergleiche mit PKW und
Motels an. Aber nicht die Kosten gaben den Ausschlag, sondern einzig
und allein die Aussage meiner Frau. Im Urlaub will sie einfach mal
nichts tun. Kochen und putzen kann sie dann wieder die restlichen 48-49
Wochen im Jahr. So sind wir dann mit dem PKW los gezogen und es hat
alles wunderbar geklappt. Man lernt ja mit jeder Reise dazu und so
haben wir auch jedes mal irgendwas an den Planungen verändert. Wenn
man pro Tag nur ein Zimmer braucht, kann man selbst in der Hochsaison
immer ein Zimmer finden, so daß man überhaupt nichts vorbuchen muß.
Die letzten zwei Rundreisen 2001+03 waren es dann 6 Personen und
da habe ich dann an Orten, bei denen zwei oder mehr Übernachtungen
geplant waren, vorgebucht. Inzwischen kannte ich ja die Wege und die
Wünsche unserer Begleiter, so daß auch dies kein Problem ist. Im
großen Van ist genügend Platz, auch um Vorräte in den mitgebrachten
Weichplastik Kühltaschen zu bunkern. Ist also auch für den PKW
Reisenden möglich, an jeder gewünschten Ecke ein picnic zu machen.
Früher war auch immer eine 2l Thermoskanne mit dabei, heute hat jeder
seine eigene für den Kaffee dabei. Eines haben wir uns jedoch angewöhnt,
lieber ein paar Dollar mehr fürs Motel ausgeben, damit man dort ein-
checken kann, wo auch ein Whirlpool angeboten wird. Hiervon sind
wir begeistert, denn es ist einfach schön, wenn man am Abend im Pool rumhängt, sich herrlich erholt, den abgelaufenen Tag nochmals er-
lebt und den nächsten bespricht. Und dabei kann man dann immer
Kontakte und small talk mit den Amis pflegen, denn du wirst garantiert
gefragt, where you come from?. Das nun die subjektive Meinung eines
PKW Reisenden. Objektiv betrachtet kann man Neulingen nur einen
Rat geben, sich selbst zu hinterfragen, welche Art für ihn in Frage
kommt und sich dabei eher aus dem Bauch heraus entscheiden, als allzu
viel zu rechnen. Träumt schön vom nächsten Urlaub, ich tue es auch
jeden Tag. HANS
8)
 
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Papa_Echo
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #9
Hallo Hans,
wieder sehr schön, was du da geschrieben hast.
Aber nicht die Kosten gaben den Ausschlag, sondern einzig
und allein die Aussage meiner Frau. Im Urlaub will sie einfach mal
nichts tun. Kochen und putzen kann sie dann wieder die restlichen 48-49
Wochen im Jahr.
Das muss ich eingestehen. Etwas mehr Arbeit als bei einer Reise mit dem PKW hat man im WoMo schon. Jeder muss für sich abwägen, ob das Kochen, Spülen und einmal am Tag durchwischen für ihn/sie zuviel ist oder nicht. Dazu kommt auch noch das Befüllen mit Frischwasser, die Abwasserentsorgung und dem etwas größeren Einkaufen, weil man ja morgens (evtl. mittags) und abends sich selbst verpflegt.
Trotzdem bleiben wir beim Wohnmobil.

... und was die beiden Fastrentner Heinz_W und Papa_Echo betrifft...
;D
Hans, das kannst du natürlich nicht wissen (auch wenn es sich so anhörte): wenn ich erst mit 65 in Rente gehen sollte, dann ist das noch sehr lange hin, wenn ich schon mit 50 in Rente dürfte, dann sind es nur noch ein Paar Jährchen ;)
Mal schauen, wann meine Frau und ich aufhören werden... Solange müssen wir uns mit gemieteten WoMos begnügen. Der Wertverlust für ein eigenes RV, dass man nur ein paar Wochen im Jahr nutzen kann, ist leider zu hoch. :'(


Gruß

Papa Echo
 
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Heinz_W.
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #10
die beiden
Fastrentner Heinz_W  und Papa_Echo betrifft, scheint es mir, als ob man
mit zunehmendem Alter doch eine etwas geschütztere Form in der Nacht
vorzieht.                                                                      8)
Hans, nach Jahren hast Du bei mir Fastrentner recht. Nach zu erwartender Rentenhöhe muss ich wohl noch weiter machen.

Mit der "geschützten Form in der Nacht" ist wohl meine Meinung nicht so richtig rübergekommen: Erst mit zunehmendem Alter bleibe ich im Freien - ausserhalb von Hotel, Wohnmobil oder auch schon einmal Zelt.

Sonst stimme ich Dir zu. Jeder muss die Reiseart finden, die ihm zusagt und seinen Bedürfnissen entspricht. Es kommt meiner Meinung darauf an die Frage zu beantworten: Was will ich mit der Reise erreichen?

Diese habe ich für mich am Anfang beantwortet mit: In einer bestimmten Gegen rumfahren.

Heute gehe ich da mehr in die Details - damit werden in der Regel (von Wohnmobil Überführungen + Vereinbarten Besuchen anlässlich der Reise einmal abgesehen) die zrückgelegten Meilen weniger.

Heinz
 
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Gast408
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #11
Hallo,
@Hans
@Papa Echo
ob ihr es glaubt oder auch nicht:
Auch RV-Urlauber dürfen in den USA Restaurants betreten und dort essen.

MfG Volker
 
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Papa_Echo
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #12
Hallo Heinz,
Heute gehe ich da mehr in die Details - damit werden in der Regel (von Wohnmobil Überführungen + Vereinbarten Besuchen anlässlich der Reise einmal abgesehen) die zrückgelegten Meilen weniger.
Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Unsere erste Reise war ca. 4000 Meilen lang (etwa die klassische Banane), jetzt werden es immer weniger Meilen in der gleichen Zeit. Dafür wandert man dann z.B. drei Tage im Bryce Canyon, oder besucht mittlerweile andere Naturschönheiten, die nicht in jedem Reiseführer stehen. Es wird eigentlich immer intensiver.

@Volker: klar, dürfen wir auch ins Restaurant. Aber wir machen es nur zwei oder drei Mal im Urlaub. Bei einem schönen Campground in der Natur fehlt doch oft das geeignete Restaurant.


MfG

Papa Echo
 
G
Gast5644
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #13
Da ich diesen Thread ja sozusagen "losgetreten" habe, wollte ich mich dann auch nochmal beteiligen ...
Ich bin sehr erfreut, daß die Zeltfans nicht zur aussterbenden Gattung zählen  ;)
Nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten können mein Freund und ich uns keinen schöneren Urlaub vorstellen, als die unmittelbare Nähe zur Natur im Zelt zu erleben. Sehr schnell hat man Kontakt mit den Campnachbarn hergestellt, verabredet sich für gemeinsame Unternehmungen bzw. hält einen Plausch über die Tagesgeschehnisse, trinkt gemütlich eine Flasche Wein oder Bier zusammen, schwelgt in Erinnerungen über Outdoorziele, die man bereits bereist hat und dergleichen.
Auch in Europa sind wir so ca. 2 bis 3x im Jahr unterwegs. Auch dort meistens mit Zelt, außer wir sind ausschließlich auf Höhenwanderwegen in den Bergen unterwegs und übernachten in den Berghütten.
Als Hardcore-Outdoorer möchte ich uns trotzdem nicht bezeichnen, da auch wir ein Motelzimmer bzw. einen Restaurantbesuch zwischendurch zu würdigen wissen und wir bei Regenwetter bzw. Eiseskälte gelegentlich sehnsüchtig in die erleuchteten und gemütlichen Wohnwagen/-mobile auf den Campgrounds blicken.
Und auch die Freude am täglichen Zeltabbau und -aufbau hält sich je nach Art des mitgebrachten Zeltes in Grenzen. In Kanada waren wir mit einem sturmstabilen Geodäten-Zelt unterwegs und mussten immer 5! Gestängebögen einfriemeln. Wir haben dann immer zugesehen, daß wir das Zelt nach Möglichkeit immer für 2 Nächte mind. aufbauen konnten. Das läßt sich mit unseren Reiseplanungen meist gut vereinbaren, da wir das Hinterland durch Wanderungen erkunden und es nicht immer direkt am nächsten Tag schon mit dem Auto zum nächsten Ziel weitergeht.
Ich könnte mir aber auch einen Urlaub mit Unterkunft in den urig aussehenden Lodges in den Nationalparks vorstellen, nur die Preise für die Übernachtung treiben einem die Tränen in die Augen  :'(
USA-Neulingen würde ich Zeltcamping nur empfehlen, wenn man bereits die entsprechende Ausrüstung besitzt und bereits positive Erfahrungen mit reinen Zelturlauben gemacht hat. Insgesamt gesehen entschädigen jedoch gerade in USA und Kanada die großartigen Naturschönheiten für manche Entbehrung und Einschränkung (z.b. Speiseplan), die man als "Tentcamper" in Kauf nimmt.
Das großartigste Erlebnis nach einem Zeltcampingurlaub ist m.E. der Rückflug von Las Vegas Richtung Heimat. Dort kann man sich nämlich zum Abschluss noch einmal ordentlich am Überfluss an den Buffet-Tischen in den Casinoresorts laben (All you can eat) und die glitzernden, unwirklichen aber grandiosen Casino-Welten bilden einen würdigen Rahmen für den Abschied.
 
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Heinz_W.
Amerika Kenner
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #14
Na siehst Du, Canyoncrawle, triffst doch den Nagel auf den Kopf!

Gruss

Heinz
 
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HANS
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #15
Einfach klasse, all die Reaktionen. @Papa_Echo, da freue ich mich für Euch,
daß Ihr noch viele schöne Urlaubsjahre vor Euch habt. @ Heinz_W, ent
schuldige, daß ich Dich etwas in die falsche Schublade gesteckt habe,
darfst mit kräftig eine reinhauen, falls mir uns mal sehen sollten.
@ Kate, machst mich richtig glücklich, daß auch Euch unser geliebtes
Vegas gefällt und last, but not least @ groovy, hoffe, daß auch Ihr Euch
im Denny's ab und zu den Wanst füllt. Wäre ja einfach Klasse, wenn man
den einen oder anderen am Buffet in Vegas treffen würde. Ich habe schon
für 9.10.- 14.10.2005 im Sahara gebucht. Die Moneten wurden bereits
abgebucht. In diesem Sinne ein schönes Wochenende für alle Forumler.
HANS 8) ;D [smiley=09]
 
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Heinz_W.
Amerika Kenner
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #16
.... Ich habe schon
für 9.10.- 14.10.2005 im Sahara gebucht. Die Moneten wurden bereits
abgebucht. In diesem Sinne ein schönes Wochenende für alle Forumler.
HANS    8) ;D [smiley=09]
Was sind das für glückliche Menschen, die soweit im voraus buchen können; sowas schaffe ich NIE!

Da ich immer nur ausserhalb der Hochsaison weg kann, versuche ich im nächsten Jahr einmal schon im September in den Yukon zu kommen um ..... natürlich, mit dem Zelt einige Tage unterwegs zu sein und das Auto irgendwo am Dempster stehen zu lassen.

Im Frühjahr, je nach Wetterlage, steht ansich die Grand Staircase Gegend auf dem Programm. Das kann ich aber ohne grosse Vorbereitung von einem Tag zum nächsten entscheiden. Für den Yukon habe ich vorgestern die ersten Bücher bestellt.

Heinz
 
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Gast5644
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #17
@Heinz_W
Grand Staircase NM .. toll. Ich würde gerne auch einmal die Slotcanyons im Escalante Canyon durchwandern und die berühmte Dirtroad durch das Monument (der Name ist mir gerade entfallen) fahren.

Nach einer Durststrecke von 3 Jahren, in denen wir uns aus beruflichen Gründen nie länger als 14 Tage am Stück loseisen konnten und zumeist die Bergwelt der Dolomiten und das bergische Hinterland in Südfrankreich durchstreiften, hoffen wir, daß mein Freund und ich in 2005 endlich wieder gemeinsam 3-4 Wochen Urlaub haben werden und wieder die tollen Landschaften im Westen der USA erleben dürfen.

Canyoncrawler
 
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Christian
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #18
Der vielen interessanten Meinungen wegen finde ich dieses Thema auch sehr gelungen. Vielleicht könnten wir mit den folgenden Fragen noch tiefer ins Thema einsteigen: Nach welchen Kriterien sucht Ihr Euch die Unterkünfte aus? Muß es für Euch vor allem günstig sein und sucht Ihr so lange, bis das Schnäppchen gefunden ist, oder nehmt ihr schonmal die erstbeste Möglichkeit, wenn sie preislich in einem gewissen Rahmen liegt? Wenn Ihr Euch zu den Schnäppchensuchern zählt, welche Mittel wendet Ihr dann an (Internetpreisvergleich, Couponhefte, ...)? Schaut Ihr Euch die Zimmer/den Zeltplatz an, bevor Ihr Euch entscheidet? Erkundigt Ihr Euch bereits im voraus nach Empfehlungen Anderer?

Gruß, Christian
 
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Heinz_W.
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #19
@Canyoncrawler
Grand Staircas ist sehr dchön. Mit dem Motorhome bin ich schon durchgefahren. Es war aber schon ziemlich spät im Herbst und Schnee. Dabei und bei meinen weiteren Nachforschungen stellte ich fest, dass das Motorhome hier nicht gut ist. Man sollte einen SUV haben und dann eben das Zelt mitnehmen.

@Christian

Das ist eine sehr interessante Frage. Wenn ich mir die Beiträge in den verschiedenen Foren hierzu ansehe kommt mir der Verdacht auf, dass viele Menschen, die zwar das "Abenteuer" einer selbst gestalteten Reise auf sich nehmen, doch sehr vorsichtig sind und vor Überraschungen sicher sein möchten. Offensichtlich fehlt doch hier oft die Bereitschaft zu einem - in Nordamerika - kalkulierbarem Risiko.

Da werden Hotelpreise und -ausstattungen diskutiert, die Fragen nach Verfügbarkeit, wie und wo soll ich reservieren usw, usw.

Wenn ich mit einem Fahrbaren Untersatz unterwegs bin, weiss ich in der Regeln nicht mit Sicherheit, wo ich morgen übernachte - es gibt hier Ausnahmen.

Zur Zeit beschäftige ich mich mit einer Reisevorbereitung für den Norden Canadas im kommenden Jahr. Natürlich muss ich die Kosten etwa kalkulieren können. Dazu benutze ich die Datenbanken grosser Ketten. Dabei stellte ich heute fest, dass SUPER 8 zwischen 30.- und 50.- EUR / Nacht verlangen. Folglich gehe ich von einem Übernachtungspreis von ca 50.- EUR für das Gebiet aus.

Finde ich während der Reise eine preiswertere Unterkunft - wunderbar. Mir langt ein sauberes Bett und eine Dusche. Wenn ich Zweifel habe, sehe ich mir das Zimmer an.

Couponhefte sind immer ein guter Wegweiser für unterwegs. Allerdings sollte man nicht mit dem Heft in der Hand am Frontdesk ankommen - VORHER kommt die Frage nach der Verfügbarkeit und dem Preis - erst dann kommt das Couponheft.

Eine weitere Hilfe zur Kalkulation sind Hoteldatenbanken wie hotel.com - obwohl ich nicht darüber reserviere.

Ausnahme sind die Grossstädte: Hier ist die bei einem Veranstalter in Deutschland gebuchte Rate in der Regel günstiger als die "walk in" - Rate. Solche Unterkünfte reserviere ich dann auch schon einmal vor. Meine langjährige Erfahrung zeigt (ich arbeite für Reisebüros und - veranstalter und bekomme so genannte Agentenraten), dass ich auf diese Art preiswerter und - das ist mir sehr wichtig - freizügiger reise als mit vorgebuchten Hotels.

Für Campgroundkosten setze ich in der Kalkulation 15.- $ / Nacht an. Damit bin ich im Schnitt immer hingekommen.
 
C
Christian
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  • Zelten? Hotel? Motorhome? Beitrag #20
Hallo Heinz,

kann mich Dir nur anschließen. Gerade bei so großen Distanzen und so vielen Sehenswürdigkeiten wie bei USA Rundreisen finde ich Flexibilität ebenfalls sehr wichtig. Persönlich halte ich das first-come, first-served Prinzip für sehr viel angenehmer als zu reservieren und damit hatte ich auch immer gute Erfahrungen gemacht. Finden tut man immer irgendwo etwas. Einzig in New York, dem Grand Canyon und dem Yellowstone würde ich bei den kommenden Reisen eine Reservierung in Betracht ziehen. Obwohl mich die Reserviererei gerade bei Campingplätzen, insesondere im Grand Canyon, enorm stört. Das Zelten ist und bleibt für mich die flexibelste Reisemöglichkeit und da ärgert es mich absolut, wenn man bereits am Vormittag keinen Platz mehr bekommt, weil alle entweder belegt oder reserviert sind! Auch der Yellowstone ist so ein Fall. Wir sind extra um kurz nach 6 Uhr morgens von Cody aufgebrochen, und am Parkeingang waren auf der Hinweistafel bereits alle Campingplätze als Full gekennzeichnet. Das kanns doch wirklich nicht sein. (Kleiner Tipp: Trotzdem hinfahren, wir haben auch noch einen Platz bekommen.) ... Da lob ich mir doch Zeltplätze an kleineren Sehenswürdigkeiten, auf denen immer was frei ist.

Gruß, Christian
 
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Re: Zelten? Hotel? Motorhome?
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