Welche Benefits bei Jobverhandlungen?

    Diskutiere Welche Benefits bei Jobverhandlungen? im Bewerbungen in den USA Forum im Bereich USA Auswandern; Hallo allerseits, habe schon versucht, mir alles mögliche dazu anzulesen, aber so richtig steige ich durch das amerikanische Benefit-System einfach...
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #1
Hallo allerseits,
habe schon versucht, mir alles mögliche dazu anzulesen, aber so richtig steige ich durch das amerikanische Benefit-System einfach noch nicht durch.

Wenn ich Glück habe, steht bei mir demnächst ein etwas ernsthafteres Jobgespräch an. Nun ist das für mich schon schwierig genug, da die Gehaltsvorstellungen sortiert zu kriegen, mit denen man bei dortigen Lebenshaltungskosten über die Runden kommt.
Aber bei dieser Benefit-Geschichte hakt mein Verständnis nun im Moment noch vollkommen aus. Daher jetzt meine Fragen:

- Worauf sollte man unbedingt achten?

- Gibt es irgendwo eine Liste von Benefits, die man in Jobverhandlungen möglichst herausschlagen sollte?

- Gibt's irgendwo eine Erklärung zu allen wichtigen Benefits?

- Gibt's noch Extras, die nicht unbedingt notwendig, aber auch nett sind?

- Was wird einem möglicherweise als toller Benefit angepriesen, obwohl es total überflüssig ist?

Danke schonmal und Gruß,
Anna
 
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Gast12102
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #2
Generelle Aussagen kann man nicht machen. Benefits sind wie Kartoffelsalat - jedem seine Variante.

Was bietet die Firma generell? In welcher Gehalts-/Rangstufe ist die Stellung, geographische Lage, Verantwortlichkeiten, ungewoehnliche Faehigkeiten, ... Ich habe von country club bis zu Umstufung in hoehere Titel (automatische Urlaubstage, 401K Stichtag ...) bis zur Rueckdatierung der Einstellung auf 31.12/30.6. wegen Betriebszugehoerigkeit (Urlaub, Betriebsrentenanspruch), tuition, relocation/sign-on (gross oder grossed up), COBRA ... so ziemlich alles ueber den Tisch laufen sehen. Ohne Details kann ich Dir nicht mal die Richtung angeben.
 
Ulrich-TX
Ulrich-TX
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #3
Ich schliesse mich meinem Vorredner an.

Und ansonsten, mache Dir eine Liste mit den "Must Haves" und den "Nice To Haves" und stecke ab, was Du als Minimum haben willst/brauchst. Wenn sie Dir nicht mehr zahlen wollen, bist Du mit fuenf zusaetzlichen Urlaubstagen zufrieden? Mit dreien? Zahlen sie den Umzug? Wenn nicht, geben sie einen Sign-on Binus? Etc. Du wirst nicht alles durchbringen koennen, aber wenn Du weisst, was fuer Dich wichtig und fuer die Firma billig ist, wirst Du vermutlich etwas erfolgreicher sein.
 
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Gast24813
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #4
Meine Erfahrungen:

Gute Firmen haben einen richten Benefit-Katalog.

Man braucht nicht zu fragen oder bitten, der wird einem wie selbstverstaendlich angeboten.

Grossartiges verhandeln ist gar nicht moeglich/notwendig.
Es gibt einzelne Punkte, wo man etwas dran schrauben kann, aber das ist dann schon die Kirsche auf dem Sahnetuepfelchen.

Beim Gehalt haben die Firmen oft einen Spielraum. Da ist die Kunst einen Treffer am oberen Limit zu landen.
 
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Gast17468
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #5
wir haben sehr gute Benefits fuer unsere Mitarbeiter, wie 100% KV, 12 bezahlte Urlaubstage, ca. 8-10 bezahlte Feiertage, interest free loan, 2 sick days, retirement plan, flex time etc

Wenn mich allerdings jemand beim 1. Interview darauf anknoert, hat er/sie keine Chance. Sorry. Anspruchsdenken von Leuten, die noch nicht mal Leistung gebracht haben, stoesst mir sauer auf.
Und da bin ich ganz sicher nicht der einzige Boss
 
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Gast24813
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #6
wir haben sehr gute Benefits fuer unsere Mitarbeiter, wie 100% KV, 12 bezahlte Urlaubstage, ca. 8-10 bezahlte Feiertage, interest free loan, 2 sick days, retirement plan, flex time etc

Wenn mich allerdings jemand beim 1. Interview darauf anknoert, hat er/sie keine Chance. Sorry. Anspruchsdenken von Leuten, die noch nicht mal Leistung gebracht haben, stoesst mir sauer auf.
Und da bin ich ganz sicher nicht der einzige Boss

Hast Du beim 1. Interview keine Ansprueche an den Bewerber :rolleyes:

Wenn eine Firma einen Mitarbeiter sucht, ist dieser Mitarbeiter kein Bittsteller wenn er sich bewirbt.
Wieso hat der Bewerber bei Dir kein Recht nach seiner Bezahlung zu fragen?
Laeuft bei Dir das Interview so ab, dass nur Du Fragen stellen darfst und Ansprueche stellen darfst???

Uebrigens hatte ich nur EIN Interview.... und da wurde ALLES geklaert.
 
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Gast17468
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #7
good for you.
in der heutigen Situation habe ich allerdings Dutzende Bewerber fuer einen Job
 
Ulrich-TX
Ulrich-TX
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #8
Hast Du beim 1. Interview keine Ansprueche an den Bewerber :rolleyes:

Wenn eine Firma einen Mitarbeiter sucht, ist dieser Mitarbeiter kein Bittsteller wenn er sich bewirbt.
Wieso hat der Bewerber bei Dir kein Recht nach seiner Bezahlung zu fragen?
Laeuft bei Dir das Interview so ab, dass nur Du Fragen stellen darfst und Ansprueche stellen darfst???

Uebrigens hatte ich nur EIN Interview.... und da wurde ALLES geklaert.
Na, da muss ich aber Poloele zustimmen. Es ist sicherlich eines, im Interview ganz allgemein nach den Konditionen zu fragen, aber es ist absolut unangebracht, da schon mit dem Verhandeln zu beginnen. Das kannst Du machen, wenn Du ein Angebot bekommen hast, aber schon vorher nach ganz spezifischen Sachen zu fragen bzw. sie zu fordern halte ich auch fuer sehr problematisch.
 
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Gast17468
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #9
das ist hier einfach nicht ueblich so rudely mit der Tuer ins Haus zu fallen.
Der Kandidat, der mich sofort nach Benefits gefragt hatte, war uebrigens aus D., LOL
 
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #10
Oh, eine Nacht geschlafen und schon acht Antworten!
Danke Euch allen!

Zunächst mal @ Poloele: Daß ich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen werde, ist doch klar. Deswegen habe ich ja hier gefragt und nicht beim Arbeitgeber.
Andererseits wird es bei mir voraussichtlich genau so wie bei Ceerix ablaufen: nur ein Interview. Wann also sollte man solche Fragen stellen, wenn nicht dann? Natürlich nicht als erstes, und nur wenn man das Gefühl hat, die Chemie stimmt - ?

@Halloele: Ich kann und möchte es nicht ganz genau sagen, aber soweit: Position in leitender Position einer Geschäftsstelle der Firma. Beruf mit Universitätsabschluß und fünfzehn Jahren Berufserfahrung. Geographische Lage: im ländlichen Gebiet (Lebenshaltungskosten also nicht = kalifornischer Ballungsraum, soviel habe ich schon rausgekriegt ;) ).
Kommst Du damit schon weiter? Bitte um Verständnis, daß ich aus verschiedenen Gründen nicht weiter "Einkreisen" spielen kann.

@Ceerix: Die Firma ist eine gute und absolut seriöse.
Dein Beitrag bringt mich darauf, daß die vielleicht so eine Liste irgendwo online haben könnten. Habe natürlich ansonsten schon alles versucht, um möglichst umfassend alles über die Firma in Erfahrung zu bringen, aber auf die Idee war ich bislang noch nicht gekommen. Da werd' ich mal googlen gehen.

@all: Von dem, was ich mir bislang so zum Thema angelesen habe, hat sich bei mir natürlich eine bestimmte "Wunschliste" angesammelt, aber ich bin halt unsicher, ob ich dabei z.B. nicht irgendwas ganz Wesentliches übersehe.
Ich sag' vielleicht mal, was mir grundsätzlich schonmal wichtig wäre, und wäre Euch dankbar, wenn Ihr mal gucken würdet, ob da was ganz Wichtiges noch fehlt:

- auf jeden Fall umfassende Krankenversicherung (inklusive Zahnarzt, was ja bei den Benefits wohl separat läuft, wie ich gesehen habe)

- Rentenversicherung (wobei das auch so ein Punkt ist, wo ich das amerikanische System noch überhaupt nicht durchschaue)

- Urlaub. Ja, ich weiß, das hat in amerikanischen Betrieben nicht so direkt oberste Priorität, und nein, Poloele, es ist auch sicher nichts, was ich in den ersten fünf Minuten ansprechen werde... ;)
Dennoch: Wenn ich dort eine Stelle annehme, aber meine gesamte erweiterte Familie in D sitzen habe, ist es mir schon wichtig, daß ich zumindest einmal im Jahr die Möglichkeit habe, hierher zu reisen. Und außerdem... Wenn man denn schonmal die Chance hat, in den USA zu leben, möchte man doch auch dort vor Ort etwas vom Land sehen...
(In diesem Zusammenhang sei vielleicht noch angemerkt, daß geregelte freie Wochenenden für mich die Ausnahme sein werden und ich normalerweise eine 6-Tage-Woche haben werde. Insofern vielleicht nicht so eine völlig unberechtigte Anfrage mit dem Urlaub?)

Ach so, ja, und die Mitgliedschaft im Country Club oder vergünstigte Eintrittskarten für Disneyland stehen bei mir nicht ganz oben auf der Wunschliste... :biggrin:

Danke nochmal und Gruß,
Anna
 
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #11
Wenn nicht, geben sie einen Sign-on Binus?
Darf ich da mal nachfragen: Was ist das? :confused:
Kommt in meinem Wörterbuch leider nicht vor, und ist mir auch sonst noch nicht begegnet...

Zahlen sie den Umzug?
...
Etc. Du wirst nicht alles durchbringen koennen, aber wenn Du weisst, was fuer Dich wichtig und fuer die Firma billig ist, wirst Du vermutlich etwas erfolgreicher sein.
Good Point. Da sind natürlich so ein paar Sachen, die man gegeneinander aufrechnen muß, denke ich.

- Zum einen muß mir die Firma ja ggf. das Visum sponsern, das ist also schonmal ein Kostenfaktor bei denen.

- Soweit ich bislang rauskriegen konnte, ist die Übernahme der Umzugskosten an sich Standard, aber ich weiß noch nicht, ob ich das auch bei einem Umzug aus Übersee erwarten kann.

- Wenn ich zum Interview auf eigene Kosten per Flugzeug angereist komme, ist das ein Kostenfaktor, der bei mir hängenbleibt, insofern evtl. ein kleiner Pluspunkt an anderen Stellen der Verhandlung.
Ja, ich weiß, es werden an dieser Stelle alle gleich schreien "Ist doch dein Problem, wie du zum Interview kommst, ob mit dem Zeppelin oder mit dem U-Boot", aber ich denke schon, daß das doch eine recht große Einsatzbereitschaft meinerseits zeigt (anstelle z.B. eines Interviews per Videokonferenz).
Und abgesehen davon ist das natürlich alles eine Sache von Angebot und Nachfrage. Wenn da zehn andere gleichwertige Kandidaten auf der Matte stehen, die keine weite Anreise haben, sieht die Sache für mich natürlich schlechter aus. Aber soweit ich weiß, ist das nicht der Fall (wären ja sonst auch schlechte Voraussetzungen für's Sponsoring).

Gruß,
Anna
 
christinbunt
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #12
Darf ich da mal nachfragen: Was ist das? :confused:
Kommt in meinem Wörterbuch leider nicht vor, und ist mir auch sonst noch nicht begegnet...
Hi Anna, das sollte Bonus heissen ;)

Das kenn ich von meinem Freund. Der hat davon mal erzählt. Wenn du den Arbeitsvertrag unterschreibst, dann zahlen sie dir eine bestimmte Summe als "Bonus". Z.B. wenn sie dann deinen Namen verwenden bei der Suche nach Investoren usw.

Und im übrigen finde ich schon, man kann doch beim 1. Gespräch nachfragen, welche Benefits die Firma bietet? Schließlich möchte ich als AN ja auch wissen, worauf ich mich einlasse. Oder nicht? :rolleyes: Es ist ja wohl nicht so, dass nur der AG jedes Recht auf alles hat und man als Bewerber still schweigend lauscht ohne auch mal zu fragen und sich zu informieren. Schließlich informiere ich mich ja auch, bevor ich ein Haus kaufe oder eine Wohnung miete. Da frage ich ja auch vorher nach den Nebenkosten, Miete, was die Umgebung so bietet... :redface:
 
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #13
Hi Anna, das sollte Bonus heissen ;)
Hallo Christin,
ja, ich hatte das schon auch als "Bonus" gelesen, wollte nur nicht im zitierten Text von jemand anders herumpfuschen... ;)
Wußte aber auch trotz "o" nicht, was das ist. Insofern vielen Dank für die Erklärung! (Obwohl ich nicht sicher bin, daß ich's zu 100% begriffen habe...)

Und im übrigen finde ich schon, man kann doch beim 1. Gespräch nachfragen, welche Benefits die Firma bietet? Schließlich möchte ich als AN ja auch wissen, worauf ich mich einlasse. Oder nicht? :rolleyes: Es ist ja wohl nicht so, dass nur der AG jedes Recht auf alles hat und man als Bewerber still schweigend lauscht ohne auch mal zu fragen und sich zu informieren. Schließlich informiere ich mich ja auch, bevor ich ein Haus kaufe oder eine Wohnung miete. Da frage ich ja auch vorher nach den Nebenkosten, Miete, was die Umgebung so bietet... :redface:
Würde ich rein intuitiv auch so sehen. Die können ja auch nicht von einem erwarten, daß man hier alle Zelte abbricht und dort nur die Katze im Sack hat.

Wobei das sicher, wie gesagt, eine Sache von Angebot und Nachfrage ist. Wenn's so ist wie von Poloele beschrieben, zehn gleichwertige Kandidaten und neun fragen nicht nach Benefits... dann wird sicherlich nicht der zehnte genommen. Das kann ich andererseits schon verstehen.

Gruß,
Anna
 
christinbunt
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #14
Andererseits könnte es auch positiv bewertet werden, dass man nachfragt und kein so Duckmäuserich ist :rolleyes: Das zeigt schließlich auch, dass man Interesse hat... Natürlich sollten die Benefits nicht oberste Prio haben aber mir persönlich wäre es schon wichtig und ich persönlich würde wohl danach fragen. Es kommt ja auch immer drauf an WIE man fragt. Unhöflich muss man ja nicht sein oder es so erscheinen lassen als wäre das das allerwichtigste. :redface:
 
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #15
Andererseits könnte es auch positiv bewertet werden, dass man nachfragt und kein so Duckmäuserich ist :rolleyes: Das zeigt schließlich auch, dass man Interesse hat... Natürlich sollten die Benefits nicht oberste Prio haben aber mir persönlich wäre es schon wichtig und ich persönlich würde wohl danach fragen. Es kommt ja auch immer drauf an WIE man fragt. Unhöflich muss man ja nicht sein oder es so erscheinen lassen als wäre das das allerwichtigste. :redface:
Sehe ich auch so.

Sicherlich ist die Frage des "WIE" wichtig, und es ist natürlich schon spannend zu erfahren, welches denn wohl der optimale Zeitpunkt für solche diplomatischen Gratwanderungen ist (@Poloele: Wenn nicht das Interview, wann denn dann? :confused: )

Allerdings möchte ich nochmal betonen, daß es mir hier bei dieser Anfrage erstmal nicht so sehr um das "WIE", sondern zunächst mal um das "WAS" ging: Was ist von diesen Benefits so wichtig, daß man es nicht vergessen sollte? Oder anders ausgedrückt: Worum lohnt es sich, zu verhandeln und zu kämpfen?

Wie gesagt, dafür hätte ich gerne noch ein paar Meinungen. Meine intuitive Wunschliste habe ich ja weiter oben schonmal aufgeschrieben. Aber ist die so vollständig und sinnvoll? Und worauf muß man bei den Punkten im einzelnen (Renten- und Krankenversicherung etc.) bei den Angeboten achten?

Gruß,
Anna
 
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Gast12102
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #16
Meine Erfahrungen:

Gute Firmen haben einen richten Benefit-Katalog.

Man braucht nicht zu fragen oder bitten, der wird einem wie selbstverstaendlich angeboten.

Grossartiges verhandeln ist gar nicht moeglich/notwendig.
Es gibt einzelne Punkte, wo man etwas dran schrauben kann, aber das ist dann schon die Kirsche auf dem Sahnetuepfelchen.

Beim Gehalt haben die Firmen oft einen Spielraum. Da ist die Kunst einen Treffer am oberen Limit zu landen.

Ich muss Dir widersprechen. Angebot und Nachfrage bestimmt nocht immer den Arbeitsmarkt. Vielleicht warst Du noch nie in der Lage oder die Moeglichkeit ueber nicht direkt ans Gehalt gebundene benefits zu diskutieren war Dir nicht bekannt. Wenn 401k am ersten Arbeitstag einsetzt, rechne es mal ueber das erste Jahr. Oder eine Woche Urlaub. Die Firma hat mehr Spielraum, weil die tatsaechlichen Kosten nicht ueber veranschlagte Gehaelter abgerechnet wird und aus dem Budget der Kostenstelle kommt, sondern den kleinen Dienstweg ueber indirekte Kosten macht.

Gehen wir mal von groesseren Firmen aus - es gibt keinen Spielraum bei Gehaeltern. Low/high sind festgelegt und auch die mit einer Planstelle verbundenen benefits.

Ich habe es bei non-exempt Stellen erlebt, dass Zugestaendnisse von Seiten des AG gemacht wurden:>)

Die "Kunst" liegt in der Vorbereitung - was ist wirklich Standard, wie weit kann ich gehen.

Was ich in letzter Zeit weniger sehe, sind change of control agreements.
 
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Gast12102
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #17
Sign-on bonus
Bei Arbeitsbeginn faellige einmalig Leistung, vertraglich festgelegt, meist jedoch mit Rueckzahlungspoenale entweder 100% oder stufenweise (ist auch in DE verbreitet), kann als Leistung mit dem Gehalt ausbezahlt werden oder kann von der Firma als grossed-out bezahlt werden - AN bezahlt Steuer oder AG bezahlt Steuer.
 
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #18
@ Halloele: Du scheinst Dich da ja richtig gut auszukennen. Ob Du wohl nochmal so lieb wärst und das ganze in Worten für Normalsterbliche wiederholst... :redface:

Hier die Passagen aus Deinem Beitrag, die ich nicht so richtig verstehe:

Wenn 401k am ersten Arbeitstag einsetzt, rechne es mal ueber das erste Jahr. Oder eine Woche Urlaub. Die Firma hat mehr Spielraum, weil die tatsaechlichen Kosten nicht ueber veranschlagte Gehaelter abgerechnet wird und aus dem Budget der Kostenstelle kommt, sondern den kleinen Dienstweg ueber indirekte Kosten macht.
:confused:
Ich habe es bei non-exempt Stellen erlebt, dass Zugestaendnisse von Seiten des AG gemacht wurden:>)
Was sind non-exempt Stellen? :confused:
Was ich in letzter Zeit weniger sehe, sind change of control agreements.
Und was sind "change of control agreements"?

Bzw. wo finde ich solche Begriffe erklärt?

Die "Kunst" liegt in der Vorbereitung - was ist wirklich Standard, wie weit kann ich gehen.
Ja, das ist sicherlich die Preisfrage!

Gut, was bei "meinem" AG Standard ist, wird mir von Euch niemand sagen können. Aber was notwendig, was wünschenswert und was überflüssig ist - das vielleicht?

Gruß,
Anna
 
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California Dreamin'
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #19
Sign-on bonus
Bei Arbeitsbeginn faellige einmalig Leistung, vertraglich festgelegt, meist jedoch mit Rueckzahlungspoenale entweder 100% oder stufenweise (ist auch in DE verbreitet), kann als Leistung mit dem Gehalt ausbezahlt werden oder kann von der Firma als grossed-out bezahlt werden - AN bezahlt Steuer oder AG bezahlt Steuer.
Ah, Du liest mir ja die Wünsche von den Augen ab, noch bevor ich sie gepostet habe, und fängst schonmal mit der Übersetzung für Normalsterbliche an. ;) Danke! Jetzt hab' ich zumindest den Begriff schonmal zu 3/4 verstanden... :redface:

Gruß,
Anna
 
Ulrich-TX
Ulrich-TX
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  • Welche Benefits bei Jobverhandlungen? Beitrag #20
Hi Anna, das sollte Bonus heissen ;)
Dreckstastatur auf dem Laptop -- ist so weich, dass man nie weiss, welchen Buchstaben man gerade gedrueckt hat oder ob ueberhaupt... ;)

Sign-on Bonus -- Als ich letztes Jahr die Firma gewechselt hatte, war deren Gehaltsangebot schon am oberen Ende der Gehaltsstufe fuer meinen Job und sie hatten wenig Spielraum, da noch was drauf zu legen. Da haben wir uns halt geeinigt, dass sie mir ein paar Kohlen als Einmalzahlung gegeben haben. Ist zwar fuer die langfristige Gehaltsentwicklung nicht so vorteilhaft (3% Gehaltserhoehung auf einen niedrigeren Betrag ist weniger als 3% auf einen hoeheren Betrag), aber es hat den Schmerz etwas gelindert...

Und im übrigen finde ich schon, man kann doch beim 1. Gespräch nachfragen, welche Benefits die Firma bietet? Schließlich möchte ich als AN ja auch wissen, worauf ich mich einlasse. Oder nicht? :rolleyes: Es ist ja wohl nicht so, dass nur der AG jedes Recht auf alles hat und man als Bewerber still schweigend lauscht ohne auch mal zu fragen und sich zu informieren. Schließlich informiere ich mich ja auch, bevor ich ein Haus kaufe oder eine Wohnung miete. Da frage ich ja auch vorher nach den Nebenkosten, Miete, was die Umgebung so bietet... :redface:
Es ist ein Unterschied, ob man ganz generell nach den Konditionen fragt, oder ob man gleich in Verhandlungen einsteigt. Ersteres ist okay (wobei ich persoenlich warten wuerde, bis der Manager oder der HR Mensch das Thema anschneidet bzw. ich es erst am Ende ansprechen wuerde, falls sie es nicht tun); letzteres finde ich problematisch. Was soll man auch gross verhandeln, wenn man noch gar kein Angebot auf dem Tisch liegen hat?

Und selbst dann wuerde ich es mit einem generellen "How flexible are you on...?" lassen und spezifische Forderungen erst in einem Folgegespraech auf den Tisch legen.
 
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