Selbständig in USA

    Diskutiere Selbständig in USA im Geschäftsgründungen & Business in den USA Forum im Bereich USA Auswandern; Hallo zusammen! Ich befasse mich nun schon seit längerem mit dem Thema auswandern. Im Moment geht es mir um das Thema Job. Ich hoffe, dass es...
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tini146
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  • Selbständig in USA Beitrag #1
Hallo zusammen!

Ich befasse mich nun schon seit längerem mit dem Thema auswandern. Im Moment geht es mir um das Thema Job. Ich hoffe, dass es irgendwann mit der GC klappt. Vorher muss ich aber noch so einige Dinge checken. Hier also eine meiner noch vielen Fragen:

Ich arbeite seit 10 Jahren als Bauzeichnerin und bin hier in D seit 5 Jahren selbständig. Ich habe ein zus. Studium zur Bautechnikerin gemacht. Ich habe einen festen Kundenstamm und arbeite nur von zu Hause und über Email bzw Telefon. Kann ich in den USA leben und meine Kunden in D behalten? wie geht das mit der Abrechnung bzw wie muss die Rechnung aussehen? Ich habe bisher keine entsprechenden Seiten im Netz gefunden, hat jemand einen Link oder ne Info? Wen kann ich fragen?
Wie sieht das in dieser Branche in den USA aus? habe hier mehrere Standpunkte gelesen von "werden gesucht" bis "gibt es in USA nicht". Wie stehen die Chancen als freiberuflicher Zeichner/Techniker? Ein Programm ist natürlich vorhanden.

Vielen Dank erstmal und liebe Grüße aus dem Norden Deutschlands
 
karin_brenig
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  • Selbständig in USA Beitrag #2
also, zu Deinem speziellen Tätigkeitsfeld kann ich gar nichts sagen.......
aber allgemein zu selbständiger Tätigkeit bei Wohnsitz in USA und Kundenstamm in D schon, das machen mein Mann und ich so seit Anfang 2006.

Ist denkbar simpel:

Mit unseren ehemaligen Arbeitgebern in D (nun die Kunden) haben wir einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Darin sind Bezahlung und Berichtswesen geregelt.
Für jeden neuen Auftrag machen wir dann einen Einzelvertrag mit den genauen Spezifikationen, Terminen, Übergabemodalitäten, und sonstigen Sondervereinbarungen.
Einmal monatlich schicke ich eine Rechnung an den Kunden, mit detailliert aufgeschlüsselten Einzeltätigkeiten und Zuordnung zu dem jeweiligen Einzelvertrag. In Euro, ohne MwSt.
Der Kunde überweist den Rechnungsbetrag auf mein deutsches Bankkonto.
Jeweils spätestens 15.4. gebe ich meine Einnahmen (in Dollar zum Tageskurs des Geldeingangs umgerechnet) in der US Einkommensteuererklärung an.

Fertig.

Ab dem zweiten Jahr muß man dann vierteljährliche Steuervorauszahlungen in USA leisten, ca. 34% von den Einnahmen. Du zahlst dabei die ganze social security tax selbst.
 
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tini146
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  • Selbständig in USA Beitrag #3
vielen dank für deine schnelle antwort! :-)

wenn du in den USA lebst, wie kannst du dann ein bankkonto in deutschland haben? gibt es ein seriöse anlaufstelle, wo ich mich da über solche sachen informieren kann? steuern, einkommensteuer etc.... das ist ja schon ein sehr komplexes thema.

fiel euch der Umstieg nach Amerika schwer?

lieben Gruß
 
rabiene
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  • Selbständig in USA Beitrag #4
wenn du in den USA lebst, wie kannst du dann ein bankkonto in deutschland haben?
Wieso sollte man kein Bankkonto in D haben koennen wenn man im Ausland lebt :confused:
gibt es ein seriöse anlaufstelle, wo ich mich da über solche sachen informieren kann?
Deine Bank vielleicht...;)

steuern, einkommensteuer etc.... das ist ja schon ein sehr komplexes thema.
Da waere vielleicht ein US-Steuerberater von Vorteil...

Aber du fragst das alles fuer den Fall das du irgendwann die Gc gewinnst,richtig? Wenn das der Fall ist ist ein verbindliche Auskunft eigentlich nicht moeglich, denn keiner weiss wie die Gesetze dann sind.....es kann ja sein das du erst in 10 Jahren gewinnst...

Du willst dich nicht jetzt in USA selbstaendig machen?...
 
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tini146
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  • Selbständig in USA Beitrag #5
ich dachte, man braucht einen festen wohnsitz in D, um ein bankkonto hier zu haben...

ich wüßte nicht, wie ich bei meinem gewerbe sonst in die USA einwandern könnte. ich betreibe keinen Handel und ich kann nicht in der Summe investieren wie verlangt und arbeitsplätze kann ich auch nicht schaffen.... mein umsatz reicht für mich und meine familie aber nicht darüber hinaus. habe ich da bei den verschiedenen visumsarten was übersehen?? :confused: eine Festanstellung in einer amerikanischen Firma halte ich z.z. für aussichtslos, um ein einwanderungsvisum zu bekommen.

also wenn es schneller geht, gern! aber ich möchte ehrlichgesagt auch nicht unwissend nach amerika. ich bin mir sicher, dass ich das schaffen kann, aber nicht ohne gründlicher vorbereitung. ich hoffe nicht, dass es 10 jahre werden, aber gleich morgen geht auch nicht. das basiswissen muss einfach da sein. und in D ändern sich die gesetzt auch ständig. man muss halt nur wissen, wo man nachschlagen muss und wen man fragen kann. und genau das muss ich doch im vorwege auch für amerika abklopfen, oder ist dieser weg verkehrt??

danke für eure hilfe
lieben gruß
 
karin_brenig
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  • Selbständig in USA Beitrag #6
vielen dank für deine schnelle antwort! :-)

wenn du in den USA lebst, wie kannst du dann ein bankkonto in deutschland haben? gibt es ein seriöse anlaufstelle, wo ich mich da über solche sachen informieren kann? steuern, einkommensteuer etc.... das ist ja schon ein sehr komplexes thema.

fiel euch der Umstieg nach Amerika schwer?

lieben Gruß
Bankkonto in D habe ich einfach behalten, als wir nach USA umgezogen sind.
Ist sehr praktisch, wenn man noch diversen Zahlungsverkehr in Euro hat.

Unsere Einkommensteuern in USA lassen wir von H&R Block Premium (unbedingt auf Premium achten) machen.
Die Dame dort ist sehr kompetent und kennt sich auch gut mit der steuerlichen Behandlung von Selbständigkeit und ausländischen Einkünften aus.

Was genau Du unter *schwer fallen* verstehen willst, kann ich nicht beurteilen.
Natürlich gab es einen Haufen Details zu regeln, damit unser Umzug möglichst reibungslos ablief.
Es gab auch eine Menge *Überraschungen*, die wir ganz schnell abarbeiten mußten, um *Folgeschäden* zu vermeiden.
Sowohl die ordnungsgemäße Abwicklung unseres *alten* Lebens in D, als auch der Übersiedlungsprozess an sich, und natürlich der gelungene Start im *neuen* Leben, waren geistige, körperliche, emotionale, logistische, und finanzielle Meisterleistungen, auf die wir immer noch sehr stolz sind.

Mir persönlich fallen nur Sachen schwer, die ich nicht wirklich machen möchte.
Zum Beispiel das Aufstehen am Montagmorgen :cool:
 
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tini146
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  • Selbständig in USA Beitrag #7
danke für die auskunft! :rolleyes:

hattest du an deiner entscheidung auch mal zweifel? hattet ihr euch sofort selbständig gemacht?
 
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  • Selbständig in USA Beitrag #8
also, *Zweifel* hat man vor einem Schritt, wenn man die möglichen Veränderungen nicht richtig einschätzen kann - ja, wir haben ein ganzes Jahr lang *gezweifelt*, bevor wir uns zu dem Umzug entschlossen haben.

Nach vollzogenem Umzug zu zweifeln bringt nichts, deshalb zweifeln wir die Entscheidung nun natürlich nicht mehr an.

Die selbständige Tätigkeit für unsere ehemaligen Arbeitgeber in D war so nicht direkt geplant.
Wir hatten eigentlich vor, als ganz normale Arbeitnehmer in irgendwelchen Firmen in USA zu arbeiten.
Unsere deutschen Arbeitgeber waren aber derart *verzweifelt* wegen unseres Wegzuges, daß wir uns *aus alter Freundschaft* zu nebenberuflichem Einsatz überreden ließen.

Mein Mann hat vom ersten Tag an übers Internet etwa 40 Stunden monatlich für seinen deutschen Kunden gearbeitet.
Ich selbst hatte im ersten halben Jahr soviel anderes Zeug um die Ohren, daß ich mich erstmal gesträubt habe.
Nachdem ich dann aber einigermaßen sesshaft geworden war, habe ich doch dem ständigen Bitten nachgegeben und arbeite seither ungefähr 10 Stunden im Monat für meine alte Firma in D.

Selbständigkeit in USA ist viel leichter durchführbar, als in D.
Man braucht hier keinerlei Genehmigungen/Anmeldungen/Papierkrieg/Behördenkram (außer vielleicht für spezielle *gefährliche* Berufe) sondern macht einfach sein *Ding*.
Hier sind viele Menschen (nebenberuflich) selbständig.
 
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tini146
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  • Selbständig in USA Beitrag #9
vielen dank für deine offene antwort. also ich weiß für mich, dass amerika mein land ist. mein mann und ich sind uns sicher, dass wir es schaffen können. im märz mache ich erstmal urlaub in texas. *freufreu* und werde mir weitere infos verschaffen. wie du schon sagst, ich möchte so viele zweifel wie möglich aus dem weg schaffen. und ich bin mir sicher, dass sowas auch zeit braucht, um zu reifen. egal, wann es sein wird, ich freue mich drauf!

habt ihr die GC oder ein arbeitsvisum?
 
karin_brenig
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  • Selbständig in USA Beitrag #10
Mein Mann ist US-citizen, ich habe (deshalb) eine Greencard
 
rabiene
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  • Selbständig in USA Beitrag #11
ich dachte, man braucht einen festen wohnsitz in D, um ein bankkonto hier zu haben...
Eigentlich nicht...

ich wüßte nicht, wie ich bei meinem gewerbe sonst in die USA einwandern könnte. ich betreibe keinen Handel und ich kann nicht in der Summe investieren wie verlangt und arbeitsplätze kann ich auch nicht schaffen.... mein umsatz reicht für mich und meine familie aber nicht darüber hinaus. habe ich da bei den verschiedenen visumsarten was übersehen?? :confused:
nein, hast du nicht, nur das kann man ja aus deinem Post nicht erkennen...;) ..das einzigste was du anscheinend missverstanden hast, ist die Investitionssumme....da ist nichts festgelegt, weil es da auf die Art der Firma ankommt....da wo sie festgelegt ist ist Immigration durch Investoren-Greencard....aber da du die anderen Sachen ja nicht erfuellen kannst ,ist das ja auch unerheblich...

eine Festanstellung in einer amerikanischen Firma halte ich z.z. für aussichtslos, um ein einwanderungsvisum zu bekommen.
Es muss keine US-Firma sein...

man muss halt nur wissen, wo man nachschlagen muss und wen man fragen kann. und genau das muss ich doch im vorwege auch für amerika abklopfen, oder ist dieser weg verkehrt??
Fragen ist nie verkehrt ;)....nur wie gesagt in ein paar Jahren kann ja alles ganz anders sein...es kann ja auch sein das die Lottery abgeschafft wird..man weiss ja nie...

Andere Frage...wo soll es denn hingehen, wenn's soweit ist?
 
Wombel
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  • Selbständig in USA Beitrag #12
ich dachte, man braucht einen festen wohnsitz in D, um ein bankkonto hier zu haben...
Eigentlich nicht...
Hi,

nach meinem letzten Kenntnisstand benoetigt man als Privatperson in D-Land einen festen Wohnsitz, fuer eine Kontoneueroeffnung. Hast du bereits ein Konto, so sind die meisten Banken bereit, dieses auch nach deiner Auswanderung weiterzufuehren. Es wird dann unter deiner US-Adresse gefuehrt..

Fuer eine Firma sieht das wieder etwas anders aus. Du kannst im Ausland wohnen und eine Firma in D-Land anmelden und ueber die Firmenanschrift ein Firmenkonto fuehren.

Es empfiehlt sich gerade in den ersten beiden Jahren, auch wenn man sich vorschriftsmaessig bei seinem Meldeamt abgemeldet hat, ein Konto zu unterhalten. Das macht z. B. notwendige Zahlungen oder den Erhalt von Erstattungen (Finanzamt) deutlich einfacher.


LG aus Boise

Klaus
 
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  • Selbständig in USA Beitrag #13
Hi,

nach meinem letzten Kenntnisstand benoetigt man als Privatperson in D-Land einen festen Wohnsitz, fuer eine Kontoneueroeffnung. Hast du bereits ein Konto, so sind die meisten Banken bereit, dieses auch nach deiner Auswanderung weiterzufuehren. Es wird dann unter deiner US-Adresse gefuehrt..

Fuer eine Firma sieht das wieder etwas anders aus. Du kannst im Ausland wohnen und eine Firma in D-Land anmelden und ueber die Firmenanschrift ein Firmenkonto fuehren.

Es empfiehlt sich gerade in den ersten beiden Jahren, auch wenn man sich vorschriftsmaessig bei seinem Meldeamt abgemeldet hat, ein Konto zu unterhalten. Das macht z. B. notwendige Zahlungen oder den Erhalt von Erstattungen (Finanzamt) deutlich einfacher.


LG aus Boise

Klaus
Das stimmt leider nicht. Die DKB wirbt sogar hier im Forum damit, dass Du als in den USA Sesshafter bei ihnen ein Konto eroeffnen kannst.

Link: http://dkb.de/privatkunden/dkb_cash/produktinfo/ausland/dkb_cash_usa/zahlungsverkehr/index.html?affiliate=ztsem&referer=26690.ZIELTRAFFIC_SEM_US109
 
Wombel
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  • Selbständig in USA Beitrag #14
Hi Dienil,

ich habe jetzt in dem Link nicht gefunden, dass man keinen Wohnsitz in D-Land benoetigt, aber wie gesagt, die Gesetze koennen sich seit meiner Ausreise geaendert haben. Danke fuer die Richtigstellung.


LG aus Boise

Klaus
 
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  • Selbständig in USA Beitrag #15
Hi Dienil,

ich habe jetzt in dem Link nicht gefunden, dass man keinen Wohnsitz in D-Land benoetigt, aber wie gesagt, die Gesetze koennen sich seit meiner Ausreise geaendert haben. Danke fuer die Richtigstellung.


LG aus Boise

Klaus
"Das in Deutschland ausgezeichnete DKB-Cash ist jetzt auch für Sie in den USA verfügbar!" darfst Du so interpretieren ;)

Ein "Gesetz", dass dies vorher nicht erlaubt war, gab es uebrigens nie. Die deutsche Gesetzgebung schreibt lediglich vor, dass die Bank die Identitaet des Eroeffners ueberpruefen muss. Dies geschieht in Deutschland ueber das PostIdent Verfahren. Wenn jemand also ein Konto bei der DKB aus dem Ausland eroeffnen moechte, muss er sich entweder bei seinem naechsten Besuch in Deutschland "identifizieren", oder dies ueber das Konsulat/die Botschaft seines Vertrauens machen lassen.
 
rabiene
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  • Selbständig in USA Beitrag #16
Das stimmt leider nicht. Die DKB wirbt sogar hier im Forum damit, dass Du als in den USA Sesshafter bei ihnen ein Konto eroeffnen kannst.
Das aber ein onlinekonto....ich denke das tini ein ganz stinknormales Konto meint und sie kann es ja behalten und nach USA ziehen, weil es keine Neueroeffnung ist/waere...;)...
 
rabiene
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  • Selbständig in USA Beitrag #17
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  • Selbständig in USA Beitrag #18
Das aber ein onlinekonto....ich denke das tini ein ganz stinknormales Konto meint und sie kann es ja behalten und nach USA ziehen, weil es keine Neueroeffnung ist/waere...;)...
Wo genau ist der Unterschied zwischen einem "Onlinekonto" und einem "normalen" Konto (mal abgesehen von einem deutschen Filialnetz, dass einem ja in Deutschland recht wenig hilft, wenn man hier wohnt)? ;)
 
Emmaglamour
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  • Selbständig in USA Beitrag #19
Ich arbeite seit 10 Jahren als Bauzeichnerin und bin hier in D seit 5 Jahren selbständig. Ich habe ein zus. Studium zur Bautechnikerin gemacht. Ich habe einen festen Kundenstamm und arbeite nur von zu Hause und über Email bzw Telefon. Kann ich in den USA leben und meine Kunden in D behalten?
Ja, kannst Du. Ich arbeite auch überwiegend für deutsche bzw. deutschsprachige Kunden, die ich mir aus Deutschland "mitgebracht" habe. :smile:
wie geht das mit der Abrechnung bzw wie muss die Rechnung aussehen?
Die Rechnungen sehen so aus, wie die jeweilige Finanzbehörde sie haben will. Im Falle von Deutschland enthält sie also neben dem Briefkopf und den Angaben zur Firma Angaben wie die genaue Bezeichnung des Services, Ausführungszeitraum und Liefertermin, etc. Was man weglässt ist die in Dtl. obligatorische Steuernummer bzw. USt-Ident.-Nr. Das wäre im Falle der USA i.d.R. die SSN, und die schreibe ich nirgendwo hin. Braucht aber auch keiner.
Ich habe bisher keine entsprechenden Seiten im Netz gefunden, hat jemand einen Link der ne Info? Wen kann ich fragen?
Grundsätzlich sehr aufschlussreich sind die Websites der Steuerbehörde (www.irs.gov) und der "Small Business Administration" www.sba.gov.
Wie sieht das in dieser Branche in den USA aus? habe hier mehrere Standpunkte gelesen von "werden gesucht" bis "gibt es in USA nicht". Wie stehen die Chancen als freiberuflicher Zeichner/Techniker? Ein Programm ist natürlich vorhanden.
Bauzeichner gibt es in den USA auch, aber die Baubestimmungen in den USA insgesamt und zudem regional natürlich von denen in Deutschland abweichen (Beispiel: Hurrikanfestigkeit in Florida, Erdbebensicherheit in Kalifornien, etc.), wirst Du mit Deiner deutschen Ausbildung in den USA keine Jubelstürme auslösen. Da wirst Du Dich wohl zunächst mit den hiesigen Besonderheiten vertraut machen müssen. Konkreteres können Dir sicher die Architekten und Bauings aus dem Forum sagen. Frag beispielsweise mal Kristin711, die ist Architektin und hat sicher guten Rat für die Branche.
Selbständigkeit in USA ist viel leichter durchführbar, als in D.
Man braucht hier keinerlei Genehmigungen/ Anmeldungen/ Papierkrieg/ Behördenkram (außer vielleicht für spezielle *gefährliche* Berufe) sondern macht einfach sein *Ding*.
Aha. Das mag in Deinem Beruf so sein, aber so pauschal für die USA ist das nicht richtig. Aus meiner Warte braucht man hier für jeden Mist eine Lizenz, wo in Deutschland kein Hahn nach Zertifikation kräht. Makler brauchen eine Lizenz. Wenn sie sich selbstständig machen wollen, brauchen sie nach dem Sales Associate noch die Broker-Lizenz und dafür müssen sie zwei Jahre für einen Broker gearbeitet haben (jedenfalls hier in FL). Das ist nur mal ein Beispiel für einen typischen freien Beruf, der in Dtl. keine Lizenz erfordert, in den USA aber sehr wohl.
Jeder Handwerker braucht Lizenzen. Und von Kreativberuflern wird zwar nicht behördlich, aber doch faktisch seitens der Kundschaft i.d.R. ein einschlägiger Studienabschluss erwartet.

Ich schreibe das alles, weil ich einfach verdeutlichen möchte, dass "es" in den USA absolut nicht alles einfach mal eben schnell husch-husch geht, jeder einfach so sein "Ding" durchziehen kann und man "keinerlei Genehmigungen/ Anmeldungen/ Papierkrieg/ Behördenkram" benötigen würde.

Im Gegenzug dazu war der Behördenkram in Dtl. in meinem Berufsfeld ein Ding von drei Minuten: Steuernummer beantragen. Steuernummer bekommen. Kostet noch nicht mal 'ne Gebühr. Und der zuständige Finanzbeamte war freundlich und zuvorkommend. Keine Ahnung, was daran "weniger leicht durchführbar" sein sollte. Vierteljährliche Steuervorauszahlungen muss man auch hüben wie drüben tätigen. Ich erkenne unterm Strich nicht, dass die beiden Länder sich da viel nehmen.
Hier sind viele Menschen (nebenberuflich) selbständig.
In Deutschland auch. :smile:
 
Emmaglamour
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  • Selbständig in USA Beitrag #20
Das stimmt leider nicht. Die DKB wirbt sogar hier im Forum damit, dass Du als in den USA Sesshafter bei ihnen ein Konto eroeffnen kannst.
Das geht auch bei anderen Banken. :smile: Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es so, dass bankenseitig für den Versand von Kontoauszügen und sonstiger Snail-Mail-Korrespondenz meist eine deutsche Postadresse gewünscht wird. Die kann aber unabhängig von Wohnsitz sein.

Am einfachsten ist es mutmßlich dennoch, das bestehende deutsche Konto von den USA aus weiter zu führen. Das hat auch den Vorteil, dass man ggfs. in der Zeit, in der man sich eine "Credit History" aufbaut, noch auf die deutsche Kreditkarte zurückgreifen kann.
 
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