Jobsituation in den USA

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  • Jobsituation in den USA Beitrag #1
Von jedem hoert man etwas anderes!

Die einen sagen es ist nicht so dramatisch wie in den Medien dargestellt.

Dann hoere ich wieder von Freunden die welche kennen die ihre Arbeit verloren haben.
Gestern erzaehlt mir wieder einer bei ihm suchen sie Leute.

Kaum bekomme ich eine Nachricht die mich etwas aufmundert, bekomme ich am naechsten Tag wieder eine schlechte Nachricht die das wiederlegt.

Wie seht ihr die Sache?
Ich rede hauptsaechllich ueber die Situation in den USA.
 
EntesSchwester
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #2
Ich glaub es ist so wie du schon sagtest: sehr gemischt. Die eine Firma geht pleite und muss entlassen, die andere haelt sich die Waage indem sie entlaesst, und die dritte macht ganz normal weiter weils ok laeuft.
Ehrlichgesagt stellen wir auch kontinuierlich ein, aber es wurde schon deutlich runtergeschraubt. Eher werden bereits Angestellte intern versetzt als dass neu eingestellt wird. Wenn wir Jobausschreibungen haben, bekommen wir truck loads an Bewerbungen, vorallem im entry-level.
So ganz persoenlich eingeschaetzt ohne Expertenmeinungen oder Quellen wuerd ich sagen, dass es dramatisch aussieht, aber nicht hoffnungslos. Ist derzeit fuer viele ein echter Seiltanz und viele fallen. Das erschreckende dabei ist, dass es eben nicht nur die Kleinen trifft, sondern eben auch die ganz Grossen.
Einen job derzeit zu finden ist aeusserst schwer.
 
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homerbundy
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #3
Darauf kann man keine allgemein gültige Antwort geben, da die Situation regional sehr unterrschiedlich sein kann und dann noch von Branche zu Branche variiert.

Firmen, die schon bislang eher schlecht gewirtschaftet haben und nicht über genügend Eigenkapital verfügen, sind leichter in Schwierigkeiten, als etablierte Untrnehmen.

In unserer Gegend werden jedenfalls nach wie vor Leute gesucht, aber nicht so viele wie sonst.

Wie man am Jobmarkt dasteht, hängt von der Qualifikation und Berufserfahrung ab. Ein Freund von uns hat fast 20 Jahre bei GM gearbeitet und wurde im Zuge der Rationalisierungsmassnahmen gekündigt.
Er ist direkt zu Mitsubishi gewechselt und war nicht einen Tag arbeitslos.

Unsere Firma ist auch in der Automobilbranche und wir haben heuer bislang rund 35% Umsatzzuwachs und überlegen auch schon die Einstellung von 1-2 neuen Arbeitskräften.

Andere Firmen in unserer Branche, die oft viele Jahre lang bestens am Markt positioniert waren, sind aber plötzlich weg vom Fenster und ein paar durchaus namhafte Unternehmen haben sogar zugesperrt.

Nach irgendwelchen Statistiken kann man halt nie wirklich gehen und was in den Medien berichtet wird, erreicht Europa auch meist nur in stark verzerrter Form.
 
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Gast12639
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #4
Ja, ich wuerde auch sagen, es ist Regionsbedingt. Von den Zahlen her gesehen, sieht es in Texas nicht schlecht aus, und in Kalifornien sieht es verheerend aus.
So mal als Beispiel.
Und vom Gefuehl her gesehen, sieht es hier in Florida katastrophal aus.
Wir haben jetzt registrierte Arbeitslosenzahlen von 10,2 %

Jeder 2. bekommt aber keine ALunterstuetzung. Somit darf man damit rechnen, dass wir in Florida allein eine Arbeitslosen rate von 18 % - 22% haben.
So sieht es aus ...:eek:
 
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Gast12102
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #5
Es kommt auf die Region und Industriesektor an. Es kommt auch auf Ausbildung, Erfahrung und Beweglichkeit eines Arbeitgebers an. Arbeitnehmer sind im Moment im Fahrersitz, aber sie suchen weiterhin.

An die Bohnenzaehler unter Euch - 53rd Bank wird ab dem Wochenende in Cincinnati nach einer ganzen Gruppe CPAs suchen. No relo package.
 
G
Gast415
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #6
Ich hatte Montag Abend ein Dinner mit einer leitenden Person der groesten Inkasso Firma der USA. Bei dem Gespraech fand ich heraus, dass Inkasso Firmen am ehesten merken, ob die Oekonomie aufwaerts oder abwaerts geht (was auch eigentlich Sinn macht, das das Zahlungsverhalten direckt vom Einkommen bestimmt wird).

Inkasso Firmen sehen seit einigen wenigen Wochen einen positiven Trend im Zahlungsverhalten (verglichen mit dem Vorjahr ist die Eintreibungskurve auch weitaus flacher und weniger tief), was von ihnen als leichtes Anzeichen einer Verbesserung der Wirtschaft gewertet wird. Ihrer Meinung nach zeigt daher Obama's bail-Out schon jetzt positive Ergebnisse!

Das war die eine Sache, auf der anderen Seite steht der folgende Text bei Yahoo Finance. Wem man glauben soll oder nicht ist wirklich schwer zu sagen!

Nine Reasons the Economy is Not Getting Better
We are now looking at unemployment numbers that undermine any confidence that we might be nearing the bottom of the recession. The appropriate metaphor is not the green shoots of new growth. A better image is to look at the true total of jobless people as a prudent navigator looks at an iceberg.

What we see on the surface is disconcerting enough. The estimate from the Bureau of Labor Statistics of job losses for June is 467,000. That increases by 7.2 million the number of unemployed since the start of the recession. The cumulative job losses over the past six months have been greater than for any other half-year period since World War II, including demobilization. What's more, the job losses are now equal to the net job gains over the previous nine years, making this the only recession since the Great Depression to wipe out all employment growth from the previous business cycle.

That's bad enough. But here are nine reasons we are in even more trouble than the 9.5 percent unemployment rate indicates.
One. June's total included 185,000 people who were assumed to be at work, many of whom probably were not. The government could not identify them; it made an assumption about trends. But many of the mythical jobs are in industries that have absolutely no job creation: finance, for example. When the official numbers are adjusted over the next several months, look to some of the 185,000 boosting the unemployment totals.

Two. More companies are asking employees to take unpaid leave. These people don't count on the unemployment roll.



http://finance.yahoo.com/news/Nine-Reasons-the-Economy-is-usnews-1021116601.html?x=0&.v=1


Und wiederum steht dieser Artikel heute bei Yahoo News

WASHINGTON – The number of newly laid-off Americans signing up forunemployment benefits last week, and those using this safety net over a longer period, both plunged. But the government figures released Thursday were clouded by difficulties adjusting for temporary shutdowns at auto plants.
The Labor Department said new applications for unemployment insurance dropped by a seasonally adjusted 47,000 to 522,000, the lowest level since early January. Economists polled by Thomson Reuters expected claims to rise to around 575,000.
A department analyst said the drop in new claims didn't point to improvements in economic conditions. The second straight weekly decline reflected problems adjusting layoffs for temporary shutdowns at General Motors and Chrysler plants to retool for new models.
The unadjusted figures actually showed that new claims rose by 86,389 last week, which would push the total to 667,534.
The department's seasonal adjustment process expected a large increase in claims from auto workers and some other manufacturers, the analyst said. Since that didn't happen, seasonally-adjusted claims fell.
Those adjustment difficulties also were behind a big drop reported for people continuing to draw unemployment benefits, the analyst said.
The number of people still collecting benefits fell by a seasonally adjusted 642,000 to 6.27 million, the lowest level since mid-April.


http://news.yahoo.com/s/ap/20090716/ap_on_bi_go_ec_fi/us_economy
 
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MoodyMare
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #7
Unsere Firma stellt ein. Bzw unsere branch, die anderen 2 branches in CO nicht ;)

Ist wirklich sehr stark regional abhaengig,w as fuer ein job es ist, das gehalt etc.
 
Emmaglamour
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #8
Es kommt auf die Region und Industriesektor an. Es kommt auch auf Ausbildung, Erfahrung und Beweglichkeit eines Arbeitgebers an. Arbeitnehmer sind im Moment im Fahrersitz, aber sie suchen weiterhin.
Ich glaube, Du hast jetzt gerade versehentlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in ihren Rollen vertauscht ;) , aber grundsätzlich sehe ich das genauso. Im Pflegesektor beispielsweise scheint immer noch stark gesucht zu werden, ebenso in einigen technischen und wissenschaftlichen Bereichen. In den klassischen "Laberberufen" ('was mit Marketing, 'was mit Werbung, 'was mit Medien, ...) ist's im Moment eher duster, und die Lage im Bau-, Finanz- und Automobilsektor für die meisten Berufe ist wohl bekannt. Da gibt's aber auch Ausnahmen: Wer beispielsweise im Automobilbereich im "Aftermarket" tätig ist, ist im Moment eher auf dem Weg nach oben. Grundsätzlich sind Mobilität und Flexibilität neben großem Engagement im Moment wohl noch wichtiger als sonst.
 
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Gast12102
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #9
Ich glaube, Du hast jetzt gerade versehentlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in ihren Rollen vertauscht ;) , aber grundsätzlich sehe ich das genauso. Im Pflegesektor beispielsweise scheint immer noch stark gesucht zu werden, ebenso in einigen technischen und wissenschaftlichen Bereichen. In den klassischen "Laberberufen" ('was mit Marketing, 'was mit Werbung, 'was mit Medien, ...) ist's im Moment eher duster, und die Lage im Bau-, Finanz- und Automobilsektor für die meisten Berufe ist wohl bekannt. Da gibt's aber auch Ausnahmen: Wer beispielsweise im Automobilbereich im "Aftermarket" tätig ist, ist im Moment eher auf dem Weg nach oben. Grundsätzlich sind Mobilität und Flexibilität neben großem Engagement im Moment wohl noch wichtiger als sonst.

Mea Culpa! Danke.

Ich suche haenderingend nach underwritern, meist in Spezialgebieten, fuer Versicherungen.
 
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Gast14969
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #10
............
Inkasso Firmen sehen seit einigen wenigen Wochen einen positiven Trend im Zahlungsverhalten (verglichen mit dem Vorjahr ist die Eintreibungskurve auch weitaus flacher und weniger tief), was von ihnen als leichtes Anzeichen einer Verbesserung der Wirtschaft gewertet wird. Ihrer Meinung nach zeigt daher Obama's bail-Out schon jetzt positive Ergebnisse!

.............
Da wage ich doch mal den Versuch einer logischeren Erklaeung:

Dadurch das Kreditvergaben weitaus weniger grosszuegig, sondern im Gegenteil sehr konservativ,restriktiv geregelt werden, gibt es auch weniger Inkasso-Bedarf.
Foreclosure und Unternehmens-Pleiten werden eh nicht durch Inkasso geregelt.

Obama's Bailout hat damit, meine ich, auch nicht viel zu tun, denn da ging es um die paar ganz Grossen. InKasso haette bei denen sicher aussen vor bleiben duerfen. Vielleicht meinst Ihr ja auch den Stimulus Plan. Weisst Du denn, wieviel Prozent von den bereitgestellten Mitteln schon abgerufen wurden???:cool::rolleyes:
 
karin_brenig
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #11
also, insgesamt betrachtet geht es weiten Teilen der Bevölkerung in USA richtig schlecht.
Kein Geld, keine Ersparnisse, kein (oder zu geringes) Einkommen, hohe Schulden, ........ und kein Ende des Abstiegs in Sicht.

Dennoch beobachte ich in einzelnen Regionen, in einzelnen Branchen, oder in *exotischen* Marktsegmenten wahre Inseln der Glückseligkeit.
Da hat man Aufträge, da gibt es Wachstum und Stabilität, da werden Leute eingestellt, da gibt's sogar Gehaltserhöhungen.

Mein eigener Arbeitsplatz ist so ein wunderbares Fleckchen.
Liegt wohl daran, daß viele Menschen, die arbeitslos geworden sind, mit verbesserter Bildung hoffen, einen (vielleicht sogar sicheren/besseren) Job zu finden. :smile:

Tom's Arbeitsplatz ist auch so ein wunderbares Fleckchen.
Liegt wohl daran, daß selbst die Menschen, die noch Arbeit haben, jetzt lieber daheim bleiben (anstatt zu reisen/auszugehen) und dann deutlich mehr Strom verbrauchen. :tongue:

Ich fürchte allerdings, daß wenn Obama's wahnwitzige Idee mit der *Energiesteuer* (oder was immer man das Monster nennen möchte) Realität werden sollte, dann wird das dem zarten Aufblühen von wirtschaftlicher Erholung ein jähes Ende bereiten. :rolleyes:
Drückt die Daumen, daß es nicht dazu kommt.
 
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Gast14969
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #12
also, insgesamt betrachtet geht es weiten Teilen der Bevölkerung in USA richtig schlecht.
Kein Geld, keine Ersparnisse, kein (oder zu geringes) Einkommen, hohe Schulden, ........ und kein Ende des Abstiegs in Sicht.

Dennoch beobachte ich in einzelnen Regionen, in einzelnen Branchen, oder in *exotischen* Marktsegmenten wahre Inseln der Glückseligkeit.
Da hat man Aufträge, da gibt es Wachstum und Stabilität, da werden Leute eingestellt, da gibt's sogar Gehaltserhöhungen.

Mein eigener Arbeitsplatz ist so ein wunderbares Fleckchen.
Liegt wohl daran, daß viele Menschen, die arbeitslos geworden sind, mit verbesserter Bildung hoffen, einen (vielleicht sogar sicheren/besseren) Job zu finden. :smile:


Tom's Arbeitsplatz ist auch so ein wunderbares Fleckchen.
Liegt wohl daran, daß selbst die Menschen, die noch Arbeit haben, jetzt lieber daheim bleiben (anstatt zu reisen/auszugehen) und dann deutlich mehr Strom verbrauchen. :tongue:

Ich fürchte allerdings, daß wenn Obama's wahnwitzige Idee mit der *Energiesteuer* (oder was immer man das Monster nennen möchte) Realität werden sollte, dann wird das dem zarten Aufblühen von wirtschaftlicher Erholung ein jähes Ende bereiten. :rolleyes:
Drückt die Daumen, daß es nicht dazu kommt.


Klar druecken wir. Vor allem den Marker an der richtigen Stelle des Wahlzettels. Bei JEDER Wahl ist das wichtig, in JEDEM State. Bis hin zur naechsten Praesidentschaftswahl wo es dann die Quittung fuer die einen und die richtige Weichenstellung fuer die anderen hin zu besserer Wirtschaft mit wieder mehr Jobs geben wird.
 
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Gast415
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #13
Ich fürchte allerdings, daß wenn Obama's wahnwitzige Idee mit der *Energiesteuer* (oder was immer man das Monster nennen möchte) Realität werden sollte, dann wird das dem zarten Aufblühen von wirtschaftlicher Erholung ein jähes Ende bereiten. :rolleyes:
Drückt die Daumen, daß es nicht dazu kommt.
Wurde das nicht auch damals bei der Einfuehrung der Oeko Steuer in Deutschland gesagt? Obwohl diese Steuer dann in erheblicher Hoehe eingefuehrt wurde, schen es der Wirtschaft keinen Abbruch getan zu haben!
 
Emmaglamour
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #14
Wurde das nicht auch damals bei der Einfuehrung der Oeko Steuer in Deutschland gesagt? Obwohl diese Steuer dann in erheblicher Hoehe eingefuehrt wurde, schen es der Wirtschaft keinen Abbruch getan zu haben!
Das sehe ich ganz genauso. Es würden lediglich Dinge verlagert werden, und der eine oder die andere würde das eine oder andere Konsumverhalten vielleicht mal hinterfragen. Wobei man dafür gar keine Steuern erhebn müsste - eine Kürzung oder ein Wegfall der Subventionen für fossile Brennstoffe wäre ein prima Anfang. :smile:
 
G
Gast12639
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #15
Es wird zur " Energie-Steuer " kommen muessen, will man die Sonnen-und Windkraft unterstuetzen.
Diese Steuer wird aber nicht so dermassen zu spueren sein.
Ich glaube nicht, dass sie Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird.
 
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Gast12639
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #16
Das sehe ich ganz genauso. Es würden lediglich Dinge verlagert werden, und der eine oder die andere würde das eine oder andere Konsumverhalten vielleicht mal hinterfragen. Wobei man dafür gar keine Steuern erhebn müsste - eine Kürzung oder ein Wegfall der Subventionen für fossile Brennstoffe wäre ein prima Anfang. :smile:
Subventionen kuerzen hier oder da, ist wirklich immer nur Traeumerei. Das wird nicht machbar sein.
Das hat noch nirgendwo geklappt.
Niemand laesst sich den Dollar aus der Hand nehmen, den er gerade in die Tasche stecken will.
Das ist Wunschdenken...;)
 
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Gast14969
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #17
Wurde das nicht auch damals bei der Einfuehrung der Oeko Steuer in Deutschland gesagt? Obwohl diese Steuer dann in erheblicher Hoehe eingefuehrt wurde, schen es der Wirtschaft keinen Abbruch getan zu haben!
Nein es hat der Wirtschaft keinen Abbruch getan. Es wird immer noch gewirtschaftet in D. Es gibt auch immer noch Einwohner dort. Auch kleine Unternehmer gibt es noch. Das Licht brennt noch. ---- Also KANN es gar nicht so schlimm sein mit dieser Oeko-Steuer. Das trifft auch auf andere Steuern zu. Obama weiss das. Deshalb will er es ja auch so machen.
 
karin_brenig
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #18
Es wird zur " Energie-Steuer " kommen muessen, will man die Sonnen-und Windkraft unterstuetzen.
Diese Steuer wird aber nicht so dermassen zu spueren sein.
Ich glaube nicht, dass sie Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird.
na ja - *glauben* heißt *nix wissen* - ich hab halt bislang immer nur erlebt, daß Steuererhöhungen (egal in welchem Land, egal bei welcher Konjunktur) unabhängig von dem höher (oder neu) besteuerten Gut die Konjunktur dämpfen.

Höhere Steuern, egal worauf sie erhoben werden, nehmen den Menschen Geld aus der Tasche - und die Einkommen steigen nicht entsprechend.
Heißt: höhere Steuern verursachen praktisch sofort Konsumverzicht beim Endverbraucher.
Wer weniger Geld hat, kann eben nicht mehr soviel kaufen.

Wenn die Menschen generell eh' schon wenig Geld in der Tasche haben - wegen Rezession, Arbeitslosigkeit, angespannter Wirtschaftslage,... kommt es sogar dazu, daß der Konsumverzicht insgesamt größer ist, als die zusätzliche Steuerbelastung.
Die Menschen bekommen *Angst um's Überleben* - und gehen noch viel vorsichtiger mit ihrem Geld um.

Wenn man eine Volkswirtschaft ankurbeln will, dann muß man genau das Gegenteil machen: den Menschen mehr Geld lassen/geben, damit sie es ausgeben können.
Und wenn man bestimmte Produkte fördern will (wie z.B. erneuerbare Energien) dann muß man diese Produkte für den Verbraucher *interessant* machen, indem man Fördermittel (z.B. Steuerentlastungen) für solche Produkte bereitstellt.

Lebenswichtige Produkte (wie Strom, Gas, Benzin) hoch zu besteuern senkt kurzfristig nicht deren Verbrauch, sondern verursacht einen Verzicht auf nicht lebenswichtige Produkte (neue Autos, neue Häuser, Freizeitgestaltung, Reisen) - mit den bereits bekannten Folgen.
 
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Gast14969
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #19
........

Höhere Steuern, egal worauf sie erhoben werden, nehmen den Menschen Geld aus der Tasche - und die Einkommen steigen nicht entsprechend.
Heißt: höhere Steuern verursachen praktisch sofort Konsumverzicht beim Endverbraucher.
Wer weniger Geld hat, kann eben nicht mehr soviel kaufen.

...........
Ich denke, einige werden Dir entgegnen, der Staat würde ja dann die ausgefallenen Ausgaben der Bürger "investitionslenkend" übernehmen. Und der Staat wüßte das schließlich viel besser, wofür das verdiente Geld der Brger sozial gerecht und zukunfstweisend eingesetzt werden sollte. Daher sei das Geld viel besser beim Staat aufgehoben. Denn nur die Starken wollten einen schwachen Staat. Und so Zeug eben .....:blahblah::blahblah::blahblah:

Vo MIR hörst Du das natürlich NICHT!!;)
 
Emmaglamour
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  • Jobsituation in den USA Beitrag #20
Lebenswichtige Produkte (wie Strom, Gas, Benzin) hoch zu besteuern senkt kurzfristig nicht deren Verbrauch, sondern verursacht einen Verzicht auf nicht lebenswichtige Produkte (neue Autos, neue Häuser, Freizeitgestaltung, Reisen) - mit den bereits bekannten Folgen.
Das Beispiel Deutschland, wo Energie hoch besteuert ist, zeigt doch aber, dass das in der Praxis nicht stimmt.

Um nochmal kurz aufs Thema zurückzukommen: In umweltbezogenen Berufen sieht's auch nicht soo schlecht aus, und da liegt sicher einiges an Potenzial.
 
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