Ganz schön neu

    Diskutiere Ganz schön neu im Neue Mitglieder Forum im Bereich Amerika-Forum News; Ein fröhliches "Howdie" an alle USA-Fans und solche die es werden wollen. Ich habe den USA in den vergangenen Jahren mehrere, auch längere Besuche...
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William_H._Bonney
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  • Ganz schön neu Beitrag #1
Ein fröhliches "Howdie" an alle USA-Fans und solche die es werden wollen.

Ich habe den USA in den vergangenen Jahren mehrere, auch längere Besuche abgestattet, meist Urlaubsreisen, aber auch geschäftlich.
Ich liebe dieses Land und seine Bewohner, ja, ganz recht, ich rede von Liebe.
Und wie das nunmal so ist, wenn man etwas besonders gern hat, ärgert mich jede Pauschalisierung und Verunglimpfung die meine "Liebe" betreffen in ganz besonderem Maß.
Leider habe ich auch in diesem Forum bereits die stereotypen Klischees und Vorurteile über den "typischen Amerikaner" und den "american way of life" lesen müßen.
Die zunehmende anti-amerikanische Stimmung in unserem Land bereitet mir ernsthafte Sorgen. In manchen Gesprächsrunden (Chat-Rooms sowieso) muß man schon fast mit Beleidigungen rechnen, wenn man sich als USA-Fan outet.
Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, und davon bin ich überzeugt, wird die Einreise und der Aufenthalt in die USA für uns Deutsche zukünftig immer schwerer und unbequemer.
Die "neue" deutsche Arroganz sich weltpolitisch zum Richter über Gut und Böse aufzuspielen gipfelt in übertriebenen und zum Teil erfundenen Wiederholungen gängiger Klischees, die aus der Propagandakiste eines Dr. Göbbels stammen könnten.

Auf der Suche nach Menschen, die sich ihr Bild von Amerika selbst "erfahren" haben, hoffe ich hier Gleichgesinnte zu treffen.

Is there anybody out there ?
 
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Re: Ganz schön neu
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halbe23
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  • Ganz schön neu Beitrag #2
Hallo,
erstmal willkomen hier im Forum.

Ich möchte hierbei noch kurz was zur "Anti-Amerikanischen" Haltung der Deutschen und auch der restlichen Weltbevölkerung anfügen.

Ich möchte jetzt hier nicht noch eine endlose Diskusssion über den Irak-Krieg beginnen; falsch-richtig, Öl-Massenvernichtungswaffen.
Die "Friedens"-demonstrationen haben nur ein etwas faden Beigeschmack. Wo waren und sind denn die "Friedensaktivisten" jetz um gegen das Blutvergießen im Kongo, in Turkmenistan und in allen möglichen anderen von einer Diktatur gepeinigten Ländern zu demonstrieren?
Es geht hier nicht um Frieden, es geht gegen Amerika.
Die Leute tragen amerikanische Jeans, essen Kaugummi und Fast Food, versuchen oftmals den "American Way of life" zu immitieren. Es gelingt ihn nur leider nicht. Das ist der Neid der besitzlosen
 
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US_Anny
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  • Ganz schön neu Beitrag #3
hey!
willkommen im forum...ja ich kenne diese anschuldigungen,und da redet man noch von toleranz...selbst hier im forum sind schon einige antiamerikanische beiträge aufgetaucht - jedem das seine-...ich denke dass sollten sich auch häufiger mal die menschen denken die schlecht über die usa und seine regierung denken

zu den beiträgen wie " der typische amerikaner" oder "the american way of life" ist folgendes zu sagen:

ich kenne auch ziemlich viele,mein freund ist amerikaner,meine besten freunde gehören dazu...dennoch hat jedes land und seine bewohner ein typisches bild von einem anderen land bzw bewohner...

eben deswegen ist der thread " der typische amerikaner" entstanden um über diese urteile zu reden...

trotz der "missverständnisse" wünsch ich dir natürlich viel spass im forum und ich denke mal alle freuen sich über deine beiträge.

wo warst du denn schon überall in den usa?

liebe grüße

[smiley=09]ann [smiley=09]

ps:an alle die es noch nicht wissen,mein emailaccount ShimmyShimmyYa@gmx.net und ShimmyShimmyYa@army.com wurden mit meinem passwort gesperrt,da sich ein mensch einen lustigen scherz erlauben wollte [smiley=03]...falls mir jemand schreiben möchte wieder an die alte..danke
 
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William_H._Bonney
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  • Ganz schön neu Beitrag #4
Ich habe gestern schon mal angefangen einige Fotos meiner USA-Reisen in der Fotogalerie zu posten. Fotografie ist eines meiner Haupt-Hobbies (ich hoffe man sieht das).
Mein allererster USA-Urlaub hat mich nach Florida geführt, typisch übrigens für viele Deutsche, erstmal Strand, Sonne und Disneyworld zu testen. Das war der Virus der mich (und meine Frau) infizierte. Der nächste Urlaub war dann gleich eine 6 wöchige Rundreise mit dem Wohnmobil durch den Westen, von Denver nach San Francisco und zurück, all die großen und kleinen Nationalparks. Dann nochmal 6 Wochen, diesmal mit Allradfahrzeug, überwiegend Südwesten, Phoenix bis Los Angeles, übernachtet in Motels. Letztes Jahr New York, Manhattan, bei einem Bekannten gewohnt (Appartment in der 47ten Straße, also mittendrin). Pittsburgh (halb-geschäftlich) und noch ein paar Tage Pennsylvania und New Jersey drangehängt (Mietauto).
Der nächste Urlaub wahrscheinlich 2004 und dann wieder Wohnmobil, mindestens 6 Wochen und wahrscheinlich wieder Westen.
Meine Einstellung und übrigens auch die meiner Frau und Kinder - lieber zwei Jahre keinen Urlaub und gespart für 6 Wochen USA, als jedes Jahr zwei Wochen Teutonengrill.

Ich habe vor ein paar Beiträge hier zu posten, mit Fotos, ein paar Eindrücke und Erlebnisse von unseren Reisen.
Bis dann

William_H._Bonney
"You are not a god" - "Pull the trigger and find out"
 
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Christian
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  • Ganz schön neu Beitrag #5
Hallo William_H._Bonney

Herzlich Willkommen im Forum und vielen Dank für die Fotos [smiley=04]
(man merkt, daß Du Freude am fotographieren hast ;))

Was Dein erstes Posting über die politische Weltlage angeht, bin ich teilweise gegenteiliger Meinung und lehne manches sogar strikt ab. Ich möchte das auch kurz begründen, allerdings bitte keine endlose Diskussion dazu lostreten, weil mir ehrlichweise momentan die Zeit dazu fehlt ...

Du hast auch meiner Meinung nach recht, daß eine antiamerikanischen Stimmung eine große Gefahr darstellt und sei es allein aus dem Grund, daß Antiamerikanismus eine Pauschalisierung ist und solche Menschen niemals gerecht werden. Wie weit jemand in der Begeisterung für ein Land geht, bleibt jedem selbst überlassen und wenn sich diese bis zur "Liebe" entwickelt, kann ich das respektieren.

Was die "neue deutsche Arroganz" betrifft bin ich allerdings gegenteiliger Meinung. Deutschland, bzw. eigentlich die deutsche Regierung hat eine klare Position/Meinung/Haltung eingenommen. Diese Meinung, was den Krieg im Irak betrifft, ist jener der USA entgegengesetzt. Das muß in demokratischen Verhältnissen zulässig sein und es ist allein in sofern schon gut, daß wirklich konstruktive Gedanken erst dann entstehen, wenn gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen und beide Seiten Engagement zeigen, das beste daraus zu folgern! An diesem Engagement liese sich meiner Meinung nach vor allem in Form des gegenseitigen Umgangs miteinander Kritik üben ... Daß Deutschland sich zum neuen weltpolitischen Richter über Gut und Böse abstempeln ließe, könnte man genauso auf Amerika übertragen. Keins trifft meiner Meinung nach jedoch zu. Es ist statt dessen so, daß beide Seiten eine klare Position eingenommen haben und zu dieser stehen. Der wirklich positive Fortschritt aus dieser Situation kann allerdings erst aus dem konstruktiven Dialog hervorgehen. Und das sollte nun das Ziel beider Seiten sein! Anschuldigungen helfen keinem weiter.

Deinen Vergleich mit der "Propagandakiste eines Dr. Göbbels" lehne ich strickt ab. Was zu Zeiten des 3. Reiches von gewissen Menschen getan wurde ist Unmenschlichkeit in seiner äußersten Form. Nichts, aber auch gar nichts von dem, was im Vorfeld des Krieges im Irak vorgefallen ist, würde einen solchen Vergleich auch nur annähernd rechtfertigen. Persönlich empfinde ich solche Aussagen als beleidigend und noch viel schlimmer, sie bringen konstruktiv rein gar nichts, es sind dagegen haltlose Anschuldigungen, die lediglich zu einer Vertiefung der Spaltung von Menschen unterschiedlicher Meinung beitragen, genau das, was Du eigentlich mit Deiner Antiamerikanischen Stimmung richtigerweise kritisiert hast.

In diesem Sinne auf konstruktives Verständnis hoffend
Gruß, Christian
 
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William_H._Bonney
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  • Ganz schön neu Beitrag #6
Hallo Christian,

ich glaube nicht, daß sich unsere Meinungen soweit auseinander befinden.
Die "neue deutsche Arroganz" und der Vergleich mit "Dr. Göbbels Propagandamitteln" bezog sich nicht auf die offizielle Haltung unserer derzeitigen Regierung, vielleicht wurde ich da missverstanden. Er bezog sich auch nicht auf die unmittelbaren Reaktionen und Stimmungen vor, während und nach des Irak-Krieges.

Ich meine damit ganz klar die deutschen Medien. Sei es nun die opportunistische Schreibe vieler Tagesblätter und Zeitschriften, aber auch die "Berichterstattung" einiger TV-Sender.
Hier wird ganz eindeutig und gezielt ein anti-amerikanistisches Meinungsbild geformt, verstärkt und subjektiv vermittelt. Und das mit den Mitteln der Polemik und Propaganda. Wenn Dir der Vergleich mit dem 3.Reich nicht gefällt, ist das natürlich Dein gutes Recht, er muß aber in einer Demokratie zulässig sein.
Die Struktur der Propaganda ist dabei ganz einfach.
1. Aufgreifen eines bestehenden Klischees oder einer bestehenden Tatsache.
2. Verstärken des Klischees durch Hinzufügen von "erfundenen" oder überzogenen Beispielen.
3. Stetige Wiederholung der Aussage in kurzen Zeitabständen um die "Botschaft" in den Köpfen zu verankern.

Das funktioniert und zwar hervorragend.
Umso besser, da in Deutschland schon seit eben dieser Zeit zwischen 33 und 45, ein latent vorhandener Antiamerikanismus schlummert. Diesen können die Medien heute mit relativ einfachen Mitteln wieder erwecken und verstärken.
Daß das Ganze noch unter dem Mäntelchen der Freiheit der Publizistik und dem Recht des Bürgers auf Information geschieht, macht die Sache nicht besser.

Und mal ehrlich, die Masse unseres Volkes merkt nicht mal, was ihnen da untergeschoben wird. Den Medien hierzulande wird blind vertraut und geglaubt, da Wahrheit und Fiktion geschickt miteinander verknüpft werden.

Unabhängig von meiner persönlichen Einstellung zu den USA, möchte ich hier nur kurz auf die absolut gegensätzliche Berichterstattung der Medien bei anderen außenpolitischen Ereignissen eingehen.
Über den Krieg in Tschetschenien wurde zwar kurz berichtet, als aber das Treffen mit Schröder und Putin stattfand und die offizielle Einstellung unserer Politik durchaus pro-russisch war, wurde die Berichterstattung gänzlich eingestellt. Merkwürdig, kommen doch dort in Grosny und andernorts auch (und immer noch) unschuldige Zivilisten ums Leben. Putin's Begründung (Kampf gegen den Terrorismus) ist übrigens die gleiche wie bei Bush.
Interessant sind auch die neuen freundschaftlichen Bande zu China ( massenhaft Aufträge für die deutsche Wirtschaft, damit sich die Großkonzerne noch weiter die Geldsäcke füllen können) einem Land, in dem immer noch die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
Nicht zu vergessen wäre da noch Frankreich, unser Nachbar und (seit Kohl) ein "liebevoller" Freund. Das es der "Grande Nation" nur um wirtschaftliche und politische Dominanz in Europa geht, weiß man zwar, wird aber gerne heruntergespielt.
Das sind also unsere neuen "Verbündeten".
Hurra, Deutschland.
 
Mike
Mike
Amerika Kenner
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  • Ganz schön neu Beitrag #7
hi Billy

ich lass' mal den "politischen" Teil Deiner Beiträge weg (ich überlasse das lieber anderen und freue mich an den vergangenen bzw zukünftigen Highlights meiner/unserer USA Reisen) und befasse mich lieber mit Deiner "Liebe"; du weisst doch: "the first love is the deepest" oder so ähnlich [smiley=09]
uns (Frau, Kizz und mir) ging's genau gleich, sind völlig Nordamerica infiziert, was man z.T. auch unserer Einrichtung in unserem Haus merkt: grosse Stars'n'stripes in Spielzimmer, Cowboy und Indianer statt Gartenzwerge, Cowboy boots, Westernsattel, six-shooter mit Gürtel, Winchester, Stetsons, Chaps.. im Wohnzimmer (@Chris: sorry, das haben wir Dir gar nicht gezeigt, Zeit war auch ein bisschen kurz, maybe next time).

hast wirklich tolle pictures gemacht und bin völlig Deiner Meinung: lieber nur alle 2 - 3 Jahre Urlaub, dann aber richtig; letztes Jahr waren wir 5 Wochen in USA und BC,
nächstes Jahr gibt's leider "nur" 3 Wochen Ranchferien.

Früher hat's leider immer nur für 2 - 3 Wochen gereicht;
vor allem der Westen und der Nordwesten der USA sowie BC in Canada sind fast zu unserer 2. Heimat geworden......

LA, San Fran, Las Vegas, Seattle, Vancouver, Bryce Canyon, Yosemite, Monument Valley, Grand Canyon, Yellowstone, Grand Teton, Glacier NP, Arches waren einige unserer Stationen

c u

Pat Garrett

;)

alias Mike
 
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William_H._Bonney
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  • Ganz schön neu Beitrag #8
Hi Pat (akas Mike) ::),

das hört sich nach einem Gleichgesinnten an [smiley=09].

Bis auf Seattle und Vancouver gleich. Waren wir auch schon überall (zum Teil auch mehrmals).
Unbedingt noch zu empfehlen, wenn man sich für amerikanische Geschichte interessiert, sind die sogenannten "National Historic Sites", Little Big Horn in Montana ist unbedingt einen Abstecher wert (mal abgesehen von der phantastischen Prärielandschaft). Auch das Buffalo Bill Museum in Cody, Wyoming sollte man sich genau ansehen. Viele Exponate der indianischen Geschichte, der Pioniere und eine einzigartige Waffensammlung. Cody ist außerdem ein hübsches, altes Westernstädtchen mit vielen Shops zum Stöbern nd nicht ganz so "verkitscht" und kommerzialisiert wie Tombstone, Arizona.
Ich war natürlich auch im alten Fort Sumner, New Mexiko, um das Grab des richtigen William. H. Bonney zu besuchen, es steht wirklich "Pals" drauf.
Bei uns zuhause sieht's ähnlich aus, Navajo-Sandbilder, indianische Skulpturen und Kunst, Dreamcatcher im Schlafzimmer und überall die "Stars & Stripes".
In jedem Urlaub wird auch immer ein leerer Koffer mitgenommen um die ganzen Mitbringsel zu transportieren und trotzdem kaufen wir dann noch einen weiteren Koffer oder Reisetasche.
Jeans kaufe ich sowieso nur drüben und Cowboystiefel auch, müssen dann halt zwei Jahren halten.

Ranchurlaub ist furchtbar teuer, würde mir aber auch mal gefallen. Ansonsten bin ich aber lieber mobil.

Erstmal bis dann, werde vielleicht nachher noch ein paar Bilder reinstellen.

Billy
 
Mike
Mike
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  • Ganz schön neu Beitrag #9
howdy Billy

bin nochmals here :)

Custers Last Stand haben wir (natürlich) auch gesehen, in Cody waren wir sowohl in Buffalo Bill Historic Museum als auch auf der Bill Cody Ranch (Ur- Ur- Ur-Enkelin von Buffalo Bill), des weiteren National Bison Range und in
Browning bei Blackfeet und pow-wow, dort haben meine boys auch hand-made dreamcatchers gekauft; boots, buckles etc kaufe ich sowieso in USA (siehe auch im USA-Reise-Forum mit 180 PS durch die Rockies und im Canada Forum ...und mit 1 PS in BC).

Teure Ranchferien gibt's vor allem in den USA, in BC gibt's aber eine Ranch, die ist (relativ) günstig, CAD 100.-- / Tag für Erwachsene, full board, incl. individuelles Reiten as much as u want

http://www.redwillowranch.com/

ein paar pictures von meiner family unter new ==> newsletter 2002 und unter stories ==> Mike 2002


that's 4 the moment

c u

Mike

PS: ich bin anscheinend der Einzige, der Dich
(William) durchschaut hat ;)
 
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Christian
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  • Ganz schön neu Beitrag #10
Hallo

@Mike ... Kompliment! Die Schweizer scheinen wirklich die besseren "Durchschauer" zu sein. Vielleicht habt ihr deswegen ja die Löcher im Käse? (um das Durchschauen zu üben ;)). Das Zimmer möcht ich sehr gerne mal sehen. Noch ein Grund irgendwann wieder vorbei zu kommen. Grüß mir die beiden Cowboys und das Cowgirl.

@William. Entschuldige, daß ich Dich etwas mißverstanden habe. Dennoch möchte ich wieder etwas kritisches anmerken. Daß meinungsprägende Medien wirklich objektiv und umfassend berichten ist vielleicht deren ursprünglich theoretischer Sinn und Zweck, aber in der Realität einfach nicht gänzlich umzusetzten. Dieses Phänomen tritt allerdings nicht nur in Deutschland zu Tage, Amerika ist in der Hinsicht meiner Meinung nach keinen Deut besser.

Meinungsbildung ist für mich nicht, alles mir von den Medien vorgelegte ohne kritische Betrachtung eins zu eins zu übernehmen. Meinungsbildung beinhaltet immer auch das Hinterfragen der vorgelegten Informationen. Wenn ein großer Teil der Deutschen Bevölkerung den Medien wie Du schreibst "blind vertraut" ist das meiner Meinung nach eher ein Problem und Kritikpunkt an den Menschen, als an den Medien.

Was den seit 45 "latent vorhandener Antiamerikanismus" betrifft kann man unterschiedlicher Ansicht sein. Ich denke nicht, daß es einen ausgeprägten solchen gibt, hätten wir sonst soviel vom amerikanischen Vorbild übernommen?

Tschetschenien und China halte ich für sehr gelungene Beispiele. Die betreffen allerdings nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt. Amerikanische Firmen (als Beispiel) und damit auch die amerikansiche Politik haben genauso Interesse am chinesischen Absatzmarkt und am russischen Vorgehen in Tschetschenien kommt von amerikansicher Seite genausowenig Kritik, ...

Frankreich als "unseren Verbündeten" zu betrachten, sehe ich wiederum kritisch. Den Begriff "Freund" halte ich für sehr viel gerechtfertigter. Verbündete können sich doch schneller als man denkt gegen einen wenden; Freunde dagegen nicht und ich denke, daß das Ziel der Lehren aus der Vergangenheit sein sollte.

Gruß und schönen Feiertag [smiley=09]
Christian
 
Utah
Utah
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  • Ganz schön neu Beitrag #11
Hi William !
Du bist nicht allein...! [smiley=04]
 
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William_H._Bonney
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  • Ganz schön neu Beitrag #12
Nun, ich bin der Meinung, die Medien in diesem Lande haben zuviel Freiheiten und zuwenig Verantwortung.
Die heutige Situation resultiert natürlich unmittelbar aus unserer Vergangenheit. Pressefreiheit und Verbot der Zensur, wie im Grundgesetz verankert, waren Gedanken und Mittel der Gründerväter unserer Republik, die verhindern sollten, daß die Medien als Organ der politischen Machthaber fungieren. Dies hat auch seinen Sinn und hat auch gut funktioniert. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der eine Nachrichtensendung noch ausschließlich Nachrichten verbreitet hat, politische Magazine die Politiker mit Respekt behandelt haben (verdient oder unverdient, egal) und die Privatspähre von Stars und Sternchen weitgehend unangetastet blieb.
Diese "Unschuld" haben wir irgendwann verloren und die heutige Berichterstattung dient nur noch der Befriedigung von Sensationshunger und Skandalen.
Sicher ist das in den USA nicht besser, das habe ich auch nicht behauptet. Aber wir waren mal sehr stolz auf unsere Fernsehsender und Printmedien, weil sie eben nicht so "amerikanisch" berichtet haben. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, wer die objektiveren Medien hat.
Wir beide sind offensichtlich Menschen, die Informationen nicht blind aufnehmen, sondern uns unsere Meinung aus verschiedenen Quellen bilden, kritisch hinterfragen und auch mal an etwas zweifeln. Das ist gut so. Ich glaube aber, das die Masse unseres Volkes das nicht tut.
Daraus ließe sich natürlich eine grundsätzliche Frage ableiten, ob der mündige Bürger politisch überhaupt erwünscht ist. Ich meine - Nein. Den Politikern ist es doch lieber eine manipulierbare, gutgläubige Wählermasse zu haben, als den kritischen und intellektuell gebildeten Einzelwähler. Letzterer ist nämlich nicht berechenbar.
Umgesetzt auf die Massenmedien trifft ähnliches zu. Panem et Circenses !
Gebt den Jungen Parties, Schumacher und Big Brother. Gebt den Alten Karl Moik, Barbara Salesch und das Wort zum Sonntag. Damit dürften 95 % der Masse zufrieden sein. Der unkritische Geist frei für Manipulationen.
Was unterscheidet uns von den Menschen vor 2000 Jahren ? Handys, Kühlschränke und Farbfernsehen ? Nimm ihnen den technischen Wohlstand weg und Du hast den Plebs des alten Roms.
Die Menschheit hat nichts dazugelernt. Evolutionsbedingt ist der Mensch ein Herdentier, der sich in der anonymen Masse wohlfühlt, da er dort Schutz und Geborgenheit findet. Dominiert von einzelnen Exemplaren, die wiederum ihren Rückhalt in der Masse finden.
Sorry für mein negatives Bild vom Individuum Mensch. Ausnahmen gibt es glücklicherweise.
Aber um Euch ein kleines Beispiel zu geben. Besucht doch mal die Seite www.games.de , klickt Euch durch bis zum Forum, geht dort auf "Aktuelle Themen" (oder so ähnlich, etwa in der Mitte der Seite) und sucht den Thread zum Irak-Krieg (5 Seiten). Mal davon abgesehen, daß ich Probleme hatte aus der Ansammlung von Rechtschreibfehlern noch einen Sinn ableiten zu können und abgesehen von der unfreiwilligen Komik dieser Gruppe, ist es doch typisch für den Geisteszustand der heranwachsenden Bevölkerung. Armes Deutschland.

"Wenn ich sterben muß, möchte ich so sterben wie mein Opa. Schlafend, mit geschlossenen Augen und nicht schreiend mit aufgerissenen Augen wie sein Beifahrer" ;D

William H. Bonney
 
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Andre
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  • Ganz schön neu Beitrag #13
Guter Beitrag! Mein aufrichtiger Respekt.
 
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