Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten

    Diskutiere Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten im Reiseberichte USA Forum im Bereich USA Reisen; Hallo, bevor ich mit dem Reisebericht beginne, wollte ich euch einige Infos zu unserer Reise geben. Wir waren das erste Mal mit dem WoMo unterwegs...
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #1
Hallo,

bevor ich mit dem Reisebericht beginne, wollte ich euch einige Infos zu unserer Reise geben.

Wir waren das erste Mal mit dem WoMo unterwegs. Mein Mann und ich waren zuvor schon 5 Mal ohne Kinder in USA. Unsere beiden Jungs waren zu der Zeit 8 und 9 Jahre alt und ziemlich abenteuerwütig. Die Reise sollte kein Hetzen von Punkt zu Punkt werden, sondern etwas weniger bei mehr Erholung.

Wir hatten wohl eine Vorstellung was wir sehen und erleben wollten, aber spontan wurde doch einiges gestrichen oder hinzugefügt.

Geplant war: Las Vegas – San Diego – Grand Canyon – The Wave - Monument Valley –Moab/ Arches – Goblin Valley - Bryce – Zion – Valley of Fire

Gedauert hat die Tour knapp 3,5 Wochen.

Was daraus geworden ist – schaut selbst!

Wir wollten einen Spaßurlaub mit wenig Stress uns vielen Eindrücken. Und das hatten wir auch!

Viel Spaß beim Lesen!
Susanne


P.S. Unser Bericht hat wenige Bilder, da wir daas Fotografieren "hobbymäßig" machen und hier im Forum schon so tolle Bilder zu den einzelnen Sights zu finden sind.
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #2
Las Vegas

2. August
Frankfurt – Las Vegas (9000 km)
Hotel: Mandalay Bay

Um 5.00h Abholung und Fahrt nach Frankfurt. Für unsere Verhältnisse mit ziemlich wenig Gepäck ;-) Flug DE7082 von Frankfurt nach Las Vegas.

Alle, einschließlich der (noch) flugunerfahrenen Jungs sind aufgeregt. Aber der erste Flug für die Jungs lässt genug Zeit, rumzualbern und das Flugzeug zu erkunden.

Nach 9000km in einer Höhe von 9500m mit einer Geschwindigkeit von 950km/h und das in 11h sind wir da – Las Vegas!!!!!

Boa ist das heiß! Aber beim Warten und Warten und Warten auf den Mietwagen, gewöhnen wir uns schon dran.

Und dann heißt es auf zum Mandalay Bay - unser Luxushotel.

Ganz schnell merken wir, das sieht gut aus, aber... Unsere Meinung ist schnell gefällt: „Ein Bahnhof, ein ar­ro­gan­ter Verein“. Leider blieb dieser Eindruck bei unseren Aufenthalten im Hotel. Es ist riesig, die Wege unendlich lange, für Kinder völlig ungeeignet, da man ständig durch die Spielhalle laufen muss und dort bei jedem Stehenbleiben sofort aufgefordert wird – eher weniger freundlich – weiter­zu­gehen. Der Weg vom Aufzug zum Parkhaus dauert locker 15 Minuten, mit Gepäck und zwei Kindern kaum ohne Stopp zu machen L

Die Poollandschaft war eigentlich auch ganz toll, sie war ja der Grund, weshalb wir das Hotel gewählt haben. Aber nicht für Kinder unter 48“ gedacht. Unser Jüngster hatte 48,5“ was bedeutet, dass er ständig von irgend­jemand aus dem Wasser geholt wurde und zum Messen geschickt wurde. Auch war es für die Lifeguards dort nicht vorstellbar, dass Kinder kein Englisch verstehen. Im Wellenbad waren immer mindestens 7 Lifeguards mit Trillerpfeifen unter­wegs, die die Menschen immer sehr unfreundlich ins Tiefe geschickt haben – Kinder, die sich erst mal ins Tiefe vorarbeiten mussten – nicht vorgesehen. Und ständig im ganzen Bad der Triller­pfeifen­lärm.

Die Hotelbahn, die uns entlang des Strips fahren sollte, war leider kaputt und es wurde auch kein entsprechender Ersatz angeboten. So haben wir unsere ersten langen Wanderungen in USA gemacht – durch die Hotels, über den Strip bis zum Hotel – die Hitze, na ja, wir haben uns noch nicht wirklich dran gewöhnt – kommt bestimmt noch.

Die Jungs haben im Hotel aber ihr erstes USA Highlight erlebt - eine EISWÜRFELMASCHINE!!!! Und die musste während unseres Aufenthalts wirklich viel arbeitenJ
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #3
Las Vegas - San Diego

3.August
Las Vegas – San Diego (533 km)
Hotel: Best Western Blue Sea
Trotz erheblichem Jetlag schleifen wir wieder unser Gepäck durchs Hotel zum Auto und starten mit unserem Trip nach San Diego. Ursprünglich war ein Besuch dort gar nicht geplant, aber wegen Flugbuchungsproblemen haben wir ihn spontan eingebaut.
Ein Besuch der Calico Geisterstadt war eine tolle Abwechslung. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier die alte Zeit nachgestellt. Es gibt sogar eine Eisenbahn, die rund um die Stadt und die Minen fährt und man noch vieles erfahren kann.
Eine total anstrengende Fahrt nach San Diego, aber dann werden wir belohnt. Unser Hotel Best Western Blue Sea ist direkt am Strand. Vom Poolbereich direkt an den Strand und in die Wellenbrecher. Die Jungs waren nicht mehr rauszubekommen. Für die beiden ist es schon jetzt einer der Höhepunkte der Reise! Und für mich, der Ausblick vom Hotel und der Sonnenuntergang.
_________________________________________

so, jetzt merke ich auch, selbst wenn ich wollte, könnte ich hier keine Bilder einstellen. Werde mich da wohl erst schlaulesen müssen....
 
A
anna-lena2512
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #4
Toller Reisebericht!:) Freue mich schon darauf wie es weiter geht....;)
 
Richie
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #5
Hallo Susanne,

schön, dass Du Dich entschlossen hast hier einen Reisebericht zu schreiben. Freue mich schon auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Richie
 
kat28051984
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #6
oh, da bin ich auch schon gespannt, wie es weitergeht :)
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #7
4. August
San Diego – Sea World

Heute steht Sea World auf dem Programm. Das Negative vorneweg – die Killerwale hatten keine Lust bei der Show mitzumachen, deshalb fiel die Show einfach aus L Aber der Rest war umwerfend.

Eine super Mischung aus Tieren, Spaß und Abenteuer. Eisbären, Pinguine, Wasserachterbahn (sogar ich bin mitgefahren – boa war mir übel!!! Wer mich kennt, weiss, dass das eigentlich gar nicht mein Ding ist), Hubschraubersimulation, Delfinshow … ein gigan­ti­scher Tag, der natürlich in den Wellenbrechern des Pazifiks ausklang. Mit Mühe konnten wir die Jungs noch zu einem Gang in ein Strandlokal überreden - Eine tolle Stadt mit einem tollen Flair. Leider haben wir zuwenig davon gesehen ...

Langsam gewöhnen wir uns auch an die Hitze! Irgendwie gehört sie schon zu uns, genau wie die Wasserflaschen. Nächstes Mal setzten wir uns bei der Delfinshow im Hochsommer aber in die erste Reihe:smile:
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #8
5. August
San Diego – Las Vegas (530 km)
Hotel Mandalay Bay

Wie es sich für die lockere Stimmung in San Diego gehört haben wir unser Frühstück auf der Strand­mauer gegessen. Die Kaffekanne, eine Tüte mit Muffins und eine Flasche Milch, alles haben wir mitgenommen und im Sitzen auf der Strandmauer mit Blick aufs Meer genossen. :cool: Es ist uns so schwer gefallen, diese tolle Stadt zu verlassen. Schön wäre es ge­wesen, viel mehr Zeit hier verbringen zu können – das nächste Mal – ganz bestimmt!


Zurück in Las Vegas schleppten wir wieder das Gepäck durchs Hotel, planschten eine Runde im Trillerpfeifenpool und erforschten den Strip. Ganz schön aufregend, für Große und Kleine ;)

Ein Highlight für die Jungs: im M&M Store lernen die rennbegeisterten Jungs gleich die Nascar Serie kennen. Hockenheimring und Formel 1 waren vergessen. Das richtig echte M&M Nascar Auto war ausgestellt und natürlich lassen es sich die beiden nicht nehmen fotografiert zu werden. Das Auto wird uns noch lange verfolgen J Sowie die zugehörigen T-Shirts, Tassen, Slotcars etc…..


Langsam wuchs die Aufregung. Morgen sollten wir unser Wohnmobil beommen....
 
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Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #9
6. August
Las Vegas – Lake Mead (50 km)
Lake Mead RV Village: freundlich – sauber - nett zu Campinganfängern ;-)

Heute ist es soweit, wir bekommen unser Wohnmobil. Wir werden direkt vom Hotel abgeholt und zu Cruise America gebracht. Ein kurzer Anruf genügte, denn eigentlich hatten wir einen Shuttle von einem ganz anderen Hotel gebucht. Aber kein Problem! Ein etwas ungutes Gefühl, wir hatten so viel Negatives über diesen Vermieter ge­hört – aber so viel Freundlichkeit und Service hatten wir nicht erwartet. Sogar meine 75-Punkte-Über­gabecheckliste konnte keinen Grund zur Beanstandung finden und wurde geduldig mit uns zusammen abgearbeitet. Vorweg genommen:
Auf der ganzen Reise hatten wir überhaupt gar keine Probleme mit dem Wohnmobil!!

Und dann ging es Schlag auf Schlag:

der erste Großeinkauf bei Walmart … gigantisch, da freut sich das Frauenherz!! Und endlich wieder die leckeren Steaks, die tolle Schokolade, die Gurken im Kühlreal, .... Hier haben wir mit unser wichtigstes Utensil für die nächsten Wochen gekauft - nein nicht der Ipod, nein ein kleiner Kugelgrill, der uns ab sofort fast immer mit dem Abendessen versorgte ;) Wir hatten von Zuhause alte Bettwäsche mit und kauften hier nur noch für jeden ein günstiges Kopfkissen.

Das erste Mal Camping ... ein Kurzbesuch auf dem Campingplatz, erstes Mal anmelden, Stellplatz anschauen, Anschlüsse anschauen und Gegenstück am WoMo finden - war gar kein Problem. Stolz gab es die erste Mikrowellenpizza!

Und dann ein Vorgeschmack auf unser zukünftiges WoMo Leben: mit dem Wohnmobil sind wir direkt an den Strand des Lake Mead gefahren – vom Auto ins Wasser … irre ...

Abends wurde gegrillt und eingeräumt. Die Männer haben den Grill aufgebaut und Feuer angeworfen und ich habe die Taschen ausgeräumt und verstaut. Ganz erstaunlich war, dass nachdem alles wegepackt war noch immer viel Stauraum übrig war. Hätte ich nicht so vermutet. Und dann kam es, das Riesensteak - direkt vom Grill - es wird nicht das letzte sein!
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #10
7. August
Lake Mead – Hoover Dam – Route 66 – Williams (335 km)
Camping: KOA Pines in Williams

Heute geht es über den Hoover Dam nach Williams. Der Hoover Dam ist ein gigantisches Bauwerk, eingeprägt hat sich uns hier aber die Sicherheitskontrolle. Mit welcher Selbstverständlichkeit Sicher­heitsbeamte in unser Wohnmobil marschieren, Türen aufmachen, in Schränke sehen und einen richtigen Kommandoton dabei haben. Etwas, das uns durch den Urlaub begleitet, das „Sicher­heits­bedürfnis“ der Amerikaner mit Sicherheitsbeamten an jeder Ecke und jeder Einrichtung. Immerhin haben wir so zwei neue Klappen am WoMo kennengelernt.:smile:

Ein kurzer Spaziergang über den Damm endete fast in einem Drama. Der Hut des Jüngsten flog weg und landete tief unten hinter der Absperrung, kein Drankommen :confused: Irgendwann fasste er sich, wir verabschiedeten uns vom Hut und gingen weiter. Ab sofort sang er ständig: „Mein Hut ist davon geflogen, mein Hut ist davon geflogen ….“ Stundenlang – auch in den nächsten Wochen!

Die Route 66 von Kingman bis Seligman war interessant, besonders da wir rechts und links der Straße viele kleinere Tornados gesehen haben. Schon ein mulmiges Gefühl. Am interessantesten fand ich dann Seligman. Nachträglich würde ich von LV bis Seligman über die Interstate 40 fahren, nicht mehr die Schleife über Peach Springs. Uns hat der Umweg nicht so richtig beeindruckt. Seligman ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Das ist eine tolle kleine Stadt wo es bei einem Spaziergang viel zu entdecken gibt. Die Jungs waren kaum mehr wegzubekommen. Erschwerend kam hinzu, dass es dort alle möglichen Arten von Autos gibt und die muss man alle fotografieren ;)

Der KOA Campground in Williams war sehr schön. Nett gelegen, der Pool nicht wirklich gigantisch, aber genug Freiraum und Spielmöglichkeiten für die Jungs. Es gab witzige Bikes für die Jungs. Stundenlang sind sie im Kreis gefahren und Klaus und ich genossen unseren Tratsch mit der Vermieterin. Leider war die Nacht a…kalt und wir haben die Heizung im Wohnmobil nicht anbekommen – nicht weil sie kaputt war, sondern wir zu doof dafür :confused: Also haben wir alles angezogen was möglich war und uns zu viert ins Bett gelegt - eine aufregende Nacht…. Dafür gab es nette Gespräche am nächsten Morgen mit den anderen Campgroundgästen, die sich im Shop bei einem warmen Kaffee aufwärmten.

Als erstes haben wir einen Walmart o.ä. angefahren und wollten eine Decke für jeden kaufen. War nicht so einfach, da wir keine Lust hatten, ein kleines Vermögen dafür auszugeben. Letztendlich gab es für jeden aus der Stoffabteilung ein 2x2m Fleece. Für die Jungs mit Baseball, Football o.ä. Aufdrucken. Immer noch der Renner bei Übernachtungen der Jungs. Eine günstige und nette Möglichkeit der Kälte zu trotzen (die wir den Rest der Reise eher herbeigesehnt haben :rolleyes:)
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #11
8. August
Williams - Meteor Crater – Grand Canyon (332 km)
Camping: Grand Canyon Trailer Village

Heute war Aufbruch zum Grand Canyon. Wir waren gespannt was uns erwarten würde. Überall als Highlight gepriesen – wird er es rechtfertigen?

Erst mal wollten die Jungs einen echten Meteoritenkrater sehen, also ein Umweg über den Meteor Crater. Eigentlich schaut man ja nur in ein riesiges Loch mitten im Nichts, aber das Wissen, wie es entstanden ist, ist schon recht beeindruckend. Und das Visitor Center bot interessante Infos dazu an. Ein Film war rechst spannend. Es war ein kurzweiliger Umweg.

Der restliche Weg zum Grand Canyon war aufregend, denn rechts, links, vor und hinter uns gab es kleinere und größere Waldbrände, Rauchwolken in jede Richtung! „Beruhigend“ war ein Display am Straßenrand, dass die Wald­brände schon „gemeldet seien“ … na ja für uns Waldbrandanfänger dann doch etwas komisch.


Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir am Mather Point angekommen. Ich schaute aus dem Seitenfenster und schrie nur noch: „Stell das Auto irgendwo ab!!!!“. Wir setzten uns auf die Felsen am Rim und genossen. Es war unglaublich, das schönste, was wir gesehen hatten, der unglaubliche Canyon und dazu ein Sonnenuntergang der Spitzenklasse. Ja, der Garand Canyon hat sich jetzt schon gelohnt – er ist besser als alles was wir darüber gelesen hatten.
 
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #12
P.S. Unser Bericht hat wenige Bilder, da wir daas Fotografieren "hobbymäßig" machen und hier im Forum schon so tolle Bilder zu den einzelnen Sights zu finden sind.
Och finde ich aber schade. Erstens fotografieren wir eigentlich alle nur hobbymässig und jeder hat seine persönliche "Note" beim fotografieren.
Deshalb freue ich mich immer wieder auf die Bilder anderer Reisender.

Viele Grüße
Richie
 
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #13
Nur keine falsche Scheu...stell ruhig Deine Bilder rein wenn Du magst.

Nicht alles muss perfekt bzw. mit Photoshop bearbeitet sein...
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #14
9. August
Grand Canyon
Camping: Grand Canyon Trailer Village

Immer noch schwer beeindruckt vom Grand Canyon ging es heute in den Canyon hinunter, zumin­dest ein kurzes Stück. Wir wanderten den Bright Angle Trail hinab bis zur ersten Hütte. Tatsächlich überholten wir nach 30 Minuten ein total erschöpften Wanderer, mit ausgetretenen Latschen und der Frage ob wir wüssten, wie lange es noch bis nach unten sei, sein Bus würde in 2 Stunden weiter­fahren und er möchte doch schnell zum Fluss … ohne Worte … er ist dann umgedreht und nach oben geschnauft. Wir dachten, solche Deppen gäbe es nicht wirklich.

Danach ging es weiter den West Rim Trail entlang. Eine Vielzahl von super Blicken in den Canyon hinein. Nach vielen Stunden und Schritten haben wir einen Shuttle zurück genommen.

Total müde aber trotzdem schwer beeindruckt haben wir zur Freude der Jungs abends ein Lagerfeuer gemacht und Marshmallows gegrillt. Ein unvergesslicher Tag voller Highlights!
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #15
10. August
Grand Canyon – Page / Lake Powell (221 km)
Camping: Waweap RV Camsites

Schweren Herzens mussten wir uns vom Grand Canyon verabschieden. Wir wählten den Weg über den East Rim Drive. Ein wehleidiger Blick zurück am Dessert View und dann machten wir uns auf den Weg zur Paria Ranger Station – die Aufregung steigt – für morgen haben wir den Permit für die Wave… Auf der Fahrt haben wir beeindruckende Felsformationen gesehen. Immer wieder ändernd und erstaunlich.

Trotz diverser Berechnungen und Diskussionen über die Zeitzonen, hatte die Ranger Station schon geschlossen als wir ankamen. Egal, die Unterlagen, die wir zusammen mit dem Permit bekommen hatten und die vielen Infos im Internet gaben uns Sicherheit.

Also zurück zum Campingplatz und zum Schwimmen in den Lake Powell. Ein gemütlicher Abend, natürlich mit BBQ, lässt den Tag ausklingen. Der Sternenhimmel gibt uns schon einen Vorgeschmack über das, was wir in den folgenden Nächten sehen werden.
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #16
11. August
The Wave (ca. 150 km)
Camping: Waweap RV Camsites

Schon ganz zu Anfang der Planungen unserer Reise war es mein absoluter Wunsch, die Wave zu sehen. Eigentlich ein ziemlich unrealistischer Wunsch – es gibt nur 20 Permits pro Tag. Sehnsüchtig habe ich die Reiseberichte und Informationen darüber verschlungen. Im Mai habe ich dann einfach mal bei der Online-Lotterie mitgemacht. Mein Mann hat nur den Kopf geschüttelt, seine Frau ist mal wieder total verrückt. Außerdem war es auch nicht ganz klar, ob die Jungs die anstrengende Wanderung durchhalten würde.

Am 2.Mai 2009 habe ich das ganze Dorf wachgeschrien. Ich hatte ein Mail bekommen mit dem Glückwunsch 4 Permits gewonnen zu haben!!! Jetzt wurde auch der Ehemann aufgeregt. Alle notwenigen GPS Daten hat er gesammelt und wir haben uns den Weg schon vom Satellit aus angesehen.

Und jetzt war es soweit. Früh am morgen sind wir losgefahren. Die Dirt Road bis zum Trailhead hat meinen Mann darin bestätigt, dass seine Frau verrückt sei. Über eine Stunde haben wir dafür gebraucht. Wäre es nicht so eine Wahnsinnschance gewesen, wir wären bestimmt umgekehrt.



Ausgerüstet u.a. mit mindestens 4 Gallonen Wasser und Isodrinks gingen wir los. Ein ungla ubliches Erlebnis, bei dem wir dank der Wegbeschreibungen vom BLM, dem Kompass und dem GPS Gerät nach einigen Stunden am Ziel ankamen. Es war so heiß auf dem Weg, dass wir uns nicht mal zum Rasten auf die Felsen setzen konnten, es hätte und den Hintern verbrannt. Am anstrengend sten war - wie bei vielen - der letzte kurze Anstieg hoch zum Eingang der Wave durch den Sand.








Aber dann … ein unglaubliches Gefühl, etwas so faszinierendes zu sehen, eine Chance, die wahr­scheinlich nie wieder kommen wird. Wir haben gestaunt, waren sprachlos und haben das Besondere und Einzigartige in vollen Zügen schweigend, lachend, forschend und mit ein paar Freudentränen genossen. Stunden haben wir dort verbracht, Fotos gemacht, rauf- und runtergeklettert, auf dem Rücken gelegen und nichts getan - eine irgendwie irreale euphorische Stimmung.



Irgendwann war es dann soweit, wir mußten zurück. Sehr schweren Herzens sind wir los. Der Rückweg hat uns gefordert, nicht wie erwartet die Jungs, die haben laut Drei Chinesen mit dem Kontrabass gesungen, sondern mich.







Wir waren so beeindruckt von dem Einzigartigen, das wir erleben durften und sind soooo stolz auf die Jungs, die die Tour mit so viel Euphorie und Durchhaltevermögen gemacht haben! Insgesamt mit Aufenthalt in der Wave waren wir ca. 8 Stunden bei einer unglaublichen Hitze unterwegs.

The Wave, Schwimmen im Lake Powell, ein Abendessen bei McDonalds und tolle Freunde für die Jungs und uns auf dem Campingplatz, es wäre eigentlich genug für einen Tag gewesen. Aber die Nacht begann mit einem Wahnsinnssonnenuntergang und wurde mit vielen vielen Sternschnuppen abgeschlossen. Zusammen mit unseren neuen Platznachbarn lagen wir teilweise auf dem Rücken auf dem Boden, bewunderten die Milchstraße und zählten Sternschnuppen!
 
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #17
12. August
Page / Lake Powell
Camping: Waweap RV Camsites

An diesem Tag haben wir zusammen mit den Platznachbarn eigentlich nur auf dem Camping­platz abgehangen, die Erwachsenen haben geklönt und die Kinder innen und außen gespielt.

Für heute wollte ich noch den Hoodoo Forrest an der US 89 besuchen. Nach unserer gestrigen Wanderung war es eigentlich ein Spaziergang. Leider konnten wir nicht so lange bleiben und weit gehen, wie geplant, da ein Gewitter aufzog und dunkle Regenwolken kamen. Und etwas Bedenken hinsichtlich Flashfloods hatten wir doch.

Eigentlich müssten wir es gewohnt sein, aber trotzdem bestaunten wir den Sonnenuntergang, die Milch­straße und die Sternschnuppen.
 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #18
13. August
Page / Lake Powell
Camping: Waweap RV Camsites

Für heute war eigentlich der Catherdral Wash Hike geplant. Aber die Männer streikten. Die Jungen wollten mit dem neuen Freund spielen und Schwimmen und Klaus beschloss sich doch einen IPod zu kaufen, also gab es an diesem Tag eine Spiel- und Einkaufsorgie. Auch nicht schlecht ;-)

Gelernt haben wir trotzdem etwas, denn wir besuchten einen Rangervortrag über die Geschichte der Rainbowbridge.

Am Abend wie immer ein BBQ, Sonnenuntergang und Sternenhimmel.
 
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #19
Bilder

So, mal sehen, ob das mit den Bildern klappt.

Hier kommt zum Test mein Lieblingssonnenuntergang am Grand Canyon:




 
Susanne66
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  • Eine gemütliche Wüstentour im Südwesten Beitrag #20
14. August
Page / Lake Powell – Monument Valley
Camping: Goulding Campground Monument Valley – der schlechteste und teuerste auf der Reise

Heute mussten wir die Gegend am Glen Canyon Dam verlassen. Nach einem abschließenden Früh­stück bei Danny’s mit den Platznachbarn ging es weiter zum Horseshoe Bend. Wir waren gespannt, denn im Internet haben uns die Bilder davon sehr beeindruckt. Beim Weg zum Horseshoe Bend hatten wir uns wohl nicht richtig vorab informiert. Wider Erwarten war es doch recht weit vom Park­platz bis zum Bend (für Wave-Bezwinger natürlich kein Problem, aber trotzdem ;-). Aber da wir ja ständig Wasser mitschleppten auch keine große Sache.



Der Ausblick war grandios. Für das sicherheitsbewußte Amerika schon erstaunlich, dass es hier keiner­lei Absturzsicherung gibt.
Nach dem Rückweg fuhren wir weiter ins Monument Valley, auch eines meiner persönlichen „ge­plan­ten Highlights“ der Reise.



Nach kurzem Suchen fanden wir unseren Campground. Es war der schlechteste und gleichzeitig teuerste der ganzen Reise. Unfreundlich, dreckig, enger und total unebener Platz und streunende Hunde. Da unser ältester Angst vor Hunden hat, war es nicht ganz entspannend und es gab abends auch kein BBQ L Auch wenn es nicht schön und sauber war, haben wir uns im Indoorpool etwas von der Hitze erholt.
 
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