Die Rechte bei einem Charterflug

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trip-planer
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  • Die Rechte bei einem Charterflug Beitrag #1
hallo

nach dem Hickhack um Onur Air und Abstürze à la Flash Air in Ägypten mag sich vielleicht der ein oder andere von uns fragen wie es mit Charterflügen im allgemeinen steht.

Eine bestimmte Airline sichern die Veranstalter ihren Gästen nur selten zu. Nur wenn bei Vertragsschluss eine spezielle Fluggesellschaft ausdrücklich zugesichert wird, besteht ein Anspruch auf den Flug mit einem ihrer Jets. Und nur dann können Urlauber vom Reisevertrag zurücktreten oder einen Teil ihres Geldes zurückverlangen. Andernfalls hilft nur die Hoffnung dass die Maschine in Ordnung ist, ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Viele Grüsse
René
 
G
Gast410
Gast
  • Die Rechte bei einem Charterflug Beitrag #2
Grundsätzlich habe ich einiges "Gottvertrauen", wenn ich mich in die Hände einer Airline bzw. eines Piloten begebe.

Dies bekommt man vielleicht dann, wenn man - wie ich persönlich im Laufe der Jahre einige Male erlebte - irgendwo im Nirgendwo mit nahezu schrottreifen Maschinen und teils stark angetrunkenen Piloten geflogen bin und trotzdem - vielleicht ja nur zufällig (oder gerade deswegen? ;D) - absolut nichts passiert ist. Diese Erlebnisse hatte ich allerdings weder in Europa, noch in den USA (sondern in der Karibik).

Ich will damit übrigens nicht das Motto "no risk - no fun" mein eigen nennen. Bestimmt nicht. Sicher ist mir auch lieber wie unsicher. Ich räume jedoch ein, dass ich gelegentlich vielleicht etwas "toleranter" in diesen Dingen bin, wie - wahrscheinlich - die Mehrheit.  Ich habe z.B. schon erlebt, dass Charterflugreisende einen Riesenaufstand gemacht haben, weil ihnen das Fluggerät äußerlich einen nicht ganz sauberen Eindruck gemacht hatte und sich partout geweigert haben, diese Maschinen zu betreten. Ist so etwas nicht auch übertrieben?

Ist es aber nicht manchmal aber auch ganz einfach sympathisch, wenn nicht immer alles so 100% perfekt ist, wie hierzulande allgemein üblich, aber dennoch funktioniert?

Ich habe absolut Verständnis dafür, wenn darüber nicht jeder so denkt, wie ich.

Ich gebe aber auch zu bedenken, dass wir Europäer, insbesondere wohl wir Deutsche, vielleicht auch gelegentlich etwas "übersensibel" reagieren. Es soll halt immer alles 100% sicher und perfekt sein. Mit Vollkasko und Gütesiegel.

Schaut Euch beispielsweise mal die Maschinen an, mit denen insbesondere die kleineren Airlines inneramerikanisch fliegen. Dort sind teils noch Baumuster anzutreffen, die in Deutschland vielleicht schon 2x ausgemustert worden wären. Dort fliegen sie immer noch. Und es funktioniert auch weitestgehend gut! Selbst ein neuwertiger Airbus der Lufthansa ist nicht davor gefeit, wg. technischer Probleme notlanden zu müssen. Kann alles passieren. Man steck halt nicht immer drin.

Wenn ich Charter fliege, dann geschieht dies i.d.R. im Rahmen einer Pauschalreise. Dies mache ich inzwischen nur noch ziemlich selten. Letztmals vor 2 Jahren bei einer Reise nach Lanzarote.

Wie der Begriff Pauschalreise bereits andeutet, bucht man dabei ein Reisepaket quasi "en bloc". Die Hauptgewichtung liegt dabei auf dem Reiseziel, der dortigen Unterbringung und ggf. auch der Verpflegung. Der Transport dorthin - der für viele auch ein wichtiges Kriterium geworden ist - spielt dabei eher eine sekundäre Rolle. Dessen sollte man sich dabei einfach bewußt sein.

Was mich aus eigener Erfahrung, wie auch aus den Erzählungen vieler Freunde und Bekannte aber weitaus mehr an Charterflügen stört ist, dass deren Zeitplan (gelegentlich auch die Routenführung) sich sehr kurzfristig, teils auch noch mehrfach ändert.

So kommt es dann dazu, dass eine "simple" Reise auf die Kanaren von der Zeitdauer der eigentlichen Reise zu einer kleinen "Weltreise" ausartet, weil sich die Airline o. der Veranstalter kurzfristig dazu entschlossen hat, eine andere Maschine zu Nachbarinsel zu canceln und - statt dessen - die eigene Maschinen dort auch noch landen zu lassen, Aufenthalt zu haben und sich die Reisezeit somit von 4 auf über 8 Stunden verlängert. In dieser Zeit kommt man auch über den großen Teich.

Auch die sich kurzfristig verändernden Abflugzeiten sind mir ein Greuel. Wenn man sich darauf eingerichtet hat, dass der Rückflug z.B. um 16 Uhr gehen soll, dieser dann aber auf 6 Uhr in der Früh vorverlegt wird (und man somit irgendwann mitten in der Nacht vom Urlaubshotel abgeholt wird und auf das mitgebuchte Frühstück verzichten muß).

Das finde ich persönlich ärgerlicher.

Dadurch, dass wir unseren Reisschwerpunkt seit vielen Jahren nach USA verlegt haben, fliegen wir (dorthin) auschließlich mit Linie. Dies hat auch neben weitestgehend verlässlichen Flugzeiten den Vorteil, dass man im Rahmen des Airline-Network Ziele ansteuern kann, die ein Charterflieger, der einige wenige Destinationen in den USA anbietet nicht ansteuert. Zudem hat man dabei in der Regel auch die Möglichkeit von täglichen Flügen. Teils sogar mehrfach/Tag. Das erhöht die Flexibilität in der persönlichen Planung nochmals.

trip-planer, wenn Du Dich (mich) jetzt fragst, was dies alles mit den Rechten bei einem Charterflug zu tun hat? Okay. Vermutlich nur wenig im Sinne Deines Threads. Vielleicht der Hinweis, dass Charterflüge überwiegend im Rahmen von Pauschalreisen durchgeführt werden und der Flug (Airline / Maschine) dabei nicht die oberste Prioriät hat.
 
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