Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne

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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #1
Desert Treasures-Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne



Auch in diesen Juni hatten wir wieder eine Suedwestreise geplant. Denn gerade die wundervollen Landschaften im noerdlichen Arizona und suedwestlichen Utah hatten es uns total angetan. Desert Treasures – so lautete das Motto unserer diesjaehrigen Tour. Schliesslich waren wir wieder auf der Suche nach einigen Highlights und Schaetzen, die die Natur geschaffen hatte. Aber letztendlich waren wir dann doch mehr auf der Suche nach der Sonne.
Denn selbst die aussergewoehnlichste Location wirkte ohne die kraeftigen Strahlen des Himmelskoerpers einfach nicht. So wie die Desert Praerie Flowers ihre bluetenbestueckten Koepfe der Sonne entgegenreckten, so sehr auch saugten wir jeden einzelnen Strahl auf. Und manchmal artete das in eine wahrliche Gedultsprobe aus.
Es war einer der feuchtesteten Juni seit mehr als 40 Jahren gewesen und die Suche nach der Sonne war manchmal wirklich zumGluecksspiel geworden. Trotz der eher unguenstigen Voraussetzungen bekamen wir doch einiges von Mutter Natur geboten, was wir unter normalen Umstaenden so nie gesehen haetten. Wir staunten ueber die Vielfaeltigkeit der Natur und dessen bizarr kreirten Kunstwerken aus Sandstein, genossen die Einsamkeit bei Little Finland und der White Pocket sowie die einzigartige Landschaft um uns herum, die es uns so angetan hatte. Schon Edward Abbey stellte fest, das die Wueste ein Land der Ueberraschungen war, auch wenn es manchmal fuerchterliche Ueberraschugen sein konnten.
Und so einige Ueberraschungen gab es auch auf unserer Tour. Sowohl Positive als auch Negative.Wer nun neugierig geworden ist, darf uns gerne bei unserer Tour begleiten. Neben einigen bekannten und manchmal eher unbekannten Backroads werden wir auch wieder sehr haeufig die Wanderschuhe schnueren, um auf Entdeckungstour zu gehen.


Geplant war unter anderem Folgendes:

1.6.:Anreise Phoenix, Fahrt nach Page
2.6:Coyote Buttes North/The Wave
3.6.:Horseshoe Bend, Studhorse Point, Alstrom Point
4.6.:Yellow Rock, Fahrt zur White Pocket
5.6.:White Pocket, CBS
6.6.:Water Canyon, Little Finland
7.6.:Little Finland, East Zion
8.6.:Zion NP, Kolob Terrace
9.6.:Cedar Breaks NM, Escalante Natural Bridge, Devils Garden
10.6.:HiTRR, Broken Bow Arch
11.6.:UT 12, Capitol Reef NP, Little Wild Horse Canyon, Goblin Valley
12.6.:Gemini Bridges, Shafer Trail
13.6.:Hurrah Pass, Chicken Corners
14.6.:Hidden Canyon, Bartlett Wash, Tenmile Canyon, Eye of the Whale Arch
15.6.:Mineral Bottom Road, Canyonlands NP, Dead Horse Point SP, Long Canyon
16.6.:Needles District, Lavender Canyon
17.6.:Decker Road, Butler Wash Road, John;s Canyon Road, Monument Valley
18.6.:Monument Valley, Hope Arch, Petrified Forest NP
19.6.:Fahrt nach Phoenix, El Oso Road
20.6.:Abreise
 
S
[Sepp]
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #2
Hallo Yvonne,

da muss ich unbedingt mit. Ich freue mich auf Deinen Bericht:biggrin: Die Planung klingt wirklich vielversprechend. Und bei Deinen fotografischen Künsten wäre es eine Sünde, nicht dabei zu sein:biggrin:

Denn selbst die aussergewoehnlichste Location wirkte ohne die kraeftigen Strahlen des Himmelskoerpers einfach nicht.


Da hast Du natürlich Recht:biggrin: Kein gutes Foto ohne das passende Licht.

Viele Grüße
Sepp



 
Efty
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #3
Hallo Yvonne,

ich setze mich ganz schnell zu Sepp. Die Tour hört sich toll an und auf die Nacht an White Pocket interessiert mich besonders!!!

Gruß

Efty ;)
 
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Drache
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #4
Bin dabei, bin dabei....

Yvonne, die Sonne musste die Kraft für unsere Juli Tour aufsparen, was sie auch ganz ordentlich gemacht hat. Freue mich schon sehr auf Deinen Bericht.

Gruss
Andreas
 
americanhero
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #5
Bin dabei, bin dabei....

Yvonne, die Sonne musste die Kraft für unsere Juli Tour aufsparen, was sie auch ganz ordentlich gemacht hat. Freue mich schon sehr auf Deinen Bericht.

Gruss
Andreas

:rolleyes::rolleyes::rolleyes:

Normalerweise ist der Juni der Monat mit dem meisten Sonnenschein und im Juli und August kommen die Monsunschauer. Scheint wohl dieses jahr genau anders herum gewesen zu sein :frown:
Schoen, as du mit dabei bist.


hallo Sepp und Efty, willkommen an Board. macht es euch gemuetlich. Es geht bald richtig los. Und ich hoffe, ihr seid reisefest und koennt etwas Staub vertragen. :biggrin::biggrin::biggrin:



PS:
ich werde im Laufe der naechsten Zeit so alle 2-3 Tage einen Tagesbericht einstellen. Jeden tag werde ich wohl nicht schaffen, so habt ihr dann etwas Ruhe vor mir :biggrin:
 
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #6
1.6.2009

Endlich war es soweit, der Tag unserer Abreise in den Suedwesten war gekommen. Lange hatten wir ihn herbeigesehnt, diesen Tag X. Ebenso lange hatten wir geplant, an der Route gefeilt und Dinge geaendert. Und eben auf diesen Tag gewartet.
Der Beginn war allerdings weniger schoen. Denn um kurz nach 3 Uhr am Morgen klingelte schrill und gnadenlos der Wecker. Ich war doch normalerweise ein Langschlaefer, grhh.
Da unser Flug aber schon um 6 Uhr morgens ging, hiess es also zu nachtschlafender Zeit aufstehen. Aber heute fiel es mir sogar recht leicht, der bevorstehende Urlaub befluegelte mich irgendwie ein wenig. Wir machten uns fertig, checkten noch einmal unsere ganzen Sachen. Irgendwie sah es gut aus, wir schienen an alles gedacht zu haben. Um kurz vor fuenf kam das Airport Taxi, nun wurde es also ernst.
Mit Muehe passten unsere 4 Gepaeckstuecke und die 2 Fotorucksaecke in den Kofferraum.
Die gut 15 minuetige Fahrt zum Airport war um diese Tageszeit kein Problem, es war kaum was los. Auch der Delta Schalter war noch nahezu verwaist. Wir hatten ja schon online eingecheckt und brauchten daher nur noch die Reisetasche und den Koffer abzugeben.
Mit Carry On und Fotorucksack bewaffnet ging es nun zum Security Check, der mittlerweile total zuegig vor sich ging, nachdem man den Bereich weitreichend vergroessert hatte. Schon fuenf Minuten spaeter machten wir uns auf dem Weg zum Gate. Wir hatten nun noch gut 40 Minuten, ehe es losging. Draussen daemmerte es bereits und die Sonne unternahm einen ersten klaeglichen Versuch, sich durch die dichte Wolkendecke zu quaelen, die hier heute herrschte.
Und ich brauchte einen Kaffee. Es war so frueh am Morgen. Ulrich grinste, als er in mein verschlafenes Gesicht sah.
Den Kaffee hatte ich wohl wirklich noetig. Kurz darauf begann das Boarding und da wir in der First Class sassen, konnten wir auch als eine der ersten an Board gehen. Und kaum hatten wir Platz genommen, da kam auch schon die Rettung in Form der Stewardess und fragte uns nach den Getraenkewuenschen.Ah, der Kaffee tat gut und schmeckte sogar nach etwas.
Der Flug nach Atlanta verlief ohne Besonderheiten und genuegend Zeit zum Umsteigen hatten wir auch. Unser Weg fuehrte wie immer zum TGI Friday, wo wir uns ein leckeres Fruehstueck mit Eiern, Sausage und jeder Menge Tabasco Sauce schmecken liessen. Jetzt waren wir jedenfalls gut gesaettigt bis Phoenix.
Am Gate bekamen wir noch so nebenbei bei CNN mit, das eine Air France Maschine vermisst wurde. Das war echt heftig. Scheinbar vermutete man etwas Schlimmes, aber keiner wusste bisher was Genaueres. Das Boarding begann und wir machten es uns in der Exit Row gemuetlich. Da der Flieger bis auf dem letzten Platz ausgebucht war, gab es kein Upgrade in die First Class.





Mit etwas Verspaetung ging es dann los Richtung Phoenix. Wir drehten erst einmal eine Ehrenrunde rund um Downtown Atlanta und ich konnte einen schoenen Blick erhaschen. Der Grossteil des Fluges war sehr bumby und durch die fast durchgehend geschlossene Wolkendecke gab es kaum was zu sehen.
Auch schlafen war nicht wirklich machbar, da gerade in unserer Sitzreihe die Rueckenlehnen nicht nach hinten kippbar waren. Gut, das der Flug nur gut 4 Stunden dauerte, laenger haette ich das auch nicht ausgehalten. Das war wirklich arg unangenehm.

Beim Anflug auf Phoenix gab es ebenfalls einen prima Blick auf die Skyline und die umliegenden Bergketten. Ach, was war der Anblick schoen. Wir freuten uns beide total, wieder hier zu sein. Der Suedwesten hatte uns wieder.



Das Wetter sah sogar einigermassen aus, das war ja immer eine unserer groessten Sorgen. Etwas bewoelkt und schoen warm war es. Hoffentlich wuerde es in der Page Area auch so sein. Denn wir wollten heute noch bis Page fahren.
Unsere zweitgroesste Sorge hatten wir dann am Gepaeckband. Hoffentlich waren beide Gepaeckstuecke mitgekommen. Zumal in der Reisetasche ja die ganzen Campingsachen waren. Und die brauchten wir ja in ein paar Tagen schon. Unsere Sorgen waren dann gleucklicherweise unbegruendet. Beide Gepaeckstuecke hatten brav die Reise hier nach Phoenix angetreten.

So konnten wir dann auch relativ zuegig zum Shuttlebus gehen, der uns zur Rental Car Station bringen sollte. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten und je naeher wir dem Rental Car Center kamen, umso spannender wurde es. Wuerden wir ein passendes Auto fuer unsere ganzen Vorhaben bekommen?
Viel los war hier nicht so kurz nach Mittag, selbst am Alamo Schalter nicht. Da wir aber schon online eingecheckt hatten, konnten wir gleich in die Parkgarage gehen. Diesen Service wollten wir auch nicht mehr missen. Die SUV Lines bei Alamo, getrennt nach Midsize und Standard SUV, waren gut gefuellt. Allerdings waren die wenigsten SUVs davon gelaendegaengig.
Ganz versteckt stand dann noch ein silberfarbener Nissan Pathfinder. Das war definitiv unser Auto!! Er hatte zwar schon etwas mehr als 16000 Meilen auf dem Buckel, aber war in einem guten Zustand. 4 WD Schalter zum Zuschalten war vorhanden, die Reifen hatten genug Profil, das Werkzeug war ebenfalls da. Nachdem wir auch noch kurz den Unterboden begutachtet hatten und beide zufrieden waren, entschieden wir uns fuer den Pathfinder. Einzig und alleine der Cherokee Laredo waere noch in Frage gekommen oder der Nissan Pick Up Truck, allerdings waere es da mit Car Caming etwas schwieriger geworden.
Also durfte der silberne Pathfinder, den wir Silverbird tauften, uns nun 3 Wochen lang begleiten und hoffentlich zu einigen schoenen Plaetzen hier im Suedwesten fuehren. Wir waren jedenfalls zufrieden. Alles hatte bis jetzt hervorragend geklappt.
Die Fahrt Richtung Page zog sich ein ganzes Stueck. Es herrschte ordentlich Verkehr auf der Interstate 17 und wir quaelten uns langsam aber sicher weiter nach Norden. Endlos zogen sich die Vororte, aber dann hatten wir Phoenix hinter uns gelassen. Die leicht huegelige Landschaft beherbergte unzaehlige Kakteen in allen Formen und Groessen.


Vor allem die Saguaros hatten es mir angetan. Einige hatten sogar noch ein paar Blueten, wow. Vielleicht wuerden wir auf unserer Tour ja auch wieder einige schoen bluehende Prickey Pears zu Gesicht bekommen.
Nachdem wir das Aqua Fria NM hinter uns gelassen hatten, aenderte sich die Landschaft grundlegend. Es ging hoch hinaus, teilweise auf 6000 Fuss, und die Kakteen wurden nach und nach immer seltener. Stattdessen ging es dann nach einer Weile in den Tonto National Forest, der sich nun ueber etliche Meilen entlang unserer Route bis fast nach Flagstaff zog. In Flagstaff selbst folgte ein kurzer Stop, wir brauchten noch ein paar kuehle Getraenke und ich zusaetzlich einen Kaffee.
Hier war es merklich kuehler und einige dicke Wolken hatten sich entlang der San Francisco Mountains aufgebaut. Das sah so verdammt nach Regen aus.
Und tatsaechlich, kaum waren wir auf der US 89, gab es einen kleinen Schauer. Super, das fing ja gut an.
Gluecklicherweise war das wieder fix vorbei und je weiter wir nach Norden kamen, umso mehr aenderte sich das Landschaftsbild. Die ersten Steppenlandschaften tauchten auf, Cattle Country, so weit das Auge reichte.



Diese Landschaft am Rand der Painted Desert hatte irgendwie etwas an sich, was ich unheimlich mochte. Da war sie wieder, diese altvertaute Landschaft, die ich sofort mit Arizona verband. Diese unendliche Weite, Steppe und Himmel, soweit man blickte. Dazu die ganzen Wattewoelkchen, mein Arizonabild war mal wieder hergestellt und ich versuchte mich mit ein paar Fotos aus dem Seitenfenster heraus.


Fortsetzung folgt....

 
Richie
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #7
Platz da!!!! Ich will auch noch an Board. :biggrin::biggrin::biggrin:

Da habe ich es ja gerade noch rechtzeitig geschafft eurem Pathfinder hinterherzuhecheln.

So jetzt such ich mir noch ein bequemes Plätzchen und dann kanns weitergehen.

Viele Grüße
Richie
 
americanhero
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #8
Huh, hier muss aber gerade ein Tornado durchgefegt sein :eek::eek::eek:
Ach so, das warst du, Richie. :biggrin:
na dann mal willkommen bei unserer froehlichen Reisegesellschaft. Noch kannst du dir ein Plaetzchen aussuchen, da noch viiiieeeeel Platz ist
 
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #9
Richie....

Ähm, hast Du sie schon gefunden? Du weisst was ich mein. Auf meiner Seite steht sie nicht.....

Andreas
 
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #10
Ähm, hast Du sie schon gefunden? Du weisst was ich mein. Auf meiner Seite steht sie nicht.....
Budweiser Flasche :confused:
 
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Daniel76
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #11
Hop on...! :smile:

Fängt schon gut an und ab Dienstag bin ich selbst da! :biggrin:
 
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #12
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #13
Fortsetzung....


In Cameron machten wir noch einmal einen kurzen Stop und hier gab es erst einmal ein Bild von unserem Silverbird.



Wir nahmen nun das letzte Stueck der Fahrt in Angriff. In der Naehe des Abzweiges nach Tuba City erwartete uns eine herrliche Badlands Landschaft, dessen Kontraste durch einige dunkle Wolken noch einmal hervorgehoben worden. In einiger Entfernung war das Paria Plateau auszumachen. Unser Ziel war nicht mehr allzu weit.
Bei den Echo Cliffs kam dann der naechste Schauer. Dicke, dunkle Monsoonwolken tuermten sich auf und warteten darauf, ihre feuchte Last loszuwerden. Was fuer ein Anblick!! So wirkte selbst diese eher eintoenige Ecke auf einmal ganz eindrucksvoll.



Bei Bitter Springs teilte sich die US 89, wir nahmen die Route weiter nach Norden, nach Page. Und die Strasse stieg nun langsam aber stetig immer weiter an. Es ging immer weiter hinauf, ueber den sogenannten Antelope Pass. Man hatte die Strasse quer durch den Fels getrieben, dessen Cliffs nun zu beiden Seiten in die Hoehe ragten. Heute wirkte der Durchbruch richtig duester. Die Sonne war hinter einer grossen Wolkenwand verschwunden und versuchte vergeblich nach einer Luecke. Welch ein bizarres Wetter!!
Nach dem Pass kam ein Viewpoint, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Marble Canyon sowie das Paria Plateau im Hintergrund hatte. Hier stoppten wir noch einmal. Normalerweise gab es hier immer ein paar Staende mit Indianerschmuck, doch heute war alles total verwaist. Einzig und alleine der Wind, der merklich aufgefrischt hatte, fegte hier um die Ecken wie ein Geist. Niemand sonst war zu sehen.
Richtung Marble Canyon ging ein eindrucksvoller Schauer nieder, doch kaum ein Tropfen schaffte es bis zu Erde.
Der Grossteil verdampfte schon in der Luft, einen Schleiervorhang aus Wasser vor sich herziehend. Wir genossen den Anblick, es hatte schon etwas Dramatisches an sich.




Die letzten Meilen bis nach Page gingen zuegig. Im Wechsel zwischen Sonnenschein, Regenschauern und dem ein oder anderen Regenbogen naeherten wir uns unserem Ziel. Wie vertraut hier alles war. Und doch war es jedes Mal wieder etwas Besonderes.
Gleich am Ortseingang befand sich der Walmart Supercenter, hier legten wir den letzten Boxenstop fuer heute ein.
Eine kleine Herausforderung sollte unser Grosseinkauf werden. Unsere Shoppingliste war jedenfalls lang genug.
Neben Lebensmitteln, Wasser und Crackern landete nun auch ein Grill sowie die dazugehoerigen Utensilien in unserem Wagen. Dann noch ein Ersatz Benzinkanister, Klappspaten, Kompressor, eine stabile Kuehlbox sowie Fix A Flat. Nur fuer den hydraulischen Car Jack mussten wir morgen noch einmal los, den gab es bei Napa Auto Parts.



Na, jedenfalls war der Kofferraum jetzt erst einmal voll. Wir fuhren zum Courtyard Marriott und checkten ein. Klasse, unser Zimmer war dieses Mal sogar ebenerdig und wir konnten direkt auf den Pool blicken. Sehr gut. Den wollten wir schliesslich auch das ein oder andere Mal besuchen.
Nun machten wir uns nur kurz etwas frisch, denn in einer Stunde waren wir schon wieder verabredet. Es hatte sich so ergeben, das sowohl BeateM mit Freundin Doris als auch Funny1a aus dem Forum mitsamt Frau und Bekannten heute hier in Page waren und wir uns alle in der Fiesta Mexicana verabredet hatten. Insgesamt waren wir zu Acht und wie gut, das ich vor ein paar Tagen einen Tisch reserviert hatte. Und das Essen war wieder ausgezeichnet.
Es wurde ein lustiger Abend und am Ende blieb es nur noch bei Beate, Doris und uns beiden. Erst, als dann rings um uns so langsam mit dem Aufraeumen begonnen wurde, machten wir uns dann doch auf dem Weg.
Es war ein langer Tag gewesen. Im Hotel checkten wir noch fix unsere Mails und gingen dann gegen Mitternacht ins Bett. Morgen sollte schliesslich ein toller und ereignisreicher Tag auf uns warten.
 
Efty
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #14
Hallo Yvonne,

ich bin mal wieder begeistert von den Fotos und dem Bericht!!!

Die Saguaros haben mich letzten Urlaub auch total begeistert, es sind einfach imposante Pflanzen. Das Regenfoto ist beeindruckend.

Jetzt bin ich gespannt, was uns in und um Page alles erwartet.

Gruß

Efty ;)
 
americanhero
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #15
Hallo Yvonne,

ich bin mal wieder begeistert von den Fotos und dem Bericht!!!

Die Saguaros haben mich letzten Urlaub auch total begeistert, es sind einfach imposante Pflanzen. Das Regenfoto ist beeindruckend.

Jetzt bin ich gespannt, was uns in und um Page alles erwartet.

Gruß

Efty ;)

Hallo Efty,


danke dir fuer dein Lob. Und ich muss schon jetzt vorweg nehmen, es kommen noch mehr solcher Regenbilder. :rolleyes: Der Monsoon macht es moeglich...
Und lass dich ueberraschen, in der Page Area schauen wir uns einige tolle Highlights an.
 
S
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #16
Hallo Yvonne,

das Bild bei den Echo Cliffs sieht super aus:biggrin:, eine tolle Lichtstimmung mit den grauen Wolken im Hintergrund. Bin jetzt auf die nächsten Bilder gespannt:biggrin:

Viele Grüße
Sepp
 
americanhero
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #17
Hallo Yvonne,

das Bild bei den Echo Cliffs sieht super aus:biggrin:, eine tolle Lichtstimmung mit den grauen Wolken im Hintergrund. Bin jetzt auf die nächsten Bilder gespannt:biggrin:

Viele Grüße
Sepp

Hallo Sepp,

gerade weil die Sonne auf die dunklen Wolken schien, hat das den Kontrast natuerlich noch verstaerkt. Da gab es teilweise echt geniale Lichtstimmungen. Nicht nur an diesen Tag ;)
 
americanhero
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #18
2.6.09

Heute war ein besonderer Tag fuer uns beide. Denn heute sollte es in die Fee Area der Coyote Buttes North gehen, zur beruehmten Wave.
Der Urlaub fing also gleich mit so einem aussergewoehnlichen Highlight an.
An die Permits war ich eigentlich eher durch Zufall gekommen und wir hatten es auf unserer urspruenglich geplanten Tour auch nicht im Entferntesten in Erwaegung gezogen, zumal es ja noch so viele andere wunderbare Dinge hier in der Page Area gab. Ich machte also just for fun bei der Lotterie mit und wurde dann tatsaechlich gezogen. Niemals hatte ich daran geglaubt, das wir jemals gezogen wuerden. Nun gut, so konnte es gehen. Unser Vorhaben, Edmaiers Secret zu besuchen, wurde daraufhin auf einen weiteren Besuch vertroestet. Trotz unserer Freude ueber die Permits sahen wir beide diesem Tag noch immer sehr skeptisch entgegen.
Klar, wir hatten Hunderte von Bildern gesehen, im Laufe der Jahre beobachtet, wie ein wahrer Hype um dieses Gebiet entfacht war. Aber was war es, was diesen Hype ausloeste? Die Coyote Buttes South waren doch genauso schoen, ebenfalls wie einige andere ausserhalb der Fee Area liegende Highlights.
Warum gab es dort nicht so einen Hype? Wir wollten uns einfach mal ueberraschen lassen und gingen die ganze Sache daher einfach recht nuechtern an.
Um 6 Uhr war unserer Nacht jedenfalls vorbei und ein erbarmungslos klingelnder Wecker zerstoerte all meine Wuensche, evtl. nicht doch noch etwas laenger liegenbleiben zu koennen. Aber was macht man nicht alles, um ein paar Schaetze hier im Suedwesten anzusehen.

Wir machten uns fertig und gingen dann zum Fruehstuecken. Hier im Marriott wurde ein erstklassiges Buffet angeboten, was wir schon beim letzten Mal sehr genossen hatten. Es war wirklich reichhaltig. Nachdem wir gut gestaerkt waren, machten wir uns so langsam auf dem Weg. Fuer heute war auf alle Faelle schoenes Wetter angesagt, das war doch schon mal was. Denn etwas skeptisch war ich ja schon, nachdem wir ja gestern Nachmittag doch so einige Schauer hatten. Wir tankten noch fix und dann fuhren wir entgueltig los, Richtung Glen Canyon Dam.
Wie oft in den letzten Jahren waren wir hier gefahren, die Strecke kannten wir beinahe im Schlaf. Auf der US 89 war maessig viel los, wir kamen ziemlich zuegig voran. Vereinzelnte Woelkchen waren am westlichen Horizont zu sehen, waehrend wir uns immer weiter nach Westen vorantasteten. An der Paria Contact Station legten wir noch eine kurzen Stop ein, fragten nach den Strassenbedingungen und holten auch gleich noch Infos bezueglich unserer urspruenglich geplanten Tour zum Buckskin Gulch ein. Den konnten wir erneut abschreiben, denn nach den heftigen Regenfaellen in der letzten Zeit stand der bis oben hin voll Wasser.
Schade, aber irgendwann einmal wuerde es schon damit klappen.
Wir erhaschten beim Rausgehen noch einen Blick auf die Statistik der allmorgendlichen Lottery und schworen auch weiterhin, uns das nie antun zu wollen. Im Schnitt waren es immer zwischen 50-74 Teilnehmer gewesen, unglaublich.
Wir fuhren weiter und bogen dann nach wenigen Meilen auf die House Rock Valley Road, eine Gravelroad, die entlang der Cockscomb nun weiter nach Sueden bis zur 89Alt fuehrte. Die Road war in einem etwas schlechteren Zustand als vor zwei Jahren. Vor allem die starken Regenfaelle hatten nachhaltig ihre Spuren hinterlassen, indem sich etliche Fahrzeuge tief in die Clayschicht gegraben hatten. Hin und wieder fuhr Ulrich einfach im Slalom, um einigen besonders tiefen Spuren auszuweichen.


Es gab noch ein paar Auswaschungen, die der Coyote Wash verursacht hatte, aber im Grossen und Ganzen war die Strecke gut zu fahren. Sanfte Huegel zu beiden Seiten der Strasse gaben uns hinter jeder Kurve einen neuen interessanten Blick auf die landschaftlich sehr reizvolle Strecke.
Wir legten noch den ein oder anderen Fotostop ein und so brauchten wir fuer die gut 8 Meilen lange Strecke bis zum Parkplatz am Wire Pass Trailhead doch etwas laenger. Am Parkplatz standen schon jede Menge Autos, allerdings war bis auf einen weiteren Hiker, der sich gerade fertig machte, niemand zu sehen. Wir packten unsere Rucksaecke, Kamera um den Hals, ein paar Muesliriegel noch und dann konnte es losgehen. Ich hatte mich heute gegen die Wanderschuhe entschieden und genoss die vollkommende Fussfreiheit mit meinen Trekkingsandalen.
Nun konnte sie also beginnen, unsere Wave Tour. Noch immer waren wir nicht sicher, was uns wirklich erwarten wuerde und gingen die Sache relativ unvoreingenommen an. Wir ueberquerten die Strasse und stiegen in den Coyote Wash hinein. Es war recht sandig und Schotter sowie einige Steinchen erschwerten das Vorankommen.
Aber wir hatten es sowieso nicht so eilig und genossen die Landschaft rings um uns herum. Schon nach einer Weile gab es die ersten interessanten Sandsteinformationen zu sehen.




Nach einer Weile und einem kurzen Anstieg erreichen wir das Trailregister und trugen uns hier ein. Die kurze Verschnaufpause tat gut, besonders, wenn man seit Wochen keinen Hike gemacht hatte. Nun wurde es zum ersten Mal so richtig sandig und schnelles Vorankommen wurde schon von vorne herein verhindert. Vorbei an unzaehligen Sagebrush und Mormon Tea Bueschen, die sich in den sandigen Boden klammerten, gingen wir weiter. Den Sandstein Huegel, der als Wegpunkt angegeben war, sahen wir in der Ferne vor uns. Was fuer eine tolle Gegend.



Wir konnten meilenweit blicken und kamen uns auf einmal so klein, so unbedeutend vor. Dies hier war einfach beeindruckend. Etliche Fotostops folgten und dadurch kamen wir nur maessig voran. Aber wir wollten nicht hetzen, wir wollten geniessen und die Landschaft einfach in uns aufsaugen. Und diese Ruhe hier, das war irgendwie unbeschreiblich. So etwas konnte man kaum in Worte fassen, das musste man selbst erleben. Abgesehen von ein paar leichten Windboen, die die Buesche wie von Geisterhand bewegten und ein leises Wispern erzeugten, war es absolut still. Irgendwie unwirklich. Mal mehr, mal weniger intensiv war die Bewoelkung und verschaffte uns somit zwischendrin etwas Schatten. Denn den gab es ansonsten kaum. Vereinzelte Pinion Pines klammerten sich in kunstvollen Verrenkungen an den Slickrock und es war erstaunlich, wie sie hier ueberleben konnten. Allerdings reichten ihre mageren Zweige nicht, um etwas Schatten spenden zu koennen.



Es war wirklich gut warm heute. Und das, obwohl es nur 90 Grad Fahrenheit hatte. Aber fuer eine Wanderung, dessen Grossteil man der prallen Sonne ausgesetzt war, wurde das doch eine recht schweisstreibende Angelegenheit.
Und dann immer wieder der viele Sand dabei. Wir hatten beide das Gefuehl, bei jeden Schritt zwei weitere zurueck zu gehen. Die Landschaft rings um herum entschaedigte fuer vieles. Unzaehlige Sandsteinhuegel, Kegel, Swirls und verquirlte Felsformationen , soweit wir auch blickten.



Hinter den sogenannten Twin Buttes, einer sehr prominenten Sandsteinstruktur, kam uns ein amerikanisches Paerchen entgegen und wir hielten einen kurzen Smalltalk. Weiter ging es. Die Landschaft wurde immer eindrucksvoller, immer grandioser. Und all das hatte die Natur im Laufe der Jahrmillionen geschaffen. Eigentlich nur ein Wimpernschlag, wenn sich das so ueberlegte.
Wir ueberquerten eine Sandduene und entdeckten dabei jede Menge bluehende Mules Ear, die einen tollen Vordergrund fuer ein paar Bilder abgaben. Ausserdem konnten wir hier noch einmal kurz verschnaufen. Denn am Rumschnaufen waren wir sowieso schon eine ganze Weile. Und das, obwohl es eigentlich kaum Hoehenmeter zu ueberwinden gab. Man, was war ich untrainiert.




Fortsetzung folgt....
 
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #19
Fortsetzung.....


Nun kam das letzte Stueck, das sich zugleich als das schlimmste Stueck der ganzen Wanderung entpuppte. Wir mussten einen tiefsandigen steilen Huegel hinaufklettern, der wahrlich eine wahnsinnige Quaelerei war. Ulrich und ich schnauften wie die Dampfloks um die Wette. Insgeheim schwor ich mir, nie mehr eine solche Wanderung zu machen. Wie konnte man sich das nur freiwillig antun. Das war einfach nur pervers. Ich pfluegte mich durch den Sand, Meter um Meter, Schritt fuer Schritt. Die Trekkingsandalen waren dabei sogar sehr hilfreich, ich brauchte wenigstens nicht darauf zu achten, das mir kein Sand in die Wanderschuhe kam. Und dann waren waren wir endlich oben angekommen. Und zur Belohnung verschwand die Sonne erst einmal hinter einer dicken Wolkenwand, na super!!
Sollte es das jetzt gewesen sein? Die ganze Anstrengung, nur um die Wave mit bedeckten Himmel zu sehen. Das konnte einfach nicht sein und ich war erst einmal sichtlich enttaeuscht.
Wir brauchten nun beide eine Verschnaufpause, grhh. Vielleicht wuerde sich die Sonne ja doch noch einmal blicken lassen.
Gleich zu Beginn der Wave war ein grosser wassergefuellter Pool vorhanden, normalerweise wuerde das ja eine tolle Reflektion ergeben. Normalerweise.... Stattdessen nahmen wir damit Vorlieb, die darin schwimmenden Kaulquappen zu begutachten und vorsichtig am Rand des Pools entlangzulaufen bis zur eigentlichen Wave, dessen Abbild man schon in tausendfacher Ausfuehrung gesehen hatte. Ich wollte doch auch so gerne genau solch ein wunderbares Bild bekommen. Stattdessen ging erst einmal die Warterei los.


Wir warteten, das sich die Sonne wieder blicken liess. Ulrich lief schon einmal ein wenig umher und erkundete die Gegend. Beeindruckend war es ja wirklich, nur das gewisse Etwas fehlte eben noch. Aber dann kam eine Wolkenluecke und die Sonne unternahm einen ersten mutigen Versuch, die Oberhand zu gewinnen. Das konnte doch nicht so schwer sein, oder?
Ich marschierte langsam zum Eingang der Wave zurueck, immer wieder hoffnungsvolle Blicke nach oben werfend. Und... ich wurde letztendlich belohnt. Die Ahs und Ohs von mir waren bestimmt nicht zu ueberhoeren gewesen.



Ich knipste einfach fix drauf los. Viel Zeit, um irgendetwas an der Kamera einzustellen, hatte ich nicht. Jetzt ging es nur darum, schnell ein paar Ergebnisse zu erzielen und zu hoffen, das die sich einigermassen sehen lassen konnten. Denn schon war die Sonne wieder verschwunden und die naechste Wolkenwand zog heran. Wieder hies es warten. Warten, das sich noch einmal eine solche Gelegenheit ergeben wuerde und ich die Wave in der beruehmesten Perspektive ablichten konnte.
Warten konnte ja so nervig sein. Oder ich war einfach nur zu ungeduldig. Letztendlich wurde die Warterei aber dann doch belohnt und die Wolken verzogen sich so langsam. Jetzt konnten wir die Wave endlich so richtig geniessen.



Wir machten etliche Bilder, stoeberten in der Gegend umher, gingen auf Entdeckungstour. Es gab so vieles zu sehen und vor allem die Sandsteinformationen und Brainrocks im weiteren Umfeld waren sehr sehenswert. Manchmal gab es wirklich lustige Kreationen. Ein Gebilde sah aus wie ein Mega Big Mac, das naechste wie verquirlte Eiskugeln.





Und dann gab es immer wieder kleine Potholes, in denen sich die Felsstrukturen abzeichneten. Leider hatte der Wind arg aufgefrischt, so das es zu keinen wirklichen Reflektionen kam.
Das waere naemlich wirklich ein prima Anblick gewesen. Nach einer Weile erreichten wir die Second Wave, die jetzt am beginnenden Spaetnachmittag so langsam anfing, interessant zu wirken. Allerdings wollten wir nicht bis zur Golden Hour warten und hierbleiben, schliesslich wartete ja noch ein anstrengender Rueckweg auf uns.




Und der Rueckweg zog sich wirklich ewig dahin. Dazu kam natuerlich, das wir auch weiterhin etliche Fotostopps einlegten, weil das Licht langsam richtig weich wurde und die ganzen Felsstrukturen noch eindrucksvoller aussehen liessen. Die Schatten wurden zwar laenger, aber noch immer brannte die Sonne vom mittlerweile fast stahlblauen Himmel und bohrte uns Hitzepfeile in den Ruecken.


Und noch immer hatten wir ein ganzes Stueck zum Laufen. Nach den Twin Buttes machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause und wir aergerten uns beide, nicht noch eine weitere Flasche Wasser mitgenommen zu haben.
Ich mochte nicht gerne alles einteilen muessen.So etwas war echt daemlich und wuerde uns garantiert nicht noch einmal passieren.
Bei dem Sandsteinhuegel, der auf dem Hinweg das erste markante Zeichen gewesen war, bogen wir erst einmal verkehrt ab und somit verlaengerte sich unser Rueckweg noch ein ganzes Stueck. Wir mochten beide nicht mehr und sehnten uns nach einer eisgekuehlten Flasche Wasser aus dem Cooler im Auto.
Wieder auf der richtigen Faehrte, ging es nun das letzte Stueck weiter bis zum Trailhead. Oh man, das zog sich echt. Endlich am Auto angekommen, hingen wir dann beide wie zwei Suechtige an den Wasserflaschen. Oh, das tat gut. Nachdem wir uns etwas erholt hatten, machten wir uns auf dem Rueckweg.
An der US 89 schlug ich dann noch vor, am Wahweap Point zu stoppen, was auch bei Ulrich auf allgemeine Zustimmung stiess. Mittlerweile hatten wir uns auch wieder ganz gut von den Anstrengungen erholt. Am Wahweap Point selbst herrschte ganz reger Betrieb und selbst ganze Busladungen kamen uns auf der kleinen Anfahrtsstrasse entgegen. Der Blick von hier oben war aber wirklich schoen. Die Marina lag still und nahezu verwaist vor uns und die Sonne zog lange Schatten auf die umliegenden Cliffs, die sich im spiegelglatten Wasser reflektierten.


Selbst solch ein kleiner Viewpoint am Wegesrand konnte auf die Art und Weise unheimlich toll wirken. Wir genossen diesen Anblick in aller Stille, die nur vom Ausloeser unserer Kameras unterbrochen wurde. Es war ein wunderbarer Tag gewesen. So viele neue Eindruecke, soviele Kunstwerke von Mutter Natur.
Das wuerden wir erst einmal verarbeiten muessen. Und auch wenn ich mir geschworen hatte, den Hike zur Wave und vor allem diese Anstrengung nicht noch einmal zu machen, ich war mir jetzt schon sicher, es wuerde ein zweites Mal geben. Irgendwann...
Zurueck im Hotel fuehrte unser erster Weg erst einmal zum Pool. Was tat das gut. Das Wasser war gut temperiert und unsere mueden Glieder wurden so langsam wieder lebendig. Das lag vielleicht auch daran, das der Hot Tub so schoen war warm. Wer weiss. Auf alle Faelle war diese Entspannung wunderbar.
Im Anschluss fuhren wir noch schnell zu Denny's und genehmigten uns einen schoenes Abendessen. Besonders die Cheese Fries hatten es uns angetan, hmm. Gut gesaettigt verbrachten wir dann den Rest des Abend, um unsere Bilder zu betrachten. Die Ausbeute war wirklich reichlich gewesen. Gegen Mitternacht fielen wir dann total muede ins Bett.
 
Richie
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  • Desert Treasures - Suedwesten im Juni oder die Suche nach der Sonne Beitrag #20
Einfach wunderschöne geniale Bilder. Und das Wetter hat sogar einen gewissen Vorteil. Bei unserem Besuch war der Himmel ohne eine einzige Wolke am Himmel. Wenn ich die Bilder so anschaue, dann fehlt mir was. Nämlich die kleinen weißen Wolken auf Deinen Bildern.

Nun kam das letzte Stueck, das sich zugleich als das schlimmste Stueck der ganzen Wanderung entpuppte. Wir mussten einen tiefsandigen steilen Huegel hinaufklettern, der wahrlich eine wahnsinnige Quaelerei war.
Warum seid Ihr nicht einfach links davon auf dem Felsen hoch? Ist zwar relativ steil, aber viel angenehmer wie im Sand.

Freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Richie
 
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