Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival

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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #1
Cherry Blossoms and History - ein Wochenende in DC zur Kirschbluete



Washington DC hat mich ja schon immer gereizt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, das in regelmaessigen Abstaenden Besuche in der Hauptstadt sozusagen zum Pflichtprogramm bei mir gehoeren. Schliesslich muss man ja immer wieder mal vorbeischauen, was es denn so Neues gibt. Bei all den diversen Besuchen hatte ich es nie geschafft, einmal waehrend der Kirschbluete und dem gleichnamigen Festival in der Stadt zu verweilen. Diesen Traum wollten sich mein Mann Ulrich und ich uns nun erfuellen. Das ich dann sozusagen Reiseleiter spielen sollte, stellte sich dann nebenbei noch raus. Aber warum nicht, das machte ich ja gerne und Ulrich hatte bisher noch so gut wie nichts von DC gesehen. Die Planung in die Tat umzusetzen, gestaltete sich dann doch schwieriger als urspruenglich angenommen. Denn nahezu alle Airlines, die Washington DC anflogen, verlangten Preise, die weit ueber dem lagen, was wir momentan fuer einen FLug nach Las Vegas zahlen wuerden. Das konnte ja wohl nicht sein, oder?
Also hiess es jetzt erst einmal abwarten. Vielleicht wuerde sich ja doch noch was ergeben. Und siehe da, nur wenige Tage spaeter war das Glueck auf unserer Seite. US Airways hatte ein paar Angebote und so konnten nun einen Flug nach Reagan National Airport fuer 244$ pro Person ergattern. Juhu, Cherry Blossoms - wir kommen.
Ein Hotel war schnell gefunden. In Crystal City wuerden wir im Hilton wohnen. Da die Metrostation dort nur 3 Blocks entfernt war, wuerden wir also auch fix in die Stadt reinfahren koennen. Nun musste nur noch die Zeit bis dahin vergehen. Regelmaessig schauten wir auf die Website vom Cherry Blossom Festival vorbei, denn dort wurde immer der aktuelle Bluetenstand angegeben. Und siehe da, wir hatten erneut wahnsinniges Glueck. Genau zu unserem Aufenthalt vom 04.04. - 06.04.09 erwartete man die Peak Bloom. Das duerfte ganz nette Bilder geben.

Wenige Tage vorher wurde unsere Freude noch einmal getruebt, denn es wurde ausgerechnet zu unserem Zeitpunkt Sturm und Regen erwartet. Oh nein, alles, nur nicht das!!!
Wir schauten nun mehrfach am Tag bei der NOAA Wettervorhersage vorbei, evtl. besserte sich das ja doch noch. Gluecklicherweise sollte das Wetter nur noch am Freitag schlecht sein und der Sturm auch am Samstag nachlassen.
Na also - Washington DC, wir kommen. Und wer Lust hat, kann uns dabei begleiten. Allerdings sind bequeme Schuhe hier Voraussetzung. Wir werden sehr viel laufen.




Geplant war unter anderem Folgendes:


* Anreise, Memorials an der Mall bei Nacht
* Capitol Hill, Smithsonian Castle, Arlington, Tidal Basin bei Nacht
* Pentagon Memorial, Tidal Basin, White House, Georgetown, Capitol bei Nacht
* Abreise


Hatte zwar eigentlich noch den Suedwest RB versprochen, aber das dauert noch ein wenig. Bis dahin eben als Entschaedigung hier noch den DC Reisebricht. Vielleicht will ja jemand mit uns mitlaufen. Wir wuerden uns freuen
 
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Re: Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival
Richie
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #2
Vielleicht will ja jemand mit uns mitlaufen.
Wie? Was? Laufen???? Und ich dachte wir werden chauffiert? Naja egal bei einem Reisebericht von Dir bin ich doch sowieso dabei.

Viele Grüße
Richie
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #3
Wie? Was? Laufen???? Und ich dachte wir werden chauffiert? Naja egal bei einem Reisebericht von Dir bin ich doch sowieso dabei.

Viele Grüße
Richie

laufen ist gesund, trainiert fiuer den Suedwesten :biggrin::biggrin::biggrin:
Keine Angst, wir fahren auch mal Taxi und zwischendrin mit der Metro ;)
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #4
04.04.09

Heute Nachmittag sollte es dann endlich losgehen. Der Flug sollte um 17:30 Uhr losgehen, so das wir eine Stunde spaeter in DC landen und die 2 Meilen fix zum Hotel fahren wuerden. Eigentlich war das so geplant. Aber die Realitaet sah dann doch ganz anders aus.

Schon den ganzen Tag ueber hatte es hier in Buffalo geregnet und so sah es dann auch an der gesamten Ostkueste aus. Gerade New York und Philadelphia hatten unendliche Verspaetungen und dummerweise sollte unser Flieger aus Philadelphia kommen und nach DC weiterfliegen. Ich war schon den ganzen Nachmittag total genervt und verfluchte nahezu die Wettervorhersagen und Websites, von denen mir in schoener grellroter Farbe die Verspaetungen der diversen Airlines entgegengrinsten. Da will man einmal ein Wochenende verreisen und dann so etwas. Trotzdem liessen wir uns kurz nach 16 Uhr mit dem Taxi zum Airport bringen. Eingecheckt hatten wir ja schon online und Gepaeck aufgeben mussten wir auch nichts. Im Terminal angekommen checkten wir erst einmal die Anzeigetafeln. Unser Flug war nach wie vor delayed, so ein Pech.
Ulrich rief dann noch mal bei der Hotline von US Air an und dort wurde unser Flug nun auf 19:30 Uhr verschoben. Das war frustrierend.
Jetzt hatten wir eh genug Zeit und so verlegten wir das Abendessen eben einfach hier an den Airport. Zumal sie hier jetzt auch eine Anchor Bar hatten. Fuer all diejenigen, die nicht wissen, was es damit auf sich hat: in der Anchor Bar in Buffalo wurden die Original Buffalo Wings erfunden.
Neben einem schoenen Sam Adams genehmigten wir uns noch ein Sandwich und Chicken Tenders. Und waren auf alle Faelle gut gesaettigt. Trotzdem gab es im Anschluss noch genug Zeit zu ueberbruecken und ich nutzte die am Gate dann erst einmal, um etwas im Internet herumzudaddeln. Ausserdem konnte man online so schoen die Delays beobachten sowie das Wetter. Hier in Buffalo war es wirklich nicht mehr schoen. Es regnete in Stroemen und ein richtig garstiger Sturm wuetete. Schlimmer konnte es also in DC gar nicht mehr werden.

Um kurz vor acht durften wir dann auch an Board gehen. Das ging wirklich wahnsinnig fix und schon 25 Minuten spaeter waren wir in der Luft. Der FLug war sehr rauh und unruhig, aber ich hatte schon Schlimmere erlebt. Beim Anflug auf DC riss sogar die Wolkendecke auf und gab einen ersten Blick auf die hell erleuchteten Vororte der DC Area frei. Wer weiss, vielleicht konnten wir ja heute Abend doch noch ein paar Bilder machen.
Nachdem wir gelandet waren, mussten wir noch gut 20 Minuten auf ein freies Gate auf dem Rollfeld warten. So konnte man einen kurzen FLug wirklich bis ins Unendliche ausdehnen. Verstaendlich, das sich einige Mitpassagiere beklagten, da sie nun ihre Anschlussfluege verpassten. Wir verliessen das Terminal und schnappten uns dann fix ein Taxi. Crystal City war ja gluecklicherweise nur gut 2 Meilen entfernt. Wir checkten fix im Hilton ein und machten uns dann fertig, um noch mal ein wenig auf Erkundungstour zu gehen. Unser Zimmer war auch nicht schlecht. Sehr gross und mit einem King Bett, echt klasse.

Vom Hilton aus bis zur Metrostation bei den Crystal City Shops waren es nur ein paar Blocks. Das war okay und wir brauchten nicht allzu lange bis dort hin. An der Metrostation ueberpruefte ich erst einmal, wieviel Guthaben noch auf meiner wiederaufladbaren SmarTrip Card war und ich war erstaunt, das doch noch ein paar Dollar dort waren. Die Karte hatte ich 2007 zuletzt genutzt. Ulrich holte sich ein Einzelticket, denn heute Abend lohnte sich ein Day Pass nicht mehr. Auf den naechsten Zug Richtung DC mussten wir auch nur ein paar Minuten warten. Und leer war es um diese Tageszeit auch schon.



An der Smithsonian Metrostation stiegen wir aus. Leider war der eine Ausgang gesperrt, so dass wir einen Umweg gehen mussten. Aber letztendlich standen wir dann doch mitten auf der National Mall und boten auf dieser freien Flaeche ein hervorragendes Ziel fuer den Wind, der hier in unglaublicher Staerke tobte.
Der wehte uns ja fast um und es war gar nicht so einfach, hier das Stativ aufzubauen. Allerdings gab ich den Versuch, bei diesem Wind Langzeitbelichtungen zu machen, sehr fix auf. Wir liefen Richtung Washington Monument und hier verhinderten immerhin ein paar Baeume, das es allzu garstig wurde. Wir ueberquerten die 15th Street und gingen zum Fahnenring am Washington Monument hinueber. Allerdings war das eine ganz schlechte Idee gewesen. Hier stuermte es dermassen, das wir kaum geradeaus gehen konnten. Und einige Windboen waren wirklich an die 50 Meilen die Stunde.
Das haute uns fast um. Bloss schnell weiter. Nach kurzer Zeit erreichten wir das WWII Memorial, eines der Neuesten hier in Washington, das den Gefallenen des zweiten Weltkrieges gedachte. Neben zwei Torboegen, die die beiden Schauplaetze am Atlantik und im Pazifik symbolisierten, bildete ein schoener Brunnen den zentralen Mittelpunkt. Und dieser Brunnen war wirklich sehr fotogen. Allerdings war es heute gar nicht so einfach, den vernuenftig zu fotografieren, da das Wasser so verblasen wurde.



Und auch die sogenannte Freedom Wall brauchte ich heute nicht versuchen abzulichten. Das Wasser war so unruhig, da kamen keine Reflektionen zustande. Trotzdem bauten wir hier und da unsere Stative auf und versuchten uns an ein paar Motiven. Besonders mit dem Washington Monument im Hintergrund wirkten die ganzen Wasserspiele und Brunnen hier am WWII Memorial auf besondere Art und Weise. Und ich muss sagen, das es mir tagsueber immer gar nicht so besonders zusagte. Liegt wohl daran, das einem dann zuviele Menschen durchs Bild latschen oder so.



Jedenfalls marschierten wir nach einer Weile weiter. Am Reflecting Pool entlang ging es dann erst einmal zum Korean War Memorial. Davon fehlten mir ja bisher noch vernuenftige Bilder.
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #5
Besonders jetzt im Dunkeln wirkten die Soldaten, die lebensgross waren, wie Geister, die sich hier heranschlichen. Klar, das wir hier erst einmal unsere Stative aufbauten und ein paar Langzeitbelichtungen machten. Hier war auch der Wind nicht ganz so extrem. Mit dem diffusen Licht wirkten die Geistersoldaten auf jeden Fall ganz interessant.



Nach einer Weile gingen wir dann weiter zum Lincoln Memorial. Dieses neoklassizistische Bauwerk mit den 18 Saeulen uebte auf mich immer schon eine gewisse Faszination aus und ich freute mich auch dieses Mal wieder, die Treppenstufen hinaufzulaufen. Ich war mal gespannt, ob dieses Mal gleich ein Ranger ankommen wuerde und den Gebrauch vom Stativ untersagen wuerde. So war es mir jedenfalls 2007 ergangen. Und auch dieses Mal brauchten wir nicht lange warten. Eine Rangerin kam an und erklaerte, das wir das Stativ hier nicht benutzen durften. Selbst auf dem Marmor abstellen war nicht erlaubt.
Und das, obwohl wir noch draussen auf der letzten Stufe standen. Das war wirklich sehr bedauerlich, denn gerade von hier oben auf den Stufen hatten wir einen hervorragenden Blick ueber den Reflecting Pool und das Washington Monument mit dem Capitol im Hintergrund. Und auch Mr. Lincoln konnten wir jetzt nur aus der Hand heraus fotografieren. Immerhin klappte das noch so einigermassen.




Wir zogen dann auch fix weiter, versuchten noch den ein oder anderen Shot von den untersten Stufen, aber das wirkte bei Weitem nicht so gut wie von dort oben. Obwohl es mittlerweile schon halb zwoelf war, hier war ueberall noch ganz gut was los. Haette ich so jetzt nicht erwartet. Aber gerade bei Nacht wirkten die ganzen Memorials doch ganz anders als tagsueber. Wir schlenderten noch zum Vietnam Memorial herueber. Diese nuechtern wirkende grauschwarze Mauer aus Granit mit den 55.000 eingravierten Namen hatte irgendwie etwas Bedrueckendes an sich. Wir gingen das gesamte Memorial entlang, in dessen glaenzenden Granit sich sogar das Lincoln Memorial spiegelte. Irgendwie wirkte das wiederum interessant. Einen weiteren sehr interessanten Blick hatten wir dann, als wir uns Richtung Washington Monument umdrehten und dieses dann noch mit in unsere Bilder einschliessen konnten. Also schnell wiede die Stative aufgebaut und losfotografiert. Das ein oder andere Bild wurde dann auch noch recht interessant.



Danach machten wir uns so langsam auf dem Rueckweg. Mittlerweile war es kurz nach Mitternacht und wer weiss, wie lange wir auf die Metro warten mussten. Wir liefen an der vielbefahrenen Constitution Avenue entlang Richtung Smithsonian. Nach dem vielen Laufen taten uns die Fuesse schon ganz schoen weh und wir hofften insgeheim, doch noch ein Taxi zu erwischen. Und gluecklicherweise brauchten wir nicht allzu lange warten und erwischten eins, das wir anhielten. So ging es dann doch etwas fixer zurueck ins Hotel. Und die Taxifahrten hier in DC waren wirklich nicht teuer. Das konnte man sich zwischendrin wirklich mal genehmigen. Geschafft und trotzdem happy, das es doch mit ein paar Bildern geklappt hatten, gingen wir dann zurueck auf unser Zimmer. Nur was zu Trinken waere noch nett. Allerdings war der Automat auf unserer Etage kaputt und wir mussten wieder ewig auf dem Fahrstuhl warten, der uns eine Etage hoeher brachte.
Und hier klappte es dann auch mit was Trinkbaren. Wir luden noch die Bilder hoch und verschwanden dann fix ins Bett. Es war mittlerweile halb zwei am Morgen, was fuer eine unchristliche Zeit. Aber morgen sollten noch weitere Highlights auf uns warten.
 
Richie
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #6
Gleich zu Beginn solche Hammerfotos :eek:

Genial :thumbsup::thumbsup::thumbsup:
 
Mommi
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #7
Kann mich nur anschliessen, klasse Fotos.

Und Sam Adams am Flughafen ist auch immer meine Routine. Ist mein zweitliebstes Bier inzwischen.
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #8
:icon_redf:icon_redf

danke euch beiden fuer die Komplimente.
Und dabei ist der Tag noch nicht einmal so gelungen, da es so stuermisch war.

@ Mommi:

Sam Adams ist neben Alaskan Amber und Poligamy Beer eins meiner Favorites :biggrin:
 
I
ibins
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #9
hab meine sportschuhe schon angelegt. freue mich schon auf die fortsetzung.

ciao
thomas
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #10
05.04.2009


Um kurz nach sechs klingelte der Wecker, gaehn. Also aufstehen wollte ich jetzt wirklich noch nicht und auch Ulrich machte noch keine Anstalten in diese Richtung. Also blieben wir bis sieben Uhr liegen. Ueber Nacht hatte ich leider eine boese Erkaeltung erwischt und ich hatte nun arge Halsschmerzen und extreme Schluckbeschwerden. Na super, das fing ja toll an. Warum musste sowas immer zu den unpassendsten Gelegenheiten auftreten.
Auch nachdem ich etwas getrunken und mit dem Mundwasser gegurgelt hatte, wurde es nicht besser. Da wuerde ich gleich nach dem Fruehstueck in den CVS Store auf der gegenueberliegenden Strassenseite gehen und mir was gegen die Halsschmerzen besorgen. Denn ansonsten waere der Tag eindeutig versaut.
Das Fruehstueck hier im Hotel war sehr lecker mit Eiern, Hashbrowns und Sausage Links. Wie immer packten wir noch ordentlich Tabasco drauf und die Schaerfe linderte sogar ein wenig die Halsschmerzen. Nicht schlecht.

Nach dem Essen packten wir dann fix die Sachen fuer den Tag zusammen und gingen dann los. Neben meinen Lutschpastillen gab es noch was zu Trinken fuer uns aus dem CVS Store und wir marschierten dann die paar Blocks zur Metro. Dort angekommen, musste Ulrich erst einmal ewig warten, bis er sich seinen Daypass am Automaten ziehen konnte. Denn es herrschte ein ordentlicher Andrang. Und auch die Metro selbst war heute sehr voll. Das Cherry Blossom Festival liess gruessen. An jeder Station wurde es voller und als wir dann kurzzeitig oberirdisch fuhren, konnten wir den riesigen Verkehrsstau sehen, der sich in die Stadt hineinquaelte. Meine Guete, was war denn hier los!!!

An der Capitol South Station stiegen wir dann aus und liefen den einen Block hinauf bis zum Capitol. Ach, war das schoen, mein Lieblingsgebaeude in DC wieder in all seiner Pracht erstrahlen zu sehen. Und noch besser, jetzt konnte man auch wieder auf der Ostseite entlanglaufen. Die nervige Dauerbaustelle am neuen Visitorcenter war ja endlich fertig. Ich war schon die ganze Zeit total gespannt, wie es jetzt aussehen wuerde.
Wir liefen erst einmal die gesamte Ostseite vom Capitol entlang, sahen den Treppenzugang, der hinunter zum Visitor Center fuehrte. Und natuerlich auch die Schlange, die auf Tourtickets wartete.
An der anderen Seite gingen wir die Constitution Avenue hinunter und dann zu dem schoen bluehenden Capitol Garden. Die Kirschbaeume und Magnolienbaeume bluehten wirklich wundervoll, es war eine wahre Freude. Wir konnten beide gar nicht genug bekommen, immer wieder boten sich neue Motive an, die das Capitol im Mittelpunkt hatten. Genau so hatte ich es mir dann auch vorgestellt.



Nachdem wir uns fototechnisch ausgiebig ausgelassen hatten, machten wir uns auf zu dem kleinen Park mit dem Bartholdi Brunnen. Der Brunnen war leider total verhuellt und wurde renoviert, aber der Park war weiterhin zu besichtigen. Dies war einer der vielen kleinen Plaetze, die ich in DC so liebte und wir machten eine kleine Pause. Anschliessend schauten wir uns das Aussengelaende vom Botanical Garden an, das ebenfalls sehr sehenswert war. Liebevoll waren unzaehlige Tulpen und Blumen angepflanzt worden und in ein paar Wochen wuerde hier alles sicherlich wunderbar erbluehen.



Erneut ging es am Capitol Garden vorbei und weitere Bilder von den Kirsch - und Magnolienbaeumen folgten. Da konnte man ja nie genug von bekommen.
Als naechstes steuerten wir das Gebaeude vom US Supreme Court an. Auch hier bluehte ein Kirschbaum vor dem neoklassizistischen Gebaeude, in dem schon einige entscheidende Urteile gefaellt worden waren. Heute mussten wir eher aufpassen, vom Wind nicht weggeweht zu werden, der nach wie vor kraeftig blies.



Wir schauten uns ein wenig um und machten noch ein paar Bilder. Wegen dem Wind waren die beiden Brunnen zu beiden Seiten des Supreme Court Buildings nicht in Betrieb, schade. Von denen fehlten mir immer noch Bilder. Also ein Grund, um noch einmal wiederzukommen. Jetzt liefen wir jedenfalls erst einmal weiter, denn zwischen der D Street und Delaware Ave gab es noch einen schoenen Brunnen, den ich sehr gerne mochte. Auch sah man das Capitol mitsamt den Brunnen sehr gut. Nur das Gegenlicht war etwas bloede und verhinderte, da wir ein paar Bilder machten. Auch das war ein Grund zum Wiederkommen. Also irgendwie wurde meine Liste eher laenger als kuerzer, ich machte irgend etwas falsch.
Am Brunnen machten wir erst einmal eine Pause und genossen den Sonnenschein.
Trotz des Sturmes war es angenehm mild, davon konnten wir in Buffalo bisher nur traeumen. So langsam wurde es auch Zeit, weiterzulaufen. Da stand ja noch das Peace Monument und das Grant Memorial an. Und danach konnten wir so langsam zum Capitol Visitor Center gehen, um unsere Tour Tickets zu holen. Das Peace Monument stand auf einem Vorplatz, zu Beginn der Pennsylvania Avenue. Gerade zum Sunset konnte man hier ganz eindrucksvolle Bilder machen. Wir begnuegten uns mit den normalen Fotos.



Zurueck an der Ostseite vom Capitol hatte sich eine riesige Menschenmenge angesammelt? Wollten die etwa alle jetzt ins Capitol und die Fuehrung mitmachen? Die Ursache war schnell herausgefunden, die Capitol Police hatte grossraeumig den ganzen Bereich abgesperrt, sagte aber natuerlich nicht, warum. Hin und wieder passierte das mal, wenn ein wichtiger Senator oder eine andere wichtige Persoenlichkeit zum Capitol kam. Dann hiess es einfach nur warten. Das machten wir auch jetzt. Nachdem die Zeit fuer unsere Tour nun schon ueberschritten war und wir keine Lust hatten, die Zeit weiterhin hier zu vergeuden, gingen wir unvollrichtetet Dinge. Es war das erste Mal in DC, das ich nicht ins Capitol reinkam, schnief.

Fuer Ulrich waere es halt das erste Mal gewesen.Schade, muessen wir das irgendwann einmal zu einem normalen Zeitpunkt nachholen und noch einmal DC unsicher machen. Wir fuhren nun mit der Metro bis zur Station Smithsonian und landeten dann mitten im Trubel des Cherry Blossom Festivals. Hier war nahezu kein Durchkommen, die Metrostation war gnadenlos verstopft und auch auf der Mall war es nicht besser. Das war unglaublich!!! Wir konnten uns kaum von der Stelle bewegen. Nach einer Weile erreichten wir das Smithsonian Castle, dort machten wir noch ein paar Bilder von aussen. Denn auch hier bluehte es ueberall.



Nun wollte ich aber einfach ein wenig aus diesem Trubel fluechten und so machten wir uns so langsam auf dem Weg Richtung 14th Street und Tidal Basin. Aber selbst die grossen Zufahrtstrassen waren hemmungslos verstopft mit Leuten. Sowas hatte ich wirklich noch nicht erlebt.
Ich hasste solche Ansammlungen an Menschen ja wie verrueckt. Ich glaube, noch einmal wuerde ich Dc nicht mehr zum Festival besuchen. Da ich mich ja sehr gut in der Stadt auskannte, gingen wir ein paar Abkuerzungen, Schleichwege und Seitengassen und erreichten irgendwann ganz muehsam den Bereich noerdlich des Tidal Basin. Hier war es noch schlimmer und es gab ueberhaupt kein Vorankommen mehr. Sozusagen ein menschlicher Verkehrsstau.




Fotografieren konnte man nahezu vergessen, es war einfach unmoeglich. Hier blieb nur die Flucht nach vorne, zur Independence Ave und dann weiter Richtung Lincoln Memorial. Bis wir dort ankamen, dauerte das eine ganze Weile. Hier gab es immerhin eine Drinking Fountain, wo ich meine Trinkflasche wieder auffuellen konnte. Und die Halsschmerzen meldeten sich wieder unschoen zurueck, da kam eine Pause gerade recht. Waehrend ich meine Halspastille lutschte, goennten wir unseren Fuesen eine Erholungspause und beobachteten das bunte Treiben.



Hier verweilten wir erst einmal ein wenig und nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, machten wir uns auf nach Arlington.


Fortsetzung folgt.....
 
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Gast415
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #11
Mit solchen Augen hatte ich DC noch nie erlebt. Fuer Jahre musste ich alle paar Wochen fuer ne Woche zu Meetings dahin, und habe ueber die Zeit dann DC "hassen" gelenrt!

Alles war ueberteuert, selbst mit den generoesen Spesen meines Arbeitsgebers musste man aufpassen, um nicht zu zahlen zu muessen. Dadurch hatte sich langsam ein negatives DC Bild in mir aufgebaut, und ich habe eigentlich nie dioe wirklichen Schoenheiten der Stadt genossen!
 
americanhero
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #12
Mit solchen Augen hatte ich DC noch nie erlebt. Fuer Jahre musste ich alle paar Wochen fuer ne Woche zu Meetings dahin, und habe ueber die Zeit dann DC "hassen" gelenrt!

Alles war ueberteuert, selbst mit den generoesen Spesen meines Arbeitsgebers musste man aufpassen, um nicht zu zahlen zu muessen. Dadurch hatte sich langsam ein negatives DC Bild in mir aufgebaut, und ich habe eigentlich nie dioe wirklichen Schoenheiten der Stadt genossen!

ich glaube, du solltest doch mal so als Touri nach DC reisen. Dann hast du auch mehr Zeit und Blicke fuer die ganzen Dinge. Das klappt geschaeftlich ja nie. Auch Ulrich ging es so. Er hatte es ganz anderes in Erinnerung, da er nur mal geschaeftlich da war. Und jetzt just for fun hat es ihm super gefallen.
So ein paar ganz nette Ecken gibt es dort ja schon irgendwie.... ;)
 
americanhero
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #13
Fortsetzung....


Hinter dem Lincoln Memorial begann ja die Zufahrt zur Arlington Bridge, die nutzten wir dann auch. Auf der Bruecke selbst herrschte wieder ein wahnsinniger Wind, puh, da wehte es uns ja fast davon. Der Weg bis nach Arlington zog sich auch ziemlich, aber hier herrschte wenigstens nicht mehr so ein Trubel. Ausserdem gehoerte Arlington zu einem Washington Besuch einfach dazu. Wir passierten das Tor zum Friedhof und da gluecklicherweise schon die Sommerzeiten aktuell waren, hatten wir hier auch noch genuegend Zeit zum Erkunden. Unser erster geplanter Halt sollte bei der Eternal Flame am Kennedy Grab sein. Kaum zu verfehlen, denn dahin pilgerten auch unzaehlige andere Touris. Und immer wieder stoppten wir, um diese ganzen gradlinigen Reihen mit weissen Graebern zu fotografieren. Die waren so angelegt wie ein Regiment und egal, wie weit wir unseren Blick schweifen liessen, es gab Graeber, soweit das Auge blicke.



Erstaunlicherweise fand heute mal keine Beerdigung statt, denn die Flagge am Arlington House wehte nicht auf Halbmast. Bei den letzten 7 Besuchen hier hatte ich das erst ein einziges Mal erleben koennen. Das Arlington House selbst konnte man auch besichtigen, doch dafuer war die Zeit heute doch etwas zu knapp bemessen. Heute sollte Ulrich wenigstens die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten zu Gesicht bekommen. Am Kennedy Grab selbst herrschte ein grosser Andrang, daher beschraenkten wir uns hier auch mit Bildern, zumal eh etwas Gegenlicht vorhanden war. Aber von hier hatte man einen hervorragenden Blick zurueck nach DC und eingerahmt zwischen etlichen bluehenden Baeumen konnten wir das Old Post Office Building sowie das Washington Monument ausmachen. Hier herumzulaufen war jetzt wirklich ein Traum, den wir beide sehr genossen. Vor allem, nachdem wir dann das Stueck bis zum Grab des Unbekannten Soldaten liefen. Immer wieder ging es kleine Huegel hinauf oder hinunter, vorbei an bluehenden Baeumen und den unzaehligen Graebern, die als nuechterner Kontrast dazu wirkten. Am Grab selbst war gerade der Wachwechsel im Gange und dementsprechend hatte sich eine grosse Menschenmenge angesammelt. Wir standen erst einmal ziemlich weit im Hintergrund. Aber aus Erfahrung wusste ich ja, das nach dem Wachwechsel schlagartig viel Platz frei wurde und wir uns eine Stelle zum Fotografieren aussuchen konnten. Schliesslich folgte in einer halben Stunde der naechste Wachwechsel. Genau wie vorausgesagt passierte es dann auch. Vorne an der Absperrung machten wir es uns dann schon mal gemuetlich, die Fuesse freuten sich jedenfalls ueber diese kleine Pause und es erfolgten ein paar Probefotos. Punkt 17 Uhr ging es dann weiter und alle wurden gebeten aufzustehen.



Eine Soldat der Honor Guard kuendigte den ganzen Prozess an und bei der Wachablösung selbst wurde dann in einer 10 minüten Zeremonie das Gewehr an den nächsten Marinesoldaten übergeben. Alles war eine völlig eingespielte und fließend übergehende Sache und man sollte sich das wirklich anschauen, wenn man dem Arlington National Cemetery einen Besuch abstatten sollte.



Schon alleine diese schwungvoll eleganten Schritte der Soldaten waren sehenswert.
Wie zu erwarten machten wir natuerlich wieder etliche Bilder. Ich hatte mir auch einfach mal die 300er Lens raufgetan und mit der konnte ich wirklich jeden Wimpernschlag des Marinesoldaten festhalten. Nach Ende des Wachwechsels gingen wir noch zu den Memorials, die den Opfern der Challenger und Columbia Katastrophe gedachten, ehe wir uns dann so langsam auf dem Rueckweg machten.



An der Metro Station mussten wir eine ganze Weile warten, bis endlich ein Zug kam. Na ja, es waren ja nur drei Stationen, die wir fahren mussten. Zurueck im Hotel, war ich echt froh, die Beine mal kurz ausstrecken zu koennen, denn die taten ganz schoen weh. Und durch die Erkaeltung war ich doch ziemlich geschafft. Die kurze Erholung tat echt gut. Doch schon eine gute halbe Stunde spaeter packten wir unsere Stative und Sachen wieder ein und machten uns erneut auf zur Metro Station. So langsam meldete sich bei uns der Hunger, wir wollten mal schauen, wo wir was zu Essen bekommen wuerden. Leider hatten wir fuer heute, einen Samstag, nicht vorreserviert. Daher duerfte das etwas tricky werden.
Am Metro Center in Downtown DC stiegen wir aus und versuchten unser Glueck zuerst bei der Capitol Brewing Company an der New York Ave. Aber eine Stunde Wartezeit?
Bis dahin waren wir ja verhungert. Zum Glueck kannte ich noch etliche andere moegliche Restaurants und Futterstellen hier in der Ecke, wo wir das versuchen konnten.
Und am Harrie's am Hotel Harrington wurden wir fuendig. Es gab auch einen Platz draussen, denn es war noch sehr mild. Das Chili jedenfalls war sehr gut und auch die Cheese Fries.

Gut gesaettigt liefen wir dann die zwei Blocks zum White House. Der Bereich zum South Lawn war aus irgendeinen Grund versperrt, so dass wir dann einfach nur am North Lawn vorbeischauten. Auch gut.
Anschliessend machten wir uns auf Richtung Tidal Basin, ueberquerten die noch immer gut befahrene Independence Ave, bis wir dann den Pfad am Tidal Basin erreichten und nun endlich nahezu fuer uns alleine hatten. Endlich konnten wir hier mal entlanglaufen, ohne in diesen Menschenmassen gefangen zu sein.
Und fuer die Nachtaufnahmen konnten wir uns alle Zeit der Welt lassen. Als erstes folgten ein paar Langzeitbelichtungen von den Kirschblueten im Dunkeln, hi hi, auf so eine Idee muss man schliesslich erst einmal kommen.



Und auch das Washington Monument sowie das Jefferson Memorial spiegelten sich wunderbar im Wasser wider. Und gerade so angeleuchtet sah das ausgezeichnet aus. Wir konnten beide gar nicht genug davon bekommen. Schon witzig, wenn man so verrueckt ist mit Fotografieren.
Aber in den meisten Faellen lohnte sich das wirklich.



Wir liefen ein paar Meter weiter, stoppten, fotografierten, liefen erneut weiter. Wenn das so weiterging, wuerden wir erst naechste Woche fertig werden.
Na ja, irgendwann erreichten wir dann das FDR Memorial, das zu Ehren Franklin Delano Roosevelt errichtet worden war. Ich mochte das Memorial mit den ganzen Kaskaden und Wasserfaellen unheimlich gerne. Die Wasserfaelle waren zwar nur sehr diffus beleuchtet, aber gerade das und durch die Langzeitbelichtungen wurde das sehr interessant. Besonders interessant war dann die Tatsache, selbst mal als Geist in einem der Bilder zu erscheinen. Nachdem Ulrich und ich nahezu gleichzeitig unsere Fotos schossen und ich bei einem Foto fuer vielleicht ein Sekuendchen durch sein Bild marschierte, erschien ich halt als Geist. Das mussten wir dann aber erst einmal richtig ausnutzen und machten dann bewusst solch ein Bild von uns beiden, hi hi.





Nachdem wir dann genug rumgegeistert hatten, ging es zu den naechsten Kaskaden weiter. Auch hier erfolgten wieder einige Bilder. Also die Nachtaufnahmen waren ganz schoen zeitaufwendig und die Zeit verging dabei echt wie im Flug. Das es schon wieder 23 Uhr war, wollten wir erst gar nicht glauben und machten uns dann so langsam auf dem Weg Richtung Jefferson Memorial. Damit wuerde unser Spaziergang dann heute Abend enden, aber erst einmal zog sich das alles noch ziemlich bis zum Memorial hin. Unsere Langzeitaufnahmen machten wir vorsorglich schon mal davor, schliesslich wollten wir nicht wieder so wie gestern Abend einen Rueffel erhalten. Wir packten unsere Stative zusammen und gingen dann noch die Stufen hinauf zum Memorial, in dessen Innenraum eine grosse Statue von Thomas Jefferson stand. Selbst jetzt, gegen halb zwoelf, war noch ein Ranger zugegen und erzaehlte einer kleiner Gruppe etliche interessante Details ueber Jefferson und das Memorial.




Ueber die Outlet Bridge ging es dann fuer uns zurueck Richtung Innenstadt und zur 14th Street, wo wir schon kurz darauf ein Taxi anhalten konnten, das uns zurueck zum Hotel brachte. Wir holten uns noch fix was zum Trinken und waren dann aber auch froh, endlich im Bett liegen zu koennen. Das war ein sehr langer Tag mit vielen Meilen gewesen. Ich glaube, unsere Fuesse hatten mehr als einmal gequalmt. Aber Spass gemacht hatte es und gegen halb eins gingen wir dann auch schlafen.
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #14

bin gerade sehr ueberrascht, das Bild wurde in einem Online Reisefuehrer fuer Washington DC genommen und veroeffentlicht. :biggrin::biggrin::biggrin:
Sowas koennte ruhig haeufiger mal passieren. Aber man faengt ja bekanntlich klein an, auch wenn es halt so etwas ist.
Auf jeden Fall freut es mich
 
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Gast12639
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #15
Glueckwunsch .
Deine Bilder sind einfach schoen ! :smile:
 
americanhero
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #16
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Gast18808
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #17
Aehem....nur ein klitzekleiner Einwurf (auf den ich allerdings sehr viel Wert lege:biggrin:)
Das Grab des unbekannten Soldaten wird NICHT von Marinesoldaten bewacht sondern von Soldaten der ARMY.

Um genauer zu sein vom Old Guard (3rd Infantry Reg).
Die Old Guards sind uebrigens auch fuer alle Begraebnisszeremonien auf dem Friedhof zustaendig,und auch fuer die Beerdigungszeremonien von Praesidenten.

Wer sich dafuer interessiert sollte mal rueber nach Fort Myer,gleich neben dem Friedhof,dort gibt es ein Museum und Fuehrungen,man wird ueber die sehr detaillierten Zeremonien aufgeklaert und natuerlich darf man auch die Pferde anschaun und streicheln.Sehr interessant,auch fuer nicht so militaerbegeisterte Besucher.

http://www.army.mil/oldguard/core/specplt/tomb.htm


So,mehr wollt ich gar nicht...sorry Yvonne....bitte weitermachen:biggrin:



Jazz
 
americanhero
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #18
Um genauer zu sein vom Old Guard (3rd Infantry Reg).
Die Old Guards sind uebrigens auch fuer alle Begraebnisszeremonien auf dem Friedhof zustaendig,und auch fuer die Beerdigungszeremonien von Praesidenten.

siehst du mal, was ich wieder fuer einen Muell schreibe. Auf der Webseite habe ich es korrekt stehen. :icon_redf
Aber der Tipp mit dem Museum ist gut, das kenne ich naemlich noch nicht. Kann ich ja beim naechsten Besuch gleich mal mit einplanen :biggrin:
 
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #19
ich glaube, Staedtetouren sind nicht so der Brueller. Ist ueberhaupt noch jemand mit dabei? :confused:
Es geht trotzdem gleich ein wenig weiter....



06.04.2009


Ein neuer Tag begann, den wir auch heute wieder mit jeder Menge Sights vollgepackt hatten. Mal schauen, was wir davon realisieren konnten. Um sieben Uhr standen wir dann auf und ungluecklicherweise hatte sich meine Erkaeltung ueber Nacht nicht verzogen. Sie war aber immerhin etwas besser geworden. Wir checkten noch kurz die Mails und das Wetter, es sollte heute wirklich ein schoener Tag werden. na, das war doch mal was Positives. Fruehstueck gab es wieder hier im Hotel und wie ueblich unsere Eier mit Hashbrowns, Sausage Links und Toast und jeder Menge Tabasco Sauce. Gut gestaerkt packten wir dann unsere Sachen fuer den Tag zusammen, kauften noch was zu Trinken im CVS Store nebenan und marschierten dann zur Metro Station. Mit der Blue Line fuhren wir nun bis zur Pentagon Station. Heute gab es etwas vollkommen Neues fuer mich zu sehen, das Pentagon Memorial, welches nach jahrelanger Bauzeit letztes Jahr am 11. September eingeweiht wurde. Noch hatte ich ein etwas zwiespaeltiges Verhaeltnis zu diesem Memorial. Wie wuerde man das Thema hier umgesetzt haben? Kaum aus der Metro ausgestiegen, gab es riesige Hinweisschilder, die einem immer wieder erklaerten, das Fotografieren hier am Pentagon strengstens verboten war. Man konnte es aber auch uebertreiben.
Jedenfalls war der Weg zum Memorial hervorragend ausgeschildert und an einem riesigen Parkplatz und der Suedseite des Pentagon vorbei fuehrte er uns zu dem Memorial. Zu verfehlen gab es hier nichts.



Das Memorial selbst war ein riesiger Platz auf dem sich sowas wie jede Menge Baenke befand. Insgesamt 184 Stueck, fuer jedes Opfer eine. Und je nachdem wie alt die Opfer waren, unterschied sich auch die Groesse der jeweiligen Baenke. Kleine Wasserpools symbolisierten eine gewisse Ruhe und unzaehlige Pappeln hatten man zusaetzlich angepflanzt. Obwohl es irgendwie total ernuechternd wirkte, hatte das Memorial doch etwas an sich, was mir sehr gefiel. All diese Units waren in die Richtung des Pentagon ausgerichtet, in die auch das Flugzeug hineinstuerzte. Das Memorial sollte man sich schon ansehen, wenn man in DC ist. Uns beiden hatte es gut gefallen, auch wenn der Hintergrund eher ein Tiefgruendiger ist und sich jeder noch genau an diesen Tag erinnern kann.



Von hier konnten wir ebenfalls auf eines der neuesten Memorials blicken, naemlich auf das Air Force Memorial. Irgendwie hatte mir bisher immer noch die Zeit gefehlt, um auch dorthin zu laufen. So nutzte ich den Blick von hier, um es auf einem Bild festzuhalten.



Nach diesen doch etwas bedrueckenden Besuch am Pentagon fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt hinein. Wir wollten heute eine weiteren Versuch starten, um den Tidal Basin mitsamt den Kirschbaeumen und Memorials zu besichtigen. Bei Weitem war heute nicht soviel los wie gestern, auch wenn es noch immer sehr voll war. Aber schon auf der Hoehe des Washngton Monuments hatten wir heute die erste Chance, ein paar Bilder zu machen. Denn das Monument mit den Kirschbaeumen eingerahmt sah echt toll aus. Auch wenn die ganzen japanischen Touristen hier wie verrueckt waren und sich unter den Baeumen breit machten und eine riesige Fotosession abhielten.




Aber irgendwie hatten diese Kirschbaeume aber auch was. Vielleicht sollten wir das auch mal machen. Unter so einem bluehenden Baum zu stehen war schon toll. Uebrigens ist es verboten, die Blueten abzubrechen und man wird dafuer sogar hart bestraft. Laut Gesetz kann man dafuer dann sogar verhaftet werden. Aber zumindest eine saftige Strafe ist faellig. Leider hielten sich nicht alle Besucher daran und kontrollieren konnte man die zigtausend Besucher eh nicht alle.
Wir genossen es aber eher, die Blueten im Detail zu fotografieren, oder die diversen Memorials mit Kirschblueten einzurahmen.



Heute kamen wir wesentlich schneller zum Tidal Basin und immer wieder hielten wir an, um ein paar Bilder zu machen. Es war einfach viel zu schoen. Und voller Erstaunen blickten wir zum Jefferson Memorial auf der anderen Seite des Tidal Basin hinueber, an dessen Stufen sich bereits Massen angesammelt hatten.



Gut, das wir Mr. Jefferson schon am Abend angesehen hatten. So konnten wir gleich einfach nur weitergehen und unser Hauptaugenmerk auf die Kirschblueten richten. Und erstaunlicherweise ging es sogar einigermassen zuegig vorwaerts. Auf den Bruecken wurde es zwar wieder sehr eng und stockend, aber so konnte man die Zeit nutzen, um ein paar Bilder zu machen. Am Jefferson Memorial war auch eine Buehne aufgebaut, an der einige Vorfuehrungen stattfanden, aber dazu hatten wir keine Lust und gingen dann weiter. Immer wieder gab es dann ein paar Bilder, denn diese ganzen Kirschbaeume, die wirklich gerade ihre Peak Season in Bluete hatten, waren absolut beeindruckend. Einst waren sie im Jahre 1912 ein Geschenk von Japan an die USA gewesen, in dem man 3000 japanische Kirschbaeume als Symbol der Freundschaft zwischen der USA und Japan hier anpflanzte.



Und Ladybird Johnson akzeptierte im Jahre 1965 noch einmal 3800 Kirschbaeume als Geschenk. Was dann passierte, wenn die bluehten, konnten wir nun mit eigenen Augen sehen.Die hatten sogar zwei unterschiedlich bluehende Baeume hier. Einige bluehten so richtig rosa, die anderen eher weiss. na ja, schoen sah es jedenfalls aus und wir machten natuerlich auch das ein oder andere Bild von uns beiden unter einem bluehenden Kirschbaum.





Nachdem wir dann die Runde um den Tidal Basin fertig gelaufen waren, was doppelt so lange dauerte wie normalerweise, machten wir uns auf dem Weg zurueck Richtung Reflecting Pool. Hier war auch heute wieder ordentlich was los. Aber immerhin war der Wind weg. Am WWII legten wir einen kleinen Fotostop ein, da ich noch ein paar bestimmte Bilder machen wollte. Doch was war das? Die Sonne war weg!!! Eine fette Wolke hatte sich hierhergeschmuggelt. Sowas, eigentlich war das erst fuer heute Abend angesagt worden. Demnach waren die nachfolgenden Bilder auch nicht mehr so toll, blauer Himmel war da doch was anderes.



Heute wollten wir auf alle Faelle noch einmal unser Glueck am South Lawn vom White House probieren. Und durch das Festival konnten wir dann auch schoen ein paar Abkuerzungen nehmen, die man normalerweise nicht hatte. Der Weg quer ueber die Ellipse sparte uns jedenfalls eine gute halbe Meile ein, ueber die wir jetzt auch ganz froh waren.



Fortsetzung folgt....
 
S
[Sepp]
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  • Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival Beitrag #20
Hallo Yvonne,

danke für Deinen Hinweis im anderen Thread. Ich bin zwar auch nicht der Fan von Städtetouren, aber bei solchen Superfotos:jump:, da muss ich mit dran bleiben.

Viele Grüße
Sepp
 
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Re: Cherry Blossoms & History - Washington DC zum Cherry Blossom Festival
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