Boot / Yacht fahren in der USA

    Diskutiere Boot / Yacht fahren in der USA im Allgemeine USA Reisefragen Forum im Bereich USA Reisen; Hallo Leute, ich plane gerade meine Ferien in den USA. Ich möchte hierfür ca. 2-3 Wochen unterwegs sein. Von San Diego bis San Francisco die Küste auf...
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #1
Hallo Leute,

ich plane gerade meine Ferien in den USA. Ich möchte hierfür ca. 2-3 Wochen unterwegs sein. Von San Diego bis San Francisco die Küste auf dem Wasserweg hochfahren. Momentan denke ich da an eine 20m Yacht.

In Deutschland bin ich mit solchen Teilen mit dem Sportbootschein See bzw. Binnen und den nötigen Patenten unterwegs. Aber wie ist das ganze in den Staaten bzw. in California?
 
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Gast14969
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #2
Hallo Leute,

ich plane gerade meine Ferien in den USA. Ich möchte hierfür ca. 2-3 Wochen unterwegs sein. Von San Diego bis San Francisco die Küste auf dem Wasserweg hochfahren. Momentan denke ich da an eine 20m Yacht.

In Deutschland bin ich mit solchen Teilen mit dem Sportbootschein See bzw. Binnen und den nötigen Patenten unterwegs. Aber wie ist das ganze in den Staaten bzw. in California?
Auf jeden Fall State abhängig. Es gibt nichts Bundesweites.

Da mußt Du bei DMV California nachschlagen.

Bei uns in VA z.B. ist das Altersabhängig geregelt. Ich in meinem hohen Alter brauche gar nichts.:rolleyes:
Natürlich habe ich ein Training absolviert. Aber offiziell brauche ich keinen Schein.

Wie es in CA aussieht, weiß ich nicht. Das wird dort aber bestimmt ebenfalls über DMV geregelt.
 
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Gast21527
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #3
Du brauchst keinen Schein, gibt auch keine in CA. Aber die Pacific-Kueste ist nicht zu unterschaetzen, sehr wenig Haefen unterwegs und staendig auflandigen Wind, und meistens West-Nordwest.
Fuer erfahrene Segler, (nehme ich mal an) natuerlich zu meistern.

Hatte in D auch insgesamt 5 Scheine, hier geht's ohne, der Mist der gebaut wird ist aber fast gleich!

Gruss und viel Spass
DagO
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #4
Hi,

erstmal Danke für die Antworten. Ich hatte eigentlich vor, die Strecke nicht mit einem Segler zu fahren, sondern auf einer Motoryacht, die etwas standhafter ist und den örtlichen Bedingungen geeignet ist. Die Strecke sind etwa 800km = ca. 10 Stunden reine Fahrt. Die Strecke kann man dann auch mit Motorkraft zurücklegen.

Mit dem Segeln habe ich auch meine Erfahrungen, aber mehr schlechte als gute. Kurz gesagt: eine 20-30m Segelyacht kann man nicht zu zweit fahren => die weibliche Begleitung muss ab und zu auch mal anpacken, vor allem dann, wenns schnell gehen muss. Und wenn die Frauen dann anfangen rumzudiskutieren (nein, ich zieh die Schwimmweste nicht an, weil die ja mein schönes neues Top zerknittert), geht meine Laune auch in den Keller.

Deshalb lieber mit Motor unterwegs sein, da kann ich die Yacht fast alleine steuern.
 
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Gast14969
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #5
Hi,

erstmal Danke für die Antworten. Ich hatte eigentlich vor, die Strecke nicht mit einem Segler zu fahren, sondern auf einer Motoryacht, die etwas standhafter ist und den örtlichen Bedingungen geeignet ist. Die Strecke sind etwa 800km = ca. 10 Stunden reine Fahrt. Die Strecke kann man dann auch mit Motorkraft zurücklegen.

Mit dem Segeln habe ich auch meine Erfahrungen, aber mehr schlechte als gute. Kurz gesagt: eine 20-30m Segelyacht kann man nicht zu zweit fahren => die weibliche Begleitung muss ab und zu auch mal anpacken, vor allem dann, wenns schnell gehen muss. Und wenn die Frauen dann anfangen rumzudiskutieren (nein, ich zieh die Schwimmweste nicht an, weil die ja mein schönes neues Top zerknittert), geht meine Laune auch in den Keller.

Deshalb lieber mit Motor unterwegs sein, da kann ich die Yacht fast alleine steuern.
Hast Du denn jemand, der die eine gibt ??? (Ich meine die Yacht ;) ).
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #6
Hast Du denn jemand, der die eine gibt ??? (Ich meine die Yacht ;) ).
Meine Yacht liegt gerade in Kiel. Ich habe eine Familie gefunden, mit der ich die Yachten tausche. Die bekommen für die Zeit meine und ich deren Yacht. Wieso?
 
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Gast15127
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #7
Du brauchst keinen Schein, gibt auch keine in CA. Aber die Pacific-Kueste ist nicht zu unterschaetzen, sehr wenig Haefen unterwegs und staendig auflandigen Wind, und meistens West-Nordwest.
Fuer erfahrene Segler, (nehme ich mal an) natuerlich zu meistern.

Hatte in D auch insgesamt 5 Scheine, hier geht's ohne, der Mist der gebaut wird ist aber fast gleich!

Gruss und viel Spass
DagO
Das ist traurig, aber leider wahr.
 
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Gast14969
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #8
Meine Yacht liegt gerade in Kiel. Ich habe eine Familie gefunden, mit der ich die Yachten tausche. Die bekommen für die Zeit meine und ich deren Yacht. Wieso?
Nun, damit ist alles klar.

Doch sonst wuesste ich nicht, wer einem Touri mal eben so eine 20-30 meter Yacht anvertraut.
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #9
Das ist traurig, aber leider wahr.
Wer einen deutschen Bootsschein hat, der weiß, wie schwer die Prüfung ist - nämlich garnicht. 2 Tage lang Theorie büffeln (wobei Theorie eh nur Schrott ist, ala: Welche Vorschriften gelten hier und dort) und dann noch drei Manöver fahren. Ich konnte damals schon relativ gut bootfahren. Ein anderer, der nach mir kam, hat in der Prüfung beim Anlegen fast das Boot und den Steg zerlegt. Er hat den Schein trotzdem bekommen.

Auf der anderen Seite ist mein Bruder diesen Sommer bei der Prüfung durchgefallen, weil er zwei Knoten zu langsam geschlagen hat - so die Ansicht des Prüfers. Behördenwillkür eben.

Nun, damit ist alles klar.

Doch sonst wuesste ich nicht, wer einem Touri mal eben so eine 20-30 meter Yacht anvertraut.
Das chartern eines Bootes in der Klasse ist in der Regel auch kein Problem. Allerdings wird das Boot dann samt Besatzung gestellt. Einem Bootsführer + ein Besatzungsmitglied als "Mädchen für alles". Hab ich mal in Italien / Monaco mit einer Galeon 640 gemacht, mach ich nie wieder.
 
Pauli
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #10
Wer einen deutschen Bootsschein hat, der weiß, wie schwer die Prüfung ist - nämlich garnicht. 2 Tage lang Theorie büffeln (wobei Theorie eh nur Schrott ist, ala: Welche Vorschriften gelten hier und dort) und dann noch drei Manöver fahren. Ich konnte damals schon relativ gut bootfahren. Ein anderer, der nach mir kam, hat in der Prüfung beim Anlegen fast das Boot und den Steg zerlegt. Er hat den Schein trotzdem bekommen. ...
Dies ist sehr, sehr unterschiedlich.

..Auf der anderen Seite ist mein Bruder diesen Sommer bei der Prüfung durchgefallen, weil er zwei Knoten zu langsam geschlagen hat - so die Ansicht des Prüfers. Behördenwillkür eben...
Welche Behoerde denn - der DMYV oder DSV sind Vereine die zwar im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums arbeiten, weswegen die Pruefer aber in aller Regel dennoch zu keiner Behoerde gehoeren.

... Die Strecke sind etwa 800km = ca. 10 Stunden reine Fahrt. ....
Ueber 40 kn im Schnitt - na das ist ja mal ein flottes Boot.
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #11
Welche Behoerde denn - der DMYV oder DSV sind Vereine die zwar im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums arbeiten, weswegen die Pruefer aber in aller Regel dennoch zu keiner Behoerde gehoeren.
Ja, da hast du natürlich recht.

Ueber 40 kn im Schnitt - na das ist ja mal ein flottes Boot.
Es ist eine Pershing 72, die 10h waren ja auch nur als reine Fahrzeit gedacht. Natürlich werde ich nicht mal eben durchheizen, sondern auch mal schön einige Häfen anlaufen.
 
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Gast15127
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #12
Wer einen deutschen Bootsschein hat, der weiß, wie schwer die Prüfung ist - nämlich garnicht. 2 Tage lang Theorie büffeln (wobei Theorie eh nur Schrott ist, ala: Welche Vorschriften gelten hier und dort) und dann noch drei Manöver fahren. Ich konnte damals schon relativ gut bootfahren. Ein anderer, der nach mir kam, hat in der Prüfung beim Anlegen fast das Boot und den Steg zerlegt. Er hat den Schein trotzdem bekommen.
Diese Behauptung moechte ich mal schlankweg in den Bereich "Grimms Märchen" stecken. Tut mir leid, ich verstehe zu viel von der Materie als dass ich das glauben kann.

Auf der anderen Seite ist mein Bruder diesen Sommer bei der Prüfung durchgefallen, weil er zwei Knoten zu langsam geschlagen hat - so die Ansicht des Prüfers. Behördenwillkür eben.
Da wird es wohl noch ein paar andere Punkte bei der Prüfung gegeben haben - oder wie langsam ist "zu langsam"?

Das chartern eines Bootes in der Klasse ist in der Regel auch kein Problem. Allerdings wird das Boot dann samt Besatzung gestellt. Einem Bootsführer + ein Besatzungsmitglied als "Mädchen für alles". Hab ich mal in Italien / Monaco mit einer Galeon 640 gemacht, mach ich nie wieder.
Das war ein kluger Vercharterer - kann der Mieter nicht beweisen, dass er über genügend Erfahrung verfügt, würde ich ihm auch kein 20 m-Schiff anvertrauen.
 
Pauli
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #13
...Es ist eine Pershing 72, die 10h waren ja auch nur als reine Fahrzeit gedacht. Natürlich werde ich nicht mal eben durchheizen, sondern auch mal schön einige Häfen anlaufen.

Find ich ja toll , dass man eine solche Yacht fuer fuenf Millionen Dollar so unkompliziert im "Bootstausch" bekommen kann. Die Frage ist nur was man auf einem solchen Schiff mit nur zwei Personen anfaengt:confused:.
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #14
Find ich ja toll , dass man eine solche Yacht fuer fuenf Millionen Dollar so unkompliziert im "Bootstausch" bekommen kann. Die Frage ist nur was man auf einem solchen Schiff mit nur zwei Personen anfaengt:confused:.
Fangen wir mal damit an, dass die Yacht nur etwa die Hälfte wert ist. Im Gegenzug bekommen die eine Sunseeker 64 (meiner Familie).

Der Kontakt zu der Familie kam über den Yachtclub zustande. Die haben angefragt, wer denen hier in Deutschland eine Yacht zur Verfügung stellen kann. Außerdem.. Ich weiß nicht so ganz, wie ich mich da richtig ausdrücken soll... Mit einer Yacht geht man anders um, als mit einem Wagen oder einem Haus.

Was man zu zweit auf so einer Yacht macht, kann ich dir auch nicht sagen. Wäre ich 20 Jahre jünger, hätte ich eine Idee. Ich weiß momentan auch nichtmal, wer alles mitkommt. Der Kontakt ist erst Donnerstag zustande gekommen.

Diese Behauptung moechte ich mal schlankweg in den Bereich "Grimms Märchen" stecken. Tut mir leid, ich verstehe zu viel von der Materie als dass ich das glauben kann.
Er hat mit der Ströhmung - war am Rhein - (was man idR eh nicht tun sollte) am Steg angelegt. Der Winkel war dabei nicht spitz genug oder er hat zu spät den Rückwärtsgang eingelegt. Jedenfalls ist er mit der Seite des Bugs gegen den Steg geprallt, bevor das Boot in die richtige Position gedriffet ist.
 
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Gast15127
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #15
Er hat mit der Ströhmung - war am Rhein - (was man idR eh nicht tun sollte) am Steg angelegt. Der Winkel war dabei nicht spitz genug oder er hat zu spät den Rückwärtsgang eingelegt. Jedenfalls ist er mit der Seite des Bugs gegen den Steg geprallt, bevor das Boot in die richtige Position gedriffet ist.
Mir geht es nicht darum, wie oder warum jemand bei einer Prüfung gegen den Steg knallt; wenn das passiert, sollte man den Ausbilder nehmen und ihn gründlich schütteln - wie kann man denn einen Schüler zur Prüfung zulassen, der solche Sperenzchen macht?

Ich hake bei dem "und trotzdem hat er seinen Schein bekommen" ein. Dass ein Prüfer mit Blindheit geschlagen ist, kann schon mal vorkommen. Alle Prüfungen (auch Segelprüfungen mit nachfolgender Prüfung für den Motorbootschein) werden aber üblicherweise von mindestens zwei Prüfern abgenommen; damit will man vermeiden, dass ein Prüfer, den "ploetzliche Blindheit" überfällt, Prüflinge durchrutschen lässt, die eigentlich (noch nicht) allein aufs Wasser gehoeren.

Also - Steg gerammt - Prüfung nicht bestanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das am Rhein anders sein soll.
 
Adlerqualle
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #16
Find ich ja toll , dass man eine solche Yacht fuer fuenf Millionen Dollar so unkompliziert im "Bootstausch" bekommen kann. Die Frage ist nur was man auf einem solchen Schiff mit nur zwei Personen anfaengt:confused:.
Da fragt eine nach Bootsscheinbestimmungen und wird dann angegriffen was er überhaupt mit so einem großen Boot machen will. Das tut hier eigentlich nichts zur Sache.
 
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Gast14969
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #17
........... Die Frage ist nur was man auf einem solchen Schiff mit nur zwei Personen anfaengt:confused:.
Ohh, ich kann Dir eine Anleitung schicken.:eek::eek:............:biggrin::biggrin::biggrin:

Uns ist zu zweit noch nie langweilig auf unserer Tiara geworden. Nun ist das "nur" ein 31 foot Schiffchen. Aber die Beschäftigungsmöglichkeiten sind die gleichen.:tongue::biggrin:
 
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mbraun
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #18
Dass ein Prüfer mit Blindheit geschlagen ist, kann schon mal vorkommen. Alle Prüfungen (auch Segelprüfungen mit nachfolgender Prüfung für den Motorbootschein) werden aber üblicherweise von mindestens zwei Prüfern abgenommen; damit will man vermeiden, dass ein Prüfer, den "ploetzliche Blindheit" überfällt, Prüflinge durchrutschen lässt, die eigentlich (noch nicht) allein aufs Wasser gehoeren.
Ich weiß jetzt zwar nicht, von welcher Prüfung du jetzt sprichst, aber bei die Sportbootschein See und Binnen (also die "Einstiegsscheine") werden etwas anders geprüft, als du es dir vorstellst. Die Prüfung findet in einem Verein statt. Es kommen 3-4 Prüfer für ca. 150 Leute. Dabei sind zwei Prüfer mit dem Bootfahren beschäftigt und der Rest kontrolliert die Theorie. Genauso war es bei mir (vor 7 Jahren, nur mit ca. 50 Leuten) und bei meinem Bruder jetzt auch. Es ist deshalb auch nur ein Prüfer pro Boot unterwegs.

Ich habe noch deine Frage nicht beantwortet, wieso mein Bruder bei der Praktischen mit den Knoten durchgefallen ist. Am Anfang sollte er einen doppelten Palstek zeigen, das hat er nicht geschafft, weil er nicht wusste, dass dieser Knoten auch gefragt wird. Und zum Schluss sollte er eine Klampe belegen. Bei der Klampe hat er dann gezögert, in welche Richtung man das Seil dreht. Dann wars vorbei.
 
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Gast15127
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #19
Ich weiß jetzt zwar nicht, von welcher Prüfung du jetzt sprichst, aber bei die Sportbootschein See und Binnen (also die "Einstiegsscheine") werden etwas anders geprüft, als du es dir vorstellst. Die Prüfung findet in einem Verein statt. Es kommen 3-4 Prüfer für ca. 150 Leute. Dabei sind zwei Prüfer mit dem Bootfahren beschäftigt und der Rest kontrolliert die Theorie. Genauso war es bei mir (vor 7 Jahren, nur mit ca. 50 Leuten) und bei meinem Bruder jetzt auch. Es ist deshalb auch nur ein Prüfer pro Boot unterwegs.

Ich habe noch deine Frage nicht beantwortet, wieso mein Bruder bei der Praktischen mit den Knoten durchgefallen ist. Am Anfang sollte er einen doppelten Palstek zeigen, das hat er nicht geschafft, weil er nicht wusste, dass dieser Knoten auch gefragt wird. Und zum Schluss sollte er eine Klampe belegen. Bei der Klampe hat er dann gezögert, in welche Richtung man das Seil dreht. Dann wars vorbei.
Danke, nach 20 Jahren Segelerfahrung und Erfahrung mit dem Prüfungswesen (Prüfungsausschuss) weiss ich durchaus, wie es bei Prüfungen zugeht. Da nicht alle Mitleser sich mit den Fachausdrücken auskennen, habe ich mich etwas allgemein ausgedrückt. Oder weiss jeder Nichtsegler sofort, worum es zum Beispiel beim C-Schein geht bzw. was der C-Schein in punkto Kenntnisse auf dem Gebiet bedeutet?

Und Prüfer gehen nicht mit an Bord. Die beobachten das Verfahren entweder von einem eigenen Boot oder von Land aus.

Aber eventuell ist das am Rhein tatsächlich anders, obwohl es mich nach wie vor wundern würde.

Apropos doppelten Palstek und Klampe belegen - tut mir leid, wer bei ersterem meint "ich wusste nicht, dass ich den koennen muss" und dann beim Klampe belegen zoegert, den würde ich (wenn dazu noch andere Dinge vorgefallen sind, die mich an den Fähigkeiten des Prüflings zweifeln liessen) auch durchfallen lassen.

Aber das ist meine ganz persoenliche Meinung.
 
Pauli
Pauli
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  • Boot / Yacht fahren in der USA Beitrag #20
Da fragt eine nach Bootsscheinbestimmungen und wird dann angegriffen was er überhaupt mit so einem großen Boot machen will. Das tut hier eigentlich nichts zur Sache.
Solltest dies der Threadersteller ebenfalls als Anriff sehen, so sei gesagt, dass dies nicht so gemeint war.

Es war eigentlich mehr als Hinweis gedacht, das ein 72-Fuss-Schiff - auch ein Motorboot - eben nicht so ganz problemlos mit nur zwei Mann zu bewegen und bedienen ist (weswegen mbraun ja eine Segelyacht ausgeschlossen hatte). Die pershing 72 hat in aller Regel sogar extra Crewkabinen fuer convenience und auch Bedienung.
Mir persoenlich waere das Schiff feur 2 Personen zu gross, was aber ja nicht ausschliesst, dass dies durchaus auch anders gesehen werden kann;).

Um zum Thema des Fuehrerscheins zurueckzukommen. Auch hier in Virginia wird seit letztem Jahr eine Sicherheitseinweisung verlangt, die allerdings mehr so eine Art "Erste Hilfe auf See" ist. Es wird aber von den Behoerden bei einer Ueberpruefung der Sportkuestenschifferschein anerkannt (beim Sportbootfuehrerschein bin ich mir nicht sicher). Wenn Du also die Bedingungeb fuer den SKS erfuellst kannst Du den relativ problemlos umschreiben lassen;).

Gruss

pauli
 
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