Bären, Wölfe, Indianer, Gold...

    Diskutiere Bären, Wölfe, Indianer, Gold... im Reiseberichte Kanada Forum im Bereich Kanada Reise; All das und noch einiges mehr, bekommt ihr hier sofort und demnächst zu sehen... Bitte auf die Bilder klicken zum Vergrößern... meine erste...
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #1
All das und noch einiges mehr, bekommt ihr hier sofort und demnächst zu sehen...

Bitte auf die Bilder klicken zum Vergrößern...


meine erste eigene Pfanne, gewaschen im Fraser, gleich von Erfolg gekrönt...

Das Sinnbild Kanadas, die Mounties anwesend auf einem Pow Wow von Alberta Indianern...


Hallo Kanadafreunde,

will nicht so viel texten, weil das eh kaum einer liest, schade um die Arbeit. Möchte mich aber trotzdem bedanken, ganz besonders bei Tom21, fischli, Kali und RVer...!
drum werde ich euch mit einer kleinen Foto-Tour unserer 23 -tägigen Westkanada-Rundreise beglücken.
Kurz vornweg, mit meinen angeschimmelten Schulenglischkenntnissen von vor 25 Jahren ff bin ich ganz gut klargekommen, der gemeine Kanadier ist außerordentlich verständnisvoll und spricht langsam. Die Reise war komplett selbst organisiert, was für Kanada auch absolut kein Problem darstellt...
Flug mit Condor direkt nach Vancouver(preiswert, sicher, Internetbuchung wie immer ohne Probleme) Fahrzeug von Alamo über sunnycars. de (ebenfalls perfekt, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, vollversichert, unlimited Km)
Soviel zum Vorgespräch, jetzt geht´s los.

Reiseroute:
Vancouver-Vancouver Island-Pemberton-Golden-Field-Calgary-Jasper-Wells Gray-Lytton-Vancouver...


Ein Bullenfänger am Bullenfänger ;)

Robson Squere


Vancouver Island war am 2. Tag unser erstes Ziel, Fähren gehen genügend, Vorbuchung nicht nötig, da wir in den Norden der Insel wollten, entschieden wir uns für die Linie Horseshoe Bay-Nanaimo. Wartezeit ist mit ca 2 h zu rechnen- Transfer auf die Insel 90min. Hauptgrund des Besuches auf VI war die Orca Population von ca. 250 Tieren im Nordosten. Leider, soviel sei gesagt, bekamen wir sie nicht zu Gesicht.

Stau an der Fähre

gefräßiger Purple sea star lat.Pisaster ochraceus

Unsere erste Bärensichtung im Strathcona NP, noch sehr weit weg, genau richtig zum eingewöhnen, in den Rockies sollten deutlich engere Kontakte folgen

Forbidden Plateau rechts
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #2
Vancouver Island...
ist schon allein einen langen Urlaub wert, doch sind wir leider im Galopp da drüber , nur 3 Nächte Aufenthalt :(
Hauptziel waren halt die Rockie´s...
Der einsame Nordosten oben, genauer gesagt das kleine Fischerdörfchen Telegraph Cove war der Ausgangspunkt unserer Whale Watching Tour, außerdem ist es u.a. von dort, als auch von Campell River aus möglich, allgemeine Wilderness Touren zu buchen, denn zwischen VI und dem Festland liegen hunderte einsame dicht bewaldete felsige Inseln und Inselchen, Bären und Hirsche sind dann neben Delfinen, Robben und Weikopfseeadlern keine Seltenheit.
Wir haben stubbs whale watching und campell river whale watching getestet. Können beide empfehlen.

Telegraph Cove-ein malerisches Dörfchen an einer kleinen Bucht mit Original Holzhäusern allesamt aus den 20iger - 40iger Jahren des vorigen Jahrhunderts

im rechten Bild hat einer der Gründungsväter seinen Wagen stehen lassen
:biggrin:
Wie schon angedeutet hatten wir kein Glück mit Orca´s, ein Felsen "voller" Heuler (Seehunde) und ein einzelner Buckelwal war die einzige Ausbeute :mrgreen:


Wie dem auch sei, auf jeden Fall konnten wir dem Völkchen der Kanadier an diesem Tage noch bei den Vorbereitungen zum Nationalfeiertag (1.Juli) über die Schulter schauen. In den westlichen, englischsprechenden Provinzen wird er doch stark celebriert, augenscheinlich um den Franzmännern im Osten zu zeigen, das Kanada bleibt was es ist, ein einheitlicher Staat... :o Es gibt da doch im Land noch starke Ressentiments...hätte ich nicht gedacht.
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #3
bevor ich weiter von diesem großartigen Land schwärme, fix eine Hitparade der Dinge, die mir persönlich negativ aufgefallen sind und die teilweise echt nerven ;)

Top 5

auf Platz 5
-Einbahnstraßensystem in Städten, mag sinnvoll sein, als Tourist aber äußerst stressig, könnte wetten, jeder der mit Mietwagen oder Camper unterwegs war, versucht mal falsch abzubiegen :biggrin:
Platz 4
-Weißmehlteigwaren ohne Ende :cool:
Platz 3
-4 Way Kreuzungen, da lob ich mir aber rechts vor links,
Platz 2
-Hinterwäldler mit ihren Schießübungen auf Tiere (außerhalb der Nationalparks sind nicht mal Wölfe geschützt, von Bären und Puma´s gar nicht zu reden
Platz 1
-Preise ständig ohne Steuern auszupreisen, ... nervt, das geht gar nicht,

so jetzt aber wieder zu den tollen Seiten...
Das Forbidden Plateau im Strathcona National Parks ist ein Gebiet von sagenhafter Schönheit, Moore, Seen, Wald und Berge. Zum Teil läuft man auf Holzbohlenwegen. Einsame Campplätze laden zum Übernachten ein.
Tipp: Unbedingt besuchen

Forbidden Plateau

Im Stathcona (rechts)

Einen kleinen Zeitsprung später saßen wir in unserem Ford Edge

und röhrten bereits wieder auf dem Festland den Rockies entgegen :D

Dabei durchquerten wir u.a. Landschaften die vor über 100 Jahren, ausgelöst durch den Goldrausch in Barkerville und im Fraser Valley im Mittelpunkt des Interesses der Prospektoren (Goldsucher) aus aller Welt standen...

Hier zogen sie dahin, auf der Suche nach Glück und einem sicheren Leben...
Hinter den Coastmountains ist die Landschaft eher trocken, im Sommer sehr warm und mit ausgesprochen vielen Sonnenstunden, erwartet man gar nicht in Kanada, hier wird sogar Wein angebaut.
Im Marble Canyon

Ein paar 100 km später (gute Zeitrechnung in Kanada) wurde es wieder grüner und dann...
den Rockies entgegen...
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #4
Unsere erste Station, ein Blockhaus im Blaeberry Valley unweit von Golden und zwischen dem grandiosen Yoho NP und dem Glacier NP gelegen.
Das Blaeberry Valley wird von der alljährlich im Sommer reisenden Touristenschar links liegengelassen, völlig zu unrecht wie sich herausstellte. Traumhaft, der am Ende des wirklich einsamen Tales liegende Mummary Gletscher, die kleinen aber feinen Thompson Falls und der zauberhafte Flußverlauf des Blaeberry River...

Von hier aus bewanderten wir auch den Revelstoke NP (Bild rechts) auch im Juli noch mit Schnee...

Es gibt einen Spruch dem man einen gewissen Wahrheitsgehalt nicht absprechen kann; In Kanada gibt es nur 2 Jahreszeiten, Juli und Winter... Erfreulicherweise kann man zu ersterer die geballte blühende Pracht in allen Farben erleben, vorn Mitte der berühmte Indian Paintbrush (Castilleja sp), links dahinter die nicht minder schöne Woodlily (Lilium philadelphicum)



Ein posierlicher Zeitgenosse und überall in British Columbia anzutreffen das Ground Squirrel, wie der Name schon sagt, ein in Erdhöhlen lebender Geselle der locker eine kleine Wiese in eine untergrabenes Labyrinth mit vielen Notausgängen verwandeln kann. Das Exemplar im Bild rechts beobachtete mich schon eine Weile von hinten, wie ich so schön in Positur vor einem Erdhügel saß und auf sein Erscheinen wartete...Nicht mit mir Freundchen, irgendwie lacht der aber... :D

Woodlily

Neben der Natur erbringt ohne Zweifel auch die Kanadische Post Höchstleistungen und muß sich dabei noch dem Spott des Hausherren aussetzten. Eine Hausnummer im Backcountry,:biggrin:

Einige Kanadier, vorzugsweise männlichen Geschlechts, halten sich für unwiderstehlich mutige Nimrods die ohne mit der Wimper zu zucken einen Puma, Wolf oder auch Bären abschießen, sollten jene so unwissend sein und ihre Tatzen aus den Nationalparkgebieten hinausbewegen.
Allein in British Columbia werden pro Jahr bis zu 1000 Schwarz und Braunbären sowie ca 50 Grizzlys getötet. Wir Deutschen sollten uns allerdings nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, ich sage nur Bruno, oder wie hieß der Bär damals liebe Bayern?
In ganz Kanada gibt es schätzungsweise auch nur noch 50000 Wölfe, trotzdem sind sie außer in den Naturreservaten nicht geschützt! Wir hatten die Gelegenheit einen Grauwolf des Northern Light Packs unter Aufsicht zweier Experten des bei Golden ansässigen Wolfcenters in freier Wildbahn zu beobachten. Ich hätte mir nie vorstellen können, wie scheu diese Tiere und v.a. wie bewundernswert sie sind...

Hinterwäldler Schießübungen auf dem Weg zur Jagd


PRESERVING WOLVES MEANS PRESERVING WILDERNESS liebe Kanadier



Look out...it smells like a human being

(rechtes Bild) wir sind entdeckt ...

falls es irgendwen interessiert...
geht´s demnächst weiter mit Revelstoke, Yoho u.a. mit dem herrlichen Lake O´Hara Area, Banff, Calgary usw usf
 
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amerika
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #5
Hallo Mission 1! War noch nie in Kanada. Werde deinen Reisebericht deshalb gerne weiterverfolgen.;)
 
americanhero
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #6
schoene Bilder hast du hier eingestellt.
Habe erst kuerzlich ein wenig was von Vancouver und Vancouver Island angesehen, daher freue ich mich jetzt, ein paar bekannte Biulder bei dir zu entdecken. Schade, das es bei dir nicht mit den Orcas geklappt hat. Wir hatten Glueck, auch wenn sie sehr weit draussen waren.
Werde deinen Bericht weiter verfolgen, da ich irgendwann einmal eine richtige West kanada Tour machen moechte :smile:
 
Chris.G
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #7
Ein schoener Bericht und super Aufnahmen:smile:

LG
Christine
 
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tom21
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #8
Hallo,

was habt ihr denn auf der whale-whatching Tour ab Campbell River gesehen? Würdest du noch einmal beide Touren machen?

Ich hoffe, dass wir noch ein paar Bilder zu sehen bekommen.

Gruss Tom
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #9
Hallo Tom,

wir hatten nur 3 Übernachtungen auf VI geplant und ich würde bei einer ähnlichen Zeitspanne definitiv nur eine Tour machen. Grundsätzlich scheint wohl die Zeit Ende Juni anfang Juli eh keine besonders gute Zeit für Whale Watching zu sein...
Die Campell River Tour, war insofern interessant, als das man da durch ein Gewirr von Inseln und Inselchen (mehr als bei Stubbs), sowie durch Stromschnellen fuhr und die Natur mit diesen kleinen Booten näher an einem dran war, außerdem gabs auch einen Landgang mit Snack. Gesehen haben wir 2 Weißseitendelfine, einen Baum voll Weißkopfseeadler, eine Kolonie Seehunde und eine Vogelart deren Name mir entfallen ist. Nistete in Felswänden und konnte tauchen.
Großer Vorteil bei Stubbs ist schon mal der Startpunkt, Telegraph Cove ist sehr schön gelegen, traumhaft die alten farbigen Holzhäuser in der kleinen Bucht. Hier sahen wir etwas Rotwild am Strand einen Buckelwal, Seehunde und ebenfalls Weißkopfseeadler. Vorteil bei Stubbs ist die sehr genaue Erklärung der Lebensweisen, Wal Sprachen, Gefahren für die Seetiere usw durch eine Biologin, so wurde es auch nicht wirklich langweilig, wenns nichts zu sehen gab...
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #10
Ansonsten vielen Dank an die kleine Lesegemeinde, so weiß ich wenigstens, dass es welche interessiert ;)

Weiter geht´s erstmal noch mit paar Impressionen aus dem Revelstoke und dem Blaeberry Valley.

Auch wer quasi nur auf der Durchreise ist, sollte im Revelstoke dringend wenigstens den sogenannten Meadows in the Sky parkway bis zum Millar Lake fahren und dem alten Fire Look out einen Besuch abstatten. Wunderbare Landschaft, schöne Sicht auf ´s Columbia River Valley

am und unterhalb des Rodgers Pass im Glacier NP


im Revelstoke


Ein Verkehr ist das heutezutage...
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #11
Die Thompson Falls im Blaeberry Valley

und der zauberhafte Blaeberry River

sunset

unser temporäres Holzhaus... leider
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #12


Außerdem wie versprochen, der Yoho NP mit seinem Diamanten, dem mysteriös versteckt-verbotenen Landstrich namens Lake O´Hara...
Beschäftigt man sich im Vorfeld mit dem How is How der deutschen Reisehandbücher (Dumont Richtig Reisen und Reise Know How) fällt auf, dass der Yoho National Park recht stiefmütterlich behandelt wird. In ersterem taucht z.B. der Begriff Lake O´Hara nicht mal auf und es werden gerade mal 3 oder 4 Sehenswürdigkeiten in einem kleinen Absatz genannt. Z.B.
der 2. höchste Wasserfall Kanada´s Takakkaw Falls (384m)

Bild rechts am Emerald Lake

Yoho ist ein umgangssprachlicher Begriff aus der Sprache der Cree-First Nation Indianer und bedeutet etwa "Wow... wie geil" oder "Cool-So was haste noch nicht gesehen Bruder" ist also ein Ausruf ungeteilter Bewunderung und das obwohl die weitaus bekannteren Nationalparks Banff und Jasper mit ihren ebenfalls hervorragenden Naturschönheiten unmittelbar angrenzen. Das macht doch neugierig...
Taucht dann der Lake O´Hara doch irgendwo auf, wird er einerseits als das schönste Wandergebiet erwähnt auf der anderen aber auch sofort auf die quasi problematische Erreichbarkeit hingewiesen...
Mein Entschluß stand fest. Da muß ich hin! :mrgreen:

Das Lake O ´Hara Area

Schlecht erreichbar deshalb weil nur ein Waldweg von 11 km Länge in dieses Gebiet führt, der nicht mit Privatfahrzeugen jedweder Art, nicht mal mit Fahrrädern befahren werden darf. Nur paar alte Schulbusse, eingesetzt von der Parkverwaltung fahren 4 mal pro Tag hinein bzw heraus. Und jetzt kommts: Einen Platz in diesen Bussen muß man Taggenau(!) 3 Monate im Vorraus und nur telefonisch reservieren, gegen Gebühr versteht sich, ohne eine Ahnung zu haben, wie beispielsweise das Wetter an jenem Tage ist...
Oder aber und das war unsere Chance, man läuft diese 11 km rein, da Nordamerikaner äußerst lauffaul sind, wird dies von den allermeisten nicht annähernd in Erwägung gezogen... Denn nach den 11 km geht die Wandertour im eigentlichen Gebiet ja erst richtig los. Wer dies allerdings auf sich nimmt, wird quasi als Anerkennung von den Parkrangern auf jeden Fall wieder im Bus mit herausbefördert! Na also, es geht doch...

Einmarsch ins O´ Hara Gebiet

rechtes Bild "Die gebuchten Schlipstouristen" fahren vorbei... :wink:
Ich sage euch, jeder Meter dieses beschwerlichen Anmarsches lohnen sich, man ist einfach sprachlos ob dieser Schönheit... Grandios!... und dank dieser Zutrittseinschränkungen auch nicht annähernd überlaufen! Als Backpacker könnte man tagelang unterwegs sein. Es gibt im Gebiet auch 2 Zeltplätze (Buchung der raren Stellflächen siehe Bus) und eine Sündhaft teure Lodge mit 11 Blockhütten (Lakeshore Cabins), allesamt mit atemberaubenden Blick direkt am Ufer)
Der Lake O´Hara


Aufstieg vom Lake O´Hara zum Lake Oesa, der bizarre Mount Huber... die Spitze leider in den Wolken (3368m)

rechts Odaray Mountain
der traumhafte Lefroy Lake links
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #13
Der Versuch 24 h vorher Tickets für den Bus zu bekommen scheiterte grandios. Auch frühzeitig am Abfahrtsort der Busse zu sein hilft nicht, da in der Regel gerade die Frühbusse voll sind. Wer unbedingt den Bus nehmen will, könnte höchstens den Vormittagsbus 1030Uhr befragen. In unserem Fall war der nicht voll, führ aber trotzdem freudig an uns vorbei :rolleyes:
Erwachsene mit Wandererfahrung schaffen auf der Strecke zum Lake O´Hara locker über 4 km pro Stunde.

Mein Tip für den, der dieses herrliche Stück Welt sehen will. ca. 5 Tage im Yoho einplanen, einen Tag mit gutem Wetter raussuchen, gegen 8 Uhr vom Parkplatz los laufen, gegen 1045 Uhr ist man dann am Lake O Hara, rasten und dann den Lake Oesa Trail bis zum besagten See und weiter Yukness Ledges Alpine Route zum Lake Hungabee, von dort absteigen oder über die West Opabin zur Bushaltestelle zurück. Schafft man bis 1630Uhr. Der letzte Bus raus geht 1830Uhr.

Die sündhaft teure LOH Lodge


Mission1 glücklich mit sich und der Welt


Seven Veils Falls und der Hungabee Lake


So demnächst hier für Kanadafans, eine weitere Tour in ein Restricted Area im Yoho:
Das Unesco Natur Erbe Fossilbed Mount Stephen sowie ein Indianer Pow Wow in Calgary, die verrückte Stampede und einige Schönheiten im Banff NP

Viele Grüße
M1
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #14
fantastische Bilder, gerade die Wasserfaelle haben es mir als Wasserfall Fan ja angetan. Und ihr hattet ja wirklich sehr schoenes Wetter gehabt.




diese Huette ist wunderbar. War dort alles drin vorhanden? Bad usw?
Musstet ihr euch selbst verpflegen?


Und der Lake O Hara - einfach genial. Danke fuer diese tollen Eindruecke. ich bin sicher, irgendwann schaffe ich auch mal eine richtige Westkanada Tour.
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #15
Hallo Yvonne,

ahh du bist ein Wasserfallfan, dann bleib am Ball, da kommen noch ´ne ganze Menge von ;)

Ja wir haben uns komplett selbst verpflegt bis auf 3 mal Frühstück auf Vancouver Island und die 5 mal, die wir essen gegangen sind...

Die Hütte gehört zur Blaeberry Mountain Lodge die wirklich traumhaft liegt und die ich nur empfehlen kann, war ohne Zweifel unsere schönste Unterkunft während unseres Aufenthalt. Sie verfügte über einen Küchen/Wohnbereich, Bad, Schlafzimmer, Oberboden mit 2 weiteren Betten.
Weitere Unterkünfte waren ein Privathaus in Field, Beckers Chalet in Jasper, die Helmcken Falls Lodge im Wells Gray, Pemberton Lodge, Sandmans Hotel in Vancouver und für eine Nacht das Lytton Hotel im gleichnamigen Ort...
VG
M1

Noch ein paar Eindrücke, allesamt aus dem Lake O ´Hara Wandergebiet...

Man kann sich kaum sattsehen, eine wahre Symphonie der Natur
rechts der pyramidenförmige Glacier Peak (3283m)

Schwarzrückenspecht mit Nachwuchs und ein relaxtes Murmeltier
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #16
so, obwohl das Interesse überschaubar bleibt ;) gehts weiter mit dem Streifzug...

Im Yoho gibt es noch mehr interessante und zugangsbeschränkte Gebiete. Eines davon ist das Fossilbed Unesco Welterbe am Mount Stephen. Es ist bekannt für eine Unmenge an Fossilen v.a. Trilobiten aus der Zeit von vor 500 Mill. Jahren, durch besondere geologische Bedingungen sind viele unter ihnen besonders plastisch im Schiefer, manche sogar schwarz abgesetzt... Zweimal pro Woche führt ein Ranger interessierte Besucher hoch hinaus über das Örtchen Field. Der Zugang führt ausschließlich steil über einen schmalen Grat welcher mit Bewegungsmeldern und Kameras bestückt ist... Illegale Fossilsammler hatten zu oft die Sammlungsverbote ignoriert, was Wunder, brachten es doch einige Stücke aus diesem "Bett" auf bis zu 5000 $...



Fossil Bed Mount Stephen



Desweiteren besuchten wir noch einige Höhepunkte im Banff, hervorzuheben das Johnston Canyon, die Silverton Falls, Lake Louise und ohne Zweifel Das Valley of the Ten Peaks... Ein Must to do für Bergfans aller Coleur :D Zehn Spitzen hintereinander, allesamt 3000er über dem sagenhaft schönen Moraine Lake (Neben dem Lake O´Hara und dem Peyto Lake einer der 3 schönsten Seen West-Kanadas)
Im Johnston Canyon Banff NP


Ins Tal der 10 Spitzen

Rechts:Spannende Straßen
Die berühmte aus Bildbänden und Postkartenmotiven bekannte Morant´s Curve im Banff NP, leider ohne Zug...

Rechts: Castle Rock Mountain
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #17
Silverton Falls

Im Banff NP

Im Rahmen der Calgary Stampede fand ab 08. Juli auch ein Pow Wow der First Nation Stämme Nakoda, Siksika, Piikani und Stoney statt...
In Calgary


2 Häuptlinge

Rechts: Tradition und Moderne

Noch ein Häuptling und der Nachwuchs


Ein perfekter Tag für uns und unsere Tochter, obendrein ist Calgary mit Sicherheit einen Besuch wert...
kleine Squaw

Rechts: Die Stammesschönste mit ihrem Clanchef, dem war´s sichtlich heiß...
Calgary Skyline im Abendlicht

...und weiter geht die Fahrt (Trans Canada 1)
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #18
da habt ihr ja wieder einiges erlebt. Und das Pow Wow, das war sicherlich sehr eindrucksvoll.
habt ihr die Karten direkt vor Ort bekommen oder schon vorher geordert?

Auch die Bilder vom Banff NP sind klasse. Steht auch noch auf meiner langen To Do Liste fuer eine spaetere Tour. Und die Wasserfaelle wieder, ich gerade voll und ganz ins Schwaermen :biggrin::biggrin::biggrin:
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #19
Hallo Yvonne,

dafür brauchte man keine Karten, einfach hin und rein, nur mit den Parkplätzen war´s katastophal ;) Aber danke für deinen kleinen Beitrag, der animiert mich, hier noch bisschen weiter zu machen, obwohl, ist ja doch ein eher ruhiges Forum hier...:rolleyes:


Der Icefield Parkway und Jasper NP...
Zweifellos eine der schönsten Straßen weltweit, für den Schwerverkehr gesperrt, ist der Icefield Parkway, der strenggenommen erst in dem kleinen Örtchen Lake Louise beginnt und 235 km nach Norden, bis in den kleinen Ort Jasper im gleichnamigen Nationalpark führt. Beidseitig der Straße gibt es eine Fülle an Naturschönheiten, Wanderwegen, Seen, Gletscher, Canyons und natürlich Tiere... Der NP Jasper z.B.ist für seine Bärendichte bekannt...

Am Icefield Parkway

Der Peyto Lake, ein Traum in Türkis
und ein junger Maultierhirsch

Mistaya Canyon, oben tlw. so schmal, das man drüberspringen könnte, unten ausgehöhlt und breiter donnert der Mistaya River durch.

Regenbogen am Mistaya River Canyon

Bear Country

Rechts: Warnung vor dem Bäre

Eine Begegnung mit dem König der Wälder ist vor allem Abends zwischen 19 und 21 Uhr sehr wahrscheinlich, oft aber auch mitten am Tag und nahe der Straße...
Ausgewachsener Schwarzbär

weiter geht´s auf der Traumstraße

vorbei am versteckten Pantherfall
 
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  • Bären, Wölfe, Indianer, Gold... Beitrag #20
ins Tal des Athabasca Rivers

mit den sagenhaft schönen Athabascafalls
und weiteren interessanten Tieren. Nur schwer vom Wolf zu unterscheiden: Der Coyote

Athabasca Valley kurz vor Jasper
Weiter gehts zeitnah mit einigen tollen Hotspots im Jasper NP und einer nahen Begegnung mit dem König der kanadischen Lüfte...
VG
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