Arbeitsvertrag mit US-Firma

    Diskutiere Arbeitsvertrag mit US-Firma im Leben, Studieren und Arbeiten in den USA Forum im Bereich USA Auswandern; Hallo, ich bin (vermutlich) ab Sommer 2010 für etwa 4 Jahre bei unserer US-Tochter angestellt. Arbeitsverträge gibt es oder auch nicht, und wenn ja ist...
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coradia
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #1
Hallo,
ich bin (vermutlich) ab Sommer 2010 für etwa 4 Jahre bei unserer US-Tochter angestellt. Arbeitsverträge gibt es oder auch nicht, und wenn ja ist alles verhandelbar. Und trotzdem: hat jemand einen Mustervertrag, den er zur Verfügung stellen kann? Und: gibt es wirklich nur 10 Tage bezahlten Urlaub?
Gruß + Danke
 
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Re: Arbeitsvertrag mit US-Firma
karin_brenig
karin_brenig
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #2
also, *Arbeitsverträge* in dem Sinne wie in D üblich gibt es in USA so nicht.
Du bekommst ein *employee handbook*, das die Regelungen für alle Mitarbeiter enthält. Manchmal auch eine zusätzliche *explanation of benefits*, worin so Dinge wie Krankenversicherung, Altersversorgung, paid-time-off (wg. Krankheit oder Urlaub) erklärt werden.

Die Höhe Deines Gehalts sollte in der *job offer* (womit Dir formell der Arbeitsplatz angeboten wird) stehen - oder einfach in die Hand versprochen sein.

10 Tage bezahlter Urlaub, 10 Tage bezahlte Krankheit, manchmal kombiniert in einem Topf als PTO, dazu noch ca. 10 Feiertage - das ist ziemlich guter Durchschnitt.

Manche Firmen binden Mitarbeiter mit gestaffelten Freizeiten.
z.B. 5 Tage im ersten Jahr, 10 Tage ab dem dritten Jahr, 15 Tage ab dem 6 Jahr, 20 Tage ab dem 10 Jahr. Oder jedes Jahr ein Tag mehr, oder was Du sonst aushandeln konntest.

In einigen Bundesstaaten gibt's außerdem noch FMLA (Family/Medical Leave of Absence) Regelungen, die eine Rückkehr an den Arbeitsplatz nach unbezahlter Abwesenheit (von bis zu 12 Wochen) aus den geschützen Gründen garantieren.
 
Toapert
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #3
Hallo,
ich bin (vermutlich) ab Sommer 2010 für etwa 4 Jahre bei unserer US-Tochter angestellt. Arbeitsverträge gibt es oder auch nicht, und wenn ja ist alles verhandelbar. Und trotzdem: hat jemand einen Mustervertrag, den er zur Verfügung stellen kann? Und: gibt es wirklich nur 10 Tage bezahlten Urlaub?
Gruß + Danke
NUR ist gut .... :biggrin:

wenn alles verhandelbar ist, dann sind auch die Urlaubstage verhandelbar ;)

auf folgendes musst du achten: (in Ermangelung von Mustervertraegen)

401(k) oder aehnliches fuer die Rente
Krankenversicherung (was ist abgedeckt und wieviel kostet es)
Urlaubstage
personal days falls du krank wirst
long term/ short term disability

neben Einkommen und was sie sonst so noch bieten.
 
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coradia
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #4
Vielen Dank, mal sehen, was das Job offer für mich bereit hält :-)
 
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Gast415
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #5
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waltera
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #6
Hallo,
ich bin (vermutlich) ab Sommer 2010 für etwa 4 Jahre bei unserer US-Tochter angestellt. Arbeitsverträge gibt es oder auch nicht, und wenn ja ist alles verhandelbar. Und trotzdem: hat jemand einen Mustervertrag, den er zur Verfügung stellen kann? Und: gibt es wirklich nur 10 Tage bezahlten Urlaub?
Gruß + Danke
In der Regel gibt es nur den offer letter. Das ist das offizielle Dokument auch für den Visaantrag. Da sollte auch alles drin stehen wie z.B. benefits, Arbeitszeit, Gehalt. Meist steht da auch das employment "at will" ist und die Kündigungsbedingungen der Arbeitgebers (normalerweise aus jedem beliebigen Grund auch ohne Grund und ohne Fristen) und manchmal auch die des Arbeitnehmers. Wenn nur die Kündigungsbedingungen des Arbeitgebers drinstehen kann der Arbeitnehmer jedoch für sich die gleichen Bedingungen beanspruchen. ;) Urlaub ist durchaus verhandelbar. Ich empfehle die Verhandlung gegebenfalls nach Erhalt des ersten offer letters mit dem künftigen Chef zu führen, wenn da schon nicht alles ganz genau besprochen war, was zum Zwecke der Nachverhandlung nicht unbedingt nötig ist. Der Chef wird, wenn alles gut läuft dann nochmal mit der Personalabteilung sprechen und diese wird entweder einen Kompromiss anbieten oder die Bedingungen annehmen oder ablehnen je nachdem wie die Dinge stehen.:laugh:
 
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Gast12102
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #7
also, *Arbeitsverträge* in dem Sinne wie in D üblich gibt es in USA so nicht.
Du bekommst ein *employee handbook*, das die Regelungen für alle Mitarbeiter enthält. Manchmal auch eine zusätzliche *explanation of benefits*, worin so Dinge wie Krankenversicherung, Altersversorgung, paid-time-off (wg. Krankheit oder Urlaub) erklärt werden.

Die Höhe Deines Gehalts sollte in der *job offer* (womit Dir formell der Arbeitsplatz angeboten wird) stehen - oder einfach in die Hand versprochen sein.

10 Tage bezahlter Urlaub, 10 Tage bezahlte Krankheit, manchmal kombiniert in einem Topf als PTO, dazu noch ca. 10 Feiertage - das ist ziemlich guter Durchschnitt.

Manche Firmen binden Mitarbeiter mit gestaffelten Freizeiten.
z.B. 5 Tage im ersten Jahr, 10 Tage ab dem dritten Jahr, 15 Tage ab dem 6 Jahr, 20 Tage ab dem 10 Jahr. Oder jedes Jahr ein Tag mehr, oder was Du sonst aushandeln konntest.

In einigen Bundesstaaten gibt's außerdem noch FMLA (Family/Medical Leave of Absence) Regelungen, die eine Rückkehr an den Arbeitsplatz nach unbezahlter Abwesenheit (von bis zu 12 Wochen) aus den geschützen Gründen garantieren.

Karin, ich muss Dir hier widersprechen. Meine persoenlichen Vertraege befassen sich vor allem mit non-compete und company property. In fast acht Jahren sah ich keine Einstellung ohne detailierten Vertrag; auch be internen Versetzungen, wenn sich Aufgabengebiet etc. aendert. Angefangen von Kleinigkeiten wie Titel, offizieller Arbeitsbeginn (31. Dezember oder 30. Juni sind begehrte Tage, da sie die Auslegung der Betriebszugehoerigkeit um jeweils ein Jahr erhoehen, was wieder fuer 401K etc. relevant sein kann.), Gehalt, Bonusprogramme, Urlaub, ... bis hin zu change of controll agreements oder Kuendigung, Umzug, COBRA, ... Das beruechtigte Handbuch sollte AN vor Vorlage des endgueltigen Vertrages vorliegen. Gesetzliche Regelungen wie FMLA koennen vom AG nicht beeinflusst werden. Eventuell Kreise ziehen koennen torte oder right to work.

Eine Firma, die einen AG zur US Tochter entsenden will und keinen Vertrag hat? Wer kuemmert sich um die legale Seite? Ist OP das erste Versuchskaninchen?

Aufgabenbereich, Verantwortungen, Titel, Vorgesetzter, Grundgehalt, Zulagen, Urlaub, Kranktage, KKV, wer/welche Stelle ist fuer Entlassung/Befoerderung zustaendig US/DE?, GC Sponsorship, Umzug DE-US und US-DE (Staffelung von Rueckzahlung), 401k/Sparvertraege, Zuschuesse Wohnung/PKW etc., Ueberstunden/Feiertage, Beginn der US Taetigkeit, Stelle in DE nach Rueckkehr, eventuell Visa fuer Familienmitglieder.

Ganz einfaches Briefformat und dann Punkt fuer Punkt aufsetzen, dreimal lesen und dann von unten nach oben lesen. Bitte - es ist so leicht etwas zu ueberlesen, das spaeter ein Problem werden kann. Schick mir das Konzept als PM. Gehe es gerne mit Dir durch.
 
rabiene
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #8
Hallo,
ich bin (vermutlich) ab Sommer 2010 für etwa 4 Jahre bei unserer US-Tochter angestellt. Arbeitsverträge gibt es oder auch nicht, und wenn ja ist alles verhandelbar. Und trotzdem: hat jemand einen Mustervertrag, den er zur Verfügung stellen kann?
Da sich jede Firma ein eigenes Sueppchen kocht gibt es keine Mustervertreaege in dem Sinne...man koennte dir nur den eigenen vertrag irgendwie zur Verfuegung stellen, was dir aber wenig nutzen wird, denn wie gesagt ,eigenes Sueppchen...
Unser Vertrag ist knapp 2 Seiten und im Prinzip (fuer uns Deutsche) steht nur larifari drin...bis auf das Gehalt natuerlich ;)
Und: gibt es wirklich nur 10 Tage bezahlten Urlaub?
Ist verhandelbar, aber ansonsten sind 10 Tage ueblich...manche muessen auch erstmal ein Zeitlang arbeiten um Anspruch auf Urlaub zu haben...


Warte auf die Joboffer und wenn du dann Fragen hast,poste die hier...
 
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coradia
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #9
Hallo,
vielen Dank für Eure Anmerkungen. Momentan warte ich auf ein Job offer, das mir dann (wann?) zusammen mit dem Employment Handbuch übergeben wird und dann wohl als offizielles Angebot gilt. Wir haben schon teilweise mündlich vorverhandelt, aber die Rahmenbedingungen stehen nur z. T. fest. Da ich mich auf die Position intern beworben habe, ist mein Status etwas schwächer als bei einer "richtigen" Entsendung, aber da meine Chefs meine Bewerbung (wohlwollend) unterstützen, sieht es wiederum nicht sooo schlecht aus. Langer Rede kurzer Sinn: vielleicht komm ich auf Eure Angebote zurück. Vielen Dank nochmals.
Grüße aus Deutschland
 
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waltera
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  • Arbeitsvertrag mit US-Firma Beitrag #10
Wir haben schon teilweise mündlich vorverhandelt, aber die Rahmenbedingungen stehen nur z. T. fest. Da ich mich auf die Position intern beworben habe, ist mein Status etwas schwächer als bei einer "richtigen" Entsendung, aber da meine Chefs meine Bewerbung (wohlwollend) unterstützen, sieht es wiederum nicht sooo schlecht aus.
Da werden die Bedingungen wohl an dein jetziges Gehalt angepasst und vermutlich entsprechend aufgebessert. Du musst allerdings darauf achten, dass das Gehalt auch den örtlichen Gegebenheiten in den USA entspricht. $70.000 Jahresgehalt in New York City oder San Francisco reichen kaum zum Leben aus, gemessen jedenfalls an deutschen Standards. In Kansas City oder St.Louis dagegen verdienst du damit fast schon ein Vermögen und kannst dir locker ne kleine Villa mieten.
In dem Fall, ich meine interne Stellenausschreibung sorg auch dafür, dass du auch ne schriftliche Zusicherung in Deutschland bekommst dass du notfalls wieder zurück kannst. (Wiedereinstellungsgarantie, Beibehaltung des Kündigungsschutzes in D). Sobald du erst mal drüben bist hat man dich in D schnell vergessen. Und wenn du in den USA bei der gegenwärtigen langandauernden Krise deinen Job verlieren solltest (ist einem L1 Inhaber hier im Forum passiert) dann kann es recht besch............. -eiden aussgehen. Du darfst dort jedenfalls nicht so ohne Weiteres für eine andere Firma arbeiten.
 
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Re: Arbeitsvertrag mit US-Firma
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