3 Wochen Ostküste & Südwesten

    Diskutiere 3 Wochen Ostküste & Südwesten im Reiseberichte USA Forum im Bereich USA Reisen; Mion Leute, Letztes Jahr, Ende August, starte ich zusammen mit meiner besseren Hälfte einen 3 Wöchigen Trip in die USA. Die Routenplanung war gar...
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #1
Mion Leute,

Letztes Jahr, Ende August, starte ich zusammen mit meiner besseren Hälfte einen 3 Wöchigen Trip in die USA. Die Routenplanung war gar nicht so einfach, denn meine Freundin wollte unbedingt nach New York, LA und San Francisco. Ich hingegen wollte in den Südwesten. Der Kompromis war schnell gefunden, 10 Tage Ostküste und 10 Tage Südwesten.

Hier die genaue Planung:

29.8. Ankunft in Toronto
31.8. Niagara Fälle
1.9.-5.9 New York
6.9.-7.9 Washington
8.9. Las Vegas
9.9. Grand Canyon
10.9. Monument Valley
11.9. Arches NP
12.9. Goblin State Park & HWY 12
13.9. Bryce Canyon & Coral Pink Sand Dunes
14.9. Toadstool Hoodoos, Antelope Canyon, Horseshoe Bend
15.9. The Wave
16.9. Zion NP
17.9. Las Vegas
18.9. Rückflug nach Frankfurt

So jetzt ein paar Impressionen aus Toronto. Mehr Bilder und Text versteckt sich hinter dem Link. Viel Spaß beim lesen und gucken.











Nach 2 Tagen Aufenthalt haben wir den Niagara Fällen einen Besuch abgestattet.








Nach der Ankunft in Toronto ging es mit dem Airport Express (übrigens mit kostenlosem WLAN im Bus) bis zu unserem Hotel dem Westin Harbour Castle direkt an der Uferpromenade. Das Hotel hab ich über Priceline gebucht, dementsprechend günstig war der Preis. Das Zimmer war wirklich genial. Wir hatten einen tollen Blick über den See und auf den CN-Tower. Ich kann das Westin wirklich weiterempfehlen. Tolle Lage direkt an der Harbourfront, nur wenige Minuten bis in die City, sehr moderne Einrichtung und absolut sauber. Die Fähre zu den Toronto Islands befindet sich übrigens direkt hinter dem Hotel. Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen Hotdog-Buden direkt vor dem Hotel, die übrigens viel leckerer als in New York waren.


Dundas Square



Am nächsten Tag hat uns der Jetlag schon um 6 aus dem Bett geholt und so sind wir schon früh in die Stadt gestürmt. Aber bereits nach kurzer Zeit hat uns das schlechte Wetter und die wiederkehrende Müdigkeit ins Hotelzimmer getrieben. Am Nachmittag wagten wir einen 2. Anlauf und sind erstmal ins Eaton Center dem 3. größten Einkaufszentrum in Kanada. Im angeschloßenem unterirdischen PATH-System haben wir uns dann auch gleich verlaufen, sind dann aber durch Zufall auf den Dundas Square gestoßen. Der Dundas Square ist der belebteste Platz in Kanada und in etwa so wie der Times Square, nur viel kleiner.


CN Tower


Später ging es dann aber zur Hauptattraktion, dem CN-Tower. Der 553m hohe Turm war bis 2007 das höchste freistehende und nicht abgespannte Gebäude der Welt. Von unten wirkt der Turm gar nicht so riesig, aber allein die Tatsache, dass der Tower doppelt so hoch ist wie der Eiffelturm, verdeutlicht seine Ausmaße. Aussichtspunkte gibt es in 346m und in 447m, wobei wir nur auf dem Observation Deck in 346m Höhe waren. Auf dem höheren Sky Pod gibt es auch nicht mehr zusehen und es wäre auch noch teuerer.



Der nächste Tag überzeugte dann mit feinstem Wetter. Ziel war es also innerhalb eines Tages möglichst viel abzulaufen.

Also Start an der Yonge Street und vorbei an 2 sehr photogenen Flatirons. Das kleine rote Backsteingebäude wurde 1892 durch Gooderham fertiggestellt und war somit das allererste Flatironbuild. Das berühmte Fullerbuilding in New York folgte erst 10 Jahre später.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #2
2. Teil Toronto
Im Anschluß ging es in Richtung University Avenue. Zwischen Frontstreet und Queenstreet durchqueren wir faszinierende und moderne Häuserschluchten. Gegenüber des Canadian Life Buildings befindet sich die Osgoode Hall. Die Osgood Hall beherbergt mehrere Gerichte und auch die Law School der York University hat sich hier eingemietet. Die Gerichtsräume können wohl auch besichtigt werden, jedoch haben wir bei dem schönen Wetter den angeschlossenen Park vorgezogen und die vielen Eichhörnchen beobachtet. Die Eichhörnchen in Toronto waren übrigens die bisher dicksten und puschigsten die je gesehen habe.

Nur ein paar Meter weiter befindet sich der Phillip Nathans Square, mit der New City Hall und der angrenzenden Old City Hall. Der Platz wurde von Viljio Revell entworfen und 1965 fertiggestellt. Die beiden Halbrunden Türme der New City Hall fand ich ziemlich trist und langweilig. Erst die Kombination mit den Springbrunnen und den Freedombögen haucht dem Platz leben ein. Die Old City Hall fand ich wirklich toll. Vor allem der über 100m hohe Turm, mit seiner riesen Uhr ist imposant. Nach der Fertigstellung der New City Hall sollte das alte Rathaus sogar abgerissen werden, was aber zum Glück verhindert wurde.

Weiter geht es in Richtung Norden, zum Queens Park. Hauptattraktionen sind die zahlreichen Statuen und das Ontario Legislative Building. Fertigstellt wurde dieses Gebäude 1893 und ist eigentlich Eigentum der University of Toronto wurde aber für 999 Jahre für ein 1 CAD pro Jahr an das Land Ontario vemietet.

Nach diesem Durchmarsch brauchten wir erstmal eine Pause, also zurück zum Hotel. Direkt gegenüber des Westins gibts übrigens einen kleinen Supermarkt wo es eine kleine Theke mit warmen Gerichten gibt. Wir haben dort 2 mal das Chili gegessen, sehr lecker.

Das Highlight haben wir uns für den Schluss aufgehoben. Mit der Fähre gings von der Bay Street Ferry Dock zu den Toronto Islands. Sie verkehrt je nach Jahreszeit alle 15 bis 30 min. Von der Centre Island hat man den besten Blick auf die Skyline, außerdem gibt es hier noch einen kleinen Vergnügungspark, Sportanlagen, einen Jachthafen usw... Nach Ankuft sind wir erst nach rechts in Richtung Hafen. Dort haben wir einen kleinen naja sagen wir mal Strand gefunden, von dem man einen herrlichen Blick hat. Von hier fällt erst so richtig auf wie riesig der CN Tower ist, aber auch das Rogers Center ist wirklich imposant. Danach drehten wir noch eine Runde um die Insel und ich muss schon sagen, der Kontrast zwischen voll moderner Großstadt, dem See und dieser Insel ist wirklich toll. Man fährt nur 10min und schon hat man das Gefühl man ist auf dem Land... genial. Auf der Ruckfahrt hatten wir dann auch noch mal einen klasse Blick während die Sonne langsam unterging.



Das war es dann auch schon aus Toronto, weiter gings in Richtung Niagara Fälle

 
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Windhauch
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #3
Ich hefte mich mal an deine Fersen, damit ich alles mitbekomme.

Tolle Fotos und gut geschrieben.
 
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Richie
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #4
Toller Reisebericht. Und die Fotos sind wirklich der Hammer!

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Richie
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #5
hi,

kann mir einer verraten wie ich meinen ersten threat editieren kann?
Wollte heute morgen nachträglich den Text zu toronto und den niagara fällen einfügen, hab aber keinen edit button gefunden :confused:
 
Richie
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #6
Hallo Roca,

das geht nur eine bestimmte Zeit. Gib mir Bescheid was ich einfügen soll (per PN) und ich ändere es Dir.

Viele Grüße
Richie
 
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kerstin1958
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #7
Super Reisebericht.
 
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Gast42369
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #8
Hechel, nicht so schnell, wartet auf mich:biggrin: NY I love it!
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #9
Niagara Fälle


Natürlich standen auch die Niagara Fälle auf unserer Liste. Von Toronto ging es mit dem Mietwagen für 130km immer den Lake Ontario entlang. Die Fahrt war eigentlich ziemlich öde, da es unterwegs nicht viel spannendes zusehen gibt. Kurz vor Ankunft fallen dann die Weinanbaugebiete auf, die ich hier irgendwie nicht vermutet hätte. Aber ein Blick bei google.maps belehrte mich eines besseren, Südkanada liegt auf den gleichen Breitengraden wie Norditalien. Auch die Fälle selbst kündigen sich durch aufsteigenden Wasserdampf an. In Niagara Fall on the Lake sollte man sich auf einen der kleinen Parkplätze stellen und auf keinen Fall in ein Hotelparkhaus. Die wollen eine Tagesgebühr von 20$ .

Die Niagara Fälle entstanden vor ca 12000 Jahren als das Ende der letzten Eiszeit den Eriesee überlaufen lies. Das Schmelzwasser bildete den Niagarariver, der das weiche Schiefergestein unter dem harten Kalkstein auswusch. Irgendwann brach dann der entstandende Überhang zusammen und übrig waren die Niagara Fälle. Natürlich nagte das Wasser auch die nächsten 12000 Jahre kräftig an den Fällen, so dass sie durch Erosion über 11km Richtung Eriesee wanderten. Heute wird ein Großteil der Wassermassen zu Kraftwerken umgeleitet wodurch sich der Wasserdurchfluss und somit die Erosion erheblich verringerte. Im Schnitt werden 50 bis 75% des Wassers für die Kraftwerke abgezweigt.
Die Niagara Fälle sind zweigeteilt, in einen amerikanischen und einen kanadischen Teil. Die kanadischen horseshoe falls sind wesentlich größer, hier fließt fast 90% des Wasser ab. Ein weiteres Plus für die kanadische Seite ist, dass man einen wesentlich besseren Blick hat als auf der amerikanischen Seite.


Nach der Ankunft sind wir auf direktem Weg zu den Fällen. Das gedonner und getose ist von überall zuhören. Die "Rauchsignale" sind auch nicht zu übersehen, so kann man die Fälle gar nicht verfehlen. Kurz vor den Fällen sind wir durch einen schönen kleinen Garten direkt gegenüber des Hardrock Cafes gegangen. Durch die vielen Blumen eröffnete sich ein herrlicher Blick auf diesen imposanten Wasserfall.


An den amerikanischen Fällen angekommen, welche schon ziemlich beeindruckend wirkten hat man zum ersten mal einen Blick auf das Hufeisen. Alleine durch das aufsteigende Wasser sieht man, dass sich dort wesentlich mehr abspielt. Vergleicht man die breite stehen fast 700m 330m gegenüber. Auch die Fallhöhe von mehr als 50m wird bei den kanadischen Fällen nicht durch herumliegendes Geröll unterbrochen.
Außerdem konnten wir zum ersten mal die Maid of the Mist in Aktion sehen. Uns war sofort klar, bei dem Wetter tut eine Abkühlung gut. Also runter, blaue Capes an und rauf auf's Schiff. Das Boot war zwar ziemlich voll, aber fast jeder hatte einen Platz an der Reling. Zu erst gings an den amerikanischen Fällen vorbei. Wir bekommen einen ganz schönen Wind und starken Nieselregen ab. Bereits hier war ich schwer beeindruckt. Dann ging es in das Hufeisen. Von nun an glaube ich zu wissen wie es in einem Tornado ist. Hat man sich direkt zu den Fällen gedreht konnte man kaum noch Luft holen und jetzt merkte ich wie sinnvoll diese Capes waren. Trotzdem waren wir stellenweise nass wie nach einer Dusche.



Nach einer kurzen Pause sind wir zum Table Rock House. An der Terasse direkt an der Abbruchkante gab es dann eine zweite Dusche. Die Gischt erzeugt einen starken Nieselregen, so dass alles unter Wasser steht. Nach vielen Fotos überlegten wir ob wir noch auf den Skylontower gehen sollten, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Die Eindrücke auf der Maid oder direkt an der Abbruchkante waren so schon überwältigend genug.

Das waren 4 Tage in Kanada. Mit Canadian Air ging es dann in einer kleinen Maschine nach New York.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #10
Nächste Station unserer Rundreise war New York. Von Toronto sind wir mit Air Canada nach New York LaGuardia geflogen. Der Landeanflug war zwar etwas wackelig, aber der Blick war einfach der Hammer. Wir haben einmal eine ganze Runde über Manhatten gedreht. Mehr hätten wir wohl auch nicht bei einem Hubschrauberflug gesehen, zumindest wäre der wesentlich teurer gewesen. Wer sich fragt von welcher Seite des Fliegers man diesen genialen Blick hat,...es ist die linke.



Nach Ankunft standen fünf aufregende und interessante Tage in New York vor uns. Übernachtet haben wir während dieser Zeit im Affinia Manhatten, direkt gegenüber der Penn Station. Diese zentrale Lage ist wirklich optimal für jegliche Ausflüge. Der große Nachteil war aber die Lautstärke. Bis tief in die Nacht tobte das Leben auf den Straßen. Auch vom Tageslicht haben wir im 3. Stock nicht viel gesehen. Aber egal, das Hotel hat "nur" 100€ gekostet, die Zimmer waren sehr sauber, der Service gut und in der Lobby gab es kostenloses WLAN.

Staten Island Ferry

Nach dem wir beim Anflug New York schon aus der Luft betrachten durften, ging es direkt nach Ankunft in Richtung Battery Park um von dort die kostenlose Staten Island Ferry zu nehmen. Die Fähre ist die einzig direkte Verbindung von Manhatten nach Staten Island und wird im Jahr von fast 20 Mio Fahrgästen genutzt. Die 8km lange fahrt dauert ca 22 Minuten und ist aufgrund der spektakulären Sicht auf die New Yorker Skyline und die Freiheitsstatue ein absolutes Touristenhighlight.

Die Fähre war mehr als gut besucht, dennoch hatte ich das Glück und konnte einen Platz direkt am Heck ergattern und hatte somit einen freien Blick. Die Aussicht war wirklich gigantisch und das auch noch kostenlos. Nebenbei hatten wir auch noch Geleitschutz von den Coast Guards. Ganz schön Paranoid die Amis... naja leider zurecht. Aber seht einfach selbst:


Battery Park

Nach diesem tollen Ausflug haben wir uns dann erstmal den Battery Park genauer angeguckt. Er wurde in den 70igern angelegt und ist ein toller Kontrast zum restlichen lauten und hektischen New York. Von hier starten die Bootstouren nach Ellis Island und zur Freiheitsstatute. Die Touristenströme locken natürlich Artisten, Akrobaten und Musiker an und so gibt es überall etwas zu gucken, was auch die vielen herumstehenden Menschentrauben erklärt. Außerdem findet man hier die Skulptur "The Sphere". Dieser Bronzene Globus stand bis zum 11.9.2001 zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers. Überraschend blieb die Skulptur trotz starker Schäden intakt und steht nun hier als Mahnmal. Nach Fertigstellung des Freedomtowers soll the Sphere an seinen Ursprungsort zurückkehren.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die "Church of Our Lady of the Rosary". Diese kleine Kirche scheint der Zukunft zu trotzen und so steht sie zwischen riesigen Glastürmen... ein wirklich schönes Bild.


Financial District



Vom Battery Park ist es nicht mehr weit bis zum Financial District. Erste Station war der Charging Bull am südlichen Ende des Broadways. Dieser 3 Tonnen schwere Bulle symbolisiert die stetig steigenden Kurse und eine Berührung soll für steigende Kurse im Portmonee sorgen ;) Das wussten leider auch alle anderen und so wurde der Bulle vor allem von Japanern ständig betatscht und umzingelt. Es war gar nicht so einfach ein Foto zu machen, aber irgendwann war ich mal schneller als die restliche Meute und es hat geklappt. Jetzt noch ein paar Schritte nach Norden, an der Trinity Church rechts ab und schon ist man an der Festung der New York Stock Exchange. An der Börse wimmelte es nur so vor Sicherheitspersonal, aber das ist ja mittlerweile überall so in New York. Zumindest waren die ganzen Polizisten auf ihren Pferden recht photogen.

Das Gebäude selbst ist mit seinen riesigen Säulen und der davor gespannten Flagge schon recht eindrucksvoll. Seit 1903 befindet sich die NYSE hier in der Wall Street nr. 11. Nach dem wir den Finanztempel in seiner vollen Pracht abgelichtet hatten, sind wir zum Ground Zero. Früher waren hier die Twin Tower das Highlight. Heute befindet sich immer noch ein riesiges Loch an dieser Stelle und das ist den Amerikaner anscheinend so unangenehm, dass Ground Zero komplett verhangen wurde. Findet man eine Lücke zum gucken oder fotografieren, so wird man von den Wachen zurückgepfiffen. Leider konnte ich nicht mehr als viele große Kräne erkennen.



Am Abend gings dann noch zum Times Square, aber dazu später mehr...
 
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ibins
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #11
super reisebericht. freue mich schon auf die fortsetzung.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #12
Times Square


Der Times Square befindet sich an der Kreuzung zwischen 7th ave und dem Broadway. Er bildet das Zentrum des New Yorker Theaterviertels. Wirkliches Broadwayflair kam bei mir jedoch nicht auf. Auf den ersten Blick waren keine alten Theater zu finden. Neben den vielen Broadwaytheatern ist der Times Square vor allem wegen der zahlreichen Leuchtreklame berühmt geworden.

Da wir im Affinia Manhatten wohnten, direkt an der Penn Station, waren es nur 2 Blocks bis zum Times Square. Der Weg dort hin ist eigentlich gar nicht zu verfehlen. Bereits von weitem weist einem die Leuchtreklame den Weg. Am Times Square angekommen, waren wir überraschrt wieviele Menschen sich hier rumtreiben. Trotz der zur Zeit gesperrten Straßen kommt man stellenweise nur noch schwer vorwärts. Aber das war egal. Die Athmosphäre war einfach nur toll. Nach dem ich die ersten Fotos im Kasten hatte, habe ich mich hingestzt und das ganze einfach nur noch auf mich wirken lassen. Es machte wirklich Spaß die vielen verschiedenen Leute zu beobachten. Nach dem Sonnenuntergang war es dann dank der Beleuchtung immer noch so hell, dass man fast alle Fotos noch aus der Hand machen konnte.


Auf dem Rückweg habe ich dann noch einen kleinen Umweg, vorbei am Madison Square Garden gemacht. Der MSG ist eine riesige Mehrzweckarena und fasst bei Basketballspielen nahezu 20000 Besucher. Leider war gerade Saisonpause, so dass es leider nicht möglich war die Halle in voller Aktion zu erleben. Nebenbei konnte ich einen ersten genialen Blick auf das Empire State Building werfen, aber dazu später mehr.

Der nächste Tag startete mit einem Ausflug über die Brookly Bridge.
 
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christinchen83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #13
Toller Reisebericht!!!
Freue mich schon auf die Forsetzung.

LG
 
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ibins
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #14
ein echt super reisebericht. freue mich schon unheimlich auf die fortsetzung.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #15
Woolworth Building

Wir starten den neuen Tag am City Hall Park. Dieser kleine Park mitten in Downtown ist ideal für eine kleine Pause. Da der Tag aber gerade erst angefangen hat, verschieben wir das auf später. Leider war die City Hall auch wieder weiträumig abgesperrt, so dass man keine vernünftigen Fotos machen konnte. Zum Glück gibt es aber noch einen tollen zweiten Photospot. Von hier hat man eine unverbaute Aussicht auf das Woolworth Building. Für einen Blick auf die wunderschöne Spitze muss man sich aufgrund der Höhe jedoch etwas entfernen. Erst von der Brooklyn Bridge hat man freie Sicht auf die verzierte Spitze.




1913 baute der Namensgeber und Besitzer einer Warenhauskette sich dieses opulente Gebäude. Es war mit 241m bis 1930 das höchste Gebäude der Welt und wurde erst durch das Chrysler Building abgelöst.

Brooklyn Bridge

Von der City Hall nur ein paar Schritte entfernt, befindet sich der Aufgang zur Brooklyn Bridge - die beste Zeit für einen Spaziergang ist der Vormittag. Nur dann steht die Sonne über Brooklyn und strahlt die Skyline Manhattens an. Am Nachmittag hingegen hätte man Gegenlicht und das Fotografieren würde nur halb so viel Spaß machen.

Vorbei am Municipal Building geht es dann endlich auf die Brücke. Der Fußweg befindet sich übrigens eine Ebene über den Straßen. So ist es nicht ganz so laut und man hat eine freie Sicht in alle Richtungen. Nach einigen Metern kann man dann auch die goldene Statue auf diesem riesigen Gebäudekomplex sehen... hat schon was. Egal weiter geht's. Irgendwann ist man dann über dem Wasser und man kann zum erstmal die Skyline richtig überblicken. Eine herrliche Aussicht. Überhaupt sollte man beim Überqueren auf keinen Fall vergessen, sich mindestens alle fünf Schritte umzudrehen oder noch besser gleich rückwärts gehen. Nicht das man irgendeinen tollen Ausblick verpasst. So genug erzählt, jetzt kommen die Bilder

Am Bau der Brücke waren über 6000 Arbeiter beteiligt und es dauerte 14 Jahre bis zur Fertigstellung. Nach der Eröffnung im Jahre 1883 sollen die Leute so skeptisch bezüglich der Statik gewesen sein, dass angeblich erst 21 Elefanten über die Brücke getrieben wurden um die Einwohner New Yorks von der Stabilität zu überzeugen.

Brooklyn

Auf der anderen Seite angekommen, ging es zum Brookly Bridge Park. Der Weg dort hin ist ganz einfach. Runter von der Brücke und dann in die Washington Street. An der Ecke Front Street befindet sich übrigens ein klasse Supermarkt mit vielen kleinen Leckerein. Die Washington Street hat dann noch etwas ganz besonderes an sich. Von hier kann man durch die Manhatten Bridge das Empire State Building sehen. Ein klasse Spot.



Der Park hat uns wirklich sehr gut gefallen. Gerne wären wir noch etwas länger geblieben, jedoch hatten wir noch mehr auf unserem Tagesplan. Nach gut einer Stunde Pause sind wir weiter durch die Gassen zur nächsten U-Bahn, der York Station. Hier noch ein paar letzte Impressionen von unserem kleinen Brooklyntrip.


 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #16
Neuer Tag, neues Glück. Heute werden mal keine Hochhäuser bewundert.


Washington Square Park

Der Washington Square Park eingnet sich ideal als Startpunkt für Spaziergänge Richtung SoHo oder dem Flatiron Building. Wir haben uns für SoHo entschieden, da das Flatiron zur Mittagszeit voll im Schatten steht. Aber erstmal zurück zum Washington Sq Park. Gelegen zwischen 6th Ave, dem Broadway und am Ende der 5th Ave., wird er von vielen Gebäuden der NY University umgeben.

Für mich war es der schönste Park in New York. Hier konnte man hervorragend abschalten. Weit weg von größeren Straßen war endlich auch mal kein Gehupe und keine Sirenen zu hören. Das empfanden wohl noch mehr Leute und dementschprechend voll war es, aber das belebte den Park um so mehr. Die Schachspieler, die Kinder die in dem Brunnen badeten, die Straßenkünstler machten diesen Park für mich zu einem echten Highlight. Berühmt ist der Park außerdem für den Washington Square Arch, der das weit entfernte Empire State Bulding umrahmt. Aber seht selbst.




SoHo


Vom Washington Square Park ging es dann nach SoHo. Wir sind immer der 6. in Richtung Süden entlang und sind dann in die Spring Street abgebogen. Hier gibt es meiner Meinung nach alles zusehen was SoHo aus macht. Viele kleine Läden, Straßencafés, Galerien und natürlich Cast Iron Gebäude. Der Szenestatus des Viertels lockte natürlich auch Leute die damit Geld verdienen wollen. So haben mittlerweile viele Designer hier Filialen eröffnet und SoHo wandelt sich so langsam. Vor allem kleine Künstler kehren Soho mittlerweile den Rücken zu da sie die extrem steigenden Mieten nicht mehr zahlen wollen oder können. Wir mochten trotzdem das Flair, dass sich hier ausbreitete und es hat wirklich spaß gemacht durch die Straße zu schlendern. Beim Spaziergang unbedingt einen Blick in die Seitenstraßen werfen. Hier befinden sich, vor allem in der Green Street, sehr schön sanierte Cast Iron Buildings.


Nach dem das Shoppen in SoHo schon ganz nett war, sind wir im Anschluss zur 5th Ave.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #17
5th Avenue & Macy's

Natürlich lag auch Shopping ganz oben auf unserer Liste. Unweit vom Affinia Manhatten befindet sich das Macy's, das größte Kaufhaus der Welt, etwa drei mal so groß wie das KdW in Berlin. Von außen wirkt es noch gar nicht so groß, aber von innen ist es einfach riesig. Es erstreckt sich über den halben Block und 10 Ebenen. Das Angebot ist erwartungsgemäß gigantisch, aber wirklich Spaß kam bei uns nicht auf. Wir bevorzugen dann doch eher kleinere Läden.




Die nächste Etappe war dann die 5th Avenue, die wohl berühmteste Einkaufsstraße der Welt. Start war an der 42th und den ersten Zwischenstopp haben wir am Rockfeller Center gemacht. Unterwegs fallen uns vor allem Läden von Nobeldesignern auf. Bei Quadratmeterpreisen von 10000$ und mehr ist es aber auch kein Wunder, dass sich hier her keine kleinen Läden verirren.

Das Rockfeller Center ist ein ganzer Gebäude Komplex, der aus 21 Hochhäusern besteht. Im Zentrum befindet sich das 259m hohe GE Bulding, das auch über eine Aussichtsplatform, Top of the Rock, vefügt. Von dort soll man eine tolle Sicht auf den Central Park haben. Direkt davor befindet sich die Low Plaza, mit dem goldenen Prometheus. Vor dieser Kulisse wird zu Weihnachten der riesige beleuchtete Baum aufgestellt und es werden viele Runden auf der Eisbahn gedreht.

Gegenüber des Rockfeller Centers befindet sich die St. Patrik's Cathedral. Es ist schon erstaunlich wie klein und verloren so eine Kirche zwischen all den Hochhäusern wirken kann. Trotz der 120m Länge und 100m Höhe fügt sich die 1878 fertig gestellte Kathedrale recht unscheinbar in die Umgebung ein.


Die Hochäuser auf dem Letzten Bild befinden sich hinter dem Rockfeller Center auf der Avenue of the Americas.

Biegt man an der 51th rechts ab und geht einige Meter, dann kann man den 195m hohen "570 Lexington Avenue" sehen. Dieser Wolkenkratzer wurde 1931 ebenfalls im Art Deco Stil errichtet und fasziniert mit seiner aufwändig verzierten Spitze.




Am Abend gings dann endlich zum Empire State Building.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #18
Empire State Building

Grand Central Terminal

Am Abend gings dann endlich zum Empire State Building. Vorher sind wir aber noch mal schnell am Grand Central Terminal vorbei gegangen. Er wurde 1913 eingeweiht und begeistert durch seine riesige Haupthalle an dessen Decke sich ein Sternenhimmel befindet. Mit über 60 Bahnsteigen ist er übrigens der größte Bahnhof der Welt.





Chrysler Building


Vor dem Bahnhof hat man einen Klasse Blick auf das Chrysler Building. Mit 319m ist es das dritt höchste Gebäude in New York aber meiner Meinung mit Abstand das schönste. Direkt nach der Fertigstellung 1930 war es, wenn auch nur für ein Jahr, das größte Gebäude der Welt. Was aber viel interessanter ist als diese paar Zahlen, ist die Optik des Gebäudes. Die Stahlkuppel mit den vielen Kuppeln ist wirklich einzigartig. Vor allem Nachts, wenn die vielen Spitzen beleuchtet sind, sollte man sich einen Blick auf das Chrysler Building nicht entgehen lassen - und von wo geht das am besten? vom Empire State Building natürlich.




Empire State Building




Tickets für die Aussichtsplatform hatte ich bereits im Voraus online gekauft und ausgedruckt, so dass wir uns die Ticketschlange sparten. Ohne Stopp konnten wir direkt bis zu den Sicherheitskontrollen durchgehen. Dort wurde dann leider mein Stativ einkassiert. Ich wusste zwar, dass es nicht erlaubt sein soll, aber versuchen konnte man es ja mal. Nach den Kontrollen ging es dann auch fix bis zu den Fahrstühlen. Nach einer kurzen Wartezeit, waren wir dann endlich oben. Wenn man bedenkt, dass man mehrere Stunden anstehen kann, dann hatten wir ziemliches Glück. Oben angekommen hieß es dann erstmal Fotos machen bis die Kamera rauchte und darauf warten, dass es langsam dunkel wird. Der Blick war wirklich genial, was allerdings schade war ist, dass man keine schöne Aussicht auf den Central Park hat. Dafür bietet sich das Rockefeller Center mehr an, jedoch kann man von dort nicht das Chrysler Building sehen.



So jetzt noch mal ein paar Fakten. Das Empire State Building war nach seiner Fertigstellung 1931 über 40 Jahre das höchste Gebäude der Welt. Auch heute ist es seit dem 11.9.01 das höchste Gebäude in New York und das 3. höchste in den USA. In nur 18 Monaten Bauzeit wurden über 60.000 Tonnen Stahl verbaut und mehr als 6000km Kabel verlegt. Bedenkt man die technischen Möglichkeiten vor 80 Jahren, dann ist das meiner Meinung nach eine echte Meisterleistung.

Am nächsten Morgen sind wir zum Flatiron Building.
 
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roca83
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #19
sorry für die kurze Pause, ich war über die Osterfeiertage etwas unterwegs :smile:

Weiter gehts mit einem Ausflug nach Midtown Manhatten:

Flatiron

Da das Flatiron Building nur morgens und abends in der Sonne steht, machtenwir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zur 23rd St. Dort angekommen, haben wir erstmal die entspannte morgendliche Atmosphäre genossen. Da aber die Sonne zusehends wanderte und immer mehr vom Flatiron im Schatten verschwand, habe ich mich lieber an die Fotos gemacht.




Das vorletzte Bild ist natürlich nicht das Flatiron Building. Der Metlife Tower befindet sich an einer anderen Ecke des Madison Square Parks. Steht man direkt vor dem Flatiron, dann hat man diesen Blick auf den Turm. Mit seinen 214m war er übrigens auch mal das höchste Gebäude der Welt. Vier Jahre hatte es den Titel inne wurde dann aber 1913 wieder abgelöst.

So jetzt aber zurück zum Flatiron oder auch Fuller Building. Warum das Ding Flatiron heißt muss ich wohl keinem erklären. Interessant ist vielleicht, dass es an der Spitze nur 2m breit ist und der Winkel gerade mal 25Grad beträgt. Erstling in diesem Baustil ist das Gooderham Building in Toronto. Mit seinen 78m ist das 1902 erbaute Flatiron aber wesentlich größer als sein "Urvater".

Chinatown

Im Anschluss haben wir Chinatown angeschaut. Mit der U-Bahn sind wir direkt ins Zentrum in die Canal Street gefahren. Von hier kann man eigentlich in jede Richtung gehen und man denkt man ist in einer anderen Stadt. So wird plötzlich nur noch Chinesisch gesprochen und die ganzen Schriftzeichen tun ihr übriges. Ich fand es hier wirklich interessant, wobei eigentlich jede Straße gleich aussieht. Dennoch, die vielen kleinen Läden, der Kitsch und Trash der hier zu finden ist, haben einen gewissen Reiz. Mittlerweile wohnen hier schon über 300000 Chinesen, damit ist das New Yorker Chinatown die größte chinesische Siedelung außerhalb von Asien.



Für den nächsten Tag haben wir uns dann die Freiheitsstatue vorgenommen. Hier ist ansonsten die Übersicht.
 
libertarian
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  • 3 Wochen Ostküste & Südwesten Beitrag #20
Buenos dias

Da kann jemand aber gut fotografieren. Danke fuer die sauber komponierten Bilder!
 
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