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Hallo kupfi,
schön das es weitergeht.
Tolle Bilder, besonders die von den Moschusochsen.
Aber sag mal, du konntest den Slide auch bei laufendem Motor nicht einfahren weil es so kalt war, oder lieferte die Lichtmaschine nicht genug Strom an die Batterie. Ist ja nicht ganz ungefährlich wenn das Fahrzeug an einer Seite 20-30 cm breiter ist, und man nicht mehr dran denkt.
Der Vollmond steht noch über Deadhorse als wir am nächsten Morgen in unserem wohlig warmen Camper aufwachen, es ist noch immer sehr kalt, erste Enttäuschung als wir erfahren keine Tour mehr zur Beringsee machen zu können, die letzte Tour ging gestern. Wir frühstücken gemütlich, sofern man in dieser geschäftigen Atmosphäre zwischen den ganzen Ölarbeitern, von gemütlich sprechen kann. Gemütlich machen wir uns auf den Weg, doch zuvor sollte der Wagen noch vollgetankzt werden, und das bei der vermutlich nördlichsten Zapfsäule von ganz Amerika. Diese ist so vor Kälte geschützt, das nur der Zapfhahn draussen ist, die ganze Anlage steht gut isoliert und beheizt in einer Hütte.
Der Wind pfeift in Sturmstärke über den See als wir in Richtung Süden fahren, aber der Himmel ist strahlend blau. Kurz hinter Deadhorse werden wir wieder mit Polarfüchsen und Caribous belohnt, jedoch waren die Farben gestern Abend viel kräftiger und die Range hat lange nicht dieses Farbspiel. Wir lassen uns Zeit und fahren gemütlich, das Ziel für diesen Tag ist der Galbraith CG kurz hinter der Forschungsstation an der wir uns auf der Hochfahrt mit Strom versorgt haben. Ich mache ein Feuer unsd es ist ringherum schon schön verschneit.
als wir dann mit dem Essen fertig waren sah es dann so aus
Mit frisch geladenener Batterie machen wir es uns dann im Camper richtig gemütlich und schlafen ohne zu frieren, aber auch immer mit der Hoffnung auf Nordlichter.
Am nächsten Morgen ist unser erstes Ziel Wiseman, eine kleine Siedlung in der 13 Menschen leben und die wir aus dem Bericht über den Dalton schon im Fernsehen gesehen haben.
Wir treffen auf einen Trapper, der 2 Tage in den Bergen war und ein Dallschaf geschossen hat, er ist gerade am Zerlegen und erzählt uns wie er hier so lebt, lässt uns hinters Haus schauen, beim Nachbarn liegt der Kopf eines Mousse Bullen, den er gestern geschossen hat. Aber es gibt auch ein sehr schönes Log House, scheint so eine Art Sommerresidenz zu sein, die unde haben sich sehr gefreut uns zu sehen, sind aber irgendwie schwer auszumachen aufgrund Ihrer wahnsinns blauen Augen.
Wir sehen die kleine Kirche, die mich irgendwie an das Wohnzimmer meiner Uroma erinnert, und das postamt, das aber schon lange geschlossen hat, aber alles irgendwie so wie vor 100 Jahren, sehr schön , aber sicher nicht einfach dort zu leben.
Hallo kupfi,
hab mich gleich wieder auf deinen Bericht gestürzt.
Aber sag mal, du fährst ja "verkehrswiedrig" ohne Nummernschild, also hast du das doch an der "Tanke" an die Wand genagelt.
Hattet ihr denn GlücK mit Nordlichtern in dieser Nacht
Das mit´den Nordlichtern ist wohl so eine Sache, in der Gegend um Fairbanks scheint es wohl am besten zu sein, wir haben aber auch Einheimische gesprochen die uns sagten, die letzten Jahre hätten sie keine Nordlichter mehr gesehen, wie wir sie aus dem Fernsehen und aus den Bildern kennen.
Vielleicht weiss Charlie was darüber.
nach den Bildern und nachdem was du schreibst, scheint sich der Trip über den Dalton Highway ja gelohnt zu haben. Aus dem schlechten Wetter dieses Sommers scheint ihr ja das Beste gemacht zu haben.
Das Hausboot ganz am Anfang deines Berichts sieht aus wie der Kutter von Jo Bentfeld. Und der ist damit immerhin bis zur Beringsee geschippert. Dass ihr die Tour zu den Ölfeldern nicht machen konntest, musst du positiv sehen: Ein Grund, um noch mal dorthin zu fahren .
Hi Baumjoe,
der Kutter war klasse, obwohl ich manchmal das Gefühl hatte das Holz quillt auf an manchen Stellen auf, aber wie hat er das über die Five Finger Rapids gebracht? Der Typ war auch ein echtes Original, so wie man sich solche Jungs eben vorstellt.
Nachdem wir dann aus Wiseman wieder abgefahren sind wird das Wetter leider eher schlechter, die Wolken hängen tief drin und es graupelt leicht und ein wenig höher schneit es bereits. Da unsere Batterie wieder mal im unteren Bereich angelangt war überlegen wir uns ob wir nicht die Nacht in Coldfoot verbringen sollen, der Campground ist zwar nicht einer der schönsten, aber wir hätten schliesslich Strom und das heisst, Wärme und Licht. Leider ist der Strom schon abgestellt, also weiterfahren ist angesagt. Wir essen noch einen Burger, als ich ein Bier dazu bestelle müssen wir in den anderen Saal umziehen, dafür gabs dann auch ein Amber. Wir lernen ein Pärchen kennen, er aus Dallas und sie aus Barcelona, beide schon 6 Wochen unterwegs und noch weitere 2 Wochen. Die Zeit hat man wenn man so wie er den Job gekündigt hat uind sich auf einer Neu-Orientierung befindet, ich beneide die beiden.
Da es noch nicht so spät ist wollen wir noch mind. zum Arctic Circle fahren, wo wir mit Erschrecken feststellen, daß der markierte Punkt nicht der Arctic Circle ist. Mein GPS sagt mir das der eigentliche Punkt ca. 300 meter weiter südlich liegt, aber dort war vermutlich kein Platz für das Schild. Wir richten uns auf dem dortigen Campground ein und hoffen das der Regen aufhört und es einigermassen warm bleibt heute nacht. Wir machen uns noch eine dieser wunderbaren New England Clam Chowder von Campell und verbringen den Abend mit Lesen.