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08.11.2006, 05:53
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #1
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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Hallo Foris,
im Folgenden will ich euch von meiner Reise im Herbst berichten.
Vorbereitung
Nach sechs Urlauben in Australien, bei denen wir den Kontinent durchquert und umrundet hatten, haben wir uns im Dezember letzten Jahres entschlossen, unsere Reisen durch die Bundesstaaten der USA wieder aufzunehmen. Wir mussten uns nur entscheiden, wohin. 1999 haben wir die Sehenswürdigkeiten der Bundesstaaten Washington, Idaho, Montana und des nördlichen Oregon erkundet. Blieben noch Texas and Surrounds, der Südwesten und das Gebiet westlich der Wasatch Range. Wir entschieden uns für Nevada, Kalifornien, Oregon und Utah.
Der Zielort in den USA war egal, wegen der günstigen Verbindung und des Preises buchte ich im Januar bei ‚FlyWest’ einen Flug von Frankfurt über Washington Dulles nach Las Vegas mit United. Den Mietwagen – Equinox – buchte ich ebenfalls im Januar bei ‚billiger-mietwagen.de’. Beide Firmen kann ich uneingeschränkt empfehlen. Nach Festlegung der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten ergab sich folgende Fahrtroute, die ich in fünf Wochen – vom 19. September bis 24. Oktober – bewältigen wollte.

Die Feinplanung führte ich mit dem Street Atlas 2005 Handheld durch. So ergaben sich Etappen und ich buchte erstmals fast alle Motels im Vornherein.
Die ‚Big Events’ hatte ich bereits in drei Urlauben von 1980 – 1982 jeweils im Schnelldurchgang angeschaut. San Francisco war damals meine Lieblingsstadt geworden und so war ich gespannt, wie das denn bei den großen Sehenswürdigkeiten heute sein würde. Die Zeit bis September zog sich ganz schön, aber schließlich war es soweit.
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08.11.2006, 06:03
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #2
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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Dienstag, 19. September 2006
Kurz nach sieben haben wir die Katzen und das Gepäck verladen und machen uns auf den Weg nach Frankfurt. Die Katzen geben wir unterwegs in einer netten Tierpension ab und fahren weiter nach Neu-Isenburg. Dort parke ich das Auto bei der Fa. tourcare für € 118,--. Die Firma bringt uns zum Flughafen. Der Schalter von United befindet sich hinter einer Baustelle, dafür geht das Einchecken sehr schnell.
Die erste Personenkontrolle erfolgte zügig, bei der zweiten stand eine lange Schlange. Die Kontrolle war professionell – die Rucksäcke wurden genau durchsucht.
Im Terminal 1 gibt es nach der Kontrolle wenigstens noch eine Cafeteria. Seit keine Flüssigkeiten mehr mit an Bord genommen werden dürfen, machen die trotz der überteuerten Preise ein gutes Geschäft.
United hat anscheinend ein paar Probleme mit dem Flieger, denn der wird erst gegen 11:30 Uhr vors Gate geschoben. Trotzdem startet der Flug mit nur 25 Minuten Verspätung. Das Flugzeug ist eine alte 747-400 ohne Inseat-Entertainment. Der Service ist nicht toll.
Landung in Washington Dulles nach ruhigem Flug mit geringer Verspätung um 14:10 Uhr. Dann beginnt das Warten - vier Einwanderungsbeamte fertigen die Passagiere von mindestens zwei 747 ab, eher drei oder vier. Ich hatte 30 Minuten Wartezeit für uns geschätzt, weil wir ziemlich weit vorne standen. Daraus werden 45 Minuten. Kein Beinbruch, bleibt doch immer noch eine Stunde bis zum Abflug nach Las Vegas. Das Gepäck war natürlich bereits vom Band genommen. Also nur noch wieder einchecken und weiter geht es. Falsch gedacht - erneut eine lange Schlange, nach weiteren 30 Minuten haben wir dann unser Gepäck auf einem neuen Band. Ob wir das in Vegas beim Aussteigen sehen, bezweifle ich stark. Jetzt nur noch durch die Personensicherheitsschleuse und weiter zum Gate - das ist natürlich fast am anderen Ende des Terminals. Den Flieger erreichen wir, nicht bevor unsere Rucksäcke noch einmal genau durchsucht werden. Das Fluggerät ist ein Airbus A 320, natürlich ohne Inseat-Entertainment, aber mit Satellitentelefon. Die nächsten fünf Stunden gibt es außer einem Snack nichts zu essen - kann man natürlich käuflich erwerben. Sehr ruhiger Flug - Landung in Las Vegas wegen Gegenwind nur unwesentlich später als vorgesehen. Und jetzt wird es spannend - ist das Gepäck mitgekommen?
Ich frage beim Gepäckschalter nach und mit Stolz erklärt die Mitarbeiterin von United, das sei doch selbstverständlich. Na super! Nach nur 35 Minuten springt das Gepäckband an und unser Gepäck erscheint bald aus den Niederungen des Flughafens.
Nun nur noch mit dem Bus zu Alamo und das Auto abholen. Auch dort ist ein ganzer Mitarbeiter aktiv, Direct Road ist kaputt. Schließlich lässt sich eine weitere Mitarbeiterin herab, einen Kunden zu bedienen. In beiden Fällen sind aber auch die Kunden etwas daneben. Dann erscheint der Chef und bedient uns und das klappte, wie ich das von Alamo gewohnt bin - keine Upgrade-, Versicherungs- und sonstige von Vielen erwähnten Betrugsversuche.
In der Choiceline stehen vier oder fünf SUV - darunter zwei Trailblazer in Gold. Ich entscheide mich für einen Trailblazer EXT mit 4WD.

Die Fahrt bei Nacht durch Las Vegas ist einfach. Wir parken vor dem Nebeneingang des Riviera. Das Einchecken läuft im Gegensatz zu allen anderen Erlebnissen des Tages ruckzuck. Die Orientierung im Hotel ist nicht so einfach, klar, die wollen natürlich, dass man erst an allen Spielautomaten und möglichst vielen Spieltischen vorbeikommt, aber wir finden dann doch unser Zimmer im 7. Stock. Das Zimmer ist zweckmäßig eingerichtet und geräumig und da wir nur schlafen wollen, vollkommen ausreichend.

Zum Einkaufen fahren wir noch ins nächste Wal*Mart Super Center und decken unseren Bedarf an Hygieneartikel und Getränken. Auch meinen heiß geliebten deLorme Atlas & Gazetteer von Nevada finde ich dort. Das Auto parke ich im hoteleigenen Parkhaus.
Spät schlendern wir ohne zu spielen durch ein paar Casinos in der Nähe – Frontier, Circus Circus und natürlich unseres. Bevor wir todmüde ins Bett fallen, mache ich noch schnell ein paar Aufnahmen der nächsten Hotels bei Nacht.

Gefahrene Meilen: 24
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08.11.2006, 19:41
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #3
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Gast
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Hallo Edmund,
offenbar hast Du Deine Fotos schon sortiert und startest mit dem Bericht.
Ich bin schon mal in den Trailblazer eingestiegen und bin dabei.
Im Ext ist ja noch viel Platz ...
Bin schon gespannt wohin uns die Reise noch führt.
Gruss
Kate
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08.11.2006, 19:43
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #4
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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Mittwoch, 20. September 2006
Das Auto bleibt heute im Parkhaus stehen - wir gehen zu Fuß.
Bei der Wahl des Hotels hatte ich zunächst überlegt, dass eins in der Mitte des Strips günstiger gelegen sei, bin aber nach einiger Zeit darauf gekommen, dass es für mein Vorhaben, mir alle Hotels am Strip anzuschauen, egal ist, wo ich anfange. Demzufolge habe ich mich dann für das günstige Riviera entschieden.
Jetlag geplagt wachen wir um halb sieben auf. Ein Pott Kaffee hilft uns auf die Beine und kurz vor acht machen wir uns auf den Weg, den Strip nach Süden zu erkunden. Vor 25 Jahren endete der Strip kurz hinter Caesars Palace und so sind wir doch ganz schön beeindruckt von dem, was hier gebaut worden ist.

Bei Tag sieht das alles nicht mehr so toll aus.
Wir gehen bis zum Mandalay und wieder zurück und nehmen fast jedes Casino mit. Irgendwann kommt uns das Gedudel der Spielautomaten aus den Ohren heraus. Das gleiche gilt für die Musikberieselung draußen und drinnen.
Am besten hat uns das Venetian gefallen. Wir sind so zeitig dort, dass kaum Publikumsverkehr ist.

Im MGM Grand gefällt uns der Garten mit den Tieren. An dem Goldfisch (neudeutsch: Koi) kann man eine Woche essen.

Die nächsten drei Hotels, die uns am besten gefallen haben, sind: Luxor, Excalibur und New York New York, bei dem die Achterbahn nicht fährt.

Es ist schon beeindruckend, was dort an Gehirnschmalz verbaut worden ist, denn ist die Anlage erst fertig, kann man vielleicht noch den Parkplatz oder den Pool verändern. Das Caesars Palace ist zurzeit innen eine Baustelle, die Einkaufspassage mit Armani und Tiffany ist davon aber glücklicherweise nicht betroffen.
Um ehrlich zu sein – wir sind nicht alles gelaufen. Das Stück vom Excalibur zum Mandalay sind wir mit der kostenlosen Magnetbahn gefahren. Trotzdem haben wir uns beide eine kleine Blase, aber keinen Wolf gelaufen.
Wir sind begeistert vom Strip. Aber wir haben lange noch nicht alles gesehen und werden das bei einem nächsten Besuch nachholen. Dann ist bestimmt auch die Baustelle zwischen Bellagio und Monte Carlo fertig und ein neues Themenhotel entstanden.
Natürlich haben wir uns auch noch bei tix4tonight angestellt - Schlangestehen waren wir ja von gestern noch gewohnt. Ergebnis: heute Abend Blue Men Group im Venetian für USD 105,80 pP und morgen Abend Mamma Mia im Mandalay für USD 59,00 pP.
Das Wetter war Klasse – keine Wolke am Himmel und es blies ein kühlender Wind. So merkte man gar nicht, dass man am Abend einen leichten Sonnenbrand hatte.
Zum Venetian gehen wir heute zu Fuß, ist ja nur eine knappe Meile, morgen fahren wir mit dem Wagen zum Mandalay.
Die Show der Blue Men Group war ganz große Klasse. Für die, die die Show nicht kennen: Aktionstheater mit Trommeln und Farbe, mit Rockmusik und Pantomime. Die Zuschauer in den ersten 5 Reihen erhalten Plastikcapes zum Schutz vor der herumspritzenden Farbe. Wir saßen in Reihe 7 links auf sehr guten Plätzen. Einer der Brüller war:
Wenige Minuten nach Beginn der Show betreten Nachzügler das Theater. Sofort leuchten überall rote Rundumleuchten auf und es ertönen Sirenen. Auf allen Bildschirmen werden die zu spät Gekommenen gezeigt und es blinkt der Schriftzug Late Arrival. Die Show wird unterbrochen, bis sich das Paar dann auf seine Plätze gesetzt hatte, die unglücklicherweise auch noch in der Mitte einer Stuhlreihe waren. Danach begann die Show kurzzeitig von vorne, machte dann aber dort weiter, wo sie unterbrochen worden war. Mann, wäre mir das peinlich gewesen.
So ein Aktionstheater ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack – wir waren begeistert. Wenn ich mal wieder in Berlin bin, gehe ich dort auch in die Show.
Ein anstrengender Tag geht zu Ende und wir fallen todmüde in die Betten.
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09.11.2006, 08:52
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #5
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Amerika Kenner
Registriert seit: 11.08.2005
Ort: Rhein-Main
Beiträge: 271
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Zitat:
Einer der Brüller war:
Wenige Minuten nach Beginn der Show betreten Nachzügler das Theater. Sofort leuchten überall rote Rundumleuchten auf und es ertönen Sirenen. Auf allen Bildschirmen werden die zu spät Gekommenen gezeigt und es blinkt der Schriftzug Late Arrival. Die Show wird unterbrochen, bis sich das Paar dann auf seine Plätze gesetzt hatte, die unglücklicherweise auch noch in der Mitte einer Stuhlreihe waren. Danach begann die Show kurzzeitig von vorne, machte dann aber dort weiter, wo sie unterbrochen worden war. Mann, wäre mir das peinlich gewesen.
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Das kommt mir bekannt vor...
Ich war in Berlin bei Blue Men Group und da war es genau so.
Als meine Eltern vor einigen Monaten auch in der Show waren, wurde das Geheimnis der "Zuspätkommer" aber gelüftet, denn wenige Minuten vor der Show wurden meine Eltern von den Platzanweisern gefragt, ob sie nicht die Zuspätkommer sein wollen. Sie müssten dann nur wieder ins Foyer gehen, würden die ersten Minuten der Show verpassen und dann mit großem Brimborium auf ihre Plätze geführt. Sie haben dankend abgelehnt und ein anderes Paar hatte die "Ehre" des zu-spät kommens. 
Aber du hast recht, die BMG kann man wirklich nur empfehelen. Auch wenn die Eintrittspreise sich gewaschen haben und die Show (ohne Pause) viel zu schnell wieder rum ist.
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09.11.2006, 11:32
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #6
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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Hallo Andreas,
dann sind das zumindest keine Mitglieder des Ensembles. Ich glaube, ich würde das auch nicht machen. Wir fanden diese Aktion ganz toll.
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09.11.2006, 11:39
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #7
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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Donnerstag, 21. September 2006
Wie lange dauert eigentlich so ein Jetlag? Um halb fünf sind wir wieder wach. Wir lassen uns mit dem Aufstehen viel Zeit, um 08:15 Uhr sind wir im Wagen und wollen zum Mandalay fahren, um dort die Karten für heute Abend abzuholen. Der schnellste Weg führt über die Autobahn. Denkste – Stau, auch auf den Abfahrten zum Strip. Wir brauchen eine Stunde für die vier Meilen, glücklicherweise haben wir vor der Abfahrt noch einen großen Pott Kaffee gekauft. Am Mandalay finde ich das Parkhaus nicht und parke am Convention Center. Der Weg zum Box Office beträgt beinahe eine halbe Meile durch den Hotelkomplex. Das Convention Center ist in bescheidenem Marmor gehalten, diese Hotels beeindrucken mich ein ums andere Mal.
Nachdem wir die Karten haben, will ich noch beim AAA vorbei. Wir fahren auf dem I 15 nach Norden bis zur Charleston – kein Stau, nur auf der Gegenfahrbahn. Die Mitarbeiterin des AAA erklärt mir, dass ich als ADAC-Mitglied nur noch zwei Teile erhalte. Diskussionen darüber erscheinen mir nutzlos, also nehme ich zwei Tourbooks und muss eben jeden AAA unterwegs ansteuern. Schnell noch nach gegenüber zum Wal*Mart und einkaufen. Die Sonnencreme haben wir natürlich vergessen.
Auf dem I 15 geht es nach Norden. Unser Ziel ist der Valley of Fire SP, der von vielen hier im Forum bereits beschrieben und gelobt worden ist. Anschließend wollen wir noch in den Red Rock SP.
Der Eintritt in den Valley of Fire SP beträgt USD 6,-- - gut investiertes Geld. Wir fahren an den Beehives vorbei und machen erste Fotos.

Dann kommen wir zum Atlatl Rock. Gerade fährt eine Busladung Japaner weg, so dass wir uns die tollen Petroglyphen in Ruhe anschauen können.

Dann gehen wir zu den versteinerten Bäumen. Die sind eingezäunt, damit nicht jeder Besucher ein Stückchen mitnimmt.

Für den einzelnen ist ein Stückchen versteinerter Baum nicht viel, aber wenn jeder Besucher ein Stückchen mitnimmt, würde es die versteinerten Bäume heute nicht mehr geben.
Wir fahren kurz am Visitor Center vorbei und informieren uns über den Park. Unser nächstes Ziel sind die White Domes. Wir wandern auf dem kurzen Trail (1,5 Km).

Zunächst geht es auf einem sandigen Weg bergauf und anschließend an den Domes vorbei steil bergab. Im Tal biegt der Weg nach rechts ab und folgt einem Bachbett.

Plötzlich verengt sich das Tal und wir wandern durch einen „Slot Canyon“, klasse. Ich weiß nicht, ob der Ausdruck Slot Canyon richtig ist, aber der sieht so aus. Der Weg ist nicht gerade toll markiert, aber verlaufen ist auf Grund der Kürze nur schwer möglich.

Dort unten sind wir gewandert.
Die nächste Wanderung führt uns in den Petroglyph Canyon. Wir finden nur ein Petroglyph, die Wanderung geht durch das Bachbett und ist wegen der vielen Steine nicht so berauschend.

Die Cabins wurden in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts für Besucher des Parks eingerichtet. Jede verfügt über eine Feuerstelle, wahrscheinlich ein Bett, sowie Tisch und Stuhl, also sozusagen ein Motel im Park. Dort könnte man heute auch noch übernachten, wenn es denn erlaubt wäre.
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09.11.2006, 11:43
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Wüsten, Wasserfälle, Wälder, Wale Beitrag #8
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Amerika Tourist
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
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noch Donnerstag, 21. September 2006
Das Highlight des Parks kommt am Schluss - der Elephant Rock. Er liegt direkt an der Straße und wir fahren erstmal vorbei. Ist auch so ausgeschildert, damit die Touris nicht alle an der Hauptstraße anhalten. Wir latschen die 500 m bis zum Felsen.

Für uns ist das nicht das Highlight des Parks, das sind der Atlatl Rock, die petrified logs und der White Domes Trail.

Wer in Vegas ist sollte diesen Park während eines Tagesausfluges auf keinen Fall auslassen.
Der fehlende Sonnenschutz machte sich jetzt etwas nachteilig bemerkbar. Egal, ist ja nur Sonnenbrand. Zurück geht es entlang des Lake Meade. Ich habe besonders in Australien schon ein paar Wüsten gesehen, aber diese erscheint mir besonders menschenfeindlich. Das liegt wohl daran, dass hohe, schroffe Berge jedes Tal abschließen. In Australien waren die nächsten Berge immer mehrere dutzend Kilometer entfernt und nie so abweisend. In anbetracht der fortgeschrittenen Zeit bleibt der Besuch des Red Rock Canyons einem späteren Besuch Las Vegas’ vorbehalten.
Am Abend finde ich das Parkhaus des Mandalay auf Anhieb, jetzt muss nur noch die Show gut werden. Wir sind beide etwas enttäuscht, weil wir mehr über das Leben der Mitglieder von ABBA erwartet hatten. Das Musical ging aber über die Songs. War nicht schlecht - wenn ich daran denke, dass wir beinahe in das deutsche mit deutschen Texten gegangen wären, nicht auszudenken. Ich vermute, dass es Benny mit dem Musical darum ging, etwas Geld zu verdienen und er deshalb versuchte, einige Songs in einen kausalen Zusammenhang, der bei der Entstehung der Songs nie vorhanden war, zu bringen. Wer ABBA mag, mag auch die Songs - das Musical selbst erscheint mir zusammen geschustert.
Ich bin abends beim Fernsehen nach dem Genuss einiger Dosen Coors eingeschlafen, SWMBO* hat, als sie aufwachte, bevor sie den Fernseher ausgeschaltet hat, noch ein paar Tasten gedrückt. Damit hat sie ein paar Filme bestellt. Weil sie aber auch müde war, hat sie den Fernseher ausgeschaltet. Ich war ganz schön überrascht, morgens USD 11,99 für In-Room Entertainment zusätzlich zahlen zu müssen. Na ja, wir werden es überleben.
*SWMBO [s??mbo] (She Who Must Be Obeyed)
gefahrene Meilen: 172,2
drei Übernachtungen im Riviera: USD 152,40
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Gruß
Edmund
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