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06.12.2011, 22:42
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Wow! Beitrag #89
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.11.2010
Beiträge: 83
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Hallo RVer, habe nochmal recherchiert. Hier ein Text aus Wikipedia, es war das Iditarod Hundeschlittenrennen:
In Alaska begann Susan Butcher mit dem Training für das Iditarod Hundeschlitten-Rennen, eine zweiwöchige Wettfahrt durch 1049 Meilen Eiswildnis in Alaska. Die Ehre, das Rennen als erste Frau zu gewinnen, verpasste sie nach einigen vorigen Teilnahmen 1985 durch unglückliche Umstände: Ein Elch tötete zwei ihrer Schlittenhunde, sechs weitere wurden schwer verletzt, sodass Libby Riddles, eine bis dato noch unbekannte Fahrerin, das Rennen 1985 gewann und als erste weibliche Siegerin in die Annalen einging.
Gruß
Familytour
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08.12.2011, 20:09
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Wow! Beitrag #90
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.11.2010
Beiträge: 83
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Prinz William Sound
Tag 7 auf dem Schiff.
Das schöne Wetter gestern und der rote Sonnenuntergang verhießen nichts gutes. Es ist richtig eisig, sehr neblig und es regnet richtig.
Dabei ist heute nachmittag der Prinz William Sound auf dem Programm. Dieses herrliche Gebiet, das vor Jahren durch die Havarie der Exon Valdez fürchterlich gelitten hat, soll wieder eine Fülle von Leben beherbergen.
Bis es soweit ist, packen wir langsam mal zusammen, relaxen, halten letzte Schwätzchen mit diesem oder jenem. Wir sind von gestern noch ganz futsch, ein ganzer Tag in der rauhen Seeluft, das schlaucht, und spät abends noch eine tolle Zauberschow... da ist heute Ruhetag.
Endlich am späten Nachmittag erreichen wir das Tagesziel. Das hätte sein können: viele kleineGlacier vom großen Columbia gespeist und eine tolle Tierwelt.
Und das haben wir gesehen:
Aber nur für kurze Zeit . als mal die Nebelwand aufriß. Doch auch diese Seite ist Alaska,das extreme Wetter und die rauhe Landschaft, die ja gerade auch ihren Reiz ausmacht.
Morgen müssen die meisten früh raus. Zum Teil werden die Passagiere, die gleich nach Hause fliegen, schon um 5 oder 6 abgeholt.
Mir war wie beim Herflug der Preis im Katalog für den Transfer zu teuer, und hier im Forum habe ich einen Link gefunden und privat bei einem Shuttleservice für deutlich weniger gebucht ( einfach unter shuttel transfer oder service whittier anchorage googeln).
Noch ein Wort zum Schiff: sehr gut fand ich, wie übrigens auch überall in Kanada, wie auf gehbehinderte oder rollstuhlfahrende Reisende eingegangen wird. Auch an jeder Anlegestelle waren genügend Ausflüge für Rollstuhlfahrer. Wer also nicht mehr so gut zu Fuß ist, auch altersbedingt, kann trotzdem noch eine solche Traumlandschaft erleben.
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08.12.2011, 20:43
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Wow! Beitrag #91
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.11.2010
Beiträge: 83
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Whittier
Da wir privat abgeholt werden, müssen wir erst um 9 vom Schiff. Das geht einfach, nur die Gangway runter ins Terminal.
Whittier ist ein landschaftlich sehr beeindruckender Ort, die steilen Berge und Gletscher, viele Sportboote liegen vor Anker, aber kaum Häuser.
Der Ort wurde im 2ten Weltkrieg als Militärhafen ausgebaut, weil hier tatsächlich japanische Streitkräfte gelandet waren ( will heißen, die USA waren mal von Japanern besetzt,was uns als absolut schockierend vermittelt wird).
Die Verbindung zu Anchorage erfolgt über einen aus dem rohen Fels gehauenen Tunnel, durch den auch Eisenbahnschienen laufen. Eine Stunde kann der Auto und Busverkehr von der einen Richtung, eine Stunde von der anderen Richtung, und eine Stunde der Zugverkehr ( Whittier ist so was wie der Frachthafen von Anchorage) durch.
Da durchzufahren mit wenig Abstand zu den unbehauenen Wänden , karger Beleuchtung und Tonnen von Gestein über einem - ui.
Unser Fahrer Dan kommt auch tatsächlich ( uns war ein bißchen mulmig,wenn man nur übers Internet Kontakt hatte und schon im Voraus bezahlt hat, obs klappt), und wir dürfen auch gleich los.
Er mailte, dass er noch ein paar Stops unterwegs macht, weil sonst die Wartezeit am Flughafen zu lange ist. Wir fliegen zwar erst einen Tag später, aber es ist noch eine japanische Familie mit im Van, die heute zurückkehrt.
Erster Stop ist am Chullage See und Glacier, leider wieder wegen Nebel kaum zu sehen, und dann im Alaska Conversation Center.
Das ist eine Einrichtung, die verletzte oder verwaiste Tiere aufnimmt und aufpäppelt, so zum Beispiel zwei Grizzly aus Kodiakisland.
Aber zunächst begrüßt uns ein Moose an der Straße:
Das Conversation Center bietet viele Infos zu den Tieren und liegt in einer fantastischen Landschaft. Dan erzählt uns auch viel über das Leben in Alaska. Ich frage ihn, wie das hier mit den Bären ist beim Wandern. Er meint lakonisch: alle zwei Jahre sterbe mal Jemand bei einem Unfall mit einem Bären, ansonsten gebe es in Alaska keine giftigen Schlangen oder Pflanzen und kaum Moskitos. da sei das doch kaum der Rede wert.
Nächster Stop ist der Beluga Point am Cook Inlet. Den Namen hat es vom berühmten Captain Cook, der eigentlich die Nordwestpassage suchte, diesen Sund entdeckte und auf dem Rückweg durch eine Meuterei auf seinem Schiff der Bounty... der Rest ist bekannt.
Belugapoint, weil hier die Natives früher nach den hereinziehenden Belugawalen Ausschau hielten. Noch vor 10 Jahren, erzählt er, gab es hier über 1000 Wale, nun sind es nur noch ein paar hundert. Er vermutet, dass es am Ausbau des Hafens in Anchorage liegt.
Was hier aber wirlich bewegt: das große Erdbeben von 1964, das drittgrößte jemals gemessene auf der Erde. Auch heute noch gibt es im Jahr ca. 1000 Erdbeben, die meisten davon mit 3,5, aber letzte Woche war auf einer Insel eines mit 7. Alle warten auf das nächste große Beben, das laut Voraussage nicht mehr lange auf sich warten lassen soll. Damals war im Prinz William Sound, da wo wir gestern waren, ein Tsunami von 50 Metern Höhe. Ui.
Erst setzt er die japanische Familie am Flughafen ab, dann uns im Hotel Ramadan. Er weist uns auch noch auf einige Sehenswürdigkeiten hin.
Die Lebenshaltungskosten sind für " normale " Leute wie ihn sehr hoch. Die Wirtschaft lebt vom Erdöl , das aber langsam zu Ende geht ( deshalb wird auch stark in die Arktis geschielt, aua), vom Holz und als drittgrößten Wirtschaftsfaktor die Cruiseship. Sie merken stark, dass hier die Nachfrage auf Grund der Wirtschaftskrise zurückgegangen ist und sind darüber sehr besorgt, da schon einige Linien nicht mehr so viele Schiffe auf der Route haben.
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08.12.2011, 20:57
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Wow! Beitrag #92
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.11.2010
Beiträge: 83
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Anchorage
Im Hotel angekommen, halten wir erst Mal ein Nap.
Dann bekommen wir Hunger und machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Das ist keine größere Anstrengung, denn das eigentliche Stadtzentrum ist sehr überschaubar.
Zunächst bummeln wir über einen Wochenmarkt. Hier merkt man stark die geografische Lage, denn neben Ululus werden auch kopftücher, Mamuschkapuppen und andere russische Waren feilgeboten .
Den lokalen Foodcourt finden wir auch schnell.
Anchorage überrascht uns mit einer großen Blumenpracht, da könnte jede Landesgartenschau in Germany mithalten. Das liegt an der günstigen geographischen Lage, im Winter hat es selten weniger als 10 Grad Minus, dafür im Sommer im Schnitt 16 Grad plus. Die höchste jemals gemessene Temperatur war laut Dan 25 Grad.
Richtig nett ist das Visitorcenter, im Blockhausstil.
Wenn man die Augen aufmacht, sieht man an vielen Dingen, wo man ist:
Müde gehen wir zurück ins Hotel. Morgen geht es heim. Das ist mittlerweile so weit weg... kaum zu glauben.
Am nächsten Morgen bringt uns das kostenlose Hotelshuttle pünktlich an den Flughafen, das einchecken geht fix. Sogar hier gibt es noch eine letzte Möglichkeit , selbst gefangenen Fisch nach Europa zu versenden, wie in allen Häfen. Im Flughafenshop finde ich ein Buch mit 500! Lachsrezepten.
Der Rückflug kommt uns viel schneller als der Hinflug vor. Dass wir aber nicht den unglaublichen Sonnenaufgang über Island anschauen dürfen, weil nachmittags um 5 alle Fensterrollos verdunkelt werden, ist ärgerlich.
Sehr müde landen wir wieder im Land der Cocooclocks, Black Forest Cakes und Black Forest Ham ( unsere Antwort auf die Frage : where are you from, das wußten fast alle).
Zum Glück holt uns einer unserer Söhne ab. Die Fahrt auf der deutschen Autobahn nach dem entspannten Fahren in Kanada hätten wir nicht verkraftet. Ist das wieder ein Kuluturschock!
Den Jetlag stecken wir erst nach einer Woche weg, aber das selige Grinsen hält noch länger.
Kanada, wir kommen wieder!
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08.12.2011, 21:01
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Wow! Beitrag #93
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.11.2010
Beiträge: 83
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Damit ist mein Reisebericht zu Ende.
Ich hoffe, ich konnte damit allen Mut machen, so eine Reise selbst zu planen und vor allem durchzuführen. Es ist wirklich machbar, man bekommt immer Hilfe, und wird mit unglaublichen Erlebnissen und Eindrücken belohnt.
Nach Weihnachten stelle ich noch einen kleinen parktischen Teil ein zu den Kosten usw.
Unsere Family wünscht allen, die so eine Tour planen und machen werden schöne Feiertage und genau so schöne Erlebnisse wie wir sie hatten.
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09.12.2011, 09:55
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Wow! Beitrag #94
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Newbie
Registriert seit: 23.11.2009
Ort: Jena
Beiträge: 16
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Danke Famllytour für den wunderschönen Reisebericht. Es war eine Muse ihn zu lesen.
Wir waren ja erst einmal 2006 im Osten aber 2012 soll es endlich mit dem Westen klappen.
Aber wir werden nicht wie alle hier im Forum individuell fahren ( zu wenig Mut ) sondern versuchen in einer kleineren Gruppe zu reisen.
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12.12.2011, 08:48
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Wow! Beitrag #95
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Amerika Fan
Registriert seit: 28.11.2006
Ort: HA, NRW
Beiträge: 55
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Tjo - nun ist der tolle Bericht der aussergewöhnlichen Reise zu Ende. Ich bin immernoch total überwältigt und beende dieses Posting mit dem Titel des Threads WOW
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12.12.2011, 10:55
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Wow! Beitrag #96
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West Kanada Fan
Registriert seit: 17.02.2010
Ort: Leoben
Beiträge: 145
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Hallo Familytour,
Der Titel eures Reiseberichts hat sich ja wie ein roter Faden durchgezogen. Ich kann mich dem WOW nur anschliesen. Danke für den schönen Bericht und euch auch noch ein schönes Weihnachtsfest.     
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