Hallo Su,
spontan erscheint mir das Dir vorliegende Angebot jetzt nicht gerade spektakulär günstig. Um das aber genauer beurteilen zu können, müßte man schon ein wenig mehr wissen. Z. B. den Übernahme-/Rückgabeort.
Und was noch ein ganz entscheidender Faktor ist: Welche Versicherungen sind in diesem Angebot erhalten?
Vielleicht helfen Dir zur eigenen Einschätzung u. a. auch folgende - eigentlich bei jeder Wohmmobilmiete zu beachtenden - Punkte:
Sitz des Reiseveranstalters.
Wer z. B. in Deutschland wohnt und ein Wohnmobil direkt in den USA mietet, muß bedenken, daß der Gerichtsstand bei evtl. gerichtlichen Auseinandersetzungen (bei gravierenden Reisemängeln, Schäden am Fahrzeug etc.) immer in den USA wäre. Auch wenn solche Fälle äußerst selten vorkommen. Ganz ausschließen kann man das nie und im Fall aller Fälle wäre das mit einem ganz erheblichen Aufwand verbunden. Bei Anmietung bei einem deutschen Reiseveranstalter hat man dieses Problem nicht.
Informationspolitik des Anbieters
Speziell bei Internetangeboten einen kritischen Blick darauf werden, welche Informationen (Zustand/Ausstattung der Fahrzeuge, Allgemeine Geschäftsbedingen, Mietbedinungen, Einschränkungen, Versicherungen etc.) der Anbieter zur Verfügung stellt.
Wie alt sind die Fahrzeuge?
Bei world-wide-wheels habe ich mal auf die Schnelle einen Blick drübergeworfen. Dort wird angegeben "Jahrgänge ab 2001"

. Ein Mietfahrzeug aus 2001 hat schon einiges hinter sich. Das dürfte einige Meilen und auch diverse Abnutzungserscheinungen auf dem Buckel haben.
Das mag für den preisorentierten Mieter hinnehmbar sein. Aber ist bestimmt nicht jedermanns Sache.
Versicherung
Ein ganz wichtiger Aspekt. Die vorgeschriebene Grundsicherung ist in den USA bundesstaatlich geregelt. Das sind aber meist äußerst geringe Beträge. Beispiel Kalifornien: USD 15.000/Person bei Personenschaden (gesamt max. USD 30.000) und USD 5.000 bei Schaden an fremdem Eigentum. Da kann sich jeder leicht ausrechnen, auf welchen hohen Kosten er u. U. selbst sitzenbleiben könnte, wenn tatsächlich einmal was passieren würde.
Meist wird diese Grundversicherung mit einer Zusatzversicherung, der sog. SLI, aufgewertet. Diese Versicherung gibt es meines Wissens bis zu einem Maximalbetrag von 1 Mio. USD. Das erscheint auf den ersten Blick viel Geld zu sein. Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen. Aber selbst so ein Betrag kann bei einem entsprechenden Unfall mit Personenschäden ganz schnell aufgezehrt sein.
Die meisten großen deutschen Reiseveranstalter haben daher nochmals höhere Zusatzversicherungen bei ihren Wohnmobilangeboten inklusive. Aber bei Vermietern aus dem Ausland sollte man diesbezüglich schon etwas genauer hinschauen.
Mag der Preis auch auf den ersten Blick sehr verlockend aussehen. Man sollte sich immer die Mühe machen und die weiteren Rahmenbedingungen sehr genau unter die Lupe nehmen. Oft stellt sich dabei heraus, daß das zunächst nach Schnäppchen ausschauende Angebot teurer ist als ein anderes Angebot aus einem Standardkatalog.
BeaAnn