Freitag 04. April
Es ist keine 6 Uhr als der Wecker klingelt – nach gerade mal 4 Stunden Schlaf. Ich schleppe mich unter die Dusche, packe meinen Kram zusammen und stehe schon bei meiner Schwester im Zimmer. Wir machen uns dann auch gegen 6.45 Uhr auf zum Flughafen, geben den Wagen ab und suchen unseren Weg Richtung Gate. Wir laufen und laufen, denn die Sixt-Abgabestelle ist am anderen Ende des Flughafens und so kommt es mir so vor, als müsse ich nach New York laufen... Schließlich angekommen verläuft der Sicherheitscheck problemlos, wir kaufen uns noch Getränke und eine Brezel zum Frühstück und dann ist auch schon bald Boarding. Die Maschine ist tatsächlich total leer, sowas habe ich noch nie erlebt. Dadurch haben wir aber schön viel Platz.
Wie man sieht - kaum Passagiere an Bord
Pünktlich um 8.30 Uhr hebt die riesige Boeing 747-400 ab Richtung
USA. Die Zollformulare haben wir schon beim Einchecken bekommen, so dass ich mich als Erstes daran mache. Kaum habe ich aber losgelegt, geht auch schon der Bordservice los. Ich muss sagen, das ich noch nie einen so guten Service erlebt habe wie bei Singaporeair. Nicht nur das die Flugbegleiterinnen alle wunderhübsch sind, sie sind auch mehr als freundlich und die eingeschlossenen Leistungen sind weitaus umfangreicher als bei anderen Airlines. Das Essen besteht aus einer reichhaltigen, warmen Mahlzeit, und nicht wie bei der deutschen Airline, mit der wir nach LA geflogen sind aus einem kalten Butterbrot. Die Getränkeauswahl ist riesig und das Entertainmentprogramm mit Video und TV on Demand ist einzigartig in der Economy. In jeden Sitz ist ein Bildschirm eingelassen, es laufen rund 50 Kinofilme, ebenso viele TV Sendungen, man kann aus einer Fülle von verschiedenen CDs wählen und auch an Kinder wurde gedacht und diverse Video-Spiele sind im Angebot.
Svenja während des Flugs, es läuft grade "I am Legend.´"
Der Flug selber gestaltet sich zunächst unspektakulär, so das ich fast drei Filme schaffe. Doch ca. eine Stunde vor der Landung gehen auf einmal die Anschnallzeichen an und der Pilot berichtet von Turbolenzen. Was dann kommt, kann man nicht mehr als Turbolenzen abtun, ich würde es eher als Super-Achterbahn bezeichnen. Das Flugzeug springt hoch und runter, zittert, verliert durch Luftlöcher an Höhe, hüpft wieder. Gott sei dank ist mein Glas leer, sonst hätte ich mein ganzes Wasser auf der Hose. Die Flugbegleiter schnallen sich an, es wackelt weiter. Mit der Zeit wird es weniger, aber man kann sagen, dass die letzte Stunde eher ein anhüpfen als ein anfliegen ist. Es ist diesig und wir fragen uns, wann man denn wohl endlich mal Häuser unter uns sehen kann, als die Maschine plötzlich auf dem JFK Flughafen aufsetzt und wir da sind.
Nun heißt es „ab zur Immigration“ und ich erinnere mich an die Warteschlangen in LA. Doch als wir in die Halle zur Immigration kommen, ist dort niemand und wir sind alles in allem nach 45 Minuten aus dem Flughafen raus. Die Officer waren auch recht freundlich, nur das diesmal nicht nur ein Finger, sondern die ganze Hand gescannt wurde.
Wir nehmen ein Taxi, das nach Manhattan einen Festpreis von 45$ plus Tax plus Tip nimmt und fahren los. Es ist erst 11 Uhr mittags, doch der Highway ist voll und wir kommen nur langsam voran. Ca. eine Stunde brauchen wir, dann sind wir in unserem Hotel, dem 414 Inn. Für den Zimmerbezug ist es noch zu früh, also lassen wir die Koffer im Hotel und machen uns auf, die Stadt zu erkunden.
Die 9th Str. ist die sog. Restaurant Row und ein Restaurant schließt an das andere, ein Deli an das andere und eine Bar an die andere. Uns knurrt der Magen, also beschließen wir uns im Deli etwas zu holen. Es gibt Pizza für uns Mädels und ein Sandwich für meinen Schwager und so gestärkt machen wir uns auf zum Times Square, der nur 2 Blocks weiter liegt.
Es ist toll diese Stadt endlich zu erleben, die Geräusche zu hören, die Lichter zu sehen und all diese Gerüche zu riechen, die aus den verschiedenen Restaurants strömen. Ich bin angekommen!
Am Times Square herrscht das übliche Gewusel und so habe ich Schwierigkeiten, die ersten Fotos zu schiessen.
Meine ersten Bilder vom Times Square

Da wir etwas Zeit vertrödeln müssen, machen wir uns zu Fuß auf, die 7th Ave Richtung Norden zu laufen. Viele unterschiedliche Leute kreuzen unseren Weg und ich lerne schnell zwei Dinge – es ist egal, welche Farbe die Ampel hat. Du gehst, wenn kein Auto kommt. Und zweitens – bunte Gummistiefel sind in dieser Saison total angesagt.
Wir passen uns nur langsam dem Tempo an und kommen aus dem Staunen fast gar nicht mehr heraus, da erreichen wir schon das südliche ende des Central Park. Überall stehen die Kutschen fein aufgereiht und wir werden auch sofort angesprochen, ob wir nicht eine Fahrt machen wollen. Was soll ich sagen – ich bin gegen Pferde nicht nur allergisch, sondern finde das ganze auch ziemlich schrecklich für die Tiere.
Pferdekutsche am Central Park
Na ja, weiter geht es also hinüber zum Appelstore und FAO Schwartz, wo wir eine ganze Zeit brauchen. Das Angebot hier ist wirklich unglaublich....
Wir ziehen weiter und das heißt für uns die 5th Ave wieder Richtung Süden zu gehen. Wir ziehen an den teuren Geschäften vorbei und sehen die vielen Touristen und Shoppingfreaks, die mit Tüten bepackt aus den Geschäften strömen. So langsam bekommen wir Durst und brauchen eine Pause, also legen wir im Trump-Tower bei Starbucks eine Kaffee-Pause ein. Dieses Gebäude sieht von innen noch kitschiger aus als von aussen, viel Gold, Marmor und Schnickschnack.Wie ich später feststellen werde, mag Mr. Trump diesen Look wohl, denn auch seine anderen Gebäude sehen so aus. Wer´s mag...
Es ist fast 15 Uhr, Zeit für uns also, uns auf den Weg ins Hotel zu machen. Wir schlendern also die 5th Ave bis zur 46th Str. zurück, und dann wieder über den Times Square Richtung Hotel.
Dort angekommen bekommen wir unsere Zimmerkarten und stellen erfreut fest, das unsere Koffer schon aufs Zimmer gebracht wurden. Meine Schwester und Mann bekommen ein Queen-Zimmer, ich alleine ein King-Zimmer. Ich wundere mich und biete an zu tauschen, aber sie wollen nicht. Eine nette Überraschung für mich, denn so habe ich eine Woche lang nicht nur ein großes Zimmer, sondern auch ein riesiges Bett. Juchu!
Mein riesengroßes, kuscheliges Bettchen...
...und der Rest von meinem Zimmer
Jetzt brauchen wir aber erstmal eine Pause.....Ich bewundere mein Zimmer, das für New Yorker Verhältnisse wirklich riesig ist. Es gibt einen großen Flatscreen-TV, einen Kühlschrank, selbst-programmierbaren Safe, Bügeleisen und -brett, eine Badewanne mit Dusche und ein kuschelweiches (!) Bett mit einer Matratze, die jeden Rücken verwöhnt. Ich blicke auf den Innenhof, es ist ganz still hier. Ich bin zwar grade erst angekommen, aber ich glaube, ich habe mich schon ein bisschen in NY verliebt......
Gegen 17 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg, wir wollen zu Macy´s an der 34th Strasse. Ein ganz schönes Stück, denn wir sind nun schon eine ganze Weile auf den Beinen. Auch jetzt ist noch ganz schön was los auf der Strasse und wir kommen nur gemächlich voran.
Auch bei Macy´s selber ist es voll und vor allem warm, sehr warm. Überall SALE-Schilder, überall Wühltische, mein Herz schlägt höher. Fast eine Stunde verbringen wir hier, dann sind wir zu müde und machen uns langsam auf den Rückweg. Wir gehen wieder die Restaurant-Row entlang und landen bei einem Italiener an der Ecke 9th und 44th. Lange halten wir es aber nicht aus, und schon geht es zurück ins Hotel. Ich zappe noch kurz durch die Kanäle und um kurz nach 9 Uhr abends schlafe ich schon.
Infos: Flug mit Singaporeair gebucht über www.singaporeair.com, ca. 400€ p.P. bezahltHotel 414 Inn, 414 West 46th Street, Ecke 9th Ave., 10036 New York. Zu buchen über http://www.hotel414.com/