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20.01.2010, 20:55
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Wilder Südwesten für Anfänger - Die 21 Tage Schleife Beitrag #57
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Wattenscheider
Registriert seit: 07.07.2009
Ort: Wattenscheid
Beiträge: 66
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Fortsetzung Fazit (Teil 1 auf der Vorseite!)...Würde ich die Tour noch einmal so machen?Wahrscheinlich nicht, denn obwohl die Rundfahrt nahezu perfekt war um überall in Ruhe hereinzuschnuppern, würde ich mich bei einem weiteren Besuch spezialisieren oder eine komplett andere Route nehmen. Verzichten könnte ich am ehesten auf San Louis Obsipo, San Diego, Palm Springs und Death Valley. Mehr Zeit hätte ich gerne in Zion und im Yosemite Park gehabt. Letztlich ist diese Meinung aber sehr subjektiv und aufgrund der Entfernungen auch nicht ganz einfach umzusetzen.Wie waren die Leute dort drüben?Um ehrlich zu sein, hatte ich mit deutlich nervigeren Menschen gerechnet. Durch vereinzelte berufliche Kontakte und aus diversen Fernsehsendungen hatte ich mit einem hohen Maß an Smalltalk-Konversationen gerechnet. Dies was mitnichten so. Zwar grüßte man immer freundlich (How are you doing? Oder auch Hauarejuuduing?) und tauschte durchaus auch ein paar Worte aus, aber letztlich hielten sich die Gespräche über das Wetter in Grenzen. Zu keiner Zeit sind wir Menschen begegnet die aufgespielt freundlich waren, weil sie es mussten. Alle Personen die wir getroffen haben (vom Parkhauswärter über Hotelangestellte bis hin zu Rentnerpärchen) waren immer freundlich und hilfsbereit. Positiv fiel auf, dass man sich brav in Reihen stellte und nicht maulte (wie in Deutschland), dass öffentliche Toiletten und Einrichtungen in der Regel sehr gepflegt waren. Die Menschen wirkten alle wesentlich entspannter und stressfreier als so mancher Tourist, der in Windeseile sein Sightseeing-Programm abspulte. In meinen Augen könnte sich der gemeine Mitteleuropäer durchaus etwas von der Gelassenheit der Leute abschneiden.Wie hat es sprachlich funktioniert?Ohne größere Probleme. Zwar war mancher mexikanische Akzent nicht einfach zu verstehen, aber letztlich konnte man sich auch in diesen Situationen gut verständigen. Ansonsten gilt: Auch mit einfachem Schulenglisch sollte ein Amerika-Urlaub möglich sein. Gerade bei den Fast-Food-Ketten oder auch in den kleinen Shops waren teilweise Angestellte die weniger Englisch sprachen als wir.Wie war das mit dem Autofahren?Um ehrlich zu sein waren die ersten Meter grauenhaft. Das lag aber mehr an dem Fahrzeug (viele Pferdchen und Automatik) als an den Straßenzuständen. Nachdem wir uns das erste Mal verfahren hatten, war dann aber alles in Ordnung und nach dem ersten Tag hatte man sich an die Fahrweise gewöhnt. Auf dem Land und auf der Autobahn ist das Fahren super entspannt und mit aktivierter Cruise Control könnte man nebenbei noch ein Buch lesen. San Francisco und L.A. waren deutlich anstrengender, wer jedoch die Rush-Hour im Ruhrgebiet kennt, der hat auch vor L.A. keine Angst. Einzig die Breite der Straße war eine Umstellung. Einfach mittig halten und schön auf die Ausfahrten achten. Im Zweifel einfach Augen zu und rein in die Lücke. Tanken ist ein Thema für sich und nachdem wir alle Variationen durch hatten, war es auch gar nicht mehr so schlimm. Parkplätze und Parkhäuser sind übrigens deutlich größer und geräumiger als in Europa. Mit unserem kleinen Flitzer haben wir immer und überall eine Lücke gefunden. Sehr praktisch war das eingebaute Satellitenradio. Wir hatten quasi überall sehr guten Empfang. Wie war das mit dem Navi?Ich habe im Vorfeld zum Urlaub das Medion USA Kartenmaterial für ein bereits vorhandenes Navisystem gekauft und dies Zuhause aufgespielt. Die Software stammte aus dem Jahr 2008 und hat knapp 80 Wie war das Essen?Als Burgerfetischist war die Reise so etwas wie das Paradies für mich, allerdings hatte ich nach dem vierten Burgerladen irgendwie die Lust verloren und dehnte das Fast-Food-Ketten-Testen auf die gesamte Urlaubslänge aus. Grundsätzlich hat man natürlich mehrere Optionen sich zu ernähren, wir sind meist mit einem Frühstück gestartet, dabei haben wir uns einige Male mit Supermarktklamotten über Wasser gehalten. Mittags waren wir in der Regel unterwegs und haben uns entsprechend was bei Fast-Food-Ketten oder kleinen Delis gekauft. Abends gab es dann noch ein paar Snacks. In einem richtigen Restaurant waren wir lediglich drei oder viermal. Meine Freundin hat sich viel Salatzeugs gekauft und/oder Hähnchen. Obst gab es auch zwischendurch. Wenn man frische Produkte kauft, ist ein Einkauf im Supermarkt relativ teuer!Anmerkung für alle die Müsli zum Frühstück zu sich nehmen: Denkt an die Plastikbecher und Löffel, sonst gibt es ne Schweinerei! Wie war das mit dem Bezahlen?Easy! Erstens weil man im Grunde überall mit der Visa-Karte zahlen konnte und/oder alternativ auch mit Bargeld. Die Bösen „wir-nehmen-kein-Bargeld-Gerüchte“ erwiesen sich als kategorisch falsch. Ich habe keinen Laden gesehen, der nicht auch Bargeld nahm. Wie in Europa mussten nahezu alle Belege quittiert werden. Ein Missbrauch in irgendeiner Form wäre nur bei Diebstahl möglich gewesen. Wir haben knapp 350 € in Bar-Dollar mitgehabt, die den kompletten Urlaub gereicht haben. Alles andere haben wir mit unseren Kreditkarten bezahlt. Kleiner Tipp: Immer zwei Karten mitnehmen! Denn wenn eine mal ausfallen sollte, hat man noch einen Ersatz.Wie war das mit der Buchung?Wie haben im Januar 2009 gebucht und uns den Urlaub komplett von Canusa planen lassen. Sowohl der Preis für den Flug als auch für die Hotels und das Auto waren völlig o.k. Die Abwicklung war einfach und auf unsere Wünsche wurde direkt eingegangen und letztlich umgeplant. Zwischen Anfrage und Buchung vergingen nur wenige Tage. Als besonderes Gimmick erhielten wir eine Tasche für Reiseunterlagen, einen Universalstecker, sowie einen Atlas mit den wichtigsten Routen. Ein nettes und brauchbares Beiwerk. Ich würde jederzeit wieder über Canusa buchen und kann durch das Erlebte eine Empfehlung aussprechen.Letztlich möchte ich mich an dieser Stelle bei allen aufmerksamen Lesern bedanken ohne die, ein solcher Bericht, nur halb soviel Spaß gemacht hätte. Ich hoffe ihr konntet ein paar Tipps mitnehmen (so wie ich es zuvor konnte) und hoffe zudem die Wartezeit auf eueren nächsten USA-Urlaub verkürzt zu haben. Auch wenn bei uns momentan kein weiterer Urlaub über den Teich geplant ist, so gehe ich doch stark davon aus, dass wir irgendwann mal wieder in einem Flugzeug sitzen und über den Atlantik düsen. Wenn es soweit ist, dann sollt ihr auch wieder daran teilhaben.Glück Auf aus Wattenscheid und Alles Gute !
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21.01.2010, 08:56
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Wilder Südwesten für Anfänger - Die 21 Tage Schleife Beitrag #58
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St. Paulianer
Registriert seit: 25.01.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 507
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Bonjour Monsieur,
großartiger Abschluss für einen sehr unterhaltsamen Reisebericht. Bin beeindruckt. Dein Fazit stimmt zu einem enorm großen Prozentsatz mit dem überein, was ich auch für Gedanken/Gefühle nach unserem Urlaub im letzten Jahr hatte (abgesehen vom Burgerfetisch - bin halt Vegetarier). Da muss ich mich ob meines übersichtlichen Fazits bei meinem Reisebericht fast schämen......
Ne ernsthaft - interessant auch, dass meine Gedanken bzgl. Höhepunkten teilweise sehr ähnlich waren (insb. Griffith Observatory war natürlich der Hammer) und auch die Einschätzungen hinsichtlich der Menschen hätten von mir kommen können.
Die Tour würdest du aber nicht nochmal fahren - und auch das kann ich verstehen: Da es einfach so viel tolle Sachen auf dieser Welt im Allgemeinen (und in den USA im Speziellen) zu sehen gibt, freut man sich zwar wie Bolle, wie toll ein Urlaub war, aber irgendwie überwiegt dann doch (bei uns) meist die Neugier, etwas anderes zu sehen. Und deswegen kann ich es kaum erwarten, am 30.04 den Flieger gen Phoenix zu besteigen und in unserem 3. USA-Urlaub wieder komplett andere Perspektiven kennen zu lernen (keine Routenüberscheindungen mit unsere Tour aus 2009). Aber du schreibst ja selber von der Droge USA......
Gruß
Sven
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21.01.2010, 13:40
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Wilder Südwesten für Anfänger - Die 21 Tage Schleife Beitrag #59
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Wattenscheider
Registriert seit: 07.07.2009
Ort: Wattenscheid
Beiträge: 66
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Zitat:
Zitat von Riconelli
Dein Fazit stimmt zu einem enorm großen Prozentsatz mit dem überein, was ich auch für Gedanken/Gefühle nach unserem Urlaub im letzten Jahr hatte
[...]
... freut man sich zwar wie Bolle, wie toll ein Urlaub war, aber irgendwie überwiegt dann doch (bei uns) meist die Neugier, etwas anderes zu sehen.
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Mir kam das Fazit auch irgendwie bekannt vor  . Hatte ja schonmal an anderer Stelle geschrieben, dass deine Ausführungen und Hinweise aus dem Vorfeld unserer Reise durchaus unseren Urlaubplan beeinflusst haben. Das täuscht natürlich nicht über die Tatsachen des von uns erlebten hinweg und zeigt mir nur deutlicher, dass das Land und die Leute so sind wie sie sich in den ganzen Berichten hier präsentiert haben. Nämlich positver als erwartet. Letztlich hat das ganze Ding tierisch viel Spaß gemacht und ich unterhalte mich immer noch gerne und vor allem stundenlang mit andere USA Fans. Meist gibt es Geschichten zu hören, die man quasi auch selbst erlebt hat.
Wir sind ja vorgewarnt worden : Suchtfaktor ist schnell erreicht :-)
Ein zentraler Punkt während der Reise war das Erleben von neuen Dingen. Wie beschrieben, und da ging es euch glaube ich ähnlich, war man den ganzen Tag damit beschäftig alles aufzusaugen. Wenn ich mir jetzt vorstellen würde, dass ich die gleiche Tour nochmal fahren würde, dann wäre dieser Moment deutlich kleiner und da ist dann die Frage was man möchte. Sollte es für uns irgendwann nochmal in den Westen gehen, dann möchte ich nicht ausschließen, dass es Überschneidungen gibt (San Francsisco, Yosemite, Zion, da sind wir noch nicht fertig !), aber letztlich würden mich einfach noch viele andere Dinge interessieren (Yellowstone oder Seattle for Example). Mal schauen.
Wünsch euch schonmal viel Spaß bei eurer neuen Tour und erwarte eine entsprechende Berichterstattung !
Geändert von Makewood (21.01.2010 um 14:21 Uhr)
Grund: Wurstfinger
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