Zitat:
|
Zitat von houseoftherisingsun
Es ist aber doch paradox, dass man die USA als Ausländer nach dem Studium wieder verlassen muss!
|
Ich sehe nicht was daran paradox sein soll.
Amerika kann doch nicht jeden behalten, der mal dort studiert hat.
Dafür sollte ein Studium ja auch nicht unbedingt gedacht sein.
Man studiert dort doch eher
- wegen der internationalen Erfahrung die man sammelt
- wegen der weltbekannten Elite-Unis (wenn man in so eine reinkommt)
- wegen der besseren Betreuungssituation bei den Unis
- wegen der praxisnäheren Orientierung der Lehre
- um den Massenvorlesungen mit 800 Studenten im deutschen Grundstudium zu entkommen :?
- um mal in einer anderen Kultur zu leben
- ...
Arbeiten kann man nach dieser Ausbildung ja auch wieder bestens in Europa (oder an jeder anderen Stelle der Welt)...
Zu denken mit einem Bachelor einer "normalen" Uni eine Aufenthaltsgenehmigung in Amerika zu bekommen halte ich für übertrieben optimistisch. In Amerika laufen schon genügend Amerikaner herum, die das bereits bieten können

Ich würde sowieso eher raten, in Deutschland mit dem Studium zu beginnen/es fertig zu machen, und dann einen Master in Amerika zu machen. Da hast Du beruflich mehr davon, und hast (wenn Du das denn willst) auch wieder bessere Chancen in Amerika bleiben zu dürfen.
Zitat:
|
Ich habe schon oft gelesen, dass man sein Studium dort absolvieren sollte, wo man später leben möchte, da dann das Studium am besten anerkannt wird.
|
Das ist in der heutigen offenen Welt eigentlich immer unwichtiger. Studieren sollte man dort, wo einem das beste Studium angeboten wird
(1). Außerdem ist internationale Erfahrung extrem wichtig geworden. Ein rein im Heimatland durchgeführtes Studium ohne Auslandsaufenthalt ist in Europa nicht gerade hilfreich für eine Jobsuche.
Außerdem wird es auch in Deutschland in wenigen Jahren nur noch Bachelor und Master im Zuge der europäischen Angleichung von Studienabschlüssen geben.
_____
(1) Das gilt natürlich nur für weltweit einheitliche Studiengänge und nicht für Studiengänge mit lokalem content wie zum Beispiel Jura.