Freitag der 23.06.2008
Wir waren vom Flug so fertig, dass wir bis 7:30 durchschliefen. In den vergangen Jahren trieb uns der Jetlag jedesmal schon gegen vier aus den Federn. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, ließen wir uns das Frühstück im Hotel schmecken. Das Buffet kostete zwar 10 Dollar, dafür gab es von Scrambled Eggs with Beacon bis zu Pancakes with Syrup alles was das Herz begehrt.
Dann fuhren wir zum Seattle Center wo wir das Auto für 10 Dollar vergleichsweise günstig parken konnten. Da das Wetter heute ziemlich bewölkt war, verschoben wir die Space Needle auf Morgen und deshalb bestiegen wir die Monorail Richung Downtown.

Ob das wohl Erdbebensicher ist?

Von dort aus ging es zu Fuß zum Pike Place Market.

Der Pike Place Market ist ein Fisch-, Obst-, und Gemüsemarkt. Gleich am Anfang findet man den bekanntesten aller Stände. Die Jungs hier haben wirklich Spaß bei der Arbeit. Aber Achtung vor tief fliegenden Fischen. Bestellungen aus der vorderen Auslage laufen nämlich so ab: Die Jungs hinter der Theke schreien im Chor die Bestellung. Der Typ vorne packt den Fisch und schmeißt diesen 5 Meter weit durch den Stand, der Angestellte hinter der Theke fängt ihn auf und packt ein.

Nach einem Rundgang durch den Market wanderten wir weiter Richtung Pioneer Square, aber nicht ohne uns mit Schokolade einzudecken.

Am Pioneer Square wartete dann eine echte Sehenswürdigkeit: Die Underground Tour. Seattle lag nämlich vor dem großen Brand ein "Stockwerk tiefer". Dies verursachte allerdings einige Probleme. So funktionierten nämlich die Toilettenspülungen immer wenn die Flut kam in die verkehrte Richtung. Als dann der große Brand am 06.06.1889 große Teile der Stadt vernichtete legte man kurzerhand alles ein Stockwerk höher. So wurde aus dem Erdgeschoß der Keller und aus dem ersten Stock das Erdgeschoß. Die Tour dauert 90 Minuten und kostet für Erwachsene 14 Dollar (keine Kreditkarten!). Nach einer kurzen Einführung ging es dann in den Untergrund.

Auf der Tour erfährt man allerlei nette Anekdoten aus der Geschichte von Seattle. So bestand 1887 die Bevölkerung zu 10% aus jungen Damen die als Näherinnen arbeiteten und zwar alle innerhalb von drei Blocks. Da eine Überprüfung ergab, dass keine einzige Nähmaschine zu finden war, kann man sich wohl denken um welche Damen es sich handelte.
Nach der Tour führte uns der Rundgang weiter zum Columbia Center Skyview. Dort gab es dann erst einmal im 40. Stock den ersten Starbucks Kaffee dieses Urlaubs, natürlich am Fensterplatz. Dann ging es weiter in den 73. Stock, wo man für 5 Dollar die Aussicht auf Seattle genießen kann. Leider nur durch eine Glasscheibe.

Weiter ging es dann durch Downtown wieder zum Pike Place Market um dort einen Happen zu Essen. Für mich gab es Clamchowder Nothwest Style, welche ziemlich anders schmeckt wie die New England ClamChowder die wir aus San Francisco kannten. Für Christine gab es Prawns and Chips.
Danach bestiegen wir die Monorail und es ging wieder zurück zum Seattle Center. Am Auto angekommen fuhren wir zum Lake Union und machten uns auf die Suche nach der Hausboot Siedlung aus dem Film "Schlaflos in Seattle". Zuerst waren wir auf der falschen Seite, aber schließlich fanden wir die richtigen Hausboote was bei Christine Freudenausbrüche hervorrief.

Zum Abendessen hatten wir uns das direkt neben dem See gelegene Outback Steakhouse ausgesucht wo wir den Abend ausklingen ließen bevor uns die Müdigkeit zurück ins Hotel und in unser Bett trieb.