31. August.
Boston - Harvard - Montgomery - New York City, 370 Meilen, knapp 600km, vier Bundesstaaten.
Wir fuhren so gegen 10:00 in Billerica los, erstmal nach Cambridge, zur Harvard Universität. Das hatten wir uns alle viel vornehmer vorgestellt, viele verteilte Gebäude in Cambridge, schwer ersichtlich wie alles zusammengehört.
Deshalb haben wir uns dann auf den direkten Weg nach Montgomery, NY, gemacht.
Auf RTL kommt eine TV-Serie über die OCC, Orange County Chopper.
Dahinter verbirgt sich eine Familie, die es zum Business gemacht haben Chopper, also Motorräder die gerade noch strassentauglich sind, zu bauen.
Dahin fuhren wir durch Massachusets, Connecticut, bis in den Bundesstaat New York.
Nachdem wir den OCC Store angeschaut haben, sind wir tanken, und zu Arbys wo wir zu Mittagabend gegessenhaben.
Der Sprit ist unwahrscheinlich teuer geworden, knapp $3,- die Gallone.
Dann weiter durch New Jersey Richtung NYC.
6 Dollar hat die Fahrt über die Washington Bridge, welche über den Hudson River führt, gekostet.
Es war eine langsame Fahrt, da die Brücke total verstopft war.
In Höhe Harlem sind wir dann auf NYC getroffen, bis zum Hotel waren es allerdings noch fast 13 Kilometer, immer entlang dem Hudson. Irgendwann ging es dann ab Richtung Broadway, Verkehrsregeln gab es keine mehr.
Jeder fährt einfach in die Lücke die sich vor ihm auftut, egal was die Ampel zeigt, oder Fussgänger vor dem Auto gerade kreuzen.
Wir haben uns dieser Fahrweise angepasst und sind dann tatsächlich im Hilton Millenium eingetroffen.
52 Stockwerke hoch, direkt am Ground Zero.
Das Auto wurde uns abgenommen, dann begann das amerikanische Wirtschaftswunder, vielmehr die Macht der Bucks, der EinDollarScheine.
Vom Auto bis in die Lobby wurde das Gepäck von Person 1 (P1) befördert, der mir dort angelangt erklärte, dass sein Job nun beendet sei, und sich ein Kollege um den Weitertransport kümmert. Er wich aber nicht von der Stelle, bis ich Ihn mit 2 Dollarscheinen zufriedenstellte.
Nach Check-Inn (Aufgrund meiner Bonus-Karte wurden uns zwei Frühstücksgutscheine ausgehändigt) nahm tatsächlich ein Kollege von P1, nennen wir ihn P2, den Gepäckwagen in die Hand und zeigte uns den Weg ins Zimmer.
Etage 32, Eckzimmer mit Blick auf Ground Zero, aber nur mit einem King Size Bett und einer Schlafcoach im Nebenraum.
Ich sagte dem P2, übrigens ein lustiger Schwarzer, dass wir ein Zimmer mit 2 Doubles bestellt haben, und das möchte ich nun auch haben.
Er meinte nur, dass er es managen könne, aber er riet uns dieses Zimmer zu behalten, da die Zimmer mit zwei Doppelbetten nur halb so gross wie unser Eckzimmer ist, und daher die Doppelbetten nur ein bischen grösser als Einzelbetten sind.
Und er führte uns in Worten und Gesten vor, wir wir uns gegenseitig aus diesen Betten herauskugeln würden.
Wir haben uns amüsiert, und es ihm dann auch abgenommen.
Er bot an dass er es arrangieren wird, dass die Schlafcouch für uns hergerichtet wird. Er fing an zu telefonieren, und managte es wirklich.
Mit weiteren 3 Dollar aus meiner Buck-Rolle zog er von dannen.
Dann schauten wir uns an, was der Blick aus dem Zimmer bietet.
Da lag es vor uns, das grosse Loch. Wir haben die Gegend ja schon mal gesehen, allerdings mit den beiden Türmen des World-Trade-Centers. Und nun wie gesagt schauen wir in das Loch, und das 11 Tage vor dem fünften Jahrestag. Mehr dazu später, da es an der Tür klopfte.
P3 stand vor der Tür mit zwei Kissen in der Hand. Und nun? fragte ich ihn. Ach ja. meinte er, demnächst kommt eine Kollegin und wird die Schlafcoach richten. A-ja, dachte ich so bei mir, während P3 begann die Schlafcoach zum Bett auszuklappen.
Ready sagte er, bedankte sich artig für die von mir hingereichten 2 Dollar und verschwand.
Und tatsächlich nur wenige Momente später klopfte es wieder, und ein Zimmermädchen (P4) erschien, um die Schlafcoach zum Bett zur richten. Das hat Sie auch super gemacht, und sich die zwei Dollar redlich verdient.
Dann sind wir wieder 32 Stockwerke nach unten gefahren, und sind gegenüber zum Ground Zero gegangen. Dort gibt es eine Gedenkwand, wo aufgezeigt wird, was am 11. September 2001 passierte. Es war eine seltsame Stille unter den Betrachtern, aber auch das ganze Umfeld war mystic. Zu
Fuss umrundeten wir das gesamte Gebiet, bis hin zum Hudson River, und gingen durchs World Financal Center zurück Richtung Broadway. Unterwegs hab ich mir in einem Deli noch ne Dose Budweiser besorgt, da unser Biervorrat mit dem Auto irgendwo unterwegs war. Hoch ins Zimmer, noch eine kleine Photosession mit Hilton Utensilien veranstaltet, und nebenher Agassi geguckt, der nur ein paar Meilen weiter Tennis spielte.
Morgen früh werden wir nun die Umgebung zu Fuss anschauen, mal sehen wieviel Bucks mich das Check-Out kostet. Ich wünsche Euch eine Gute Nacht, ich befürchte wir haben sie nicht, da seit ein paar Minuten von unten starke Baustellengeräusche zu hören sind, obwohl wir 33 Stockwerke hoch sind.