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wie versprochen, wollte ich Euch Einblick in unsere Reise im Nordosten der USA geben. Daher werde ich jetzt meinen Bericht schreiben und Euch auch eine Reihe von Bilder hinzufügen.
Von BOSTON durch die NEUENGLANDSTAATEN
Geändert von FLAG JACK (02.04.2008 um 14:22 Uhr)
Grund: Schrift geändert
8.00 Uhr kommt das Taxi und die große Reise kann beginnen. Einchecken am Flughafen Hamburg geht einfach vonstatten. Die Dame am Check-in-Schalter schaut diskret vorbei, als ein Koffer zu viel Gewicht hat. Dafür schreibt sie uns die Meilen für den Flug nach Boston gut.
Pünktlich gestartet fliegen wir bei toller Sicht über die Norddeutsche Küste. Bremerhaven, Wilhelmshaven Aurich, Leer und Emden. Wir fliegen einfach über unsere alte Heimat. Dann das Einschweben über das Ijsselmeer und den Abschlussdeich und wir landen sicher und gut in Amsterdam Schipol.
15.45 Uhr intensive Kontrolle und Befragen vor dem Einchecken. Und somit geht es mit 30 Minuten Verspätung los. Es ist ein Airbus A 330 der Northwest-Airlines mit sehr gutem Service. Die Maschine fliegt absolut ruhig und wir werden gut verpflegt. Gegen 17.15 Uhr Ortszeit landen wir auf Boston Logan Airport.
Immigration geht schnell und zügig und so sind wir in Kürze auf der Straße und besteigen den Shuttle zur Alamo Mietstation. Alles ist vorbereitet. Nur der Wagen steht nicht an seinem Platz. Da uns aber der Pontiac Grand Prix gefällt, dürfen wir mit dem fahren. Und so geht die Fahrt heraus auf den Highway in Richtung SALEM, wo wir in Richtung DANVERS unser Motel „Days Inn“ nach einigem Suchen finden. Es liegt direkt am Highway 128 Abfahrt Endicott Street. Das Hotel ist sauber und ordentlich und auch das Frühstück (Continental) ist prima.
( 105 Miles )
Geändert von FLAG JACK (02.04.2008 um 14:33 Uhr)
Grund: Schrift
Am nächsten Morgen starten wir früh um 8.00 Uhr damit wir genug Zeit haben. Unser erstes Ziel ist SALEM. Wir finden einen Parkplatz in der kleinen Winterstreet. Rund um uns herum stehen die Holzhäuser aus dem 17. Jahrhundert. Es ist faszinierend, in den unterschiedlichsten Farben. Gelb, Rot, Blau, Weiß, mit Veranda, große Außentreppe zwei und dreistöckig. Und all das über Jahrhunderte erhalten. Der große Platz mit dem Tor und der großen Flagge am 11.09. ist noch leer. Wir spazieren in Richtung Zentrum und kommen an das SALEM-WITCH-MUSEUM. Anschaulich wird uns die Geschichte dargestellt. Die Führung ist gut und wir haben die Hintergründe besser verstanden als erwartet. Zu allen Zeiten hat der Mensch Dinge angezweifelt, die er nicht versteht und immer Teufelswerk dahinter vermutet. Und dann reicht ein kleiner Funke um das Feuer zu entfachen, denn die Masse springt auf so etwas an. Diese Situation forderte 1693—12 Frauen das Leben, die als Hexen verbrannt wurden. Vom Museum aus machen wir einen Bummel durch die Stadt und finden viele geschichtsträchtige Häuser und kommen auch auf den alten Friedhof. Hier liegen viele Einwanderer begraben. Besonders die Zeit zwischen 1700 und 1780 ist dort stark vertreten. Das älteste Grab, welches wir finden, datiert von 1683, also vor der Hexenaktion (1692). Was uns besonders auffällt ist, das die Menschen die dort liegen, zwischen 67 und 90 Jahre alt geworden sind. Also doch, gesunde Luft und viel Arbeit scheint zu helfen.
Den Nachmittag verbringen wir mit unserer Fahrt nach IPSWHICH und GLOUCESTER sowie CAP ANN, und wir erfreuen uns an den unterschiedlichen Küstenformationen, Häfen und vor allem den tollen Häusern. Am späten Nachmittag machen wir ein Picknick und genießen es am Hafen von ESSEX, den Käse, den Obstsalat, das Brot und zum Nachtisch Yoghurt. Dann geht die Fahrt weiter nach MARBLEHEAD, einem wunderschönen Fischerort. Der Blick auf die Hunderte von Booten, die Häuser der gutbetuchten an den Hängen, das alles macht MARBLEHEAD zu einem gesuchten Ziel allerdings einem teuren. Der Herausgeber einer Zeitung vermachte dem Ort einen wunderschönen Platz oberhalb der Bucht auf den Felsen. Von hier gibt es einen einmaligen Blick von einer der zahlreichen Bänke. Ein Ort an dem man die Seele baumeln lassen kann.
Hallo Flagjack,
es ist immer wieder schön, verschiedene Reiseberichte zu lesen.
Deine Fotos gefallen mir sehr gut!
Im Sommer geht es bei mir zwar erstmal auf die Südwest-Tour, aber die Neuenglandstaaten werden bestimmt auch noch irgendwann auf dem Programm stehen.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
bin auch schon gespannt auf die Fortsetzung. Ich fliege im September mit North West ebenfalls nach Boston. Ich habe auch geplant, die erste Nacht im Days Inn in Danvers zu übernachten - da ist es beruhigend einen positiven Bericht über das Motel zu lesen.
ich freue mich, dass Euch mein Reisebericht interessiert.
Ich kann nur sagen, ich liebe zwar den Westen, aber Newengland ist etwas besonderes. Es ist einfach anders und wenn man dort unterwegs ist, fällt man ja von einem Schlachtfeld in das nächste. Geschichte pur und man muss sich nur immer wieder sagen, dort hat alles einmal begonnen....
damit wir nun in die Staaten fliegen können. ist das nicht Wahnsinn?
Ich werde Euch auch nicht lange auf die Folter spannen sondern heute weiterschreiben.
Nach einer tief durchgeschlafenen Nacht haben wir uns wieder auf dem Weg gemacht. Wir fahren den Highway 1A in Richtung Norden und machen Station in NEWBURYPORT. Der Weg hierher ist durch die beginnende Laubfärbung besonders schön. Es ist ländlich und man sieht unterwegs herrliche Anwesen von Farmern. Nach einem sehr guten Breakfast mit Ham & Eggs bummeln wir durch den Ort, bevor wir in Richtung KENNEBUNKPORT.
Wenn man hier am Strand steht, weiß man weshalb die „Reichen“ hier Urlaub machen. Ein Strand von fast 5 Meilen mit herrlicher Brandung. Das Motel am Strand „NORSEHOUSE“ weiß, warum man auch außerhalb der Saison 129 $ plus Tax nimmt, und in der Zeit von September und Oktober dann gleich 209 $ plus Tax. Trotzdem ist es fast ausgebucht. Die Lage ist es, das ist wie Timmendorf oder ähnliches und an den Autos sieht man es. Es war gut, das wir hierher gefahren sind und das Bild von diesem herrlichen Strand mitnehmen. Zurück im kleinen Ort (in dem George Bush sen. Urlaub macht) entschließen wir uns, zu einem Spaziergang. Teure kleine Geschäfte im Hafen, schöne Boote und einfach viele flanierende Leute. Wir gönnen uns den „ Best Lobster Rolls in town“. 11 $ pro Stück, aber im Geschmack ein Gedicht. Es ist eine kleine Imbissbude, gerade mal 5 qm groß und seit 1920 das „Loch in der Wand“ (the whole in the wall). Aber so gut, das man sogar heute in der Schlange steht. Anschließend ein leckeres „handmade ice“. Und so schlendern wir wieder zum Auto. Auf dem Highway 1 weiter in Richtung Portland die Küste entlang. Nach wenigen Meilen sehen wir auf der rechten Seite einen Antiquitätenhändler, welcher rund um sein Haus Tische und Stände mit einem Wirrwarr von Trödel aufgebaut hat. Auf dem großen Grundstück stehen einige alten Gebäude aus dem 17/18. Jahrhundert. Wir stoppen um uns das ganze anzuschauen. Begrüßt werden wir von einem älteren Herren, der uns sehr freundlich aber bestimmt auffordert, seine gesammelten Werke auf dem Freigelände anzusehen. Vorher müssen wir jedoch „per Car“ 5 $ in eine große Glasflasche werfen. Eine gute Investition, denn wir stromern über das Gelände, um die diversen Sammlerstücke zu sehen. Vor uns ein Holzhaus aus dem Jahre 1873, klein, aber immerhin ….. ein Haus. So lebten die Siedler. Daneben ein weiteres was als Herberge galt, noch kleiner ??. Einige Schritte weiter im Wald eines der ersten Siedlerhäuser von 1700. Ein Raum vielleicht 10 qm, eine Tür, ein Fenster und schon wohnte darin eine ganze Familie. Um die Ecke unter den Bäumen steht ein Mobilhome, ganz in Silber (Alu), gekauft 1952. Die gesamte Einrichtung in Holz bietet für damalige Zeit jede Menge Luxus. Bill Donald berichtet uns, er habe damals 4.200 $ dafür ausgegeben, wobei man zu der Zeit ein ganzes Haus für 6.500 $ kaufen oder bauen konnte. Dann kommen wir an ein altes Bahnhofsgebäude. Der Bahnhof von CUMMINGS, verwittert, mit einer Vielzahl von Reisekoffern einer Kutsche und vielen Körben dekoriert. Hier ist die Zeit stehen geblieben.
Wir wenden uns wieder dem Haus zu und kommen mit Bill ins Gespräch. Er erzählt uns, dass er die alten Gebäude im Umkreis von 100 Meilen zusammen getragen hat um dieses Museum zu errichten. Er selbst lebt vom Verkauf der Antiquitäten. Es ist sein Hobby und seine Frau ist Ärztin. Das Haus ist vollgestopft mit Trödel. Er lädt uns ein, einen Bummel durch das Haus zu machen. In der Eingangshalle hängen und stehen Gemälde, Skulpturen, Schränke und andere Möbel und vor allem Nippes. Dann zeigt er uns an der Tür eine überdimensionierte Schwarzwälder Uhr mit Hirsch, Gewehr und anderen Jagdschnitzereien. Diese hatte er von einem befreundeten Arzt bekommen, welcher im 2. Weltkrieg in Deutschland war. Er hatte behauptet, die Uhr stamme aus dem Hause von Hermann Göring. Bill sucht nun ein Foto über die Inneneinrichtung dieses Hauses, um den Beweis dafür zu bekommen.
Im Raum dahinter ein Saal von 300 qm, Parkettboden und einer riesigen Anzahl von Tischen. Alles von mit Nippes. Hier hält er Auktionen ab und er glaubt in 4 Wochen alles verkauft zu haben, da er dann den Raum an eine Hochzeitsgesellschaft vermietet hat. Mittendrin steht ein altes Piano, welches automatisch mit Lochstreifen spielt. Er stellt es für uns an und ist sehr stolz darauf. Wir verabschieden uns und er wünscht uns eine gute Reise nach MAINE hinauf. Wir erreichen Portland die alte Hafenstadt. Wir bummeln durch die Straßen am Old Port und gehen auf den neuen Pier und staunen und bewundern die Vielzahl an teuren Jachten. Langsam kommt die Dämmerung und wir fahren weiter auf der „1 North“. In FREEPORT finden wir das „Super 8 Motel“ und bekommen ein tolles Zimmer für 58 $. Sonderpreis, da wir ein Rabatt-Ticket aus einem Motel-Guide ausgeschnitten haben. Wir werden auch morgen wieder danach suchen. (165 Meilen )
Nach einer guten Nacht eine schnelle Tasse Kaffee. Ein nettes Gespräch mit 2 Damen aus NOVA-SCOTIA. Sie sind hier herüber gefahren, um shoppen zu gehen. Kanada ist erheblich teurer und der Umtauschkurs ist gut. Sie geben uns ein paar gute Tips mit auf dem Weg und wir fahren in Richtung HARPSWELL. Ein kleiner Ort auf einer Halbinsel mit 2 vorgelagerten Inseln. Der Weg dorthin führt über 15 Meilen nur durch Wald. Sehr hügelig schlängelt sich die schmale Straße dahin. Kurz vor dem Ende hat man einen schönen Blick über die Inseln, die Brücke und überall das Wasser mit tausenden von kleinen Booten. Die Ufer sind steil und dicht bewaldet und so ganz langsam kommt die Laubfärbung durch. Immer wieder sieht man größere Bereiche die sich langsam von gelb in ein leuchtendes Rot wandeln.
Auf der Rückfahrt stoppen wir in BRUNSWICK und nehmen unser Frühstück ein. Scrambled Eggs, buttered toast, and fried potatoes. Coffee and fresh orangejuice. Und nun sind wir wieder für den Tag gerüstet.
Weiter geht es nach ROCKLAND in Richtung CAMDEN. Immer die Küste entlang durch Wälder über gut ausgebaute Straßen, bergauf und bergab. Wir erreichen CAMDEN am späten Nachmittag und bemerken, dass die Motels voll werden. Die Preise liegen zwischen 120 und 130 $, weshalb wir uns entschließen zurück zu fahren und dort nach einem Motel Ausschau zu halten.
Wir finden es in der „SCHOONER BAY MOTOR INN“ (www.sbaymotorinn.com) in ROCKPORT, 6 Meilen entfernt. Es ist ein kleines Motel mit 16 Zimmern. Wir fragen an und werden herzlich aufgenommen. Der Preis ist 75 $ und das ist angemessen. Die Zimmer sind einfach phantastisch. Hier spürt man jedes Detail ist mit viel Liebe überlegt und Vorhang, Bettdecke, Handtücher etc. sind farblich genau aufeinander abgestimmt. Ein bisschen wie: „Schöner Wohnen“.
Nachdem wir uns frisch gemacht haben fahren wir erneut nach CAMDEN. Hier lohnt sich der Spaziergang am Hafen mit den unzähligen Booten und dem Hintergrund dem Mount Beatty. Es ist ein wunderschöner Ort mit traumhaften Häusern, sehr teuren Shops und einem Flair, so das man die Beschreibung des Reiseführers unterstreichen kann: Der schönste Ort an der Küste Maines. Ein Steakhouse lädt uns ein und wir probieren ausgefallene amerikanische Küche. Es schmeckt sehr gut und wir haben eine ausgezeichnete und überaus freundliche Bedienung. Nach einem so langen Tag an der Seeluft ist man müde und wir schlafen in unserem süßem Zimmer tief und fest.