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03.06.2005, 22:08
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Verkehrsregeln in den USA Beitrag #1
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 24.05.2003
Beiträge: 14.155
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Verkehrsregeln in den USA
Verkehrsregeln in den USAAllgemeinesDie Verkehrsregeln sind in jedem Bundesstaat unterschiedlich. So unterscheiden sich Hoechstgeschwindigkeit, die Pflicht zum Anschnallen, die Regelung des Rechtsabbiegens und manches mehr. Grundsaetzlich gibt es aber mehr gemeinsames als trennendes. Dies trifft auch im Vergleich zu Europa zu, auch wenn die Verkehrszeichen sehr unterschiedlich sind. StraßenartenNeben einer Unterscheidung in Orts- und Ueberlandstrassen gibt es in den USA eine Vielzahl von zum Teil sehr wenig unterscheidungsleitenden Bezeichnungen für Straßen: Boulevard, Lane, Highway, Parkway, Street, Way, Avenue, Turnpike usw.. Aus dieser Masse faellt der Freeway heraus. Er bezeichnet immer eine in der Regel mehrspurige Strasse mit eindeutig festgelegten Ein- und Ausfahrten und er ist kreuzungsfrei. Insoweit entspricht er am ehesten dem, was man unter Autobahnen verstehen koennte. Ansonsten kennt man Interstates, die grossen Verbindungsstrassen quer durch den Kontinent, die US-Highways, die in etwa den Bundesstrassen entsprechen und die State-Highways, also die Landstrassen. Darunter rangieren je nach Staat lokale Strassen, z.B. Farm-Roads in Texas oder County-Roads (in etwa Kreisstrassen, oftmals unbefestigt). Etwas verwirrend ist, daß eine Interstate gelegentlich kein Freeway sein kann, anderseits aber ein State-Highway oder gar ein County-Highway durchaus auch ein Freeway ist. Strassen werden im Allgemeinen nicht nur mit ihrer Nummer, sondern auch noch mit der Himmelsrichtung bezeichnet, in die sie fuehren. AnschnallpflichtAusser in New Hampshire besteht in allen Staaten Anschnallpflicht. Fuer Kinder sind grundsaetzlich in allen Staaten Rueckhaltesysteme vorgeschrieben, wobei die Altersgrenzen und die Art der Systeme unterschiedlich sind. Die von Vermietern vertriebenen Sitze bzw. die in Europa zugelassenen Sitze erfuellen die jeweiligen technischen Voraussetzungen. GeschwindigkeitNachdem nunmehr auch Montana wieder eine Hoechstgeschwindigkeit ausserorts eingefuehrt hat, besteht in jedem US-Staat eine maximale Geschwindigkeit ausserorts, die allerdings von Staat zu Staat abweicht. In bebauten Gebieten besteht keine einheitliche Geschwindigkeitsregelung. Hier gibt ein Schild mit der Bezeichnung Speed Limit (Geschwindigkeitszone) die maximal zulaessige Hoechstgeschwindigkeit an. Im Umfeld von Schulen ist die Geschwindigkeit oftmals auf 15 Meilen/Stunde begrenzt. Haeufig besteht allerdings die Einschraenkung, das diese Begrenzung nur gueltig ist, wenn ein gelbes Licht brennt oder Kinder anwesend sind (when children are present). Geschwindigkeitskontrollen sind haeufig - auch aus der Luft. Die Strafen sind vor Ort zu zahlen und belasten die Urlaubskasse in hohem Masse. SchulbusSchulbusse - in der Regel gelb - sind besondere Verkehrsteilnehmer. Wenn sie halten, darf man sie nicht ueberholen. An haltenden Schulbussen darf man auch in Gegenrichtung nicht vorbeifahren. Haelt man sich nicht hieran, so sind die Strafen ueberaus hoch. Unzaehlige Schulbusse verkehren ausserhalb der Ferien frueh morgens, mittags und am spaeten Nachmittag. All StoppsEine Besonderheit - insbesondere in Wohngebieten zu finden - sind Stopp-Zeichen mit dem Zusatzvermerk "4 Way" oder "All Way". Sie bedeuten, dass man aus jeder Richtung kommend an dieser Kreuzung zuerst vollstaendig zum Stehen kommen muss. Sodann kann derjenige, der zuerst die Kreuzung erreicht hat, als erster weiterfahren. Erreichen zwei Fahrzeuge gleichzeitig die Kreuzung, muß man sich durch Zeichen verstaendigen. Man gewoehnt sich sehr schnell an diese Regelung, allerdings ergibt sie bei der Rueckkehr nach Europa ein sehr stark erhoehtes Unfallrisiko. RechtsabbiegenIn der DDR war er ueblich, im vereinigten Deutschland konnte er sich nicht durchsetzen: der Gruene Pfeil, der das Rechtsabbiegen an roten Ampeln erlaubt. In den meisten US-Staaten ist das Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt. Hierbei muss man an der Kreuzung vollstaendig zum Stehen kommen und sich davon ueberzeugen, dass man gefahrlos nach Rechts abbiegen kann. Da nicht alle Staaten das "Turn Right on Red" kennen, sollte man sich hierueber bei der Anmietung eines Fahrzeugs erkundigen. Achtung: Befindet sich an einer Ampel das Hinweisschild "No Turn on Red", so darf man hier ausnahmsweise bei Rot nicht abbiegen. StraßenmarkierungAmerikanische Markierungsfarbenlehre: gelb trennt den Gegenverkehr, weiss trennt Fahrbahnen in gleicher Richtung und markiert den Straßenrand, rot bzw. orange sind die Markierungen in Baustellen. Ein gelber Doppelstrich bedeutet absolutes Ueberholverbot. Darauf achten, dass immer links vom Fahrzeug eine gelbe Markierung ist. Befindet sich dort eine weiße Markierung, ueberholt man entweder oder man faeahrt auf einer mehrsprurigen Strasse bzw. einer Einbahnstraße in die falsche Richtung (als Geisterfahrer). Ein gelber Strich als linke Strassenbegrenzung bedeutet Einbahnstrasse, ein gelber Strich auf dem Bordstein kann Halteverbot bedeueten. AbbiegestreifenNeben der relativ einfachen Basismarkierung treten einige Sonderfaelle auf:
Zahlreiche Staaten kennen sog. "Left Turn Center Lanes", also zentrale Linksabbiegespuren. Diese findet man insbesondere auf groesseren Ein- und Ausfallstrassen, damit der Linksabbiegeverkehr den fliessenden Verkehr nicht behindert. Will man nach links abbiegen, ordnet man sich in die Linksabbiegespur ein und darf sie maximal 80 Meter weit befahren. Bei Gegenverkehr kann man auf der Abbiegespur auch zum Stehen kommen. Abbiegespuren sind grundsaetzlich nur ausgesprochen vorsichtig zu benutzen, da sie für Fahrzeuge beider Fahrtrichtungen dienen. Im Ueberlandverkehr sind immer noch 3-spurige Strassen verbreitet, bei denen für beide Fahrtrichtungen gleichzeitig (!) eine Ueberholspur zur Verfuegung steht. Keep in LaneWaehrend in Europa auf mehrspurigen Strassen das Prinzip "Rechts fahren, Links ueberholen" gilt, orientiert sich der amerikanische Verkehr an der Vermeidung von Spurwechseln (Keep in Lane). Auf mehrspurigen Strassen kann man sowohl links wie rechts ueberholen. Bei jedem Spurwechsel, auch nach rechts, muß man sich vergewissern, daß man nicht von rechts ueberholt wird. In einzelnen Staaten ist ein unmotiviertes Spurwechseln mit Bussgeld belegt. ParkenIn Staedten parkt man gewoehnlich (vor Einkaufszentren, Restaurants, Motels usw.) auf ausgewiesenen Parkplaetzen. In Wohngebieten werden die Autos in der Regel auf Grundstuecken geparkt, so daß Parken am Strassenrand seltener auftritt als in Europa, insbesondere in "historischen" Innenstaedten. Parken in Ortschaften ist - wie in Europa - ueberall dort erlaubt, wo es nicht durch Verkehrsschilder, besondere Gegebenheiten und Fahrbahnmarkierungen verboten ist. Parkhaeuser sind selten, Parkuhren sollten beachtet werden. Ausserorts ist das Parken nur auf speziell gekennzeichneten Flaechen (Parkplaetzen) erlaubt. Will man ausserhalb von Parkplaetzen anhalten, so muss das Fahrzeug vollstaendig von der Strasse entfernt sein. HydrantViele Haeuser in den USA waren und sind aus Holz gebaut. Deswegen hat die Feuerbekaempfung und -Vorsorge einen extrem hohen Stellenwert. Vielerorts finden sich zur Feuervorsorge (oft rote) Hydranten. Nie vor einem Hydranten parken. Das Fahrzeug wird in der Regel in kuerzester Zeit abgeschleppt, die entstehnden Kosten sind enorm und das Bussgeld ist sehr hoch. Car PoolIn einzelnen Staaten sind auf mehrspurigen Strassen zur Berufsverkehrszeit Spuren für Fahrzeuge, die mit mehr als zwei Insassen besetzt sind, reserviert. Diese "Car Pool Lanes", oder “high occupancy vehicle lane, HOV” genannten Fahrstreifen duerfen auch nur von Fahrzeugen mit der Mindest-Insassenzahl benutzt werden. Verstoesse hiergegen werden mit Bussgeldern im Bereich von $200 bestraft.Die “HOV-Lanes” auch "diamond lane" genannt, sind folgendermassen gekennzeichnet: AlkoholFuer Kraftfahrer gilt in den meisten Staaten ein absolutes Alkoholverbot. Oftmals ist es verboten, Alkoholika offen sichtbar im Auto liegen zu lassen. In manchen Gegenden ist es untersagt, Alkohlbehaeltnisse geoeffnet im Auto, also auch im Kofferraum, zu transportieren. BahnuebergangIn den USA findet man noch verhaeltnismaessig viele schienengleiche Bahnuebergaenge. Oftmals sind sie unbeschrankt und nur durch ein rotes Blinklicht gesichert (haeufig existiert nicht einmal dieses). Vor ungesicherten Bahnuebergaengen sollte man in der Regel vollstaendig zum Stehen kommen. Mit Blinklicht gesicherte Bahnuebergaenge erfordern je nach Bundesstaat entweder ein vollstaendiges Stehenbleiben, bzw. ein sehr langsames, vorsichtiges Ueberqueren der Schienentrasse. Schienenfahrzeuge - auch Strassenbahnen - haben immer Vorfahrt. Amerikanische Gueterzuege koennen sehr lang sein und sehr langsam fahren. U.U. kann eine Vorbeifahrt 10 bis 15 Minuten dauern. Zahlreiche Amerikaner versuchen daher, auch bei geschlossenen Schranken bzw. blinkendem Licht, vor Eintreffen des Zuges, den Bahnübergang zu queren. Nicht nachmachen! VerkehrszeichenZahlreiche amerikanische Verkehrszeichen entsprechen den in Europa ueblichen Formen, so das Stoppzeichen, Halteverbotsschilder u.a.. Zahlreiche Verkehrszeichen weichen, wie auch die Fahrbahnmarkierungen, stark ab. Insbesondere findet man zahlreiche Verkehrszeichen, die in Worten und nicht in Zeichen Vorschriften bzw. Hinweise gebenVerbotszeichen sind immer in roter Farbe gehalten.
Diese an sich bereits sprechenden Schilder werden durch den in der Regel beigefuegten Text noch verstaerkt. Warnzeichen sind immer in gelber Farbe gehalten.
Die meisten dieser Zeichen sind aufgrund ihrer Darstellung erkennbar. Fuer Europaeer gewoehnungsbeduerftig ist die gelbe Farbe.
Xing bedeutet, daß etwas kreuzt (Kurzform für crossing). Gebotszeichen sind immer schwarz-weiss gehalten.
Diese Zeichen sind stark textorientiert und weichen von den in Europa gebraeuchlichen ab: "Speed-Zone" bedeutet "Hoechstgeschwindigkeit", "One Way" "Einbahnstraße", "Left Turn Yield on Green" bedeutet, dass Linksabbieger beim Abbiegen dem Querverkehr auch bei gruener Ampel Vorrang gewaehren muessen, "Slower traffic keep right" heisst, dass auf einer mehrspurigen Strasse rechts gefahren und links ueberholt werden soll. TRAFFIC TICKETS GUIDEhttp://www.dmv.org/traffic-tickets.phpMANUALS GUIDEhttp://www.dmv.org/manuals.phpPUBLICATIONS GUIDEhttp://www.dmv.org/publications.phpChoose Your State DMV Guidehttp://www.dmv.org/GrussMichael
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