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Leben und Arbeiten in den USA

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Alt 14.11.2011, 10:15   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #17
derbold Mann
Newbie
 
Registriert seit: 25.10.2011
Beiträge: 28
Haben Sie Dich wg. fehlender Erklärungen angesprochen oder woher kommt jetzt die Frage?

Ich mache jedes Jahr brav meine Erklärung über einen Steuerberater drüben, der nimmt dafür weniger als 100 Bucks. Bezahlen mußte ich drüben aber noch nie Steuern, da ich als Angestellter hier lebe und die höheren deutschen Steuern alles ausgleichen, was in Amerika anfallen würde. Im Nachhinein frage ich mich aber, was das für die Amis für einen Sinn hat. Das verschwendet doch eigentlich nur Staatsgeld, wenn ein US-Beamter meine Erklärung durchlesen muß, ohne daß eine Steuerschuld fällig wird. Ich denke, wenn ich nicht irgendwann damit angefangen hätte, jedes Jahr Erklärungen zu machen, hätte auch keiner je danach gefragt.

Wenn Du also noch nicht angefangen hast, bist Du wahrscheinlich auch nicht in deren Systemen erfaßt. Ich würde es lassen. Außerdem solltest Du, wie ich jetzt, über eine Einbürgerung in Deutschland nachdenken. Dann bist Du die Obligation sowieso los (zumindest nach ein paar Jahren).
derbold ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 11:09   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #18
moli
nix bi
 
Benutzerbild von moli
 
Registriert seit: 13.11.2011
Ort: BRD
Beiträge: 21
Hi Derbold
nee, mich hat deswegen keiner kontaktiert. Das Thema kam in meiner Familie erst kürzlich hoch und ist grad aktuell - daher informiere ich mich ja jetzt.

Bei unserer Familiendiskussion kam auch Dein Argument bzgl. der Staatsgelder und ob das net Verschwendung ist hoch, aber wenn die IRS Leute mit Vermögen auffinden wollen, fangen sie natürlich auch die ganz kleinen Fische ein.

Bzgl. ignorieren....
Ist nur so, wenn ich mal mein Pass verlänger oder in die USA einreisen will, kann es zu Problemen kommen denke ich. Ich will nicht dieses ungute Gefühl haben wenn ich zum Konsulat geh oder mal drüben Urlaub buche und dann plötzlich am Airport "abgeführt" werde. Was eine schlimme Vorstellung! Daher erkundige ich mich ja jetzt was wirklich nötig ist und wo Ausnahmen sind und wenns net anders geht, halt welche Formsheets ich für mein Teil abgeben muss und wo ich was eintragen muss damit ich nix draufzahlen muss.

Andererseits will ich jetzt nicht unbedingt son Haufen Papierkrams machen wenns echt nicht wirklich nötig ist. Von daher mach ich mich jetzt halt schlau wer wann was abgeben muss und welche Formsheets. Will aber net gleich deswegen zur IRS rennen!!! das kann ich dann immer noch machen wenns darum geht wo füll ich was ins Sheet ein - diese ganzen Begriffe darin sind sehr verwirrend.

Die US Staatsbürgerschaft aufgeben und Deutsch werden ist auch son Ding. 1. muss man trotzdem für die letzten 5 Jahre eine US-Steuererklärung vorlegen (was ich ja net hab) 2. muss man 450 USD und 255 Euro sowie weitere 50 Euro sonstige Auslagen für die Anträge löhnen und ca. 2 - 3 Urlaubstags investieren um die Ämter aufzusuchen. Was ein Aufwand ! Das schreckt etwas ab. Ist aber durchaus eine Alternative wenns mir echt reicht mit dem Steuerkrams.

Fraglich ist auch wie lange man das abgeben muss? Für den Rest des Lebens oder nur bis zum US-Renteneintrittsalter ? Welches Alter wäre das?

Tja, das sind lauter so Fragen.....

Von daher - echt ich hätte mit den Erklärungen kein Problem wenn ich es künftig selbst ausfüllen kann weils einfach geht und weil es keine Ausnahmen gibt.

....und daher freue ich mich erstmal über jede Erfahrung die ich hier im Forum dazu sammeln kann

LG
Moli
moli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 11:57   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #19
derbold Mann
Newbie
 
Registriert seit: 25.10.2011
Beiträge: 28
Die Angst, am Flughafen plötzlich abgeführt zu werden, motivierte mich damals auch, mit den Erklärungen anzufangen. Ist aber rückblickend alles Unsinn.

Einen Haftbefehl werden sie erst dann ausstellen, wenn sie Dich mehrmals zu einer Erklärung aufgefordert haben und Du nicht darauf reagierst. Auch bei der Paßverlängerung fragt keiner nach Deiner Steuererklärung.

Im Nachhinein wünsche ich mir, ich hätte mit dem Mist gar nicht erst begonnen. Nun bin ich wohl in deren Systemen erfaßt und sie würden tatsächlich fragen, wenn ich plötzlich damit aufhöre. Und das, obwohl ich gar nichts zu zahlen habe! Ist wie gesagt m.E. Verschwendung öffentlicher Gelder, da sich ein Beamter damit beschäftigen muß. Die USA sind auch das einzige Land auf der Welt, das so einen Mist macht, die Staatsbürger auf Grundlage des Passes und nicht des Wohnsitzes Steuererklärungen machen zu lassen. Und ohne US-Wohnsitz hat man dort nicht mal das Recht zu wählen.

Auf kurz oder lang ist die Einbürgerung in Deutschland mein Ziel, auch wenn ich mir erstmal Zeit damit lasse und mich vorab gut informiere.

Übrigens: Eine Erklärung für die letzten 5 Jahre kann durch einen Steuerberater schnell gemacht werden auf Basis der deutschen Erklärung. Strafanzeige brauchst Du nicht zu fürchten, wenn ohnehin nie etwas zu zahlen war.
derbold ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 13:05   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #20
moli
nix bi
 
Benutzerbild von moli
 
Registriert seit: 13.11.2011
Ort: BRD
Beiträge: 21
Mensch Derbold
das ist irgendwie total beruhigend was Du schreibst und im Grunde denken wir auch so. Dennoch erkundigen wir uns weiter und sind für alle Infos dankbar.

Ich bin informiert dass ein Steuerberater das mit der St-Erklärung der letzten 5 Jahre machen kann, aber die halten die Hand voll fett auf. Vermutlich kämen wir nicht drumherum - aber wenn's günstiger ginge, wärs schön....

Du stehst also schon ein Schritt weiter wie ich - Du hast diese Erklärungen ja schon laufen und hättest nur noch die Umschreib-Gebühren 450USD sowie 255 Euro zu entrichten. Wir müssten dazu noch den Steuerberater löhnen.

Muss man wirklich keine Strafanzeige fürchten? Schau, laut der IRS News vom 8.2.2011 heisst es: Leute, deren Auslandskonten oder -vermögen in einem unter die 2011er Initiative (OVDI) fallenden Kalenderjahr (2011) den Betrag von 75.000USD nicht überschritt, sind diejenigen, die mit einer geringeren Strafe zu rechnen haben - nämich nur 5 - 12,5% vom höchsten Kontostand des jeweiligen Jahres 2003 - 2010.

Der höchste Kontostand wäre quasi - wenn man sonst keine grösseren Einnahmen hatte - jeweils 1 Monatsgehalt. Davon 5 oder 12,5% Strafe/Jahr ist schon happig !!!

LG
Moli
moli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 13:56   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #21
appenzeller Frau
Ehrenmitglied
 
Registriert seit: 03.02.2010
Ort: San Antonio
Beiträge: 3.922
Zitat:
Zitat von derbold Beitrag anzeigen
Und ohne US-Wohnsitz hat man dort nicht mal das Recht zu wählen.
Sorry, OT, aber das stimmt wohl nur bedingt... GG und alle unsere US-Bekannten haben in den Jahren, in denen sie in Deutschland gelebt haben, immer ihre Wahlunterlagen zugeschickt bekommen und waehlen koennen.
appenzeller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 14:35   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #22
ThatRuffcutt'sWoman Frau
Einfach nur Ruffie :-)
 
Benutzerbild von ThatRuffcutt'sWoman
 
Registriert seit: 14.02.2007
Ort: In der rheinhessischen Pampa
Beiträge: 8.195
Zitat:
Zitat von appenzeller Beitrag anzeigen
Sorry, OT, aber das stimmt wohl nur bedingt... GG und alle unsere US-Bekannten haben in den Jahren, in denen sie in Deutschland gelebt haben, immer ihre Wahlunterlagen zugeschickt bekommen und waehlen koennen.
Ihr seid aber military, oder? Auf military oder DOD orders gilt man ja ueberall auf der Welt als habe man einen US Wohnsitz und kann natuerlich waehlen. Der "Otto Normal Amerikaner" kann das aber i. d. R. nicht, eben weil er keinen Wohnsitz in den USA unterhaelt.
ThatRuffcutt'sWoman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 14:43   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #23
get it right Frau
Amerikaner
 
Registriert seit: 08.08.2011
Beiträge: 1.394
Nee...Appenzellers Mann war nicht auf orders.

Ist auch egal, orders oder nicht, als US Citizen darf man natuerlich waehlen wenn man nicht in den USA lebt, military or not.
http://travel.state.gov/travel/livin...ting_4754.html

Get it right
get it right ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.11.2011, 14:52   US Steuererklärung für in BRD lebende/arbeitende US-Bürger Beitrag #24
appenzeller Frau
Ehrenmitglied
 
Registriert seit: 03.02.2010
Ort: San Antonio
Beiträge: 3.922
Zitat:
Zitat von ThatRuffcutt'sWoman Beitrag anzeigen
Ihr seid aber military, oder? Auf military oder DOD orders gilt man ja ueberall auf der Welt als habe man einen US Wohnsitz und kann natuerlich waehlen. Der "Otto Normal Amerikaner" kann das aber i. d. R. nicht, eben weil er keinen Wohnsitz in den USA unterhaelt.
Nein, nix Military und alle meine Bekannten auch nicht...
Offenbar steht es jedem im Ausland lebenden US-Citizen zu, zumindest auf nationaler Ebene zu waehlen (Praesidentenwahl). Nennt sich 'absentee voting process"

Zitat:
Current federal law grants U.S. citizens overseas the right to vote in federal elections. Many states have also enacted legislation that gives certain categories of citizens the right to vote by absentee ballot for state or local officials.
http://germany.usembassy.gov/acs/voter-registration/
Es erleichtert die Registrierung, wenn man vorher schon mal in den USA gelebt hat. Aber es gibt wohl auch die Moeglichkeit sich zu registrieren, wenn man vorher noch nie in den USA gelebt hat, aber mind. ein Elternteil US-Citizen ist.

Zitat:
American citizens who have never resided in the United States should apply to the state where their American citizen parent(s) last resided, although they should be aware that not all states will grant such a request. Please refer to the state instructions.
http://germany.usembassy.gov/acs/voter-registration/
appenzeller ist offline   Mit Zitat antworten
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