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Reiseberichte USA

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Alt 25.11.2011, 15:34   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #1
Black Bear
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US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011

Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon zahlreiche tolle Reiseberichte lesen durfte, habe ich mich entschlossen, es selbst auch einmal zu versuchen. Und da die Planung der Reise mit einer Anfrage hier (http://www.amerika-forum.de/osten-20...ess-89207.html) begann, schließt sich hier also quasi der Kreis. J

Bedingt durch ein, zwei unvorhergesehene Ereignisse, auf die ich später hier noch vereinzelt eingehen werde, war das letztlich unsere abgefahrene Route:
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Alt 25.11.2011, 15:46   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #2
Black Bear
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Freitag, 02.09.2011 – Hannover – Kopenhagen – Washington, D.C.

Am 02.09. morgens um 9.45 Uhr ging unser Flieger von Hannover nach Kopenhagen. Es war eine relativ kleine Maschine der Linie SAS, und nach einem kurzen und unspektakulären Flug sind wir dann auch schon um 10.40 Uhr in Kopenhagen gelandet. Und nach einem zum Glück relativ kurzen Aufenthalt (auf dem Weg an die Westküste 2009 hatten wir 4 Std. Aufenthalt in Schipol, dass ist ja auch nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig) ging es um 12.20 Uhr – erneut mit der SAS – endlich wieder auf in die Staaten.

Der Langflug dieses Mal fiel in die Kategorie „muss man nicht wiederholen“. Der Service bei der SAS lies ein wenig zu Wünschen übrig, da war KLM letztmals deutlich besser. Wir saßen direkt neben den Klos, was natürlich auch ein stark frequentierter Bereich ist. An Schlaf war daher also nicht wirklich zu denken. Umso mehr ersehnten wir dann den Landeanflug auf Washington Dulles. Und nach gut 8 Std. war es dann auch schon soweit.
Um 14.40 Uhr (20.40 Uhr MESZ) betraten wir zum ersten Mal seit 2009 wieder amerikanischen Boden.

Und gleich die Einreise war wieder einmal mehr hervorragend. Es gab ein nettes Pläuschchen mit dem Herren von der Homeland Security. Diese Nettigkeit ist einfach immer wieder umwerfend, wenn man in den Staaten ist. Bei uns ist man so etwas ja nicht zwingend gewöhnt. Und nach dem wir uns u. a. über die Arbeitsmarktsituation in Deutschland unterhalten hatten, machten wir uns mit den besten Urlaubswünschen des Officers (?) auf den Weg zu unseren Koffern. Nach dem wir diese dann hatten, traf uns aber auch schon gleich der Schlag: es waren 32 Grad, völlig bewölkt und stickig. Man stellt sich natürlich auf diese Schwüle ein, wenn man nach Washington fliegt, aber es dann noch mal selbst zu fühlen, ist doch was anderes.

Nachdem wir dann unseren Mietwagen (Mazda, 4-Türer) von Alamo abgeholt haben, gings endlich los in den langersehnten Urlaub. Wir machten uns auf in die Hauptstadt, Washington, D.C. Und die erste Fahrt sollte eigentlich auch relativ einfach werden. Wir haben von Dulles bis zum Hotel ca. 45 Minuten angesetzt, was auch realistisch ist, wenn… ja, wenn nicht überall Baustellen und Strassensperrungen gewesen wären! Eigentlich hätten wir „nur“ die Roosevelt Memorial Bridge überqueren, rechts ab, ein Stückchen geradeaus die Independence Ave folgen und schon wären wir quasi am Hotel gewesen. Aber: die Independence Ave war nun gesperrt, also folgten wir der Umleitung. Diese Umleitung führte uns dann aber erstmal Richtung Georgetown (!), weil die nächsten Straßen rechts abbiegen ging irgendwie auch nicht. Nach einem unerlaubten Wendemanöver ging es dann über die Massachussetts Ave NW und die 3rd St SW doch noch Richtung Hotel (Holiday Inn Capitol City, 550 C Street SW), welches wir nach ca. 1,5 Std. „Rundfahrt“ um gut 18 Uhr erreichten. Vorteil: wir hatten von Washington schon nahezu alles gesehen. Nachteil: Nach einem so langen Flug schafft man es irgendwie eher weniger, die Begeisterung für einen 45 minütigen Umweg aufzubringen.
Nach dem einchecken und ein wenig frisch machen, wollten wir dann zumindest noch einen kurzen Blick im Hellen auf die Mall werfen und machten uns sodann auch gleich auf dem Weg.
Und mit einem Foto von unserem ersten richtigen Washington Eindruck schließe ich diesen ersten Tagesbericht ab:

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Alt 25.11.2011, 16:09   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #3
Black Bear
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Sa., 03.09.2011 – Washington, D.C.

Der Jetlag war gnädig, so dass wir eine relativ gute Nacht hinter uns hatten, die allerdings trotzdem schon früh um kurz vor 6 Uhr vorbei war. Aber das machte nichts, so blieb mehr vom Tag übrig.
Am Vorabend haben wir uns im Hotel schon einige Informationen über Hop on - / Hop off-Tours geholt, so dass wir uns in Ruhe einen der vielen Anbieter aussuchen konnten. Wir entschieden uns für Double Decker Tours und buchten auch gleich die 2 Tage Tour. Die ausrangierten alten Londoner Stadtbusse sollten daher unser Hauptfortbewegungsmittel in den nächsten 2 Tagen sein. Unser Hotel lag relativ günstig, so dass wir bis zur Haltestelle nur einmal „hinfallen“ musste (Abfahrt war direkt vor dem National Air & Space Museum). Wir haben erst kurz überlegt, ob wir uns nicht einfach zu Fuß auf dem Weg machen und schauen, wie weit uns die Füße tragen. Aber obwohl in Washington eigentlich alles recht gut zu Fuß erreichbar ist, unterschätzt man die Entfernungen doch schnell. Von daher war unsere Entscheidung für die Hop on-/Hop off-Tour doch die richtige.

Den ersten „richtigen“ Halt haben wir dann am Lincoln Memorial gemacht. Und man muss schon sagen, dass ist ein wahrlich beeindruckendes Memorial. Leider wurde der Reflecting Pool vor dem Washington Monument restauriert. Der viel bekannte Blick vom Lincoln Memorial auf das Monument hatte daher leider kein Postkartenmotiv mehr, so wie wir uns das erhofft hatten. Von dort aus wurden dann zu Fuß alle umliegenden Memorials „abgefrühstückt“: Vietnam Veterans Memorial, World War II Memorial, Washington Monument (leider war eine Auffahrt nicht möglich, da das Monument beim Erdbeben leicht beschädigt wurde), Korean War Memorial und natürlich das neue Highlight am Tidal Basin:
Das Marthin Luther King jr. Memorial.


Von dort aus gings zu Fuß zurück zum Lincoln Memorial und von dort mit der Bustour weiter bis zur Station: Pershing Park. Dort ausgestiegen ging es erstmal zur 1600 Pennsylvania Avenue, sprich dem Weißen Haus. Ein wahrer Touristenmagnet. Da musste man schon fast deutsche Tugenden walten lassen und sich nen Platz zum fotografieren „erdrängeln“. Vom Weißen Haus aus sind wir dann einfach die Pennsylvania Avenue herunter flaniert bis zu unserer nächsten Station: dem Old Post Office


Nach der mittlerweile obligatorischen Durchsuchung und Durchleuchtung beim Betreten öffentlicher Gebäude gings fix mit dem Fahrstuhl – kostenlos – auf das Observation Deck des Old Post Office. Nach dem Washington Monument ist es das höchste Gebäude in Downtown Washington, so dass man von dort oben eine schöne Sicht auf die Stadt hat. Der Blick auf die Mall oder aber auch die Pennsylvania Avenue hinunter ist schon sagenhaft.


Nachdem wir uns im reichhaltigen Foodcourt im Untergeschoss des Old Post Office gestärkt hatten, ging es weiter mit dem nächsten Bus bis zur Union Station. Dort angekommen, haben wir dann – gleich nachdem wir uns Tickets für die Nachttour der Stadtrundfahrt besorgt haben – den äußerst schönen Bahnhof auf uns wirken lassen. Von dort aus ging´s dann direkt zurück ins Hotel, um sich noch einmal ein wenig frisch zu machen und neue Kräfte zu sammeln.

Die Citytour by night sollte dann um 19.30 Uhr an der Union Station losgehen. Da wir beide nicht mehr so gewillt waren zu laufen, sind wir mit dem Taxi zur Union Station gefahren. Und was soll ich sagen: pures Abenteuer. Ein solches Auto wäre hier nie durch den TüV gekommen. Es ruckelte, wackelte und der Fahrer gab Gas wie Hulle. Physikalisch ist es noch nicht möglich, aber wenn es jemand in absehbarer Zeit schafft in der Zeit zurück zu reisen, unser Taxifahrer in Washington war schon sehr nah dran!

Ansonsten war die Citytour by night eine Wucht. Die Stadt ist ja bei Tag schon schön, aber bei Dunkelheit all die angeleuchteten Memorials, herrlich, wunderschön.


Anzumerken wäre hier noch, dass auf dem Rückweg zur Union Station auf der Höhe des Japanese American Memorial unser Doppeldeckerbus verreckte. Er wollte einfach nicht mehr weiter. Aber irgendwie passte das auch ins Bild dieser Hop on hop off Tour. Die alten Londoner Stadtbusse wirkten schon relativ klapperig und nicht alle machten einen zwingend verkehrstauglichen Eindruck. Die Ansagen kamen alle nur vom Band und wenn der Fahrer nicht aufgepasst hatte, musste er das Band zurück spulen. Rückblickend muss man schon sagen, dass es sicher von den angebotenen Tours das schlechteste Unternehmen war. Aber nun gut, es hat uns schließlich dennoch alles von Washington in den beiden Tagen gezeigt, was wir sehen wollten.
Und nach einem kleinen Fußmarsch zur Union Station sowie einer gemäßigtem Taxifahrt zurück ins Hotel, war somit auch der erste volle Tag in Washington zu Ende.
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Alt 25.11.2011, 17:30   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #4
Rieke214 Frau
AAA-Club-Mitglied
 
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Ort: Kreis Steinfurt
Beiträge: 329
Bilder: 1111
Juhu, bin ich tatsächlich mal die erste im Auto!?

Schön...dann werd ich mich mal zurücklehnen und staunen...

Habe Sekt, Cola, Chips und Popcorn dabei Also einfach bedienen...

Schön, auch mal mit euch fahren zu dürfen

Liebe Grüße an deine bessere Hälfte

LG
Mareike
Rieke214 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2011, 17:59   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #5
Photosmart5300 Mann
AAA-Nachwuchsmitglied
 
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Ort: Zörbig, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Beiträge: 708
Bilder: 92
und Zweiter, damit einen Sitzplatz. Bis jetzt ein schöner Bericht, der Taxifahrer erinnert mich an den in Mexiko, der Ford wäre auch nicht mehr durch den TÜV gekommen. Airbaglampe an, BAS Lampe an, Ölwarnlampe an, Batteriewarnleuchte an. Aber fahren konte der noch so, dass man die Huckel, die auf manchen mexikanischen Straßen sind, sehr stark gespürt hat.

LG Tobias
Photosmart5300 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2011, 20:26   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #6
INRAOS Mann
AAA - Club - Member
 
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Registriert seit: 10.04.2011
Ort: NRW--> OWL
Beiträge: 1.010
Dritter,

und bin sehr erfreut mich zu Mareike und Tobias setzen zu können.

Freue mich natürlich auch auf die Reise.

LG Ingo
INRAOS ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.11.2011, 20:44   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #7
Steffania Frau
Wahl-Amerikaner
 
Registriert seit: 31.07.2011
Ort: Stralsund
Beiträge: 508
Vierte.

Und ich habe gerade American Brownies gebacken. Die bringe ich gerne mit auf unsere kleine Reise...

Bin schon gespannt auf die Tour und freue mich auf die Niagara Fälle, da gehts doch hin, oder?

Das erste Foto finde ich richtig klasse. Tolle Stimmung durch den Sonnenuntergang.
Steffania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2011, 10:58   US-/CAN-Ostküste – 3 Wochen im September 2011 Beitrag #8
Black Bear
Amerika Kenner
 
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Ort: Hannover
Beiträge: 337
Bilder: 394
Hallo verehrte Mitreisende, willkommen an Bord!
Wir freuen uns, Euch mit auf unsere Tour zu nehmen. Und ihr steigt rechtzeitig zu unserem ersten Hochzeitstag ein.
----------

So., 04.09.2011 – Washington D.C.

Für heute hat der weatherchannel die ersten Ausläufer des Tropensturms Lee angekündigt. Vorhersage für Washington daher: überwiegend Regen bei 28 Grad. Geile Mischung, als wenn´s nicht so schon schwül genug wäre. Wir bewaffnen uns also mit unseren Regenjacken und ziehen los. Ich nehm die Pointe mal vorweg: es hat nicht geregnet! Es waren auch keine 28 Grad, sondern mindestens 35. Es war der heißeste Tag im ganzen Urlaub. Aber Lee hat sich damit leider nur ein wenig vertröstet, doch dazu später mehr (legt den Regenschirm also nicht allzu weit weg)…

Voll bepackt mit Rucksäcken, Regenjacken und Stativ starten wir also Tag 2 mit dem Double Decker Tours. Nach dem Erlebnis des gestrigen Abends sind wir frohen Mutes als der Bus uns tatsächlich heile am Air & Space Museum aufgabelt und ohne liegen zu bleiben auch tatsächlich am Jefferson Memorial abliefert. Nach Erkundung vom Jefferson Memorial schlendern wir genüsslich dem Tidal Basin entlang genießen die bisweilen herrliche Aussicht:


Die nächste Station ist das Roosevelt Memorial, auch das ist wahnsinnig beeindruckend und besticht vor allem durch seine Größe von knapp 30.000 m². Zugleich ist dies das einzige Memorial in Washington was durchgehend behindertengerecht ist und sogar über Blindenschrift verfügt. In diesem Punkt sind wir den Amerikaner dann doch noch um einiges voraus…


Von Roosevelt machten wir uns wieder auf zu Lincoln. Am Lincoln Memorial trafen sich zwei Linien der Double Decker Tours, so fuhr die rote um die Mall und umfasste alle Sehenswürdigkeiten. Die blaue fuhr vom Weißen Haus über das Lincoln Memorial nach Arlington. Und das sollte dann auch unsere nächste Station sein.
Erster Haltepunkt: Arlington National Cemetary. Dieser Friedhof scheint aus schier endlosen weißen Grabsteinen zu bestehen, das ist schon erdrückend:


Weiterhin stellte sich der Arlington National Cemetary als überraschend steil heraus. Wir waren direkt zur Mittagszeit da, die Sonne knallte, da war der Weg zum Grab von J.F.K. doch schon gewaltig anstrengend. Und obwohl wir vermutlich so schnell dort nicht mehr hinkommen werden, haben wir den Weg hinauf zum Arlington House / Lee Memorial nicht gewagt. Es war uns dafür einfach schlichtweg zu heiß.

Vom Arlington National Cemetary haben wir dann noch eine kleine Rundfahrt um das Pentagon gemacht und dann ging es schon wieder zurück zum Lincoln Memorial. Dort wechselten wir wieder in die altbekannte Linie und fuhren durch bis zur Union Station. Unser nächstes Ziel war das Capitol! Dahin machten wir uns dann auch gleich auf dem Weg. Leider fand an dem Abend eine Veranstaltung für ausgesuchte Gäste am Capitol statt. Die direkten Zuwege zum Capitol waren von Security versperrt, so dass wir nur über einen ordentlichen Umweg das Capitol, die Library of Congress und den Supreme Court erreichen konnten, was angesichts immer schwüler werdender Luft leider dann auch schon unsere letzte Nachmittagsaktivität war. Vom Capitol aus ging es dann also direkt zurück zum Hotel.

Unseren letzten Abend in Washington wollten wir dann aber doch noch gebührend zu Ende bringen. Und so bewaffneten wir uns mit dem Stativ und schlenderten im beginnenden Sonnenuntergang noch mal zur Mall. Und mit den letzten Fotos verabschiedeten wir uns schon ein wenig von der absolut sehenswerten Hauptstadt:


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