Amerika-Forum.de   Amerika-Forum.de

Zurück   Amerika-Forum.de > USA Reisen > Reiseberichte USA

Reiseberichte USA

Abgeschlossene Routenplanungen mit einem USA Reisebericht.


» Forum durchsuchen
» Soziale Netzwerke
Besuche unsere Fanpages
Empfehle unsere Seite
» Forum-Navigation
Amerika-Forum News
USA Reisen
USA Auswandern
Kanada Reise
Kanada Auswandern
Hoher Norden
USA Allgemein
Amerika Forum
» Sponsoren
» Anmelden
Benutzername:

Kennwort:

Noch kein Mitglied?
Jetzt registrieren!
» Karten
» Benutzer (3.404)
» Sehenswürdigkeiten (123)
» Ereignisse (0)
» Partnerseiten
Irlandforum
... das Forum für Freunde der grünen Insel
Camping, Wohnwagen, Wohnmobil
Südamerika-Forum
Das Südamerika Forum Latinoportal.de
Auswandern
Auswandern und Arbeiten im Ausland
Offroad
Das Offroad-Forum mit Offroad Tipps in den USA
Abnehmen
Abnehmen mit abnehmen.com....der Diät-Community.
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 21.09.2008, 08:35   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #1
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren

Nachdem unser Urlaub jetzt schon ein paar Tage zurück liegt, möchte ich euch mit einem Reisebericht erfreuen oder auch langweilen. Ich hoffe doch Ersteres wird der Fall sein!

Zuerst was Allgemeines.
Nach der ersten USA-Reise 2003, die mit PKW erfolgte, und wir uns jeden Abend erst ein Motel suchten, und der zweiten USA-Reise 2006, die wir mit einem Wohnmobil erlebten, starteten wir in diesem Jahr unsere dritte USA-Reise mit der Variante SUV mit Zelt, Cabin und Motelübernachtungen. Einige Unterkünfte hatten wir teilweise schon ein Jahr im Voraus gebucht. Grund dafür war, dass wir in der Hauptsaison unterwegs sein würden, und einige Nationalparks in dieser Zeit oft überlaufen sind. Für ein geländetaugliches Fahrzeug hatten wir uns entschieden, weil wir auch abseits der befestigten Straßen Erfahrungen sammeln wollten.
Die Entscheidung für diese Kombination stellte sich als für uns absolut richtig heraus, da dieser Urlaub der stressfreieste und abenteuerlichste unserer bisherigen USA-Urlaube war.


Wir waren 3,5 Wochen unterwegs, vom 1.8.08 bis 26.8.08

Unsere Stationen auf der Rundreise waren:
Denver
Colorado Springs
Black Canyon of the Gunnison
Colorado National Monument
Dinosaur NP
Fantasy Canyon(wurde gestrichen)
Mirror Lake (Wanderung/Übernachtung wurde gestrichen)
Salt Lake City/Antelope Island
Park City
Bear Lake
Grand Teton NP
Yellowstone NP
Rapid City
Badlands
Mount Rushmore
Custer State Park
Rocky Mountain NP
Denver

Wir sind auf dieser Reise 6466,3 km gefahren. Der SUV-Fullsize war allerdings ein durstiger Geselle, bis zu 17 Liter wollte er haben, vor allem auf den Passstrecken und Dirt Roads. So kamen wir auf insgesamt 898,6 Liter Benzin für die wir 796,70 $ berappen mussten. Ja die Billigspritpreise in den USA sind auch mittlerweile Geschichte. Wir zahlten zwischen 3,59$ und 4,39$ für die Gallone.
1. Tag Anreise
Am 1.8. sollte unsere dritte USA-Reise losgehen, und damit wir nicht in aller Herrgottsfrühe aufstehen mussten, fuhren wir schon am Vorabend nach Frankfurt, wo wir bei meiner Schwester übernachteten. Gemütlich konnten wir uns so um 7.30 Uhr von meinem Neffen zum Flughafen fahren lassen. Um 10.40 Uhr ging unser Flug mit Northwest nach Detroit und dann weiter nach Denver. Wir hatten einen Flug gewählt bei dem wir 4 Stunden Aufenthalt in Detroit haben sollten, denn bei dem Flug der etwas früher gewesen wäre hätten wir nur 1,5 Stunden Zeit zum Umsteigen gehabt, und das erschien uns dann doch zu kurz. Also lieber etwas länger den Flughafen in Detroit besichtigen. Mit Rückenwind hatten wir geradezu „Schallgeschwindigkeit“ und waren eine geschlagene Stunde früher da als angekündigt. Genutzt hat es uns allerdings nichts, denn jetzt hieß es noch eine Stunde länger Flugzeuge starten und landen zu sehen. Also alles ohne besondere Vorkommnisse. Bei der Immigration ging auch alles glatt, und auch die Frage des netten Mannes, ob wir Bratwurst dabei hätten, konnten wir mit einem Grinsen verneinen. Nach Leberkäs hat er ja schließlich nicht gefragt. Mein Wolfgang ließ es sich nämlich nicht nehmen ein paar Dosen dieser schwäbischen Spezialität im Gepäck zu verstauen.
Ausgerechnet diese Tasche wurde dann kontrolliert, aber nichts wurde beanstandet. Puh, ich atmete auf!
Nachdem wir unser ganzes Geraffel auf Gepäckwagen verstaut hatten, (Zelt war ja mit dabei) ging es los zum Shuttle der uns zu Alamo brachte. Dort angekommen durften wir gleich zur Fullsize - choiceline um uns ein passendes Fahrzeug raus zu suchen. Wir hatten uns für einen Fullsize entschieden, da wir ja 4 Personen waren und die Zeltausrüstung mit im Gepäck hatten. Außerdem sollte ja noch eine Kühlbox dazu kommen. Der Tacho des Fahrzeuges, welches wir uns raussuchten zeigte 12000 Meilen an. Es wurde ein Chevy Tahoe.

Vollgepackt bis unter die Halskrause!


Die Entscheidung für einen Fullsize war für uns auf jeden Fall richtig. Als wir uns ein Auto raussuchten, es gab mehrere Dodge Durango und Chevy Tahoe im Angebot, außerdem irgendeine Reisschüssel und einen abgehalfterten Jeep, bestimmte die Kofferraumgröße in erster Linie die Wahl. Nachdem wir unser Gepäck darin verstaut hatten, was uns aber auch noch einige Schwierigkeiten bereitete, wollten wir die dritte Sitzreihe ausbauen und dort lassen. Denn so würde es jeden Tag ganz schöne Mühe bereiten wenn wir unsere Zeltutensilien bräuchten. Also nachgefragt ob die Möglichkeit bestände, die Sitze dort zu lassen. Wir hatten aber Pech, sie ließen nicht mit sich reden. Also die Sitze mitnehmen und dann bei unseren Freunden in Colorado Springs lassen, welche wir als erstes besuchen wollten.
Nachdem diese Entscheidung gefallen war ging es los zum Super 8 Hotel nach Stapleton. Dieses Hotel hatten wir über Tripreward auch schon vorgebucht, ebenso für den Tag vor der Abreise. Da wir ein günstigeres Angebot eines anderen Anbieters gefunden hatten, gab es diese Übernachtungen umsonst. Das Hotel war ganz ok, außer, dass eines der Zimmer ein Raucherzimmer war. Da es Wolfgang nichts ausmachte, übernahm er die Räucherkammer und wir drei anderen das Nichtraucherzimmer. Da wir ja nichts zahlen brauchten wollten wir auch nicht gleich reklamieren. Bei der Abreise sagten wir aber dann doch noch, dass wir am 26.8. wieder dort wären,(ebenso umsonst, da einer der Anderen gebucht hatte) und wir unbedingt zwei Nichtraucherzimmer haben wollten. Dies wurde uns dann auch zugesagt. Das Hotel war schon etwas älter aber in Ordnung und es gab Frühstück mit Waffeln am nächsten Morgen, hmm.
Zufrieden ging es dann endlich um 23.30Uhr ins Bett.
2.Tag
Um 8 Uhr wollten wir aufstehen, aber um 6 Uhr waren wir wegen des Jetlags alle hellwach. Also haben wir erst mal gut gefrühstückt und dann das Gepäck so umgepackt das wir die Campingutensilien gut erreichen konnten. Es war trotzdem noch ein ziemliches Durcheinander auf Grund des Platzmangels. Dies sollte sich aber bald ändern.
Wir machten uns auf die Fahrt nach Colorado Springs. Mit dem Navi ging es recht zügig aus Denver raus, und in kürzester Zeit waren wir dann schon bei unserer befreundeten Familie angekommen.


Ein schönes Haus mitten im Wald.


Dort fand erst mal mit noch mehreren Leuten ein zünftiges Barbecue statt.

Lecker!

Später ging es dann noch in die Mall zum Einkauf. Wir brauchten noch die obligatorische Kühlbox und so manchen anderen Kleinkram.
Da wir ja jetzt die dritte Sitzreihe ausgebaut und bei unseren Freunden verstaut hatten, war das Platzproblem gelöst. Der einzige Nachteil war der, dass wir am Ende unserer Reise noch mal nach Colorado Springs fahren mussten um die Sitze wieder zu holen. Das war aber nicht so tragisch da man in einer guten Stunde dort war. Jetzt waren wir endlich startklar, und unsere Tour konnte so richtig beginnen.
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 08:50   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #2
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
3. Tag
Um 6 Uhr standen wir auf und verabschiedeten den Sohn des Hauses, der auch nur an diesem Wochenende zu Hause war, und nun wieder zur Armee musste. Danach gab es noch ein gemütliches Frühstück, dann ging es auch bei uns los. Mittlerweile war es schon 7.30 Uhr.
Der Black Canyon of the Gunnison stand in unserer Reiseplanung an zweiter Stelle. Um 14 Uhr kamen wir dort an.

Eine faszinierende Schlucht!


Dort ging es als erstes ins Visitor Center, da Wolfgang und ich eine Wanderung geplant hatten, die runter zum Gunnison River führen sollte und man dafür ein Permit benötigte. Laut Internet war diese Tour aber als Tagestour ausgeschrieben, und so fragte ich erst mal die Rangerin nach der Dauer dieser als besonders spektakulär beschriebenen Tour. Sie meinte dann, dass man die Tour bei guter Konstitution und genügend mitgeführten Wasser durchaus in 4 Stunden schaffen könnte. Also sofort die Wanderschuhe geschnürt und los ging es. Sabrina und Michael wollten in dieser Zeit das Zelt aufbauen und dann noch die „East Portal Road“ hinunter zum Fluss fahren. Dies soll auch ein tolles Erlebnis sein da diese Straße sehr viele Haarnadelkurven aufweist und außerdem noch ziemliches Gefälle hat. Es war dann wohl auch so grandios wie beschrieben, es gab auch noch vor einiger Zeit einen Felssturz der die Straße teilweise stark beschädigt hatte und ab dort gesperrt war.


Den "Wackes" möchte ich auch nicht auf mein Haupt kriegen!

Unsere Wanderung war eine der schönsten, auf jeden Fall die spektakulärste der ganzen Reise. Es ging gemütlich hinter dem Visitor Centor los, den „Oak Flat LoopTrail“, der noch relativ harmlos beginnt und auch ohne Permit zu laufen ist. Von diesem Trail, der durch einen Hain mit kleinwüchsigen Eichen, Aspen und Douglastannen führt und einige grandiose Aussichtspunkte aufweist, zweigt dann der unheimlich steile Weg ab. Auf schottrigem und sehr staubigem Trail geht es weiter. Mit Bedacht ist jeder Schritt zu setzen, da man immer wieder Gefahr läuft weg zu rutschen. Der Untergrund war staubtrockene Erde und darauf Schotter, der wie Kugellager wirkte. Man kam
immer wieder ins Rutschen und musste des öfteren an Wurzeln oder größeren Steinen Halt suchen.
Dann, fast in der Senkrechten, kam eine ewig lange Eisenkette an der man sich hinunter hangeln musste, immer wieder mit den Füßen nach Fixpunkten suchend um sich ab zu stützen.

Von nun an ging's bergab!

Der Gedanke, dass ich da ja auch wieder hoch muss ließ mich grausen, da es mit meiner Kraft in den Armen nicht so gut bestellt ist, und der Kraftaufwand hinauf bestimmt um ein vielfaches höher sein würde. Aber erst mal war ich dann froh unten zu sein, zu verschnaufen und die Schlucht zu genießen. Es war einfach toll! Nachdem wir eine Weile am Fluss entlang gegangen waren, (es gibt dort auch die Möglichkeit sein Zelt auf zu schlagen) die Kälte des Wassers geprüft hatten, allerdings nur vorsichtig mit den Händen, etwas ausgeruht und viel getrunken hatten, machten wir uns wieder an den Aufstieg. Baden kann man im Gunnison River wegen der starken Strömung leider nicht.


Von unten gesehen auch ganz schön bemerkenswert!

Ganz so schlimm wie ich es mir vorher vorgestellt hatte war dann der Aufstieg doch nicht. An etwas schwierigeren Passagen half mir Wolfgang mit seiner Muskelkraft. Ich benötigte nur öfters eine Pause um zu trinken, da durch den vielen Staub und die Anstrengung mein Hals dauernd wie ausgedörrt schien. Außerdem war es doch eine ganz schöne körperliche Anstrengung, auch für mich, obwohl ich durch viel Sport und Wandern fit bin. Also nur mit einer körperlichen Grundfitness sollte man bei den hohen Sommertemperaturen diese schweißtreibende Tour in Angriff nehmen. Aber irgendwann war auch der Aufstieg geschafft. Es war um 17Uhr als wir uns wieder mit Sabrina und Michael trafen. Miteinander fuhren wir dann zum „South Rim Campground“ wo schon auf einem super Platz unser Zelt stand.

Ein lauschiges Plätzchen!

Wolfgang zündete sogleich das Grillfeuer an, und nachdem wir uns des Staubes mittels Campingdusche entledigt hatten,( es gibt leider keine Duschen auf diesem CG.) konnten wir unsere Steaks und Fisch genießen.
Später kam noch eine Rangerin vorbei, die uns auf eine Veranstaltung an diesem Abend hinwies, welche wir dann auch noch besuchten. Es wurde sehr informativ über die Tiere die im Black Canyon vorkommen mittels Diavortrag aufgeklärt. Es wurden alle möglichen Tiere vorgestellt. Unter Anderem gibt es auch Bären in diesem Gebiet, weshalb man seine Lebensmittel und Kosmetikartikel unbedingt im Auto oder sogenannten Bärenboxen verwahren sollte.
Ein Tier fehlte allerdings in der Aufzählung der Rangerin, und gerade Dieses besuchte uns dann in der Nacht.
Durch ein relativ lautes Geraschel und Geschnaufe wurden Wolfgang und ich um 3 Uhr in der Nacht wach. Zuerst sehr vorsichtig, dann aber, nachdem er gesehen hatte dass es sich nicht um einen Bären handelte, machte Wolfgang energisch die Schlafkabine des Zeltes auf. Vorsichtig lugte auch ich hinaus, und was müssen wir sehen? Einen recht großen Waschbären, der es gewagt hatte aus einer Tasche eine Müsliportionstüte die wir von unseren amerikanischen Freunden noch mit auf den Weg bekommen und leider vergessen hatten, zu stehlen. Er trollte sich natürlich sofort, blieb aber auf der Straße sitzen, und fing an genüsslich das Müsli zu verspeisen. Wir beleuchteten ihn mit der Taschenlampe , was ihm anscheinend nicht so gefiel und er machte sich dann vollends davon.
Wir schauten jetzt noch mal die Tasche nach Lebensmitteln durch und nachdem wir nichts mehr fanden konnten wir wieder beruhigt in die Schlafsäcke krabbeln. Der Rest der Nacht verlief dann
ruhig. Bemerkenswert fand ich noch, dass Sabrina von der nächtlichen Aktion nichts mitbekommen hatte.
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:12   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #3
Kali
eh. AF-Fan
 
Benutzerbild von Kali
 
Registriert seit: 29.10.2005
Beiträge: 3.457
Bilder: 15
Hallo Christiane,
wie es geht schon los, ich bin dabei.
Aber sag mal wo soll ich denn sitzen bei dem Gepäck, und dann baut ihr auch noch die dritte Bank aus! Klar die Mitreisenden können ja sehen wo sie bleiben.
Fängt ja schon ganz lustig an.In den Namen "Wasch-bär" ist doch schon der Name Programm. Ich glaube mein Frau hätte in dieser und in keiner weiteren Nacht ein Auge mehr zugemacht bzw. im Zelt geschlafen.
Freu mich schon auf die nächsten Tage.
Kali ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:14   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #4
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
4.Tag
Die Nacht war heute für uns um 6.15 Uhr um und so standen wir auf und bauten das Zelt wieder ab. Dann beschlossen wir noch den „Rim Rock Trail“ zu laufen, der vom Campingplatz bis zum Visitor Center führt. Auch dort gab es wunderschöne Ausblicke in diese herrliche Schlucht und wir machten viele Fotos. Nach dem Rim Rock Trail folgte noch der „Uplands Trail“ der ein wenig durch die Buschlandschaft am Canyonrand ging. Wir hofften ein paar Tiere zu entdecken, da dieser Trail sehr wenig begangen wird, hatten aber Pech. Es war nichts Bemerkenswertes zu entdecken. Nachdem wir nun genug vom Laufen hatten stiegen wir ins Auto und fuhren noch zum Aussichtspunkt zur „Painted Wall“ Diesen hatten wir nämlich bei unserem letzten Besuch am Canyon ausgelassen, da wir zu wenig Zeit hatten. Auch dort glühten die Speicherchips des Fotoapparates.
Zufrieden fuhren wir dann nach Grand Junction zum Einkaufen und dann weiter zum „Colorado National Monument“. Dort wurden auch viele View Points angefahren und kleinere Wanderungen unternommen.

Super Aussicht!

Den „Serpent Trail“ liefen wir ein Stück von oben runter, da er uns bei der großen Hitze die an diesem Tag herrschte von unten bis rauf zu anstrengend erschien. Lohnenswert waren noch der „ Coke Ovens Trail“ und der „Window Rock Trail“. Wunderschöne kleine Trails mit herrlicher Aussicht.
Nach so viel Natur zog es uns jetzt wieder in die Stadt und wir machten ein Picknick in einem Park.
Dann suchten wir uns noch eine Bücherei, da wir noch einen Voucher für unsere Hotelübernachtung rausdrucken mussten. Nachdem dies geschehen war ging es ins „Grand Vista Hotel“ wo wir uns noch einige Zeit im Indoor Pool entspannten.
Mittlerweile plagte uns auch wieder der Hunger. Sabrina hatte in der Nähe ein „Applebee’s“ entdeckt uns so kehrten wir dort ein und genossen ein super Essen.(80$ mit Tipp für 4 Pers.) Gesättigt und zufrieden ging es dann in die kuscheligen Betten.
5.Tag
Wir schliefen etwas länger als sonst und um 8.45 Uhr ging unsere Reise weiter zum „Dinosaur National Monument“. Unterwegs ein Halt an einer Baustelle, den wir dann gleich als Essenspause nutzten da eine „Restarea“ direkt bei dem Haltepunkt lag. Nach 45 Min. ging es weiter . Da die Baustelle schon kurz vor Rangeley war, hatten wir es nicht mehr weit bis zu dem kleinem Visitor Center welches wir uns dann anschauten.
Dann war wieder Wandern angesagt. Wir hatten uns den „Harpers Corner Trail“



ausgesucht. Dieser Trail, der 2 Meilen hin und zurück geht, führt auf einen Felsvorsprung mit Blick auf die 800 Meter tiefer gelegenen Schleifen des Green River am Beginn des Whirlpool Canyons. Eine gigantische Aussicht!



Sollte man unbedingt laufen wenn man dort ist.




Es sollte aber noch ein „High Light“ folgen. Die „Echo Park Road“. Sie beginnt 25 Meilen nördlich des Visitor Centers, und ist eine anfangs steile, später größtenteils eben verlaufende Lehmpiste die hinunter in die tolle Fluss- und Canyonlandschaft des Green River führt. Dieser Weg,(13 Meilen) der nur bei trockener Witterung und mit Fahrzeugen mit größerer Bodenfreiheit befahren werden sollte, endet 700 Meter tiefer am Zusammenfluss des Green River mit dem Yampa River. Mittendrin der sogenannte „Steamboot Rock“.

Es hätte so schön dort sein können!

Ein malerisches Fleckchen Erde an dem es auch einen kleinen Campground gibt. Nicht zu empfehlen allerdings, denn so schön es dort auch aussah, wir konnten praktisch nur im Dauerlauf Fotos schießen, denn eine der schlimmsten Plagen der Campingfreunde überhaupt machte sich über uns her. Milliarden von Stechmücken der fürchterlichsten Sorte schienen nur auf uns gewartet zu haben. Wir schlugen um uns wie die Wilden, wurden aber in sekundenschnelle zig mal gestochen. Es muss eine besondere Sorte Mücken gewesen sein, denn die Stiche waren gleich schmerzhaft und selbst ich, die normalerweise selten gestochen wird, wurde von diesen Biestern geplagt. Nur schnell ins Auto, aber selbst dort hinein folgten uns einige der Plagegeister. Auf dem Weg gab es noch eine Felswand mit Hieroglyphen die sehr schön ist, aber auch die konnten wir nicht genießen wegen der Stechmücken. Um eine unangenehme Erfahrung reicher machten wir uns alsbald auf den Rückweg. Wenigstens machte das Befahren unserer ersten „Dirt Road“ einen Heidenspaß, und Michael der fahren durfte, genoss es sichtlich auch mal über eine holprige, von Steinen und Schlaglöchern übersäte Piste mit ein paar washes gespickt, zu brettern.
Oben wieder angekommen verschlechterte sich das Wetter, dunkle Wolken zogen auf und es regnete immer wieder mal. Eigentlich wollten wir ja zum Sonnenuntergang zum „Fantasy Canyon“. Die Fahrt dort hin ist anscheinend auch nur bei trockenem Wetter empfehlenswert. Wir überlegten hin und her und beschlossen auf Grund des Wetters, aber schweren Herzens, auf dieses High Light zu verzichten.
Da es auch mit Zelt bei diesem Wetter nicht so rosig aussah, fuhren wir nach Vernal zum KOA- Campground wo wir uns eine Cabin mieteten. Da es kurz mal nicht regnete ging es schnell ab in den Pool, danach noch einkaufen und es blieb dann gerade so lang trocken, dass wir uns draußen etwas kochen konnten.
Froh an diesem Tag ein festes Dach über den Kopf zu haben ging es dann bald ins Bett.
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:19   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #5
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
Hallo Kali, wir hatten auch überlegt ob wir für die lieben Mitreisenden einen Anhänger dazu mieten sollen, aber Wolfgang und ich sind ja schlank und auf der Rückbank ist noch etwas Platz. Deshalb muß es so gehen. Also zusammenrutschen, ist doch auch viel gemütlicher! Auf'm Dach ist auch noch Platz für die Frischluftfanatiker!
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:27   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #6
Kali
eh. AF-Fan
 
Benutzerbild von Kali
 
Registriert seit: 29.10.2005
Beiträge: 3.457
Bilder: 15
Zitat:
Auf'm Dach ist auch noch Platz für die Frischluftfanatiker!
Ja ja,
uns den, wie hast du geschrieben:
Zitat:
Milliarden von Stechmücken der fürchterlichsten Sorte schienen nur auf uns gewartet zu haben
auszusetzen.
Kali ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:30   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #7
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
6.Tag
Nachdem wir gut und lang geschlafen hatten, ging es erst um 8 Uhr los. Heute sollte es zum „Mirror Lake“ in den „Uinta Mountains“ gehen, Richtung Salt Lake City. Dort hatten wir auch schon einen CG. vorgebucht da wir dort eine Wanderung zum „Notch Pass“ geplant hatten. Es war wieder trockenes Wetter und so konnten wir auch die geplante Fahrt über die „Soapstone Basin Road“ in Angriff nehmen. Wieder eine Dirt Road welche wir erproben wollten. Sie sollte nicht allzu schwierig sein und für uns Dirt Road –Anfänger machbar. Wir sind dann allerdings einmal zu früh abgebogen und auf die „Wolf Creek Road“ geraten, die dann aber irgendwann in die Soapstone Basin Road mündete.


Die ersten Schaukelpartien erlebten wir hier!

Die war dann aber stellenweise schon heftiger und es gab ein enormes Geschaukel. Aber auch das meisterte Michael grinsend. Nachdem wir uns dann noch die „Provofalls“ angeschaut hatten mit den obligatorischen Fotos,


ging es so gegen Mittag auf den „Lost Creek CG.“ Wir fanden den Platz toll und richteten erst mal alles für ein Picknick her, da wir jetzt doch Hunger verspürten. Kaum hatten wir gegessen, zogen Gewitterwolken auf und wir waren froh das Zelt noch nicht aufgebaut zu haben. Jetzt kam es nämlich ganz dick. Es regnete in Strömen und das Gewitter schien kein Ende zu nehmen. Wir waren mittlerweile ins Auto geflüchtet und wollten dort das Unwetter abwarten. Da es nach ca. einer Stunde immer noch so aussah, beratschlagten wir was zu tun sei. Bei dem Wetter zu zelten macht keinen Sinn, und es sah so aus als würden uns die Regenwolken hier noch länger erhalten bleiben. Also ließen wir Campingplatz Campingplatz sein, packten alles zusammen und fuhren weiter Richtung Salt Lake City. Wir dachten wenn wir erst mal aus den Bergen raus wären, ist bestimmt auch das Wetter besser. So war es dann auch. Da als nächstes Reiseziel Park City auf dem Programm stand fuhren wir dort hin. Erst mal gingen wir shoppen, (war als Trost nötig) dann ins Visitor
Center und nach einem Campingplatz gefragt. Die nette Dame empfahl uns den „Jordanelle State Park CG.“, der auch eine sehr gute Wahl war. Mit merklich besserer Laune bauten wir jetzt bei Sonnenschein unser Zelt auf.


Hier ließ es sich aushalten.

In der Ferne konnte man noch die dunklen Gewitterwolken über den Bergen sehen.
Froh über unsere Entscheidung machten wir uns daran den Grill in Gang zu bringen, und nach einem tollen Steak- und Fischgericht machten wir noch einen Spaziergang durch diesen netten Park, dessen CG wir auch nur empfehlen können. Nur zur Vogelbrutzeit ist es ein wenig spannend dort. Wir hatten nämlich ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Schwalbenpaar hatte sich ausgerechnet das Vordach der sanitären Anlage als Nistplatz ausgesucht, fühlte sich aber von jeder Person die diese betreten wollte gestört. Mit mords Gezeter flogen die Vogeleltern samt Nachwuchs jedes Mal im Sturzflug auf die Leute zu, um im letzten Moment ab zu drehen. Haarscharf ging es immer wieder von allen Seiten am Kopf vorbei. Es war wirklich kein Vergnügen auf die Toilette oder zum Duschen zu gehen. Schützend die Hände über den Kopf haltend rannten wir jedes Mal hinein oder raus. Aber die Vögel blieben das einzige Manko auf diesem Platz.
7.Tag
Wir standen um 7 Uhr auf und mussten wieder bei leichtem Nieselregen das Zelt abbauen. Um 9 Uhr fuhren wir dann nach Park City, wo wir eine Führung durch das Olympia Gelände mitmachen wollten.
Nachdem wir uns erst ein wenig umgeschaut hatten, konnten wir die 10-Uhr-Führung mitmachen. Wir gingen erst zu einem Wasserbecken wo wir den Ski- Freestyl - Akrobaten beim Training zuschauen konnten. Wirklich spektakulär. Dann ging es noch mit dem Bus hoch zu den Skisprungschanzen. Auch dort wurde gerade ein Sommertraining absolviert.

Keine 10 Pferde würden mich hier runter kriegen!

Es war schon toll von oben an der Schanze mal zuzuschauen . Allerdings stürzte gerade als wir zuschauten einer der jungen Männer ab. Es sah aber schlimmer aus als es war, denn nach einer Weile konnte er selbstständig wieder aufstehen und gehen.
Nach dieser interessanten Führung sind wir noch shoppen gegangen, und dann über eine Dirt Road zur 190ziger nach Salt Lake City gefahren. Wir schauten uns den Tempel an und da gerade der 8.8.08 war, waren dort eine Menge Hochzeitspaare. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Überall Brautpaare mit Anhang und Fotografen. Unglaublich!

Der Tempel und Hochzeitswahn(sinn)

Nachdem wir genug Hochzeitsgesellschaften besichtigt hatten, besuchten wir noch das Capitol von Salt Lake City und begaben uns dann auf die Suche nach dem CG. den wir auch schon vorgebucht hatten. Der CG. hieß „Pony-Express“ und war recht neu und demzufolge recht schwierig zu finden.
Als wir nach langem Suchen und Nachfragen endlich fündig wurden, (auch Teile der Straße waren neu und deshalb nicht per Navi zu finden) bezogen wir sogleich die Cabin und begaben uns unverzüglich in den Pool. Wir genossen noch den warmen Sommerabend im Wasser und beim anschließendem Abendessen.
Vorher gab es aber noch ein Erlebnis über das wir noch den ganzen Abend lachen mussten. Während Wolfgang vor der Hütte mit dem Kochen anfing, gingen plötzlich alle Rasensprenger los, und Wolfgang und das Essen bekamen eine unfreiwilligen Dusche ab. So schnell er konnte nahm er sämtliche Gefäße deren er habhaft werden konnte und stülpte sie über die einzelnen „Duschköpfe“.
Er fand das gar nicht so lustig, aber wie er da so nass vor uns stand als wir aus dem Pool kamen, es war einfach köstlich. Warum die Dinger am frühen Abend losgingen und nicht über Nacht, war uns auch ein Rätsel.
Nach dieser unfreiwilligen Dusche und den anschließenden Aufräumarbeiten zog es sich noch ein wenig hin mit dem Essen und so beschlossen wir noch Wäsche zu waschen. Als wir die Wäsche wieder versorgt hatten surften wir noch im Internet. Mit Klimaanlage lag auch eine angenehme Nacht vor uns und so ging es dann auch bald ins Bett.
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2008, 10:43   Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren Beitrag #8
Keilusa
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Keilusa
 
Registriert seit: 14.04.2007
Ort: Niederstotzingen
Beiträge: 872
Bilder: 115
8.Tag
Wieder einmal mit Klimaanlage in einem richtigen Bett zu schlafen genossen wir richtig, und so haben wir hervorragend bis um 8Uhr geschlafen. Ein schnelles Frühstück mit Müsli und schon ging es weiter zur „Antelope Island“.


Die für mich einzig schöne Ecke der Insel.

Wir fanden diese Insel im Salzsee aber nicht so berauschend. Es war ziemlich heiß dort und alles grau in grau. Ich denke, dass es im Frühjahr wesentlich schöner dort ist wenn einige Pflanzen blühen und die Gräser grüner sind . Tiere waren auch Mangelware dort, und so sehr wir auch mit dem Fernglas schauten, außer ein paar Vögeln war nichts zu entdecken. Wir schauten uns noch das Visitor Center an, und machten eine Rundfahrt auf der Insel. Nur öde Landschaft. Wir beschlossen dann uns auf den Weg zum „ Bear Lake“ zu machen. Dort angekommen suchten wir nach einem CG. Auch dort ein wenig Enttäuschung, es war ziemlich kahl dort und die Campingplätze sahen auch alles Andere als einladend aus. Einzig der See selbst war eine Augenweide, da er im schönsten Blau schimmerte. Garden City, der glaube ich einzig größere Ort, war ein richtiger „Touri-Ort“, wo eine Menge los war. Wir fühlten uns aber dort nicht so wohl und wollten doch einen CG. in einer etwas ruhigeren Gegend. Wir fuhren dann den See entlang bis wir endlich den letzten oder vorletzten CG. einigermaßen in Ordnung fanden. Das Zelt war schnell aufgebaut, Sabrina und Michael hatten da schon tolle Routine, als es schon wieder anfing zu regnen. Zwar tröpfelte es nur, aber es kam ein unangenehmer Wind auf, und Wolfgang der sich abmühte ein Grillfeuer zu entfachen, tat sich sichtlich schwer. Irgendwann hörte es auf zu regnen und es gelang uns unsere Steaks zu brutzeln. Nach dem Essen gingen, das heißt fuhren wir noch bis zum Wasser um zu baden. Der Strand war riesig, und alle fuhren, obwohl der CG. direkt am Strand war, bis ans Wasser. Also wollten auch wir es mal so machen wie alle hier. Es machte richtig Spaß so am Strand entlang zu cruisen.

Da kam Freude auf!

Das Baden beschränkte sich dann darauf nur bis zu den Knien ins Wasser zu gehen und am Rand entlang zu laufen. Der Campingplatzbetreiber war nämlich ein richtiger Abzocker, denn er verlangte für Poolbenutzung oder Duschen horrende Summen. Nicht mal Händewaschen nach dem Toilettengang war umsonst. Dem wollten wir natürlich keinen Cent in den gierigen Rachen werfen. Wir waren Gott sei Dank nur für eine Nacht dort, die dann auch noch der reinste Horror wurde. Nach einem eigentlich herrlichem Sonnenuntergang den wir wieder am Strand genossen, ging es bald ins Zelt auf die Matte.

Wer hätte gedacht das nach so einem Abend eine fürchterliche Nacht folgen sollte!

Es fing dann nämlich wieder an zu regnen und zwar ziemlich heftig. Die halbe Nacht hörten wir den Regen auf unser Zelt prasseln und als es endlich aufhörte, kam ein Sturm auf das wir dachten das Zelt fliegt über uns davon.
9. Tag
Um 5 Uhr morgens, es wurde ein wenig ruhiger, standen wir auf, da das Zelt durch den Sturm wieder einigermaßen trocken war. Wir beschlossen schnell ab zu bauen, denn die Wolken über uns verhießen noch mehr Regen. Gesagt getan, um 6 Uhr hatten wir wieder alles im Auto und weg ging es von diesem ungastlichem Ort. Los ging es Richtung „Grand Teton“. In Jackson Hole sind wir dann erst mal ins Visitor Center gegangen um nach einer Möglichkeit für ein gutes Frühstück zu schauen. Wir haben dann auch eine tolle Lokalität gefunden. Im Vorbeifahren hatte ich schon eine Menschenschlange vor einem Lokal bemerkt. Dies war dann auch das Lokal, welches wir uns rausgesucht hatten, und es war eine super Wahl. Die „Bakery“ nannte sich „Bummery“ und kann ich nur weiterempfehlen.

Hmm, lecker!

Nach diesem hervorragendem Mahl fuhren wir in den „Teton“ und checkten auf dem vorgebuchten CG. ein. Wir hatten dort eine sogenannte „Tentcabin“ gebucht, die aus festen Holzwänden mit Zeltdach bestehen sollte. Es waren aber nur zwei Wände aus Holz und die ganze Konstruktion war recht primitiv gestaltet. Ein verrosteter „Bullerofen“ komplettierte mit einem Regal und zwei Stockbetten die Einrichtung.

Schön ist was Anderes!

Na ja, unser Zelt bot fast mehr Schutz vor ungebetenen Eindringlingen. Aber was soll’s, wir packten die nötigsten Sachen aus, auch unser Zelt, da wir es noch mal, weil noch ein wenig feucht, in die Sonne hängen wollten.
Danach sind Wolfgang und ich noch einen Trail gelaufen, zum „String Lake“ und zum „Leigh Lake“. Eine schöne Wanderung, die allerdings recht zügig von uns absolviert wurde da für den Abend noch ein besonderes Vergnügen für uns anstand. Wir hatten einen „Float Trip“ auf dem „Snake River“ gebucht, der ca. zwei Stunden dauern sollte. Da in der Morgendämmerung und abends am meisten Tiere zu beobachten sind, hatten wir uns für die abendliche Tour entschieden. Pünktlich waren wir an dem verabredeten Treffpunkt, als es wieder anfing zu regnen. Wir verzogen uns ins Auto, da von der veranstaltenden Firma noch niemand zu sehen war. Nach einer Weile kamen immer mehr Leute, und einige telefonierten. Es kam dann eine Frau zu uns und fragte mit welcher Gesellschaft wir denn gebucht hätten, da ihr Trip wegen des Regens abgesagt wurde. Es stellte sich heraus, dass wir bei einer anderen Firma gebucht hatten, aber immer noch war niemand zu sehen. Wir hatten schon die größten Bedenken das unsere Tour auch abgesagt würde und schauten immer wieder skeptisch zum Himmel. Nach einer Weile kam dann aber ein Kleinbus mit einem riesigem Schlauchboot im Schlepptau, und ein netter junger Mann fragte die Namen der Teilnehmer ab. Es sagte dann, dass der Trip stattfinden würde, man wollte nur noch ein wenig warten bis sich die dunkle Wolke verzogen hätte. Es wurde dann auch tatsächlich besser mit dem Wetter, und die Leute dessen Tour abgesagt wurde, durften dann noch bei uns mitfahren. Ich fand das toll wie unbürokratisch so was doch in den USA gehandhabt wird. Bei uns wäre so was bestimmt nicht möglich.
Als wir dann alle im Bus waren ging es los bis zu einer Stelle wo man das Boot gut zu Wasser lassen konnte. Wir bekamen alle Schwimmwesten verpasst und die dazugehörigen Verhaltensmaßregeln für Unfälle. Mit Humor und einer sehr lockeren Stimmung ging es dann los. Immer wieder machte der junge Mann, der das Boot ganz allein manövrierte, uns auf die Tiere die es an beiden Ufern zu sehen gab aufmerksam.



Wir sahen sehr viele Biber und Weißkopfseeadler.



Dann wieder Hirsche, die in aller Seelenruhe ästen. Der Höhepunkt der Tour waren aber die Elche die sich am Rand in ziemlich hohen Gestrüpp versteckten. Man konnte sie kaum sehen, riesige, fast schwarze Köpfe lugten aus den Gräsern hervor. Und dann waren wir auch schon wieder vorbei. Die hätten wir gerne noch etwas länger beobachtet. Es war eine grandiose Tour, die unheimlich viel Spaß gemacht hat, und ich kann jedem ans Herz legen so etwas auch mal mit zu machen wenn man viele Tiere sehen will. Auch den „Grand Teton „ vom Wasser aus zu sehen ist schon klasse. Wir konnten gar nicht aufhören zu fotografieren. Die 2 Stunden waren dann ein wunderschöner Abschluss dieses Tages. Zwar etwas durchgefroren, (warme Kleidung ist empfehlenswert, man bekommt aber auch eine Decke) aber zufrieden kamen wir wieder bei unserer Cabin an. Da wir schon kurz vor dem Float Trip ein Picknick gemacht hatten, brauchten uns jetzt nicht mehr ums Essen kümmern und konnten gleich ins Bett sinken. Ein wirklich gelungener Tag ging zu Ende.
Keilusa ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Zurück   Amerika-Forum.de > USA Reisen > Reiseberichte USA

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen zu Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Von Seattle zu den Geysiren - USA/Kanada Tour 2008
Von Seattle zu den Geysiren - USA/Kanada Tour 2008: Hallo Leute, da wir gerade im Motel ein...
Richie Reiseberichte USA 123 26.07.2008 19:03
Sehenswertes zwischen San Francisco und LA?
Sehenswertes zwischen San Francisco und LA?: Hallo zusammen, wir fliegen drei Wochen nach...
steff517 Routenplanung USA 4 23.07.2008 19:12
Teilstück zwischen SFO und LA
Teilstück zwischen SFO und LA: Hallo! Kann mir jemand Tips geben für das teil...
klaus1 Allgemeine USA Reisefragen 4 23.05.2008 06:58
Zwischen NY und Miami
Zwischen NY und Miami: Hallo Zusammen, wir plane im Sommer den...
Huuu Routenplanung USA 30 08.04.2008 11:52
Zeit zwischen 2 B1 Visa???
Zeit zwischen 2 B1 Visa???: Hallo! Ich möchte ein B1 Visum für 5 Monate...
chrysostomos USA: Visa und Einreise 2 11.06.2005 19:16

Weitere Themen von Keilusa
Thema Datum Forum Antworten Letzter Beitrag
Südwesten + Colorado 06
Südwesten + Colorado 06: Mit 5 Erwachsenen starteten wir in Los Angeles...
20.04.2007 Reiseberichte USA 39 23.02.2009 22:32
Marlena hat Geburtstag
Marlena hat Geburtstag: Hallo Marlena, zum Geburtstag die...
31.08.2008 Glückwünsche und Mitgliedertreffen in den USA 27 11.09.2008 02:31
Mini-Miitgliedertreffen München 08
Mini-Miitgliedertreffen München 08: Die glorreichen Sieben auf Achse, oder wie die...
21.06.2008 Glückwünsche und Mitgliedertreffen in den USA 13 30.06.2008 12:27
6000er Marke genackt
6000er Marke genackt: Hallo Leute, mit dem 6001sten Benutzer sind wir...
17.02.2008 Neue Mitglieder 22 29.05.2008 22:52
Meeting im Yellowstone
Meeting im Yellowstone: Hallo liebe USA-Fans, am 10.8 +11.8. befinden...
08.04.2008 Allgemeine USA Reisefragen 4 09.04.2008 20:37

Andere Themen im Forum Reiseberichte USA
Thema Datum Autor Antworten Letzter Beitrag
US Road Trip 2008 - Was lange währt...
US Road Trip 2008 - Was lange währt...: http://img502.imageshack.us/img502/6631/rblogoklea...
18.09.2008 Hannibal 129 15.04.2012 14:37
der blanke Horror...
der blanke Horror...: Hallo liebe US-Reisefreunde! Hier ein kleiner...
16.09.2008 Sitka 14 28.10.2008 11:49
Rundreise USA Westen im Januar
Rundreise USA Westen im Januar: Hallo zusammen, wir haben schon einige...
15.09.2008 oMariao 8 07.10.2008 15:08
Nordwesten 2008 Doris&Sigi unterwegs
Nordwesten 2008 Doris&Sigi unterwegs: Hallo zusammen, eben in Denver angekommen...
14.09.2008 baerli35 16 27.09.2008 07:25
Nordwestreise von San Francisco nach Denver
Nordwestreise von San Francisco nach Denver: Hallo zusammen, nun ist unser USA-Urlaub...
18.09.2008 USAFanny 0 18.09.2008 18:43

Powered by vBadvanced CMPS v3.2.1

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 15:32 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, vBulletin Solutions, Inc.
Sie betrachten gerade Unforgettable Journey - Zwischen Bisons, Elchen und Geysiren.

SEO by vBSEO 3.2.0 ©2008, Crawlability, Inc.