Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011

  1. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #17
    alemana
    @rower2000, wirklich schoener Bericht und Bilder von Eurem Urlaub! Dawson City und Skagway stehen u.a. auch noch auf unserer Zielliste. Habt Ihr denn in Dawson City einen sour toe cocktail getrunken? Wuensche Euch noch viel Spass im restlichen Urlaub!

  2. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #18
    rower2000
    Zitat Zitat von alemana Beitrag anzeigen
    @rower2000, wirklich schoener Bericht und Bilder von Eurem Urlaub! Dawson City und Skagway stehen u.a. auch noch auf unserer Zielliste. Habt Ihr denn in Dawson City einen sour toe cocktail getrunken? Wuensche Euch noch viel Spass im restlichen Urlaub!
    Danke . Auf den Sauerzehen-Cocktail haben wir dankend verzichtet . Wenn du einen trinkst kannst du ja erzählen wie er geschmeckt hat...

  3. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #19
    rower2000
    5. Tag: Dawson City - Top of the World Highway - Tok

    Nun heißt es schon wieder Abschied nehmen von Dawson City, dem Yukon-Territorium und Kanada. Wir wollten relativ früh aufbrechen und gingen gegen 7:45 h zum Frühstück. Aus dem frühen Aufbruch wurde leider nix, da der Service heute seinen langsamen Tag hatte: sieben besetzte Tische, zwei vollwertige Kellner und eine Aushilfe zum Servieren und Abräumen waren im Dienst, für zwei Rühreier, einen Bagel mit cream cheese und eine Portion Toast mit Preserves sowie zwei Gläser OJ saßen wir insgesamt 1:20 h im Restaurant . Naja, das war dann das erste Mal wo ich das Trinkgeld auf unter 15% runtergeschraubt habe...

    Schließlich im Auto angekommen ging's mit einer Fähre über den Yukon River rüber zum unbefestigten Top of the World Highway. Nun zahlte sich die Anmietung in Whitehorse aus, da der Vermieter die Fahrt auf unbefestigten Straßen ausdrücklich erlaubt . Wir hatten Glück, die Schlange an der Fähre war relativ kurz und wir konnten schon mit der ersten Fähre mitfahren, für Womos ging's etwas länger da von diesen logischerweise nicht so viele draufpassen.


    Auf der Fähre.

    Nach einigen Kurskorrekturen um die Strömung des Yukon auszugleichen kamen wir gut auf der anderen Seite an und konnten uns auf den TotW-Highway freuen. Ein Fotostopp jagte hier den nächsten, eine Aussicht war schöner als die vorherige und man kam kaum mehr zum Fahren weil man schon wieder ein Foto machen wollte...










    Diese Bilder sollten den Namen des Highways erklären .

    Schließlich tauchte die US-kanadische Grenzstation vor uns auf. Ein etwas gelangweilter Latino-Immigration-Officer stellte uns die üblichen Fragen:
    What are you doing in the US? When are you leaving? Where are you leaving from? Where are you leaving to? You're husband and wife? No? Boyfriend? Perfect. Any veggies or fruit? Perfect. Ratatsch bekamen wir ein Karibu mit Unterschrift Poker Creek, Alaska in den Pass gestempelt, da wir ja unser VWP schon in Skagway bewilligt bekamen. Hinter der Grenze wird der Straßenzustand deutlich schlechter: auf der kanadischen Seite ist ein guter chip seal-Untergrund, während es auf US-Seite einfach eine dirt road ist. Zu guter Letzt begann es kurz vor dem kleinen Örtchen Chicken auch noch zu schütten, sodass wir recht froh um unser Allrad-Gefährt waren - die Straße war doch recht rutschig.


    Direkt nach der Grenze.


    Noch bei Sonnenschein...

    Im Regen waren die Fotomotive leider nicht mehr so toll, sodass ich davon keine schönen Bilder habe.

    In Chicken, das so benannt wurde weil sich die miners damals nicht erinnern konnten wie man Ptarmigan schreibt, gab's dann einen SEHR leckeren Burger im Café eines RV-Parks der auch sled dog rides anbietet.



    Nach Chicken ist der Highway dann schließlich wieder asphaltiert, sodass die Fahrerei bis zur Kreuzung mit dem Alaska Highway problemlos vonstattenging. Kurz vor Tok klarte es Gott sei Dank wieder auf, sodass wir noch einen schönen Nachmittag da verbringen konnten .


    Settlements of equal importance .

    In Tok angekommen bezogen wir die schönste Unterkunft die wir in Alaska hatten - eine Cabin der Caribou Cabins. Im Wald etwas südlich von der Hauptstraße gelegen ist es sehr ruhig, die Cabin ist riesig mit einem Queen Bed im Hauptraum, Jacuzzi, einem 1. Stock mit einem weiteren Queen Bed und einer Couch, Badezimmer, etc. Ein continental breakfast mit einer ungewöhnlich großen Brotauswahl, cereals, Säften und Früchten stand im Haupthaus bereit. Kann die Unterkunft sehr empfehlen!


    Unsere Cabin.


    Haus der Besitzer mit Frühstücksraum.

    Abends ging's dann zu erst zu einem Three Bears Grocery Store, um uns für die kommenden Tage in McCarthy mit Frühstücksfutter einzudecken und dann zu einem leckeren Abendessen (Sandwich mit all-you-can-eat Salatbuffet bei Fast Eddy's). Dann hieß es auch schon wieder "ab in die Falle" um am nächsten Tag ausgeschlafen die verhältnismäßig lange Strecke nach McCarthy anzugehen.

    Gute Nacht,
    Sigi

  4. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #20
    alemana
    Zitat Zitat von rower2000 Beitrag anzeigen
    Danke . Auf den Sauerzehen-Cocktail haben wir dankend verzichtet . Wenn du einen trinkst kannst du ja erzählen wie er geschmeckt hat...
    Ich hab schon vor, den zu trinken, wenn wir es dann mal irgendwann dorthin schaffen. Mal sehen, wann das endlich mal hinhaut. Naechstes Jahr sieht schlecht aus, da wir eigentlich endlich mal wieder nach D. fliegen wollen.

  5. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #21
    kupfi
    Freue mich, dass mal wieder einen schönen Reisebericht gibt, ich freue mich schon auf die Fortsetzung, hab genug zum Lesen, da ich nach eine OP noch Zuhause auf dem Sofa liegen muss.
    Kupfi

  6. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #22
    alemana
    @rower, wann kommt denn die Fortsetzung? Ich wuerde gerne noch mehr ueber Eure Reise lesen und noch mehr Bilder sehen.

  7. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #23
    rower2000
    Zitat Zitat von alemana Beitrag anzeigen
    @rower, wann kommt denn die Fortsetzung? Ich wuerde gerne noch mehr ueber Eure Reise lesen und noch mehr Bilder sehen.
    Bald . Hab das Wochenende mti Türabschleifen und Lackieren verbracht , hätte lieber hier geschrieben .

  8. Glaciers, Gold, and Grizzlies galore: Yukon - Alaska 2011 #24
    rower2000
    5. Tag: Tok - McCarthy

    Sorry für die Verspätung meine lieben Mitfahrer. Jetzt geht's aber weiter . Morgens holt uns der Wecker aus unseren süßen Träumen, das erste Geräusch das wir danach hören war so ein komisches Prasseln. Das sollte doch nicht etwa Regen auf dem Cabin-Dach sein, oder? Das darf nämlich nicht sein!!!!!! Leider interessiert sich der Wettergott herzlich wenig für unsere Vorschriften bezüglich des Wetters, und natürlich war die erste Eingebung bezüglich der Interpretation dieser Geräusche die Richtige. Bääääh, da will man ja gar nicht aus den Federn :P. Aber was soll's, man hat ja eine längere Strecke zu fahren, also hilft es ja nix. Koffer schnell wieder einpacken, ab zum Frühstück im Haupthaus: erste Freude ist da. Schön große Auswahl an Toast- und Bagelsorten, Aufstrichen, Säften, Heißgetränken, Müsli und - für die die's mögen - sogar Eier-Omelette-Sandwiches zum Aufwärmen in der Mikrowelle. Hervorragende Unterkunft, die Beste auf unserer Reise, und das gerade mal für 145$ inkl. Frühstück - echt günstig für Alaska!

    Kurz darauf ging's los über den verregneten Tok-Cutoff-Highway Richtung Glennallen. Die scenic viewpoints auf der Strecke haben wir leider auslassen müssen, weil komplett nebelgraue Fotos sind halt dann doch nicht soooooooooo interessant . In Copper Center ging's kurz zum Wrangell St Elias NP Visitor Center, um uns über die Straße nach McCarthy zu erkundigen - die Antwort war nicht sehr aufmunternd: "I haven't heard anything tooooooooooooooooooooo terrible." Aber OK, Mut zum Risiko.

    Nach einem kurzen Mittagessenstopp in Copper Center hörte es schließlich am Abzweig zum Edgerton Highway endlich auf zu schütten. Schließlich kamen wir in Chitina an - einem EXTREM heruntergekommenen Kaff mit windschiefen Hütten und herumstehendem Gerümpel :P. Warum konnten unerfahrene Stampeders 1898 gute Cabins bauen, und heute stehen hier so billig aus Brettern gezimmerte shacks herum? Wie auch immer, Tank auffüllen und los ging's auf die McCarthy Road - bye bye pavement! Die Straße ist einfach die umfunktionierte ehemalige Trasse der Eisenbahn von Kennicott nach Cordova. Wie auch immer, endlich gab's Fotowetter .


    Mystische Nebellandschaft.


    Copper River von der McCarthy Road aus gesehen - direkt hinter Chitina.


    Alte Eisenbahnbrücke - nun eine Straßenbrücke. 100 m hoch und ca. 1 Auto plus 20 cm breit. Nicht mehr so furchterregend wie bis 1988, als keine Leitplanken installiert waren...

    Plötzlich ging's um ne Kurve und das Auto benahm sich wie auf Schnee. Also runter vom Gas und diese Aussicht bewundern:

    3 bis 5 cm Hagelsteine auf dem Boden! Gut dass es nur ca. 200 m so aussah, sonst wäre die Fahrt wohl etwas länger gegangen . Entlang von hübschen Seen und Wiesen ging es weiter auf McCarthy zu (Fotos gibt's bei der Rückfahrt - besseres Wetter ), bis wir drei Meilen vor dem Straßenende bei unserer Unterkunft ankamen - Vorteil: man kann mit dem Auto hinfahren, nach McCarthy selbst geht das nicht, nur zu Fuß und mit Hotelshuttles. Das Auto sah inzwischen so aus:

    Wie schon bei den letzten Cabins gab's den Schlüssel in einem Kuvert, da die Chefs in McCarthy waren - unsere Cabin ist im Hintergrund des Fotos. Riesengroß, komplett eingerichtete Küche, riesiges Badezimmer, Elektrizität aus einer großen PV-Anlage, separates Schlafzimmer, was will man mehr . Luxus in der Wildnis!

    Nach einer kurzen Dusche - es war mittlerweile 16 Uhr geworden - fuhren wir schnell nach McCarthy. Am Ende der Straße gibt's zwei Parkplätze: einen ca. 500 m von der Fußgängerbrücke Richtung Ort entfernt und gratis tagsüber, und einen direkt an der Brücke - 5$ pro Tag, die wir uns gespart haben... McCarthy ist nochmal ca. eine halbe Meile Fußmarsch von der Brücke entfernt. Um die "Stadt" zu besichtigen braucht man ca. 5 bis 10 min, ein paar heruntergekommene Häuser und ein paar Renovierte, ein general store, eine Kneipe, ein Restaurant und das war's:

    Ehemalige Bahnstation von McCarthy.


    Hotel im Ort.

    Abendessen gab es dann im Golden Saloon - die Burger waren gut, die Fritten aber lasch und mit dem Tischabputzen hatten sie's auch nicht so. Um nur was zu trinken und ne Runde zu billarden ist's aber ne tolle Atmosphäre.

    Dann ging's nur noch zurück zum Auto und ab in die Heia. Und morgen gibt's nen relativ kurzen Hike und eine historische Tour.

    LG und gute Nacht,
    Sigi

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