3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
Diskutiere 3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota im Reiseberichte USA Forum im Bereich USA Reisen; Freitag 06.05. und Samstag 07.05.: Los geht’s!
Um 15 Uhr hetze ich aus dem Buero, wie immer muss ich am Abflugtag noch arbeiten.
Wie gestern erst
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20.06.2011, 23:53
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#49
So, es geht wieder weiter:
Montag, 16.05.: Abschied vom Yellowstone und weiter in Richtung Cody, Sheridan

Heute heißt es Abschied nehmen vom Yellowstone Park. Wir hatten Superglück mit dem Wetter, viel Sonne und auch viel Schnee in den höheren Lagen.
Da der East Entrance/Exit nach wie vor geschlossen ist, müssen wir den Park durch den Nordeast Exit verlassen, dann die US 212 in Richtung Cook City und anschliessend auf die US 296 nach Cody (Chief Joseph Scenic Highway).
Aber zunächst geht es noch quer durch den kompletten Yellowstone Park. Das wollen wir eigentlich schnell hinter uns bringen, aber – kurz hinter dem Roaring Mountain allgemeines Verkehrschaos!
Was das bedeutet wissen wir ja nun schon: Bär in Sicht.

Aber der Grizzly zeigt uns nur die kalte Schulter, wir sind ein paar Minuten zu spät gekommen. Ein bis zwei Kilometer weiter, Verkehrschaos! Wir sehen den Bären weit entfernt, wenn wir wieder anhalten kommen wir hier heute nicht mehr weiter … er war auch ziemlich weit weg.
Ca. 10 km hinter Tower-Roosevelt: Verkehrschaos!

Ja, das ist ein Bär, aber sehr weit weg, ich weiß. Und nochmal 10 km weiter der vierte Bär für heute! Das waren drei Grizzlies und ein Schwarzbär. Und dabei wollten wir nur schnell durch den Park
.
Beim Verlassen des Parks durch den Northeast Entrance ist wieder viel Schnee angesagt.


Und hinter Cook City herrschen wieder perfekte Skiverhältnisse. Ski und Rodel gut auf der US 212 würde man im Wetterbericht sagen.


Bei zumeist bewölktem Wetter fahren wir über den Chief Joseph Scenic Highway wieder in Richtung Süden.

Gegen 14:00 kommen wir in Cody an, wo wir im Irma Hotel zu Mittag essen und anschließend das Buffalo Bill Historic Center besuchen. Das Museum ist sehr gut aufgemacht, wir sind immer wieder überrascht: Ist z.B. diese Bärenkrallenkette nicht beeindruckend?


Wir haben in Sheridan das Motel bereits gebucht und so müssen wir weiter, tja heute ist Fahrtag.
Wir wollen über Lovell und den Bighorn Canyon nach Sheridan. Kurz hinter Lovell sehe ich noch das Schild: „Road closed in 20 miles“. Na super! Wir drehen um, müssen nach Greybull und von dort über die US14 durch die Bighorn Mountains nach Sheridan. Und wieder geht es hoch, bis auf 9033 Fuß am Granite Pass.


Wir hatten schon reserviert im Wingate by Wynards, ein recht schönes Motel außerhalb Sheridans. Da es schon spät ist und wir relativ erledigt sind gibt es nur noch Bier und Fingerfood (fried cheese, fried veggies, fried chicken, fried everything) im Sheridan Beaver Inn. Aber was will man mehr, es gab Bier, gute Musik und die anderen Gäste sahen mindestens so fertig aus wie wir, obwohl sie wohl keine 360 Meilen hinter sich hatten
.
Gefahrene Meilen: 361
Übernachtung: Wingate by Wynards, Sheridan
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21.06.2011, 00:03
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#50
wirklich ganz prima Bilder. -Ich beneide euch um all die bear sightings.
Ich habe im Yellowstone noch nie einen Baeren gesehen. Ihr habt da wirklich die bestes Jahreszeit ausgesucht. Die sind bestimmt erst vor nicht langer Zeit aus dem Winterschlaf aufgewacht und wollen sich vollfressen. Muss wirklich mal planen im spaeten Fruehjahr hinzufahren.
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24.06.2011, 21:21
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#51
Bilder hochladen geht wieder, dann geht es hier weiter:
Dienstag, 17.05.: Sheridan – Devils Tower – Deadwood
Heute werden wir gemütlich ausschlafen, das Wetter ist dafür genau richtig, danach eine Stadtbesichtigung in Sheridan vornehmen, später dann zum Devils Tower und gegen Abend in Deadwood, der Cowboy-Stadt eintreffen.

Es regnet in Strömen, als wir ins Auto steigen, also fahren wir zu Walmart. Walmart ist bei Regen immer gut. Es ist immer wieder total toll, durch die Supermärkte in den USA zu schlendern, zu dumm, dass danach alles ins Auto passen muss.
Wir sehen uns zurück nach der Zeit, als wir in den USA lebten, und dann immer einmal pro Woche Großeinkauf gemacht wurde. Lang ist es her, vielleicht wird es ja mal wieder. Wir bekommen fast alles bei Walmart, was wir brauchen, außer Bier. Das ist uns in den letzten Tagen gar nicht aufgefallen, dass es scheinbar in WY im Supermarkt kein Bier gibt.
Wir kommen zurück zum Auto und es regnet immer noch. Auch das „Historic Sheridan Inn“ sieht nicht so aus, als ob wir es unbedingt von innen sehen müssten. Also zu King’s Saddlery and Ropes (inkl. Western Museum).
Es gibt eine Unmenge an Sätteln zu sehen, und auch viel Informationen zur Geschichte des Rodeos. Alles was man braucht fürs Pferd. Wir haben kein Pferd, und somit halten wir uns nicht extrem lang im Shop auf. Am witzigsten fanden wir die Seile in Baby blau und rosa. Ich stelle mir gerade vor, wie hier in Brasilien einer mit seinem rosa Seil sein Pferd festbindet
.




Weiter fahren wir zum Devils Tower. Mittagessen gibt es unterwegs bei Taco Bells. War Taco Bells früher besser oder waren wir anspruchsloser?
Gegen 16:00 Uhr sind wir beim Devils Tower. Der Monolith ist etwa 265 Meter hoch und hat einen Durchmesser von fast 150 Metern.
Nach Indianer Mythen haben riesige Bären eine Gruppe Indianermädchen verfolgt, die sich auf einen Fels flüchteten. Auf das Flehen der Mädchen hin wuchs der Fels und die Bären schlugen mit ihren Krallen die überdimensionalen Furchen in den Fels.
Steven Spielberg ließ hier am Devils Tower in seinem Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ die Raumschiffe der Außerirdischen landen.
Wissenschaftler sagen, er sei 40 Mio Jahre alt und aus dem Gestein Phonolith in porphyrischem Gefüge zusammengesetzt wobei in die Falten aufsteigendes Magma langsam auskühlte.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Indianer da lieber an die sieben Mädels glaubten … ach ja, Prärie-Dogs gab es auch.



Um 18:00 Uhr erreichen wir Deadwood. Eine ehemalige Westernstadt, die durch eine Fernsehserie wieder bekannt wurde und in der sich nun Spielcasinos, die im Western Look gestaltet sind, aneinanderreihen.
Früher trieb mal Wild Bill Hickok hier sein Unwesen und wurde auch hier beim Kartenspielen erschossen. Wir bleiben im Holiday Inn Express, das direkt an der Hauptstraße liegt und auch ein Spielcasino beherbergt.
Zum Abendessen waren wir im Miner’s Den Steakhouse und das war wider erwarten sehr empfehlenswert. Im Untergeschoss eines Casinos (wo sonst) gelegen, aber die Ribs waren weltklasse, das Steak der Göttergattin war zart und das Fat Tire Ale war eiskalt!




Gefahrene Meilen: 246
Übernachtung: Holiday Inn Express, Deadwood
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25.06.2011, 08:00
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#52
Hallo Norbert,
vielen Dank für deinen super interessanten Bericht. Für mich eine völlig neue Gegend in den Staaten und dein Bericht macht richtig Lust darauf! Tolle Bilder!
Thanx,
Mr. White
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25.06.2011, 10:23
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#53
Wart Ihr in Deadwood gar nicht in dem Kevin (Costner) seiner Sportsbar?
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25.06.2011, 11:11
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#54
Hallo Mr White,
danke und schoen, dass Dir der Bericht gefaellt
Vanillekeks,
nein, wusste gar nicht, dass es die gibt. Wir waren am Abend im Saloon Nr 10.
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25.06.2011, 12:11
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#55
Hallo Norbert, das positive am Wetter ist, dass ihr wohl deshalb sooo viele Bären gesehen hat. Trotzdem bin ich ganz froh, dass wir die Tour im September gemacht haben. Bin schon gespannt, wie es bei euch weiter geht.
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25.06.2011, 15:20
3 Wochen Colorado, Wyoming, South Dakota
#56
So, festhalten und Regenjacken zuschnüren! Weiter geht’s!
Mittwoch, 18.05.: Deadwood – Spearfish Canyon – High Plains Western Heritage Center – Mount Rushmore – Iron Mountain Road (Custer State Park) – Custer

Ja, wie bereits geschrieben, waren wir gestern Abend noch im Saloon Nr. 10. Der Saloon Nr. 10 ist dadurch berühmt, dass dort der Westernheld Wild Bill Hickok 1876 erschossen worden sein soll. Aber: Der Original Saloon Nr. 10 brannte beim Stadtbrand 1879, also drei Jahre später, komplett ab.
Seit 1938 ist der neue Saloon Nr. 10 an seinem jetzigen Platz. Er ist auf alle Fälle sehr urig eingerichtet und man kann sich in etwa vorstellen, wie es dort vor gut 140 Jahren ausgesehen haben mag.


So, zurück zum 18.05. - wir dürfen wieder ausschlafen. Es ist etwas später geworden im Saloon und das Wetter ist nach wie vor trüb.
Nach dem Frühstück im Hotel und einem Morgenrundgang durch die Stadt holen wir das Auto aus der Parkgarage, die wegen Umbau des Hotelparkplatzes vom Hotel bezahlt wurde, und verfrachten unser Gepäck ins Auto.
Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Spearfish Canyon. Der Spearfish Canyon ist eine enge Schlucht, die der Spearfish Creek in den Fels gegraben hat. Ach ja, mit Deadwood und Spearfish sind wir mittlerweile in South Dakota angekommen. Der Spearfish Canyon Scenic Byway führt entlang des Creeks durch die Schlucht. Eine nette Fahrt, aber es war wohl noch etwas zu früh im Jahr, die Bäume haben gerade erst angefangen, auszutreiben. Beim kurzen Halt an einem Parkplatz sehen wir, dass der Biber (wahrscheinlich ein anderer
) auch hier schon wieder zugeschlagen hat.


In Spearfish machen wir einen kurzen Abstecher ins High Plains Western Heritage Center. Das neu gebaute Museum liegt am Stadtrand von Spearfish und beschäftigt sich überwiegend mit der Zeit der Pioniere in der Region. Viehzucht und Cowboys, Kutschen und Sättel sowie alte Repliken bzw. Wiederaufbauten von lokalen Handwerksbetrieben.
Auch hier frage ich mich: Wer mag der stolze Cowboy gewesen sein, der diesen Sattel ritt? Pink scheint die Modefarbe des späten 19. Jahrhunderts gewesen zu sein.

Weiter geht es nun in Richtung Süden. Vorbei an Rapid City erreichen wir nach zirka einer Stunde (nicht scrollen und raten wo wir sind …):

Um den Wagen abzustellen zahlen wir 10 US$ fürs Parken. Dafür haben wir aber auch einen Spitzenplatz. Ja, wo sind sie denn? Man müsste sie doch eigentlich schon lange sehen?
Der Nebel lichtet sich ..



Also, um ehrlich zu sein fand ich die Stimmung mit dem Nebel ziemlich gut!
The 4 Presidents tauchten auf und verschwanden, Nebelschwaden lichteten sich und zogen sich wieder zu.
Durch die Avenue of Flags gehen wir zur Grand View Terrace und dann die Runde auf dem Presidential Trail. Man kann sich über Sinn und Unsinn solcher Denkmäler streiten, ist halt typisch Amerika. Unterhalb der Terrasse gibt es das Visitor Center und ein Museum, in dem alles über den Bau des Denkmals erklärt wird.
Und wie immer gibt es auch jede Menge Getier, das sich im Park herumtreibt. Bis heute sind wir nicht sicher, was das ist (Präriedog? Biber? Squirrel? Marmot?):

Das Eichhörnchen haben wir sofort erkannt, als es vor uns auf dem Baum genüsslich einen Pinienkern verspeiste.

Zum Abschluss in Mount Rushmore müssen wir noch ins Carvers Cafe. Zur Enttäuschung meiner GG sieht es total anders aus als in Hitchcocks „North by Northwest“ (deutsch: der unsichtbare Dritte). Ist aber doch auch klar, dass man nach mehr als 50 Jahren mal umbauen muss
.
Ich hatte natürlich wieder mal absolut keine Ahnung wie das Cafe bei Hitchcock aussah, konnte mich aber noch an die legendäre Kletterszene erinnern. (Zuhause angekommen haben wir aber den Film angesehen, jetzt weiß ich Bescheid!)
Im Visitor Center erfragen wir noch Weg über die „Iron Mountain Road“ zur „State Game Lodge“ im Custer State Park. Die Iron Mountain Road mit Ihren Pigtail Bridges ist vielleicht gerade bei dem Wetter beeindruckend. Die Pigtail Bridges sind Holzbrücken die in 360 Grad herumführen, Pigtails eben, kann ich nicht besser erklären
.
Dazu kommen noch die in den Fels geschlagenen Tunnels. Vor den Tunnels muss man hupen, um entgegenkommenden Verkehr zu warnen. Und die Stimmung im Wald mit den Nebelschwaden war wie in einer Märchenlandschaft.




Gegen 16 Uhr erreichen wir den offiziellen Eingang zum Custer State Park und kurz darauf die State Game Lodge. Im Haupthaus der Lodge ist leider kein Zimmer mehr frei. Man bietet uns die im Anbau gelegenen Motelrooms an, aber für etwa 150$ in einem recht abgewohnten Motelzimmer zu bleiben, darauf haben wir keine Lust. Wir hatten uns ziemlich auf das Haupthaus gefreut.
Wir beschließen, weiter nach Custer zu fahren und bleiben dort im Comfort Inn. Das Motel ist super in Schuss, Wifi (ist ja mittlerweile fast Standard), die Zimmer sind sehr schön und das ganze für den halben Preis im Vergleich zu den Motel Zimmern in der Lodge.
Abendessen gibt es im Sage Creek Grille, einem tollen Restaurant, das irgendwie gar nicht in diese Cowboystadt Atmosphäre passt. Ich denke die Besitzer wollen gerade das, eine etwas ausgefallene Küche, die es eben nicht im Cowboy Steakhouse nebenan gibt.
Gefahrene Meilen: gibt es erst wieder nach Ende Custer Park
Übernachtung: Comfort Inn, Custer
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