Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...

  1. #1 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    Mara911

    Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...

    Hallo liebe Mitglieder,

    ich habe lange überlegt, ob ich mich mit meinem Problem an Euch wenden soll. Durch einige Beiträge, die ich hier gelesen habe, habe ich gesehen, dass anderen auch durch hilfreiche Ratschläge und Aufmunterungen von Eurer Seite geholfen wurde und so entschließe ich mich nun auch diesen Weg zu gehen.

    Zu meiner Situation (ich muss leider etwas ausholen, so dass Ihr einen groben Einblick bekommt - also schon einmal "Sorry" an dieser Stelle, für den nun folgenden Roman ): Seit September letzten Jahres bin ich mit einem Soldaten, der SF zusammen (ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal einen Mann treffe von dem ich die Augen nicht mehr abwenden kann und es mich derart erwischt - aber man soll wohl niemals nie sagen ).
    Er hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt und mir gesagt, dass er 1. im Februar 2011 erneut ein 8-monatiges deployment in Afghanistan wahrnehmen würde und er mir 2. niemals viel über seine Arbeit erzählen dürfe.
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs wie viele andere wohl auch sehr blauäugig an die Sache herangetreten bin. Mit Krieg, der Army oder möglichen Auslandseinsätzen hatte ich bis dato noch nie Berührungspunkte in meinem Leben gehabt. Jedoch hat er ständig versucht mir so viel Einblick und Transparenz zu bieten wie er vertreten konnte.

    Um seine Persönlichkeit adäquat zu beschreiben, würde ich sagen, dass er zugleich introvertiert, ruhig und verschlossen, jedoch auch sarkastisch, witzig und herzlich ist (ich hoffe das stellt jetzt keinen Widerspruch dar). Er hat selten Kontakt mit seiner Familie, wenig bis keine wirklich guten Freunde (laut seiner Aussage) und verbringt das Wochenende meist lieber alleine zu Hause als mit Freunden Party zu machen. Wenn er mal weggeht, dann mit seinen Teamkollegen und mir, die alle ungefähr in seinem Alter sind (Ende 20).

    Wir haben uns jede Woche mehrmals gesehen. Er hat mir viel von seiner Familie und sich erzählt. Daher weiß ich auch, dass er vor der Zeit mit mir über vier Jahren Single war, weil die meisten Frauen mit seinem Job an sich, der Tatsache dass er Menschen getötet hat, der Ungewissheit ob er von einem deployment wieder lebend zurückkommt, dass er oft von einem Tag auf den anderen weg muss und man nicht weiß wo er sich nun befindet und er wenig von seiner täglichen Arbeit erzählen darf, zurecht kamen (ob ich das wirklich verkrafte, kann ich jetzt auch nicht mit 100 %iger Sicherheit sagen - das wird die Zeit zeigen - es versuchen, möchte ich jedoch auf jeden Fall).
    Unabhängig davon haben mir seine Teamkollegen und deren Ehefrauen dasselbe bestätigt. Sie hätten ihn noch nie mit einer Freundin gesehen und ich sei die Einzige, von der er jemals erzählt und die er ihnen bisher vorgestellt hätte.

    Anfang November hat er sein Team gewechselt und ich möchte fast behaupten, dass es seither mit ihm von seiner Stimmung her gesehen bergab ging. Er hatte immer öfters depressive Attacken (schlecht gelaunt, antriebslos, müde, lethargisch) und zog sich merklich von seinen "alten" Teamkollegen zurück. Diese riefen mich immer öfters besorgt an und fragten, was mit ihm los sei, er melde sich gar nicht mehr bei ihnen (man muss dazu sagen, dass er generell kein großer Sms-, E-Mail-Schreiber oder Anrufer ist).
    Wenn ich sonntags bei ihm war, hat er oft gesagt, dass es ihm davor graue am nächsten Tag wieder zur Arbeit zu gehen.

    Anfang Dezember ist er für 4 Wochen in die USA gegangen - 1 Woche Kurs, 3 Wochen Familienurlaub. Davor hat er sich eine Woche lang extrem von allen Menschen in seinem Umfeld zurückgezogen, mich vor seiner Haustüre stehen lassen obwohl er zu Hause war, sich bei niemandem gemeldet und ist schlussendlich ohne ein Wort des Abschieds abgeflogen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass das für mich ein Schlag ins Gesicht war...
    Ich habe mich davon aber nicht beirren lassen und ihm trotzdem E-Mails geschrieben (ohne Vorwürfe zu machen) und mitgeteilt, dass ich immer für ihn da sein würde.
    Drei Wochen lang hat er sich nicht gemeldet - weder bei mir, noch bei seinen alten Kollegen - keine Reaktion. Diese sprachen mittlerweile schon von einer stark Depression.
    In der letzten Woche hat er mir dann endlich geschrieben und sich für sein Verhalten entschuldigt. In einem darauffolgenden Telefonat hat er sich dann erklärt und offen über seine Gefühle gesprochen (das ist normalerweise nicht seine Art - mit Gefühlsbekundungen wirft er normalerweise nicht um sich).
    Er sagte, dass ich die erste Frau seit 4 Jahren sei, die ihm derart unter die Haut gehen würde, für die er starke Gefühle hätte und ihm diese Tatsache große Angst gemacht hätte. Er dachte auch, wenn er sich komplett zurückziehe, mache er uns die Sache leichter und wir könnten einander vergessen, aber er für seinen Teil könne das nicht.
    Dann (und das hat mich beunruhigt) hat er auch erzählt, dass dazukommen würde, dass er mit seinem neuen Team nicht klarkommen würde und es ihm vor den 8 Monaten, die er zusammen mit ihnen in Afghanistan verbringen würde, graue.

    Die erste Woche als er wieder zurück war, war er völlig glücklich, gelöst und optimistisch - wir hatten schöne Tage. Man hat gemerkt, dass ihm die Zeit bei seiner Familie gut getan hat und er wieder geerdet war (wenn auch nur kurz).
    Denn kaum war er wieder bei der Arbeit brach das depressive, introvertierte Verhalten wieder durch. Er sagte Verabredungen mit mir mit der Begründung "I'd rather be by myself today..." ab und ließ mich letztes Wochenende wieder vor verschlossener Tür stehen, obwohl er zu Hause war.
    Das Ende vom Lied war dann, dass er am selben Wochenende per sms mit mir mit folgendem Satz Schluss gemacht hat "I think it's best if I don't see you any more...".

    Im ersten Moment denkt man, dass ich ihn ziehen lassen und nicht so respektlos mit mir umgehen lassen sollte. Ich bin kein Naivchen, stehe mit beiden Beinen im Leben und weiß, dass das was zwischen uns ist echt ist. Es gibt auch keine Freundin oder Ehefrau in den Staaten, die auf ihn wartet - glaubt mir, ich kenne die Schauergeschichten zu genüge.

    Natürlich möchte ich ihn gerne zurück (ich habe für ihn in der kurzen Zeit so große Gefühle entwickelt, wie ich sie nicht einmal in meiner 7jährigen Beziehung für meinen Partner hatte), aber ich kann niemanden zwingen mit mir zusammen zu sein, wenn er es nicht möchte oder es andere Blockaden gibt.
    Mein großes "Problem" ist allerdings, dass ich mir unendliche Sorge um ihn mache. Er war im Jahre 2009 bereits in Afghanistan und so ist auch PTSD ein Thema für mich. Ich weiß, dass viele Soldaten sich nicht trauen therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aus Angst, dass es im permanent record erwähnt wird und so die große Army-Karriere zunichte gemacht wird.

    Ich habe große Angst, dass er sich etwas antut... zuzutrauen wäre es ihm. Jedoch weiß ich auch, dass man niemanden nörigen kann, sich helfen zu lassen. Vermutlich sieht er nicht einmal die Notwendigkeit einer Therapie. Leider hat er sich auch soweit von seinen Ex-Kollegen abgeschottet, dass auch diese nicht an ihn herankommen und zu seiner Familie habe ich leider keinen Kontakt. Was kann ich also machen?

    Danke, dass Ihr Euch den Roman bis zum Ende durchgelesen habt. Schon alleine es zu schreiben, hilft mir die Sache etwas zu verdauen...

  2.   Alt 
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  3. #2 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    kristy87
    hey du!
    erstmal ganz doll knuddel tut mir so leid das er eure beziehung beendet hat!

    Darf ich fragen wo er stationiert ist?

    Ich koennte dir jetzt so viele Tipps geben wie du ihm zu Hilfe raten kannst aber da er ja anscheinend keinen Kontakt moechte ist das schwer

    Bei uns in Graf (und ich weiss das es das Programm auch fuer die Soldaten auf den anderen Stuetzpunkten geben sollte) wird eine Resilliance Class angeboten - das sagte mir bis heute gar nichts aber in Graf (als einziger Post) wird diese auch fuer die Frauen angeboten und ich mach die grade mit... es geht dabei im Prinzip darum auf negative Situaionen positiver zu Reagieren und eben leichter mit sowas umzugehn... ich glaube so eine Class waere genau das richtige fuer ihn. Sie ist auch Pflicht fuer die Soldiers von daher muss er sie vermutlich so oder so machen... Was einem dort auch beigebracht wird ist das es nicht schlimm ist sich Hilfe zu suchen, zb beim Chaplan....

    Ich denke, dass er sich zwar gerade sehr stark versucht von dir zu distanzieren, aber wenn er fuer der dich der Richtige ist und du auch das Gefuehl hast das du die Richtige fuer ihn bist, dann solltest du ihn jetzt nicht einfach "in Ruhe" lassen. Ich denke du solltest versuchen weiter Kontakt zu halten (auch wenn es nur einzeitig ist also das du ihn immer wieder wissen laesst das du immer fuer ihn da bist und das du mit seinem Beruf und seinen 'psychischen Problemen' klarkommst und ihm da helfen moechtest)

    Mann kann niemanden zwingen Hilfe anzunehmen aber ich denke es ist wichtig das man ihnen immer wieder 'schonend' vor Augen haelt das man ihnen jeder Zeit helfen wuerde, es ist einfacher Hilfe anzunehmen als um Hilfe zu fragen wenn du verstehst was ich meine....
    Geändert von kristy87 (11.01.2011 um 16:53 Uhr)

  4. #3 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    Gast18808
    Zitat Zitat von Mara911 Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Mitglieder,

    ich habe lange überlegt, ob ich mich mit meinem Problem an Euch wenden soll. Durch einige Beiträge, die ich hier gelesen habe, habe ich gesehen, dass anderen auch durch hilfreiche Ratschläge und Aufmunterungen von Eurer Seite geholfen wurde und so entschließe ich mich nun auch diesen Weg zu gehen.

    Zu meiner Situation (ich muss leider etwas ausholen, so dass Ihr einen groben Einblick bekommt - also schon einmal "Sorry" an dieser Stelle, für den nun folgenden Roman ): Seit September letzten Jahres bin ich mit einem Soldaten, der SF zusammen (ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal einen Mann treffe von dem ich die Augen nicht mehr abwenden kann und es mich derart erwischt - aber man soll wohl niemals nie sagen ).
    Er hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt und mir gesagt, dass er 1. im Februar 2011 erneut ein 8-monatiges deployment in Afghanistan wahrnehmen würde und er mir 2. niemals viel über seine Arbeit erzählen dürfe.
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs wie viele andere wohl auch sehr blauäugig an die Sache herangetreten bin. Mit Krieg, der Army oder möglichen Auslandseinsätzen hatte ich bis dato noch nie Berührungspunkte in meinem Leben gehabt. Jedoch hat er ständig versucht mir so viel Einblick und Transparenz zu bieten wie er vertreten konnte.

    Um seine Persönlichkeit adäquat zu beschreiben, würde ich sagen, dass er zugleich introvertiert, ruhig und verschlossen, jedoch auch sarkastisch, witzig und herzlich ist (ich hoffe das stellt jetzt keinen Widerspruch dar). Er hat selten Kontakt mit seiner Familie, wenig bis keine wirklich guten Freunde (laut seiner Aussage) und verbringt das Wochenende meist lieber alleine zu Hause als mit Freunden Party zu machen. Wenn er mal weggeht, dann mit seinen Teamkollegen und mir, die alle ungefähr in seinem Alter sind (Ende 20).

    Wir haben uns jede Woche mehrmals gesehen. Er hat mir viel von seiner Familie und sich erzählt. Daher weiß ich auch, dass er vor der Zeit mit mir über vier Jahren Single war, weil die meisten Frauen mit seinem Job an sich, der Tatsache dass er Menschen getötet hat, der Ungewissheit ob er von einem deployment wieder lebend zurückkommt, dass er oft von einem Tag auf den anderen weg muss und man nicht weiß wo er sich nun befindet und er wenig von seiner täglichen Arbeit erzählen darf, zurecht kamen (ob ich das wirklich verkrafte, kann ich jetzt auch nicht mit 100 %iger Sicherheit sagen - das wird die Zeit zeigen - es versuchen, möchte ich jedoch auf jeden Fall).
    Unabhängig davon haben mir seine Teamkollegen und deren Ehefrauen dasselbe bestätigt. Sie hätten ihn noch nie mit einer Freundin gesehen und ich sei die Einzige, von der er jemals erzählt und die er ihnen bisher vorgestellt hätte.

    Anfang November hat er sein Team gewechselt und ich möchte fast behaupten, dass es seither mit ihm von seiner Stimmung her gesehen bergab ging. Er hatte immer öfters depressive Attacken (schlecht gelaunt, antriebslos, müde, lethargisch) und zog sich merklich von seinen "alten" Teamkollegen zurück. Diese riefen mich immer öfters besorgt an und fragten, was mit ihm los sei, er melde sich gar nicht mehr bei ihnen (man muss dazu sagen, dass er generell kein großer Sms-, E-Mail-Schreiber oder Anrufer ist).
    Wenn ich sonntags bei ihm war, hat er oft gesagt, dass es ihm davor graue am nächsten Tag wieder zur Arbeit zu gehen.

    Anfang Dezember ist er für 4 Wochen in die USA gegangen - 1 Woche Kurs, 3 Wochen Familienurlaub. Davor hat er sich eine Woche lang extrem von allen Menschen in seinem Umfeld zurückgezogen, mich vor seiner Haustüre stehen lassen obwohl er zu Hause war, sich bei niemandem gemeldet und ist schlussendlich ohne ein Wort des Abschieds abgeflogen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass das für mich ein Schlag ins Gesicht war...
    Ich habe mich davon aber nicht beirren lassen und ihm trotzdem E-Mails geschrieben (ohne Vorwürfe zu machen) und mitgeteilt, dass ich immer für ihn da sein würde.
    Drei Wochen lang hat er sich nicht gemeldet - weder bei mir, noch bei seinen alten Kollegen - keine Reaktion. Diese sprachen mittlerweile schon von einer stark Depression.
    In der letzten Woche hat er mir dann endlich geschrieben und sich für sein Verhalten entschuldigt. In einem darauffolgenden Telefonat hat er sich dann erklärt und offen über seine Gefühle gesprochen (das ist normalerweise nicht seine Art - mit Gefühlsbekundungen wirft er normalerweise nicht um sich).
    Er sagte, dass ich die erste Frau seit 4 Jahren sei, die ihm derart unter die Haut gehen würde, für die er starke Gefühle hätte und ihm diese Tatsache große Angst gemacht hätte. Er dachte auch, wenn er sich komplett zurückziehe, mache er uns die Sache leichter und wir könnten einander vergessen, aber er für seinen Teil könne das nicht.
    Dann (und das hat mich beunruhigt) hat er auch erzählt, dass dazukommen würde, dass er mit seinem neuen Team nicht klarkommen würde und es ihm vor den 8 Monaten, die er zusammen mit ihnen in Afghanistan verbringen würde, graue.

    Die erste Woche als er wieder zurück war, war er völlig glücklich, gelöst und optimistisch - wir hatten schöne Tage. Man hat gemerkt, dass ihm die Zeit bei seiner Familie gut getan hat und er wieder geerdet war (wenn auch nur kurz).
    Denn kaum war er wieder bei der Arbeit brach das depressive, introvertierte Verhalten wieder durch. Er sagte Verabredungen mit mir mit der Begründung "I'd rather be by myself today..." ab und ließ mich letztes Wochenende wieder vor verschlossener Tür stehen, obwohl er zu Hause war.
    Das Ende vom Lied war dann, dass er am selben Wochenende per sms mit mir mit folgendem Satz Schluss gemacht hat "I think it's best if I don't see you any more...".

    Im ersten Moment denkt man, dass ich ihn ziehen lassen und nicht so respektlos mit mir umgehen lassen sollte. Ich bin kein Naivchen, stehe mit beiden Beinen im Leben und weiß, dass das was zwischen uns ist echt ist. Es gibt auch keine Freundin oder Ehefrau in den Staaten, die auf ihn wartet - glaubt mir, ich kenne die Schauergeschichten zu genüge.

    Natürlich möchte ich ihn gerne zurück (ich habe für ihn in der kurzen Zeit so große Gefühle entwickelt, wie ich sie nicht einmal in meiner 7jährigen Beziehung für meinen Partner hatte), aber ich kann niemanden zwingen mit mir zusammen zu sein, wenn er es nicht möchte oder es andere Blockaden gibt.
    Mein großes "Problem" ist allerdings, dass ich mir unendliche Sorge um ihn mache. Er war im Jahre 2009 bereits in Afghanistan und so ist auch PTSD ein Thema für mich. Ich weiß, dass viele Soldaten sich nicht trauen therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aus Angst, dass es im permanent record erwähnt wird und so die große Army-Karriere zunichte gemacht wird.

    Ich habe große Angst, dass er sich etwas antut... zuzutrauen wäre es ihm. Jedoch weiß ich auch, dass man niemanden nörigen kann, sich helfen zu lassen. Vermutlich sieht er nicht einmal die Notwendigkeit einer Therapie. Leider hat er sich auch soweit von seinen Ex-Kollegen abgeschottet, dass auch diese nicht an ihn herankommen und zu seiner Familie habe ich leider keinen Kontakt. Was kann ich also machen?

    Danke, dass Ihr Euch den Roman bis zum Ende durchgelesen habt. Schon alleine es zu schreiben, hilft mir die Sache etwas zu verdauen...


    Ich hab nicht allzuviel zu deiner Geschichte zu sagen und lass mal die ganzen romantischen Gefuehlssachen weg.

    Harte Realitaet ist das du als 'nur-Freundin' in Sachen PTSD nicht viel machen kannst wenn er nicht will.


    Was du 'gehoert' hast in Bezug auf 'Angst zum Therapeuten zu gehen, weils im Record stehen koennte' ist allerdings komplett falsch und veraltet.
    Und das weiss dein Freund auch.
    100%ig.
    Denn wenn dem so waere wuerden hunderttausende von Soldaten darum fuerchten muessen was in ihren records steht.

    Das ist seit Afghanistan/Irak nicht mehr aktuell...was aktuell ist, das jeder aber auch wirklich jeder Soldat durch ein ptsd screening durch muss und wirklich von allen Seiten dazu angehalten wird,eine Therapie etc zu machen.
    Man wird als Soldat staendig in briefings mit dem Thema PTSD,Suicide prevention etc konfrontiert...diese briefings sind alle mandatory.
    Man bekommt broschueren und als Teil der pre/post deployment screenings muss man Frageboegen etc ausfuellen,damit Anzeichen von PTSD entdeckt werden koennen.
    Werden sie entdeckt so bekommt jeden Tag Anrufe von mental health zwecks appointments und wenn man da nicht drauf reagiert wird u.U. der Vorgesetzte alamiert der dann den Soldier zu mental health begleitet.


    Im Endeffekt weisst du nicht was im neuen Team deines Freundes ablaeuft.
    Und du wirst auch kaum Einfluss darauf haben wie dein Freund die Sache angeht.

    Du kannst nur abwarten und Tee trinken.(Mehr oder weniger)

    Jazz

  5. #4 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    Twostep
    Gehen wir es mal ohne emotionales Wasser an.

    Dein Zugriff zu seinem Leben und den ihm moeglichen Hilfsmitteln ist der einer Freundin. Nicht mehr, nicht weniger.
    Was er Dir ueber Einsaetze und Erlebnisse erzaehlt, sollte dies nicht mehr als die der Oeffentlichkeit zugaengliche Version sein.
    Er verbrachte drei Wochen mit seiner Familie, aber Du wurdest nicht eingeladen.
    Mitglieder seines alten Teams wenden sich an eine Freundin, weil sie um ihn besorgt sind?
    Kuechentischpsychologie kann viel Schaden anrichten. Vor allem wenn Hormone ins Spiel kommen und die Kenntnis der anderen Seite auf deren Mitteilung basiert.
    Du und Eure Beziehung ist nur ein kleiner Teil seines Lebens. Dies wird fuer Dich nicht leicht zu verstehen sein.

  6. #5 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    sternla
    Ihr seid also ungefähr vier Monate zusammen gewesen und er hat dann Schluss gemacht, richtig? Und von den paar Monaten war er die Hälfte in den USA?
    Ich betrachte das Ganze jetzt mal nüchtern: es mag sein dass er eine Depression hat aber da kannst du von außen schlecht helfen, er muss selber Hilfe wollen. Es wird wegen counseling nichts negativ in seiner Akte vermerkt, das war angeblich früher mal der Fall.
    Ich würde mich an deiner Stelle zurückziehen, wenn er dir deutlich sagt dass er lieber alleine sein will solltest du das respektieren. Wenn d ihn weiter bedrängst wird das nur das Gegenteil bewirken.
    Und Depression hin oder her, ich finde es unakzeptabel dass er sich wochenlang nicht meldet und dich vor der Haustür versauern lässt. Falls es so sein soll, wird er sich bei dir melden.

  7. #6 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    adcdefg
    Amateurpsychologische Bewertung der Sachlage:

    Krankenschwesterkomplex bei Dir, bei auftauchen eines starken, ehrlichen, und doch so verletzlichen Menschen. Soldaten haben ihren Charme. Und vor den eigenen Hormonen weglaufen geht schlecht.

    Er ist aber mit seinem eigenen Leben beschäftigt, ob nun wegen der PTSD vom vorigen Deployment oder wg der "Vorfreude" auf das nächste.

    Ehrlich? Es ist eine Standardgeschichte.
    Mehr als abwarten und Tee trinken kannst Du nicht. Entweder es fällt ihm auf, dass Du ein für ihn wichtiger Mensch bist, oder nicht.

    Und eine Bitte für's nächste Mal: Poste NIE NIE NIE genaue Daten von Truppenbewegungen.

  8. #7 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    emilia
    Hallo Mara,

    tut mir leid,dass du soetwas durchmachen musst....

    Aber wenn ein SF Soldat nicht mit seinen team klarkommt,dann ist das fuer alle richtig uebel,denn das team muss miteinander klarkommen!!!!

    Er wird sich bestimmt irgendwann mal wieder melden,wenn er zurueck ist o. er den Kopf frei hat.

    Ich druecke dir die Daumen


    -------------------------------------------------------------------------
    Um seine Persönlichkeit adäquat zu beschreiben, würde ich sagen, dass er zugleich introvertiert, ruhig und verschlossen, jedoch auch sarkastisch, witzig und herzlich ist (ich hoffe das stellt jetzt keinen Widerspruch )
    -------------------------------------------------------------(zitat von Mara911)

    ...haha,ja das passt,wie die Faust auf's Auge......

  9. #8 Beziehung mit einem SF-Soldaten - Ratschläge erbeten...
    Mara911
    Danke emilia, das baut auf :-)

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