ein ganzes Studium in den USA

  1. ein ganzes Studium in den USA #1
    ilovewinchesters666

    ein ganzes Studium in den USA

    Hallo an alle :-)

    Ich moechte gerne in den USA studieren, und zwar ein komplettes Studium. Allerdings hab ich absolut keine Ahnung von gar nichts und wollte einfach mal ins Forum fragen: kann mir einer sagen, was die ersten Schritte sind und ob das ueberhaupt geht, ein ganzes Studium in den USA zu machen? Au Pair geht ja z.B. auch nur ein Jahr, muss man das Visum dann immer wieder verlaengern? Es waere echt nett, wenn ihr mir dazu eine erste Idee geben koenntet, wie soetwas ablaeuft.

    Wie lange dauert das denn normalerweise, bis ich hier studieren kann? Falls das irgendwie wichtig ist, ich moechte gerne Elementary Education in Rhode Island studieren.

    LG, Sofia

  2. ein ganzes Studium in den USA #2
    Robbi702
    Klar geht das und du musst auch das Visum nicht immer weider verlängern. Einzige Voraussetzung ist, dass du nachweisen musst, genug Geld zu haben, um das Studium zu finanzieren. Gibt ja auch ein extra Studentenvisum. Au Pair und Studium sind 2 Paar Schuhe.

    Grundsätzlich läuft das ganze (sehr grob) so ab, dass du dich für einen Studienplatz bewirbst und wenn du genommen bist, stellt dir die Uni ein Formular aus, mit dem du dann zur Botschaft dackelst, um ein Visum zu beantragen. Wie gesagt, Geldnachweis muss auch dabei sein, sonst ist nix mit Visum.

    Für diesen Herbst bist du wahrscheinlich schon zu spät dran mit Bewerbungen. Da schaust du am besten mal auf den "admissions" Seiten der Wunschuni nach, wann die deadline ist.

    Die Frage, die du dir nur stellen solltest, ist, ob du wirklich tausende von Dollar für ein Studium ausgeben willst. Aber wenn dich das nicht scheut und du genug Geld hast, ist die größte Hürde, einen Studienplatz zu kriegen.

  3. ein ganzes Studium in den USA #3
    Aggie
    Hallo,

    mit dem Zusammentragen der erforderlichen Unterlagen etc. habe ich ziemlich genau eineinhalb Jahre vor Studiumsbeginn angefangen. Gelegen hat diese lange Zeit bei mir hauptsächlich daran, dass ich versucht habe, die Planungsphase schön um die heiße Phase des Abi's rumzulegen, darum kann man, soweit man die Zeit und Mittel hat, auch später loslegen.

    Eine Frage, die sich mir nie gestellt hat, war die Frage nach der Hochschule. Ich wollte zu Utah State, also ging ich zu Utah State. Simpel eigentlich, aber wenn man vorher nun überhaupt keine Ahnung hat, was man eigentlich will, stelle ich mir das Angebot recht überwältigend vor. Vor allem solltest du wissen, was genau du willst. Wenn du (Teil-)Stipendienansprüche hast (wobei an internationale Schüler kaum noch welche vergeben werden), spielt das sicher eine Rolle. Wenn du Wert auf ein familiäres Studienumfeld legst, kannst du auf Unis, die kaum High School-Größe überschreiten sehr glücklich, aber auch sehr unglücklich werden, da diese oft recht abgelegen sind und man nur schwer 'einfach mal wegfahren' kann. Die einzigen wirklich großen Unis, denen man ebenfalls dieses familäre Studienumfeld zurdnet, sind Oklahoma und eben Utah State (wer auf einer anderen Schule mit 20,000+ Studenten ähnliches erlebt hat, hands up...).

    Der Bewerbungsprozess selbst ist relativ simpel. USU verlangt nichtmal ein Letter of Recommendation, was allerdings nicht die Regel ist. Zeugniskopien sind allerdings fällig, wobei man, sofern man nicht aus dem G8-System kommt, nur Kopien der Zeugnisse 9.2, 10.2, 11.2 und 12.2 braucht (wer mit dem Amerikanischen High School System vertraut ist, darf dreimal raten, wieso ). Der Finanznachweis ist nicht auf dich/deine Eltern etc. beschränkt, sondern kann i.d.R. von jedem stammen, der dich unterstützen will und dies schriftlich festlegt. Wenn du Karl-Heinz Müller auf der Straße ansprichst und ihn fragst, ob er dir dein Studium finanzieren möchte und er ja sagt und vor allem schreibt, dann geht das auch. Nur ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich...Nachweisen muss man seine Finanzen nur für ein Jahr. Mit umgerechnet 30,000 Dollar fährt man meistens schon recht gut. Dann sucht man sich entweder ein Student Loan oder Arbeit, und beginnt dann zu zahlen. Weil die Student Loan Systeme so unterschiedlich sind und funktionieren, werde ich nicht darauf eingehen, bevor du mir nicht eine engere Auswahl von fünf oder weniger Schulen nennst
    Was wichtig ist, sind nachgewiesene Englischkenntnisse, normalerweise belegt durch TOEFL (aka., der Idiotentest der Englischen Sprache - Vom Schwierigkeitslevel sollte es kein Problem sein. Nur machen muss man es).

    Wenn du alle Hürden gemeistert hast, und dann wirklich irgendwo angenommen bist, wird dir (wie bereits angesprochen) ein Formular von deiner Universität zugeschickt. Du vereinbarst einen Termin an der Botschaft, zahlst SEVIS (!!! - Wollte man die nicht mal für Studenten abschaffen?) und bekommst nach gefühlten drei Tagen im Konsulat dein Visum. Ganz einfach eigentlich...

    Studieren in den USA lohnt sich auf jeden Fall, und es gibt so viele Möglichkeiten, sich um den finanziellen Aspekt herumzudrücken, zumindest bis man dann nach dem Studium arbeitet. Wenn man will, sollte man es versuchen. Es ist ein vollkommen anderes Gefühl als in Deutschland. Die Leute hier studieren nicht einfach und sind dann 'fertig' mit der Universität, wie es in Deutschland oft der Fall ist. Sie bleiben Aggies (oder was auch immer sonst...) für immer.
    Überlege es dir gut, wenn du die Chance bekommst. Es gibt Schritte, die nur du selbst gehen kannst.

    Ein Tipp noch zum Abschluss: Finger weg von Kalifornien!

    Wenn du irgendwelche Fragen hast, ich stehe immer gerne zur Verfügung!


    Grüße
    Pascal 'is packing for Logan again'

  4. ein ganzes Studium in den USA #4
    Gast45003
    Zitat Zitat von Aggie Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mit dem Zusammentragen der erforderlichen Unterlagen etc. habe ich ziemlich genau eineinhalb Jahre vor Studiumsbeginn angefangen. Gelegen hat diese lange Zeit bei mir hauptsächlich daran, dass ich versucht habe, die Planungsphase schön um die heiße Phase des Abi's rumzulegen, darum kann man, soweit man die Zeit und Mittel hat, auch später loslegen.

    Eine Frage, die sich mir nie gestellt hat, war die Frage nach der Hochschule. Ich wollte zu Utah State, also ging ich zu Utah State. Simpel eigentlich, aber wenn man vorher nun überhaupt keine Ahnung hat, was man eigentlich will, stelle ich mir das Angebot recht überwältigend vor. Vor allem solltest du wissen, was genau du willst. Wenn du (Teil-)Stipendienansprüche hast (wobei an internationale Schüler kaum noch welche vergeben werden), spielt das sicher eine Rolle. Wenn du Wert auf ein familiäres Studienumfeld legst, kannst du auf Unis, die kaum High School-Größe überschreiten sehr glücklich, aber auch sehr unglücklich werden, da diese oft recht abgelegen sind und man nur schwer 'einfach mal wegfahren' kann. Die einzigen wirklich großen Unis, denen man ebenfalls dieses familäre Studienumfeld zurdnet, sind Oklahoma und eben Utah State (wer auf einer anderen Schule mit 20,000+ Studenten ähnliches erlebt hat, hands up...).

    Der Bewerbungsprozess selbst ist relativ simpel. USU verlangt nichtmal ein Letter of Recommendation, was allerdings nicht die Regel ist. Zeugniskopien sind allerdings fällig, wobei man, sofern man nicht aus dem G8-System kommt, nur Kopien der Zeugnisse 9.2, 10.2, 11.2 und 12.2 braucht (wer mit dem Amerikanischen High School System vertraut ist, darf dreimal raten, wieso ). Der Finanznachweis ist nicht auf dich/deine Eltern etc. beschränkt, sondern kann i.d.R. von jedem stammen, der dich unterstützen will und dies schriftlich festlegt. Wenn du Karl-Heinz Müller auf der Straße ansprichst und ihn fragst, ob er dir dein Studium finanzieren möchte und er ja sagt und vor allem schreibt, dann geht das auch. Nur ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich...Nachweisen muss man seine Finanzen nur für ein Jahr. Mit umgerechnet 30,000 Dollar fährt man meistens schon recht gut. Dann sucht man sich entweder ein Student Loan oder Arbeit, und beginnt dann zu zahlen. Weil die Student Loan Systeme so unterschiedlich sind und funktionieren, werde ich nicht darauf eingehen, bevor du mir nicht eine engere Auswahl von fünf oder weniger Schulen nennst
    Was wichtig ist, sind nachgewiesene Englischkenntnisse, normalerweise belegt durch TOEFL (aka., der Idiotentest der Englischen Sprache - Vom Schwierigkeitslevel sollte es kein Problem sein. Nur machen muss man es).

    Wenn du alle Hürden gemeistert hast, und dann wirklich irgendwo angenommen bist, wird dir (wie bereits angesprochen) ein Formular von deiner Universität zugeschickt. Du vereinbarst einen Termin an der Botschaft, zahlst SEVIS (!!! - Wollte man die nicht mal für Studenten abschaffen?) und bekommst nach gefühlten drei Tagen im Konsulat dein Visum. Ganz einfach eigentlich...

    Studieren in den USA lohnt sich auf jeden Fall, und es gibt so viele Möglichkeiten, sich um den finanziellen Aspekt herumzudrücken, zumindest bis man dann nach dem Studium arbeitet. Wenn man will, sollte man es versuchen. Es ist ein vollkommen anderes Gefühl als in Deutschland. Die Leute hier studieren nicht einfach und sind dann 'fertig' mit der Universität, wie es in Deutschland oft der Fall ist. Sie bleiben Aggies (oder was auch immer sonst...) für immer.
    Überlege es dir gut, wenn du die Chance bekommst. Es gibt Schritte, die nur du selbst gehen kannst.

    Ein Tipp noch zum Abschluss: Finger weg von Kalifornien!

    Wenn du irgendwelche Fragen hast, ich stehe immer gerne zur Verfügung!


    Grüße
    Pascal 'is packing for Logan again'

    hey now..kannste das mal etwas erklaeren bitte?

  5. ein ganzes Studium in den USA #5
    Aggie
    Studieren in Kalifornien ist im Moment leider eine ausgesprochen schlechte Idee. Durch das jahrelang aufgebaute totale Überangebot an Universitäten hat der Staat inzwischen gigantische Schwierigkeiten, alles zu finanzieren. Die Tuition wird daher entweder am Ende der Out-Of-State Students drastisch erhöht oder es werden ganze Schulen geschlossen. Ich habe das selbst letztes Jahr bei gleich zwei Freunden erlebt, die an zwei unterschiedliche Unis in Kalifornien studiert haben und es inzwischen nicht mehr tun weil es beide Universitäten nicht mehr gibt. Sicher keine Einzelfälle, auch wenn man den Medien glauben darf, die da recht einschlägig sind. Das ganze Pflaster ist ungünstig im Moment und man sollte es momentan nicht tun. Es gibt noch 49 andere Staaten, da muss man wirklich nicht nach CA.

    Nachzulesen ist das ganze zum Beispiel hier:
    http://online.wsj.com/article/SB125866378062556269.html
    Geändert von Aggie (27.07.2010 um 10:01 Uhr)

  6. ein ganzes Studium in den USA #6
    cheesypoof
    es stimmt, CA hat es momentan nicht so leicht. ich war fuer ein jahr an der Cal State Fullerton und kann noch von glueck reden, dass die probleme erst dann schlimmer geworden sind, als mein jahr schon fast vorbei war.
    normalerweise darf man als F1 student nicht arbeiten (soweit ich weiss, denn ich war 'nur' J1), aber man konnte ploetzlich, eine arbeitsgenehmigung Homeland Security beantragen.
    ausserdem wurden "furlough days" eingefuehrt, was bedeutet, dass alle offices an bestimmten tagen geschlossen bleiben um geld zu sparen.
    und noch was was: in den gebaeuden hat man ueberall in den gaengen die lichter ausgeschaltet um zu sparen. ich hab das nie so richtig verstanden: warum muessen die studenten im dunkeln sitzen, aber im campus-fitnessstudio muessen alle geraete einen eigenen fernseher haben?

  7. ein ganzes Studium in den USA #7
    gerry_xray
    @ Aggie

    Ich fand deinen Erfahrungsbericht sehr informativ. Vielen Dank!

    Nochmal zu den finanziellen Aspekten:

    Dann sucht man sich entweder ein Student Loan oder Arbeit, und beginnt dann zu zahlen. Weil die Student Loan Systeme so unterschiedlich sind und funktionieren, werde ich nicht darauf eingehen, bevor du mir nicht eine engere Auswahl von fünf oder weniger Schulen nennst
    Heisst das, dass man sich um US-Loans bemühen kann? Vielleicht kannst du doch ein paar grundsätzliche Informationen posten. Wär nett.

    Studieren in den USA lohnt sich auf jeden Fall, und es gibt so viele Möglichkeiten, sich um den finanziellen Aspekt herumzudrücken, zumindest bis man dann nach dem Studium arbeitet.
    Kannst du ein paar Möglichkeiten benennen?

    Danke und Gruß,
    Gerry

  8. ein ganzes Studium in den USA #8
    Kelly
    Zitat Zitat von ilovewinchesters666 Beitrag anzeigen
    Hallo an alle :-)

    Ich moechte gerne in den USA studieren, und zwar ein komplettes Studium. Allerdings hab ich absolut keine Ahnung von gar nichts und wollte einfach mal ins Forum fragen: kann mir einer sagen, was die ersten Schritte sind und ob das ueberhaupt geht, ein ganzes Studium in den USA zu machen? Au Pair geht ja z.B. auch nur ein Jahr, muss man das Visum dann immer wieder verlaengern? Es waere echt nett, wenn ihr mir dazu eine erste Idee geben koenntet, wie soetwas ablaeuft.

    Wie lange dauert das denn normalerweise, bis ich hier studieren kann? Falls das irgendwie wichtig ist, ich moechte gerne Elementary Education in Rhode Island studieren.

    LG, Sofia
    1. Research! Mal im ernst, wenn man sowas machen will dann sollte man sich auch hinsetzen und sich informieren.
    2. Sich bei der Uni bewerben und hoffen das sie dich annehmen, fuer 2010- 2011 zu spaet
    3. VISA beantragen, ohne das geht nichts
    4. Sehr viel Geld sparen, hier ist nichts umsonst

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