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Unklare Situation über Steuer etc....

  1. Unklare Situation über Steuer etc.... #1
    Matze_AC

    Unklare Situation über Steuer etc....

    Hallo Zusammen,

    ich habe die Ehre oder A....karte gezogen das Angebot von meinem Arbeitgeber zu bekommen für 2 Jahre in die USA (MI) zu gehen.

    Nun würde ich mich da gern ein bissl schlau machen in Sachen Steuern und Sozialabgaben, da ich keinen USA Vertrag bekommen würde hieß es es wäre möglich bis zu 60 Monaten in D im Sozialsystem zu bleiben.
    Wie läuft das dann mit den Steuern ab, die fallen dann aber in USA an oder?
    Bzw werde ich nur in USA steuerpflichtig wenn ich mein Gehalt von der Tochterfirma in USA erhalte?

    Fragen über Fragen und eine verworrene Situation wo ich es nicht hin bekomme eine vernünftige Entscheidung zu treffen ob ich zusage oder nicht...

    Oder kennt evtl jemand einen Steuerverein oder ähnliches wo man sich im Raum Aachen mal beraten lassen könnte?

    Vielen Dank im voraus
    Matze

  2. Unklare Situation über Steuer etc.... #2
    Enya
    Hallo Matze,
    Dein Arbeitgeber sollte Dich eigentlich auf Deinen USA-Auftenthalt vorbereiten und wichtige Fragen wie Umzug(skosten), Wohnkosten, Hilfe f. Übersiedlung mit Dir ebenso klären wie Deine Sozialversicherungen (Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sollten hier in D für Dich weiter bezahlt bzw. vorrübergehend stillgelegt werden, Krankenversicherung für USA dort vom AG bezahlt werden). Für Deine Einkommenssteuer brauchst Du Profis. Ich kann Dir empfehlen, mal bei den Mitarbeitern von WTS (kannste googeln, falls nicht, kann ich Dir 'ne Tel.-Nr. geben) anzurufen. Die machen "internationale" Steuererklärungen. Achte aber darauf, dass Dir Dein AG die Auslagen bezahlt, er "schickt" Dich schließlich nach USA, weil er Dich dort haben will.
    Gruß, Enya

  3. Unklare Situation über Steuer etc.... #3
    sow_cpa
    Hallo Matze,

    ich habe ein paar Jahre bei einer Firma wie WTS gearbeitet und kann Enya zustimmen. Die ganzen Lohnnebenkosten, sprich SozV, RentenV sollten in D weiterlaufen, da du ja beabsichtigst nach 2 Jahren weiter in D zu leben. Die Firma muss allerdings auch ein Certificate of Coverage besorgen, damit du in den USA keine Social Security tax zahlen musst. Das Einkommen, dass du in den USA verdienen wirst, wird nur in den USA versteuert, aber wenn du in D nebenbei Einkünfte hast wie z.B. Vermietung und Verpachtung, dann wird dein US-Einkommen unter Progressionsvorbehalt (oder so ähnlich) in deine deutsche StE aufgenommen. In dem Jahr der Entsendung in die USA und der Wiederkehr aus den USA, mußt du in den USA und in D eine Steuererklärung abgeben, wobei sich der Inhalt und Umfang danach richten, wieviele Tage du in dem jeweiligen Land warst.

    Meine Erfahrung ist eigentlich, dass der AG sich darum kümmert, dir einen Steuerberater zu stellen. Wenn nicht, gibt es Firmen wie WTS, Ernst & Young in Eschborn (kann ich dir auch TeleNr. geben oder email), oder hier im Forum gibt es auch ein/zwei Leute, die dir helfen könnten, die US StE zu erstellen. Du solltest dich vielleicht mal beim AG erkundigen in welcher Höhe er die Kosten für eine US Steuerberatung übernehmen würde, denn danach wird sich deine Wahl des Steuerberaters richten.

    Servus,
    Cel

  4. Unklare Situation über Steuer etc.... #4
    Matze_AC
    Nabend...
    erstmal vielen Dank für die prompten Antworten.
    Also ich habe nun mal mit meinem AG sprechen können,
    demnach sieht es so aus das ich dieses Jahr mit allem in D pflichtig bleibe, da ich weniger als 183 Tage drüben bin.
    und danach dann alle Sozi sachen wie Krankenvers, etc in D zahle und Steuer in US abführen muss.
    mir werden pro Jahr ca 500€ für einen Steuerberater gestellt, kommt man da in den USA mit aus?

    Und mit der KV ist das auch etwas komisch, da soll die Regelung so aussehen das ich in Vorkasse trete, mein Arbeitgeber direkt 100% erstattet, sich dann den Teil nach deutschem Recht von meiner KV in D holt und der rest der übrig bleibt wird über eine spezielle Versicherung abgedeckt, kennt das jemand so?

    werde euch auf dem laufenden halten wenn es news gibt...

    Danke und Gruß
    Matze

  5. Unklare Situation über Steuer etc.... #5
    sow_cpa
    ...ob du mit 500€ in den USA auskommst für einen StB kannst du Hanni hier im Forum fragen. Bei Ernst & Young (sicherlich) und WTS (weiß ich nicht) eher nicht.

    Das mit der KV kenne ich nicht so. Ich kenne es dass der AG einfach den Aufwand für die KV übernimmt, also als zusätzliches Einkommen zahlt. Das mit Teil nach deutschem Recht wiederholen und über Versicherung decken, kenne ich so nicht. Aber das hat ja mit deiner persönlichen Steuerlage eher weniger zu tun, wenn ich mich nicht täusche.

    Gruß
    Geändert von sow_cpa (19.05.2010 um 09:16 Uhr)

  6. Unklare Situation über Steuer etc.... #6
    hanni
    ich kann leider weder fuer Ernst &Young noch fuer WTS sprechen... ich weiss nur wieviel eine gewisse steuerberaterin in Atlanta berechnet und da kommst du mit $500.00 gut hin

    Zitat Zitat von sow_cpa Beitrag anzeigen
    Das mit der KV kenne ich nicht so. Ich kenne es dass der AG einfach den Aufwand für die KV übernimmt, also als zusätzliches Einkommen zahlt. Das mit Teil nach deutschem Recht wiederholen und über Versicherung decken, kenne ich so nicht. Aber das hat ja mit deiner persönlichen Steuerlage eher weniger zu tun, wenn ich mich nicht täusche.
    ich habe das so mit der KV auch noch nie gehoert...
    ich schliesse mich da voll und ganz dem beitrag meines kollegen an

  7. Unklare Situation über Steuer etc.... #7
    Ulrich-TX
    Meine Eltern sind in USA ueber eine deutsche KV versichert. Das Prinzip ist das gleiche; sie gelten in USA als "Cash Payer" (haessliche Zungen moegen das auch als "uninsured" uebersetzen ), bezahlen Arzt- bzw. Krankenhauskosten erst mal selber und bekommen das Geld dann von der Versicherung durch ein Buero bzw. eine Agentur in Florida zurueck (Vorteil zumindest bei non-emergency Prozeduren: man kann einen Rabatt gegenueber den Listenpreisen aushandeln).

    So wie ich die Beschreibung gelesen/verstanden habe, wird hier im Grunde nichts anderes stattfinden, nur, dass der Arbeitgeber halt dem Arbeitnehmer die Kosten erstattet anstelle der KV, und die KV dann das Geld dem Arbeitgeber auszahlt anstelle dem Arbeitnehmer. Das ganze vermutlich aus zeitnahen Gruenden, damit der Arbeitnehmer nicht wochen- oder monatelang auf die Wiedererstattung warten muss. Also:

    1. AN zahlt Rechnung und reicht Rechnung an AG und KV weiter
    2. AG erstattet Rechnungsbetrag an AN
    3. KV zahlt qualifizierten Rechnungsbetrag an AG
    4. Eventuelle Differenz wird duch Zusatzversicherung abgedeckt; Zahlung direkt an AN

    Umstaendlich, aber nicht ungewoehnlich...
    Geändert von Ulrich-TX (19.05.2010 um 18:15 Uhr)

  8. Unklare Situation über Steuer etc.... #8
    hanni
    Zitat Zitat von Ulrich-TX Beitrag anzeigen
    Meine Eltern sind in USA ueber eine deutsche KV versichert. Das Prinzip ist das gleiche; sie gelten in USA als "Cash Payer" (haessliche Zungen moegen das auch als "uninsured" uebersetzen ), bezahlen Arzt- bzw. Krankenhauskosten erst mal selber und bekommen das Geld dann von der Versicherung durch ein Buero bzw. eine Agentur in Florida zurueck (Vorteil zumindest bei non-emergency Prozeduren: man kann einen Rabatt gegenueber den Listenpreisen aushandeln).

    So wie ich die Beschreibung gelesen/verstanden habe, wird hier im Grunde nichts anderes stattfinden, nur, dass der Arbeitgeber halt dem Arbeitnehmer die Kosten erstattet anstelle der KV, und die KV dann das Geld dem Arbeitgeber auszahlt anstelle dem Arbeitnehmer. Das ganze vermutlich aus zeitnahen Gruenden, damit der Arbeitnehmer nicht wochen- oder monatelang auf die Wiedererstattung warten muss. Also:

    1. AN zahlt Rechnung und reicht Rechnung an AG und KV weiter
    2. AG erstattet Rechnungsbetrag an AN
    3. KV zahlt qualifizierten Rechnungsbetrag an AG
    4. Eventuelle Differenz wird duch Zusatzversicherung abgedeckt; Zahlung direkt an AN

    Umstaendlich, aber nicht ungewoehnlich...
    ach so...
    ja, DAS kenne ich natuerlich

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