Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008
Diskutiere Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 im Reiseberichte Kanada Forum im Bereich Kanada Reise; Hallo Ihr Lieben,
nachdem wir Weihnachten fast schadfrei überstanden haben, habe ich ein wenig Zeit, mich mal an einem Reisebericht zu versuchen. Einige nützliche Tipps hatte
27.12.2008, 16:53Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #9
Ingrid65
Montag 22.09.2008 – 4. Tag
Von Black Creek via Forest Trunk Road zum Mount Washington und weiter nach Campbell River mit Überfahrt nach Quadra Island
Da das mit dem Internet so prima funktioniert, sehen wir am nächsten Morgen auch, dass die Eltern online sind und rufen via Skype an. Nach einigem Probieren bekommen Sie es auch hin, dass Sie uns und wir Sie via Kamera sehen. Wirklich witzig. Mathias ruft noch seine Mama an. Die freut sich auch sehr. Sonst bekommt Sie die Infos ja nur über meine Eltern aus 2. Hand.
Nach Frühstück und Abwasch fahren wir ans Office vor und bezahlen. Knapp 24,00 $ sind o.k. Den Adapter bekommt der nette Herr von gestern Abend natürlich auch zurück. Dann laufen wir noch vor an den CG-eigenen Strandzugang. Wasservögel zu hauf und eine geniale Sicht auf die Coastal Mountains. Ein kleiner Wasserlauf schlängelt sich dem Meer entgegen und bildet eine Sandbank. Ideal für die Piepmätze als Parkplatz. Bizarres Schwemmholz, ausgebleicht und knorrig, liegt überall herum. Ein eigener Hafen mit Mole und Liegeplätzen und diversen Yachten komplettiert das Ganze.
Bei diesem strahlenden Wetter ist eine Fahrt auf den Mount Washington evtl. sinnvoll. Von dort oben soll man einen tollen Ausblick auf die Strait of Georgia und das Inselchengewirr haben. Also zurück zum Richtung Highway 19. Dieses Mal kann die Beschilderung nichts dafür. Mathias ist etwas zu schwungvoll und fährt an der Auffahrt vorbei. Zum Wenden hat er auch keine Lust und meint mit der 19A kommen wir bestimmt auch hin. Man müsse nur der Beschilderung folgen. Was er dann auch tut. Es funktioniert bestens, immer der Beschilderung nach. Das Ski Resort ist bestens ausgewiesen. Auch schon Kilometer davor. Und so kommt’s, irgendwann stehen wir mal wieder auf einer graveled road – dieses mal aber offiziell als Landstraße 2. Ordnung ausgewiesen. Nach 45 Minuten Geschüttel – die Karre scheint schier auseinander zu fallen – sind wir endlich wieder auf einer asphaltierten Straße und kurz danach fahren wir bereits den Berg hinauf. Diese Zufahrt ist wunderbar. Die Serpentinen winden sich nach oben, gelegentlich hat man einen Ausblick aufs Meer, die Coastal Mountains (wenn auch etwas diesig) und die Inseln von Vancouver Island.
Irgendwann sind wir oben. Der Lift auf den Gipfel hat leider gestern bis zum 05. Dezember seine Dienste eingestellt. Schade. Mit uns sind noch einige andere Reisende enttäuscht. Der Lift hätte sich zumindest in dieser Stunde durchaus gelohnt, betrieben zu werden. Ein paar nette Ausblicke gibt es trotzdem. Mit einem Becher Kaffee bewaffnet – natürlich hat ein Kaffee und der Giftshop offen – treten wir noch eine kleine Wanderung an. Eine Art kurzer Lehrpfad mit Bänkchen in der Sonne lädt dazu ein. Es riecht toll nach Zedern und Moos. Die Sonne scheint angenehm warm und ohne Wind wäre es T-Shirt-Wetter. Nach einer Stunde fahren wir wieder hinunter, biegen wieder nach Norden auf die 19 ein und fahren bis Campbell River.
Wir sind unschlüssig, ob wir die Nacht hier bleiben sollen und erst morgen mit der Fähre nach Quadra Island übersetzen oder ob wir gleich unser Glück versuchen wollen. Erst mal suchen wir wieder einen geeigneten Parkplatz für unser überdimensioniertes Gefährt. Das Discovery Habour Shopping Centre hilft. Wir können noch ein paar Vorräte ergänzen und uns orientieren. Das Einkaufszentrum ist „indianisch“ gestaltet. Überall gibt es Totempfähle und bunt bemalte Holzverkleidungen. Wir laufen ein wenig herum, dahinter beginnt der Yachthafen. Die eigentliche Stadt ist aber ein paar Blocks entfernt - etwas zu weit zu laufen, zumal dazwischen noch Industriegelände und das Fährterminal liegen. Nach einer Weile steigen wir wieder in unser Fahrzeug und versuchen anhand der Campgrounds zu einer Entscheidung zu kommen. Die stadtnah gelegenen sind – höflich ausgedrückt – nicht zumutbar. An der Durchgangsstraße, neben Müllkippen oder Hotelbaustellen und sie wirken eher wie ein Abstellplatz für ausrangierte LKW bzw. Camper. Das ist nicht unser Ding.
Der Kontrast könnte ohnehin kaum größer sein. Es ist strahlendes Wetter, die See blinkt in allen Blautönen. Es ist windig, aber die wunderbar gestaltete Uferpromenade auf der anderen Straßenseite lädt zum flanieren und die Sonne genießen ein. Eltern mit Kindern in Strolern oder auf Fahrrädern nutzen das gute Wetter, ältere Leute – einzeln oder als Paar – verschaffen sich Bewegung. Gegenüber – von jenseits der Meerenge - grüßt in strahlendem Weiß der Leuchtturm von Quadra Island. Schlepper und andere Boote durchpflügen das gischtige Wasser. Fast am Ortsausgang finden wir einen Parkplatz mit Bänken. Wir lassen uns für einen Obstsalat als verspätetes Mittagessen nieder.
Dann fahren wir noch mal in die Stadt zurück - zum Visitor Centre. Vielleicht fällt uns die Entscheidung leichter, wenn wir wissen, was uns auf Quadra Island erwartet. Eine freundliche junge Dame – irgendwann gibt Sie sich auch als deutsch sprechend zu erkennen – versorgt uns mit allen Informationen. Die nächste Fähre startet in wenigen Minuten. Da das Fährterminal nur ein paar Meter weg ist, versuchen wir unser Glück. Und wirklich, sie nimmt uns ohne Wartezeit mit, wir bekommen sogar einen Platz ganz in der Mitte vorne, von dem man aus besonders gut sehen kann. Die Überfahrt geht ohnehin nur 10 Minuten, hat aber mit 60,00 $ auch einen stolzen Preis. Die Überfahrt ist kurz, macht aber Spaß, auch wenn das Wasser zum Schluss schon etwas kabbelig wird. Schon bei auf die Fähre fahren, war es besser die Außenspiegel einzuklappen. Beim Verlassen ist es erst recht notwendig. Die Fähre ist voll mit Schulkindern, die nach Hause wollen. Entsprechend ist das Gewusel. Die Fußgänger und Fahrradfahrer werden auf allen Fähren immer zuerst von und an Bord gelassen. So auch hier. Was ein Glück sind die meisten Kinder schon verschwunden, bis wir von der Laderampe holpern.
Wir haben uns auf der Insel einen Campground im Indianerreservat ausgesucht. Nach einigem Suchen und einem weiteren Wendemanöver, weil einfach irgendwann der Weg zu Ende ist, finden wir den richtigen Abzweig. 13 Plätze, direkt am Wasser, hat das Cape Mudge Resort. Ein Hotel und Restaurant ist auch dabei, wenn wir so etwas benötigen würden. Die Nacht fully hock up kosten ca. 26,00 $ und die Duschen sind inkl. – dafür aber ganz neu und so sauber, als ob eben die Putzkolonne durch wäre. Der Ausblick ist wundervoll. Gegenüber liegt Campbell River. Nur ein Weg und der Rasenvorplatz trennen die Stellplätze vom Meer. In jeder Richtung erstrecken sich kilometerlang die Strände. Bizarre Holzstämme und Felsbrocken, getrockneter Tang und Reste vom Kelp, Muschelschalen und leer Seeigelgehäuse, kleine getrocknete Krabben und dazwischen immer wieder Seeschwalben, Möwen und andere Vögel. Am Wasser entlang stehen immer wieder Holzbänke, die zum Verweilen einladen. Am Ende der Rasenfläche geht ein Bootsanlegesteg weit ins Wasser hinaus. Dahinter beginnt der Weg durch den Wald ins nächste Dorf – Cape Mudge Village.
Das Wetter ist weiterhin schön und angenehm. Ein Strandspaziergang über Geröll und Schwemmholz muss sein. Rote flache Quallen liegen auf den Steinen. Sie sind fast durchscheinend, wie böhmisches Glas – auch von der Farbe kommt das hin. Darunter kann man immer noch den Strand durchschimmern sehen. Sie sind uns vorher schon auf den Fährfahrten im Wasser aufgefallen. Die hier sind aber immer mindestens pizzatellergroß. Weiter vorne liegt ein toter Seehund. Wir vermuten mal, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist, da kaum Verletzungen zu erkennen sind. Sein Raubtiergebiss ist gut zu erkennen. Es erinnert fast an das eines echten kleinen Hundes. Die Strandläufer finden ihn wohl interessant.
Auf dem Feuer grillen wir Steaks und Würstchen und genießen den Ausblick. Bei Einbruch der Dunkelheit flammen gegenüber immer mehr Lichter auf. Wie wohl die Indianer, die hier vor 200 Jahren gelebt haben, als Kapitän Vancouver ein paar Meter weiter um die Ecke gelandet ist, diesen Anblick empfunden hätten. Und was sie wohl gesehen haben. Dunkelheit und ab und zu mal ein kleines Lagerfeuer? Und die Sterne. Die scheinen in dieser Nacht besonders intensiv und sind gut zu sehen, da auf unserer Seite des Meeresarmes kaum eine Lichtquelle ist.
Geändert von Ingrid65 (27.12.2008 um 20:17 Uhr)
27.12.2008, 16:58Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #10
Ingrid65
Dienstag 23.09.2008 – 5. Tag
Wanderungen zum Cape Mudge Village und zum Leuchtturm
Am nächsten Morgen ist es zwar nicht mehr strahlend schön, aber trocken. Wir denken sogar daran, dass Nicole heute Geburtstag hat. Die beiden sind auch im Urlaub, also hinterlassen wir die Glückwünsche auf dem AB des Handys. Vielleicht hört Sie es ja mal ab. Nach dem Frühstück machen wir uns mit etwas Wasser im Rucksack auf zum Cape Mudge Village. Der Weg führt von unserem CG - immer am Wasser entlang - mal durch den Wald mal auf dem Hochgestade. Der Wald ist auf der einen Seite sehr dicht, obwohl erkennbar die Stromleitung und eine alte Eisenbahntrasse hindurchführen. Das Moos hängt von den Bäumen – häufig auf jeder Seite. Farne, Brombeerbüsche, Rosengewächse mit Hagebutten, Mahonien und andere Bodendecker machen ihn entsprechend mehr oder minder dicht und schlecht zu durchdringen. Tja, Regenwald ohne Regen ist schwierig. Auf der Wasserseite hat man Ausblicke aufs Meer. Verkrüppelte, sturmzerzauste Bäume, Schwemmholz – von der Sonne ausgebleicht, Felsbrocken und immer wieder alles das, was das Meer so an Resten ausspuckt. Wir schätzen, es sind ca. 3 Kilometer. Der Weg ist teilweise unterspült oder auch sonst nicht immer eben, aber mit festen Schuhen kein Problem. Das Dorf ist deutlich kleiner als Förch (eine Hauptstraße längs und 3 Querstraßen) und besteht überwiegend aus indianischer Bevölkerung. Das sieht man den Häusern und Grundstücken teilweise auch an. Manche Anwesen sind aber auch richtige Schmuckstücke.
Einen Laden gibt es nicht (wir wollten eigentlich Brötchen kaufen), dafür eine Art Souvernirshop, den wir uns aber verkneifen (Stil außen á la 68er). Beim indianischen Kulturcenter – Nuyumbalees Cultural Centre – wird es interessanter. Davor ist ein großer Feuer/Grillplatz eingerichtet – überdacht. Das Dach wird von 4 Totempfählen getragen (oder zumindest die Imitation davon). Das Kulturcenter beherbergt neben einem Museum auch eine Art Schulungseinrichtung. Das Museum ist sehr interessant. Fotografieren darf man darin nicht. Die Texte sind allerdings häufig sehr schwere Kost. Es ist eine Mischung aus dem ortsüblichen Indianerdialekt – teilweise mir eigenen Buchstaben – und Englisch. Man bekommt für die 15,00 $ Eintritt pro Person auf 2 Etagen einiges an Masken, Treasureboxen, Kultgegenständen, Rasseln, Fotos, Kupferplatten und eine Menge Text geboten. Viele der Gegenstände sind aus Red Cedars hergestellt; aus der Rinde, dem Bast, dem Holz. Es ist toll, was alles möglich ist.
Draußen im Schulungscenter kann man die Masken dann auch in die Hand nehmen, ausprobieren oder aufsetzen. Weiterhin gibt es Abdrücke aus Fiberglas der Petroglyphen, die man heute nur noch sehr schwer am Strand finden und erkennen kann. Davon können dann auch Positive für Kunstobjekte genommen werden. Ein Holzschnitzer ist in der Saison auch zu bewundern. Hier wird Schulklassen die Kultur der First Nation nahe gebracht. Die junge Indianerin, die uns aufschließt, ist fürchterlich schüchtern. Sie bekommt kaum den Mund auf. Zudem klingt es nicht so, als ob Sie wirklich gewohnt wäre, sich auf Englisch zu verständigen. Vielleicht schämt Sie sich aber auch nur Ihrer schlechten Zähne.
Wir strolchen noch ein bisschen durchs Dorf. Finden einen begonnen Totempfahl und ein fertig gestelltes, bemaltes Kanu. Es ist so groß, dass ca. 15 Personen darin Platz finden. Der Baum, aus dem es gefertigt wurde, soll ca. 960 Jahre alt sein. Das beeindruckt uns fast mehr, als das wirklich schöne Kanu, das ein tolles Stück Handwerkskunst darstellt. Es wurde hergestellt, dass einerseits die Dorfjugend mit den eigenen Händen, unter Anleitung eines Könners, ein solches Kanu herstellen lernt, andererseits soll es eben dieser Jugend auch bei Zeremonien dienen. Während außen das Kanu ganz glatt ist, bemalt überwiegend in schwarz und rot, und wohl lackiert, sind innen noch gut die einzelnen Schläge der Axt oder eines Stechbeitels zu erkennen. Das Holz ist angenehm weich und doch hart und fühlt sich warm an. Man kann verstehen, dass die Red Cedar von den First Nations als besonderer Baum betrachtet wurde und alle seine Teile Verwendung fanden.
Etwas ermattet laufen wir zum Campingplatz zurück und essen eine Kleinigkeit. Während Mathias ein Mittagschläfchen hält, gehe ich noch mal an den Strand. Schon auf dem Herweg von Cape Mudge Village haben wir immer mal wieder einen Seehund beobachtet, der in Ufernähe herumtreibt. Den beobachte ich nun eine ganze Weile und nehme auch Bilder auf. Während ich ihn „verfolge“, habe ich fast den Leuchtturm auf der anderen Seite des Campingplatzes erreicht. Die letzten paar Meter „gönne“ ich mir nun auch noch. Unterwegs sehe ich zwar den Seehund nicht mehr, aber dafür ist das übrige „Strandleben“ auch schön zu beobachten. Dann gehe ich schnell zurück, nicht dass Mathias sich bei meiner langen Abwesenheit Sorgen macht. Auf meinem Weg hin und zurück, begegnen mir einige Male Einheimische, i. d. R. First Nation, in Trucks. Teilweise leben Sie auf dem Campingplatz. Sie grüßen immer freundlich und sind wohl auch etwas verwundert, weil ich zu Fuß unterwegs bin.
Als ich an den Campingplatz zurückkomme, ist Mathias wirklich tief und fest eingeschlafen. Ich setze mich draußen auf die Bank, genieße noch ein bisschen das Panorama, schreibe an diesem Bericht und warte, bis Mathias wach genug ist, um mit an den Leuchtturm zu gehen. So machen wir es später auch. Wir laufen noch ein ganzes Stück weiter, bis zum Hotel. Dort nutzen wir das Internet um uns mal wieder zuhause zu melden. Leider möchte zwar meine Mutter gerne von uns hören, schreibt aber selber kaum zurück. Grrrr! Eine Broschüre informiert uns auch, warum wir die Petroglyphen am Strand nicht gefunden haben. Sie sind mittlerweile so alt und durch die Witterung verändert, dass es sehr schwer ist, sie überhaupt zu erkennen. Die besser erhaltenen sind mittlerweile aus diesem Grund auch im Museum.
Mittlerweile hat sich das Wetter leider verschlechtert. Mit Grillen ist heute nichts mehr. Also gibt es Geschnetzeltes mit Nudeln. Auch prima. Dann sitzen wir im Camper und lauschen dem Sturm und dem Regen, der aufs Dach des Campers einhämmert. Drinnen ist es warm und gemütlich. Und nach etwas Bier und Rotwein zum Essen, sind wir gg. 21.30 Uhr schon wieder im Bett. So viel frische Luft, neue Eindrücke und Bewegung müssen ja müde machen. Mal sehen, was das Wetter morgen macht. Ob wir noch auf der Insel bleiben oder wieder aufs Festland übersetzen.
27.12.2008, 17:01Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #11
Ingrid65
Mittwoch 24.09.2008 – 6. Tag
Stürmische Überfahrt und Dauerregen bis nach Port McNeill
In der Nacht setzt der Regen nicht aus – es stürmt und tobt um uns herum. Am nächsten Morgen ist es zwar mal kurzfristig trocken, aber so richtig scheint es nicht aufklaren zu wollen. Wir machen noch einen kurzen Trip über die Insel bis nach Heriot Bay. Aber so wirklich macht uns nichts an. Also zurück zum Fähranleger. Einen Schalter für die Tickets finden wir nicht. Die freundliche Dame an der Kaffeebude antwortet auf meine Frage danach, wir hätten doch ein Hin- und Rückticket automatisch erworben. Wie sollte man schon hergekommen sein, außer mit der Fähre und käme man auch wieder weg. Auch gut. Damit relativiert sich netterweise auch der Preis. Die 11.00-Uhr-Fähre ist gerade weg. Also vertreiben wir uns die Zeit mit Erwerb einer Kanne Kaffee an der schon erwähnten Bude und schauen dem Treiben der anderen Mitreisenden zu. Der Budenbesitzer will wissen, woher ich komme – dazu der Hinweis auf einen „light accent“.
Dann ist es so weit, wir klappen wieder die Spiegel ein, rumpeln auf die Fähre und schaukeln 10 Minuten – dieses Mal deutlich heftiger - zurück auf die Hauptinsel. Dort stocken wir unsere Vorräte auf und wollen auch noch Gas und Propane tanken. Mit Petro Canada haben wir bislang keine schlechten Erfahrungen gemacht. Das Tanken soll man zuvor bezahlen. Mathias würde aber gerne voll tanken und wir wissen nicht, wie viel notwendig ist. Tja, meint der brummige Bursche an der Kasse, das sei dann unser Problem. Wütend fährt Mathias davon und wir versuchen unser Glück bei der nächsten Tankstelle. Vorher bezahlen ist da auch angesagt. Aber auf die Erläuterung unseres Problems, meint die nette Dame an der Kasse, ob wir denn eine Kreditkarte hätten. Klar – wer nicht? Dann sei alles kein Thema. Kreditkarte an der Kasse hinterlegen, tanken bis nichts mehr geht und dann den entsprechenden Betrag unterschreiben. Alles kein Problem. So machen wir es auch. Alsbald sind alle Tanks voll. Ein Mitarbeiter hilft noch beim Propane, das darf man ja nicht selbst machen. Und alles wird gut.
Dann geht es auf dem Highway 19 immer weiter nach Norden. Mittlerweile hat wieder der pazifische Dauerlandregen eingesetzt. Eine Weile sieht man rechts noch das Meer, besser gesagt die Discovery Passage, dann bei Bloedel verschwindet die Straße im Landesinnere. Für die nächsten ca. 180 Kilometer gibt es nur Wald - rechts und links der Straße. Bäume, Bäume, und wieder Bäume - große, kleine, dicke, dünne, alte, junge, Originalbepflanzung oder wieder aufgeforstet (dann immer schön mit Schild wer und wann dies getan hat). Dazwischen Farne und Fireweed, Brombeerhecken und Heidelbeersträucher, aber auch oft nur der „nackte“, nadelbepflasterte, bemooste Waldboden. Dann stehen die Stämme viel zu eng, als dass es dem Sonnenlicht (wenn sie denn mal wieder scheint) möglich wäre, irgendeine Vegetation hervorzulocken. Manche Areale sind aber von der Holzfällerei auch völlig verwüstet. Stümpfe, Baumreste und Wurzeln liegen dann kreuz und quer über einem geplünderten Hang. Oft ist vorne zur Straße auch ein „Schamstreifen“ alten Bewuchses verblieben, so halb als Alibi halb als Tarnung.
Beim Abzweig nach Sayward halten wir kurz. Zum einen wird im Reiseführer das Cable House als interessant zum Anschauen beschrieben, zum anderen wollen wir für die Whale-Watching Tour in Telegraph Cove für morgen Plätze reservieren. Das
Cable House ist ganz witzig. Das ganze Gebäude ist von einem dicken Stahlkabel umwickelt. Außerdem soll die Küche gut sein. Mit einem Salmon-Steak und Chicken-Wings probieren wir das aus. Das Essen ist wirklich o.k., die Bedienung nett und das Haus ganz urig. Kein Stuhl passt zum anderen, jeder Tisch ist unterschiedlich. Eine Highway-Raststätte eben, aber witzig gemacht. Da es noch immer Bindfäden regnet, sparen wir uns die Weiterfahrt nach Sayward. Immerhin können wir telefonisch klären, dass die Campgrounds in Telegraph Cove noch offen haben, aber eine Whale-Watching –Tour erst am Freitag möglich ist. Ich buche per Kreditkarte. Also fahren wir erst mal nach Port McNeill. Das ist ja nicht mehr so weit.
Mit dem Alder Bay Resort kurz vor Port McNeill bekommen wir einen schönen Platz für die Nacht. In einer abgelegenen Seitenstraße gelegen – auf dem Weg nach Telegraph Cove - direkt am Wasser, mit Blick über die Bucht nach Cormorant Island, ist der Platz wirklich idyllisch. Für ca. 23,00 $ bekommt man fully-hook up. Die Toiletten und Duschen sind sauber; Duschen gg. Gebühr. Holz könnte man auch bekommen. Und weil im Moment hier ohnehin nicht der „Bär steppt“, können wir uns den Wunschplatz auch gerne aussuchen. Von der Besitzerin erfahren wir auch, dass wir bei einem Besuch von Alert Bay auf Cormorant Island auch ohne Fahrzeug klar kommen würden, wenn wir etwas lauffreudig sind.
Für heute ist aber erst mal Schluss. Wir verpflegen uns noch etwas mit den Resten. Grillen fällt buchstäblich ins Wasser und auf richtiges Kochen haben wir keine Lust mehr.
Geändert von Ingrid65 (27.12.2008 um 20:19 Uhr)
27.12.2008, 17:10Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #12
Ingrid65
Donnerstag 25.09.2008 – 7. Tag
Fährfahrt von Port McNeill nach Cormorant Island
Besichtigung Alert Bay
Am nächsten Morgen fahren wir nach einem schnellen Frühstück nach Port McNeill. Die Fährziele Alert Bay und Sointula auf Malcolm Island werden nur abwechseln bedient. Daher gibt es auch nur ca. alle 3 Stunden eine passende Verbindung. Wir halten erst mal und ich erkundige mich bei der Dame vom Ticketverkauf, ob wir ohne Fahrzeug auf der Insel klar kommen. Hier die gleiche Auskunft. Wenn man gut zu Fuß ist, ist es kein Problem. Da außerdem das Mitnehmen des Campers ca. 60,00 $ mehr kosten würde, ist eine Entscheidung schnell getroffen. Wir suchen uns einen Parkplatz – für 5,00 $ beim Hafenmeister sind Sie dabei – kaufen 2 Tickets für die Fähre um 11.30 Uhr nach Alert Bay (ca. 19,00 $) und düsen noch schnell ins Visitor Centre in der Hoffnung auf nähere Infos. Leider gibt es da nichts, aber auf der Insel sei gleich nach dem Fähranleger auch eine Tourismusinformation.
So richtig vertrauenserweckend sieht die Fährmole nicht aus, aber da schwere LKWs und andere Fahrzeuge die ankommende Fähre schadfrei verlassen, haben wir Hoffnung. Die Fußgänger dürfen zuerst an Bord. Die Überfahrt dauert ca. 40 Minuten und da das Wetter hält, wenn es auch nicht toll ist, genießen wir die Zeit überwiegend an Deck. Vogelschwärme ziehen übers Wasser, häufig in Keilformation. Immer mal wieder kreuzt ein kleineres Boot. Dann kommt auch schon Alert Bay in Sicht. Wir können die Fähre wieder zuerst verlassen und stehen bald neben dem geschnitzten Empfangs/Eingangstor zum Ort. Wir wenden uns erst mal nach rechts, dem Schild Tourist Information folgend. Die ist heute leider geschlossen, lesen wir wenig später. Auskunft gibt statt dessen jemand am Ende der Straße in einem orangefarbenen Gebäude, Adresse wie folgt. Also „wandern“ wir weiter.
Alert Bay ist eine Mischung aus indianischer Lebensart, alten und weniger alten Industrieanlagen – vor allem zur Fischerei – und einer Straßenzeile inzwischen meist wieder renovierten, ein- bis zweistöckiger Gebäuden aus der Zeit zwischen den Weltkriegen oder kurz danach. Einige Häuser stehen auf Stelzen im Wasser. Sie sind meist noch renovierungsbedürftig, was aber häufig bereits in vollem Gange ist. Es wird viel Farbe verwendet, vor allem blau und gelb dominieren die Anstriche, zuweilen gibt es aber auch Orange- und Rottöne. Stein findet kaum Verwendung, die meisten Gebäude sind aus Holz oder Wellblech. Richtung Wasser ist alles auf Stelzen gebaut und es sieht nicht nur etwas aus wie Venedig – verfallen, es riecht auch so. Auf den im Wasser stehenden Holzpfosten sitzen Vögel, Reiher oder Möwen zumeist.
Das mögliche “Ersatzinfocenter“ erweist sich als das derzeit einzig offene Restaurant der Insel, ist propenvoll und die Besitzerin weiß von nichts. Erst muss Sie mal Ihre Gäste fertig bedienen und abkassieren (die Tochter, die Ihr wohl helfen soll, macht einen etwas konfusen Eindruck), dann geht Sie in den angeschlossenen Laden und kramt eine Weile bis Sie eine Broschüre zu den Events des Sommers auf Cormorant Island findet. Mehr hätte Sie nicht, aber schräg gegenüber, bei der Gemeindeverwaltung, könnten wir mehr Glück haben. Das hätte Sie auch gleich sagen können. Wir gehen auch dort noch hin und – tatsächlich – Kartenmaterial, Infos und gute Ratschläge gibt es zu hauf.
Gerade um die Ecke befindet sich der Friedhof des Ortes mit vielen Totempfählen. Das Betreten ist nicht gestattet, Fotos soll man bitte nur vom Gehweg aus machen. Aber das ist o.k. Eine passende Broschüre informiert über die Totempfähle, was sie darstellen, wer sie errichten ließ und wann. Totempfähle erzählen immer etwas von der Geschichte desjenigen, der sie errichten lässt oder von seiner Familie. Wahre Geschichten oder auch mystisches. Totempfähle sollen auch an die Vergänglichkeit erinnern. Sie werden nicht repariert oder neu gestrichen. Wenn Sie zerfallen, dann haben sie ihren Zweck erfüllt und es wird bei Gelegenheit ein neuer errichtet.
Dann wandern wir wieder in den Ort zurück. Neben den pittoresken Häusern, halb zerfallenen Fischerhütten, mehreren Kirchen der verschiedenen Konfessionen, indianischen Schnitzarbeiten und Malereien (Kanus, weitere Totempfähle, Verzierungen an Gebäuden) fällt vor allem der Fähranleger und eine große Wellblechhalle auf. Früher wurden darin die Netze der Fischereifirmen getrocknet, nun dienen sie den ortsansässigen First Nation zu diesen und anderen Zwecken.
Weiter am Ende der Bucht gibt es ein großes, ziemlich ramponiertes Backsteingebäude mit zwei angedeuteten Türmen. Dies ist die ehemalige Internatsschule für die Kinder der First Nation. Die Kinder wurden bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts den Eltern sobald sie schulpflichtig waren entzogen, in Internate gesteckt, wo sie die Sprache und Lebensart des Weißen Mannes zwangsweise lernen sollten. Man war wohl der Meinung, dass dies eine Assimilation fördern würde (wobei eigentlich ja der Neuankömmling – also die Weißen – dazu aufgefordert wird). Das ist mal wieder der klassische Fall von Überheblichkeit und Arroganz, oder wenn man ganz nett sein will – Gut gemeint ist das Gegenteil von Gut.
Für was das Gebäude heute genutzt wird, haben wir nicht so richtig erfahren können. Es gehört auf jeden Fall wieder dem Stamm der Kwakiutl. Gleich daneben steht Ihr neues Kulturzentrum – U’ Mista Cultural Center - mit einem tollen Giftshop und einer großen Ausstellung indianischer Kultgegenstände. Masken, Kostüme, Rasseln, große Kupferstücke (indianischer Zahlungsmittel mit festgelegten Wert, ähnlich unseren Schecks), diverser Kopfschmuck – auch in Form von Orcas (bestimmt sauschwer), dazu gibt es jede Menge Erklärungen und Fotos. Das Museum ist auch didaktisch gut gemacht. Es vermittelt einen Einblick in die kulturelle und spirituelle Welt der Indianerstämme dieser Gegend im 18. und 19. Jahrhundert.
Viele der ausgestellten Gegenstände wurden im Rahmen von so genannten Potlachs verschenkt. Diese Feste fanden anlässlich von Familienfeiern – Hochzeiten, Geburten, zur Feier von bestimmten Ereignissen oder auch nur so statt. Letzteres diente wohl auch dazu eine Art sozialen Ausgleich zu gewährleisten. Das verschaffte dem Schenkenden großes Ansehen und Ehre. Reichtum galt als Verpflichtung und diente nicht dem Selbstzweck. Dieser Gedanke war den protestantisch geprägten Weißen so abwegig, außerdem beanspruchte die Vorbereitung der Potlachs viel Zeit. Daher wurden diese Feste verboten. In dieser Zeit würde ja die Arbeitskraft der Indianer in den Fischfabriken etc. fehlen. Empörte Briefe der Missionare oder Indianeragenten legen ein eindeutiges Zeugnis von Ihrer Haltung ab. Teilweise wurden die Indianer zwangsenteignet, die Häuser durchsucht und alles von Wert konfisziert. Eine Aufstellung der einbehaltenen Werte (vor allem Kupfer) liegt im Museum aus und spricht Bände. Die Indianer haben ihre Kupferstücke dann oft in ausgehöhlten Tischplatten o.ä. versteckt. Oftmals mussten die Ausstellungsstücke aus halb Amerika und von Übersee wieder herbeigeschafft werden. Dort waren sie in den „Völkerschauen“ der Museen ausgestellt worden.
Die Religion ist ohnehin sehr kompliziert – monotheistisch, aber mit Geistern erweitert. Die Vermittlung zu den Menschen erfolgt über eine Art Hohe Priester. Er ist häufig der einzige, der bestimmte Masken aufsetzen, Tänze darstellen oder Gegenstände benutzen darf. Durch Fasten und Gebete (evtl. auch berauschende Speisen und Getränke) versucht er „mehr zu sehen“. Aber das war den meisten Weißen viel zu aufwändig zu begreifen – passte weder in ihr beschränktes religiöses Weltbild noch in ihre wirtschaftlichen Vorstellungen, wie das Land nutzbar wäre. Also beschränkte man sich auf ein paar Vokabeln - „wild“, „unzivilisiert“, „Götzenanbeterei“ o.ä.
Das Wetter ist seit wir auf der Insel sind immer sonniger und wärmer geworden. Auf dem Hügel kann man dann noch den größten Totempfahl der Welt bewundern – die Spitze ist allerdings bei einem der letzten Winterstürme abgebrochen – und ein Longhouse. Uns ist richtig warm geworden beim Aufstieg. Den Lehrpfad durch das Ecological Reserve (ähnlich Kaltenbronn) sparen wir uns. In ca. 30 Minuten geht unserer Fähre zurück. Wir sehen sie übers Wasser schon kommen. Also beeilen wir uns ein wenig den Berg wieder hinunter zu kommen.
Geändert von Ingrid65 (27.12.2008 um 20:20 Uhr)
27.12.2008, 17:10Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #13
Ingrid65
Als die Fähre anlegt, sind wir gerade angekommen. Passt doch. Während es auf der Herfahrt noch relativ grau und ungemütlich war, haben nun das schönste Wetter. Die Inseln bilden zum bayrisch weiß-blauen Himmel einen tollen Kontrast. Schiffe und kleine Schlepper kreuzen unseren Weg. In einiger Entfernung ziehen sogar vier Orcas an uns vorbei. Sie zu beobachten ist wunderbar. Ein Männchen (erkennbar an der hohen Rückfinne) und 3 kleinere Tiere können wir ausmachen.
Zwei junge Österreicher sprechen uns an. Ob wir heute schon nach Port Hardy weiterführen. Sie sind per Pedes und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und suchen wohl eine Mitfahrgelegenheit. Die Greyhoundbusse fahren hier nur einmal pro Tag. Pech gehabt. Unser Ziel für heute heißt erst mal Telegraph Cove.
Dahin fahren wir auch direkt nach dem Anlegen der Fähre. Inzwischen ist die Straße durchgehend asphaltiert und „relativ“ gut ausgebaut. In Beaver Cove wird immer noch tonnenweise Holz verschifft. Die umliegenden Hänge sehen entsprechend aus. Allerdings liegt der Holzabbau wohl in den „letzten Zügen“. Die Loggingroads müssen die Holzfirmen zum Abschluss ihrer Tätigkeit (sofern Interesse und Bedarf besteht) in befestigte Straßen umwandeln, die dann der Staat übernimmt. Dies ist ein Teil der „Renaturierungsmaßnahmen“. So ist dies wohl auch hier.
Auch in Telegraph Cove hat sich einiges verändert. Neben dem einen im Reiseführer ausgewiesenen Campground (der aber nicht ausgeschildert ist), gibt es oberhalb des alten Ortskerns noch einen zweiten, ganz neuen. Außerdem gibt es eine neue Anlage von Ferienwohnungen. Direkt am Hafen, auf Stelzen, mit Blick auf die alten Häuser. Erst mal suchen wir wieder einen Parkplatz um uns einerseits bei Stubbs fürs Whale-Watching morgen zu melden und andererseits den Campground zugewiesen zu bekommen. Letzteres soll man im Touristoffice tun. Stubbs ist kein Problem. Wir sollen bitte spätestens 30 Minuten vor der Abfahrt da sein und andererseits uns möglichst warm anziehen. Auf dem Wasser ist es kalt. Der Campingplatz gestaltet sich schwieriger. Als die Antwort auf die Frage - am Wasser oder im Wald – von uns „am Wasser“ lautet, bekommen wir unwirsch ein „that’s in the Marina Office – left hand“ zu hören und sind entlassen. Das Marina-Office ist nicht zu finden, der Platz am Wasser gefällt uns nicht sonderlich (kein Grillen möglich) und der 2. Platz ist nicht ausgeschildert und nicht zu finden. Das Touristoffice hat mittlerweile zu und so unfreundlich wie die junge Dame war, hätten wir ohnehin keine Lust mehr.
Also fahren wir kurz entschlossen wieder zum Alert Bay Resort zurück. Da ist zwar auch keiner mehr, aber das Bezahlen können wir auch morgen früh erledigen. Wir finden einen tollen Platz mit Meerblick, werfen Steaks auf den Grill und haben einen wunderschönen Abend.
27.12.2008, 17:16Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #14
Ingrid65
Freitag 26.09.2008 – 8. Tag
Whale-Watching in Telegraph Cove und ein etwas veränderter Ort
Am nächsten morgen ist das Wetter ganz o.k. Wir machen uns auf die Suche nach dem Besitzer, um für gestern und die kommende Nacht zu bezahlen. Zu guter Letzt hänge ich einen Zettel an die Tür, wir würden die kommende Nacht wieder kommen. Nach einigem hin und her, gibt sich derjenige Mann als zuständig zu erkennen, der schon ca. eine Stunde zuvor Mathias angesprochen hatte, was denn unsere Pläne für heute wären etc. Wir versuchen auch zu hause anzurufen. Mathias erwischt seine Mutter beim 2. Versuch, bei meinen Eltern ist nur der AB dran.
Dann geht es wieder nach Telegraph Cove. Das mit dem Parken ist heute noch ein größeres Problem. Der untere Parkplatz ist nur für PKWs gedacht und auch schon recht voll. Der obere, auf den für RVs verwiesen wird, ist schier unbefahrbar und auch voll mit Bagger, Booten etc. Immerhin erfahren wir von einem Autofahrer, der neben uns anhält, um zu fragen, ob er uns weiterhelfen kann, dass wir uns auf dem richtigen Weg zu dem Tags zuvor nicht gefundenen Wald-Campingplatz befänden.
Da der Weg richtig „sch...“ ist, kehren wir um und halten auf dem Marine-Parkplatz. Jetzt ist auch das Office zu erkennen. Ganz hinten, versteckt am anderen Ende des Gebäude gibt es ein kleines Schild, dass dann noch mal auf die andere Gebäudeseite zu einem kleinen Kabuff verweist. Gut, gefunden und 6 $ für den Tages-Parkplatz bezahlt.
Nun haben wir noch genug Zeit, um uns den Ort in aller Ruhe anzuschauen, einen Kaffee zu trinken, im Giftshop zu stöbern und im Wal-Museum alles zu bewundern. Dort frage ich auch, wie es zu den Veränderungen im Dorf kommt. Der Unterschied ist fast unangenehm und mit den Händen zu greifen – ebenso wie die Animositäten der beiden Ortsteile. Hier der alte Ort, auf Stelzen gebaute Häuser aus der Zeit vor WKII, die meisten liebevoll restauriert sind, mit netten kleinen Kaffees und Restaurants, viel Holz, Blumenkübel und ein bisschen Ökoscharm – und auf der anderen Seite die großen Parkplätze, zum Teil asphaltiert, der moderne, aber gesichtslose Campingplatz und die Ferienwohnung über dem Wasser in einem halbwegs erträglichen, aber doch hier völlig unpassenden Baustil. Ein „Industrial Developer“ hat wohl vom Staat Land gekauft, investiert, gebaut und will wohlhabende Touristen in größerem Stil anlocken. Der Unterschied in der Lebenseinstellung und in Vorstellung zur Dorfentwicklung könnte wohl kaum größer sein. Das erklärt zwar etwas das Verhalten des Tourist-Office-Mädchens, aber doof war es doch.
Das bekomme ich etwas unverblümter und mit einem „it’s different“ im neuen Kaffeeshop dann auch noch mal erläutert. Der Kaffee war wirklich gut, die Barrista sehr nett und eben mitteilsam.
Dann hat das Warten ein Ende. Gegen 14.00 Uhr geht es los. Der Kapitän unseres Schiffes stellt sich vor (ein ehemaliger RCMP-Offizier). Er erklärt die Sicherheitsvorkehrungen, wo die Toiletten sind, wie man sie benutzen soll und dass es unter Deck neben Büchern und Infomaterial auch Kaffee etc. gäbe. Mit von der Partie ist auch eine Biologin, die Fachfragen beantworten kann. Wir werden namentlich aufgerufen und nach unserem Herkunftsland gefragt. Es sind eine ganze Menge Passagiere – so ca. 30. Das Schiff ist aber groß genug und das frische Wetter und das kabbelige Wasser hält die meisten später ohnehin unter Deck.
Schon die Ausfahrt aus dem Hafen gestaltet sich etwas windig, dann, bis das Schiff das offene Meer erreicht hat, ist es richtig heftig. Gischt weht über die Reling und durchnässt die meisten ordentlich. Die oben an Deck bleiben wollen, lassen sich davon aber nicht abhalten.
Die Biologin kommt vorbei und erklärt uns, welche Tiere wir heute evtl. sehen werden – Orcas wohl eher nicht, dafür Humpack Whales – Buckelwale. Weiterhin hoffen Sie auf Seelöwen und Bald Eagle und vielleicht auf Bären. Wir fahren relativ weit raus, die Maschine röhrt und stampft und schafft sich vorwärts. Der Seegang ist schon spürbar und es wäre ohne unsere diversen Lagen Kleidung empfindlich kalt. Wir kommen an einer Seelöwen-Kolonie vorbei und auf einem Baum sitzt ein Weißkopfseeadler. Alle sind aufgefordert aufmerksam Ausschau nach den Walen zu halten. Man erkennt sie an den kleinen Fontänen Wassers, die sie mit der Atemluft ausstoßen. Manchmal zwei, dreimal hintereinander, dann tauschen sie richtig auf, zeigen – wenn man Glück hat die Schwanzflosse, mit der man die einzelnen Tiere unterschieden kann – und dann tauschen sie wieder an den Grund um Nahrung aufzunehmen.
Nach einer geraumen Weile haben wir Glück. Eine Mutter mit Kalb und ein einzelnes Tier gönnen uns zumindest die Fontänen und dann auch ihre Rückenansicht. Mit dem Schwanz dauert es aber sehr lange. Aber irgendwann haben wir auch den zu sehen bekommen. Es stellt sich heraus, dass das Einzeltier neu in der Gegend ist und noch keinen Namen hat. Zur Erkennung hat die Biologin einen Katalog von Bildern dabei, in dem die verschiedenen Tiere mit ihren Erkennungsmarken verzeichnet sind. Das Weibchen ist z.B. schon seit 2001 in der Gegend. Sie wurde 2 mal schwer von einer Schiffsschraube getroffen und verlor dabei auch ihren „Buckel“. Sie hat sich aber erholt und hat mittlerweile das Kalb. Das Schiff fährt den Tieren immer wieder hinter her, bleibt aber auf einem gewissen Sicherheitsabstand. Teilweise dauern die Tauchgänge zwischen dem Atemholen bis zu 8 Minuten. Da erzählen die Biologin der Kapitän über die Tiere und ihre Lebensweise, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Aber immer wieder haben wir Glück, sehen sie und können sogar ein paar Fotos machen.
Nach 3 Stunden kehren wir wieder um Richtung Telegraph Cove. Das Wetter hat bislang mitgespielt. Der Sonne war meistens draußen und nachdem wir die kabbelige „Uferregion“ verlassen hatten, war es an Deck - bis auf den Wind – gut auszuhalten. Wir passieren noch eine Kolonie Stellar-Seelöwen – große, wuchtige Tiere, deren Röhren und Gestank weithin dringen. Die Bullen richten sich aus Imponiergehabe gegeneinander auf (wie sich die Bilder gleichen) oder schubsen kleinere Tiere ins Wasser. Verschiedene Wasservögel schwimmen um die Seelöwenfelsen herum – wohl in der Hoffnung auf Fischreste.
Ein paar Kilometer weiter liegt eine Fischfarm im Wasser. Futterspender kreiseln wie Berieselungsanlagen und die Fische springen in die Höhe. Die Biologin erzählt mir, dass es eine große kontroverse Diskussion um diese und andere Anlagen gibt. Noch dazu, dass keine einheimischen Fische gezüchtet werden. Wenn Tiere entkommen würden, wüsste keiner so genau, was mit dem empfindlichen heimischen Ökosystem geschehen würde.
In der nächsten seichten Bucht sehen wir sogar einen Schwarz-Bären. Er sucht nach kleinen Krebsen unter den Steinen – so eine Art Bärensmarties. Nach einer Weile hat er von uns genug und verschwindet wieder im Wald. Aber immerhin – unser erster Bär in diesem Jahr.
Dann steuern wir endgültig den Hafen von Telegraph Cove wieder an. Es beginnt ganz leicht zu rechnen. Dabei scheint aber die Sonne. Der Regenbogen begleitet uns – auch lange nachdem der Regen aufgehört hat – bis an den Campground. Bei gegrilltem Lachs und Salat beschließen wir den Abend. Der Sternenhimmel ist wieder furios und aus dem Schlafzimmerfenster können wir aufs Meer blicken.
27.12.2008, 17:21Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #15
Ingrid65
Samstag 27.09.2008 – 8. Tag
Port Hardy, Lachse und ein Bär und ein Bärchen am Campground
Am nächsten Morgen ist das Wetter nach wie vor schön. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von dem tollen Platz und fahren nach Port Hardy. Wir waren dort ja schon mal und damals mit dem Quatse River Campground zufrieden. Wir schauen uns die Alternativen trotzdem mal kurz an. Brrr! Es bleibt sicher dabei. Mitten in einem „Märchenwald“ gelegen, am Quatse River - wenn auch etwas feucht, bekommen wie für gut 20,00 $ pro Tag einen Platz mit full-hook up mit Blick auf den Fluss. Die Duschen sind mit im Preis inbegriffen und theoretisch für einen kleinen Obolus kann man den Computer im Office für einen Internetzugang benutzen. Tatsächlich verlangt der Besitzer dann aber nichts dafür. Für das Feuerholz möchte er eine kleine Spende. Es ist gutes Zedernholz, wenn auch etwas feucht.
Seit dieser Woche wandern die Lachse. Man kann ihr Springen im Fluss deutlich hören. Das lockt auch die Bären an. 5 sind – so der Besitzer - in der Nähe des Platzes zu finden. Um den Platz herum gibt es diverse Wanderwege. Am Fluss entlang oder auch in den Ort.
Wir fahren mal in die Stadt, ergänzen unserer Vorräte, stellen fest dass auch hier an Wochenenden die Tourist-Info geschlossen ist und fahren dann ziellos etwas spazieren. Ein Weg führt uns nach Coal Harbour. Entlang des Holberg-Inlets liegen teilweise wunderschöne Häuser, alle mit Blick aufs Wasser. Sonst bietet der Ort, neben zwei Walfischknochen und einem kleinern Hafen, wenig. Uns wird klar, hierhin zieht nur, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wird oder der definitiv seine Ruhe haben will. Noch eine Runde zum Fährhafen und dann zurück an den Campingplatz.
Dort haben die Lachse und die Fischer zahlenmäßig mittlerweile zugenommen (allerdings haben wir nie auch nur einen gesehen, der einen Fisch an der Angel gehabt hätte). Teilweise könnte man fast über den Rücken der Fische das kleine Flüsschen überqueren, so dicht stehen sie im Wasser. Wenn sie nicht gerade versuchen sich die Strömung empor zu quälen. Ist das Wasser tief genug, dann müssen die – oftmals vergebens – gegen die Strömung ankämpfen. Ist das Wasser flacher, dann nutzen die Lachse Steine, Wurzeln, Äste - eben alles was Widerstand bieten kann, um sich darüber zu robben und so weiter hoch in den Fluss zu gelangen. Dabei winden sie sich, platschen laut auf, drängen sich gegenseitig weg – kurz benehmen sich für unsere Verständnis völlig irre.
Wir machen uns auf den und wandern den Quatse Trail Loop entlang. Er beginnt an unserem Campground, führt den Fluss entlang bis zur Brücke auf der Straße nach Coal Harbour und verschwindet dann wieder im Wald auf der anderen Flussseite. Eine Weile folgt er dessen Lauf, wobei er einen alten Zedernwald durchquert. Von den Bäumen hängt Moos. Viele sind umgestürzt. Aus den alten wachsen neue. Der Boden ist mit Farnen und anderem Grünzeug dicht bewachsen. Das Licht erreicht kaum den Waldboden. Es ist dämmrig und der Boden ist weich und federnd, voller Moos und immer feucht. Dann macht der Weg einen Bogen und landet in einem hellen, lichtdurchfluteten Birkenwald. Ein schnurgerader Wanderweg, leicht geschottert, führt hindurch um am anderen Ende auf der so genannten „alten Brücke“ zu landen. Im Sommer offensichtlich der Badeplatz der Dorfjugend, nun eine angesagte Angellokation. Einige Jugendliche üben sich im Wurmbaden und beachten uns gar nicht. Weiter folgt der Weg der Straße entlang zurück Richtung Campground. Immer durch den Wald, der hier wieder dichter und wilder ist. Am Ende kommen wir wieder am Holzplatz des Campgrounds raus. Eine knappe Stunde kann man so laufen. Auf dem Weg rund um den Campingplatz und durch den Zedernwald liegt immer wieder Bärenkot und Warntafeln geben Hinweise zum Verhalten. Wir bewegen uns daher etwas lauter, wie wir es in Deutschland bei einem Waldspaziergang tun würden.
Kaum am Platz zurück, wir überlegen gerade, was wir nun noch machen wollen, tritt am gegenüberliegenden Ufer eine Bärenmama mit halbwüchsigem Jungen ans Ufer. Sie ist sichtlich nervös, weiß nicht so recht, ob sie das Junge wieder in den Wald zurückscheuchen soll. Das Kleine ist aber neugierig und will runter ans Wasser. Wir versuchen ein paar Aufnahmen, wollen aber der Bärin nicht zu sehr auf den Pelz rücken. Der kleine Fluss zwischen uns ist für sie kein wirkliches Hindernis und auf kurze Distanzen können Bären sehr schnell werden. Wir nehmen daher etwas Abstand und verfolgen sie erst dann von unserem Ufer aus, nach kurzer Zeit ist sie aber verschwunden. Später wird sie noch mal auftauchen und den Fluss in Gegenrichtung entlang laufen.
Mittlerweile versucht Mathias ein Feuer in Gang zu bringen und ich bereite Steaks und Salat vor. Unser Platznachbar – ein großes altes Wohnmobil mit australischer Flagge, beobachtet mit Weinglas in der Hand den Fluss. Seine Frau ist ziemlich furchtsam und traut sich kaum aus dem Fahrzeug. Sie spricht Mathias an und wir kommen ins Gespräch. Die beiden sind in Rente, haben sich vor ein paar Jahren das Gefährt gekauft und gehen damit in Canada und den USA auf Tour. Wenn es nicht benötigt wird, steht es in der Nähe von Calgary bei einem Farmer in der Scheune. Bei ihren ausgedehnten Reisen haben sie auch viele Länder in Europa besucht und kennen auch Deutschland ganz gut. Er stammt ursprünglich aus England, lebt aber schon lange in Australien. Sie stammt wohl von dort. Die beiden werden am Montag in aller früh auf die Fähe nach Prince Rupert gehen und die Innenside Passage bereisen. Wir haben an diesem Abend immer mal wieder um dies und das geplaudert. Das war ganz nett.
Irgendwann ist dann das Abendessen fertig. Immer noch hört man die Lachse in den Fluss platschen. Das Wasserrauschen begleitet uns auch die ganze Nacht. Beim Duschen gehen, ist uns etwas mulmig zu Mute. Mit Headlight ausgerüstet gehen wir zusammen los. Den Müll bringen wir vorher noch in den bärensicheren Abfallcontainer. Auf dem Rückweg begegnet uns der Besitzer mit seinem Hund. Der ist ziemlich nervös – er riecht Bären auf 1,5 Kilometer - und freut sich, dass es nur wir sind. Haben wir doch heute Mittag mit ihm auch brav Bällchen werfen gespielt.
27.12.2008, 17:24Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 #16
Ingrid65
Sonntag 28.09.2008 – 9. Tag
Port Hardy, Lachse, ein Bald Eagle und ein Bär am Campground
Der Tag verspricht wieder schön zu werden. Wir überlegen beim Frühstück, was wir tun wollen. Noch einen Tag bleiben und relaxen oder weiter fahren - in diesem Fall wieder Richtung Süden. Da der Platz immer noch sehr ruhig ist, entscheiden wir uns zu bleiben. Da morgen die Fähre Richtung Prince Rupert ablegt, wird es zwar am Abend bestimmt voller, aber den Tag über können wir noch fast ungestört Lachse, Fluss und Gegend genießen. So machen wir es dann auch.
Wir wandern noch einmal um den Platz herum, den gleichen Weg wie gestern. Beobachten in Ruhe die Lachse. Inzwischen werden es immer mehr. Ein Weißkopfseeadler zieht durch das Flusstal auf der Suche nach Beute. Auf einer Sandbank im Fluss entdecken wir frische Reste eines Lachses. Da hatte ein Bär wohl nicht mehr so richtig Hunger oder er wurde gestört. Da heute eine Menge Leute mit Hunden auf diesem Pfad unterwegs sind, muss die Störung nicht von uns ausgegangen sein, aber wir ziehen uns doch respektvoll zurück. Weiter im Wald auf dem Wanderweg zeigt sich noch mal dasselbe Bild. Wir nehmen dann auch den etwas belebteren Teil des Weges. Da wird man für Spaziergänger mit Hunden doch richtig dankbar. So lange die nicht anschlagen, könnte die Welt in Ordnung sein. Und die Erklärungen des Campingplatzbesitzers beim Zahlen vorhin, dass ein großer Bär – nicht wirklich aggressiv, aber dominant - auf dem Gelände herumschleicht, dienen dann auch nicht wirklich zur Beruhigung der Nerven.
Mathias hält irgendwann einen Mittagsschlaf und ich setze mich mit einem Stuhl an den Fluss, beobachte die Fische und warte ob sich evtl. wieder ein Bär zeigt. Die Australier kommen noch mal vorbei und erzählen, dass der große Bär heute morgen, als sie beim Frühstück waren, versucht hätte die Mülltonne zu öffnen (hat aber einen Karabinerhaken zur Sicherung, ätsch) und da ein schlauer Mensch den Schuppen, mit den leeren Getränkedosen offen gelassen hat, hat er sich darin vergnügt. Die Sauerei war mir am morgen schon aufgefallen, als ich zum Duschen gegangen bin.
Der Bald Eagle von heute morgen ist dann wieder da. Er lässt sich auf Schwemmholz und Steinen im Fluss nieder und verleibt sich die Reste der Bärenmahlzeiten ein. Wir beobachten ihn eine ganze Weile, Filmen und machen Fotos. Das Tier ist wirklich schön und wirkt sehr ruhig und gelassen. So, als ob es sich seines „guten Aussehens“ bewusst wäre und der Tatsache, dass er derzeit nur Bewunderer um sich hat.
Später, es wird fast schon dunkel, kommt auch ein Bär wieder den Fluss herauf getrollt. Nicht der ganz große, aber ein Einzelgänger. Auf der Sandbank gegenüber schnüffelt er ein bisschen herum. Dann verschwindet er wieder im Wald. Es sind ihm wohl doch zu viele Menschen da. Mittlerweile ist der Platz - wie schon vermutet - besser gefüllt. Die Fährabfahrt wirft ihre Schatten voraus.
Wir machen Feuer und genießen Lachs und Salat. Der Tag hier war schön, erholsam und trotzdem ereignisreich. Morgen haben wir eine größere Strecke vor uns, da war es angenehm mal einen Tag ohne Motorengebrumm zu erleben.
Du kannst kein Adjustment of Status beantragen - ich bin mir nicht im Klaren darueber ob es da eine Prozedur gibt, die dir die GC beschafft, wenn du ausserhalb des Landes bist.
Du brauchst also...
Tag 11 - lets meet in San Francisco!
Als wir heute aufgestanden sind hechtete Jurij zuerst zum Balkon! Wir beteten beide, dass der fuxx fog endlich weg ist...tja irgendwie hatten wir auch an...
Samstag, der 18.05.2013
Heute geht's es weiter, der Flug nach Honolulu steht an.
Beim heutigen Aufstehen war wieder alles beim Alten, Gabi ist nervös und früh hoch und ich will noch liegen...
Hallo Zusammen,
ich bin seit 7 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er ist vor 1,5 Jahren auf einem H1B Visum in die USA gegangen. Nun möchte er mit Hilfe seines Arbeitgebers die Green Card...
Ne leider nicht! $1000-1250 p. P./Monat, also hätten wir praktisch $2500 im Monat für z. B. ein Apartment. Sind ja zu 2! Danke für die Hilfe!!!!!! Echt nett!!!
Sie betrachten gerade Vancouver Island und Vancouver im September/Oktober 2008 - Seite 2.
Green Card, kann der Ehepartner in...
Du kannst kein Adjustment of Status beantragen - ich bin mir nicht im Klaren darueber ob es da eine Prozedur gibt, die dir die GC beschafft, wenn du ausserhalb des Landes bist. Du brauchst also...