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Yukon und Alaska Juni 2006

  1. Yukon und Alaska Juni 2006 #1
    Murphy
    Nachdem es mit der Übersichtskarte Probleme hätte geben können, hier eine tabellarische Übersicht unserer Reise vom 30. Mai 06 bis 28. Juni 06

    Tag 1: Frankfurt - Whitehorse
    Tag 2: Whitehorse - Carcross
    Tag 3: Carcross - Skagway
    Tag 4: Skagway - Haines
    Tag 5: Haines - Haines Junction
    Tag 6: Haines Junction - Deadman Lake/Alaska
    Tag 7: Deadman Lake - Glenallen
    Tag 8: Glenallen - McCarthy
    Tag 9: McCarthy - Glenallen
    Tag 10: Glenallen - Palmer
    Tag 11: Palmer - Anchorage
    Tag 12: Anchorage
    Tag 13: Anchorage - Byers Lake
    Tag 14: Byers Lake - Denali
    Tag 15: Denali - Fairbanks
    Tag 16: Fairbanks
    Tag 17: Fairbanks - Walker Fork Campground; Taylor Hwy (hinter Chicken)
    Tag 18: Walker Fork Campground - Dawson City
    Tag 19: Dawson City - Eagle Plains
    Tag 20: Eagle Plains - Polarkreis - Dempster Corner
    Tag 21: Dempster Corner - Dawson City - Whitehorse
    Tag 22: Wolf Creek - Lake Laberge
    Tag 23: Lake Laberge - French Lake
    Tag 24: Lake Laberge
    Tag 25: Lake Laberge - Whitehorse
    Tag 26: Whitehorse
    Tag 27: Whitehorse
    Tag 28: Whitehorse - Frankfurt :.(

    Di, 30. Mai 06: Frankfurt – Whitehorse
    In der Frühe stehen wir ungeduldig am Fenster und schauen, wo Josef wohl bleibt. Er wird uns doch nicht vergessen haben? Manchmal wirkt er etwas vergesslich. Aber da hören wir auch schon das Öffnen des Garagentors. Jetzt aber nichts wie los. Der Wagen ist schnell gepackt, da wir nur je einen Seesack und einen Rucksack dabeihaben. Aber was ist das? - Stau auf der Zufahrt zum Bahnhof! Nervös blicke ich auf meine Armbanduhr und gehe in Gedanken den verbleibenden Weg durch. Endlich haben wir den Stau überwunden und sind in der Tiefgarage am Bahnhof in Mannheim. Jetzt noch schnell einen Gepäckwagen organisieren, von Josef verabschieden und dann nichts wie zum richtigen Bahnsteig. Und richtig, da kommt auch schon der Zug. - Geschafft. Jetzt können wir verschnaufen, der Zug fährt direkt zum Flughafen Frankfurt.
    Der Check-in geht erstaunlich schnell über die Bühne. Aber dann geht's erst richtig los. Eine Sicherheitskontrolle nach der anderen – zum Schluss heißt es dann auch noch Schuhe ausziehen und durchleuchten lassen. Gottseidank war dies die letzte Kontrolle.
    Der Abflug in Frankfurt gestaltet sich dann, wie kann es anders sein, als eine ziemlich verregnete Angelegenheit. Na ja, Hauptsache es geht endlich los.
    Nach endlos langen 10 Stunden kommen wir dann endlich bei strahlendem Sonnenschein in Whitehorse an. Unseren Hotelbus haben wir schnell gefunden. Unser Ziel ist diesmal das Hi Country Inn. Proffessionell ist das Einchecken erledigt und wir bringen unser Gepäck aufs Zimmer. - Für eine Nacht OK.
    Jetzt hält uns aber nichts mehr und wir begeben uns auf unseren ersten Rundgang durch Whitehorse. - Was sich wohl alles verändert hat? Aha, der Winter hat hier auch erst kürzlich seinen Rückzug angetreten.
    Für den Abend verabreden wir uns mit Jessica, Andrea war leider mal wieder nicht zu erreichen. Jessica ist selbst in ihren Reisevorbereitungen, nimmt sich aber dennoch auf ein Bier Zeit.
    Jetzt ist es 22:00 Uhr und wir sind einfach nur noch müde und selbst das Tageslicht kann uns am Einschlafen nicht stören.

  2. Yukon und Alaska Juni 2006 #2
    Murphy
    Mi, 31. Mai 06: Whitehorse – Carcross (73 km)
    Auf Grund der Zeitverschiebung sind wir sehr früh wach, duschen und gehen zum Frühstück. Den Kaffee können wir bereits riechen. Wir sind mit die ersten im Frühstücksraum.
    Nach dem Frühstück heißt es, Zimmer räumen, auschecken und auf Fraserway warten. Der Wagen kommt auch wie vereinbart und holt uns und weitere Gäste bei strahlendem Sonnenschein aber kalten Temperaturen ab. Na, dann kann die Prozedur der Fahrzeug*übernahme ja endlich losgehen. Die Buchungsunter*lagen sind alle vollständig und die Daten von Fraserway stimmen mit den unsrigen überein. Fehlt jetzt nur noch das Fahrzeug. Ah ja, ist noch nicht fertig. Wird gerade gereinigt. Nach einer etwa ½-stündigen Wartezeit ist unser Wagen dann endlich auch zur Stelle – ein TC10 Slideout.
    „Ist aber verdammt hoch – so habe ich mir das eigentlich nicht vorgestellt“ sind meine ersten Gedanken. „Wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, komme ich gerade noch ans Türschloß zum Aufschließen der Wohneinheit.“ Die Einführung in das Fahrzeug bringt auch schon die nächste Überraschung – der 4-Rad Antrieb kann nur bedarfsweise und nur kurzzeitig zugeschaltet werden. Zwillingsreifen auf der hinteren Achse, wie auf dem Prospekt versprochen, hat der Wagen auch keine. Wenigsten ist es ein Diesel.
    Um die Mittagszeit ist die Prozedur der Fahrzeugübernahme dann endlich abgeschlossen. Und es geht zum Einkaufen. Zum Glück haben wir unsere Einkaufsliste schon zu Hause aufgestellt, sodaß wir hier nur nach Liste in den Einkaufswagen sortieren müssen. Jetzt noch die Lebensmittel verstauen und wir sind endgültig wieder auf Achse. Das große Abenteuer kann beginnen.
    Heute werden wir nicht mehr weit fahren. Lediglich bis zum Campground in Carcross. Angekommen heißt es dann erst mal, die Klamotten einräumen und alles für die nächsten 4 Wochen einrichten. Danach geht es ans Abendessen. Rudi kümmerte sich um das Feuer und ich um den Rest (Grillgut und Salat). Dazu gab es dann ein Bier.
    Mit dem Fahrzeug sind wir nicht so glücklich, es schwankt wie ein Schiff bei Seegang. Vielleicht gewöhnen wir uns in den nächsten 4 Wochen noch dran.
    Der Campground in Carcross wirkte sehr ungepflegt, überall lagen Bierflaschen und Scherben rum. Die Lage des Campgrounds ist recht nahe der Straße. Im Ganzen machte der Campground den Eindruck, als sei er saisonbedingt noch gar nicht richtig in Betrieb, sondern lediglich für eine Übernachtung provisorisch geöffnet.

  3. Yukon und Alaska Juni 2006 #3
    Murphy
    Do, 1. Juni 06: Carcross – Skagway (108 km)
    Auch an diesem Morgen sind wir wieder sehr früh wach. Der Morgen ist recht frisch aber noch scheint die Sonne. Nach einem kurzen Frühstück geht die Reise gegen 8 Uhr weiter Richtung Skagway. Unterwegs werden die Wolken immer dichter und je näher wir dem White Pass kommen desto ungemütlicher wird das Wetter. Schneeregen setzt ein und wir sind froh im Warmen zu sitzen. Jetzt macht sich auch ein Nachteil des TC10 bemerkbar – kein schnelles Durchlaufen in den Wohnbereich ist möglich um eine warme Jacke zu holen, geschweige denn mal schnell ein warmes Getränk zu machen. Aber wir lassen uns nicht unsere gute Laune verderben. Die Landschaft ist mittlerweile noch richtig mit Schnee und Eis bedeckt. Ein paar Möwen tummeln sich, ansonsten wirkt alles noch ziemlich erstarrt.
    Wir können uns nur warm anziehen und vergessen, dass es doch eigentlich Juni ist.
    Und Leider – alles Hoffen nutzt nichts, der Paß liegt heute in den Wolken verborgen und läßt nichts von seiner Grandiosität sehen. - Schade.
    Der Grenzübertritt in die USA, welcher uns aufgrund unserer Erlebnisse in Frankfurt solches Kopfzerbrechen gemacht hatte, war vollkommen stressfrei. Die Grenzbeamten waren freundlich und hilfsbereit. Das Ausfüllen der Formulare stellte überhaupt kein Problem dar, lediglich das Abnehmen der Fingerabrücke und das Foto*grafieren verursachte ein ungutes Gefühl. Danach bekamen wir dann unsere Visa, gültig für 6 Monate sowie den speziellen White Pass & Yukon Route Stempel in unseren Pass. Der Stempel wurde mit viel Gefühl eingetragen.
    Vor dem Verlassen der Grenzstation stellten wir unsere Uhr um 1 Stunde zurück auf Alaska Zeit. Dann ging es weiter Richtung Skagway. Leider blieb die Landschaft auf dem ganzen Weg in den Wolken verborgen.
    Die große Überraschung kam kurz vor Skagway. Die Wolken rissen auf und die Sonne bahnte sich ungebremst ihren Weg durch den Himmel. Das Thermometer stieg in Skagway auf 23°C und es war absolut windstill. Dieses total gegensätzliche Wetter war nicht zu glauben.
    In Skagway haben wir zunächst unsere Lebensmittel im Supermarkt von Fairway ergänzt und gingen danach im Corner Cafe gegenüber zu einem zweiten Frühstück bzw. Mittagessen. Rudi musste 15 Minuten warten, bis er seine Bestellung von der Mittagskarte aufgeben konnte. Das Essen war vorzüglich und reichhaltig und es wurden keine Touristen*preise verlangt. Dieses Cafe sollte auch morgen für unser leibliches Wohl sorgen.
    Wohlgestärkt machen wir uns jetzt auf den Weg zu unserem Campground, den wir ebenfalls von unserem letzten Aufenthalt noch kannten. Der Campground liegt etwas abseits der Touristenattraktionen in der 12th Ave. Dafür haben wir aber relativ viel Platz und einen herrlichen Rundumblick . Tagsüber fährt die Bahn dort vorbei, in der Nacht jedoch ist kein Fahrbetrieb, sodaß wir eine ungestörte Nachtruhe haben werden.
    Jetzt machen wir uns auf zu einem Stadtbummel. Insbesondere eine Grillzange fehlt mal wieder. Vielleicht haben wir ja Glück und finden gleich eine. Tatsächlich, im ersten Hardware Shop werden wir auch schon fündig. Genau was wir wollen. Na, das ging ja mal schnell.
    Momentan liegt kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, sodaß wir unseren Stadtbummel stressfrei weiterführen können. Wir genießen den Sonnenschein bei einem Eis und lassen es uns bei 23°C Außentemperatur gemütlich gehen.
    Im Liquor Store nehmen wir uns noch ein 6-Pack mit und machen uns langsam auf den Rückweg zum Mountain View RV Park in der 12th Ave. Da mittlerweile meine Füße weh tun, freue ich mich auf ein Bier mit dem wir dann gemütlich den Abend einleiten werden. Das Abendessen wird heute kurz ausfallen, da wir von der Völlerei während des ganzen Tages über noch immer gesättigt sind.
    Campground Mountain View RV Park:
    Die Kosten von 30 USD pro Nacht sind unseres Erachtens zu hoch. Preis/Leistung rechtfertigen den hohen Preis nicht. Die Sanitäranlagen sind dringend renovierungsbedürftig und auch für den Platz, wenn er voll belegt ist, viel zu gering in der Anzahl.
    Die Stellplätze dieser Kategorie haben Elektro- und Wasseranschluss.

  4. Yukon und Alaska Juni 2006 #4
    Kiki68
    Hallo Murphy,

    ein schöner Reisebericht mit sehr schönen Fotos. Das Wetter war ja leider nicht so auf eurer Seite.

    Ist das der passende Reisebericht zu deinen Ausführungen vom Forumstreffen ?


    Viele Grüsse aus dem Münsterland nach Mannheim

    Kiki

  5. Yukon und Alaska Juni 2006 #5
    Rumba
    Hallo Ulli,

    super toll, dass du einen Reisebericht schreibst [smiley=04]. Werde ihn mir heute nachmittag reinziehen.

    Grüsse aus der Schweiz

    Monique

  6. Yukon und Alaska Juni 2006 #6
    Murphy
    @Kiki
    Das Wetter war sehr gemischt. Wir hatten manchmal, besonders in den ersten Tagen, von Schnee bis strahlendem Sonnenschein alle Varianten.

    st das der passende Reisebericht zu deinen Ausführungen vom Forumstreffen ?
    Da weiss ich jetzt nicht so recht, wie Du das meinst?

    Gruss Ulli

  7. Yukon und Alaska Juni 2006 #7
    Murphy
    @Monique @Kiki

    Es freut mich, dass Euch der Bericht so weit gefällt. Ich werden ihn Stück für Stück komplettieren. So wie es aussieht, beginne ich da, wo Kupfi aufhören wird.

    Gruss
    Ulli

  8. Yukon und Alaska Juni 2006 #8
    kupfi
    in der Tat sind unsere Routen zum großen Teil identisch, nur eben anderstherum.

    Kupfi

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