Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC

  1. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #17
    kupfi
    Als wir am Morgen aufwachen ist der Nebel weg es hat aufgehört zu regnen, das ideale Wetter um den Actic Circle zu überqueren, wir frühstücken auf dem wenig attraktiven Campground in Eagle Plain und machen uns auf den Weg. Wir folgen auf dem Foto-Punkt Zeichen kurz vor der Brücke was sich aber als Enttäuschung herausstellte, es war nur der Blick auf die Brücke vom Ufer aus, mit etwas Mühe kommen wir hier wieder zurück auf die Strasse, wie es das lange Wohnmobil geschafft hat, das nach uns dort einbog, ist mir bis heute ein Rätsel. Am Circle dann die üblichen Fotos, wir überlegen kurz ob wir nicht doch weiterfahren sollen, entscheiden uns aber für die Umkehr, schliesslich wartet der Grenzübergang in Poker Creek. eim nächsten Mal fahren wir aber sicher bis Inuvik, zumal der Grenzübergang laut Officer Marbach bis zur ersten Oktoberwoche geöffnet bleibt. Erstaunlicherweise wirken sehr viele Abschnitte des Dempster Highways auf der Rückfahrt total anderst, kann aber auch an dem fehlenden Nebel liegen. Wir hören unterwegs, daß sich auf dem Campground Engineer Creek ein Grizzly herumtreiben soll, wir wollen dort unser Lunch machen, als wir auf dem CG einfahren, Ernüchterung, denn eine Australische Reisegruppe macht mit ihrem Bus ebenfalls eine Pause, daher mache ich mir wenig hoffnung, während Heike die Nudeln kocht, streune ich durch das Gebüsch und auf den Sandbänken entdecke ich spuren, er muss also in der Nähe sein. Der Busfahre erzählt mir daß gleich um die Ecke eine Herde mit Mountain Goats im Fels zu sehen ist. Nach dem Essen fahren wir langsam weiter Richtung Süden, auf der Suche nach den Mountain Goats, plötzlich ein schriller Schrei von Heike, sie hat den Grizzly entdeckt, er steht 100 meter von der Strasse weg am Hang und frisst ganz gemütlich, wir bauen Fotot und Videoequipement auf, er beobachtet uns, lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen, so stehen wir eine gute halbe Stunde und beobachten diese wunderschöne Tier, zu Schluss kommt er uns entgegen läuft 30 meter vor uns auf die Strasse und trottet gemütlich von dannen. Wow, was für ein Erlebnis, leicht und beschwingt machen wir uns wier auf den Weg in richtung Tombstone Mountain CG. Glücklicherweise hatte ich noch trockenes Feuerholz dabei, denn sonst hätte das Steak an diesem Abend ausfallen müssen. Am Abend fange ich das neue Buch Matt Ruff an zu lesen, es heisst " Ich und die anderen" und hält mich noch lange gefangen.

  2. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #18
    tom21
    Hallo Kupfi,

    schön das es weitergeht. Bekommen wir auch noch ein paar Bilder zu sehen?

    Gruss Tom

  3. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #19
    kupfi
    Morgens werde ich wieder zum Anschalten der Heizung aus dem Bett gejagt, dafür werde ich mit einem wunderbaren Frühstück entschädigt, ein frisches Ei, Orangensaft, Brot aus der Alpine Bakery und mein Müsli mit Blaubeeren. In Deutschland hatte ich ja immer die Hoffnung mir meine Blaubeeren selber pflücken zu können, aber ich habe keine gefunden, zumindest keine die geschmeckt hätten. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Grizzly Lake Trail, das hatte ich auf dem Hinweg gesehen und in der Milepost nachgelesen, also Wanderstiefel angezogen die Kameras in die Rucksäcke verpackt und losmarschiert, der Weg geht zunächst durch den Wald und wird dann immer steiler, nach 2 Std. Aufstieg haben wir beschlossen nicht den ganzen Trail zu machen, dafür haben wir nicht genügend zu Essen und Trinken mitgenommen. Ich wollte noch um die Ecke schauen um in das andere Tal zu blicken und finde ein tolles Karibou-Gewih auf über 1600 Metern Höhe, ich wusste nicht, daß die so weit nach oben steigen. Ich laufe mit meiner Trophäe Heike entgegen und ihr schwant gleich böses, sie sieht es schon bei uns im Wohnzimmer hängen. Wie James Jean schultere ich das Geweih und mach mich auf den beschwerlichen Weg ins Tal, ist gar nicht so einfach wenn man keine Hand frei hat. Unterwegs kommt uns eine Gruppe mit einem Ranger entgegen, er sieht das Geweih und erklärt uns das es ein ca. 4 Jahre altes Männchen war und warum die Geweihe abgeworfen werden. Er erzählt mir aber auch, daß ich das Geweih nicht mitnehmen darf, da ich es in einem Park gefunden habe. Ich vereinbare mit ihm das Geweih hinter dem Toilettenhäuschen zu deponieren, es wird dann im Interpretive-Center am Camp Ground ausgestellt, sehr zur Freude meiner Frau. Wir machen noch ein Foto und legen es dann wie versprochen ab. Eigentlich wollten wir unseren Lunch am Noth Klondike River machen, ich finde aber keinen schönen Platz und so fahren wir den Dempster ganz zu Ende, um zu tanken, das Auto zu waschen und einen Burger zu essen, dies war aber wegen des fehlenden Koches nicht möglich. Wir kochen Nudeln und essen bei strahlendem Sonnenschein auf dem RV Park, nachdem ich fast 15 Dollar ausgegeben habe um das Auto einigermassen mit dem Dampfstrahler sauber zu bekommen, habe ich mir das Mittagessen redlich verdient. nach dem Essen machen wir uns auf nach Dawson City, wir folgen wieder einmal dem Zeichen für Foto und fahren vor Dawson auf einer Strasse in der noch ordentliche nach Gold gesucht wird, plötzlich überholt uns hupend ein Auto und zeigt uns an, daß wir die Türe vom Camper nicht geschlossen haben. Heike hatte vergessen die Türe richtig zuzumachen und meine geliebte Weste von Jack Wolfskin, die ich über die Sitzbank gelegt hatte war aus dem Wagen gewirbelt worden, ein unersetzlicher Verlust für mich, mein liebstes Kleidungsstück auf meinen Nordreisen für immer verloren.
    Wir fahren nach Dawson City und verschaffen uns ersteinmal einengroben ÜPberblick, bevor wir unseren Camper vor dem Museum parken und das Städtchen zu Fuß erkunden. Der CG im Ort hatte schon geschlossen und wir mussten ein Stück zurückfahren, da wir unbedingt mal wieder eine Dusche gebraucht hatten. Allerdings war der Preis dafür auch sehr heftig, wir haben 36 CanD. bezahlt und mussten für Dusche nochmals 2 Dollar berappen, das müsste doch eigentlich im teuren Fee schon enthalten sein. am Abend gehen wir ins Aurora Inn und essen ganz wunderbar zu Abend, wir trinken unseren Kaffe aus sehr schönen Tassen und erfahren daß diese evtl. in einem Laden bei einer Schweizerin zu kaufen wären. Die Revue bei Geerties schauen wir uns nicht an weil wir viel zu müde sind.

  4. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #20
    Rumba
    Hi Kupfi,

    suuuuper Bericht [smiley=04]. Gleiche Frage wie Tom.....wann kommmen die Fotos.??????

    Viele Grüsse

    Monique

  5. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #21
    Sweety008
    hallo kupfi!!!

    ich war zwar noch nie in kanada,aber deine berichte machen mich um so neugieriger kanada kennen zulernen
    ich finge deine berichter sehr spannend und hoffe bald ein paar bilder sehen zu dürfen..

    grüßle sweety008

  6. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #22
    kupfi
    Wir wachen auf bei strahlendem Sonnenschein und beschliesen das Frühstück ausfallen zu lassen und stattdessen auf den Midnight Dome zu fahren und werden mit einem wunderschönen Blick auf Dawson belohnt, danach beschliessen wir in Dawson auf die suche nach den Tassen zu gehen. Den Laden hatten wir auch recht schnell gefunden und Heike hatte sich schon gefreut, als sie sah daß die chefin aus den Tassen ihren Tee trank, aber das waren die letzten Stücke und sie hatte sie nur deshalb behalten weil sie schon etwas kaputt waren, schade drum Heike war schon sehr enttäuscht. Ich war dann auf der Suche nach einer Weste um den Verlust meiner heißgeliebten Wolfskin Weste wettzumachen und ich wollte den Laden finden, in dem " Der letzte Trapper" seine Notwendigkeiten eingekauft hat. Der Laden war aber Teil des Museums hatte man uns erklärt, der extra dafür hergerichtet wurde. Wir statten Jack London einen Besuch ab und schauen uns den Friedhof an. Gegen Mittag verlassen wir diesen Ort, der so real und doch irgendwie unwirklich ist, eigentlich genauso wie ihn die Schweizerin beschrieben hat. Die Menschen leben in einem Museum das voll intakt ist. Wir fahren zum Klondike River und warten auf die Fähre, ich baue mein Stativ auf und stelle die Videokamera drauf und bitte Heike mich bei der Auffahrt auf die Fähre zu filmen, als ich dann losfahren konnte bekomme ich Probleme mit der Auffahrt, unser Fahrradständer stößt an, aber kein Problem, es wurden gleich ein paar Bretter unterlegt und ich konnte auffahren. Dann die Fahrt zum Grenzübergang in Poker Creek, beim alten Roadhouse halten wir an und kochen Nudeln, schliesslich hatten wir ja immer noch nichts gegessen. Es windet so stark das unser Camper zum schaukeln beginnt. An der Schranke sind wir die einzigen um diese Zeit, beantworten all die Fragen nach Gewehren, 10.000,- Dollar, usw., danach werden wir gebeten ausszusteigen um die Karte auszufüllen und bezahlen je 6 dollar, bekommen dafür aber einen schönen Stempel. Wir halten an der Boundry Lodge und wollen uns ein wenig umsehen, kommt ein kleines Mädchen auf einem kleinen Geländemotorrad dahergefahren, Helm ab, kurz hintern Tresen und serviert mir einen Kaffee,ich bezahle mit einem 10 dollarschein und sie nimmt die finger um das Restgeld auszurechnen, sie erzählt uns ein wenig vom Leben der Familie hier oben und ich fange an sie zu beneiden. Die Strasse und die Landschaft wird nun auf einmal ganz anderst, auf der Yukon Seite sind wir immer auf dem Grat gefahren, jetzt windet sich die Strasse durch die Täler und Höhen, es ist wunderschön, wir sehen die Dregde von Jack Wade, lassen Chicken links liegen, und machen uns auf die Suche nach einem schönen Campground, plötzlich hektische Aktivität neben dem Highway, ich entdecke 2 Moose Kühe und und ein Kalb, wir stellen das Auto an den Strassenrand und ich fange an zu fotografieren, ein Officer der State Trooper hält an und bittet uns ganz höflichg nicht zu sehr lange stehen zu bleiben, bei uns undenkbar, aber auch dort kann es anderst gehen, ein älteres Ehepaar bekommt die Krise als sie unser parkendes Auto sehen, die Lady zeigt uns den vogel, der Mann hupt und hat in seinem hohen Alter Mühe auszuweichen und überfährt dann noch das Elchkalb, was wiederum bei mir zu einem Kopfschüttteln führt. Wir finden dann einen schönen Campground an einem kleinen See, teilen diesen mit ca. 30 Jägern, überall hängen die Viertel saube in Leinensäcke verpackt und am Boden liegen ein paar stattliche Köpfe, wir gehen Feuerholz suchen und ich fange an ein Feuer zu machen, es ist so schön warm das wir im Freien essen können und ichnach dem Essen nochmals Holz nachlege und es reicht nocht für eine Montechristo und einen schönen Balwinie Double Wood, während ich weiterhin mein Buch verschlinge. Erst so gegen 11.00 Uhr gehe ich dann ins Bett und schlafe sehr schnell ein.

  7. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #23
    kupfi
    [[]]

  8. Vom Yukon nach Alaska und ein wenig durch BC #24
    kupfi


    Das Steuerrad der SS Klondike



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