Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
Diskutiere Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest im Reiseberichte USA Forum im Bereich USA Reisen; Nachdem wir Anfang Oktober günstige Flüge nach Las Vegas buchen konnten, cancelten wir spontan unseren geplanten Ostenküstentrek auf Sardinien und flogen nach USA Southwest. Dort
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18.11.2005, 17:53
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#1
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
Nachdem wir Anfang Oktober günstige Flüge nach Las Vegas buchen konnten, cancelten wir spontan unseren geplanten Ostenküstentrek auf Sardinien und flogen nach USA Southwest. Dort wollten wir uns nach einer 4-Wochen-Reise im Sommer 2000 jetzt in den knappen zwei Wochen die unbekannteren Schönheiten des Südwestens anschauen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, entschieden wir uns - trotz der kühlen Jahreszeit - für einen Outdoorurlaub mit Zelt und Mietwagen.
Das ist unsere Tour in Kürze:
26.10.2005 Flug über Charlotte/North Carolina nach Las Vegas *
27.10.2005 Las Vegas (Outlet Centre und Walmart Supercentre) - Valley of Fire State Park
28.10.2005 Valley of Fire S.P. - Zion NP (Kolob Section) - Zion NP (Wanderung Zion Overlook) - Mt. Carmel Jct. - Kanab
29.10.2005 Kanab - Paria Contact Station (Verlosung für die Coyote Buttes/The Wave) - Toadstool Valley - Big Water - Page - Horseshoe Bend - Glen Canyon NRA (Übernachtung Wahweap Campground)
30.10.2005 Wanderung zur Wave - mit Umweg über den Hwy A89 wegen unpassierbarer Zufahrt im Norden
31.10.2005 Antelope Canyon - Cottonwood Canyon Road (GSENM) - Kodachrome Basin State Park *
01.11.2005 Kodachrome State Park - Bryce Canyon National Park(Wandern) - Kodachrome State Park
02.11.2005 Kodachrome S.P. - Escalante - Boulder - Burr Trail - Notom Road - Capitol Reef NP - Hanksville - Goblin Valley State Park (Übernachtung Campground Goblin Valley SP)
03.11.2005 Goblin Valley - *Wanderung im Slot am Muddy Creek, Little White Horse Canyon - Green River - Moab - Arches NP
04.11.2005 Moab - Hwy UT128: Fisher Towers - Professor Valley und Castle Valley - La Sal Mountain Loop - Sundown im Dead Horse State Park - Moab
05.11.2005 Moab - Canyonlands (The Needles) - Natural Bridges N.M. - Sunset am Muley Point *- Mokee Dugway - Mexican Hat
06.11.2005 Mexican Hat - Monument Valley - Navajo Indian Reservation - Las Vegas *
07.11.2005 Las Vegas
08.11.2005 Rückflug über Philadelphia nach Frankfurt/Main
Gesamte Fahrstrecke: 2076 Meilen - 3340 km
PS: die ersten Bilder sind bereits Online ... http://www.canyoncrawler.de/start.html
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18.11.2005, 17:55
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#2
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Donnerstag, 27.10.2005
Um 7.00 a.m. klingelt der Wecker, wo bin ich ? Oh ja es fällt mir wieder ein, noch gähne ich im Sahara/Las Vegas, aber heute ist unser 1. Urlaubstag.
Am Abend zuvor waren wir um 9.00 p.m. nach Zwischenstopp in Charlotte/North Carolina pünktlich gelandet, hatten unseren gemieteten 4-WD-SUV, ein Chevy Trailblazer bei Alamo in Empfang genommen und fuhren anschliessen über den hellerleuchteten Strip zum Sahara.

Dabei staunten wir wieder wie beim ersten Mal über die gigantischen Bauten der Casino-Themenhotels, den Glimmer und die Menschenmassen die das Spielerparadies bevölkerten. Nach 45 Minuten verschluckte uns das Parkhaus des Sahara Casinos und nach einer Dusche fielen wir ins Bett und schliefen.
Heute ist ein neuer Tag, schnell hatten wir unsere Morgentoilette erledigt und gingen auf die Suche nach dem Sahara-Buffet. Dort gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück nach Art der Amerikaner und liessen von deftig bis süss nichts aus. Schliesslich sollte es noch heute in die Wüste gehen.
Der erste Weg führte uns jedoch ins Einkaufsparadies am Südende des Strips, die Las Vegas Outlet Mall. Wir setzten uns ein Zeitlimit von 1 Stunde, nachdem wir aber erst einmal eingetaucht waren in die Shops von Levis, Nike, Reebok, Hilfiger & Co., war dies schnell vergessen und aus der geplanten Shopping-Hour wurden 3 Stunden, eine kleine Katastrophe, da wir ja noch heute bis zum Zion NP fahren wollten und auch noch Verpflegung und Ausrüstungsgegenstände einkaufen mussten. Auch dies gestaltete sich zeitaufwendiger als geplant, da allein die Fahrzeit bis zum Walmart Supercentre am W. Charleston Blvd. fast 1 Stunde in Anspruch nahm. Dort angekommen überwältigte uns erneut das Angebot und erst 2 Stunden später konnten wir wieder Fahrt aufnehmen. Schon jetzt war klar, dass es nur noch bis ins Valley of Fire reichen würde, nicht so schlimm, da es im Valley einen der schönsten Campgrounds im ganzen Westen geben sollte.
Als wir endlich dort eintrafen, waren wir überwältigt, die roten Sandsteinfelsen leuchteten in der bereits einsetzenden Dämmerung. Nachdem wir uns mit den Regularien vertraut gemacht hatten und 4 $ Dollar Entrance-Fee pro Fahrzeug im Umschlag in der Fee-Box platziert hatten, fuhren wir weiter zum Atlatl Rock-Campground. Es dämmerte bereits und im letzten Licht des Tages suchten wir uns einen noch freien Platz direkt unter tollen Sandsteinfelsen.

Die Gebühr für das Camping (14 Dollar incl. kostenloser Benutzung der Duschen) platzierten wir in einem Umschlag an der Fee-Station des Campgrounds. Die 4 $ Entrance-Fee hätten wir uns sparen können, da er für Camper in den 14 Dollar bereits enthalten ist! Im Laufe des Abends füllte sich der Platz bis fast auf den letzten Platz.
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18.11.2005, 18:08
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#3
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Freitag, 28.10.2005
Die Zeitverschiebung machte uns noch zu schaffen, sodass wir bereits um 4.00 a.m. wach waren. Wir kletterten aus dem Zelt, es war zwar stockdunkel, der Mond nur eine schmale Sichel, aber die Temperatur war angenehm warm. Im T-Shirt sassen wir auf der Bank neben dem Zelt und lauschten den Geräuschen der Nacht, tranken Cola aus unseren Edelstahlbechern und verfolgten die Ankunft eines späten Campers, der bevor er das Zelt aufschlug, um 4.30 a.m. erst einmal ein Campfire entfachte, bevor er sich dann am frühen Morgen zum Schlafen legte. Als es langsam hell wurde, schossen wir ein Foto unseres Zeltes in der schönen Landschaft des Feuertals, bauten es ab und verluden alles ins Auto. Das Frühstück hatten wir schon eingenommen, es bestand aus Croissants und Vanille-Capuccino, die wir tags zuvor im Walmart eingekauft hatten. Um 8.00 a.m. waren wir bereits unterwegs um den Park zu erkunden.

Zuerst fuhren wir ein Stück zurück Richtung Ausgang der West Entrance Station um eine Felsformation zu erkunden, die sich die „Beehives“ nennt, ganz nett aber nicht so spektakulär. Wenig später bogen wir auf den Arch Rock Trail ein, der zunächst geteert und dann als raue Schotterstrasse als 2 Meilen-Rundweg wieder auf die Hauptroute zurückführt. Die Landschaft ist schön, man kommt am Arch Rock und am Piano Rock vorbei, zwei der schönsten Formationen im Park.

Auf dem Weg besichtigten wir noch einige indianische Felsmalereien (Atlatl Rock – über eine Leiter zu erreichen) und bogen dann Richtung Visitor Centre und White Domes ein. Diesen Abschnitt des Parks lassen viele aus, da die Anfahrt zu den White Domes zeitaufwendig ist und auf gleichem Weg wieder zurück gefahren werden muss. Man sollte sich jedoch die Zeit nehmen, die Stichstrasse unter die Räder zu nehmen. Unser erster Stopp war am Mouse’s Tank Trailhead. Dieser Wanderweg von ca. 1 Meile länge (oneway) führt durch einen sandigen Canyon, vorbei an indianischen Felsmalereien und endet schliesslich in einer tollen Landschaft.

Mouse Tank ist ein natürliches Wasserbasin, dass nach Regenfällen das Wasser auffängt, und danach für Monate nicht austrocknet. Aus diesem Grund war der Teil des Parks schon seit ewigen Zeiten von Indianern besiedelt. Nach Rückkehr zum Fahrzeug schütteten wir den Sand aus den Schuhen und zogen uns erstmal die hohen Wanderboots an.
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18.11.2005, 18:09
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#4
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Wir fuhren weiter zu den White Domes und fanden auf dem Weg dorthin die schönsten Felslandschaften vor, die wir dort niemals vermutet hätten.

Rainbow Vista
Alle kennen den Elephant Rock – vergesst ihn, besucht die White Domes. Das geschliffene Felsplateau schimmert in verschiedenen Farben, aufpassen sollte man nur auf die Klapperschlagen, vor denen auf einem Schild ausdrücklich gewarnt wird (wir haben leider keine gesehen).
Beim White Domes-Trailhead beginnt ein 13 Meilen Wanderweg, der in den Kessel des Parks, vorbei an den hoch aufragenden weissen Felsen führt. Wir sind den Weg ein kurzes Stück gelaufen und haben es wieder bedauert, dass wir nicht mehr Zeit zur Verfügung haben.

White Domes Trail
Wir fuhren die Strasse von den White Domes wieder ab und bogen dann in die Schotterstrasse zum Fire Canyon/Silica Dome ein. Diese lohnt sich aber nur bedingt, man kommt zu einem ganz netten Aussichtspunkt, von dem man auf den Canyon schaut, durch den man vorher auf dem Mouse Tank’s-Trail gewandert ist.

Fire Canyon
Weiter ging die Fahrt am Visitor Centre vorbei auf die Hauptroute, vorbei an den „Seven Sisters“, eine Formation von 7 aufragenden Felsnadeln, die durch die Parkstrasse getrennt wird.

Seven Sisters
Der Elephant Rock, eine der Attraktionen im Park, hat uns eigentlich enttäuscht. Man muss nicht den beschilderten Trail durch das Gelände nehmen, er befindet sich unmittelbar neben der Strasse und man läuft schneller und bequemer am Grünstreifen entlang.

Elephant Rock
Die Weiterfahrt über Overton (NV-Hwy 169) auf die Interstate ist wenig attraktiv, mir kam der Gedanke, dass ich hier nicht wohnen möchte.
Die Interstate #15 (Exit 40) brachte uns schliesslich zu den Kolob Canyons, dem meist vernachlässigtem Westabschnitt des Zion N.P. Im dortigen Visitor Centre erwarben wir für 50 Dollar den National Parks Pass und folgten der Stichstrasse in die Berge. Die Landschaft ist nicht ganz so spektakulär wie die des Virgin River Valleys, die Auffahrt lohnt aber alle mal. Von hier aus starten viele der schönsten Wanderungen im Park, aber nicht für uns, denn wir haben wie immer zu wenig Zeit.
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18.11.2005, 18:09
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#5
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler

Kolob Canyons/ Zion National Park
Bei der Abfahrt bemerken wir erstmals die dunklen Wolken, die sich über den Bergen ballten.
Die Fahrt über den uns bereits bekannten Hwy 9 in den Zion NP war trotzdem wieder ein Erlebnis. Als wir dann die South Entrance Station passierten und an die Zufahrt zum Watchman Campground gelangten, wurde uns klar, dass die schwarzen Wolken kein Unwetter ankündigten, sondern dass dieses bereits gewütet hatte. Die Parkroad war an vielen Stellen von heruntergespülter Erde bedeckt. Überall standen grosse Pfützen Wasser auf der Strasse. Die Erde entlang der Strasse war überall aufgeweicht und schlammig. Spontan entschlossen wir uns, auf die geplante Wanderung auf den Angels-Landings-Felsen zu verzichten, da der Trail bis zum nächsten Morgen unmöglich abgetrocknet sein konnte, und die sehr ausgesetzten, nur durch ein durchhängendes Drahtseil gesicherten Passagen, mit Sicherheit rutschig sein würden. Hier bot sich die Gelegenheit, wieder in unseren Zeitplan zu kommen und wir beschlossen bis in die Coral Pink Sand Dunes zum Campen weiterzufahren. Am Trailhead zum Canyon Overlook packte uns dann aber doch die Wanderlust, und obwohl es nur noch eine gute Stunde hell sein würde, entschlossen wir uns zur Wanderung. Da wir so schnell unsere Sacken rafften, vergassen wir leider die Taschenlampen und mussten uns ziemlich sputen. Der Weg führt sehr schön ohne nennenswerte Steigungen über Felsen und steinige Abschnitte, sodass wir hier kaum Schlamm vorfanden. In den Vertiefungen im Fels hatte sich jedoch Wasser angesammelt, sodass wir auf dem rutschigen Pfad ein wenig aufpassen mussten. Der Weg führt unter überhängenden Felsen und über eine Brücke immer weiter zum Aussichtspunkt über den Zion Canyon. Diesen erreichten wir, als es bereits leicht zu dämmern anfing und wir konnten die Aussicht nicht lange geniessen, da wir ja leider die Taschenlampen vergessen hatten. Schnell gingen wir zurück. Als wir wieder am Trailhead vor den Tunnels ankamen, dauerte es aber noch 1 weitere Stunde, bis es wirklich dunkel war, wir hätten also noch mehr Zeit gehabt.
Die Entscheidung, die Nacht im Coral Pink Sand Dunes State Park zu verbringen, sollte sich als die größte Pleite unseres Tripps herausstellen. Die Zufahrt vom Hwy 89 South gestaltete sich als extrem zeitaufwendig, es war an einigen Stellen so neblig, dass man die Hand vor Augen nicht erkennen konnte. Die Zufahrt nahm kein Ende. Eine Stunde und 5 Hirsche auf der Fahrbahn später kamen wir endlich in besagten Statepark an und fuhren direkt zum Campingplatz. Dieser war jedoch gut belegt mit Quad-Fans, die sich über das Wochenende in den Dünen austoben wollten. Was wir in stockdunkler Nacht erkennen konnten war, dass die Stellplätze alle asphaltiert waren und damit für den Aufbau eines Zeltes ungeeignet, da man keine Möglichkeit hatte, einen Hering einzubringen. Auch die ganze Atmosphäre zwischen den Wohnmobilen und komischen Allrad-Vehikeln war uns ein wenig unheimlich, sodass wir uns für die Weiterfahrt nach Kanab entschieden um dort unser Zelt auf einem Campground aufzubauen. Als wir endlich in Kanab ankamen, war der Abend bereits reichlich fortgeschritten, als wir dann den ausgesuchten Crazy-Horse Campground fanden, stand dieser total unter Wasser (man musste der Regenguss heftig gewesen sein). Es schien uns nicht sehr verlockend, bereits am 2. Tag unserer Tour unser Zelt im Schlamm zu versenken, sodass wir uns für eine Nacht im Motel entschieden. Die Reiseführer von Reise-Know-How gaben nichts konkretes her, im Lonely Planet fanden wir jedoch den Tipp für das Bobs Bon Inn (http://www.bobbon.com), was sich als sehr gute Wahl herausstellte. Die Nacht kostete incl. Tax knapp 54 Dollar, die Zimmer waren gemütlich im Blockhausstil eingerichtet, das Bad sehr sauber und modern. Zudem hingen im Office Original-Autogrammposter der verschiedensten Hollywoodgrößen aus Westernzeiten, die zu Filmarbeiten hier abgestiegen waren, wir waren begeistert und so betteten wir uns um 10.00 p.m. Utah-Zeit zur Ruhe.
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18.11.2005, 18:10
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#6
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Samstag, 29. Oktober 2005
Früh waren wir schon wieder auf den Beinen, denn heute wollten wir eines der begehrten Wave-Permits ergattern. Die Fahrt von Kanab zur Paria Contact Station verlief daher in gespannter Erwartung. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Abfahrt der Houserockvalley Road vorbei, die nach den kurzem Teerabschnitt einen ziemlich schlammigen Eindruck machte. Als wir dann um 8.20 an der Paria Contact Station eintrafen, warteten bereits 7 andere auf die Öffnung. Um 8.30 Uhr öffnete die Station und wir gingen hinein, füllten unsere Anträge aus und harrten der Dinge die kommen sollten (bzw. hofften dass nicht noch mehr Leute eintreffen würden). In der Zwischenzeit sahen wir uns in der Station um und lasen den Wetter- und Strassenbericht. Ein Schreck fuhr uns in die Glieder, alle Dirtroads des Grand Staircase waren als „impassable“ deklariert, einschl. der House Rock Valley Road, die die Zufahrt zum Wirepass Trailhead, dem Ausgangspunkt der Wave-Wanderung darstellt.
Der BLM-Officer erklärte dann auch kurze Zeit später, dass der Besuch der Wave mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden sei. Die Houserock Road sei im Bereich Buckskin Gulch nach den Regenfällen der letzten Tage hüfthoch überflutet und mit jeder Art Fahrzeug unpassierbar. Man müsste also entweder eine 14 Meilen-Wanderung auf sich nehmen oder aber den Wirepass-Trailhead von Süden anfahren, was 120 Meilen Fahrt bedeuten würde. Kein Problem, das würden wir auf alle Fälle für die Wave in Kauf nehmen.
Gespannte Erwartung. Ein amerikanisches Pärchen, dass eigentlich nur ein Permit für Buckskin Gulch haben wollte und noch nichts von der Wave gehört hatte, entschied sich nach Ansicht der Fotomappe dann auch, an der Verlosung teilzunehmen. Noch weitere Personen trafen um 8.55 Uhr ein, damit waren es 11. Um 8.58 kamen 2 weitere Personen und füllten schnell die Anträge aus. Die Spannung stieg, als die BLM-Volunteer die Nahmen der antragstellenden Gruppen vorlies und dann in den Lostopf warf und einen der Anwesenden zur Ziehung aufforderte. Als noch 3 Permits übrig waren fiel der erlösende Satz „the next Permits are for the Hannappel-Party, a group of two. There is one permit remaining”.
Als gerade diskutiert wurde, ob von den verbleibenden Teilnehmern ein einzelner gehen würde, kam eine gute Fee in Form eines Amerikaners und gab 3 Internetpermits für den nächsten Tag zurück, da seine Gruppe heute gehen wollte und für 2 Tage Permits reserviert hatte. Damit war für alle die Wave gerettet. Alle 13 Anwesenden durften gehen!
10 Minuten später hielten wir die begehrten Permits in den Händen und lauschten den Erklärungen des Officers, der uns zunächst die geänderte Zufahrt von Süden zum Wirepass Trailhead und dann den Trail mit den Orientierungspunkten beschrieb.
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18.11.2005, 18:11
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#7
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Blieb noch die Planung für den heutigen Tag …
Da sowohl Cottonwood-, Smoky-Mountain und Johnson-Skutumpah-Road unpassierbar waren, blieb nur Toadstool Valley, Horseshoe Bend und der Antelope Canyon. Wir fingen mit dem Toadstool Valley an, der Trailhead liegt nur wenige Meilen von der Ranger Station entfernt, am Hwy 89 auf dem Weg nach Page (der Parkplatz ist genau dort, wo die vorher immer parallel zur Strasse verlaufende Stromleitung, einen 90° Knick nach Norden macht. Wir füllen Wasser und etwas Proviant in den Rucksack und stapfen los, angeblich kann man den Toadstool Hoodoo, der dem Valley den Namen gab, gar nicht verfehlen. Wir folgen zunächst einem trockenen Flussbett, kürzen dann aber die Schleifen ab, indem wir oberhalb des Flussbettes laufen und tatsächlich, 15 – 20 Minuten nach Aufbruch entdecken wir die ersten Hoodoos hoch oben in der Canyonwand. Kurze Zeit später sehen wir bereits die Kopfbedeckung des Toadstool und halten darauf zu. Es ist ein wirklich lohnender Anblick, der sich uns präsentiert.

Toadstool Hoodoo

Wir suchen die Schokoladenseite und verschiessen einige Bilder, stromern ein wenig östlich davon herum und wollen dann die weissen Hoodoos suchen, die in westlicher Richtung in kurzer Distanz stehen sollen. Vorbei an einer Szenierie, die ziemlich an die Badlands in Alberta erinnert und einem gewaltigen Ausblick in ein Tal, in der Ferne des Horizonts der Hwy 89, entdecken wir schliesslich die ersten weissen Hoodoos. Die Stämme sind weiss und tragen eine hellbraune Kopfbedeckung. Wirklich sehr nett.

Nach einer kurzen Rast und kleinen Mahlzeit machen wir uns auf den Rückweg, den Horseshoe Bend wollen wir uns noch anschauen. Auf dem Hwy Richtung Page kommen wir an den beiden Zufahrten zur Wahweap Marina, der zur Glen Canyon N.R.A. gehört vorbei, wo wir später unser Zelt aufschlagen wollen. Die Horseshoe Bend ist mittlerweile am Hwy 98 beschildert. Um dorthin zu gelangen folgt man dem Hwy 89, fährt an Page und dem Dennys vorbei weiter, stellt sein Auto auf dem Parkplatz ab und läuft den Hügel hoch. Von oben sieht man, dass es ca. ½ Meile bis zum Rand des Horseshoe Bend ist. Als wir unten ankommen bietet sich uns ein grandioser Anblick. Leider liegt über dem linken Abschnitt bereits Schatten, sodass die Zeit für das optimale Foto wahrscheinlich der Vormittag ist, aber auch so ist die Aussicht auf den hufeisenförmigen Määnder des Colorado phantastisch. Mit unserem 28-300er Objektiv, kriegen wir den Einschnitt geradeso drauf, Weitwinkelobjektiv wäre besser.

Wir laufen ein wenig am Canyonrand entlang und geniessen den Blick in die Tiefe von allerlei Positionen und stapfen nach einer Stunde Aufenthalt zufrieden zum Auto zurück. Nach einem Einkauf im Walmart und bei Bashas in Page geht es zum Wahweap Campground, von dem man eine schöne Aussicht auf den Lake Powell hat. In der Zeltarea sind wir fast alleine, nur ein alter Vancamper steht dort, während es auf dem RV-Park des Campgrounds jetzt am Wochenende brechend voll ist.
Wir bezahlen für 2 Nächte 36 Dollar, für eine Dusche sind 2 Dollar in Quarters extra fällig, in den Familienkabinen kann man jedoch mit 2 Leuten duschen (kostet auch 2 Dollar), das Wasser läuft 20 Minuten lang. Das Abendessen kochen wir mit Blick auf den Lake Powell und betrachten den Sonnenuntergang.

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18.11.2005, 18:12
Canyoncrawler's Adventure-Secrets of the Southwest
#8
Re: Outdoor-Adventure der Canyoncrawler
Sonntag, 30.10.2005
Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker, heute ist der Tag, auf den wir lange gewartet haben, wir dürfen zur Wave wandern. Den Rucksack hatten wir noch am Abend zuvor gepackt, sodass wir um 7.00 Uhr starten können. Zuvor gilt es aber noch die lange Anfahrt vom Süden zum Trailhead zurückzulegen. Der Weg führt durch eine sehr ansprechende Landschaft, die Hügel unterhalb von Page sehen aus wie aus rötlicher Schokolade gegossen.

Als wir schliesslich von Süden in die Houserock Valley Road einbiegen und uns das Schild „Paria Canyon Vermillion Cliffs Wilderness Area“ begrüsst, macht sich ein Kribbeln breit. Bereits nach wenigen Metern verwandelt sich die gute Strasse in eine Schlammpiste, und wir freuen uns nicht zum letzten Mal darüber, die Mehrkosten für den Allrad investiert zu haben. Die Piste ist ziemlich rau, immer wieder wühlt sich unser Chevrolet Trailblazer durch eine knöchelhohe Schlammschicht, es gilt mehrere Flussbetten, die ein wenig Wasser führen, zu durchqueren, hier geht mit normalem Strassenfahrzeug unter diesen Verhältnissen ganz sicherlich nichts.
Um ca, 9.00 Uhr treffen wir am Wirepass Trailhead ein, es stehen bereits 4 Geländefahrzeuge auf dem Parkplatz. Nach dem Besuch des Pithouse machen wir uns auf den Weg. Auf dem Weg zur Wave wollen wir uns vorher noch die Teepees anschauen, auf die auf anderen Websiten so viel Lob gefallen ist. Ausser GPS-Koordinaten und Fotos haben wir jedoch keinerlei Anhaltpunkt, wo diese stehen. Also stelle ich das GPS auf die Koordinaten ein und wir laufen los.

Der Weg soll Anfangs identisch sein mit dem Zugang zur Wave, die vielen Fussabdrücke im Sand verdeutlichen dies. Auch den ersten Markierungspunkt auf der Wegbeschreibung des BLM können wir noch erkennen.

Dann werden die Fussspuren plötzlich weniger, der Weg trennt sich vom Zugang zur Wave. Wir folgen als der Richtung, die uns der GPS-Pfeil weist. Noch immer finden wir einige gute Fussspuren, die uns sagen, wir sind auf dem rechten Weg. Lange nachdem wir das Flussbett verlassen haben gelangen wir plötzlich über einen Felsabbruch, von dem es scheinbar nicht weiter geht.

Nicht zum ersten Mal verfluche ich das GPS, das in stark zerklüffteten Gelände nicht immer hilfreich ist. Nach mehreren Abstiegsversuchen finden wir schliesslich einen Weg nach unten ins Tal – und was für einen. Der Weg führt uns über eine glatt geschliffene Felszunge, rechts und links flankiert von tollen, abgerundeten Hügeln. Diese Formation hätte wahrlich den Namen 3rd Wave verdient.

Voll Bewunderung für die Großartigkeit der Natur stapfen wir einige Fotos und Camcorder-Schwenke später weiter. Es geht wieder bergauf, diesmal durch sehr sandiges Gelände und wir sind froh, unsere hohen Hikingboots angezogen zu haben. Mittlerweile finden wir kaum noch Fussspuren, nur hier und da einen sehr stark verwischten Abdruck im Sand, dafür aber ganz deutliche Pfotenabdrücke eines größeren Raubtieres. Zunächst glauben wir noch an Koyoten oder Luchse, bis wir einen Abdruck entdecken, der so gross ist wie mein Handteller, damit ist klar, es kann sich nur um Pumaspuren handeln. Der Weg führt als weiter durch dieses sandige, einsame Gelände, mir wird langsam mulmig, zumal die Teepees am fernen Horizont überhaupt nicht näher zu kommen scheinen. Ausgebleichte Röhrenknochen eines größeren Tieres liegen im Sand, Rippenknochen daneben, die Reste einer Pumamahlzeit?

Dann stehen wir wieder vor einem Felsabbruch und beginnen über die griffigen Platten nach unten zu klettern, wir sind mittlerweile 2 Stunden unterwegs und langsam macht sich die Erkenntnis breit, wenn wir jetzt nicht zur Wave aufbrechen, werden wir diese heute wahrscheinlich nicht mehr finden.
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