Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
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im Juni/Juli 2012 waren wir (mein Mann und ich) in West-Kanada mit einem SUV unterwegs. Gestartet sind wir in Seattle, haben am Ende
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10.08.2012, 14:09
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#9
Bin auch dabei.
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10.08.2012, 16:03
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#10
Hiker, kupfi und Olli - schön, dass ihr uns begleitet. Olli, dich beneide ich ja etwas. Auf dem Icefields Parkway hatten wir nämlich besch....... Wetter. Genießt eure Reise!
Danke Sansonett - klappt jetzt ;-)
Tag 2, 16.06.2012: Seattle - Anacortes
Wir waren zwar mal wach in der Nacht, sind aber relativ schnell wieder eingeschlafen. Ich weiß gar nicht mehr genau, wann wir aufgestanden sind. Zuerst haben wir nach einem guten amerikanischen Frühstück gesucht und auch gefunden. Gleich am ersten Morgen gab es Eier, Hashbrowns und Bacon.
Da das Wetter heute auch nicht mitspielte, haben wir uns entschieden, in Seattle nichts mehr anzusehen - außer der Skyline vom Kerry Park aus und dem Troll unter der Brücke - und gleich weiter Richtung Norden zu fahren. Der Kerry Park lag quasi um die Ecke. Naja, Park ist etwas zuviel gesagt - etwas Rasen mit ein paar Bänken. Aber man hat wirklich einen supertollen Blick auf die Skyline:
Der Hund gehört nicht uns, passte aber ganz gut ins Bild:
Nun haben wir mit unserem tollen Navi den Troll gesucht. Hätten ihn auch gefunden, wenn da nicht in der Ecke irgendeine Veranstaltung gewesen wäre. Die Gehsteige waren belagert von unzähligen Menschen, die mit ihren Picknickstühlen da saßen und wohl auf irgendetwas (vielleicht Parade?) warteten. Es war so voll, dass wir wahrscheinlich eh keinen Parkplatz gefunden hätten. Also kein Troll, sondern Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel Anacortes. Dort sind wir am Nachmittag im "The Marina Inn" angekommen.
Auf dem Zimmer habe ich aus der Infomappe ein Restaurant ausgesucht, wo es auch Fisch gab (war in der Ecke nicht schwierig). Vorher sind wir noch zum „Cap Sante Lookout“, von wo wir diesen Blick hatten:
Die Atmosphäre war irgendwie toll. Auf diesem Hügel schien die Sonne, unten war Nebel und auch zwischen den Bäumen hing Nebel. Die Äste wurden wohl noch mal poliert – sie waren richtig schön glatt und glänzend.
Nachdem „the Fog“ dann auch auf den Hügel geklettert ist, sind wir dahin zum Essen:
Es war sehr lecker! Und ein tolles Restaurant direkt am Wasser. Leider hatten wir ja keine gute Sicht.
Danach haben wir uns am Hafen noch etwas die Beine vertreten und uns schon mal das Boot angesehen, mit welchem wir am nächsten Tag eine Whalewatching-Tour unternommen haben.
gefahrene km: 147
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10.08.2012, 17:44
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#11
Geht gleich weiter, wir wollen ja nach Kanada...
Tag 3, 17.06.2012: Anacortes – Hope
Nach einem relativ guten Frühstück im Motel machten wir uns auf zum Hafen. Um 11.00 Uhr war Abfahrt zum Wale gucken. Das Wetter war eher bescheiden – stark bewölkt.
Am Hafen angekommen, meldeten wir uns an. Die Crew war wirklich sehr nett und gut drauf. Auf dem Boot gab es zu Essen, Getränke, Literatur zu Walen. Man konnte drinnen sitzen – was bei dem momentanen Wetter besser war – und auch draußen sein. Die Tour sollte zwischen 4 und 5 Stunden dauern.
Je weiter wir fuhren, desto schöner wurde das Wetter. Die Sonne kam sogar heraus – nur, wo waren die Wale? Ich war richtig gespannt. Und dann tauchten die ersten etwas weiter entfernt auf:
Das Wasser war nicht gerade ruhig und weiter draußen ist das Boot schon ganz schön auf und ab. Andy machte das ja Spaß, ich fands nicht so ganz toll. Außerdem konnte man auf dem wackligen Untergrund nicht so viele gute Fotos machen.
Aber irgendwann hab ich gedacht, ne, jetzt hör ich auf zu filmen bzw. fotografieren, ich kann die Orcas gar nicht genießen. Das war so schön, sie anzuschauen.
Gegen 16.30 Uhr waren wir wieder zurück. Für die Tour haben wir zu zweit 104.- € (über Internet gebucht mit AAA-Rabatt) bezahlt und sie war jeden Cent wert.
Im Anschluss daran waren wir noch in einem Best Buy (so was wie MediaMarkt bei uns) und haben uns einen Tablet gekauft, damit wir zwischendurch mal Bilder rüberziehen und auch mal ins Internet können.
Danach sind wir Richtung Grenze gefahren. In Sumas haben wir diese innerhalb 15 min überquert. War wirklich ganz problemlos – es wurden nur ein paar Fragen gestellt und viel Spaß in Kanada gewünscht.
In Hope – unserem nächsten Übernachtungsort – sind wir gegen 20.15 Uhr angekommen. Wir haben im kleinen, gemütlichen Park Motel eingecheckt, sind noch etwas essen gegangen und dann gemütlich in die Falle.
gefahrene Kilometer: 189
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11.08.2012, 15:18
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#12
Tag 4, 18.06.2012: Hope – Summerland
Nun sind wir in Kanada!
Für Filmfans unter uns: In Hope wurde ein Großteil des 1. Teils von „Rambo“ gedreht. Es gibt sogar eine „Walking Tour“, wo man diverse Stellen abgehen konnte wie z.B. die Brücke, an der der Sheriff Rambo aus dem Wagen geworfen hat, die Straße, wo eine Motorradjagd statt fand, noch eine Brücke, wo ein Polizist aus dem Hubschrauber fiel usw. Da wir leichten Regen hatten, haben wir dies jedoch nicht gemacht. Obwohl die Gegend um Hope – soweit man das bei diesem Wetter sehen konnte – sehr schön war.
Heute führte uns unsere Tour durch den Manning PP und das Okanagan Valley nach Summerland. Den Manning Park sind wir nur durchgefahren, ohne jedoch diese Begegnung zu machen – unser Bär Nr. 1!
Er kam ca. 100 m vor uns von links den Berg herunter über die Straße „geschossen“. Ein Glück, dass wir noch ein Stück entfernt waren. Der Bär musste sich auch erstmal erholen, weil das Auto vor uns gerade noch so an ihm vorbeikam. Deshalb fing er am Hang rechts der Straße an zu fressen. War das schön….
Auf der Strecke hinter Princeton lag Granite City, wo 1885 eine Goldmine entdeckt wurde. Im Reiseführer habe ich von ein paar zusammengefallenen Hütten zwischen wilden Fliedersträuchern und Bäumen gelesen. Das haben wir von der alten Goldgräberstadt noch gesehen:
Faszinierend finde ich ja immer wieder diese Verkehrszeichen:
Durch das Okanagan Valley sind wir nach Summerland gefahren, wo wir dieses tolle Bed & Breakfast gebucht hatten:
Hinter dem Haus könnt ihr ein Stück des Giant’s Head Mountain sehen. Die Zufahrt zum Berg ging direkt hinter dem „Sundial B&B“ los. Es war ein sehr enges und kurviges Stück Straße. Ich saß wieder mal sehr angespannt im Auto, weil es natürlich wiedermal keine Leitplanken gab und man ganz schön nach unten schauen konnte. Vom Parkplatz aus konnte man noch kleine Wege nach ganz oben gehen, wo wir eine tolle Aussicht hatten:
Auf Empfehlung der Eigentümer unserer Unterkunft gingen wir im Ort ins „Local“, ein Restaurant, das hauptsächlich Zutaten aus der Umgebung verwendet und haben super lecker gegessen. Der erste Burger, den ich mit Messer und Gabel essen musste, weil er so dick war.
gefahrene km: 317
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12.08.2012, 16:14
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#13
Tag 5, 19.6.2012: Summerland – Revelstoke
Nach einem absolut leckeren Frühstück – also dieses B&B kann ich nur empfehlen – sind wir gegen 9.45 Uhr los. Meggie (die Hausherrin) hat uns noch empfohlen, uns den Myra Canyon – Kettle Valley Railway Trail (gebaut zwischen 1910 und 1916) anzusehen. Für den heutigen Tag hatten wir kein bestimmtes Programm, so dass wir den Tipp angenommen haben. Auf dem Weg dahin – sehr kurvenreich durch den Wald und Gravel Road – dann das:
War das jetzt wieder irgendein Baumstumpf, Erdhaufen oder was? Ne, er hat sich bewegt, unser 2. Bär! Leider war er etwas weiter weg:
Am Parkplatz kann man sich auch Fahrräder ausleihen, wir haben uns jedoch entschieden zu laufen. Auf einer Strecke von ca. 12 Kilometern kann man über 18 Brücken (und durch zwei Tunnel) radeln oder wandern. Die Strecke führt entlang der imposanten Schlucht und bietet tolle Aussichten. Im Jahr 2003 hat ein Brand u.a. einige Brücken zerstört, die jedoch wieder aufgebaut wurden.
Diese putzigen Tierchen gab es auch wieder zu sehen:
Irgendwo auf der Strecke hatten wir eine lustige Begegnung mit einem Ehepaar und deren 6jährigen Tochter und etwa 1jährigen Sohn. Sie saßen auf einem großen Stein vor einer Brücke und vesperten. Ich lief schon voraus auf so eine „Ausbuchtung“ an der Brücke und Andy fotografierte von vorne. Er stand quasi bei den Leuten. Die Tochter: “Papa, was macht der Mann da?“ Vater: “Der fotografiert die Frau da vorne.“ Andy: „Ja, ist ja auch meine.“ Das Mädel schaute Andy total erschrocken mit großen Augen an. Da meinte die Mama: „Siehst du, und verstehen tut er dich auch noch.“ Das Gelächter war groß. Wir haben uns noch etwas unterhalten und weiter ging es.
Mal hören, ob ein Zug kommt:
8 Brücken und 1 Tunnel haben wir über- bzw. durchquert, dann sind wir wieder zurück. Wir hatten ja noch ein Stückchen Fahrt vor uns. Gegen 17.30 Uhr kamen wir in Revelstoke an, wo wir im Swiss Chalet Motel eincheckten. Kurz frisch gemacht, etwas essen gegangen und wieder zurück zum Motel.
gefahrene km: 301
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12.08.2012, 16:51
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#14
Hi Silvia, na da fahre ich doch auch mit und zähle die Bären mit.
Toll, schon zwei.
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13.08.2012, 20:40
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#15

Zitat von
stefunny
Hi Silvia, na da fahre ich doch auch mit und zähle die Bären mit.
Toll, schon zwei.
Schön, dass du mit dabei bist. Es geht auch gleich weiter.
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13.08.2012, 20:46
Bären zählen in Westkanada und ein bisschen USA - Juni/Juli 2012
#16
Tag 6, 20.6.2012: Revelstoke – Radium Hot Springs
Nach dem Frühstück im Motel (mit Waffeln zum Selberbacken) sind wir zum Meadows in the Sky Parkway gefahren. Dort haben wir erstmal unseren Eintritt für die Nationalparks gezahlt. Der Ranger sagte uns, dass die Straße irgendwo in der Mitte gesperrt sei, da noch zu viel Schnee oben liegen würde. Naja, wir fuhren bis zur Sperrung und hatten dort diesen Ausblick:
O.k., dann wieder runter. Ich muss dazu sagen, die großen Wanderer sind wir nicht. Grundsätzliche laufe ich mehr als Andy, hier allerdings war ich froh, wenn ich nicht in den Wald hinein musste. Ich hatte echt zuviel Sch... äh Respekt vor Bären.
Auf dem Rückweg hielten wir für eine Pinkelpause. Auf der einen Straßenseite war ein kleiner Wasserfall, auf der anderen eine Hütte. Wir liefen einmal um die Hütte herum. Andy machte noch Fotos und ich drückte einfach mal die Türklinke. Ging die Tür doch tatsächlich auf. Das erste, was ich sah, war eine Axt auf einem Holzklotz! Ich dachte gleich an diverse Horrorfilme und machte die Tür gleich wieder zu. Andy ging natürlich gleich noch mal in die Hütte rein und hielt die Axt hoch. Das Foto wurde allerdings nichts, dafür dieses hier:
Wir liefen kürzere Trails und auch ganz kurze, wie z.B. den Skunk Cabbage Trail:
und den Giant Cedars Trail:
Am Rogers Pass angekommen, machten wir eine kleine Essenspause.
In Radium Hot Springs war unser nächster Stop. Übernachtet haben wir im Crescent Motel, wo es auch eine Eintrittskarte für die Hot Springs gab. Da wollten wir ja sowieso hin. Wir waren allerdings etwas enttäuscht. Was wir vorfanden war ein Schwimmbad mit 2 Pools. Das Wasser in dem einen Becken war zum Entspannen zu hot. Also schwitzen möchte ich im Wasser eigentlich nicht. Im anderen Becken war es so kalt, da ziehts dir alles zusammen. Wenn es lange war, hielten wir es eine halbe Stunde aus.
Die Rückfahrt zum Motel dauerte etwas länger, da diese Bighornsheeps vor uns waren:
Im Ort haben wir noch etwas gegessen und saßen dann noch bis zum Dunkelwerden vor unserem Zimmer und genossen den Blick auf die Berge.
gefahren km: 300
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