6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D

  1. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #17
    want-to-skydive
    Oh, schön! Noch ein Mitfahrer
    Ja, ihr könnt sehr flott mitreisen! Der Bericht ist schon komplett geschrieben, nur so manche Fotos muss ich noch hochladen.
    Hoffe Ihr habt weiter Spaß mit meinem Bericht. Es ist viel passiert

  2. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #18
    want-to-skydive
    Tag 20 11.05.2012
    Heute bin ich schon um sieben aufgestanden. Noch schnell die letzten Infos für LA aus dem Netz gezogen, Koffer ins Auto gebracht und Zimmer auf vergessene Gegenstände abgesucht. Dann hieß es auschecken. Das Auto kann ich zum Glück noch in der Garage lassen.


    Dieses Bild zeigt übrigens mein Blick aus dem Fenster vom Studentenwohnheim! Sogar Meerblick!



    In der Schule bekomme ich zum Schluss noch mein Zertifikat und freue mich, da ich mich in der Zeit deutlich verbessert habe. Zum Mittagessen ging ich heute mit einer Mitschülerin zum Brasilianer. All you can eat für 19,50$. Sehr lecker und guter Service. Wenn man was gebrauch hat oder etwas von diesen Fleischspießen haben wollte, mit denen die Kellner rumgegangen sind, hat man so ein Holzklötzchen auf dem Tisch von Grün auf Rot gedreht und sie kamen. Am Nebentisch gab es dann kurz Action. Es hatte jemand Geburtstag und acht Bedienstete haben auf spanisch gesungen und im Rhythmus geklatscht. Das hat sich toll angehört. Bestens gesättigt ging es dann los über einen kleinen Teil vom Highway 1 nach Los Angeles. Ehrlich gesagt hatte ich mir vorgestellt, dass man mehr vom Meer sieht. Es war aber definitiv weit besser, als die Zeit im Stau auf dem Freeway zu verbringen! Wir (eine Mitschülerin war die nächsten zwei Tage dabei) wollten erst zur Queen Marry2, aber da die Zeit vorangeschritten war, beschlossen wir direkt zum Griffith Observatory zu fahren. Doch ich hatte noch ein kleines Problem, denn ich musste super dringend auf´s Klo! Sehr ungünstig, wenn man in LA im Stau steht! Irgendwann kam endlich eine Abfahrt und ich hielt an einer kleinen Tankstelle mit Minigeschäft. Als ich sah, dass die trotzdem ein WC hatten war ich richtig froh! Nur leider war dieses besetzt, und was soll ich sagen? Ich habe fast 10 Minuten gewartet bis die „Dame“ endlich raus kam. Als sie dann noch superlangsam die Tür aufgemacht hat, habe ich etwas nachgeholfen, solange kann man doch echt nicht brauchen?! Jedenfalls muss sie ziemlich verdutzt gekuckt haben deswegen (ich habs nicht mitbekommen, hatte anderes im Sinn), laut meiner Mitfahrerin J. Danach fuhren wir schnell weiter, denn es war schon nach neunzehn Uhr. Eine halbe Stunde später kamen wir an und konnten sogar noch Fotos von der untergehenden Sonne machen. Wir genießen die Zeit und den Ausblick über die Stadt. Ich bin sehr froh, dass ich diese Aussicht noch genießen konnte und ärgere mich, dass dieser schöne Punkt beim LA Ausflug mit der Sprachschule ausgelassen wurde.


    Gegen 21 Uhr beschließen wir erstmal unser Hotelzimmer in Santa Clarita zu besichtigen, bevor wir essen gehen. Das Zimmer war sehr schön und supersauber! Mittlerweile kann ich sagen, dass es das beste Hotel auf der ganzen Reise war! Und es war nur eine Abfahrt vom Sixflags Magic Mountain entfernt! Im Dunkeln konnten wir schon einige Achterbahnen erblicken und die Vorfreude stieg! Nach einer Stippvisite bei Ralph´s Supermarkt suchten wir uns ein Restaurant. Wir fanden ein Macaroni Grill. Von außen sah es aus wie irgendein Fastfood Restaurant. Als wir rein kamen Überraschung! Piekefein, Leute im Anzug und fein gedeckte Tische. Wir im T-Shirt und kurzer Hose. Aber nix mit Flucht, wir bekamen direkt einen Tisch und für mich gab es lecker Spaghetti Carbonara. Gegen Mitternacht waren wir endlich wieder im Hotel. Zum Glück hatte ich nochmal im Internet nach den Öffnungszeiten vom Sixflag´s nachgeschaut, 10.30 Uhr und nicht 9 Uhr wie ich dachte!
    Tag 21 12.05.2012
    Nachdem wir supergut geschlafen haben, ließen wir uns das Frühstück im Hotel schmecken.


    Angekommen im Sixflags Magic Mountain (ein reiner Rollercoasterpark), ging es zunächst durch die Metalldetektoren. Die Tickets selbst hatte ich schon aus dem Internet ausgedruckt. Groß ausführen brauch ich den Tag wohl nicht. Wir fuhren Achterbahnen was ging! Meistens haben wir 1,5h gewartet. Begonnen hatten wir mit der Viper, aufgehört auch. Es gab eine kleine unscheinbare grüne Achterbahn. Von der hatten wir uns wirklich nicht viel erhofft. Im Nachhinein war es die Beste! Die hatte ordentliche Beschleunigungen! Als wir gewartet haben ist eine Gondel sogar mal 2 Minuten stecken geblieben.


    Auf Rang 2 kam für mich die X2. Nicht nur weil es eine Liegendachterbahn war. Die Sonne war schon untergegangen und ich liebe es einfach, wenn man all die bunten Lichter von oben sieht! Mittlerweile war es eine halbe Stunde bevor der Park schließt. Da diese X2 so beliebt ist, war die Schlange so lang, dass sie am Ende schon abgesperrt war. Aber die Viper, die direkt daneben steht, war noch offen. Ich habe es geschafft diese innerhalb von 25 Minuten sechs Mal zu fahren! Dann war Schluss. Nachdem wir mein Auto doch noch gefunden hatten, fuhren wir ganz kurz zu Ralph´s.


    Der war einfach superlecker!


    Danach ging´s ins wohlverdiente Heiabettchen.

  3. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #19
    want-to-skydive
    Tag 22 13.05.2012
    Nach einer superguten Nacht ging es erstmals zu Denny´s frühstücken. Das Hotelfrühstück fanden wir zu teuer für so wenig Auswahl. Das war mal superlecker! Hier werde ich sicher nochmal essen während meiner Rundreise. Die Rühreier mit Spinat und eine Hot Chocolate dazu haben es mir angetan! Danach ging es zur Alamo Station in LA. Ja. Denn ich musste gestern feststellen, dass mein Auto eine Flüssigkeit verliert und das nicht zu wenig! Ich war mir sicher, dass es Kühlwasser war und wollte nicht ausprobieren, ob sich das auf meiner Rundreise auswirken wird. Dieses Mal bekomme ich die Auswahl zwischen einem grauenhaften kleinen FIAT und einem Nissan Versa. Die Entscheidung fiel sofort, nachdem ich beide Autos gesehen hatte. Das Einzige was schade war, war, dass ich am Abend zuvor den Hundai vollgetankt hatte.


    Leider hatte der Nissan auch keinen USB Anschluss, sodass ich wieder nur Radio und die Milow CD hören konnte. Ich brauchte jetzt dringend eine Alternativ CD, damit ich nicht die Krise bekomme bei den nächsten Autofahrstunden. Denn Radiohören in den Städten ist zwar gut, aber außerhalb davon kann man das Radio vergessen! Nach dem absolut problemlosen Autowechsel ging es zur Unionstation um meine Mitschülerin abzusetzen. Eine schöne Station mit eigenem Charme.


    Danach ging es für mich weiter nach Lake Elsinore zum Fallschirmspringen. Die Anfahrt war schwierig, weil mich mein Navi ständig auf eine Dirtroad, bzw. auf gesperrte Straßen schicken wollte. Ich fahre dann nach gut dünken, weil ich wusste das der Platz am See ist. Gegen 17 Uhr hatte ich es endlich zum Platz geschafft. Nach dem Papierkram hat es noch für einen schönen Sprung gereicht. Als ich am Schirm hing musste ich eine Weile den Platz suchen. Den See hatte ich zunächst gar nicht als See erkannt, weil der so bräunlich aussah von da oben. Schlussendlich hatte ich einen Anfängerfehler gemacht, denn ich habe überall hingeschaut. Ich hing genau über dem Platz und hätte einfach nur gerade nach unten schauen müssen J. Leider war meine Landung nicht ganz so gut, denn durch den Wüstenboden hatte ich die Höhe verschätzt. Dadurch habe ich den Schirm erst gebremst als ich schon auf dem Boden aufschlug. Zum Glück aber flächig auf mein linkes Schienbein und Knie, sonst hätte ich mir sicher die Füße gebrochen. Danach habe ich schnell den Schirm gepackt, denn es war bald Sunset. Wäre wirklich schön gewesen, aber nein, es wollten „nur“ elf Springer hoch und dreizehn hätten wir gebraucht. Sonst lohnt es sich für den Sprungplatz nicht den Flieger hochzuschicken. Da ich für 7$ im Bunkhouse übernachte, besorgte ich mir bei Walmart noch nen Billigschlafsack und einen Sandwich bei Subway. Nach dem Allabendlichen Tagesberichtschreiben und E-Mails checken, gesellte ich mich noch zu den anderen Springern ans Lagerfeuer.




    Tag 23 14.05.2012
    Gegen zehn aufgestanden und mich fix fertig gemacht. Noch bevor ich frühstücke, hatte ich mich für die erste Maschine eingetragen. Dabei erfuhr ich auch, dass hier heute nur zwei Sprünge stattfinden würden. Im ersten Moment dachte ich die scherzen, aber es war dann wirklich so. Gegen 14 Uhr war ich dann zwei Mal in der Luft. Nach den zwei Landungen ließ der Schmerz in meinem linken Bein nicht mehr nach. Ich hatte den Verdacht, dass ich mir vielleicht doch das Schienbein gebrochen habe, denn der Aufprall gestern war mit heftiger Wucht und mit vollem Körpergewicht auf dieses Bein L. Aber das verschob ich auf später. Ich beschloss nach Perris zu fahren, um mir den dortigen Sprungplatz anzuschauen. Als Landefläche gibt es dort einen schmalen Grasstreifen, auf den ich sicher nur mit viel Glück landen würde. Die Landefläche drumherum besteht aus staubigem Wüstenboden. Zusätzlich dazu empfand ich es auch noch zu windig. So höre ich lieber auf mein Bauchgefühl und springe nicht mehr. Ich fuhr nach Navi zu drei verschiedenen Kliniken. Ohne Erfolg, denn alle drei hatten kein Röntgengerät. Die Kliniken mit Röntgen hatten alle ab 17Uhr zu! Tja, also hatte ich Pech und bin direkt weiter nach Palm Springs gefahren. Gegen 19 Uhr komme ich da an. Im Netz hatte ich mir günstige Hotels mit guten Bewertungen rausgeschrieben. Doch ich musste nicht suchen. Das erste Hotel war direkt ein Treffer und gefällt mir. Der Preis mit 68$ sagte mir auch zu, denn mittlerweile war ich ziemlich müde und hatte auch keine Lust zu suchen. Ich bekomme sogar eine Suite zum selben Preis, denn das andere Zimmer war noch nicht geputzt.

  4. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #20
    want-to-skydive
    Tag 24 15.05.2012
    Nach dem ich mal wieder super geschlafen habe, war ich pünktlich um acht Uhr wach. Perfekt, denn ab acht Uhr durfte der Pool benutzt werden. Ich schwimm eine Runde zum wach werden. Zum ´Frühstück gab es Schokokuchen den ich gestern noch im Supermarkt gekauft hatte. Daran komme ich einfach nicht vorbei . Dann fix ausgecheckt und auf ging´s zum Joshua Tree Nationalpark. Im Visitorcenter erzählt mir ein netter Herr von den verschiedenen Trails und ich kaufe den Annualpass. Schon auf der Fahrt sah ich die ersten Joshua Trees die Aufgrund der Bedingungen nur hier wachsen. Als erstes erkunde ich das Hidden Valley. Sehr nett. Danach zum Aussichtspunkt Key View. So ungefähr stellte ich mir die Aussicht in Badwater im Death Valley vor.



    Joshua Tree zum mitnehmen

    Dann habe ich mich für den Trail zur alten Goldmine entschieden. 1926 wurde diese von jemandem gefunden, der sein entlaufenes Pferd gesucht hatte. Der Trail war als mittleschwer angegeben und die Temperaturen waren heute moderat. Ich war froh, dass es bei weitem nicht so heiß war wie in der Anza-Borrego-Wüste! Die Landschaft änderte sich von grünen Joshua Trees und anderen Wüstenpflanzen zu schwarz verbrannten Überresten. Erst dachte ich es wäre durch die Sonne, doch dann erkenne ich eine „Grenze“ dazwischen. Ich vermute, dass es hier gebrannt hat. Eine Stunde habe ich bis zur Lost Mine gebraucht. Dabei habe ich überlegt, über wie viel Gold ich womöglich gerade laufe. Dort angekommen mache ich Pause und ein kleines, überhaupt nicht scheues Eichhörnchen gesellt sich zu mir und bettelt. Von anderen Besuchern bekommt es wohl immer wieder fressen, aber nicht von mir! Ich freue mich nur, dass ich es so nah Fotografieren kann.



    Auf dem Rückweg wurde ich ziemlich lange von einer penetranten Wespe verfolgt. Und wegen der vielen losen Steine bin ich mehrfach ausgerutscht, trotz Vorsicht! Lag aber auch an meinem Schuhwerk, denn die Schuhe hatte ich schon seit Jahren. Perfekt um Stundenlang zu laufen ohne Blasen zu bekommen, aber sie hatten kein Profil mehr. Dann ging es zum Barker Damm. Ein netter Rundweg. Leider war kein Wasser am Damm und weil ich das Ende des Trail´s nicht erkannt habe bin ich diesen zur Hälfte nochmal gegangen. Ein Kaktus am Wegesrand machte mich stutzig und kurz darauf wusste ich, dass ich hier schonmal war. Auf den anderen Trail direkt daneben hatte ich dann keine Lust mehr. Als nächstes wollte ich zum Skull Rock. Ich fahre die Straße am Barker Damm weiter. Eine Dirt Road. Eigentlich wollte ich das gar nicht, doch dafür war es zu spät. Ich war sehr froh, dass mir dieses Mal niemand auf der engen Straße entgegen kam! Am Trail des Skull Rock angekommen dachte ich: “Ok, 3km, kein Problem.“ Dann wäre ich doch glatt am Skull Rock vorbeigelaufen! Durch Zufall habe ich zurückgeschaut und den Felsen entdeckt, der am Straßenrand hinter einem Busch ist!

    Mein nächstes Ziel war der Arch Rock Trail. Doch den habe ich nicht gefunden. Ich fuhr an den Campgrounds vorbei und danach ging es ewig geradeaus, sodass ich umgedreht habe. Der Sonnenuntergang kam näher und ich beschloss mein Hotel aufzusuchen. Ich hatte wirklich gedacht, das Safari Motor Inn wäre in 29Palms. Da lag ich leider falsch und musste zurück nach Joshua Tree fahren. Blöd war nur, dass ich drei Mal daran vorbeigefahren bin, denn das Schild Motel war groß an der Straße, aber nur ganz klein gedruckt darunter stand Safari Motor Inn. Das hatte ich nicht gelesen, auch weil ich dachte es wäre ein Hotel. Dieses hatte ich vorgebucht, weil hier im Forum ein anderer Reisender positiv davon berichtet hatte. Es war auch soweit sauber und der Inhaber supernett. Allerdings ziemlich laut an der Straße. Weiterempfehlen kann ich es nicht! Ansonsten war ich nur verärgert über mich selbst, denn ich musste feststellen, dass mein Führerschein weg war! Ich rufe im Hotel in Palm Springs an, denn dort hatte ich den beim Einchecken zuletzt in der Hand. Ich bekam die Auskunft, dass er nicht dort ist. Zu dumm, denn ich hatte ihn definitiv auch nicht. Sämtliche Taschen und das Auto hatte ich auf den Kopf gestellt! Ich gehe mit Kopfschmerzen ins Bett.

  5. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #21
    Olli86
    wow was für ein Tempo aber wirklich klasse Bericht und tolle Bilder.
    Mit dem Skydive ist natürlich genial, ich habe bis jetzt nur ein Tandemsprung gemacht. War aber bestimmt nicht der letzte
    Was hat denn ein Lift im Schnitt gekostet?

    lg Olli

  6. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #22
    want-to-skydive
    Tag 25 16.05.2012
    Die Nacht war sehr unruhig und ich hatte wenig geschlafen. So war ich in der Nacht z.B. erwacht, weil eines dieser 3 freundlichen Krabbeltiere auf meinem Kopfkissen war. (Durch die Straßenbeleuchtung war es sehr hell im Zimmer, sodass ich nicht mal Licht anschalten musste!) Dieses Mal hatte ich es aber endlich geschafft es zu erschlagen. Die waren immer zu fix! Außerdem habe ich das Zimmer etwas umgebaut, denn die Klimaanlage hatte die ganze Zeit zum Kopf geblasen, was sehr unangenehm war. Kleiner Schalten ging nicht und zum ausmachen war es zu warm. Aber diese Lösung war ganz gut:


    Am Morgen bin ich dann nochmal zum Visitorcenter gefahren, um sicher zu gehen, dass mein Führerschein nicht dort liegt oder abgegeben wurde. Außerdem konnte ich so nochmal nachfragen wegen dem Lost Hourse Trail. Und tatsächlich, 2007 hatte es dort gebrannt. Zum Glück ist die Mine verschont geblieben, das wäre sonst sehr schade gewesen. Mein Weg führt mich weiter Richtung Needles. Frühstücken wollte ich später, denn ich hatte Lust zu Denny´s zu gehen und hoffte unterwegs einen zu finden.


    Mittlerweile war es halb elf. Mir gefiel wie sich das Landschaftsbild immer wieder veränderte. Von Steinen zu Sand, zu Roten Steinen und Sand. Die Mojave Wüste ist toll! Heute war es wieder recht warm. Laut Internet 41°C in Needles. Auch wenn man den Arm während der Fahrt aus dem Auto gestreckt hat war die Luft weiter sehr warm! Zu meiner Freude finde ich nach der langen geradeausfahrt den Denny´s in Needles. Ich schaffe es sogar dem Kellner zu erklären, dass ich Bratkartoffeln zu meinem Rüherei mit Spinat möchte. Hmmmm . Dann hat er mich zwei Mal gefragt, ob ich wirklich eine Hot Chocolate will in Anbetracht der Temperaturen draußen. Lol. So gut gestärkt ging es auf die Route 66! Die erste Strecke bis Oatman ist ja nicht weit. Ich schlendere durch die Läden, Fotografiere und erfreue mich an den Eseln, die den Autofahrern keinen Platz machen, weil sie auf der Straße schlafen.

    Als ich ein Präsent kaufen will, merke ich, dass mein Portemonai nicht in der Tasche ist. Ich sage zur Verkäuferin, dass ich gleich wieder komme und gehe zum Auto. Kurz zuvor war ich ja noch tanken gewesen. Und oh Schreck, ich finde es nicht! Innerliche Panik kommt auf…Nicht auf den Sitzen, nicht im Handschuhfach, nicht in der Handtasche und auch nicht in den Seitenfächern! Ich überlege, ob vielleicht jemand an der Tasche gewesen sein kann, ohne dass ich es gemerkt habe. Erst der Führerschein und nein, das darf jetzt nicht sein! Ich geh nochmal ums Auto und öffne die Beifahrertüre. Puh, da liegt es, zwischen Tür und Sitz. Ich sorge echt selbst für Aufregung im Urlaub XD. Den Schreck musste ich erstmal verdauen und habe eine kalte Cola getrunken! Normal bin ich nicht so ein Schussel, wirklich! Das war mir eine Lehre, ich werde das Portemonai ab jetzt immer direkt wieder in die Tasche packen! Danach hole ich noch das Souvenir und gönne mir für einen Dollar den Spaß die Esel zu füttern. Die sind echt goldig, und ich hatte neue Freunde bis die Tüte leer war! Auch das Fohlen mit seinem Kleber auf der Stirn war süß.



    Dann ging es weiter auf der Route 66 bis Kingman. Die Strecke gefällt mir, so kurvenreich hatte ich sie mir nicht vorgestellt. Angekommen in Kingman gehe ich mit gemischten Gefühlen zum Check In im Arizona Inn. Laut Internetbewertungen sollte das so ziemlich die letzte Absteige sein. Nur sah ich die Bewertungen erst, als ich schon gebucht hatte. Es war auch das einzige Mal das ich meine ausgedruckte Buchungsbestätigung zeigen musste. Er wollte nicht glauben, dass ich gebucht hatte. Im System war ich gar nicht vorgemerkt. Ich zahle die 43$ für die Nacht und gehe auf´s Zimmer. Nach meiner ersten Motel Erfahrung habe ich natürlich wieder ganz genau hingeschaut. Das Bett war absolut sauber, ansonsten auch soweit. Nur das Mobiliar und Sanitäreinrichtungen waren ziemlich runtergekommen. Jetzt war ich froh, denn ich hatte mich schon darauf eingestellt nach einer neuen Unterkunft zu suchen. Da es erst halb fünf war, spaziere ich etwas umher, Fotografiere eine Lok beim Veteranendenkmal und finde das Route 66 Lokal.


    Da sich ein gewisses Hungergefühl bemerkbar gemacht hatte, kehrte ich dort ein. Leider vergaß ich mal wieder beim Bestellen meiner Fanta, dass ich kein Eis will. Doch dies war das erste Lokal, wo das Eis kein Chlorgeschmack hatte. Davon wird mir nämlich immer schlecht! Sogar beim Zähneputzen! Da bin ich wohl etwas empfindlich. Dann bestelle ich mir Spaghetti. Es gab einen Salat davor und dann eine riesige Portion Nudeln! Ich hatte zwar Hunger, aber die Portion war definitiv für den großen Hunger. Prallgefüllt lief ich langsam wieder zum Motel. Noch ein bisschen im Netz gesurft und dann hieß es Licht aus!

  7. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #23
    want-to-skydive
    Zitat Zitat von Olli86 Beitrag anzeigen
    wow was für ein Tempo aber wirklich klasse Bericht und tolle Bilder.
    Mit dem Skydive ist natürlich genial, ich habe bis jetzt nur ein Tandemsprung gemacht. War aber bestimmt nicht der letzte
    Was hat denn ein Lift im Schnitt gekostet?

    lg Olli

    Vielen Dank !
    Pro Sprung habe ich 25$ bezahlt. Hätte ich einen Block von 50 Sprüngen gekauft wären es sogar nur 18$ pro Sprung aus 4000m gewesen! Trotzdem weit günstiger als hier in D (29€/Sprung). Aber soviel Zeit hatte ich ja nicht. Für mich war es die perfekte Mischung!
    Ja, nach meinem ersten Tandemsprung konnte ich an nix anderes mehr denken^^. Es macht einfach total Spaß!

  8. 6 Wochen, 1 Sprachkurs und die "klassische" Ersttäterrunde :-D #24
    want-to-skydive
    Tag 26 17.05.2012
    Heute hatte ich wieder richtig gut geschlafen. Um Acht stehe ich auf und mache mich gemütlich fertig. Bis ich allerdings von Kingman weg komme ist es schon nach elf. Denn in Anbetracht der gebotenen Radiosender (2 an der Zahl), wo nur gequatscht wurde, sah ich mich genötigt endlich CD´s zu brennen. Zum Glück haben mir gute Freunde Lieder per Mail geschickt! Es hat gedauert, bis ich den Tipp bekam, es im Library zu versuchen. Bis die fünf CD´s endlich gebrannt waren, war eine Stunde um, dafür war es kostenlos . Als ich ankam war die Dame dort ziemlich euphorisch. Oh, aus Deutschland und hat gleich ihre Kollegin angerufen. Diese hatte sich total gefreut, weil sie selbst aus Deutschland ausgewandert ist vor vielen Jahren. Es macht immer wieder Spaß sich mit den Leuten hier zu unterhalten! Nach einem fixen Frühstück bei MC-Doof ging es wieder on the road.

    Auch ein paar Dustdevil´s konnte ich sehen!

    Am Straßenrand konnte man viele Namen lesen (war noch auf der Strecke nach Kingman)


    Erst nach Hackberry und dann nach Seligman. Von dort ging es dann weiter über die Interstate zum Grand Canyon. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut! Im Grand Canyon Village hieß es aber erstmal einchecken im Holiday Inn. Es war bereits 16 Uhr. Der Herr an der Rezeption war nicht sonderlich freundlich, der hatte wohl einen schlechten Tag. Danach ging ich direkt zum Visitorcenter, denn ich wollte zuerst den Film anschauen und habe mir eine Kinokarte gekauft. Glücklicherweise kann man die jederzeit einlösen. Als ich mir nämlich bei der Rangerin die Karte und Tipps für den Sonnenauf/ und untergang holte, sagte sie, ich solle lieber direkt losfahren, sonst wäre es zu spät, um noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang dort hin zu kommen.


    Ich laufe etwas am Rim entlang und genieße die Aussicht. Im Nachhinein hätte ich den Film ruhig schauen können, denn die Zeit ging kaum um. Das Farbenspiel hat mir gefallen! Allerdings muss ich sagen, dass ich mir den Grand Canyon größer, oder ich weiß nicht, vielleicht mehr mit diesem „Oh, Wow“ Effekt vorgestellt hatte. Ich habe wohl etwas Zeit dafür gebraucht, denn bei dem Kinofilm kam dann dieser Moment. Man hatte das Gefühl man fliegt mit, bzw. so eine Fahrt auf dem Colorado River hat deutlich mehr Nervenkitzel als jede Achterbahn. Für mich wäre das nix! Ein super Film und klasse Einstieg mit Geschichte zum Grand Canyon. Am besten bevor man zum Rim geht. Ich glaube wenn man unten stehen würde, hätte man noch ein ganz anderes Gefühl für diese Dimensionen. Jedenfalls freute ich jetzt schon ganz doll auf den Helikopterrundflug! Achso, und vor dem Film habe ich mich selbst reingelegt und Popcorn gekauft…salzig….mist, das wusste ich doch eigentlich. Da hatte ich einfach nicht dran gedacht. Nach diesem Tag war ich schon ganz schön geschafft, nur mein Magen nicht. Also ab ins Steakhouse. Das Essen war ok, mehr aber auch nicht. Gut war der Service und das Bud . Nach dem täglichen Bericht schreiben und Fotos aufs Netbook laden, war es schon wieder nach elf. Morgen wollte ich früh raus um den Sonnenaufgang mitzuerleben.
    Tag 27 18.05.2012
    In der Nacht war ich immer wieder sehr müde aufgewacht und habe überlegt ob ich wirklich zum Sunrise aufstehen will. Um halb vier habe ich dann meinen Wecker ausgestellt und bis um sechs sehr gut geschlafen. Nach dem Frühstück fuhr ich direkt an den Airport zu Pappillon. Denn durch meine umgeschmissene Planung hatte ich noch einen Airtour von Las Vegas zum Grand Canyon gebucht für nächste Woche inklusive Heliflug. Da ich jetzt aber eh schon hier bin, wollte ich lieber den vollen Tag in Las Vegas verbringen als hier nochmal herzukommen innerhalb von einer Woche. Das klappt zum Glück auch, allerdings musste ich trotzdem die Zentrale in Vegas anrufen. Ich buchte einen einstündigen Helikopterrundflug für heute und noch eine andere Tour für morgen. Ich hatte jetzt 1,5h Zeit bis zum Rundflug. Es hätte sich also nicht gelohnt vorher nochmal an den Canyon zu fahren. Es stellte sich raus, das ich zu einem anderen Teil des Airport fahren musste für meinen Flug. Ich hatte das Glück, dass genau vor mir eine größere Reisegruppe das Gebäude betreten hatte. So hieß es erstmal warten für mich. Nach einem Video zur Sicherheit und Anlegen der obligatorischen Schwimmweste, ging es zum Heilkopter. Man hatte viel Platz. Ich bekomme einen Fensterplatz, aber man hätte auch wenn man in der Mitte gesessen hätte gut sehen können! Über Headset wurde das Band auch auf deutsch abgespielt. Was soll ich sagen?


    Der gesamte Flug war einfach großartig! Ich kann es nur jedem empfehlen! Nur mein Magen war danach recht flau, aber es war heute auch recht windig am Grand Canyon. Die Pilotin war super! Danach fuhr ich zum Mather Point. Der hat mir ganz besonders gut gefallen. Hier bin ich ziemlich lange geblieben, bin am Rim entlang gelaufen und habe den Canyon auf mich wirken lassen.


    Gegen halb zwei beschloss ich, mich auf den Weg nach Page zu machen. Die Viewpoints die noch auf dem Weg lagen, habe ich natürlich auch alle besucht. Die Fahrt war definitiv nicht langweilig. Die wechselnden Farben der Landschaft von rot ins braun etc. hat mir sehr gut gefallen. Ganz besonders sind mir ein paar Hügel aufgefallen, die oben grün waren!


    Die sahen super aus! In Page war das Super8 mein Hotel für die ersten zwei Nächte. Ich war ganz froh, dass es kein Motel war. Im Hotels habe ich mich immer wohler gefühlt, warum auch immer. Ich ruhe mich aus, surfe im Netz und telefoniere über 40 Minuten mit der Alamo Hotline wegen meinem Führerschein. Zum Schluss bekam ich eine Nummer die ich anrufen sollte und was war? Sie funktionierte nicht. Nachdem mir durch das Forum nochmal bewusst wurde, dass das ganze Fahren ohne Führerschein ist etc. pp. mit all den Konsequenzen, fuhr ich zu einer Polizeistation. Nur war da irgendwie keiner. Dann fuhr ich zu einer anderen Station, die das Navi ausgespuckt hatte, doch dort war nur ein Krankenhaus! Ich hatte keine Lust mehr und fuhr zu Denny´s essen, der war mir unterwegs zufällig ins Auge gefallen. Mittlerweile wusste ich auch, dass die Heiße Schokolade genauso wie die anderen Getränke kostenlos nachgefüllt wird.

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