Zukunftsplanung in den USA

  1. Zukunftsplanung in den USA #9
    Manu-Ela
    Zitat Zitat von chmike Beitrag anzeigen
    Hallo Cartmanez, ist die Psychologie an sich sehr wichtig fuer Dich? Ich frage deshalb, weil in D empfohlen wird, statt Psychologie (lange Ausbildung, danach schlechte Jobchancen und immer 2.Klasse hinter den Aerzten) Medizin zu studieren und dann auf Psychiater zu vertiefen (lange Ausbildung, Klasse Jobchancen, die Koenige in den Psychiatrien). In der Schweiz und in D sind die Jobchancen im Vergleich zu Psychologen phaenomenal. Und ich glaube dass man in USA auch besser dasteht. Ein Bekannter (Amerikaner und Psychologe) meinte jedenfalls letztens, dass die Bezahlung von Psychologen in den USA sehr schlecht sei und er sich in Zuerich wie in Mekka fuehle...

    Geh generell erst nach Deiner Neigung!! Aber falls Du der Medizin und Psycho gleichermassen offen bist, dann empfehle ich die Ausbildung zum Psychiater!!

    Alles Gute fuer Deinen Weg
    Welch ein Loblied auf Psychiater....

    Du solltest allerdings bedenken, dass ein Med.-Studium wesentlich länger dauert, und man danach noch kein FA f. Psych. ist.
    Num. clausus immer noch Voraussetzung und Studienplätze hart umkämpft.

  2. Zukunftsplanung in den USA #10
    Phea
    Zitat Zitat von Manu-Ela Beitrag anzeigen
    Welch ein Loblied auf Psychiater....

    Du solltest allerdings bedenken, dass ein Med.-Studium wesentlich länger dauert, und man danach noch kein FA f. Psych. ist.
    Num. clausus immer noch Voraussetzung und Studienplätze hart umkämpft.
    Der NC fuer Medizin und Psychologie ist annaehernd gleich. Die Ausbildungsdauer auch, wenn man im klinischen Bereich arbeiten mag und ein Therapieverfahren lernen will. Beides ist hart, aber Chmike hat mit seiner Beschreibung wirklich recht.

  3. Zukunftsplanung in den USA #11
    chmike
    Zitat Zitat von Phea Beitrag anzeigen
    Die Ausbildungsdauer auch, wenn man im klinischen Bereich arbeiten mag
    Das hatte ich ganz vergessen: vertiefst Du in klinischer Psychologie, dann ist es teuer und dauert es ewig und man faehrt danach den Fiat Panda

    vertiefst Du in Wirtschaftspsychologie dann ist die Ausbildung ev kuerzer (kann sein dass schon der Bachelor reicht, auf jeden Fall spart man sich die Therapiefortbildung) und man faehrt dann den Audi A4

    Als Psychiater den A4 Sportsback

    Oh mann bin ich materiell

    Generell plaediere ich aber fuer das Herzensstudium wenn es die erste Ausbildung ist

  4. Zukunftsplanung in den USA #12
    Manu-Ela
    Zitat Zitat von Phea Beitrag anzeigen
    Der NC fuer Medizin und Psychologie ist annaehernd gleich. Die Ausbildungsdauer auch, wenn man im klinischen Bereich arbeiten mag und ein Therapieverfahren lernen will. Beides ist hart, aber Chmike hat mit seiner Beschreibung wirklich recht.
    Natürlich ist es besser Medizin zu studieren und dann den FA zu machen.

    Was heiß annähernd gleich?
    Das Med.-Studium ist länger, bis zur FA Prüfung sowieso. (Regelstudium gemeint) Dafür hat man allerdings auch ein breitgefächertes Arbeitsfeld. Bis man das mit einem Psychol.-studium hat--nun ja, da kannst du wieder Recht haben, was die Länge der Ausb. betrifft--allerdings ist man dann doch meistens auf ein Feld beschränkt.

  5. Zukunftsplanung in den USA #13
    Phea
    Zitat Zitat von Manu-Ela Beitrag anzeigen
    Natürlich ist es besser Medizin zu studieren und dann den FA zu machen.

    Was heiß annähernd gleich?
    Das Med.-Studium ist länger, bis zur FA Prüfung sowieso. (Regelstudium gemeint) Dafür hat man allerdings auch ein breitgefächertes Arbeitsfeld. Bis man das mit einem Psychol.-studium hat--nun ja, da kannst du wieder Recht haben, was die Länge der Ausb. betrifft--allerdings ist man dann doch meistens auf ein Feld beschränkt.
    Damit man das in Zahlen sieht (Regelstudienzeit!):
    Psychologie bis zum Master plus therapeutische Zusatzausbildung in Deutschland, damit man überhaupt im klinischen Bereich arbeiten darf:
    3 Jahre Bachelor + 2 Jahre Master + 3 Jahre Therapieverfahren = 8 Jahre

    Medizin plus Facharztausbildung:
    6 Jahre Studium + 4 bis zu 6 Jahre = 10-12 Jahre

    Also dauert das schon deutlich länger (2-4 Jahre). Das ist nicht gerade ein Pappenstiel. Aber: Als Psychiater hat man deutlich weniger Probleme eine brauchbare Stelle zu finden, während viele Psychologen in prekären Anstellungsverhältnissen landen, denn selbständig machen ist nicht so einfach, wenn man eine Kassenzulassung zu den gesetzlichen Kassen haben mag. Die kriegt man nur auf "Bedarfsberechnung" der zuständigen kassenärztlichen Vereinigung und da es den Bedarf angeblich nicht gibt (öhm, ja, die Wartelisten in den Praxen sind exorbitant lang, aber trotzdem sind sie der Meinung, dass es keinen weiteren Bedarf gäbe!) werden sogar Praxiszulassungen verkauft. Man blecht für so eine Zulassung gut und gerne mal 20-30k€. Nicht gerade mal so aus der Portokasse zu finanzieren, wenn man 5 Jahre Uni plus 3 Jahre Therapeutenausbildung hinter sich gebracht hat, die auch ca. 15-20k€ gekostet hat (ja!). Dann doch lieber ein paar Jährchen länger studieren.

  6. Zukunftsplanung in den USA #14
    Manu-Ela
    Zitat Zitat von Phea Beitrag anzeigen
    Damit man das in Zahlen sieht (Regelstudienzeit!):
    Psychologie bis zum Master plus therapeutische Zusatzausbildung in Deutschland, damit man überhaupt im klinischen Bereich arbeiten darf:
    3 Jahre Bachelor + 2 Jahre Master + 3 Jahre Therapieverfahren = 8 Jahre

    Medizin plus Facharztausbildung:
    6 Jahre Studium + 4 bis zu 6 Jahre = 10-12 Jahre

    Also dauert das schon deutlich länger (2-4 Jahre). Das ist nicht gerade ein Pappenstiel. Aber: Als Psychiater hat man deutlich weniger Probleme eine brauchbare Stelle zu finden, während viele Psychologen in prekären Anstellungsverhältnissen landen, denn selbständig machen ist nicht so einfach, wenn man eine Kassenzulassung zu den gesetzlichen Kassen haben mag. Die kriegt man nur auf "Bedarfsberechnung" der zuständigen kassenärztlichen Vereinigung und da es den Bedarf angeblich nicht gibt (öhm, ja, die Wartelisten in den Praxen sind exorbitant lang, aber trotzdem sind sie der Meinung, dass es keinen weiteren Bedarf gäbe!) werden sogar Praxiszulassungen verkauft. Man blecht für so eine Zulassung gut und gerne mal 20-30k€. Nicht gerade mal so aus der Portokasse zu finanzieren, wenn man 5 Jahre Uni plus 3 Jahre Therapeutenausbildung hinter sich gebracht hat, die auch ca. 15-20k€ gekostet hat (ja!). Dann doch lieber ein paar Jährchen länger studieren.
    Hattest du nicht vorher geschrieben , dass die Ausbildungszeit beinahe gleich ist?

    Praxiszulassungen (Arztsitze) in allen ärztl. Fachrichtungen werden fast immer verkauft! Wobei das natürlich nicht mit off. Wissen der KVen geschieht. Ausgeschrieben werden meistens nur unattraktive Gebiete.
    Mit 20-30K Euro kommst du in einem normalen/begehrten Umfeld lange nicht hin. Wartelisten sind nur relativ lang, und das ist auch gewollt so, denn im Moment gibt es nach off. KV-Statistiken keinerlei bedenkliche Engpässe für notwendige Behandlungen (in NRW).
    So sieht das bei den Psychiatern aus-

  7. Zukunftsplanung in den USA #15
    MANATI
    Alle Kassenarztsitze in Deutschland müssen über die KV ausgeschrieben werden, da die KV immer ein Mitspracherecht bei der Besetzung des Sitzes hat ( es geht da unter anderem um Approbationsalter, Zeit auf der Warteliste etc.) Sitze in gesperrten Gebieten werden vom Vorgänger übernommen, dafür wird dann ein Kaufpreis fällig. Sind Kassenarztsitze in einem Gebiet nicht besetzt, kann man sich auf diese Sitze bewerben und zahlt keinen Verkaufspreis, da man dann " nur" die Zulassung erwirbt und nicht den materiellen Wert und den " Patientenstamm" einer existierenden Praxis.
    LG Manati

  8. Zukunftsplanung in den USA #16
    Phea
    Zitat Zitat von Manu-Ela Beitrag anzeigen
    Hattest du nicht vorher geschrieben , dass die Ausbildungszeit beinahe gleich ist?
    Ja, da ich mir aber nicht sicher war, habe ich lieber selbst mal nachgeguckt. Ich habe hier ja die Unterlagen für die Studienberatung da. Blödsinn will ich auch nicht verzapfen und lieber korrigiere ich einen Fehler, den ich gemacht habe (auch öffentlich), als eine Behauptung stehen zu lassen.

    Zitat Zitat von Manu-Ela Beitrag anzeigen
    Praxiszulassungen (Arztsitze) in allen ärztl. Fachrichtungen werden fast immer verkauft! Wobei das natürlich nicht mit off. Wissen der KVen geschieht. Ausgeschrieben werden meistens nur unattraktive Gebiete.
    Mit 20-30K Euro kommst du in einem normalen/begehrten Umfeld lange nicht hin. Wartelisten sind nur relativ lang, und das ist auch gewollt so, denn im Moment gibt es nach off. KV-Statistiken keinerlei bedenkliche Engpässe für notwendige Behandlungen (in NRW).
    So sieht das bei den Psychiatern aus-
    Bei Psychiatern ist jedoch die berufliche Situation deutlich einfacher, weil sie eben auch in ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis gehen können, das besser bezahlt und mit besseren Voraussetzungen versehen ist.

    Übel ist halt, dass trotz langer Wartelisten bei Psychologen und überfüllter Praxen der Psychiater sich nichts ändert, weil seitens der KVen behauptet wird, dass kein Bedarf bestünde. Das ist IMO jedoch nicht richtig.

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