Diskutiere Wow! im Reiseberichte Kanada Forum im Bereich Kanada Reise; Zum ersten Mal als Noch-Nicht-Globetrotter über den Teich, ins englischsprachige Ausland, als NochNieCamper im zarten Alter von 50 und mit Teenie--und dann gleich Kanada, Rockies--
Bei so vielen Mitfahrern macht es Spaß zu schreiben. Und es wird sehr bunt, versprochen.
Heute ist der 2. August. Es ist wieder heiß. Wir haben nur leider fast nix kurzes dabei.
Um 3 Uhr nachts war kurzes Familientreffen auf dem Balkon, der Jetlag hat zugeschlagen. Dann schlafen wir aber nochmal ein und gehen am anderen Morgen um 8 zu unserem ersten Frühstück.
Unsere Tochter ist im Hotel beim Zimmer kostenlos, es sind zwei KingSizeBetten, das klappt relativ gut. Nur das Frühstück müssen wir extra für sie bezahlen, aber mit 14 Dollar ist es ok.
Continentalfrühstück..hoffentlich nicht nur Toast und Tee.
Aber wir haben ein tolles Buffet mit Obstsalat, Wurst, Käse, Toast... ich wußte gar nicht, dass es den auch white, brown oder roasted gibt wie beim Steak. Bis der Kellner mir das erklärt hatte ( zum besseren Verständnis, aus meiner Family war ich die Einzige, die gut genug Englisch kann, also mußte ich alles managen und dolmetschen)... der Arme. Aber dafür gibt man ja einen Tip.
Apropo Tip... wie macht man das? Als Neuling ? Wir zahlten heute mit der Kreditkarte ( das erste Mal) und auf dem Formular konnte man es eintragen. Uff. Und wieviel? Einfach fragen, der Nachbar am nächsten Tisch half gerne, wie so gut wie alle Kanadier.. ein sehr freundliches Volk!
Es gab auch Croissant, Muffins und natürlich auch wer wollte Würstchen und Eier und Bohnen und und.
Danach gingen wir als erstes zum Stanleypark. Infos und eine Karte bekam man an der Rezeption, und wir genossen den Spaziergang am Yachthafen entlang mit fantastischem Blick auf die Wasserflugzeuge, den Canadaplace und die Wolkenkratzer.
Das Aquarium macht um 9.30 Uhr auf und wir waren froh, so früh da zu sein. So konnten wir die fantastischen Innenbecken in aller Ruhe anschauen . Es werden nur Fische und Unterwasserlandschaften gezeigt, die an der Westküste Kanadas zu finden sind. Da möchte man Taucher werden!
Außerdem gibt es in den Außenbecken und über Vollverglasung auch unter Wasser Belugewale, Delfine und Seals anzuschauen, und es wird viel zu den Fähigkeiten und Lebensumständen der Tiere erklärt. Es sind alles Tiere, die mit Verletzungen ins Aquarium kamen und nicht in der freien Natur überlebt hätten.
Für Kinder und Erwachsenen richtig toll mit vielen interaktiven Experimentiermöglichkeiten. Klasse.
Gegen Mittag wird es heiß und voll, so daß wir erstmal ins Hotel zurückgehen und eiin Powernap halten. Wir holen uns wieder was zu futtern in der Mall und kochen uns im Zimmer einen Kaffee... das ist wirklich toll, dieser Service in jedem Hotel mit Kaffee und Teezubereiter.
Nachmittags geht es nochmal zurück zum Park. Dort sind viele Fahrradverleihe, der Preis hört sich erst irre teuer an mit 15 Dollar die Stunde, aber es gibt auch Mehrstundentarife. Zuerst ist unser Teenie nicht begeistsert... aber dann! Die Fahrt geht rund um die Halbinsel, mit Blick auf die Stadt, die Suspensionbridge ( ich hoffe die wars), und das offene Meer. Immer wieder tolle Strände für Stops, Graugänse und Möwen zum beobachten, und erster Stop ist der Totempfahlpark.
Hier kann man auf Tafeln viel über die Symbolik der Tierdarstellungen lernen. Wieder ein Puzzlestein über die Natives. Das ist etwas, für das ich mich sehr interessiere, und ich werde noch sehr viel mehr lernen...
Dann weiter vorbei am Schwimmbad , durch den Park und die Räder wieder abgeben. Der nette Mitarbeiter beim Vermieter ist ein Deutscher Work an Traveler und läßt uns von seinem Handy aus bei Cruise Canada anrufen .. man soll ja telefonisch einen Tag vorher bestätigen, dass man den RV abholt. Allerdings habe ich den leisen Verdacht, dass die Dame nix verstanden hat, sooo gut ist mein Englisch halt auch nicht. Egal. Wird morgen schon schiefgehen.
Nun kriegen wir richtig Kohldampf. Ein Restaurant ist uns zu teuer, aber die Pizzas sehen lecker aus. Imbisse gibt es alle 10 Meter.
Beim nächsten Pizzaimbiß spricht uns in der Wartezeit eine Frau an.. ob wir Deutsche sind. Ihr Mann war mal in Süddeutschland 15 km von unserem Wohnort stationiert. Wir hatten hier unten eine große kanadische Armeeeinheit stationiert, und wir werden noch mehr treffen , die mal hier waren.
Sie erzählt uns, was für ein Glück wir haben, dass es endlich warm ist, bis vor kurzem sei es sehr naß gewesen.. auch das werden wir noch oft hören.
Die Pizza essen wir auf einer Bank draußen. Was mir sehr zu denken gibt: eine ältere Frau sieht, dass noch ein Stück übrig ist und fragt, ob sie es bekommt.. klar, bevor wir es wegwerfen, aber die Not muß groß sein, wenn man wildfremde auf der Straße anspricht.
Dann schlägt der Jetlag zu. Meine Truppe fällt um 6 ins Bett im Hotel und ist weg. Ich bummle noch ein bißchen. Mir fallen die vielen Petshops auf mit Wänden voll Plüschtieren für Hunde.. crazy! Dann bin auch ich platt. Erst der zweite Tag, und soo viel gesehen und erlebt. Wow.
Das wird eine muntere Truppe.. wenn ich könnte, würde ich euch auch gerne ein schönes Glas Cabernet aus BC anbieten, aber Eis ist auch nicht schlecht... nur in BC haben wir uns da sehr selten gegönnt, weil es doch irre teuer war ( Eine Kugel 8 Dollar).
Am WE geht es weiter mit meinem Bericht. Bye!
Hallo Familiytour,
gut, das ihr den ersten Tag in Vancouver verbracht habt, so kann ich grad noch aufspringen. Im WoMo ist ja noch genug Platz und so lass ich mich ein bisschen durch die Gegend kutschieren und bin gespannt was es so zu erleben gibt.
Nur so ein Tipp: vielleicht solltest du deine Fotos nicht so weit runterkomprimieren, weil sonst doch viel von der Schönheit verloren geht.
Wäre doch schade.
Geändert von Trapper John (21.10.2011 um 14:11 Uhr)
Schön ass so viele dabei sind! Gerne stelle ich die Bilder größer ein, wenn mir einer verrät wie es geht....
Mein Bericht ist für die alten Hasen vielleicht zu detailliert und gespickt mit Sebstverständlichkeiten, aber ich möchte damit vor allem Neulingen wie wir es waren Mut machen nicht nur dieses großartige Land zu besuchen, sondern auch selbst die Tour zu planen und auf eigene Faust loszufahren. Es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis und wenn wir Landeier das hinbekommen haben...
Tag 3: Dank Jetlag sind wir schon sehr früh wach, was wir zum skypen mit unseren Großen zu Hause nutzen. Leider konnten wir unsere zwei Jungs nicht mitnehmen, Studium geht halt vor.
Im Hotel gibt es kostenloses Wireless Lan , so können wir mit zu Hause videotelefonieren.
Langsam steigt die Aufregung. Heute holen wir das Womo ab und dann sind wir auf uns gestellt...
Ich habe kein Early Bird gebucht, weil es durch den Feiertag gestern sehr teuer gewesen wäre. Wir wollen mit dem Taxi hin, und das klappt auch super. Direkt vor dem Hotel steht eins und bringt uns wieder für einen Festpreis ( 65 Dollar) , obwohl wir eine Stunde fahren, ins Gewerbegebiet zu Cruise Canada.
Ich habe ja im Forum schon gelesen, dass er nicht der beste ist, deshalb bin ich etwas skeptisch.
Das Einführungsvideo auf Deutsch haben wir uns zu Hause schon auf der Seite von CA angeschaut, und das Handbuch auch runtergeladen.
Um 12 Uhr sind wir da, der Checkin geht fix, und um zwei ist unser Womo gerichtet.
10! Meter. Auweia. Zum Glück haben wir eine deutschsprachige Mitarbeiterin, die uns alles nochmal erklärt, und dann Koffer rein und runter vom Hof. Der Wendekreis ist riesig, und alles scheppert und klappert.
Ich habe mir alle Etappen mit Google Maps ausgedruckt, aber in der Aufregung und der Unsicherheit-- anderes Straßensystem, Beschilderung, nicht vertraut mit der Fahrweise.. biegen wir wohl irgendwo falsch ab und landen auf einem falschen Highway.
Also runter, zur nächsten Tankstelle, und dort erst mal füllen.
Tagesziel heute ist eigentlich nicht weit, Fort Langley, 35 km, auf die Tips des Forum hin, falls noch was wäre und man zum Vermieter zurück müßte.
Hätten wir gleich den richtigen Highway gefunden, wäre es auch sehr entspannt gewesen, aber so...
An der Tankstelle erklärt uns der Mitarbeite wie das tanken funktioniert, und den Weg, und weiter geht es. Das Wenden mit so einem Teil ist nicht gerade einfach.
Doch wir finden den Weg wieder nicht, also nächste Tanke. Dort kaufe ich für 20 Dollar einen guten alten Straßenatlas. Mittlerweile sind wir ziemlich weit vom Highway weg und fahren durch das Gewirr der Street und Avenues, aber endlich finden wir den richtigen Weg, und einmal auf dem Highway ist es sehr einfach. Alle Touristischen Punkte , Campgrounds und und sind gut angeschrieben, und Fort Langley läßt sich nun leicht finden.
Aber nach 2 Stunden rumirren, es ist irre heiß, und später nachmittag, liegen die Nerven blank, müde sind wir auch, und endlich am CG in Langley. Die Dame am Checkin ist sehr nett, beantwortet geduldig alle Fragen und erklärt uns wo der nächste Supermarkt ist.
Also nochmal ins Womo, der Supermarkt sei nicht weit.. das sind hier 18 Kilometer, und dann brauchen wir noch eine Stunde, bis wir alles gefunden haben. Die Preise schocken mich! 200 Dollar für das Nötigste, aber wir wollen nur noch zurück.
Das Ausparken auf dem Miniparkplatz ist eine gute Übung, ohne dass ener aussteigt und dirigiert geht nix, aber alle Autofahrer sind megageduldig und relaxt. Super.
Endlich am Platz, nun noch alles einräumen, Koffer auspacken was zum Essen kochen, und endlich endlich Pause!
Der Platz liegt auf einer Insel, schön waldig, und wunderschön an einem Fluß. Man denkt an den Missisippi. Nur die Schnaken! Auweia! Aber auf dem CG gibt es einen Store, der uns aushilft, und dann unser erstes Lagerfeuer.
Unser Campnachbar Donald spricht uns an und wir quatschen noch fast eine Stunde mit ihnen am Feuer. Herrlich.
Die vorbeifahrenden Züge hören wir nachts nicht mehr, so fix wie wir sind.
Nach der Aufregung gestern beginnen wir den Tag mit einem schönen Frühstück im Freien, Hasen hoppeln rum, und noch kaum jemand ist wach . Himmlisch.
Dann das erste Mal alles verstauen, Schränke zubinden ( Die Türen gehen sonst auf) und nur über die Brücke nach Fort Langley.
Dieses Fort ist eine Heritage, ein historischer Ort und wird als Living Museum betrieben.
Wir lernen alles über die Geschichte erst als Pelzhandelsfort, dann Versorgungsstation für die Goldsucher und später Farm. Überall lassen Mitarbeiter in historischen Kostümen die Vergangenheit lebendig werden und man kann alle mit Fragen löchern. Für Kinder gibt es viele Tiere und sie können Gold waschen. Es gibt auch einen sehr unterhaltsamen Film mit deutschen Untertiteln.
Erst nachdem wir den Eintritt bezahlt haben sehen wir, dass hier auch der Jahrespaß für die Nationalparks gekauft werden kann, dann wäre der Eintritt für viele historischen Stätten wie Barkerville inclusive. Doch wir bekommen den Paß und der Eintritt wird uns gut geschrieben.
Danach bummeln wir... es ist irre heiß... durch Langley, mit lustigen Giftshops, in denen man auch schon mal den Schlitten von Santa Claus findet, und dann geht es weiter.
Ziel heute ist Harrison Hot Springs. Das sind zwei bis drei Stunden Fahrt, und wir genießen die Landschaft, das Fahren auf dem Highway ist sehr entspannt und einfach.
Wir sind auch schon um drei Uhr da auf dem Glencoe RV . Der Platz ist sehr klein, die Womos stehen eng, aber er liegt fast direkt am See und bei den heißen Quellen. Der Besitzer spricht deutsch, und beim Einparken hilft wieder der nette Nachbar. Die Campercommunity funktioniert richtig gut.
Der See überwältigt uns. Wunderschöne hohe Berge, teilweise noch mit Schnee, dazu kaum Bebauung.. ich kann es kaum fassen. Bei uns wäre so was zugebaut, hier stehen ein häßliches Hotel und ein paar Häuser, und das wars.
Wir hauen uns an den Strand, genießen die Sonne, gehen am Abend noch in die heißen Quellen.
Zwar leider in Form eines Hallenbades, aber das Baden in 38 Grad heißem Schwefelwasser entspannt total und sehr müde gehen wir wieder auf unseren Platz, nachdem wir noch den irre schönen Sonnenuntergang angeschaut haben.
Nebenan ist ein Liqidstore, und wir gönnen uns einen schönen Sauvignon aus BC.
Auch hier spricht uns wieder jemand an, ein Deutschkanadier, wir kommen ins Gespräch. Anscheinend ist hier in der Gegend eine große deutsch-hölländische Community. Er empfiehlt uns , das schöne Wetter zu genießen, der Winter sei sehr schneereich gewesen, und sehr verregnet bisher... und was wir für ein Glück mit dem Wetter haben. Was wir da noch nicht wissen. Wir werden 5 Wochen Sonne haben
Wow, war das ein Tag. Sooo ist Urlaub.
Du tust so als wuerdest du mich kennnen.:cool: Ich bin schon immer haeuslich gewesen, und wie man einen Haushalt fuehrt hab ich in der Hauswirtschaftsschule gelernt. Hattest du gedacht ich hab...
kochen/ueberhaupt und wenn, mit o....
Du tust so als wuerdest du mich kennnen.:cool: Ich bin schon immer haeuslich gewesen, und wie man einen Haushalt fuehrt hab ich in der Hauswirtschaftsschule gelernt. Hattest du gedacht ich hab...