Heute liegt die längste Tour unserer Reise vor uns. Trotzdem wollen wir noch etwas von Savannah bei Sonne sehen. Zunächst müssen wir aber den Dogde aus dem Parkhaus vorm Hotel puzzeln. Offenbar ist es jetzt richtig voll, auch die Auf- und Abfahrten sind zugeparkt. Vom Parkdeck sieht unser Hotel dann so aus.
Zunächst geht es noch mal zur Riverfront. Da es gerade mal 8 Uhr ist, ist noch nicht so viel los.
Da schwimmen doch tatsächlich Delphine durchs Wasser. Die sind schon ziemlich munter. Aber vor lauter Begeisterung vergesse ich das Fotografieren. Ihr müßt es euch also einfach vorstellen

Ein Tag länger in Savannah wäre schön gewesen. Es gibt einfach so viele tolle Plätze und Häuser zu sehen. Da würden ich gern noch ein bißchen länger rumspazieren.
Also verlassen wir Savannah und machen uns weiter auf Richtung Süden. Auch wenn man das offene Meer nur erahnen kann, die Landschaft erinnert uns immer mehr an Florida, was wir auch bald erreichen werden.
Kurz vor Jacksonville verpassen wir leider die Abfahrt nach Amelia Island und müssen einen Umweg fahren, was auf der Interstate nicht so spannend ist.
Für die Zufahrt zum Zwischenziel hat der Reiseführer nicht zuviel versprochen. Wirklich irre wie zugewachsen hier alles ist. Uns scheint es dichter als in den Everglades, aber Alligatoren sind nicht zu sehen.

Dann erreichen wir die älteste Plantage Floridas. Die Kingsley Plantation.
Wir wundern uns ein bißchen, dass niemand Eintritt von uns will. Wirklich ein schönes Fleckchen, wobei der Eindruck dadürch geschmälert wird, dass man sich vorstellt, wie es den Sklaven wohl dort ergangen sein mag.
Das Haupthaus kann aufgrund von Renovierungsarbeiten leider nur am Wochenende und nach Voranmeldung besichtigt werden. Da hatten wir uns im Vorfeld nicht ausreichend informiert. Ist aber nicht schlimm, allein die Anfahrt über mehrere km Dschungelstraße war es wert.
Wenn die sprechen könnte, hätte die sicher auch einiges zu erzählen.

Die Nebengebäude können jedoch besichtigt werden und erzählen von der Zeit der Baumwollplantage und dem Leben auf der Plantage.
Nach dem Ausflug in die Geschichte wollen wir uns nun noch den Atlantikstrand ansehen bevor es in die Hauptstadt Floridas im Landesinneren geht.
Die Fahrt nach Jacksonville Beach läßt uns in Erinnerungen an unsere Fahrt nach Key West schwelgen. Ist das wirklich erst zwei Jahre her? Es kommt uns ewig vor.

Das so eine Fahrt "durchs Wasser" nicht nur schön sondern auch gruselig werden kann, wissen wir noch nicht. Wir werden es aber wenige Tage später am Mississippi erleben.
Nachdem wir vor lauter Hotels und Appartmentanlagen einen öffentlichen Zugang und Parkplatz gefunden haben, machen wir eine Pause am Strand.
Den großen Zeh mal ins Wasser gesteckt, fühlt sich das aber eher nach Ostsee als Florida an.
Weiter geht es nach Tallahassee und aus Zeitgründen nehmen wir die Interstate. Ein Bild das wir schon kennen, nichts zu sehen ausser GRÜN. Nur die Straße als Schneise.
Bereits im Vorfeld hatten wir uns für das Days Inn Downtown entschieden. Ein Glücksgriff. Frisch renoviert, sauber, gepflegt und die freundlichsten Mitarbeiter unserer Reise. Das ganze für 35 Euro die Nacht! Also wer nach Tallahasse kommt, kann den Besitzern sicher eine Freude mit der Übernachtungswahl machen. Wir zählten auch am späten Abend nur 3 Autos auf dem Parkplatz. Mehr Gäste wären sicher willkommen!
Wir machen noch eine kurze Rundfahrt durch die Stadt, aber die Fahrt von 550 km kann ganz schön schlauchen. Leider kann ich mich nur noch dunkel daran erinnern, dass in Tallahassee die Serie Flamingo Road aus den 80ern spielt. Muß ich noch mal sehen, ob man die irgendwo her bekommt. Ob man da etwas wieder erkennt?