hallo "im_westen_viel_neues",
also - trotz der späten stunde versuche ich mal so wenig wie möglich zu vergessen und mich chronologisch durch deine anfrage zu hangeln. allerdings musst du auf mehr fragen als antworten gefasst sein

es wundert mich zwar, dass die ihk bei solch einem thema fundiert weiterhelfen kann, aber vielleicht hast du ja glück!
erste fragen von mir:
- von welchem standort in den sprechen wir? die betrachtung kann von staat abweichen (und tut es i.d.r. auch).
- richtet sich die dienstleistung an firmen oder (end-)verbraucher?
- gibt es einen warentransfer (nur relevant bei verbrauchern)?
du musst als erstes beachten, dass die usa föderalistisch sind - die wahl des staates hat also auch wesentlichen einfluss auf deine besteuerung (ausnahme: federal tax).
Zitat:
|
Wenn ich als deutsche GmbH mit den USA Geschäfte mache, fällt offenbar keine Federal Tax an wg. Doppelbesteurungsabkommen. Wie sieht es mit der etwaigen State Tax / City Tax aus?
|
wenn ich deine frage richtig verstehe und du NUR mit deiner gmbh arbeitest, musst du natürlich "nur" die deutsche steuer beachten und deine rechnungsstellung -> usa vornehmen (ok, müsstest auf die USt. achten). mit einer state tax hättest du in der form nichts zu tun.
Zitat:
|
Wenn ich eine Tochterfirma in USA gründe und die Dienstleistungen von der deutschen Mutter erbringen lasse (Kunde -> Tochter INC -> DE Mutter), habe ich dann zwischen Mutter und Tochter das gleiche Steuerthema wie zwischen Mutter und Kunde direkt? Gibt es so etwas wie einen intercompany trade?
|
das gleiche steuerthema? ja, wenn die tochter die rechnung der mutter erhält - obwohl ich diese vorgehensweise nicht für die empfehlenswerteste halte. google einfach mal nach "organschaft"

.
Zitat:
|
Wie müssen Gewinne in USA versteuert werden? Nur dort oder auch in DE, weil die DIenstleistungen ja die Mutter durchgeführt hat?
|
auch hier hängt es wieder vom gewählten staat ab. wenn du es für dich vereinfachen willst und "nicht" viel wert auf eine kleine steueroptimierung legst (die usa bietet einiges mehr an gestaltungsmöglichkeiten), sähe ich bei dir als spontanen ansatz eine multi-member llc in der deine gmbh und du member werdet. auf diese weise fällt keine FT an und du musst auf gesellschafterebene besteuern. ein 1065 wird nicht als return, sondern rein informativ abgegeben. die erklärung erfolgt per k1 (ein im prinzip einseitiger zweiseiter) und du musst dich nur um lapalien wie itin etc kümmern, hast aber ein US-entity und nur eine schlankere abwicklung.
das ist jetzt nicht die "idealempfehlung", nur die empfehlung auf grundlage des schwerpunktes, den ich denke bei dir rausgehört zu haben.
ach, den verrechnungspreis hätte ich fast vergessen. - er sollte dem marktschnitt entsprechen, wenn du dir diskussionen sparen willst...
gruß