Moin, Moin liebe Forum-Gemeinde,
rund zwei Monate sind nun schon wieder vergangen seit unserer Rückkehr aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Alle Erlebnisse wurden in der Zwischenzeit mehr oder weniger gelungen verarbeitet und daher scheint es uns der richtige
Zeitpunkt dafür unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Unsere Reisegruppe bestand aus Marina und Arne (beide feierten zusammen letztes Jahr ihren 80. Geburtstag) und
Sohnemann Marcel, 14 der uns erst auf die Idee brachte doch dieses Mal mit einem Wohnmobil durch die Prärie zu düsen.
Kinderwünsche werden bekanntlich soweit möglich erfüllt und so beschäftigten wir uns schon lange vor der Reise mit
für uns völlig fremdartig klingenden Begriffen wie „dumpen“, „full hook-up“ oder „black water tank“ – das war eine spannende Zeit!
(Dank an dieser Stelle die hilfsbereiten Menschen hier im Forum, wie „RVer“, „Yukon“, „geoduck“)
Unsere Route führte uns von Denver aus grob gesagt Richtung Nordwesten; über Cheyenne, Fort Laramie und Casper
ging es am Independence Rock vorbei Richtung Grand Teton Natl. Park. Von dort natürlich nordwärts in den Yellowstone
und dann – nach einem kurzen östlichen Abstecher über Cody – weiter Richtung Nordwest. Über Virginia City und Bannack erreichten wir Missoula um dann über den Lolo Pass nach Idaho einzufallen. Hauptziel dort war das Gebiet der Nez Perce Indianer zwischen White Bird, Spalding und Lewiston. Zum Abschluss folgte dann ein grosser Sprung nach Everett und Seattle.
Hatte ich schon erwähnt dass wir sehr sicherheitsorientierte Menschen sind? Nein?
Nun ja, aus diesem Grund und weil Campgrounds im allgemeinen und Wohnmobile im speziellen für uns Neuland bedeuteten hatten wir unsere jeweiligen Übernachtungsgelegenheiten schon alle vorgebucht. Wir haben dann auf der Fahrt gemerkt das halt alles Vor- und Nachteile hat.
Toll das wir jeden Abend unseren Platz sicher hatten, nicht so toll das wir doch an einigen kleineren Campgrounds vorbeikamen die teilweise wunderschön gelegen waren, wir aber woanders hin „mussten“.
(Da leider nicht nur vorab gebucht, sondern auch schon vorab bezahlt…)
Unser RV war ebenfalls schon vorgebucht: Ein Class C Motorhome 25 Feet von Moturis für bis zu 6 Personen.
Da wir wie erwähnt nur zu dritt waren hoffe ich mal das einige Interessierte noch zusteigen und die Fahrt durch die Rockies geniessen werden.
20 Tage - 5 Staaten - 2.436 Meilen - 824 Liter Sprit - viele Büffel - noch mehr Mücken - ein CD-Spieler der Mario Barth nicht mag
und dann auch noch eine qualmende Digitalkamera - leider im wahrsten Sinne des Wortes...