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Nachdem ich jetzt seit einem knappen Jahr hier mitlese und seit einem halben Jahr aktiv dabei bin, geht unsere Reise endlich los: die Planung ist abgeschlossen - morgen beginnt unser Trip in die USA.
Da ich schon bei etlichen Reiseberichten "mitgeträumt" habe, wollte ich jetzt auch meine Erfahrungen für andere zusammenfassen. Roadtrip on Memory Lane deshalb, weil ich vor zehn Jahren als AuPair in der USA war und seitdem immer wieder großes "Fernweh" bei den Gedanken an die Zeit hatte. Aber als Student ist das nicht so einfach, mal eben dort Urlaub zu machen. Letztes Jahr im August wurde der Gedanke dann konkret: nächstes Jahr geht es zurück in die USA. Eine "spontane" Freundin wurde schnell gefunden und überraschend schloss sich noch eine Dritte im Bunde an und die Planung begann. Erschwert wurde alles durch die Tatsache, dass ich momentan meinen Abschluss mache. Erst vor 5 Tagen habe ich meine Abschlussarbeit abgegeben und schon 17 Stunden nach Rückkehr nach Dtld. muss ich meine schriftliche Prüfung schreiben. (Den Termin hab ich mir nicht ausgesucht!!!) Über allem stand also ein Schlüsselbegriff: "Stress". Aber nun ist erst mal alles vorbei, Koffer gepackt, Unterlagen bereit und morgen früh sind wir auf dem Weg in die USA.
Hier schon mal der mehr oder weniger grobe Fahrplan:
27.06. Abflug von HAJ über Amsterdam nach JFK
28.06. NYC
29.06. NYC
30.06. NYC
01.07. NYC (Mietwagen abholen) ==> Boston
02.07. Boston ==> Albany
03.07. Albany ==> Niagara Falls, Canada
04.07. Niagara Falls, Canada ==> Pittsburgh
05.07. Pittsburgh
06.07. Pittsburgh
07.07. Pittsburgh ==> King of Prussia
08.07. King of Prussia ==> Philadelphia
09.07. Philadelphia
10.07. Philadelphia ==> Washington, DC
11.07. Washington, DC ==> NYC (Mietwagen abgeben)
12.07. NYC
13.07. NYC (Abflug über Amsterdam nach HAJ)
14.07. HAJ
So, das nur zum Einstieg. Nach meiner Prüfung am 15. folgt dann der ausführliche Reisebericht.
Mit knappen zwei Wochen Distanz und unendlich vielen Erinnerungen werd ich jetzt anfangen, von unserem tollen Trip zu berichten.
Am Sonntag den 27.06. ging es los. Von den Familien am Flughafen abgesetzt, flogen wir drei Mädels gegen halb zwölf von Hannover in Richtung Amsterdam. Dort wurde der anderthalbstündige Aufenthalt schon fast komplett mit Terminal- und Gatewechsel verbraucht und schon bald sassen wir in einer KLM-Maschine auf dem Weg zum JFK. Flugzeit verging mit In-Seat-Entertainment "wie im Flug" und große, allgemeine Freude herrschte, als unsere holländische Boardcrew das WM-Ergebnis Deutschland gegen England 4:1 über die kleinen Bildschirme einblendete. So wussten wir also, dass unsere Deutschland-Hulaketten berechtigterweise im Gepäck Platz gefunden hatten.
Nach einer sanften Landung und ein wenig Zeit an der Immigration (knappe 30-40 min), wobei wir den am bösesten guckenden Officer dazubekommen haben, mit uns zu scherzen und er mir nach den Fragen, was wir in den USA zu tun beabsichtigen (Roadtrip, meinen 30. Geb. feiern etc.), das Versprechen abnahm, dass ich am Tag meines Geb. meine Mom anrufen sollte, da sie vor 30 Jahren große Schmerzen ertragen musste, standen wir mit Gepäck im Eingangsbereich des JFKs. Von außen drang das Hupen der gelben Taxis (von uns liebevoll Haie genannt - aufgrund der spitzen Reklamefläche auf den Dächern) an unser Ohr und freudig erregt traten wir bereit zu allem Abenteuer hinaus auf den Bürgersteig von New York City, um einen Bruchteil einer Sekunde später das Gefühl zu haben, rechts und links die Ohrfeigen unseres Lebens zu bekommen: es war nach 6pm und noch weit über 35 Grad warm und SCHWÜL!!! Die Luftfeuchtigkeit ließ einen schnell noch mal das enge und stickige Flugzeug herbei wünschen. Und nach etwa mehr als 30min. Anstehen (!!!) war das nächste Taxi "in line" das unsrige.
Auf ging's nach Long Island City, wo wir im Days Inn für die ersten vier Tage und die letzten zwei unseres Rundtrips ein Doppelqueen-Zimmer gebucht hatten (nicht im Keller neben dem Fahrstuhl und zur ruhigen Straßenseite, da wir in den Hotelbewertungen immer wieder gelesen haben, dass das Hotel direkt an der Subway liegt, die hier überirdisch vorbeibrettert). Nach einer halbdstündigen Fahrt durch den Feierabendverkehr von New York waren wir am Hotel. Koffer, Taschen etc, Check-in => 4. Stock (schon mal kein Keller!). Aus dem Fahrstuhl ... gleich rechts (japp, Zimmer direkt am Fahrstuhl angrenzend!). Hmm, naja mussten wir halt nicht so lange laufen. Zimmertür auf... Blick aus dem Fenster... und bewundernd auf die vorbei preschenden Subways (gerne in beide Richtungen gleichzeitig!) und auf die hupenden Autos der Straßenkreuzung (muss ein Volkssport sein und das bei Strafen von 350$) schauen! Aber egal, wir waren fertig und verschwitzt. Alles egal und vor allem war das Zimmer gut gekühlt und mit der tollen Klimaanlage konnte man den Fahrstuhllärm und die Geräusche von draußen auch gar nicht mehr hören!
Okay, wir haben geahnt, was uns erwartete, und es war okay für die paar Nächte und weniger als 25 Euro pro pax/Nacht. Lediglich die Zimmergröße war doch ein wenig einschränkend, schon jetzt sprengten wir mit unseren drei Koffern und dem Handgepäck die Zimmergröße. Nach einer kurzen Erfrischung sind wir noch kurz raus. Direkt um die Ecke war ein 7/11, dort deckten wir uns mit Cookies, Getränken und ein bissl Obst und Gemüse ein, bevor wir wieder auf dem gut gekühlten Zimmer verschwanden, im TV die Tore unserer deutschen Jungs auf den Nachrichtensendern bewunderten und dann ziemlich groggy ins Bett fielen.
New York City mach Dich bereit - wir kommen! Ab morgen!
Gegen vier Uhr morgens war irgendwie die Nacht vorbei (Zeitumstellung). Die erste Nacht war auch nicht wirklich angenehm, denn auf Wunsch wurde die Klimaanlage ausgeschaltet, was aber zu einer wortwörtlichen Höllenerfahrung wurde und am nächsten Tag wurde die Schlafkonstellation nochmal überarbeitet und die nächsten zwei Wochen war die Klimaanlage unsere beste Freundin.
Nach einer halbstündigen Suchaktion und mit Hilfe des Concierge haben wir dann auch endlich verstanden, wie das Wasser auch oben aus der Brause kommt und net nur unten rumtröpfelt. Sowas haben wir alle noch nicht gesehen und in keinem anderen Hotel erlebt. Schon kurz nach sieben waren wir auf dem Weg in Richtung Subway-Station, nur knappe 5min entfernt. Haben uns schnell für einer Wochenkarte entschieden, was wirklich Gold wert war, denn wir sind in den Tagen wirklich oft mit der Subway durch New York gebraust. Das Wetter war schon um sieben Uhr morgens heiß und wirklich schwül. Unser erster Trip ging direkt zum Times Square, wo es schon um kurz nach 8Uhr morgens viele Touristen hinzog. Nachdem wir Fotos gemacht und die Atmosphäre aufgesogen hatten, sind wir weiter. Wollten ein Prepaid-Handy kaufen, weil wir doch einige Freunde in den USA anrufen wollten. In den Handyläden rund um den Times Square waren nur Modelle für ab 100$ zu haben. Fündig sind wir dann am Grand Central Station geworden und zwar bei Rite Aid. 20 Dollar plus Guthaben.
Am Grand Central Station haben wir dann auch die ersten Bekannten getroffen. Die Wiedersehensfreude war groß und zusammen sind wir dann Richtung Central Park gefahren. Dort sind wir eine Weile über die Wege gelaufen, haben den Schatten genossen und haben uns dann auf in Richtung Columbus Circle am südwestlichen Ende des Parks gemacht. Eine meine Freundinnen hat eine Gluten-Intoleranz und daher darf sie nichts mit Weizen und Glutamat essen. Am Columbus Circle gab es einen großen Whole Food Markt, in dem sie sich dann mit passendem Essen eindeckte.
Danach ging es weiter in den Süden von Manhattan. Das befreundete Pärchen hatte einen sehr leckeren Japaner in der Nähe ihres Hotels gefunden und dort hin verschlug es uns dann zum Mittagessen. Leider mussten wir uns danach schon wieder von den beiden verabschieden. Sie mussten zurück, hatten nur für uns einen späteren Zug genommen. Weiter ging es für uns zum Union Square, wo wir später weitere Bekannte aus New York treffen sollten. Wir bewunderten das "Mahnmal" der amerikanischen Verschuldung, das uns zunächst niemand erklären konnte.
Nachdem wir unser Bekannten gegrüßt hatten, ging es auf ins Village. Erste Anlaufstelle war ein Paradies für alle Literaturliebhaber: "Strand" - ein riesiger Buchladen über - ich glaube, es waren - sechs Etagen. Der Laden wird auch "12 Miles Books" genannt. Alles vom Antiquriatexemplar bis zur Neuerscheinung war dort zu finden. Man sollte viel Zeit mitbringen!!!
Vorbei am Washington Square ging es dann ins Universitätsviertel, wo wir in einem kleinen Café, die Einheimischen beobachten durften. Danach folgte noch ein kleiner Bummel in den angrenzenden Straßen, bevor wir dann langsam wieder in Richtung Hotel aufmachten. Wetter und Zeitumstellung forderten ihren Tribut. Vor dem TV wurde noch ein bissl relaxt, bevor es recht früh brav ins Bett ging, denn morgen wartete Großes auf uns! Mindestens: 93m hoch!!! Und es sollte früh starten. Diese Nacht bot erholsamen Schlaf MIT Klimaanlage.
Warum geht der Bericht nicht weiter? Jetzt hatte ich mich nach dem ersten Tag Nyc so schön eingelesen und war auf die Weiterfahrt gespannt! Schreibst du für mich weiter?
Ja , ich würd auch gern mal wissen wie es weiter geht.
Seid ihr auch mit so einer Fokker 70 von Hannover nach Amsterdam? Ich find diese kleinen Wackeldinger so toll
Hmm, iwie bin ich von abgekommen. Naja und bisher war die Resonanz noch nicht so wirklich hoch.
Werd mich aber mal in den nächsten Tagen damit befassen. Lust auf ne kleine "Aufarbeitung" des Urlaubs hätte nämlich schon, da der nächste noch lange auf sich warten lässt, da noch nicht geplant und bisher nur langsam "erspart" wird.
@ Linda214: Ja, ich glaube, es war die Fokker 70, kann aber auch die 50 gewesen sein?! Müsste ich nochmal in den Reiseunterlagen gucken. Für Menschen mit Platzangst jedenfalls nur schlecht geeignet!