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Reiseberichte USA

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Alt 05.08.2006, 23:39   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #1
Edmund
Amerika Tourist
 
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Ort: Westerwald
Beiträge: 135
Hallo,

ermutigt u.a. durch Kate, will ich mal meinen Reisebericht über meine Reise im Mai 2006 durch den Südosten der USA hier veröffentlichen. Ich habe diese Reise durchgeführt, weil eines meiner Hobbys der Amerikanische Bürgerkrieg ist und ich mir zur Aufgabe gemacht habe, die Schlachtfelder persönlich in Augenschein zu geben.

Ich habe vom 14. - 31.05.2006 eine Tour durch die Südstaaten und den tiefen Süden unternommen. Dabei habe ich mich am zeitlichen Ablauf der Gefechte und Schlachten auf dem westlichen Kriegsschauplatz während des Amerikanischen Bürgerkrieges vom Beginn bis zum Fall von Vicksburg, Ms orientiert. Natürlich habe ich auch anderes angeschaut - man weiß ja nicht, wann man nochmal dort vorbei kommt.

Die Fahrtstrecke sieht etwas kurios aus, sozusagen überhole ich mich einmal selbst - aber Geschichte hält sich nicht an "kürzeste Verbindungen".

Die Reise begann am 14. Mai 2006 mit der Fahrt im ICE um 05:03 Uhr von Koblenz nach Düsseldorf. Den Flug mit Delta hatte ich mir schon im Januar gesucht, weil der Abflug gemütlich nach Mittag war und preiswert. Dann hat Delta den Flugplan um 4 Stunden nach vorne verschoben. Also - mitten in der Nacht aufstehen und zum Flughafen.

Das Einchecken war zügig, die Abflugkontrollen fand ich oberflächlich. Start um 09:56 Uhr mit einer etwas in die Jahre gekommenen Boeing 767-300ER. In-Seat-Unterhaltung gab es nicht, alkoholische Getränke kosten USD oder EUR 5,00. Die Maschine ist nicht ausgebucht, der Service aufmerksam.

Landung in Atlanta, Ga. gegen 13:05 Uhr. Die Einwanderungskontrolle lief eigentlich zügig, wenn nicht zwei nur schlecht englisch sprechende Männer ihre grünen Einreisezettel richtig ausgefüllt hätten. Unglücklicherweise wurde ihnen an den Schaltern geholfen und sie nicht zurückgeschickt - egal, ich hatte es ja nicht eilig - und das Gepäck ist dann ja auch da.

So war es. Durch den Zoll und Gepäck wieder aufgegeben. Jetzt nur noch vor der Entlassung in die Freiheit = Verlassen des International Terminals - durch eine erneute Sicherheitskontrolle??? Rein in die Bahn und zum South Terminal - Atlanta ist ein Flughafen der weiten Wege - Gesamtdauer bis zur endgültigen Inbesitznahme des Gepäcks ca. eine Stunde.

Ich brauchte jetzt nur noch den Alamo-Schalter finden - ganz in der Ecke hinter National und los konnte es gehen. Die schwarze Angestellte war ausgesprochen nett, stellte natürlich die Frage, ob ich einen größeren SUV haben wollte - "Nein." - und schickte mich mit dem Bus zum Parkplatz. Der Busfahrer schmieß mich inmitten vieler Autos, auch ein paar SUV waren darunter, raus und fuhr weiter. - Erinnert mich immer an einen Film. - Ich fragte einen mürrischen Neger, welchen SUV ich nehmen sollte, - Choice gab es zwar, aber keine Line - und er antwortete mir im tiefsten Südstaatenslang "burgundy" und wies in eine Richtung. Ich ging in die gewiesene Richtung, verstanden hatte ich nichts, hörte dann ein wütendes "That one!" und stand vor meinem Auto.


Chevrolet Trailblazer. 4.2L L6 engine. Gebucht hatte ich Equinox. Sehr schön. An der Ausfahrt noch schnell gefragt, wo denn die I 85 sei, erklärt bekommen, aber nicht behalten. Leicht verfahren, aber kein Problem.

In Atlanta selbst ist viel Verkehr, der aber bald nachlässt. Das Motel in Dahlonega, Ga. finde ich sofort. Im örtlichen Wal*Mart Supercenter kaufe ich noch das Nötigste ein, nur das Bier muss ich an der Kasse stehen lassen - sorry, no alcohol sold on sundays. Jetzt wird erstmal geschlafen.
Gefahrene Meilen: 84
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Alt 06.08.2006, 16:28   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #2
Edmund
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
15. Mai

Im Weather Channel sehe ich endlich auch die Erklärung für die vielen Wolken, die gestern von Prince Edward Island bis kurz vor der Landung die Sicht nach unten versperrten. Ein riesiges Tiefdruckgebiet bringt dem Norden reichlich Regen und kalte Temperaturen. Und da der Trough des Jet Streams bis nach Florida reicht, kommt dieses Wetter auch zu mir. Na ja, wie jeder weiß, gibt es kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung ? ich habe eine ganz leichte Windjacke dabei, für den Fall, bei der Rückkehr nach Deutschland ist es noch nicht Juni.

Gegen 06:00 Uhr aufgestanden. Draußen sind es ungefähr 5° C, in Massachusetts wird von einer Flutkatastrophe berichtet. Gegen 07:25 Uhr bin ich auf der Straße.



Der See bei Dahlonega, Ga ist wärmer als die Umgebung.

Über Cleveland, Ga fahre ich nach Tallulah Falls, Ga.



Dort befindet sich die Schlucht des Tallulah Rivers, durch die man gegen geringes Entgelt wandern darf (USD 3,00). Bei strahlenden Sonnenschein und 9° C geht es zunächst entlang des südlichen Randes der Schlucht, dann auf Treppen ca. 250 m in die Schlucht hinunter, über eine Hängebrücke hinüber und dann wieder treppauf.



Zum Parkplatz geht es entlang des nördlichen Randes. In der Schlucht selbst darf man nur mit einem Permit wandern.



Ich schwitze ordentlich, schaffe den Aufstieg jedoch trotz der Warnung ohne Probleme.



Weiter geht die Fahrt auf schmalen Straßen durch eine sehr schöne Mittelgebirgslandschaft - den Ausläufern der Appalachen - bis über 1.000 m hoch.
In North Carolina ändert sich an der Landschaft wenig. Ich fahre den Cullasaja River abwärts, schaue mir zuerst die Bridal Veil Falls an.
Na, ja, vielleicht ein wenig mickrig?


Ein paar Meilen weiter liegen die Dry Falls. Sie heißen so, weil ein Weg unter den Fällen herführt und man trockenen Fußes darunter her gehen kann. Die Fahrt flußabwärts führt durch ein sehenswertes Gebirgsbachtal mit vielen Kurven und wenig Verkehr.

Südlich Cullowhee, N.C. sehe ich mir einen mit Petroglyphen übersähten Felsbrocken, den Judaculla Rock, an - bin aber nicht wirklich beeindruckt.



Der nächste Halt ist das Oconaluftee Visitor Center und von dort geht es in den Great Smoky Mountains NP. Ab 1.500 m Höhe hat gerade der Winter aufgehört und der Frühling noch nicht begonnen. Der Aussichtsturm auf dem Clingmans Dome und der Trail dahin sind gesperrt, also spare ich mir die Fahrt dorthin.
Am Sugarland Visitor Center fahre ich entlang des Little Rivers flußabwärts und anschließend den Laurel Creek aufwärts bis in das Bergtal Cades Cove. Durch die Täler zu fahren macht einfach Spass. Um die Landschaft zu geniessen, öffne ich das Fenster und schalte die Heizung auf volle Pulle - draußen sind höchstens 12°. In Cades Cove gibt es einige alte Häuser und Kirchen der Siedler - ganz nett anzusehen. Manche Amis tun jedoch so, als sei das ganze Tal für sie eine Offenbarung - glaubt man zumindest, wenn man sie fahren sieht.
Über eine einfache Gravel Road geht es über den Rich Mountain nach Norden, die Parkverwaltung warnt vor einer 'Primitive Road'. Ein ganz normaler Waldweg, den es Spass macht zu fahren.

Danach komme ich nach Pigeon Forge, Tn, ein Kissimmee in Tennessee. Es hat begonnen zu regnen. Ich kaufe noch ein. Die Wildwestshow bei Dolly Parton fängt schon um 18:00 Uhr an, das schaffe ich leider nicht mehr.

Der Tag war ein schöner - abseits der üblichen Touri-Routen, und trotzdem lohnt es sich, die ausgelatschten Pfade mal zu verlassen. Und im Smoky Mtn NP ist es wohl das kalte Wetter und die Nebensaison, die die meisten Menschen noch abschrecken.
Gefahrene Meilen: 269
Edmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2006, 16:32   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #3
Edmund
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
16. Mai

Gegen 06:30 Uhr aufgestanden.
Kaffee im Motel, Abfahrt gegen 07:30 Uhr. Der Blick auf die Smoky Mtns läßt auf einen schönen Tag hoffen.
Als erstes finde ich die Straße nicht, auf der ich nach Knoxville fahren möchte, dafür eine billige Tankstelle - USD 2,739/gal. Nach dem Tanken irre ich noch etwas umher, schließlich finde ich den richtigen Weg. Durch hügeliges Gelände geht es nach Knoxville, Tn. Ich will mir zuerst mal ein paar aktuelle Tourbooks und Übersichtskarten holen. Den AAA finde ich sofort - die Ausbeute ist etwas dünn. Na ja, macht nichts ? fahre ich eben zum nächsten AAA.

Was mir zu meinem Glück aber noch fehlt, sind die von mir heißgeliebten Atlas & Gazatteer von deLorme. Zwar habe ich die gesamte Reise mit dem Street Atlas 2005 Handheld geplant und teilweise auf dem PDA dabei, aber es ist eben schwierig, diese Hilfe während der Fahrt sicher zu benutzen. Ich suche deshalb einen Buchladen. Aber selbst in der größten Shopping Mall Knoxvilles gibt es keine Atlasse.

Auf der US 441 N geht es weiter nach Norden - die Landschaft ist hügelig, die Straße gewunden und es macht wiedermal Spass zu fahren. Dabei komme ich am Norris Dam SP vorbei - ein schönes Erholungsgebiet mit großer Marina. Der Stausee wird hauptsächlich vom Clinch und Powell River gebildet und erstreckt sich über ein Gebiet von mehr als 1000 Quadratkilometer. Ich schätze, bei warmen Wetter boxt hier der Papst.

Die I 75 N windet sich durch die Berge und erreicht auf dem Kamm des Pine Mtn entlang führend eine Höhe von mehr als 800 m. Im Kentucky Welcome Center hole ich mir ein paar Unterlagen. Danach fahre ich entlang des Cumberland Rivers nach Barbourville, Ky. Hier fand das erste Gefecht des Bürgerkrieges in Kentucky statt, das zum westlichen Kriegsschauplatz gehört, der sich von den Appalachen bis zum Mississippi erstreckt.

Kentucky war als 15. Staat 1792 in die Union aufgenommen worden und wollte in dem Konflikt neutral bleiben. Beide Seiten versuchten jedoch, die Resourcen des neutralen Staates auf ihre Weise zu nutzen. Die Nordstaaten hatten 1861 ein Ausbildungslager bei Barbourville mit ca. 300 Rekruten eingerichtet. Die Konföderierten ihrerseits versuchten ebenfalls Kentuckier für ihre Seite zu werben und Unionsanhänger einzuschüchtern und hatten deshalb den Cumberland Gap überquert.



Das Lager lag an der Wilderness Road, die jahrzehntelang eine der wichtigsten Straßen über den Cumberland Gap durch das Bluegrass Country zum Ohio River darstellte. Als am 18. September 800 Südstaatler das Lager angreifen wollten, war die Besatzung nach Norden ausgewichen und es kam zu einem Gefecht mit der Nachhut mit insgesamt 20 Verlusten auf beiden Seiten. Die Konföderierten zerstörten das Lager und erbeuteten Waffen und meldeten durch diesen Sieg ihren Anspruch auf Kentucky an.
Vermutlich wegen der Zerstörung finde ich trotz intensiver Suche keine Hinweise auf das Gefecht - noch nicht mal den angeblich vorhandenen Marker.

Nach dem Sieg bei Barbourville wollte der Befehlshaber der konföderierten Truppen ? General Felix K. Zollicoffer ? die Kontrolle über Kentucky gewinnen. Das Gelände in diesem Teil Kentuckys ist wegen der Ausläufer der Appalachen sehr unzugänglich. Die Konföderierten benutzten deshalb die Wilderness Road, die an vielen Stellen leicht zu sperren war. Zudem hatte die Straße 1861 ihre beste Zeit hinter sich, so ähnlich wie manche Straßen kurz nach der Wiedervereinigung im Osten, was die Bewegungen nicht begünstigte.

Die Nordstaatler sicherten die Furt über den tiefeingeschnittenen Rockcastle River von einer Höhe 3 Meilen südlich der Furt. Auf dieser Höhe waren schließlich 7.000 Mann einschließlich Artillerie verteidigungsbereit, als es am 21. Oktober zum Kampf kam.

Über London, Ky fahre ich zum Wildcat Mtn Battlefield. Dort wandere ich auf dem Trail bis zum Hoosier Knob, auf dem der Hauptteil der Kämpfe stattfand.
Die Südstaatler mussten steil bergauf angreifen und wurden von den unterlegenen Nordstaatlern,



die aus Gräben kämpften und im Nahkampf immer wieder abgewehrt.



Die Verluste beider Seiten betrugen 78 Mann. Die Konföderierten wichen bis zur Cumberland Furt nach Süden aus und die Gefahr für Kentucky war für 1861 abgewendet.

Zurück nach London und im Motel eingecheckt. Der empfohlene und einzige Buchladen der Stadt ist pleite. Ich hatte übrigens alle Übernachtungen erstmalig von Deutschland aus vorgebucht.

Gefahrene Meilen: 217
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Alt 06.08.2006, 16:37   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #4
Edmund
Amerika Tourist
 
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17. Mai

Gegen 07:10 Uhr aufgestanden. Continental Breakfast im Motel, Abfahrt gegen 08:10 Uhr.
Auf Nebenstraßen nach Südosten. Dabei komme ich an total verwahrlosten ehemaligen Mobile Homes vorbei, neben denen ein relativ neuer Pickup parkt. Ich bin drauf und dran, ein Photo zu schießen, Ich traue mich nicht - die Bilder aus dem Film 'Beim Sterben ist jeder der Erste' mit Burt Reynolds kommen mir in den Sinn. Ich sehe allerdings auch zwei ganz tolle Paläste, kann aber auf der Schnellstraße nicht zum Fotografieren anhalten.
Das Wetter ist nach wie vor kühl, aber tagsüber sonnig. Der Regen fällt zur Zeit nur nachts.



Das Bild zeigt den Cumberland Mtn von Middlesboro, Ky aus. Auf dem Weg in den Cumberland Gap National Historical Park verpasse ich zuerst die Ausfahrt, weil sich seit 1991 einiges geändert hat. Die US 25E ist vierspurig ausgebaut und führt durch einen Tunnel unter dem Gap hindurch, um das ursprüngliche Aussehen des Gaps wiederherzustellen.

Der Cumberland Gap war den Indianern lange bekannt, wurde aber erst ab 1775 von Daniel Boone erschlossen. Bis 1810 benutzten ca. 300.000 Siedler die über ihn führende Wilderness Road auf dem Weg in den Westen und ungezählte Rinderherden auf dem Weg nach Osten. Danach sank die Bedeutung des Cumberland Gaps für die Besiedlung des Westens, da es einfacher war per Schiff über den Mississippi oder die Kanäle im Norden in den Westen zu gelangen. Erst im Bürgerkrieg wuchs die Bedeutung wieder, weil die Südstaaten darin eine Möglichkeit sahen, den Norden zu bedrohen.
Heute ist der Park für Wanderungen entlang des Kammes des Cumberland Mountain mit immer wieder tollen Ausblicken berühmt. Ich will zum Pinnacle Overlook, aber irgendwie bin ich zur falschen Zeit dort ? road and overlook closed. Ich fahre deshalb durch schöne Täler auf der Kentucky-Seite des Cumberland Mountains und will zum Hensley Settlement, den Resten einer kleinen Siedlung auf dem Berg, fahren. Den Abzweig zum Hensley Settlement finde ich, aber nach ein paar Meilen gebe ich im Wald die Suche nach dem richtigen Weg auf und kehre um.

Wenig später erreiche ich den 'Little Sheperd Trail', ein zunächst asphaltierter, später mit Gravel befestigter Weg, der über 38 Meilen entlang des Kamms des 2.800 Fuss hohen Pine Mountains führt. Das Fahren macht riesigen Spass mit tollen Ausblicken nach beiden Seiten. Ich muss den Trail nach ca. einer Stunde zum Tanken verlassen.




Die US 119 quert noch einmal den Pine Mtn ? großartige Strecke.
Danach geht es querfeldein nach Prestonsburg, Ky. Dabei komme ich durch das Kohlegebiet Kentuckys, wo ein paar Tage später ein Minenunglück geschieht. In den Tälern wohnen oben in der Nähe der Minen die Arbeiter, weiter unten die Verwaltungsangestellten und ganz unten die Bosse - deutlich zu erkennen an den Häusern.
In Prestonsburg, Ky ist das Military Battlefield durch Schilder gekennzeichnet (you are entering---you are leaving) ? eine Möglichkeit zum Anhalten oder Abbiegen gibt es aber nicht, die vierspurige Schnellstraße führt auf dem kürzesten Weg mittendurch.

Im November 1861 und Januar 1862 rekrutierten Truppen aus Virginia im ostwärtigen Kentucky erfolgreich Soldaten, was die Nordstaaten sich natürlich nicht gefallen lassen konnten. Es kam zu zwei heftigen Gefechten, die jeweils unentschieden endeten und bei denen es den Südstaatlern jeweils gelang, nach Virginia auszuweichen. Dabei betrugen die Verluste 57 auf Seiten der Union und 328 bei den Konföderierten.

Da das Schlachtfeld nicht zu betreten war, hätte ich mir die Fahrerei hierher schenken können. Aber die Fahrt durch den Cumberland Mtn und auf dem Little Sheperd Trail machten den Tag doch lohnenswert.
Im Motel erlebe ich dann noch die Krönung des Tages:

Der Aufzug bleibt stecken. Mit meinem Mitbenutzer gelingt es, die Tür aufzuschieben und heraus zu klettern. Einen längeren Aufenthalt im Fahrstuhl hätte ich allerdings auch überstanden, da ich gerade mein restliches Bier aus dem Auto geholt hatte. Am Abend beginnt es zu regnen.
Einen vernünftigen Buchladen habe ich immer noch nicht gefunden. Morgen geht es nur mit den sehr genauen Angaben aus dem Routenplaner ohne detaillierte Karte weiter.

Gefahrene Meilen: 242,5
Edmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2006, 16:43   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #5
Edmund
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18. Mai

egen 06:00 Uhr aufgestanden. .
Continental Breakfast im Motel, Abfahrt gegen 07:25 Uhr. Was machen die denn da?



Zunächst finde ich die vorgesehene Straße nicht, nach einem kleinen Umweg bin ich jedoch wieder richtig. Die Straße führt durch ein schönes Tal nach Westen. Auf der Zufahrt zum Natural Bridge SP halte ich mich nicht an die aufgeschriebenen Anweisungen und verfahre mich prompt. Schließlich bin ich als erster Besucher im Park.
Ich mache mich sofort auf den steilen Aufstieg - 160 Höhenmeter muss ich überwinden.



Als ich den Bogen erreiche, meine ich, bereits hier gewesen zu sein. Auch wenn ich schon mal hiergewesen sein sollte, war es eine schöne Wanderung. Auf dem Rückweg begegne ich einer Gruppe junger Männer, die alle gleich gekleidet sind und sich einzeln bei mir entschuldigen, weil ich etwas warten musste.



Die Gruppe kommt mir wie eine Gruppe jugendlicher Strafgefangener vor, die eine Resozialisierungsmaßnahme durchführen.
Wieder unten fährt im selben Augenblick ein State Trooper auf den Parkplatz und fragt, ob ich etwas zum Insassen des neben mir parkenden Autos sagen kann. Ich sage ihm, dass ich der erste auf dem Parkplatz gewesen sei und nur die jungen Männer getroffen hätte.

Über kleine Gebirgsstraßen, mal auf dem Kamm, mal im Tal, geht es weiter nach Südosten durch den Daniel Boone National Forest, die letzten Meilen immer am Rockcastle River entlang. Auf dem letzten Stück taucht plötzlich das Schild 'End State Maintenance' auf - die Straße wird ein guter Waldweg. Zwei Furten muss ich durchfahren, die zweite zur Sicherheit mit 4WD - aber kein Problem. Ich kann noch rechtzeitig vor einer schwarzen 1,20 - 1,50 m langen Schlange anhalten, zum Fotografieren reicht es nicht mehr. Sie verschwindet schnell im hohen Gras. Dafür gelingt es mir wenig später eine Schildkröte, die mitten auf dem Weg sitzt, zu retten.



Leider sehe ich immer wieder überfahrene Schildkröten.

Über Somerset, Ky fahre ich zum Mill Springs Battlefield. Im November 1861 hatte General Zollicoffer den Cumberland Gap verlassen, den Cumberland River südlich Somerset überschritten und sich in ein Winterlager begeben. Der kommandierende Offizier der Unionstruppen entschloss sich, diese Truppen aus Kentucky zu vertreiben. Nach dem Motto ?Angriff ist die beste Verteidigung? griffen die Konföderierten die nur langsam näherkommenden Unionstruppen am 19. Januar 1862 an. Den Nordstaatlern gelang es jedoch die ersten Angriffe abzuwehren und ihrerseits zum Gegenangriff anzutreten. Die Konföderierten mussten ausweichen und zogen sich über den Cumberland River bis nach Murfreesboro, Tn zurück.



Hier standen die Unionstruppen während der ersten Konföderierten Angriffe.



Diesen Hang hinauf griffen die Konföderierten an. Am Gatter war die vorderste Linie der Union.
Insgesamt standen sich in dieser zweitgrößten Schlacht in Kentucky 4.400 Yankees und 5.900 Rebellen gegenüber. Die Verluste betrugen zusammen 672 Soldaten. Die Toten der Konföderierten wurden in einem Massengrab bestattet. Erst viel später wurden Grabsteine mit den Namen der Gefallenen, soweit diese in Erfahrung zu bringen waren, auf dem Massengrab errichtet.



Das Mill Springs Battlefield ist liebevoll hergerichtet. Ich wandere auf dem Trail, der die wichtigsten Aspekte der Schlacht erläutert und fahre anschließend die Besichtigungspunkte der Autotour bis zum Cumberland River ab.



Danach fahre ich ins Motel in Renfro Valley, Ky an der I 75. Abends gibt es noch ein paar heftige Gewitter. Im gesamten mittleren Kentucky werden über Radio und Fernsehen Unwetterwarnungen bekannt gegeben.

Gefahrene Meilen: 281
Edmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2006, 16:50   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #6
Edmund
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19. Mai

Gegen 06:15 Uhr aufgestanden. Im Fernsehen wird von der Zerstörung eines Arby-Restaurants durch eines der vielen Unwetter am gestrigen Abend berichtet. Das geschah in Campbellsville, Ky ? da komme ich heute durch. Glücklicherweise wurden nur fünf Menschen leicht verletzt. Vielleicht finde ich das ja und kann ein paar Fotos machen.
Continental Breakfast im Motel, Abfahrt gegen 07:45 Uhr.
Die Fahrt geht durch welliges Farmland, ein großer Gegensatz zu der Fahrerei durch die Berge in den Tagen zuvor. Der Wal*Mart in Campbellsville befindet sich gegenüber des zerstörten Arbys. Ich finde im Wal*Mart endlich den deLorme Atlas von Kentucky. Vom Parkplatz beobachte ich eine Zeit lang den Katastrophentourismus und entschließe mich dann, ein paar Fotos zu machen.



In Munfordville, Ky finde ich nach einigem Suchen das Schlachtfeld, allerdings nur das vom September 1862. Das vom Dezember 1861 ist im Internet zwar gut beschrieben, aber nicht auffindbar. Es geht bei beiden jedoch um den Besitz der Eisenbahnbrücke der Louisville & Nashville Railroad über den Green River. 1861 gelang es den Nordstaatlern die teilweise zerstörte Brücke in ihre Hand zu bringen und zu reparieren.



Die Schlacht im September 1862 ist Teil der ?Confederate Heartland Offensive?, bei der es General Braxton Bragg beinahe gelingt Louisville, Ky und Lexington, Ky einzunehmen und den Krieg im Westen für den Süden zu entscheiden. Vom 14. Bis 17.September belagerten die Konföderierten die die Brücke verteidigenden Nordstaatler, die sich der Übermacht am 17. ergaben. Das Schlachtfeld ist mit Markern, die auf privaten Grund liegen, bestückt ? der Ablauf der Belagerung wird anschaulich dargestellt. Ich wandere über das Schlachtfeld. Das Ante-Bellum-Haus,



das als Hauptquartier und Lazarett diente, wird noch restauriert und kann nicht betreten werden.

In Cave City, Ky will ich die Crystal Onyx Cave besichtigen, bin aber eine Stunde zu früh dran. Also fahre ich in den nächsten Supermarkt zum Einkaufen und erlebe zwei Schocks - ich kann nur mit Debit-Cards bezahlen ? habe ich nicht - und Barren und Hart County sind Dry Counties. Die nächste Möglichkeit Bier zu kaufen besteht in Bowling Green, Ky, 32 Meilen entfernt. Glücklicherweise habe ich noch ein paar Flaschen.
An der Höhle haben die zwei Mädchen gerade zugeschlossen und sind wahrscheinlich zum Mittagessen weggefahren. Ich warte bis 13:15 Uhr und fahre dann zur Onyx Cave.





In dieser Höhle war ich schon einmal. Heute ist viel Beton verbaut und die Leitern und viele enge Passagen sind nicht mehr begehbar.



Die Höhle hat viel von ihrer Anziehungskraft verloren. Da ich ein Höhlenfan bin, glaube ich, dass jede Höhle etwas besonderes ist. Der Besuch hat sich gelohnt. Es war also vorgestern kein Deja Vu, ich war tatsächlich vor 15 Jahren in dieser Gegend.
Ich fahre nach Horse Cave, Ky zurück und will in die Kentucky Caverns. Davor stehen jedoch 10 Busse und ich ergreife die Flucht. Dann schaue ich mir eben die Hidden River Cave mitten in der Stadt an.



Hier fließt ein unterirdischer Fluss, der sein Wasser aus dem gesamten umgebenden Karstgebiet bezieht und der als Reservoir für die Stadt und die Umgebung dient. Ganz nett, aber nicht berauschend.
Das Motel hat den Namen geändert, nur noch ein kleines Schild, das ich übersehe, weist mit dem alten Namen auf es hin. Aber die Damen in der Visitor Information sind auch in diesem Fall gut informiert und können mir helfen. Das Zimmer hat ein Jacucci, dass ich auch ausprobiere.

Gefahrene Meilen: 165
Edmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2006, 16:58   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #7
Edmund
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20. Mai

Vermutlich wegen der Zeitverschiebung wache ich bereits gegen 05:15 Uhr auf. Kaffee im Zimmer. Abfahrt gegen 07:25 Uhr. Heute ist Samstag und die Corvettefabrik in Bowling Green, Ky geschlossen. Ich hatte sie ja schon früher mal besichtigt, damals war das noch kostenlos. Inzwischen geht es GM wahrscheinlich so schlecht, dass für die Besichtigung USD 5,00 verlangt werden. Wenn man in der Gegend ist, sollte man die Fabrik auf jeden Fall besichtigen ? Mo ? Fr um 09:00 und 13:00 Uhr ? keine Kameras, Rucksäcke, etc, nur geschlossene Schuhe und keine Kinder unter 7.

Ich besichtige das National Corvette Museum. Wer sich für diese Autos interessiert, muss hier gewesen sein.




Bei der Lost River Cave - ich bin um 09:15 Uhr da - erfahre ich, dass gerade der Wasserstand gemessen wird und die erste Führung erst um 10:00 Uhr beginnt. Da ich heute viel vorhabe, fahre ich weiter. Gegenüber einem Wal*Mart sehe ich eine Buchhandlung und kaufe den Atlas Tennessees.
Die Fahrt geht durch offenes, welliges Farmland - wenig aufregend. Das ändert sich erst, als ich in die Nähe des Cumberland Rivers komme. Ich fahre auf dem Land between the Lakes den Trace nach Süden und wandere um das südl. Bisongehege.

Da ich zunächst keine Tiere sehe, denke ich, dass sie sich im Schatten aufhalten. Dort sind aber keine. Als ich das Gehege ca. zur Hälfte umrundet habe, sehe ich die Herde direkt an der Straße mir gegenüber weiden. Ich hoffe nur, dass die Viecher



dort bleiben. Als ich nach 20 Minuten dort bin, ist die Herde auf die andere Seite des Geheges gezogen, ungefähr dort, wo ich sie zum erstenmal gesehen hatte. Dafür war ich ein lohnendes Ziel für Zecken. Die letzten kann ich erst im Motel abschütteln. Trotzdem war die Wanderung schön, vielleicht etwas warm.

Zu Beginn des Jahres 1862 benötigte die Union dringend einen militärischem Erfolg. Im Westen sollte versucht werden, den Staat Tennessee in die eigene Hand zu bekommen. Da die großen Flüsse wichtige Verkehrs- und Transportwege darstellten, die weit nach Tennessee hineinreichten, wurde General Grant beauftragt, die Forts, die die Nutzung des Tennessee und des Cumberland Rivers verhinderten, zu erobern. Am 04. Februar 1862 fuhr Grant mit 15.000 Mann auf sieben Kanonenbooten den Tennessee hinauf, um Fort Henry auf dem Tennessee-Ufer anzugreifen. Die Soldaten wurden nördlich des Forts an beiden Ufern an Land gesetzt. Am 06. Februar griffen die Kanonenboote an, noch bevor die Soldaten das Fort erreicht hatten . Ca. 2.500 Konföderierte entkamen nach Fort Donelson, nur 100 ergaben sich den Unionssoldaten. Ich fahre auf das Westufer des Tennessee Rivers, um zu sehen, von wo aus General Grant Ft. Henry bedrohte. Als auf einem Schild jedoch 'No Trespassing' steht, kehre ich unverrichteter Dinge um. Ft. Henry hätte ich sowieso nicht sehen können ? seine Überreste sind längst in den regulierten Fluten des Tennessees verschwunden.

Grants zwei Divisionen marschierten nach einer Woche über die Landbrücke nach Fort Donelson am Cumberland River. Das Wetter war für Februar inzwischen ungewöhnlich warm geworden. Die schlecht geführten und disziplinlosen Unionssoldaten hielten das für das übliche Wetter in den Südstaaten und warfen ihre Winterausrüstung weg. Am Abend des 13. hatten Grants Truppen Ft. Donelson eingeschlossen ? die Temperaturen fielen unter 0°.



Ft. Donelson hatte eine Besatzung von 16.000 Mann. Die Soldaten lebten in solchen Blockhütten.
Am 14. Februar eröffneten die Kanonenboote, die über den Tennessee und Ohio River den Cumberland flussaufwärts gedampft waren, die Schlacht.




Der Angriff wurde jedoch von den überhöht stehenden Kanonen der Konföderierten abgewehrt und die Kanonenboote stark beschädigt. Um aus der Umklammerung zu entkommen, griffen die Konföderierten am 15. Februar Grants Truppen an und drängten Grants Truppen Schritt um Schritt zurück.



Erst als sich die drei Südstaatengenerale nicht über das weitere Vorgehen einigen konnten, führte Grant einen Gegenangriff durch, der die Konföderierten auf die Befestigungen des Forts zurück warf. In der Nacht konnten 2.000 Konföderierte nach Nashville, Tn entkommen. Als der zurückgebliebene Befehlshaber des Forts Grat am nächsten morgen um die Bedingungen für die Kapitulation bat, antwortete Grant: ?No terms except an unconditional and immediate surrender can be accepted.? Was ihm seinen Spitznamen ?Unconditional Surrender? Grant einbrachte ? er hieß Ulysses Simpson Grant.

Ich fahre auf dem Weg, den Grants Infanteriedivisionen nach Ft. Donelson genommen hatten, und schaue mir anschließend Fort Donelson National Battlefield an. Es gibt einige Wanderwege und eine Autotour. Angesichts der Schwüle und hohen Temperatur ? nahezu 30° - entscheide ich mich für die Autotour.

Nach dem Abfahren des Schlachtfeldes fahre ich über die bewaldete hügelige Landschaft noch bis nach Dickson, Tn.

Gefahrene Meilen: 300
Edmund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2006, 17:12   Reise durch den Südosten auf den Spuren des Bürger Beitrag #8
Edmund
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 04.04.2005
Ort: Westerwald
Beiträge: 135
21. Mai

Gegen 06:00 Uhr aufgestanden. Abfahrt gegen 07:45 Uhr. Heute Nacht hat es wieder heftig geregnet. Beim Tanken zahle ich den bis jetzt niedrigsten Preis ? 2,529/gal. Der Himmel sieht regnerisch aus, auf der I 40 gibt es tatsächlich ein kurzes, heftiges Schauer. Die Fahrt geht bei 70 Meilen zügig voran.
In Jackson, Tn fahre ich in den Cypress Grove Nature Park und wandere auf dem Boardwalk durch den Zypressen- und Mangrovenwald. Es gibt ein paar Greifvögel in meiner Meinung nach viel zu kleinen Volieren zu sehen.



Ansonsten sehe ich außer einer einsamen Wasserschildkröte kein einziges Tier, obwohl die Umgebung eigentlich gut ist: Es sind außer mir noch keine Menschen unterwegs, die Luft ist feuchtwarm (28° C) und es ist kaum Wind. Nach einer langen Fahrt lohnt sich die Wanderung aber auf jeden Fall. Kurz bevor ich ins Auto steige, sehe ich dann doch noch ein Tier.



Ich fahre weiter zum Pinson Mounds Archeological State Park. Der Eintritt kostet übrigens in den Tennessee State Parks USD 3,00, außer Mittwochs, da ist der Eintritt frei.



Die große zeremonielle Pyramide war früher nicht bewachsen und auf ihrer Spitze war ein kleiner Tempel. Sie ist ca. 20 - 25 m hoch, wegen der Bäume ist der Rundumblick leider etwas beschränkt. Im Park gibt es noch einige niedrige Erdaufwürfe (Mounds) der Woodland und der Mississippian Culture zu sehen. Meist handelt es sich dabei um Begräbnisstätten. An einigen Stellen sind auch Häuserreste gefunden worden. Der Wanderweg ist schön, aber entbehrt wieder einmal jeglicher Tierwelt - vielleicht ist es einfach zu warm. Nach ca. 1 1/2 Stunden Wanderung bin ich ganz schön verschwitzt. Wer noch nichts von der Mississippian Culture gehört hat, für den ist das ein guter Einstieg, wer jedoch, wie ich, andere Mounds, besonders die ostwärts St. Louis gesehen hat (Cahokia Mounds State Historic Site), ist natürlich etwas enttäuscht. Ein guter Einstieg in die Kultur bietet auch das Ocmulgee National Monument südostwärts Atlanta, Ga.

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