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19.06.2010, 20:17
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #1
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Wahl-Amerikaner
Registriert seit: 30.05.2008
Beiträge: 607
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann.....
Hallo zusammen.
Meine Situation ist:
Ich hatte im April gekündigt (nachdem mein damaliger AG meine Arbeitszeit zunächst auf 60, dann auf 70 h/Woche gesetzt hatte, dabei keine Überstunden bezahlte und noch ein paar andere Unannehmlichkeiten auftauchten).
Eigentlich war das nicht mein ex-AG hier in Milwaukee, sondern unsere Zentrale in Detroit - mit den Kollegen und Vorgesetzten in Milwaukee kam ich immer fantastisch aus.
Ich hatte am Donnerstag ein recht frustrierendes Erlebnis.
Hatte mit einer Rekruiterin telefoniert.
Erste Frage: "Are you currently employed?"
Antwort: "No, I resigned from xxx two months ago".
Rückfrage: "So, you have been fired from xxx?"
Sie benutzte das Wort "fired", nicht "Laid off".
Und das wurde einmal wiederholt.
Ich gehe davon aus, dass sie mich als einen Lügner betrachtet. Etwas später kamen wir auf Erfahrungen im Bereich xy zu sprechen, ich erklärte, dass ich während einer. Sie beendete dann das Gespräch mit der Bemerkung, dass der Client jemanden mit Erfahrungen im Bereich xy benötigt. 
Hatte dann noch eine email mit Verweis auf die Website meines damaligen AG geschickt - auf der Titelseite ist zu sehen, dass dieser ex-AG im Bereich xy tätig ist.
Keine Antwort erhalten => eine der wenigen opportunities hier in Wisconsin in den Sand gesetzt.
Ich gehe davon aus, das Sie mir nach meiner Behauptung, ich hätte gekündigt, nicht mehr glaubte. Und damit ist dann natürlich alles für die Katz - wenn der Recruiter dem Bewerber nicht glaubt, ist kein Vertrauensverhältnis gegeben.
Beim Bewerbungsanschreiben (cover letter) schreibe ich manchmal "....worked at xxx from June 2008 until I resigned in April 2010."
ICH WERDE AUF KEINEN FALL LÜGEN!
Aber ein "worked at xxx from June 2008 to April 2010." ist IMO keine Lüge.
Auf Nachfrage ("Reson for leaving?") würde ich dann natürlich die Wahrheit sagen.
Was denkt ihr?
Gruss
Roland
PS: Bis jetzt 5 face-to-face-interviews in den Sand gesetzt 
PSS: Nein, ich bereuhe meine Kündigung nicht. Ich habe noch mehr als 15 Monate Zeit, etwas neues zu finden - dann läuft COBRA aus und als Diabetiker werden sich die KVs nicht gerade um mich reissen. 
Edit:
Meine Situation ist: Ich bin arbeitsloser GC-Inhaber und lebe in Milwaukee
Geändert von RolandRahn (19.06.2010 um 20:19 Uhr)
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19.06.2010, 21:03
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #2
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US/German Media Retailer
Registriert seit: 20.08.2008
Ort: Radcliff, KY
Beiträge: 3.209
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Also mir geht es ähnlich; nur habe ich einen freiwilligen Aufhebungsvertrag inkl. Abfindung angenommen. Ein harter Kampf mit meinen Vorgesetzten, die mich nicht gehen lassen wollten.
Auf gar keinen Fall darfst du deine Ex Firma schlecht darstellen. Das wirft ein schlechtes Licht auf dich und ist für den neuen Arbeitgeber Grund genug an deiner Loyalität zu zweifeln.
Ich an deiner Stelle würde "resigned" durch "Berufliche Neuorientierung" ersetzen (in entsprechender englischer Übersetzung).
Dass du nicht lügen willst ist ehrenhaft, bringt dich aber nicht wirklich weiter. Hier musst du den Drahtseilakt bewältigen, deine Ziele klar zu machen ohne deine Ex-Firma schlecht zu machen.
Ich hoffe, dass hilft dir ein wenig weiter 
EDIT: Wie wäre es denn, dich als IT Freelancer selbstständig zu machen ? Projekte sind sehr viel einfacher zu bekommen als Festanstellungen
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19.06.2010, 21:27
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #3
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 06.06.2005
Ort: Fort Wayne, IN, USA
Beiträge: 2.331
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also, ich weiß nicht wie flexibel Du bist......
nur so 'ne Idee, vielleicht......
Könntest Du Deine Kündigung plausibler aussehen lassen, indem Du umziehst ?
Suche doch mal auf indeed.com nach passenden Angeboten, die weiter weg von Deinem derzeitigen Wohnort sind - und bring' dann das Argument, daß Dich diese Region geographisch (wg. der Landschaft, oder sonstwas) anspricht, weswegen Du dorthin umsiedeln möchtest.
Oder mach' eine Fortbildung in einem anderen/spezialisierten Arbeitsbereich, und gib' das als Hauptgrund für die Kündigung an.
Eben daß Du Dich *weiterentwickeln* möchtest, Zusatzqualifikationen erwirbst, oder ein Spezialgebiet sehr faszinierend findest - und deshalb einen neuen Wirkungskreis suchst.
Hat Du ein gut ausgebautes, gepflegtes berufliches Netzwerk ?
Wenn ja, nutze diese Kontakte - wenn nein, baue ein solches Netzwerk auf. Melde ich auf XING und/oder LinkedIn an.
Viel Glück !
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19.06.2010, 21:59
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #4
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Wahl-Amerikaner
Registriert seit: 30.05.2008
Beiträge: 607
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Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Ich bewerbe mich auch auf Contract Positions. Ansonsten habe ich hier in Milwaukee meinen lease contract erst kürzlich verlängert. Und umziehen werde ich wohl - und zwar dahin, wo ich eine Arbeitsstelle finde.
Also jetzt umziehen ohne ein Jobangebot - dann würden meine finaziellen Reserven nur schneller aufgebraucht.
Von meinen 5 face-to-face interviews waren 4 im Grossraum Milwaukee und eins in Pittsburgh.
Schlecht reden über meinen vorhergehenden AG.....ich mache immer klar, dass ich mit Milwaukee keine Probleme hatte, dass der Grund für meine Kündigung die Arbeitsbedingungen in Detroit waren.
- exzessive Überstunden
manchmal erwähne ich auch:
- der Umstand, dass diese nicht bezahlt wurden (und mir das erst nach vier
Wochen mitgeteilt wurde)
Bei einem Telefonat fügte ich noch hinzu:
- mangelnder support durch das Management in Detroit.
Allerdings im sugarcoating mode.
"The project leader is a very nice guy, he has an excellent understanding about the needs of the customer, but he lacked an understanding of IT related issues."
Auf Nachfrage:
"For example, he agreed that the server neccesary for the test process would be rebooted - after being reconfigured - on Friday morning 7 AM as this would just take 30 minutes. An experienced IT person would have insisted of doing such a thing at a more appropriate time - late Friday night or so. As a result, the entire QA team was unable to work until after 10 AM. Under normal circumsances, it would just be "it is as it is", but in a high priority, high stress project where the team members have to do more than 60 h/week, this sort of incidents hurt."
Damit bin ich natürlich zu weit gegangen.
Andererseits erkläre ich klipp und klar, das ich Probleme hatte. Natürlich im sugacoating modus:
"At 50 h/week, I deliver excellent quality on a constant base. However, when being pushed to 60 h and beyond, after some time my performance goes down. I do then have to redo tests and so on. For a short, emergency period, I do not mind working 70 h/week - but after that, a time off (at least a complete weekend or so) is necessary."
Des weiteren erwähne ich den Support durch meine Vorgesetzten in Milwaukee.
Nun ja.
In Pittsburgh war ich (laut recruiterin) "under the top 4 candidates". Meine Referenzen wurden auch gecheckt.
Wenn ich alle zwei Monate einmal unter den top 4 sein sollte, würde ich nach 8 Monaten - also im Dezember - eine neue Stelle finden.....
Viele Grüsse,
Roland
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19.06.2010, 22:02
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #5
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Ich gehoere Toapert
Registriert seit: 06.10.2005
Ort: Citrus County, Florida
Beiträge: 13.748
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Oh weh.....
So wird dich keiner einstellen.
Ich sage es mal knallhart, wie ich es als Arbeitgeber sehen wuerde.
Du bist nur am jammern, absolut unflexibel und Geld ist das einzige, was dich interessiert. Dann unterstellst du noch dem Management Fehlentscheidungen und keine Ahnung auf einem bestimmten Gebiet.
Ich wuerde dich so nicht einstellen.
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19.06.2010, 22:10
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #6
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Wahl-Amerikaner
Registriert seit: 30.05.2008
Beiträge: 607
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Danke für die ehrliche Antwort.
Also:
Bezahlung weglassen.
(Das mit dem Management habe ich auch nur einmal erwähnt, nachdem nachgebohrt wurde, ob es ausser den Arbeitszeiten noch andere Probleme gab).
Also:
Ausschliesslich auf meine Unfähigkeit, dauerhaft ohne freie Wochendenden arbeiten zu können, hinweisen.
Und das so tun, das es mir nicht zu sehr schadet.
Gruss
Roland
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19.06.2010, 22:11
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #7
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US/German Media Retailer
Registriert seit: 20.08.2008
Ort: Radcliff, KY
Beiträge: 3.209
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Zitat:
Zitat von kojak
Oh weh.....
So wird dich keiner einstellen.
Ich sage es mal knallhart, wie ich es als Arbeitgeber sehen wuerde.
Du bist nur am jammern, absolut unflexibel und Geld ist das einzige, was dich interessiert. Dann unterstellst du noch dem Management Fehlentscheidungen und keine Ahnung auf einem bestimmten Gebiet.
Ich wuerde dich so nicht einstellen.
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Eben.
Erwähne doch einfach überhaupt nichts was deinen ehemaligen Arbeitgeber betrifft. Wie ich schon bemerkte, wirft das ein schlechtes Licht auf dich. Niemanden interessiert oder sollte ein Fehlverhalten deines Ex AG's interessieren....vor allen Dingen nicht in einem Vorstellungsgespräch. Da gehts darum dich selbst schmackhaft zu machen und nicht deinen Ex-AG als Grund für deine Kündigung vorzuhalten. Stichwort: Loyalität.
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19.06.2010, 22:18
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Ratschläge wie ich mich nach Eigenkündigung verkaufen kann..... Beitrag #8
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US/German Media Retailer
Registriert seit: 20.08.2008
Ort: Radcliff, KY
Beiträge: 3.209
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Zitat:
Zitat von RolandRahn
Also:
Ausschliesslich auf meine Unfähigkeit, dauerhaft ohne freie Wochendenden arbeiten zu können, hinweisen.
Und das so tun, das es mir nicht zu sehr schadet.
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Nein, nein eben das ist tödlich. Du solltest erstmal nicht zu irgendwas unfähig sein, sondern auf deine Stärken hinweisen. Üblicherweise ist ja keine Wochenendarbeit anfangs gefragt, da würde ich das Thema komplett aussen vor lassen. Du musst erstmal mit deinen Stärken kommen...deine Schwächen sollten lauten, dass du dich so in deine Arbeit hineinversetzen wirst, dass du die Zeit vergisst
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