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04.01.2010, 19:34
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Produkthaftungs USA Beitrag #1
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Newbie
Registriert seit: 15.01.2009
Beiträge: 18
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Produkthaftungs USA
Hallo,
mich würde aus reinem interesse mal interessieren wie enorm sich das Produkthaftungsgesetz und die hohen Schadensgelder (Punitive Damages) von unserem stand in Deutschland abheben. Wenn ich mir gedanken über eine Geschäftsgründung in den USA mache fällt mir immer sofort "Produkthaftung" ein. Man hört in den Medien immer soviel über skurielle Fälle sei es bei Gütern oder auch im Dienstleistungssegment. Gibt es, so wie hier in Deutschland, beispielsweise die Möglichkeit auf eine "Benutzung auf eigene Gefahr" einsetzung?
Nehmen wir mal an ich setz irgend wo in den USA eine normale Schaukel hin, ein Kind fällt beim Schaukeln runter, bricht sich was und nun zeigen die Eltern mitn Finger auf mich und mein Protmoneu. Hat man in den USA überhaupt die Möglichkeit für so simple Fälle sich absichern zu lassen oder übernehmen dort die Unternehmen die Rolle der Versicherung (da keine Versicherungspflicht in den USA) und werden somit zur Kasse gezogen?
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04.01.2010, 22:46
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Produkthaftungs USA Beitrag #2
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Gast
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Man hat hier schon Versicherungen, und oft sind es sogar die Versicherungen, die sich an die hersteller ahtlten. Hier geht fast Alles nach dem Verursacherbetrieb.
Wenn ich , z. B., eine Schaukle von Hersteller X habe, und ein Kind vom Nachbarn Y verletzt sich daran (riesen Holzsplitter ins bein. Geht ein Plaintiff Attorney (der von Nachbar Y beauftrgt wurde, und gegen Erfolgsbeteiligung arbeitet) gegen mich (als dem Besitzer der Schaukel), gegen Hersteller X und eventuell gegen die Saegemeuhle vor. Die Gesammtkalge belaeuft sich etwa auf 1 Million Dollar. Dann legt ein Gericht (es ist immer ein Geschworenengerich) fest, wieviel Strafe jeder von uns zahlen muss (je tiefer die Taschen, je hoeher der Anteil). Bei der Verhandlung stellt das Gericht fest, dass der Hersteller genau wusste, dass das Holz gesplittert war, ea aber doch verarbeitete, weil er dadurch Kosten sparen konnte.mehr Profit machen konnte. Also hat er aus reiner Gewinnsucht eine Gefaehrdung der benutzer in kauf genommen. Daher wird das gericht diesem Hersteller zusaetzlich noch Punitiv Damages als Bestrafung fuer bewussten und habgierige Gefaehrdung von Menschen auferlegen. Die Hoehe der Punitve Damages wird von der Jury festgelegt. Da jedes Jury-Mitglied sich bestimmt schon mal ueber nen aehnlichen Fall geaergert hat, ist jetzt eben Zahltag. Dann werden leicht aus den Damages 10 oder mehr Millionen Dollar, die aber meistens in einem Berufungsverfahren erheblich gemindert werden, weil da nur Berufsrichter urteilen.
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05.01.2010, 04:00
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Produkthaftungs USA Beitrag #3
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Paechter der Weisheit
Registriert seit: 13.03.2002
Ort: Coos Bay, OR
Beiträge: 4.145
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dafuer gibt es liability insurance fuer Firmen
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05.01.2010, 06:50
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Produkthaftungs USA Beitrag #4
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Newbie
Registriert seit: 15.01.2009
Beiträge: 18
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Also kommt es zu diesen " Punitive Damages " erst wenn ein Hersteller seine Kunden bewusst gefährdet um seine Gewinne zu maximieren?
Um nochmal auf das Thema "Schauke" einzugehen (für mich ein sehr schönes Beispiel  ). Nehmen wir an die Schaukel ist in einem einwandfreien Zustand und das Kind verletzt sich durch eigenes Verschulden (fällt einfach runter). Normalerweise geht man ja davon aus, dass jeder weiß wie man richtig Schaukelt hier in Deutschland sichern sich Unternehmen jedoch dadurch ab, dass sie sagen:"Wer hier schaukelt, schaukelt auf eigene Gefahr". Kann ich das in den USA auch sagen?
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05.01.2010, 09:20
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Produkthaftungs USA Beitrag #5
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GC Holder
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: San Bruno, CA
Beiträge: 218
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Das ist eine gute Frage Julian, vor allem weil die Amerikaner auf alle nicht erdenklichen Fehlbedienungen hinweisen. Erst letztens kam da wieder irgendwo ein Bericht im Fernsehen ueber eine US Website, die genau solche Faelle sammelt, wie z.B. keine Katzen in der Mikrowelle trocknen, etc.
Daher: Ist der Hersteller fein raus bei einer Klage, wenn das Material etc in Ordnung ist und dran steht: Use at your own risk ?
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05.01.2010, 10:44
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Produkthaftungs USA Beitrag #6
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Newbie
Registriert seit: 15.01.2009
Beiträge: 18
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Also wenn die produkte defekt oder schädlich sind dann haftet mal produzent dafûr das is ja ganz klar.aber wenn ich garantiere das die produkte einwandfrei funktionieren kann ich ja dann anscheinend in den USA noch immer haftbar sein.hab das gefühl das die da dann alle nach dem motto "stell dich dumm und es geht dir gut" lebe z.B. "ich wusste nicht das man nicht von der schaukel springen darf" oder "ich wusste nicht das ich mir während der fahrt mit meinem wohnwagen kein kaffe kochen darf".
Gäbe es dort gesetzliche pflichtversicherung gäb es dieses problem glaube ich nicht,da es dann auf jedenfall jemanden gibt der zahlt.
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05.01.2010, 16:11
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Produkthaftungs USA Beitrag #7
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Paechter der Weisheit
Registriert seit: 13.03.2002
Ort: Coos Bay, OR
Beiträge: 4.145
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bez. der Katze, ist ein Urban Myth
die kann man sehr gut nachpruefen in Snopes.com
hier ist das link fuer etliche angebliche Lawsuits, die Katze ist auch dabei
http://www.snopes.com/legal/lawsuits.asp
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20.08.2010, 19:59
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Produkthaftungs USA Beitrag #8
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Newbie
Registriert seit: 26.06.2009
Ort: Newport News, Virginia
Beiträge: 19
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Ja, das frage ich mich auch immer wieder.
Nimm zum Beispiel die Currywurstbuden in Deutschland, die mit Extra Extra scharfen Saucen inserieren. Da darf man sich nicht uebernehmen, denn sonst riskiert man tatsaechlich koerperliche Schaeden, wenn auch nur temporaer. Allerdings geht jeder in Deutschland davon aus wenn du die Sosse mit Schaerfegrad 10 bestellst das du weisst was du treibst und wenn du davon Magenschmerzen und eine empfindliche Zunge kriegst bist du selbst schuld.
Muesste ich in Amerika dann jeden Kunden bei so einem Konzept eine Klausel unterschreiben lassen das sie sich des Risikos bewusst sind? Ich wuerde sagen ja. Aber selbst dann frage ich mich ob nicht doch jemand klagen wuerde.
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