So, weiter geht's,
@iMi71 unsd Kiki: Vielen Dank für eure prompte und positive Rückmeldung!
Donnerstag, 27.07.2006:
Heute hieß es früh aufstehen, denn vor uns lag der Weg nach Québec. Nach dem kontinentalen Frühstück packten wir unsere Sachen, checkten aus und fuhren zur nächsten Tankstelle. Heute war es an mir zu fahren. Ich gebe zu, ich war etwas aufgeregt, da ich noch nicht oft mit Automatik gefahren bin. Bei meinem ersten Mal, zum Glück bei einem Fahrsicherheitstraining in Deutschland, bin ich mit der gleichen Kraft, mit der ich sonst die Kupplung trete, aufs Bremspedal getreten. Das war eine Vollbremsung der ganz besonderen Art :

;D .
Zuerst mussten wir aber noch tanken. An der Zapfsäule wurden wir dann aufgefordert unsere Postleitzahl (Zip-Code) einzugeben. Leider sind wir nicht auf die Idee gekommen, 90210 zu probieren. Also bin ich reingestiefelt, habe das Problemchen geschildert und habe dann ganz "normal" getankt, und dann per Kreditkarte bezahlt.
Dann ging es los in Richtung Kanada!
Das Fahren war übrigens wirklich so, wie es immer erzählt wird. Total stressfrei und entspannt! Im Laufe des Tages gewöhnte ich mich immer mehr an das Fahren mit Automatik und Tempomat. So ein Auto ist schon ein feines Ding!
An der Grenze zu Kanada fragte der freundliche Grenzbeamte "You prefer english or francais?". Da ich in der Schule in einem Farnzösisch-Leistungskurs war, wollte ich meine etwas eingestaubten Kenntnisse mal wieder fordern. Hätte ich besser nicht tun sollen. Die Befragung war eingehender und genauer, als bei unserer Einreise am JFK.
Nach der Grenzüberquerung ging es dann weiter. Die Straße war wirklich so, wie man es sich vorstellt und aus dem Fernsehen kennt. Vor uns, hinter uns, links und rechts der Straße nur Landschaft.
Vor uns

Hinter uns

Am frühen Abend erreichten wir dann ziemlich gut unser Motel für die nächsten zwei Nächte.
Das Comfort Inn Airport Québec City

Wir suchten noch nach einer Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu essen, und wieder mussten sich meine noch eingerosteten Französichkenntnisse bewähren. Manchmal war ich echt überfordert. Udo spricht gar kein französisch und sein Schulenglisch liegt auch schon mehr als 20 Jahre auf Eis. Also lag die Kommunikation bei mir. Wir besprachen also auf deutsch, was anlag und mittlerweile lag mir das englische schon fast auf der Zunge. Nur das musste ja auf französisch meinen Mund verlassen. Zum Glück sind die frankophonen Kanadier ja sehr tolerant und geduldig, und reagierten immer freundlich auf mein teilweise französisch-englisches Gestottere.
Freitag, 28.07.2006:
Heute startete der Tag wieder mit einem kontinentalen Früstück, aber dieses Mal auf unserem Zimmer. In der Lobby war ein "kleines" Buffet, mit Toast, Muffins, Margarine, Käse, Wurst, Frischkäse, Marmelade, gekochten Eiern, Corn Flakes usw., Tee, Kaffee, Saft und Milch aufgebaut. Daran konnte man sich bedienen, und alles auf einem Tablett mit ins Zimmer nehmen. Wieder eine neue Erfahrung.
So sah das Ganze aus

Heute wollten wir nach Tadoussac fahren. In Tadoussac bzw. in der Umgebung dort kann man auch vom Land aus angeblich sehr gut Wale im St.-Lorenz-Strom beobachten. Unsere Fahrt auf der 138 führte uns immer ganz nah an diesem gigantischen Fluss entlang. In Tadoussac angekommen, suchten wir den in unserem Reiseführer empfohlenen Aussischtspunkt "Pointe Noire". Leider war uns das Glück nicht hold, und nach einer Weile sahen wir in jeder Welle etwas walähnliches.
Vor uns der Saguenay Fjord bzw. die Mündung des Saguenay Rivers in den St.-Lorenz-Strom. Angeblich gibt es dort auch ein gegenüberliegendes Ufer. Wirklich gigantisch dieser Fluss.

Wir entschlossen uns dann wieder zurück nach Québec zu fahren, und die Stadt zu besichtigen. Ursprünglich wollten wir unterwegs noch den Wasserfällen von Montmorency einen Besuch abstatten, aber die horrenden Parkgebühren hielten uns davon ab. Wir haben sie von weitem gesehen, und da die Niagara Fälle ja auch noch auf uns warteten, fuhren wir weiter nach Québec. Wir parkten recht zentral in der Nähe des Hafens und der Altstadt "Vieux-Québec". Dann ging es hoch in die "Oberstadt" "Haute-ville".
Auf dem Weg dorthin kamen wir an dieser wunderschönen Wandmalerei vorbei.

Oben angekommen gingen wir über die Terrasse Dufferin. Dort tummelten sich viele Touristen und die entsprechenden Geschäftsleute. Man konnte sich porträtieren lassen, Bilder und alles andere kaufen oder ein paar Musikern zuhören. Von dort oben hatte man einen unglaublichen Ausblick auf den St.-Lorenz-Strom und Québec.
Terrasse Dufferin mit dem Chateau Frontenac im Hintergrund
Dann ging es über Treppen nach unten in die "Unterstadt" Basse-ville".

Dort gab es viele kleine, urige Pubs, Bars und Restaurants. Am Schluss kamen wir noch an den Place Royale mit der Kirche Notre-Dame-des-Victoires

Blick von unten auf "Vieux-Québec" und das Chateau Frontenac

Nachdem wir etwas gegessen hatten, das übliche Prozedere: Das nächste Hotel, in Montréal, buchen, Bilder auf den Laptop ziehen und auf unserer Homepage einfügen, damit die Daheimgebliebenen unsere Tour verfolgen konnten.