hallo zusammen,
da ich mir hier so so einiges an Tipps und Erfahrungen rausgezogen habe, mag ich wenigstens einen kurzen Bericht über unsere 2 Wochen hier reinstellen, vielleicht hilfts ja wem anders bei der Planung.
Voirabinfo: wir warn ziemliche Kulturbanausen, waren nur in einem einzigen "Museum".
Zeitraum: 28.8.-12.9.11
- Ankunft, 2 Nächte Halifax:
das war ok so, erstmal "ankommen", sich mit den Gegebenheiten vertraut machen.
Strecke zu fahren war ok, wir sind die 107 gefahren und waren die meiste Zeit allein unterwegs. Wenn man in Sherbrooke das Village anschauen will, sollte man in halifax rechtzeitg losfahren, als wir nachmittags ankamen, lohnte es sich nicht mehr. Aber wir wollten ja eh nicht rein.
die 7 weiter und in Antigonish auf den Highway 104+105 auf kürzester Strecke nach Baddeck. Bootstour auf dem Bras d´Or Lake wäre sicher schön gewesen, uns war es zu heiß. Das Inverary Resort ist ne schöne Wohnanlage, das Zimmer war auch prima, wir haben im Poolhaus geschlafen, dh es stank auf den Fluren doch sehr nach Chlor. Essen und Frühstück prima.
Fahrt über die 105 weiter und dann auf den Cabot Trail abgebogen.
Unglaublich, wie die LKW da um die Kurven brettern

wir haben uns so bald wie möglich überholen lassen, hatten es ja nicht eilig.
Übernachtung in der Keltic Lodge, phantastisches Haus. Liegt allerdings schon im Nationalpark, man muss also zahlen um dort zu übernachten. Wussten wir vorher nicht, war in unserem Fall aber auch nicht so tragisch.
Keltic Lodge ist klasse, Essen in beiden Lokalen super, Frühstücksbuffet riesig, nur unser Zimmer fand ich etwas klein. Die Wandertour bis ans Halbinselende ist aber länger als 3km und ist auch nicht in einer Stunde zu schaffen. Dafür ist die Aussicht natürlich gigantisch.
fahrt über den Cabot Trail entgegen der Reiseführerempfehlung gegen den Uhrzeigersinn, ich muss sagen das hat sich gelohnt, war ja eh schon wenig Verkehr aber wenn, dann kam er uns entgegen.
Chetticamp selber - das Auberge Doucet Inn ist am Ortsende aber schöne Zimmer und echt niedlich. Frühstück ok.
Pictou Lodge Resort ist eine tolle Anlage mit einen sehr guten Restaurant!
Die Zimmer die wir hatten waren eher Motelqualität, mit sehr lauter Klimaanlage, aber immerhin gabs eine, es war nämlich so dermaßen heiß, dass wir vom Strand ohne Schatten leider nix hatten. Muss hinzufügen wir sind keine Sonnenanbeter und mögen schon zuhause eigentlich nix über 28°.
Überfahrt nach PEI mit der Fähre, bei ausnahmsweise mal Regen.
Hotel on Pownal - bestes Zimmer mit besten Bett da im Urlaub. Frühstück spartanisch ok.
Hier würde ich empfehlen, noch 1 oder 2 Nächte anzuhängen. Dann könnte man eine Fahrt ans Nordost- und eine Fahrt ans Nordwestende der Insel machen. Und wer mag, noch in Cavendish einen Stopp machen, ich habe Anne of Green Gables nie gelesen.
ja äh... Fahrt über die Confederationbridge, alles Paletti. Kleines Stück durch New Brunswick.
Das Amherst Shore Country Inn liegt nicht in Amherst sondern 30km davon entfernt an der Ostseite zur Northumberland Strait. Es ist eine Minikleine Unterkunft, wo man nach Anmeldung Abendessen kann, es gibt ein festgelegtes Menü, Frühstück gibts auch nur nach Anmeldung und auch nur 1-2 vorgegeben Sachen zum Toast.
Amherst selber fanden wir furchtbar fad, drum dachten wir, fahren wir doch mal "eben" die 90km nach Moncton. Das ist deutlich größer, es war auch mehr los, allerdings wars auch VIEL dreckiger und ungepflegte Leute. Das war echt auffällig.
ist schööööööön. Die Fahrt erst über den 104, mit kurzer günstiger Mautstrecke, dann quer Richtung Windsor über 354, 236, .... wo die Straßen teilweise schrecklich schlecht waren, ein Schlaglochkrater am nächsten.
Es war unsere längste Tagestour, vielleicht hätte man da noch einen Zwischenstopp einlegen sollen. Laut Reiseführer hätten wir nicht die 104 nehmen sollen sondern dort "über Land" fahren, weil dort wohl recht idyllisches Obstanbaugebiet sein sollte.
Nunja wir hatten es idyllisch in Annapolis, haben uns das Gezeitenkraftwerk angeschaut und im ye olde towne pub gut gegessen. Geschlafen im wohlklingenden A.R. Inn, wobei wir inzwischen auch wissen, dass Inn auch einfach ein Motel sein kann. War es in dem Fall und das Frühstück war unterirdisch.
Wir sind früh aufgestanden und ans Digby Neck, Whalewatching was wegen Nebel und Nachsaison aber ausgefallen ist.
den Highway 8 runter und dann bei Brookefield querbeet Richtung Lunenburg rüber. Lunenburg ja Weltkulturerbe eben. Sehr schön anzuschauen, Whalewatching hat wieder nicht geklappt weil Nachsaison und zu wenig Interessenten.

Das Mariner King Inn liegt zentral, parken muss man irgendwo ein gutes Stück weg, weil ums Hotel rum alles nur stundenweise mit Parkuhr geht.
Zimmer: klein aber fein, Frühstück suuuperlecker.
Essen in sonstigen Lokalen: gut.
Rückfahrt mit Stopp an Peggys Cove. Es ist wirklich nur ein kleiner Leuchtturm, aber da "man da nun mal hält und knipst" haben wir das eben auch gemacht.
Im ShoppingCenter in Halifax dann die letzten $$ verprasst um dann abends noch mal "fine dining"lecker zu essen. Den Mietwagen mussten wir bis 15h zurückgeben, Flug war für 18h geplant und verschob sich eine Stunde.
es war phantastisch, wenig los auf den Straßen, nur nette und ungestresste Leute. Käme definitiv als Auswanderungsland infrage.
Empfehlungen / was ich nächstes Mal anders machen würde:
- wie schon geschrieben mehr Zeit auf PEI
- noch eine Nacht mehr in Ingonish oder nen Zwischenstopp am Cabot Trail, damit man den Nationalpark noch mehr zu Fuß erkunden kann, es gibt doch einige auch kürzere Wanderungen die man da machen kann
- einen Tag Aufenthalt irgendwo an der Bay of Fundy, denn wir waren an allen Orten immer grad zur Ebbe da - Flut war entweder nachts oder eben wenn wir schon weg waren
- und sonst ach ich weiß auch nicht, es war einfach traumhaft
Fotos gibts auf
www.calymne.de