Jetlagtechnisch sind wir einigermaßen gut durchgekommen und haben mit nur kleinen Unterbrechungen die Nacht ganz gut verbracht und im Gegensatz zur Übernachtung im Travelodge am JFK (2008) hatten wir weder eine Eismaschine direkt gegenüber des Hotelzimmers - wer zum Teufel holt nachts um 2Uhr Eiswürfel aus der Maschine

- noch die Müllabfuhr um 3Uhr nachts direkt vor dem Hotelzimmer und auch der damit verbundene Lachanfall meinerseits ist dann natürlich ausgeblieben.
Unser heutiger Plan: mit der Circle Line die dreistündige Full Island Cruise buchen und einmal komplett um Manhattan drumherum schippern. Wir gönnen uns einfach mal ein Yellow Cab zum Pier 83 und ich fühle mich wie Carrie Bradshaw, als wir am Strassenrand nach einem Taxi rufen: Nur mit Manolo Blahniks kann ich nicht aufwarten, die habe ich leider zu Hause vergessen

und bei Temperaturen um die 35Grad ist außer Flip-Flops nicht mehr Material auszuhalten gewesen.
Wir immer in dieser Stadt stellen wir uns schön brav erstmal in die Line und warten höflich vor uns hin. In der Zwischenzeit erkunde ich das Terrain und hoffe, etwas trinkbares für die Fahrt zu ergattern - nicht nur trinkbar, sondern auch bezahlbar.
Achtung - jetzt kommt ein Tipp: am Kiosk neben dem Eingang kann man einen Isolierbecher (etwa 1 1/2 Kaffepötte Inhalt) für sieben Dollar erwerben und direkt am Kiosk, auf dem Schiff und den ganzen Aufenthalt lang, so oft man möchte, mit Getränken nachfüllen lassen. Diese Becher haben uns den restlichen Urlaub begleitet, denn wir haben uns wegen der hohen Temperaturen in allen Hotels immer Eis eingefüllt und je nach Lust und Laune entweder Eiskaffee selber "gebastelt" oder mit Dr. Pepper, Cola oder Wasser aufgefüllt. Bis zur nächsten Eismaschine hat es immer gereicht und super kühl gehalten. Aber das nur nebenbei bemerkt. Wir haben uns dann auch gleich vor Ort den City-Pass gekauf, weil wir nahezu alle enthaltenen Gutscheine ausnutzen wollten. Das spart dann doch einiges an Eintrittsgeldern.
Natürlich komme auch ich nicht um das obligatorische Freiheitsstatuen-Bild herum

Das Wetter war toll - heiß und wolkenlos, leider Anfangs ein wenig diesig - schreibt man das so? - das war für die Fotos am Morgen nicht so optimal, aber im Endeffekt war es richtig schön. Der Kapitän konnte ununterbrochen mit irgendwelchen Story´s oder Anekdoten aufwarten und wenn ich manches nicht ohnehin schon gewußt hätte, wäre ich an diesem Tag ziemlich dumm gestorben, denn da spielte mein Englisch meist leider nicht mit. Es muss ziemlich lustig gewesen sein, denn die Amerikaner haben sich köstlich amüsiert und interessiert zugehört und ich habe ab einem gewissen Zeitpunkt meine Ohren "auf Durchzug" gestellt, denn gleichzeit eine Million Bilder schießen, die atemberaubende Kullisse aufsaugen, der Family immer wieder sagen wie toll doch alles ist und muttersprachen-amerikanisch zu übersetzten, das ging beim besten Willen nicht. Ich bin irgendwann in meine eigene Begeisterungswelt abgetaucht und habe einfach alles in mich aufgesogen, so gut es eben geht.

Blick unter der Manhattan-Bridge zur Brooklyn-Bridge
Das wunderschöne Chrysler-Building

Nach diesen tollen Eindrücken der Schiffstour, vorbei an unzähligen Brücken und Stadtteilen, die man so gar nicht in der kurzen Zeit zu Gesicht bekommen hätte, haben wir den Tag dann schlendernd durch die Stadt verbracht und - wie kann es auch anders sein - hier und da NATÜRLICH ein bißchen geshoppt.

Tommy Hilfiger, Sephora, Victoria Secret, Macy´s und, und, und..... haben uns den Tag versüsst und ich bin immer wieder über den Service in
Amerika beeindruckt. Schönstes Shopping-Erlebnis in NYC: Bei Tommy Hilfiger hatten wir direkt unsere persönliche Einkaufsberaterin, die sich - wie ja fast immer in den Staaten - namentlich bei uns vorgestellt hat und uns unsere Sachen, die wir anprobieren wollten, erst einmal "entführt" hat. Als wir dann fertig mit aussuchen waren, begleitete sie uns dann mit in die abgeschlossene Umkleidekabine, öffnete sie und da lagen auch schon "unsere" Sachen hübsch gefaltet auf einem sehr repräsentativen Stuhl. Unser Einkauf wurde dann natürlich in grünes Seidenpapier gewickelt und mit einem Hilfiger gestyltem Aufkleber noch zugeklebt und in einer schönen Tasche verstaut. Nach dem bezahlen bekamen wir den Kassenbon dann nicht wie üblich in die Tasche gelegt, sondern in einem kleinen Umschlag im Hilfiger Style überreicht....ach da war ich gleich im siebten Einkaufshimmel und fühlte mich wie eine Prinzessin. Mensch braucht es wenig, um Frau glücklich zu machen...

Achtung - jetzt kommt der nächste Tipp: Ein Shopping-Tipp - wie sollte es auch anders sein: Bei Macy´s gibt es so eine Art Touristen-Informationscenter, wo man sich registrieren lassen kann und bekommt dann mittels einer Einkaufskarte auf den gesamten Einkauf 10% Rabatt.
Abends haben wir dann unser Essen im nahegelegenen Deli eingekauft und auf unserem Zimmer genossen..... Danach nur noch "tot" in´s Bett gefallen. Na ja, morgen ist ja auch noch ein Tag. Dass mich das Empire-State-Building wieder in den Schlaf hypnotisiert hat, sei nur noch am Rande erwähnt...